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Bundesverwaltungsgericht 02.11.2011 D-5746/2011

2 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,028 parole·~5 min·5

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 5. Oktober 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­5746/2011/sed Urteil   v om   2 .   No v embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;   Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren am (…), Côte d'Ivoire,  (…),   Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 5. Oktober 2011 / N (…).

D­5746/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  die  Elfenbeinküste  am  9.  Juni  2011  verliess  und  am  10.  Juni  2011  in  die  Schweiz gelangte, wo sie am 11. Juli 2011 um Asyl nachsuchte, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der summarischen Befragung im  Empfangs­ und Verfahrenszentrum  (EVZ) B._______ vom 26.  Juli  2011  unter  anderem  geltend  machte,  mit  ihrem  Pass,  der  ein  von  der  italienischen Botschaft  in Abidjan  ausgestelltes Schengenvisum  (5.  Juni  2011 bis 25. Juni 2011) enthielt, nach Mailand geflogen und nach einem  Aufenthalt in einem dortigen Hotel mit dem Zug weiter nach Zürich gereist  zu sein, dass sie  in  Italien kein Asylgesuch gestellt habe, da sie dort niemanden  kenne, dass  der  Beschwerdeführerin  in  der  gleichen  Anhörung  das  rechtliche  Gehör  zu  einem  bevorstehenden  Nichteintretensentscheid  gewährt  wurde,  da  aufgrund  ihrer  Vorbringen  (Einreise  in  Italien  mit  einem  von  diesem Land ausgestellten Schengenvisum)  Italien  für die Durchführung  ihres Asyl­ und Wegweisungsverfahrens als zuständig erachtet wurde, dass  sie  vorbrachte,  nicht  dorthin  zurückkehren  zu  wollen,  da  unter  anderem  italienische  Truppen  Ouattarra  geholfen  hätten,  Ghabgo  zu  stürzen, und es  für Ghabgo­Anhänger  in  Italien nicht sicher sei, dort ein  Asylgesuch zu stellen, dass sie eigentlich kein Asylgesuch  in der Schweiz habe stellen wollen,  aber die Person, bei der sie hier wohne, ihr dazu geraten habe, dass die Beschwerdeführerin  für die Dauer des Verfahrens dem Kanton  C._______ zugewiesen wurde, dass  das  BFM  am  8.  August  2011  die  italienischen  Behörden  um  Rückübernahme der Beschwerdeführerin ersuchte, dass  die  zuständigen  italienischen  Behörden  das  Rückübernahmeersuchen am 4. Oktober 2011 guthiessen, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  5.  Oktober  2011  –  eröffnet  am  12.  Oktober 2011 – gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 

D­5746/2011 26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin nicht eintrat und im Rahmen eines Dublin­Verfahrens  die Wegweisung nach Italien sowie den Vollzug anordnete, dass  es  die  Beschwerdeführerin  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am Tag  nach Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  und  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine  aufschiebende Wirkung, dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Beschwerdeführerin sei anlässlich der Gesuchseinreichung ein Pass mit  einem  von  den  italienischen  Behörden  ausgestellten,  vom  5.  Juni  2011  bis am 25. Juni 2011 gültigen, Schengenvisum abgenommen worden,  dass  die  italienischen  Behörden  das  Ersuchen  um  Übernahme  der  Beschwerdeführerin  gestützt  auf Art.  9 Abs.  4  der Verordnung  (EG) Nr.  343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 (Dublin­II­VO) zur Festlegung  von Kriterien  und Verfahren  zur Bestimmung des Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist, gutgeheissen hätten,  dass  bei  Italien  somit  gemäss  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA,  SR  0.142.392.68])  die  Zuständigkeit  zur  Durchführung  des  Asyl­  und Wegweisungsverfahrens liege, dass  die  Überstellung  nach  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung oder Verlängerung der Frist (Art. 19 f. Dublin­II­VO) – bis  spätestens am 4. April 2012 zu erfolgen habe,  dass auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, dass die Beschwerdeführerin in einen Drittstaat reisen könne, in dem sie  Schutz  vor Rückschiebung  im Sinne  von Art.  5 Abs.  1 AsylG  finde  und  deshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates nicht zu prüfen sei, dass ferner keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 

