Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 13.09.2011 E-4293/2011

13 settembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,466 parole·~7 min·1

Riassunto

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 30. Juni 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­4293/2011 Urteil   v om   1 3 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Bruno Huber, mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi; Gerichtsschreiber Peter Jaggi. Parteien A._______, geboren (…), (…) B._______, geboren (…), und (…) C._______, geboren (…), Mongolei, alle vertreten durch Stefan Hery, HEKS,  Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende St. Gallen /  Appenzell, (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 30. Juni 2011 / N (…).

E­4293/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführenden  eigenen  Angaben  zufolge  ihren  Heimatstaat am (…) verliessen und am (…) in die Schweiz gelangten, wo  sie gleichentags im D._______ um Asyl nachsuchten, dass sie am 1. Juni 2007 im E._______ summarisch befragt und daselbst  am 21. Juni 2007 zu ihren Asylgründen angehört wurden, dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs geltend  machte, er habe sich seit  (…)  im Auftrag des (…) zusammen mit seiner  jetzigen Ehefrau, die er am (…) geheiratet habe, in (…) aufgehalten, dass es seine Aufgabe gewesen sei, (…), dass es ihm mit der Hilfe von in (...) wohnhaften (…) gelungen sei, (…), dass seine seit dem Jahr (…) unternommenen Versuche, diese Tätigkeit  zu beenden, am Widerstand der (…) des (…) gescheitert seien, dass er schliesslich im Jahre (…) ohne die Einwilligung dieser Person in  die  Mongolei  zurückgekehrt  sei,  um  von  dort  weiter  nach  Europa  zu  reisen, und am (…) beim Versuch, in Begleitung seiner Ehefrau nach (…)  auszureisen, unter einem Vorwand verhaftet und während  (…)  inhaftiert  worden sei, dass er am (…) nach der Bestechung eines (…) aus dem (…) geflüchtet  sei,  bevor  er  in  Begleitung  seiner  Ehefrau,  die  er  anlässlich  eines  Gefängnisbesuchs über seine geplante Flucht informiert habe, ausgereist  sei, dass  die  Beschwerdeführerin  zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  anführte,  sie  habe  nichts  Konkretes  von  der  (…)tätigkeit  ihres  Ehemannes in (...) gewusst, dass sie gleichzeitig mit  ihrem Ehemann verhaftet,  indessen  (…) später  auf freien Fuss gesetzt worden, dass sie nach ihrer Freilassung Drohanrufe erhalten habe und einmal sie  auf der Treppe zu ihrem Wohnhaus bedroht worden sei,

E­4293/2011 dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten und, soweit  für  den Entscheid wesentlich, auf die nachfolgenden Erwägungen verwiesen  wird, dass  die  Beschwerdeführenden  im  erstinstanzlichen  Verfahren  ihre  mongolischen  Identitätskarten  und  Geburtsurkunden  sowie  einen  Eheschein zu den Akten reichten, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  21.  September  2010  –  eröffnet  am  23. September 2010 – gestützt auf Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  vom  18.  Mai  2007  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  29.  März  2011  die  gegen  diese  Verfügung  eingereichte  Beschwerde  vom  29.  September  2010 guthiess,  die Verfügung vom 21. September 2010 aufhob und die  Sache  zur  materiellen  Prüfung  der  Asylgesuche  an  die  Vorinstanz  zurückwies, dass  es  mit  Urteil  vom  12.  April  2011  das  gegen  dieses  Urteil  eingereichte  Revisionsgesuch  vom  1.  April  2011  guthiess,  die  Dispositivziffer  4  (Parteientschädigung)  aufhob  und  das  BFM  in  Abänderung  des  Urteils  anwies,  den  Beschwerdeführenden  eine  Parteientschädigung von Fr. 1100.­ zu entrichten, dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  30.  Juni  2011  –  eröffnet  am  5.  Juli  2011 – feststellte, die Beschwerdeführenden und C._______ erfüllten die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  deren  Asylgesuche  vom  (…)  ablehnte  und  die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  anführte,  die  Vorbringen  der  Be­ schwerdeführenden  vermöchten  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  nicht  zu  genügen,  weshalb  deren  Asylrelevanz  nicht  geprüft werden müsse und ihre Asylgesuche abzulehnen seien, dass  insbesondere  das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  er  habe  in  (...)  im  Auftrag  des  (…)  als  (...)  gearbeitet,  indem  er  (…),  unglaubhaft  erscheine,  zumal  die  Mongolei  die  (…)  Behörden  (…)  hätte  ersuchen  können,

