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Bundesverwaltungsgericht 14.11.2011 E-6090/2011

14 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,073 parole·~5 min·2

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 31. Oktober 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­6090/2011 Urteil   v om   1 4 .   No v embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter François Badoud, Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan,  (…),   Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 31. Oktober  2011 / N (…).

E­6090/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer  eigenen Angaben  zufolge  im  Februar  2009  verliess  und  am  12.  April  2009  nach  B._______  gelangte,  wo  er  gleichentags um Asyl nachgesucht habe,  dass sein Gesuch und eine dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen  worden seien, dass  er  B._______  am  2.  September  2011  verlassen  habe  und  über  C._______  und  D._______  am  3.  September  2011  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  am  4.  September  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum (EVZ) E._______ um Asyl nachsuchte, dass  das  BFM  am  23.  September  2011  im  EVZ  F._______  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn  summarisch  zu  seinem  Reiseweg  sowie  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  seines  Heimatstaates respektive B._______ befragte,  dass  ihm  im Verlauf der Befragung und  im Anschluss daran  im Hinblick  auf eine allfällige Zuständigkeit B._______ für die Durchführung des Asyl­  und Wegweisungsverfahrens das rechtliche Gehör gewährt wurde, dass er hierzu geltend machte, er  sei grundsätzlich einverstanden nach  B._______  zurückzukehren,  sofern  ihm  die  schweizerischen  Asylbehörden  garantieren  würden,  dass  sein  Asylgesuch  in  B._______  neu  überprüft  und  er  nicht  weiter  im  Ungewissen  gelassen  werde,  ansonsten er wieder in die Schweiz zurückkehren würde, dass für den Inhalt der Aussagen auf die Akten verwiesen werden kann, dass  das  BFM  am  27. Oktober  2011  die  Behörden  von  B._______  um  Wiederaufnahme (take back) des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16  Abs. 1  Bst.  c  der  Verordnung  EG  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Feststellung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt  hat  (Dublin­II­VO)  ersuchte  und  dieselben  am  28.  Oktober 2011 einer Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art.  16 Abs. 1 Bst. e Dublin­II­VO zustimmten,

E­6090/2011 dass das BFM mit Verfügung vom 31. Oktober 2011 gestützt auf Art. 34  Abs.  2 Bst.  d  des Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  ihn  nach  B._______  wegwies,  ihn  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  G._______  mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  aushändigte  und  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine  aufschiebende Wirkung, dass  es  festhielt,  ein  Abgleich  mit  der  europäischen  Fingerabdruck­ Datenbank  (Zentraleinheit  Eurodac)  habe  ergeben,  dass  der  Beschwerdeführer  am 14.  (recte:  12.) April  2009  in B._______ um Asyl  nachgesucht habe, dass  die  Behörden  von  B._______  am  28.  Oktober  2011  gestützt  auf  Art. 16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­VO  einer  Übernahme  des  Beschwerdeführers zugestimmt hätten,  dass  bei  dieser  Sachlage  B._______  gestützt  auf  die  einschlägigen  staatsvertraglichen Bestimmungen (Dublin­Assoziierungsabkommen vom  26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  [SR  0.142.392.68,  DAA],  Dublin­II­VO  und  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003  der  Kommission  vom  2.  September  2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  [DVO­Dublin])  für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig  sei,  dass  dem  Beschwerdeführer  am  23.  September  2011  das  rechtliche  Gehör  gewährt  worden  sei  und  er  bei  dieser  Gelegenheit  geltend  gemacht  habe,  dass  er  unter  der  Bedingung,  dass  ihm  die  Schweiz  verspreche, dass sein Asylgesuch in B._______ nochmals neu überprüft  werde,  einverstanden  sei  dorthin  zurückzukehren,  ansonsten  werde  er  wieder in die Schweiz zurückkehren, dass  es  den  Behörden  von  B._______  obliege,  über  eine  allfällige  Wiedererwägung  zu  entscheiden,  zumal  die  Schweizer  Behörden  keine  Kompetenz hätten, in dieser Sache ein Versprechen abzugeben, 

E­6090/2011 dass  diese  Ausführungen  jedoch  nicht  geeignet  seien,  um  die  Zuständigkeit  zur  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  von B._______ zu widerlegen,  dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder  Verlängerung – bis spätestens am 28. April 2012 zu erfolgen habe, dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei, dass  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  die Regelfolge  des Nichteintre­ tens auf ein Asylgesuch sei (Art. 44 Abs. 1 AsylG), dass  der  Beschwerdeführer  in  einen  Drittstaat  reisen  könne,  in  dem  er  Schutz vor Rückschiebung  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG  finde, und  das Non­Refoulement­Gebot bezüglich des Heimatstaates nicht zu prüfen  sei, dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  im  Falle  einer  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  B._______  bestehen  würden,  weshalb  der  Vollzug der Wegweisung nach B._______ zulässig sei, dass zudem weder die in B._______ herrschende Situation noch andere  Gründe gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung sprechen würden, dass  demzufolge  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  B._______  auch  zumutbar sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. November 2011 – Datum  Poststempel  –  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  die  vorinstanzliche Verfügung vom 31. Oktober 2011 erhob und sinngemäss  beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  das  BFM  sei  anzuhalten,  sein  Recht  auf  Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  vorliegendes Asylgesuch für zuständig zu erklären,  dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid  wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  10.  November  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

