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Bundesverwaltungsgericht 28.09.2011 E-5992/2009

28 settembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·973 parole·~5 min·2

Riassunto

Asyl und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 14. September 2009

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­5992/2009 Urteil   v om   2 8 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Bruno Huber, mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;  Gerichtsschreiberin Valerie Kaeser. Parteien A. _______, geboren (…), Angola,  (…),   Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 14. September 2009 / N (…).

E­5992/2009 Sachverhalt: A.  Der  Beschwerdeführer  verliess  sein  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  am  17.  Januar  2008  auf  dem  Luftweg  und  reiste  über  Addis  Abeba nach Rom. Von dort gelangte er auf dem Landweg am 18. Januar  2008  in  die Schweiz;  gleichentags  suchte er  im  (…) um Asyl  nach. Am  18. Februar 2008 wurde er vom BFM summarisch zu seiner Person, zum  Reiseweg  und  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  des  Heimatlandes  befragt  und  am  3.  Februar  2008  vom Bundesamt  einlässlich  zu  seinen  Asylgründen angehört.  B.  Zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  machte  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  in  (…)  als  (…)  gearbeitet.  Am  (…)  habe  er  einem  Kriminellen, der festgenommen worden sei, weil er (…) auf sich getragen  habe, aus Mitleid zur Flucht aus dem (…) verholfen. Der verantwortliche  Arzt  und  die  Polizei  hätten  ihn  daraufhin  unter  Todesdrohungen  aufgefordert,  den  Entflohenen  zurückzubringen.  Aus  diesem  Grunde  habe  er  sich  in  der  Folge  versteckt.  Ein  Freund  habe  ihm  Dokumente  besorgt  und  ihm  im Januar 2008 gesagt,  er müsse sofort  ausreisen. Er  sei  nach  (…)  gegangen  und  habe  sein  Heimatland  an  Bord  eines  Flugzeugs verlassen.  C.  Mit  Verfügung  vom  3.  April  2009  stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  das  Asylgesuch  vom 18.  Januar  2008 ab  und ordnete  die Wegweisung  aus  der Schweiz sowie deren Vollzug an.  D.  Eine  gegen  diese  Verfügung  erhobene  Beschwerde  vom  4.  Mai  2009  wurde  mit  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  (E­2871/2009)  vom           8. Mai 2009 abgewiesen. Auch dieses kam zum Schluss, die Vorbringen  des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  eines asylrelevanten Sachverhalts gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom  26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) und somit an die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 AsylG nicht stand. E.  Mit  auf  den  17.  August  2009  datierter  Eingabe,  welche  als  "Wiedererwägungsgesuch/Revisionsgesuch"  tituliert  war,  gelangte  der 

E­5992/2009 Beschwerdeführer  erneut  an  das  BFM.  Er  beantragte  den  sofortigen  Stopp des Vollzugs der Wegweisung, die Gewährung von Asyl, eventuell  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  wegen  Unzumutbarkeit  und/oder  Unzulässigkeit  der  Wegweisung  und  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege.  Der  Eingabe  legte  der  Beschwerdeführer  mehrere Beweismittel bei. F.  Das  BFM  nahm  die  Eingabe  des  Beschwerdeführers  als  zweites  Asylgesuch entgegen. Mit Verfügung vom 14. September 2009 ­ eröffnet  am     15.  September  2009  ­  trat  es  gestützt  auf  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG auf dieses nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz  sowie deren Vollzug an.  Für  die Begründung  im Einzelnen wird,  soweit  entscheidwesentlich,  auf  den  vorinstanzlichen  Entscheid  und  die  nachfolgenden  Erwägungen  verwiesen.   G.  Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 21. September 2009  erhob  der  Beschwerdeführer  gegen  die  Verfügung  des  BFM  vom  14.  September  2009  Beschwerde.  Er  beantragte  die Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung,  Eintreten  auf  sein  Wiedererwägungsgesuch  respektive Zurückweisung des Falles an das BFM, Gewährung von Asyl  und  eventualiter  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme.  In  formeller  Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.  Für  die Begründung  im Einzelnen wird,  soweit  entscheidwesentlich,  auf  die Beschwerde und die nachfolgenden Erwägungen verwiesen.   H.  Der  Instruktionsrichter  stellte  mit  Verfügung  vom  25.  September  2009  fest,  der  Beschwerdeführer  dürfe  den  Ausgang  des  Rechtsmittelverfahrens  in  der  Schweiz  abwarten;  über  die  Verfahrensanträge werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Mit Verfügung vom 2. Oktober 2009 hielt der Instruktionsrichter fest, über  das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art.  65 Abs.  1  des Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  werde  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  befunden,  verzichtete  vorderhand  auf  die  Erhebung  eines Kostenvorschusses und lud die Vorinstanz zur Stellungnahme ein.