E­4293/2011 dass sich diese Schlussfolgerung auch aus dem Umstand ergebe, dass  der  mongolische  Staat  mit  Sicherheit  nicht  den  (…)  Beschwerdeführer  (…) eingesetzt hätte, dass der Beschwerdeführer  denn auch nicht  geltend gemacht  habe,  für  eine  solche  (...)tätigkeit  ausgebildet  worden  zu  sein,  und  zudem  auch  nicht geglaubt werden könne, dass es ihm gelungen sei, (…), dass  daran  zu  erinnern  sei,  dass  in  (...)  beinahe  (…)  Menschen  leben  würden,  was  die  geltend  gemachte  Vorgehensweise  zusätzlich  ausschliesse, dass der Beschwerdeführer trotz einer Vielzahl von gestellten Fragen zu  seiner (...)agetätigkeit diese nicht nachvollziehbar habe schildern können  und immer wieder ausgewichen sei, dass  aus  seinen Angaben  hervorgehe,  er  habe  eine Art  (…)  betrieben,  welche Tätigkeit indessen nichts mit (…) zu tun habe, dass sich die Substanzlosigkeit seiner Vorbringen auch daran zeige, dass  er  auf  die  Fragen  nach  dem  Grund  für  seine  Verfolgung  durch  (…)  lediglich stereotyp zur Antwort gegeben habe, er denke, man fürchte sich  vor  ihm,  weil  er  einiges  über  Leute  wisse,  wenn man Macht  und  Geld  habe, könne man in der Mongolei alles machen, dass schliesslich seine Antwort auf den Hinweis der befragenden Person  am Ende der umfassenden Anhörung, die Verfolgung durch (…) sei nach  wie vor nicht nachvollziehbar, zumal (…) und er so gut wie nichts über die  (…)  wisse,  nicht  zu  überzeugen  vermöge,  zumal  er  auf  entsprechende  Nachfrage hin nicht  imstande gewesen sei, die Namen  jener Leute vom  (…) anzugeben, die ihn fürchten würden, dass für die geltend gemachte Haft keinerlei Beweismittel existierten und  seine  Aussage,  es  gebe  nichts  Schriftliches  dazu,  nicht  stichhaltig  sei,  zumal  die  Schweiz  die  Mongolei  nicht  zuletzt  auch  aufgrund  der  in  diesem  Staat  herrschenden  genügenden  Rechtssicherheit  als  verfolgungssicheren Staat bezeichnet habe, dass  vor  diesem  Hintergrund  die  angeblich  nicht  zu  dokumentierende  monatelange  Haft  nicht  glaubhaft  sei  und  diese  vielmehr  zur  Frage  Anlass  gebe,  ob  sie  überhaupt  stattgefunden  beziehungsweise  ob  nicht 

E­4293/2011 ein  anderer  Haftgrund  vorgelegen  habe,  der  den  schweizerischen  Asylbehörden vorenthalten werde, dass es sich bei der Aussage, ein bestochener (…) habe ihm zur Flucht  verholfen,  um  ein  stereotypes  Vorbringen  handle,  dessen  sich  asylsuchende  Personen  in  dieser  oder  in  einer  ähnlichen  Form  oft  bedienen würden, dass dabei vergessen gehe, dass der  (…) bei einem solchen Vorgehen  massive  Probleme  (Entlassung  oder  Bestrafung)  gewärtigen  müsste,  weshalb  diese  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte  Vorgehensweise nicht glaubhaft sei, dass  auch  die  entsprechenden  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  bar  jeder  Glaubhaftigkeit  und  zudem  widersprüchlich  seien,  zumal  ihre  Erklärung anlässlich der Anhörung vom 1. Juni 2007, ihr Ehemann habe  ihr bei einem Besuch  im Gefängnis am (…) beim Abschied einen Zettel  zugeschoben, auf dem geschrieben gewesen sei, sie müsse ins Ausland  flüchten, und ihr in Anwesenheit des Bewachungspersonals gesagt habe,  er komme bald ins Spital und werde versuchen, von dort aus zu flüchten,  sie solle sich mit einem Freund treffen und weitere Vorkehrungen tätigen,  realitätsfremd sei, dass die Beschwerdeführerin ausserdem bei der Anhörung vom 21. Mai  2007 (recte: 21. Juni 2007) ausgesagt habe, ihr Mann habe ihr den Zettel  zu  Beginn  des  Besuchs  heimlich  in  die  Hand  gedrückt,  was  im  Widerspruch zur ursprünglichen Schilderung stehe, dass die Wegweisung die Regelfolge der Ablehnung eines Asylgesuchs  und deren Vollzug zulässig, zumutbar und möglich sei, dass  die  Beschwerdeführenden  durch  ihren  Rechtsvertreter  mit  Rechtsmitteleingabe  vom  3.  August  2011  (Poststempel)  in  materieller  Hinsicht  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  die  Gewährung  von  Asyl,  eventualiter  die  Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz  zur  Neubeurteilung,  subeventualiter  unter  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  die  Feststellung  der  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs beantragten, dass sie  in prozessualer Hinsicht unter Verzicht auf die Erhebung eines  Kostenvorschusses  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  beantragten,

