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Bundesverwaltungsgericht 12.08.2011 D-4205/2011

12 agosto 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,016 parole·~5 min·1

Riassunto

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 31. Mai 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4205/2011 Urteil   v om   1 2 .   Augus t   2011 Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), Richter Pietro Angeli­Busi, Richter Thomas Wespi,    Gerichtsschreiber Patrick Weber. Parteien X._______, geboren am _______, Sri Lanka,  _______, Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 31. Mai 2011 / N _______.

D­4205/2011 Sachverhalt: A.  A.a. Mit Eingabe vom 6. Februar 2008 an die schweizerische Botschaft in  Colombo  (Eingang  Botschaft:  11.  Februar  2008)  ersuchte  die  Beschwerdeführerin um Bewilligung der Einreise  in die Schweiz und um  Gewährung von Asyl.  A.b.  Mit  Schreiben  vom  17.  März  2008  forderte  die  Botschaft  die  Beschwerdeführerin  auf,  ihre  Asylbegründung  zu  ergänzen  und  Dokumente  einzureichen.  In  der  Folge  gab  sie  am  28.  April  2008  eine  präzisierende Eingabe und Beweismittel zu den Akten. A.c. Am 14. Mai 2008 wurde die Beschwerdeführerin von der Botschaft  zwecks Befragung vorgeladen. A.d. In den beiden vorerwähnten Eingaben und anlässlich der Befragung  _______  in  Colombo  machte  die  Beschwerdeführerin  im  Wesentlichen  geltend,  tamilischer  Ethnie  zu  sein  und  aus  _______  zu  stammen.  Seit  sechs Jahren  lebe sie mit  ihrer Familie  in _______.  Im Juni 2007 sei  ihr  Gatte  unter  LTTE­Verdacht  polizeilich  festgenommen  und  in  der  Folge  inhaftiert  worden.  Die  falschen  Anschuldigungen  seien  durch  einen  Singhalesen  erfolgt.  Vor  der  Haft  sei  ihr  Gatte  telefonisch  bedroht  worden.  Ihre  eigene  Situation  mit  den  drei  Kindern  sei  sehr  prekär  gewesen. Zudem sei sie am 6. Januar 2008 bei einer  Identitätskontrolle  ebenfalls  festgenommen,  zu  ihrem Gatten  befragt  und  nach  einem Tag  beziehungsweise zwei Tagen aus der Polizeihaft unter der Auflage, das  Gebiet  nicht  ohne  polizeiliches  Einverständnis  zu  verlassen,  wieder  freigekommen.  Wegen  der  geschilderten  Situation  und  der  ethnisch  motivierten Diskriminierung auch auf dem Arbeitsmarkt sei sie nicht in der  Lage,  für  ihre  Kinder  aufzukommen.  Da  sie  in  Sri  Lanka  keine  Lebenssicherheit habe, sei sie auf den Schutz der Schweiz angewiesen. A.e. Für die bis zu diesem Zeitpunkt eingereichten Beweismittel wird auf  die  Akten  verwiesen  (vgl.  die  Auflistung  in  der  Eingabe  vom  28.  April 2008). B.  Am 7. März 2011 teilte das BFM der Beschwerdeführerin im Rahmen des  rechtlichen  Gehörs  mit,  es  erachte  den  Sachverhalt  in  Würdigung  der  schriftlichen Eingaben und der durchgeführten Befragung als hinreichend 

