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Bundesverwaltungsgericht 21.12.2011 D-6005/2011

21 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,108 parole·~6 min·5

Riassunto

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 19. September 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­6005/2011 Urteil   v om   2 1 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis; Gerichtsschreiberin Regula Frey. Parteien A._______, geboren B._______, Eritrea, C._______, geboren D._______, Äthiopien, E._______, geboren F._______, Äthiopien,  G._______, geboren H._______, Äthiopien, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  Verfügung des BFM vom 19. September 2011 / N _______.

D­6005/2011 Sachverhalt: A.  Mit  Eingabe  an  die  Schweizerische  Botschaft  in  Khartum  vom  16.  September  2010  suchten  die  Beschwerdeführer  um  Bewilligung  der  Einreise  in  die  Schweiz  und  um  Gewährung  von  Asyl  nach.  Diese  Eingabe wurde von der Botschaft an das BFM weitergeleitet.  B.  Mit  Schreiben  vom  11.  November  2010  informierte  das  BFM  die  Beschwerdeführer  über  den  Ablauf  des  Asylverfahrens  und  über  die  Praxis  des  Bundesamts  bei  der  Beurteilung  analoger  Asylgesuche.  Es  wurde den Beschwerdeführern Frist bis 11. Dezember 2010 gesetzt  zur  Bekanntgabe des Interesses an einer Fortführung des Asylverfahrens. C.  Mit Eingabe an die Botschaft vom 7. Dezember 2010 äusserten sich die  Beschwerdeführer  zu  ihrer  persönlichen  Situation  und  hielten  an  ihren  Asylgesuchen fest.  D.  Mit Schreiben vom 30. Mai 2011 teilte das BFM den Beschwerdeführern  mit,  dass  die  Durchführung  einer  Anhörung  aus  organisatorischen  beziehungsweise  kapazitätsmässigen  Gründen  nicht  möglich  sei.  Aus  diesem  Grund  wurden  sie  aufgefordert,  zur  Vervollständigung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  auf  schriftlichem Weg  Fragen  zu  ihrem  Aufenthalt  in  Eritrea,  Äthiopien  und  dem  Sudan,  zu  allfälligen  Beziehungen  zu  Drittstaaten  sowie  zur  familiären  Situation  zu  beantworten. Mit  Eingabe  an  die  Botschaft  vom  26.  Juni  2011  nahmen  die  Beschwerdeführer zu den vom BFM aufgeworfenen Fragen Stellung. E.  Die Beschwerdeführer machen in ihren in englischer Sprache verfassten  Eingaben  zur  Hauptsache  geltend,  aufgrund  der  politischen  und  sozioökonomischen  Situation  in  Äthiopien  und  Eritrea  seien  sie  J._______  in  den  Sudan  geflüchtet,  wo  sie  als  anerkannte  Flüchtlinge  gelebt hätten. Aufgrund der Aufteilung  ihres Heimatlandes  in Eritrea und  Äthiopien  hätten  sie  später  wegen  ihrer  ethnischen  Abstammung  unterschiedliche  Nationalitäten  erhalten.  Nach  der Geburt  ihres  zweiten  Sohnes  seien  sie  freiwillig  nach  Äthiopien  zurückgekehrt.  Infolge  der 