E­4293/2011 dass  sie  zur  Stützung  ihrer  Vorbringen  die  Korruptionsrangliste  des  Annual  Report  2010  von  Transparency  International  zu  den  Akten  reichten, dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren  und  das  eingereichte  Dokument,  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen eingegangen wird, dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 11. August 2011  feststellte,  die  Beschwerdeführenden  und  ihre  Tochter  dürften  den  Ausgang  des  Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten,  den  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  abwies  und  Frist  zur  Leistung eines Kostenvorschusses ansetzte, dass der Kostenvorschuss von Fr. 600.­ am 18. August 2011 fristgerecht  bezahlt wurde, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31]  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, SR 173.110]), dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG  richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und  Art. 6 AsylG), dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

E­4293/2011 dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerde  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  der Eventualantrag  auf Aufhebung  der  vorinstanzlichen Verfügung  und  Rückweisung  der  Sache  an  das  BFM  zur  Neubeurteilung mangels  substanziierter Begründung und fehlender Anhaltspunkte in den Akten für  eine  unvollständige  respektive  unrichtige  Feststellung  des  Sachverhalts  oder eine Verletzung des  rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführenden  abgewiesen wird, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1  AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder  im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält, dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in  wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

E­4293/2011 dass  die  Vorinstanz  zu  Recht  und mit  zutreffender  Begründung  festge­ stellt  hat,  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden  seien  mangels  Glaubhaftigkeit  nicht  geeignet,  asylrelevante  Nachteile  im  Sinne  des  Asylgesetzes darzutun, dass sich die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe darin erschöpfen,  die  Glaubhaftigkeit  der  mündlichen  Aussagen  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  zu  bekräftigen,  ohne  indessen  in  substanziierter  und  überzeugender  Weise  zu  den  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung Stellung zu nehmen, dass  insbesondere  das Vorbringen,  der  Beschwerdeführer  sei  aufgrund  seiner (…) und seiner (…) aus der Sicht des (…) geeignet gewesen, als  (...) eingesetzt zu werden, nicht zu verfangen vermag, und diesbezüglich  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen werden kann, dass  auch  das  Bundesverwaltungsgericht  –  entgegen  den  diesbezüglichen  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  –  in  Übereinstimmung mit dem Bundesamt davon ausgeht, dass sich der (…)  angesichts der damit verbundenen grossen Risiken für seine Person nicht  auf eine Bestechung durch den Beschwerdeführer eingelassen hätte, und  an  dieser  Beurteilung  auch  das  eingereichte  Dokument  (Korruptionsrangliste) mangels Bezugs zu seiner Person nichts zu ändern  vermag, dass  zudem  Entgegnungen  zu  den  vom  Bundesamt  aufgezeigten  Unstimmigkeiten  in  zentralen  Punkten  der  Aussagen  der  Beschwerdeführenden  gänzlich  fehlen,  weshalb  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen  Verfügung verwiesen werden kann, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach Durchsicht  der  Protokolle  zur  Überzeugung  gelangt,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Tat  nicht  imstande  gewesen  ist,  den  Grund  für  die  angebliche  Verfolgung  durch  (…) auf eine nachvollziehbare Weise zu schildern, dass  zwar  hinsichtlich  der  diversen  Zitate  von  Protokollstellen  in  der  Beschwerde  nicht  von  der  Hand  zu  weisen  ist,  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  würden  Realkennzeichen  enthalten,  diese  indessen  nicht geeignet erscheinen, die  insgesamt überwiegenden Zweifel an der 