D­4205/2011 erstellt.  Es  ziehe  eine  Abweisung  des  Einreise­  und  Asylgesuchs  in  Erwägung.  C.  In  ihrer  Stellungnahme  vom  31.  März  2011  machte  die  Beschwerdeführerin geltend, ihr Gatte sei aus der Haft entlassen worden.  Ihre  Lebensumstände  hätten  sich  indes  nicht  verbessert.  Die  Sicherheitskräfte  und  die  Nachbarn  würden  sie  nach  wie  vor  als  Kriminelle  behandeln.  Auch  nach  Kriegsende  hätten  Personen,  welche  unter  LTTE­Verdacht  inhaftiert  gewesen  seien,  in  diesem  Zusammenhang  mit  Nachteilen  zu  rechnen.  Sie  habe  wegen  dieser  feindlichen  Haltung  ihren  Laden  schliessen  müssen.  Ihr  Mann  finde  wegen  des  Vorgefallenen  kaum  eine  Arbeitsstelle.  Der  Eingabe  lag  ein  Schreiben  der  srilankischen  Rechtsvertretung  des  Ehemannes  der  Beschwerdeführerin vom 30. März 2011 bei. D.  Mit  Verfügung  vom  31.  Mai  2011  (der  Beschwerdeführerin  gemäss  eigenen Angaben  am  25.  Juni  2011  eröffnet)  verweigerte  das  BFM  die  Bewilligung  zur  Einreise  in  die  Schweiz  und  lehnte  das Asylgesuch  ab.  Zur  Begründung  führte  es  aus,  die  vom  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  erlittene  achtzehnmonatige  Haft,  welche  im  Jahre  2007 begonnen habe, und  ihre eigene Festnahme  im Jahre 2008 seien  im  Zusammenhang  mit  der  damaligen  Bürgerkriegssituation  zu  sehen.  Seit  dem  Kriegsende  vom  Mai  2009  habe  sich  die  Sicherheits­  und  Menschenrechtslage  in  Sri  Lanka  sukzessive  verbessert.  Es  bestünden  aktuell  keine  Anhaltspunkte  mehr  dafür,  dass  ihr  wegen  der  Haft  ihres  Gatten  oder  der  Herkunft  aus  _______  in  absehbarer  Zeit  einreiserelevante  staatliche  Verfolgungsmassnahmen  drohten.  Es  sei  zwar  nicht  auszuschliessen,  dass  sie  und  ihr  Gatte  unter  Beobachtung  der  srilankischen  Behörden  sowie  der  Nachbarn  stünden  und  deshalb  Nachteile  erlitten.  Diesen  komme  indes  aufgrund mangelnder  Intensität  kein Verfolgungscharakter im Sinne des Asylgesetzes zu. Ihre schwierige  Lebenssituation  stelle  mithin  keinen  Grund  für  die  Einreisebewilligung  dar.  Die  eingereichten  Dokumente  stützten  lediglich  ihre  Vorbringen,  welche indes nicht bestritten seien. E.  Mit  Beschwerde  vom  15.  Juli  2011  (Eingang  Botschaft:  19.  Juli  2011;  Eingang  Bundesverwaltungsgericht:  28.  Juli  2011)  beantragte  die  Beschwerdeführerin die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und 

D­4205/2011 die Schutzgewährung in der Schweiz. Sie machte geltend, die Vorinstanz  verkenne die für Tamilen auch nach Kriegsende angespannte Situation in  Sri  Lanka.  Die  geltenden  Sondergesetze  würden  zielgerichtet  gegen  diese ethnische Minderheit eingesetzt. Sie fürchte um ihr Leben und habe  wegen der prekären Situation keine Existenzgrundlage. Sie und ihr Gatte  seien  nach  dessen  Haftentlassung  immer  wieder  Anfeindungen  ausgesetzt gewesen. Ihr Mann werde durch die Singhalesen nach wie vor  verdächtigt, die LTTE unterstützt zu haben.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Der  Zeitpunkt  der  Eröffnung  der  angefochtenen  Verfügung  steht  mangels Rückscheins bei den Akten nicht fest. Da die Beweislast für die  Zustellung an die Partei der eröffnenden Behörde obliegt (vgl. FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 61), ist zugunsten  der Beschwerdeführerin  davon auszugehen,  dass das  von  ihr  genannte  Eröffnungsdatum  (25.  Juni  2011)  den  Tatsachen  entspricht  und  die  am  19. Juli 2011 bei der schweizerischen Vertretung in Colombo formgerecht  eingegangene Beschwerde rechtzeitig erfolgt ist. 

D­4205/2011 1.4.  Die  Beschwerdeführerin  hat  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen,  ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Sie  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1  sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 2.2.  Amtssprachen  des  Bundes  sind  das  Deutsche,  Französische  und  Italienische  (vgl.  Art.  70  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]).  Aus  prozessökonomischen  Gründen  ist  vorliegend  indes  auf  die  Nachforderung  einer  Übersetzung  der  englischsprachigen  Eingabe  zu  verzichten. 3.  Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet. 4.  4.1. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  sind  oder  begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).  4.2. Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die  Einreise  zur Abklärung  des Sachverhaltes, wenn  ihnen  nicht  zugemutet  werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein  anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art.  20 Abs. 3 AsylG kann das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische  Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die  glaubhaft  machen,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und  Leben  oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