D­5746/2011 Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) im Falle seiner Rückkehr nach Italien  bestünden, dass  die  Begründung  der  Beschwerdeführerin  im  Rahmen  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  im  EVZ  am  26.  Juli  2011  (als  Ghabgo­Anhängerin in Italien nicht sicher zu sein, da italienische Truppen  geholfen  hätten  diesen  zu  stürzen)  kein  Hindernis  für  den  Vollzug  der  Wegweisung nach Italien darstelle, dass  Italien  ein  Rechtstaat  mit  funktionierenden  polizeilichen  Behörden  sei,  welche  sowohl  als  schutzwillig  wie  auch  als  schutzfähig  gelten  würden, dass  sich  die  Beschwerdeführerin  im  Falle  von  befürchteten  oder  gar  erlittenen Übergriffen an die zuständigen staatlichen Stellen wenden und  um Schutz ersuchen oder eine Anzeige erstatten könne,  dass der Vollzug der Wegweisung nach  Italien somit zulässig, zumutbar  und möglich sei,  dass die Beschwerdeführerin mit ans BFM gerichteter und von diesem in  der  Folge  ans  Bundesverwaltungsgericht  überwiesener  Eingabe  vom  17. Oktober  2011  (Poststempel)  Beschwerde  erhob  und  beantragte,  sie  sei  nicht  nach  Italien  zurückzuschicken,  auf  ihr  Asylgesuch  sei  einzutreten und sie als Flüchtling anzuerkennen, dass auf die Begründung der Beschwerde – soweit entscheidrelevant – in  den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,  dass  mit  Zwischenverfügung  vom  20.  Oktober  2011  –  eröffnet  am  25.  Oktober  2011  –  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  ausgesetzt  und  die  Beschwerdeführerin aufgefordert wurde,  innert  drei Tagen ab Erhalt  der  Verfügung  eine  Beschwerdeverbesserung  einzureichen  sowie  einen  Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.–, zahlbar bis zum 31. Oktober  2011, zu leisten, dass  die  Beschwerdeführerin  am  26.  Oktober  2011  die  Beschwerdeverbesserung  einreichte  und  um  Ratenzahlung  des  Kostenvorschusse von Fr. 40.– alle zwei Wochen ersuchte, 

D­5746/2011 und zieht in Erwägung,  dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG  richtet,  soweit  das  Asylgesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art.  37  VGG  sowie Art. 6 und Art. 105 AsylG),  dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  respektive  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art.  111 Bst.  e AsylG)  und es  sich,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2  AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde,  dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide  praxisgemäss  auf  die  Überprüfung  der  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