E­6090/2011 und zieht in Erwägung,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der  Regel  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art.  105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31]  i.V.m.  Art.  31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  eine  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  BGG  nicht  vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48  Abs. 1 VwVG), dass der genaue Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung  mangels  Vorliegens  einer  Empfangsbestätigung  nicht  feststeht,  die  Eröffnung jedoch frühestens am 2. November 2011 erfolgte, dass die Beschwerdefrist mit der Eingabe vom 7. November 2011 (Datum  Poststempel) ohne weiteres eingehalten wurde, dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG  und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  respektive  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a  Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet wurde,

E­6090/2011 dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art.  32  ­  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  indes  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese  Fragen – namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von  Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintretensentscheids stellen,  dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (vgl. Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  sich  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  aufgrund  der  Akten  als  zutreffend erweisen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab  auf  die  nicht  zu  beanstandenden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,  dass  aufgrund  der  Abklärungen  des  BFM  feststeht,  dass  der  Beschwerdeführer  am  12.  April  2009  in  B._______  ein  Asylgesuch  eingereicht hat,  dass  die  in  der  Schweiz  geltend  gemachten  Asylgründe  daher  in  B._______,  welches  aufgrund  der  einschlägigen  Staatsverträge  (vgl.  vorstehend  S.  3),  Dublin­Assoziierungsabkommen  sowie  Dublin­II­VO  und der DVO­Dublin  (vgl.  insbesondere Art.  10 Abs. 1 Dublin­II­VO) als  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig  zu  erachten  ist,  zu  prüfen sein werden, http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34 http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34 http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34 http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34 http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34 http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34 http://links.weblaw.ch/EMARK-2004/34

E­6090/2011 dass,  auch  wenn  das  Asylverfahren  des  Beschwerdeführers  in  B._______ bereits rechtskräftig abgeschlossen wurde (vgl. A15/1) und er  kein Anrecht mehr auf Unterbringung oder weitergehende staatliche oder  nichtstaatliche  Unterstützung  hätte,  B._______  gemäss  Art.  16  Abs.  2  Bst.  e  Dublin­II­VO  weiterhin  für  das  Verfahren  der  Beschwerdeführers  bis zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug zuständig ist (Art. 16 Abs. 4  Dublin­II­VO  sowie  CHRISTIAN  FILZWIESER/ANDREA  SPRUNG,  Dublin­  II­ Verordnung, 3., überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K 25 zu Art. 16 Abs. 4), dass B._______ Signatarstaat  des Abkommens vom 28.  Juli  1951 über  die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK und des  Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105)  ist, und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen,  wonach  B._______  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot, halten würde,  dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, unter der Bedingung, dass  die Schweizer Asylbehörden verspreche würden, dass sein Asylgesuch in  B._______  nochmals  überprüft  werde,  sei  er  einverstanden,  nach  B._______  zurückzukehren,  die  Zuständigkeit  B._______  zur  Durchführung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens offensichtlich nicht  zu widerlegen vermag,  dass  ebenso  offensichtlich  seine  Ausführungen  zu  der  allgemeinen  Sicherheitslage in Afghanistan und der Hinweis auf die Verletzung seines  Bruders  wegen  eines  Selbstmordattentäters  nicht  gegen  seine  Überstellung nach B._______ sprechen,  dass auch der Aufenthalt von H._______ in der Schweiz keinen Grund für  einen Selbsteintritt  der Schweiz  darstellt,  da  es  sich  dabei  nicht  um ein  Familienmitglied  oder  einen  Familienangehörigen  handelt,  zu  dem  eine  Abhängigkeit  besteht  (vgl.  Art.  3 Abs.  2  i.V.m.  Art.  15 Dublin­II­VO und  Art. 29a  Abs.  3  der  Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]), dass  insgesamt weder  Anhaltspunkte  für  eine Verletzung  der  durch  die  EMRK  garantierten  Rechte  durch  B._______  noch  humanitäre  Gründe  nach  Art.  29a  Abs.  3  AsylV  1  vorliegen,  die  für  einen  Selbsteintritt  im  Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO sprechen,

E­6090/2011 dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG auf das Asylgesuch zu Recht nicht eingetreten ist, dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  B._______  der  Systematik  des Dublin­Verfahrens – bei dem es sich um ein Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt –  entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG  steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach  der Zulässigkeit  und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs  regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheids ist, und hier nicht mehr zu prüfen ist,  dass  demnach  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  systembedingt  kein  Raum bleibt  für Ersatzmassnahmen  im Sinne  von Art.  44 Abs.  2 AsylG  i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts besteht, weshalb der vom BFM verfügte Vollzug der  Wegweisung zu bestätigen ist,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­  (Art.  1  ­  3 des Reglements  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

E­6090/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Gabriela Freihofer Chantal Schwizer Versand:

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