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Bundesverwaltungsgericht 17.02.2012 D-823/2012

17 febbraio 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·959 parole·~5 min·3

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 2. Februar 2012

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­823/2012 Urteil   v om   1 7 .   Februar   2012 Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;   Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. Parteien A._______, geboren am … , Guinea,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­Verfahren);  Verfügung des BFM vom 2. Februar 2012 / N … .

D­823/2012 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer  am  19.  November  2011  in  V._______  von  der Grenzwacht aufgegriffen wurde, worauf er gegenüber dieser Behörde  vorbrachte, er wolle in der Schweiz ein Asylgesuch einreichen,  dass  von  der  Grenzwacht  aufgrund  einer  Abfrage  der  Eurodac­ Datenbank  festgestellt  wurde,  dass  er  sich  zuvor  als  Asylsuchender  in  Italien  aufgehalten  hatte  (illegale  Einreise  verzeichnet  …  per  30. Juni  2011 und Asylgesuch verzeichnet … per 6. Juli 2011), dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  Vorbringen  am  20.  November 2011 dem BFM zugeführt wurde, worauf er am 7. Dezember  2011  vom  Bundesamt  zu  seiner  Person  und  seinem  Reiseweg  befragt  wurde,  dass  er  dabei  angab,  er  sei  ein  Staatsangehöriger  von  Guinea  aus  W._______ ( … ), er habe  jedoch ab 2002 respektive ab dem Alter von  12 Jahren bei einem Onkel in … Mali gelebt,  dass  er  letztmals  2005  für  einige  Tage  in Guinea  gewesen  sei,  er  sich  aber von 2007 bis 2008 für ein Jahr in … Mauretanien und 2009 für sechs  Monaten  in  …  Benin  aufgehalten  habe,  und  er  schliesslich  im  Januar  2010 nach Libyen gegangen sei,  dass  er  im  Juni  2011  von  Libyen  auf  dem  Seeweg  X._______  erreicht  habe, von wo er in die Präfektur Y._______ transferiert worden sei,  dass  er  sich  dort  für  knapp  fünf  Monate  in  der  Ortschaft  Z._______  aufgehalten habe, bis er … [in die Schweiz] nach V._______ gereist sei,  wo er sich an die Polizei gewandt habe, um ein Asylgesuch einzureichen,  dass er auf Nachfrage hin angab, er habe auch in Italien ein Asylgesuch  eingereicht, der Stand des Verfahrens sei ihm aber nicht bekannt,  dass er auf Frage hin zu einer allfälligen Rückführung in sein Erstasylland  vorbrachte, er habe wohl keine andere Wahl (vgl. act. A8 Ziff. 8.01),  dass  das  BFM  am  13.  Januar  2012  –  nach  den  Bestimmungen  der  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 

D­823/2012 Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig  ist  (Dublin­II­VO)  –  ein  Ersuchen  um  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers an Italien richtete, welches innert massgeblicher Frist  von italienischer Seite nicht beantwortet wurde,  dass das BFM  im Anschluss daran mit Verfügung vom 2. Februar 2012  – eröffnet  am  folgenden  Tag  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  nach  Italien  anordnete,  wobei  das  Bundesamt  festhielt,  einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  komme  keine  aufschiebende  Wirkung zu,  dass  das  Bundesamt  in  seinem  Entscheid  –  unter  Verweis  auf  die  Bestimmungen  der  Dublin­II­VO,  den  vorgängigen  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  als  Asylsuchender  in  Italien  und  das  an  Italien  gerichtete  Gesuch  um  eine  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers,  welches  innert  massgeblicher  Frist  von  italienischer  Seite  nicht  beantwortet wurde – auf die Zuständigkeit Italiens für die Behandlung des  Asylgesuches  des  Beschwerdeführers  verwies  und  festhielt,  vom  Beschwerdeführer seien weder die Zuständigkeit  Italiens bestritten noch  Gründe  gegen  eine  Überstellung  in  sein  Erstasylland  vorgebracht  worden,  dass das Bundesamt  abschliessend den Vollzug der Wegweisung nach  Italien als zulässig, zumutbar und möglich erklärte, dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid am 9. Februar 2012  Beschwerde  erhob,  wobei  er  in  seiner  Eingabe  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  [1],  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  einer  vorsorglichen  Wegweisung  in  einen  Drittstaat  und  die  Feststellung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  [2],  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die  Gewährung  von  Asyl  [3]  sowie  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des Wegweisungsvollzuges  und  die  Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz [4] beantragte,  dass  er  gleichzeitig  um Erlass  der  Verfahrenskosten  und  um Befreiung  von  der  Kostenvorschusspflicht  [5]  sowie  um  die Wiederherstellung  der  aufschiebenden Wirkung der Beschwerde [6] ersuchte, 