E­4293/2011 Glaubhaftigkeit seiner nicht weiter substanziierten Aussagen zum Grund  der angeblichen Verfolgung durch (…) zu zerstreuen, dass diesbezüglich insbesondere auf die zutreffenden Ausführungen des  Bundesamtes  zu  verweisen  ist,  wonach  die  Antwort  des  Beschwerdeführers  auf  den  Hinweis  der  befragenden  Person  am  Ende  der umfassenden Anhörung, die Verfolgung durch  (…) sei nach wie vor  nicht  nachvollziehbar,  zumal  (…) und er  so gut wie nichts über die  (…)  und deren Machenschaften wisse, nicht zu überzeugen vermöge, zumal  er auf entsprechende Nachfrage nicht imstande gewesen sei, die Namen  jener  Leute  aus  dem  (…)  anzugeben,  die  ihn  fürchteten  (Akten  BFM  A14/22 S. 17), dass  es  sich  bei  dieser  Sachlage  mangels  Glaubhaftigkeit  der  asylbegründenden Vorbringen erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in  der Beschwerde einzugehen, dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen, weshalb  das  Bundesamt  die  Asylgesuche  zu Recht  abgelehnt  hat, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (BVGE  2009/50  E.  9),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls 

E­4293/2011 wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  UEBERSAX/RUDIN/HUGI YAR/GEISER [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel  2009, Rz. 11.148), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser  massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im  Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass  allein  aufgrund  der  allgemeinen Situation  in  der Mongolei  gemäss  Rechtsprechung  des  Gerichts  nicht  auf  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs geschlossen werden kann,

E­4293/2011 dass vorliegend auch keine  individuellen Vollzugshindernisse vorhanden  sind,  die  auf  eine  konkrete  Gefährdung  der  Beschwerdeführenden  und  C._______ in ihrem Heimatland schliessen liessen, dass gemäss Rechtsprechung der ARK, welche vom Bundesverwaltungs­ gerichts  diesbezüglich  weitergeführt  wird,  im  Rahmen  der  Zumutbarkeitsprüfung  das  Kindeswohl  einen  Gesichtspunkt  von  gewichtiger  Bedeutung  bildet  (Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  1998 Nr.  13  E.  5e.aa  S. 98 f.), dass  vorliegend  die  Beschwerdeführenden  als  leibliche  Eltern  mit  (…)  C._______  in  die  Mongolei  zurückkehren  können,  zumal  sie  über  eine  abgeschlossene  Berufsausbildung  als  (…)  respektive  als  (…)  verfügen  und nach ihrer Rückkehr nicht auf sich allein gestellt sein werden, weil sie  in  ihrem  Heimatland  über  ein  verwandtschaftliches  Beziehungsnetz  verfügen,  das  ihnen  beim  Aufbau  einer  neuen  Existenzgrundlage  behilflich sein kann (A1/12 S. 3 und 4, A2/10 S. 2 und 3), dass vor diesem Hintergrund das Kindeswohl von C._______ auch in der  Mongolei,  dem  angestammten  Kulturkreis  (…)  Eltern,  sichergestellt  erscheint,  und  sich  die  Rüge,  das  BFM  habe  vergessen  zu  erwähnen,  dass  die  Beschwerdeführenden  bei  einer  Rückkehr  auch  für  (…)  Unterhalt aufkommen müssten, als nicht stichhaltig erweist, dass  angesichts  der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  zur  angeblichen  (…) des Beschwerdeführers in (...) das Argument in der Beschwerde, die  Beschwerdeführenden  seien  nicht  zuletzt  auch  aufgrund  ihres  langjährigen Aufenthalts in diesem Staat in der Mongolei entwurzelt, nicht  zu verfangen vermag, dass  nach  dem  Gesagten  insgesamt  nicht  davon  auszugehen  ist,  die  Beschwerdeführenden  und  C._______  gerieten  in  der Mongolei  in  eine  existenzbedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung als  zumutbar zu erachten ist, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  und  von  C._______  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  den  Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung der für die Rückreise  allenfalls  zusätzlich  erforderlichen  Identitätspapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8 Abs. 4 AsylG, BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

E­4293/2011 dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­ weisung zu bestätigen ist, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 11. August 2011  den  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65  Abs. 1  VwVG)  abgewiesen  hat,  weshalb  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­  (Art. 1 – 3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass  die  Verfahrenskosten  durch  den  am  18.  August  2011  geleisteten  Kostenvorschuss in gleicher Höhe gedeckt und mit diesem zu verrechnen  sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

E­4293/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Sie  sind  durch  den  geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher  Höhe gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 3.  Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und (…). Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Bruno Huber Peter Jaggi Versand:

E-4293/2011 — Bundesverwaltungsgericht 13.09.2011 E-4293/2011 — Swissrulings