D­6005/2011 Grenzkonflikte zwischen Äthiopien und Eritrea sei die Lage für eritreische  Staatsangehörige  in  Äthiopien  schwierig  geworden.  Im  Dezember  K._______  sei  die  Beschwerdeführerin  gemeinsam  mit  ihrem  zweiten  Kind  nach  Eritrea  deportiert  worden.  Gleichzeitig  sei  der  Beschwerdeführer inhaftiert worden. Im Februar L._______ seien sowohl  der Beschwerdeführer als auch die Beschwerdeführerin mit den Kindern  in den Sudan zurückgekehrt, wo sie weiterhin als anerkannte Flüchtlinge  gelebt  hätten.  Nach  ihrer  erneuten  Einreise  in  den  Sudan  seien  sie  allerdings  aufgrund  ihrer  Religion  diskriminiert  worden.  Drohungen,  Inhaftierungen  sowie  mangelnde  medizinische  Versorgung  und  schulische  Möglichkeiten  hätten  zu  erschwerten  Lebensbedingungen  geführt. F.  Mit Verfügung vom 19. September 2011 – eröffnet am 3. Oktober 2011  –verweigerte  das  BFM  den  Beschwerdeführern  die  Einreise  in  die  Schweiz  und  lehnte  ihre  Asylgesuche  ab.  Im  Rahmen  der  Begründung  ihres Entscheides hielt die Vorinstanz zur Hauptsache fest, aufgrund des  vollständig  erstellten  Sachverhalts  könne  davon  ausgegangen  werden,  dass  keine  unmittelbare  Gefährdung  vorliege,  welche  die  Einreise  der  Beschwerdeführer  in  die  Schweiz  als  notwendig  erscheinen  lasse.  Gemäss eigenen Angaben würden sie sich seit dem Jahr J._______  im  Sudan  aufhalten  und  seien  dort  vom  UNHCR  registriert  und  als  Flüchtlinge  anerkannt  worden.  Seit  ihrer  Wiedereinreise  würden  sie  in  I._______  leben.  Es  würden  keine  konkreten  Anhaltspunkte  bestehen,  wonach  ein  weiterer  Verbleib  im  Sudan  für  sie  nicht  zumutbar  oder  möglich wäre. Dazu sei zu erwähnen, dass Flüchtlinge im Sudan, die vom  UNHCR registriert worden seien, einem Flüchtlingslager zugeteilt worden  seien, wo sie sich aufzuhalten hätten und die nötige Versorgung erhalten  würden.  Die  Flüchtlinge  verfügten  im  Sudan  nicht  über  ein  freies  Aufenthaltsrecht  für  das  ganze  Land, weshalb  es  ihnen  zuzumuten  sei,  wieder  in  das  ihnen  zugewiesene  Flüchtlingslager  zurückzukehren.  Die  Beschwerdeführer  benötigten  den  zusätzlichen  subsidiären  Schutz  der  Schweiz  gemäss  Art.  52  Abs.  2  AsylG  nicht  und  es  sei  ihnen  daher  zuzumuten, im Sudan zu verbleiben.  G.  Mit Eingabe vom 15. Oktober 2011 (Eingang Bundesverwaltungsgericht:  3. November 2011) erhoben die Beschwerdeführer gegen den Entscheid  des BFM Beschwerde  und  beantragten  sinngemäss  die Aufhebung des  vorinstanzlichen  Entscheids  und  die  Schutzgewährung  in  der  Schweiz. 

D­6005/2011 Zur Begründung machten sie im Wesentlichen den bereits aktenkundigen  Sachverhalt  geltend  und  führten  organisatorische  Mängel  des  UNHCR  an.  Sie  seien  ohne  Hoffnung  auf  eine  Aufnahme  in  einem  Drittstaat,  weshalb sie in der Schweiz um Asyl nachsuchten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  unter  anderem  zuständig  für  die  Behandlung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  des  BFM;  dabei  entscheidet es auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie vorliegend –  endgültig  (Art.  105  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m. Art. 31 und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).  1.2.  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  VGG  und  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmen  (Art. 37 VGG sowie Art. 6 und 105 AsylG).  1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Beschwerdeführer  haben  am  Verfahren  der  Vorinstanz  teilgenommen,  sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG).  Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.4.  Die  vorliegende  Beschwerde  erweist  sich  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt – als offensichtlich unbegründet. Bei dieser Sachlage ist über  die Beschwerde in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines  zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Gleichzeitig  ist  auf  die  Durchführung  eines  Schriftenwechsels  zu  verzichten  und  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch zu begründen (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 2.   2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