D­823/2012 dass  er  in  seiner  Eingabe  zur  Hauptsache  vorbrachte,  er  sei  mit  dem  negativen  Entscheid  des  BFM  nicht  einverstanden,  da  er  nicht  nach  Italien zurückkehren könne, sondern er ein Italien­Flüchtling sei,  dass er diesbezüglich vorbrachte, an seinem vormaligen Aufenthaltsort in  einem  italienischen Zentrum sei  er  trotz Krankheit  nicht  von  einem Arzt  versorgt worden und auch das Essen sei dort nicht gut gewesen,  dass er zudem in Italien bereits einen negativen Entscheid erhalten habe  und  unter Androhung  von Haft  zum Verlassen  des  Landes  aufgefordert  worden sei, weshalb er  in  Italien  ins Gefängnis komme, sollte er dorthin  zurückkehren,  dass  die  vom  Beschwerdeführer  irrtümlich  beim  BFM  eingereichte  Beschwerde  vom  Bundesamt  an  das  Bundesverwaltungsgerichts  überwiesen wurde (vgl. dazu Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),  dass die Beschwerde und die Akten des BFM am 14. Februar 2012 beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet, ausser bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsgesuches  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (vgl.  dazu  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  und  33   des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 AsylG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),  dass  auf  die  frist­  und  formgerechte  Eingabe  des  legitimierten  Beschwerdeführers  –  unter Vorbehalt  der  nachfolgenden Erwägungen – 

D­823/2012 einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art.  52  VwVG  sowie  Art. 48  Abs. 1 VwVG), dass sich das vorliegenden Verfahren auf einen Nichteintretensentscheid  gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG bezieht, womit weder die Frage der  allfälligen  Flüchtlingseigenschaft  noch  die  Frage  einer  allfälligen  Asylgewährung  Gegenstand  des  Verfahrens  bildet,  sondern  einzig  zu  prüfen ist, ob das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist  und die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien angeordnet hat,  dass  daher  auf  das  Begehren  betreffend  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung [3] nicht einzutreten ist,  dass vor dem Hintergrund der nachfolgenden Erwägungen (vgl. dazu S. 7  oben) auch auf das Begehren betreffend die Anordnung einer vorläufigen  Aufnahme in der Schweiz [4] nicht einzutreten ist,  dass sich die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als  offensichtlich unbegründet erweist, weshalb darüber  in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), dass  gleichzeitig  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der  Entscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a  Abs. 1  und  2  AsylG), dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),  dass  der  Beschwerdeführer  seinen  ersten  Asylantrag  im  europäischen  Raum  in  Italien eingereicht hat und er seinen Angaben zufolge von dort  kommend in die Schweiz eingereist ist,  dass  bei  dieser  Sachlage  –  entsprechend  den  vom  BFM  angerufenen  Bestimmungen  zum  Dublin­Verfahren  –  Italien  für  die  Prüfung  des  erneuten Asylantrages zuständig ist, zumal von Italien das Ersuchen des  BFM  um  eine  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers  (nach  Art.  16  Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO) innert der vorliegend massgeblichen Frist von  zwei Wochen nicht beantwortet wurde, womit  Italien seine Zuständigkeit  gemäss  Dubliner  Verfahrensregelung  aufgrund  der  sogenannten 