D­4205/2011 4.3.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im  Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht zu ziehen. 5.  Gemäss  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  ist  die  asylsuchende  Person im Auslandverfahren in der Regel zu befragen. Das BFM hat die  Beschwerdeführerin  am  _______  durch  die  Botschaft  befragen  lassen.  Den Anforderungen an das rechtliche Gehör ist somit Rechnung getragen  worden (vgl. BVGE 2007/30 E. 5 S. 362).  6.  6.1. Die  Vorinstanz  geht  im  angefochtenen  Entscheid  davon  aus,  eine  begründete Furcht der Beschwerdeführerin vor ernsthaften Nachteilen im  Heimatland  sei  aktuell  zu  verneinen.  Diese  Einschätzung  ist  berechtigt.  Entgegen den Beschwerdevorbringen kann den Akten nichts entnommen  werden,  was  auf  eine  konkret  drohende  und  für  die  Schweiz  einreiserelevante  Gefährdung  der  Beschwerdeführerin  im  aktuellen  Zeitpunkt hindeuten würde. Dass  ihr Mann  im Juni 2007  festgenommen  wurde und längere Zeit inhaftiert war, ist zwar unbestritten. Gemäss dem  eingereichten Anwaltsschreiben vom 30. März 2011 wurde er indes nach  18 Monaten und mithin vor mehr als zwei Jahren aus der Haft entlassen.  Auch die ein­  beziehungsweise  zweitägige Haft  der Beschwerdeführerin  liegt nunmehr schon mehr als drei Jahre zurück. Dass sie und  ihr Gatte  nach  den  Haftentlassungen  unter  Anfeindungen  litten  und  immer  noch  einer  gewissen  behördlichen  Observation  ausgesetzt  sind,  mag  zwar  zutreffen.  Allfällig  andauernde  Kontrollen  durch  die  Sicherheitskräfte  müssen  indes vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten Lage  in  Sri  Lanka  gesehen  werden.  Die  Sicherheitsmassnahmen  wurden  nach  dem militärischen  Sieg  der  srilankischen  Armee  über  die  LTTE  im Mai  2009  nur  langsam gelockert; Notstandsgesetze  (Emergency Rules)  und  das  Anti­Terror­Gesetz  (Prevention  of  Terrorism Act)  blieben  – wie  von  der Beschwerdeführerin erwähnt – in Kraft. Das BFM weist indes zurecht  darauf hin, dass die von der Beschwerdeführerin geschilderten Nachteile  und  Anfeindungen  in  der  geltend  gemachten  Form  mangels 

D­4205/2011 Verfolgungsintensität  keinen  ernsthaften  Nachteil  im  Sinne  des  Asylgesetzes ausmachen. Aus den Akten geht  im Übrigen hervor,  dass  die  Beschwerdeführerin  offensichtlich  kein  eigenes  politisches  Profil  aufweist  und  gegen  sie  kein  Gerichtsverfahren  eröffnet  wurde  (Befragungsprotokoll  S.  5  ff.).  Auch  vor  diesem  Hintergrund  erscheint  eine  zielgerichtete  Vorgehensweise  der  Behörden  gegen  die  Beschwerdeführerin  wegen  der  geschilderten  Umstände  im  Sinne  drohender  ernsthafter Nachteile  nicht  als  beachtlich wahrscheinlich. Die  eingereichten  Beweismittel,  welche  sich  auf  nicht  bestrittene  Sachverhaltselemente beziehen, führen zu keiner anderen Einschätzung.  In  der  Rekurseingabe  beschränkt  sich  die  Beschwerdeführerin  im  Wesentlichen  darauf,  ihre  Gefährdung  als  Tamilin  im  Lichte  der  vorgebrachten Ereignisse erneut darzulegen. Stichhaltige Argumente  für  die  Annahme,  sie  sei  entgegen  der  vorinstanzlichen  Erwägungen  in  ausreiserelevantem Ausmass gefährdet, können der Eingabe indes nicht  entnommen werden.  6.2. Die Beschwerdeführerin vermag mithin nicht substanziiert darzutun,  inwiefern  das  BFM  zu  Unrecht  geschlossen  habe,  sie  sei  nicht  schutzbedürftig im Sinne des Asylgesetzes.  7.  Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführerin  keine  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  glaubhaft  machen  konnte.  Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren  Ausführungen  in der Beschwerde und die  im vorinstanzlichen Verfahren  eingereichten  Beweismittel  detaillierter  einzugehen,  da  sie  am  festgestellten  Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen.  Das  BFM  hat  demnach  zu  Recht  die  Einreise  in  die  Schweiz  nicht  bewilligt  und  das  Asylgesuch abgelehnt. 8.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist daher abzuweisen. 9.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs. 1  VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art. 63 

D­4205/2011 Abs. 1  in  fine  VwVG  und  Art.  2  und  6  Bst. b  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  vorliegend  jedoch  auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

D­4205/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die  Schweizer Botschaft in Colombo. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber Versand:

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