D­6005/2011 2.2.  Amtssprachen  des  Bundes  sind  das  Deutsche,  Französische  und  Italienische  (Vgl.  Art.  70  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101].  Aus  prozessökonomischen  Gründen  ist  vorliegend  indes  auf  die  Nachforderung  einer  Übersetzung  der  englischsprachigen  Eingabe  zu  verzichten. 3.  3.1.  Wird  ein  Asylgesuch  im  Ausland  bei  einer  schweizerischen  Vertretung  gestellt,  so  führt  diese mit  der  asylsuchenden Person  in  der  Regel eine Befragung durch und überweist das Gesuch anschliessend an  das BFM (vgl. dazu Art. 19 und Art. 20 Abs. 1 AsylG sowie Art. 10 Abs. 1  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311]).  Ist  die  Durchführung  einer  Befragung  nicht  möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  von  der  Vertretung  aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV  1).  3.2. Vorliegend wurde auf eine Befragung durch die Botschaft in Khartum  mangels  entsprechender  Kapazitäten  der  Botschaft  verzichtet  und  den  Beschwerdeführern  –  zwecks  Wahrung  des  rechtlichen  Gehörs  –  ein  schriftlicher  Fragenkatalog  zugestellt.  Vor  dem  Hintergrund  der  massgeblichen  Praxis  zur  Behandlung  von  Asylgesuchen  aus  dem  Ausland  und  Einreisebewilligung  sowie  unter  Berücksichtigung  der  gesamten Aktenlage ist festzustellen, dass in vorliegender Sache auf eine  Befragung  der  Beschwerdeführer  verzichtet  werden  durfte  und  mit  der  Einladung  zur  Stellungnahme  den  massgeblichen  verfahrensrechtlichen  Anforderungen Genüge  getan wurde  (vgl.  dazu BVGE  2007/30,  insbes.  E. 5.6 f.) 4.  4.1. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn  die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen können  oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und Art.  52 Abs.  2 AsylG). Gemäss Art.  20 Abs.  2 AsylG  bewilligt  das  BFM  Asylsuchenden  die  Einreise  zur  Abklärung  des  Sachverhaltes, wenn  ihnen nicht  zugemutet werden kann,  im Wohnsitz­  oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. 4.2.  Die  Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  sind  nach ständiger Praxis grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den 

D­6005/2011 Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum  zukommt.  Neben  der  erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die  Beziehungsnähe  zur  Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. dazu die weiterhin  zutreffende  Praxis  gemäss  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997  Nr.  15  E.  2  f.,  welche  nach wie  vor Gültigkeit  hat).  Ausschlaggebend  für  die  Erteilung  der Einreisebewilligung  ist  dabei  die Schutzbedürftigkeit  der  betroffenen  Personen  (vgl.  a.a.O.,  E. 2c),  mithin  die  Prüfung  der  Frage,  ob  eine  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  glaubhaft  gemacht  wird,  und  bejahendenfalls,  ob  es  aufgrund  der  ganzen  Umstände  geboten  erscheint, dass es die Schweiz ist, die den notwendigen Schutz gewährt,  sowie,  bei  unvollständiger  Sachverhaltserstellung,  ob  der  Verbleib  am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung  zugemutet  werden kann. 4.3.  4.3.1.  In Übereinstimmung mit der Vorinstanz  ist  zunächst  festzustellen,  dass  eine  flüchtlingsrechtlich  relevante  Gefährdung  der  Beschwerdeführer  im  Falle  einer  Rückkehr  nach  Eritrea  oder  Äthiopien  gegeben sein könnte. 4.3.2.  In  entscheidrelevanter  Hinsicht  ist  festzuhalten,  dass  sich  die  Beschwerdeführer  gemäss  ihren  eigenen  Aussagen  seit  dem  Jahr  L._______  ununterbrochen  im Sudan  aufhalten,  vom UNHCR  registriert  worden  sind  und  –  wie  bereits  während  ihres  früheren  Aufenthaltes  im  Sudan  im  Jahre  J._______ –  den Flüchtlingsstatus  erhalten  haben. Die  Beschwerdeführer haben aktenkundig keinen Bezug zur Schweiz und es  ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass sie nicht auf eine subsidiäre  Schutzgewährung durch die Schweiz angewiesen sind (vgl. dazu Art. 52  Abs.  2  AsylG).  In  dieser  Hinsicht  ist  festzuhalten,  dass  bei  einem  Asylgesuch  aus  einem  Drittstaat  nach  Lehre  und  Praxis  die  (widerlegbare)  Regelvermutung  besteht,  die  betreffende  Person  habe  dort  bereits  anderweitig  Schutz  gefunden,  was  zur  Ablehnung  des  Asylgesuchs  und  zur  Verweigerung  der  Einreisebewilligung  führt  (vgl.  dazu EMARK 2004 Nr. 21 E. 4, mit weiteren Hinweisen). In diesem Sinne  weist  das Bundesamt  in  der  angefochtenen Verfügung  zu Recht  darauf  hin, dass die Beschwerdeführer im Sudan bereits beim UNHCR registriert 