E­5992/2009 I.  In  seiner  Vernehmlassung  vom  9. Oktober  2009  führte  das  Bundesamt  aus,  die Beschwerde  enthalte  keine  neuen  erheblichen Tatsachen  oder  Beweismittel. An den Erwägungen werde vollumfänglich festgehalten und  es werde die Abweisung der Beschwerde beantragt.   J.  Mit  Verfügung  vom  6.  September  2011  forderte  der  Instruktionsrichter  den Beschwerdeführer auf, das Gericht über seine aktuellen persönlichen  Verhältnisse zu informieren.  Der  Beschwerdeführer  kam  dieser  Aufforderung  mit  Eingabe  vom           21. September 2011 (Poststempel) nach.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Be­ schwerdeführer  hat  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen,  ist  durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz­ würdiges  Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105  und 

E­5992/2009 Art. 108  Abs. 1  AsylG,  Art. 48  Abs. 1  sowie  Art. 52  VwVG).  Auf  die  Beschwerde ist einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  Über  offensichtlich  begründete  Beschwerden  wird  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden        (Art. 111 Bst. e AsylG). Da es sich vorliegend um eine solche handelt, ist  der Entscheid nur summarisch zu begründen (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 4. 4.1.  Das  BFM  führt  zur  Begründung  seiner  angefochtenen  Verfügung  vom 14. September 2009 aus, der Beschwerdeführer gebe sich in seinem  zweiten  Asylgesuch  im  Wesentlichen  damit  zufrieden,  seine  im  erstinstanzlichen Verfahren  geltend  gemachten Gründe  zu wiederholen.  Seine undetaillierte und äusserst oberflächlich gehaltene Behauptung, er  werde  behördlich  gesucht,  vermöge  die  Erwägungen  im  Entscheid  des  BFM vom 3. April 2009 und im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom         8.  Mai  2009  nicht  umzustossen.  Die  Behauptung,  er  werde  in  Angola  auch wegen seiner (…) gesucht, sei durch nichts belegt. Zudem habe er  dieses  Vorbringen  weder  im  erstinstanzlichen  Verfahren  noch  in  seiner  Beschwerde vom 4. Mai 2009 geltend gemacht.  Die  beiden  ins  Recht  gelegten  Beweismittel  (Rundschreiben  eines  (…)  vom  15.  Februar  2008  und  undatiertes  Schreiben  eines  Pfarrers)  vermöchten an den Erwägungen und Schlussfolgerungen des BFM und  des  Bundesverwaltungsgerichts  nichts  zu  ändern.  Das  Rundschreiben  liege nur als Fotokopie vor und könne als solche nicht auf deren Echtheit  hin überprüft werden. Zudem komme Dokumenten dieser Art nur geringer  Beweiswert  zu,  da  sie  insbesondere  im  afrikanischen  Raum  leicht  auf  käufliche  Art  beschaffbar  seien.  Im  Übrigen  gehe  daraus  auch  nicht  hervor,  dass  die  angolanischen  Behörden  Verfolgungsmassnahmen  gegen den Beschwerdeführer eingeleitet hätten. Das gleiche gelte für das  undatierte Schreiben eines Pfarrers, aus welchem nur hervorgehe, dass  die  Kirchengemeinde  den  Beschwerdeführer  seit  Mai  2008  nicht  mehr  gesehen habe. 

E­5992/2009 Das  am  18.  Januar  2008  eingeleitete  Asylverfahren  sei  rechtskräftig  abgeschlossen.  Aus  den  Akten  ergäben  sich  keinerlei  Hinweise,  dass  nach dem Abschluss dieses Verfahrens Ereignisse eingetreten seien, die  geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die  Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären. Gemäss Art. 32  Abs. 2 Bst. e AsylG  trete das Bundesamt demnach auf das Asylgesuch  nicht ein. 4.2. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 21. Septem­ ber 2009 geltend, es handle sich bei seiner Eingabe keineswegs um eine  zweites Asylgesuch,  sondern  um ein Wiedererwägungsgesuch,  denn  er  habe  zusätzlich  zu  den  schon  ins  Recht  gelegten  neue  Beweismittel  einzubringen. Was seine (…) betreffe, so habe er diese nicht erwähnt, weil er danach  nicht  gefragt  worden  sei.  Die  Vorinstanz  hätte  prüfen  müssen,  ob  entschuldbare  Gründe  dafür  vorliegen  würden,  weshalb  er  diese  Tatsache  nicht  früher  vorgebracht  habe,  und  dies  umso mehr,  als  eine  Kommunikation  mit  ihm  schwierig  sei,  er  verweise  auf  das  Kantonsprotokoll, wo sich ein entsprechender Vermerk finde.  Bezüglich der eingereichten Beweismittel habe das BFM ausgeführt, das  Schreiben  des  (…)  liege  nur  in  Kopie  vor  und  darin  stehe  auch  nicht  geschrieben,  dass  er  polizeilich  gesucht  werde;  das  Schreiben  des  Pfarrers sei undatiert und es lasse sich daraus keine Verfolgung ableiten.  Er  lege nun aber die Originaldokumente vor. Weitere Beweismittel – die  Be­stätigung  seines  Hausverkaufes  und  eine  Bestätigung  seiner  (…) –  seien in Aussicht gestellt worden. Seine  Beschwerde  sei  nicht  ohne  Chance.  Die  Vorinstanz  hätte  sein  Gesuch  als  Wiedererwägungsgesuch  behandeln  müssen  oder  es  allenfalls  als  Revisionsgesuch  an  das  Bundesverwaltungsgericht  weiterleiten müssen. 5. 5.1.  Die Eingabe  des Beschwerdeführers  vom  17.  August  2009  an  das  BFM  ist  mit  "Wiedererwägungsgesuch/Revisionsgesuch"  überschrieben.  Sodann weist dieser einleitend ausdrücklich darauf hin, dass es sich um  ein  "Wiedererwägungsgesuch  gestützt  auf  Art.  66  VwVG"  handle,  und  weiter  führt  er  aus,  "Ich  bitte  Sie,  dass  die Wiedererwägungspunkte  zu  prüfen und dann das Gesuch zur Weiterbehandlung als Revisionsgesuch 