D­5746/2011 dass  sich  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  somit  darauf beschränkt, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1  S. 240 f.), dass  nach  dem  Gesagten  auf  das  Begehren  um  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft nicht einzutreten ist, dass auf Asylgesuche in der Regel unter anderem dann nicht eingetreten  wird, wenn Asylsuchende  in  einen Drittstaat  ausreisen  können, welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),  dass die Einreise der Beschwerdeführerin in Italien sowie ihre Weiterreise  in die Schweiz mit einem Pass, der ein von der italienischen Botschaft in  Abidjan ausgestelltes Schengenvisum enthielt, unbestritten ist, dass die  italienischen Behörden das Ersuchen der Schweizer Behörden  vom  8.  August  2011  um  Rückübernahme  der  Beschwerdeführerin  am  4. Oktober  2011  gestützt  auf  Art.  9  Abs.  4  Dublin­II­VO  guthiessen,  weshalb die Zuständigkeit Italiens für die Prüfung des am 11. Juli 2011 in  der Schweiz eingereichten Asylgesuchs zu bejahen ist, dass  die  Beschwerdeführerin  somit  in  den  Drittstaat  Italien  ausreisen  kann,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist, dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  des  ihr  am  26.  Juli  2011  gewährten rechtlichen Gehörs vorbrachte, nicht nach Italien zurückkehren  zu  wollen,  da  unter  anderem  italienische  Truppen  Ouattarra  geholfen  hätten, Ghabgo zu stürzen, und es  für Ghabgo­Anhänger  in  Italien nicht  sicher sei, dort ein Asylgesuch zu stellen,  dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  hinsichtlich  dieses  Vorbringens  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. II/2 S. 4),  dass  in  der  Rechtsmitteleingabe  bei  grundsätzlich  gleichbleibendem  Sachverhalt  unter  anderem  noch  ausgeführt  wird,  Italien  sei  für  die  Beschwerdeführerin  bloss  ein  Transitland  gewesen  und  sie  hätte  dort 

D­5746/2011 weder  ein  Asylgesuch  gestellt  noch  würde  sie  im  Unterschied  zur  Schweiz dort jemanden kennen, dass diese Einwände an der Zuständigkeit  Italiens  für die Durchführung  des  Asylverfahrens  aber  nichts  ändern  und  auch  keinen  Anlass  zur  Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz  (Art.  3 Abs. 2 Dublin­II­ Verordnung, Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999  über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) begründen, dass es sich bei den Bekannten der Beschwerdeführerin  in der Schweiz  nicht  um  Familienmitglieder  handelt,  woraus  sie  für  das  vorliegende  Verfahren etwas zu ihren Gunsten ableiten könnte (Protokoll EVZ Ziff. 17  S. 6), dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der  Schweiz  ersichtlich  sind,  zumal  Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30), der EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  ist,  und  sich  aus  den  Akten  keine  konkreten  Hinweise  ergeben,  wonach  Italien  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen der EMRK, halten würde, dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin­II­VO zuständiger Staat zudem  gehalten  ist,  unter  anderem  die  Richtlinie  2005/85/EG  des  Rates  vom  1. Dezember  2005  über  Mindestnormen  für  Verfahren  in  den  Mitgliedstaaten  zur  Zuerkennung  und  Aberkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  (sog.  Verfahrensrichtlinie)  und  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003  zur  Festlegung  von  Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von Asylbewerbern  in Mitgliedstaaten  (sog. Aufnahmerichtlinie) anzuwenden respektive umzusetzen, dass keine Hinweise dafür bestehen, wonach Italien  in genereller Weise  seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommen respektive in  völkerrechtswidriger Weise gegen die Verfahrens­ und Aufnahmerichtline  verstossen  würde  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­7654/2010 vom 20. April 2011 E. 5.8.1),

D­5746/2011 dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten  ist, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001 Nr.  21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  zu bestätigen ist,  dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen  Mitgliedstaat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs. 1­4  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),  dass  die  Prüfung  von  allfälligen  Wegweisungshindernissen  vielmehr  bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber  stattzufinden  hat (vgl. vorgehende Erwägungen), namentlich unter dem Blickwinkel der  Souveränitätsklausel von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO, zu deren Anwendung  jedoch vorliegend keine Veranlassung besteht,  dass  der  vom  Bundesamt  verfügte  Wegweisungsvollzug  nach  Italien  demnach zu bestätigen ist,  dass  es  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzen,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellen  oder  unangemessen  sein  sollte  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass  mit  vorliegendem  Urteil  das  Beschwerdeverfahren  abgeschlossen  ist,  weshalb  sich  der  Antrag  um  Ratenzahlung  des  Kostenvorschusses  als gegenstandslos erweist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  dessen  Kosten  von  Fr.  600.–(Art.  1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

D­5746/2011 SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­5746/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Contessina Theis Alfred Weber Versand:

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