D­6005/2011 sind  und  den  Flüchtlingsstatus  erhalten  haben,  weshalb  ihnen  eine  Rückkehr in das ihnen zugewiesene Flüchtlingslager zuzumuten ist. 4.3.3.  Die  Beschwerdeführer  machen  im  Rahmen  ihrer  Beschwerdeeingabe geltend, bei einer Rückkehr nach Eritrea oder nach  Äthiopien würden sie verfolgt, gefoltert und  inhaftiert. Demgegenüber  ist  festzuhalten,  dass  kein  Anlass  zur  Annahme  besteht,  ihnen  würde  im  Sudan  eine Abschiebung  nach Eritrea  oder  nach Äthiopien  drohen. Die  allgemein  gehaltene  Befürchtung  in  der  Beschwerde  vermag  nicht  zu  überzeugen,  auch  wenn  es  tatsächlich  erst  kürzlich  erneut  zu  einer  Deportation  von  über  300  Eritreern  aus  dem  Sudan  nach  Eritrea  gekommen sein soll (vgl. dazu den UNHCR­Kurzbericht "UNHCR dismay  at  new  deportation  of  Eritreans  by  Sudan"  vom  18.10.2011).  Solche  Deportationen  betreffen  jedoch  namentlich  Personen,  die  sich  illegal  beziehungsweise  die  sich  nicht  in  einem  ihnen  zugewiesenen  Flüchtlingscamp  im  Sudan  aufhalten,  was  in  casu  nicht  zutrifft,  da  die  Beschwerdeführer  registriert  sind  und  den  Flüchtlingsstatus  erhalten  haben.  Sollten  sich  die  Beschwerdeführer  also  an  ihrem  derzeitigen  Aufenthaltsort  in  I._______  nicht  hinreichend  sicher  fühlen,  so  sind  sie  anzuhalten,  sich  wiederum  in  ein  unter  der  Verwaltung  des  UNHCR  stehendes  Flüchtlingslager  zu  begeben.  Insofern  lassen  auch  ihre  Vorbringen betreffend angeblich unzureichende Unterstützung durch das  UNHCR  in  entscheidrelevanter  Hinsicht  keinen  anderen Schluss  zu,  da  davon  auszugehen  ist,  in  den  unter  der  Verwaltung  des  UNHCR  stehenden  Flüchtlingslagern  sei  ihr  Grundbedarf  an  Versorgung  und  Betreuung gedeckt und es ihnen ansonsten unbenommen bleibt, sich on  die örtliche Vertretung des UNHCR zu wenden, um allfällige Mängel  zu  rapportieren.  5.  Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM zutreffend festgestellt hat,  die  Beschwerdeführer  seien  nicht  schutzbedürftig  im  Sinne  das  Asylgesetzes.  Unter  diesen  Umständen  hat  das  BFM  zu  Recht  die  Erteilung  der  Einreisebewilligung  verweigert  und  die  Asylgesuche  abgelehnt. 6.  Aus  diesen Erwägungen  ergibt,  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerde ist daher abzuweisen.

D­6005/2011 7.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich den  Beschwerdeführern  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  ist  vorliegend  jedoch  von  einer  Kostenauflage  abzusehen  (vgl.  dazu  Art.  6  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

D­6005/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das BFM und die Schweizer  Botschaft in Khartum. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Regula Frey Versand:

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