E­5992/2009 dem  BVGer  zu  schicken."  Auch  unter  "Formelles"  wird  angegeben,  er  reiche ein Wiedererwägungsgesuch respektive Revisionsgesuch ein. 5.2.  In seinem Entscheid vom 14. September 2009 erwägt das BFM, es  trete vorliegend  in Anwendung von Art.  32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das  (zweite)  Asylgesuch  nicht  ein.  Auf  den  Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  seine  Eingabe  als  Wiedererwägungs­  beziehungsweise  Revisionsgesuch  behandelt  haben  wollte,  wird  nicht  einmal  ansatzweise  eingegangen.  Damit  und  ebenso  mit  den  formelhaften  Ausführungen  zu  den  neu  eingereichten  Beweismitteln  verletzt  die  Vorinstanz  in  schwerwiegender  Weise  den  rechtlichen  Gehörsanspruch beziehungsweise die Begründungspflicht. 5.3. Im Rahmen der unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV folgenden und im  Bundesverwaltungsverfahren  ausdrücklich  festgelegten  behördlichen  Begründungspflicht  (Art.  35  Abs.  1  VwVG)  hat  die  verfügende Behörde  die Überlegungen substanziiert zu nennen, von denen sie sich leiten liess  und auf die sich ihr Entscheid stützt. Eine hinreichende Begründung bildet  die Grundlage für eine sachgerechte Anfechtung der Verfügung und stellt  eine  unabdingbare  Voraussetzung  für  die  Beurteilung  ihrer  Rechtmässigkeit  durch  die  Beschwerdeinstanz  dar.  Aus  dem  verfassungsmässigen  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  ergibt  sich  allerdings  keine  Pflicht  der  Behörden,  zu  allen  im  Verfahren  vorgetragenen Elementen ausführlich Stellung zu nehmen. Die Behörden  können sich bei der Begründung auf die für den Entscheid wesentlichen  Punkte  beschränken.  Der  Untersuchungsgrundsatz  fordert  dort  eine  eingehende Amtsermittlung und              ­würdigung des Sachverhalts, wo  es  sachverhaltsgerecht  erscheint.  Die  urteilende  Instanz  soll  somit  in  eigener  Verantwortung  beweismässig  die  tatsächlichen  Geschehnisse  und  Gegebenheiten  (Urteilsgrundlagen)  ermitteln,  aus  denen  sich  die  Rechtsfolgen ergeben. 5.4. Das Bundesverwaltungsgericht erkennt vorliegend im Umstand, dass  sich das BFM mit dem ausdrücklichen Ersuchen des Beschwerdeführers,  seine Eingabe als Wiedererwägungs­ beziehungsweise Revsionsgesuch  zu  behandeln,  überhaupt  nicht  auseinandersetzt,  und  zudem  auch  die  Ausführungen  zu  den  neu  eingereichten  Beweismitteln  von  inhaltlicher  Leere  sind,  eine  die  Kassationsfolge  auslösende  Verletzung  der  in  Erwägung 5.3. erwähnten Begründungspflicht.

E­5992/2009 6.  Die angefochtene Verfügung des Bundesamtes vom 17. August 2009 ist  wegen  Verletzung  der  Begründungspflicht  (Art.  35  Abs.  1  VwVG)  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  das  BFM  zurückzuweisen.  Bei  dieser  Sachlage  ist  auf  die  weiteren  Anträge  des  Beschwerdeführers nicht einzugehen. 7. 7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben  (Art. 63  Abs. 1  ­  3  VwVG).  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  für  die  Verfahrenskosten  (Art.  65  Abs.  1  VwVG) wird damit gegenstandlos. 7.2.  Da  nicht  davon  auszugehen  ist,  dem  nicht  vertretenen  Beschwerdeführer  seien  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  entstanden,  ist  keine  Parteientschädigung  auszurichten  ist  (vgl.  Art.  64  Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 4 des Reglements vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite)

E­5992/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben. 2.  Die  Sache  wird  im  Sinne  der  Erwägungen  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz zurückgewiesen. 3.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4.  Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5.  Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und das (…). Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Bruno Huber Valerie Kaeser

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