D­823/2012 Verfristung akzeptiert hat (vgl. dazu Art. 20 Abs. 1 Bst. b und c Dublin­II­ VO), dass  damit  die  Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  in  Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ohne weiteres gegeben ist,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  zwar  gegen  eine  Rückkehr  in  sein  Erstasylland  ausspricht,  aufgrund  der  Akten  jedoch  keine  Gründe  ersichtlich  sind, welche  in  rechtserheblicher Weise gegen die  vom BFM  angeordnete Überstellung nach Italien sprechen würden,  dass  Italien  Signatarstaat  sowohl  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (Flüchtlingskonvention,  SR  0.142.30) als auch der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze  der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist und keine  konkreten  Hinweise  darauf  bestehen,  Italien  würde  sich  im  Falle  des  Beschwerdeführers  nicht  an  seine  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  halten,  dass  der  Beschwerdeführer  zwar  vorbringt,  von  Italien  sei  sein  Asylgesuch  bereits  negativ  entschieden  worden,  weshalb  er  das  Land  unter Androhung von Haft zu verlassen habe,  dass  dieser  Umstand  jedoch  als  unerheblich  zu  erkennen  ist,  da  keine  konkreten Hinweise darauf bestehen, dem Beschwerdeführer sei in Italien  kein  ordentliches  Asylverfahren  zuteil  geworden,  respektive  die  italienischen  Behörden  hätten  sein  Asylgesuch  ohne  hinreichende  Prüfung  der  Asylvorbringen  abgewiesen,  wie  auch  kein  Anlass  zur  Annahme  besteht,  Italien  würde  sich  nicht  an  das  völkerrechtliche  Refoulementverbot und die einschlägigen Normen der EMRK halten,  dass Asylsuchende in Italien zwar bei der Unterkunft, der Arbeit und dem  Zugang  zur  medizinischen  Infrastruktur  gewissen  Schwierigkeiten  ausgesetzt  sein  können,  wobei  sich  bereits  vorbestandene  Kapazitätsprobleme des italienischen Asylsystems aufgrund der jüngsten  Entwicklungen, namentlich der starken Zunahme von Asylsuchenden aus  dem nordafrikanischen Raum, akzentuiert haben dürften,  dass  jedoch  auch  unter  Berücksichtigung  dieser Umstände  kein  Anlass  zur  Annahme  besteht,  der  Beschwerdeführer  –  ein  junger  und  soweit  ersichtlich  gesunder  Mann  –  würde  im  Falle  einer  Rückführung  nach  Italien in eine existenzielle Notlage geraten, 

D­823/2012 dass  nach  vorstehenden  Erwägungen  der  Nichteintretensentscheid  des  BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. Bst. d AsylG zu bestätigen ist, zumal  kein  Grund  für  einen  Selbsteintritt  auf  das  Asylgesuch  (im  Sinne  von  Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) ersichtlich ist,  dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des  Dublin­Verfahrens  entspricht  und  von  daher  im  Einklang  mit  der  Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Behandlung  des  Asylgesuches  zuständigen Staat handelt – systembedingt kein Raum bleibt für die vom  Beschwerdeführer  beantrage  Ersatzmassnahme  für  den  Wegweisungsvollzug  (im Sinne  von Art.  44 Abs.  2 AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20]),  mithin  eine  entsprechende  Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende  Erwägungen),  dass in diesem Sinne das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Italien  zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,  dass  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  die  angefochtene  Verfügung  zu  bestätigen  und  die  eingereichte  Beschwerde  –  soweit  darauf  einzutreten ist – als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,  dass  mit  vorliegendem  Urteil  das  sinngemässe  Ersuchen  um  ein  Aussetzen  des Wegweisungsvollzuges  (nach Art.  107a AsylG)  und  das  Gesuch  um  Befreiung  von  der  Kostenvorschusspflicht  (gemäss  Art.  63  Abs. 4 VwVG) gegenstandslos werden, dass  demgegenüber  das  Gesuch  um  Erlass  der  Verfahrenskosten  (im  Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde  von Anfang an als aussichtslos erwiesen hat,  dass  demnach  die  Kosten  des  Verfahrens  von  Fr.  600.–  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (vgl.  dazu  Art. 63  Abs.  1  VwVG  sowie  Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).

D­823/2012 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird – soweit darauf einzutreten ist – abgewiesen. 2.  Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer Versand:

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