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Bundesverwaltungsgericht 09.01.2012 C-6303/2011

9 gennaio 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·586 parole·~3 min·3

Riassunto

Freiwillige Versicherung | AHV, Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung, Verfü-gung vom 24. Oktober 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­6303/2011 Urteil   v om   9 .   J a nua r   2012 Besetzung Einzelrichter Stefan Mesmer, Gerichtsschreiber Milan Lazic. Parteien A.______,  Beschwerdeführerin,  gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond­ Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    Vorinstanz.  Gegenstand AHV, Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung,  Verfügung vom 24. Oktober 2011.

C­6303/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Mai 2003 der freiwilligen Alters­  Hinterlassenen­  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV,  im  Folgenden:  freiwillige Versicherung) angeschlossen ist (Vorakten act. 1), dass  die  Schweizerische  Ausgleichskasse  (SAK,  im  Folgenden  auch:  Vorinstanz)  der  Beschwerdeführerin  am  9.  Juni  2010  die  Beitragsverfügung für das Jahr 2009 zukommen liess (Vorakten act. 5), dass  der  eingeforderte  AHV/IV­Beitrag  samt  Veraltungskosten  von  insgesamt  Fr.  1'615.05  nicht  innert  gesetzter  Frist  geleistet  wurde,  so  dass  die  Vorinstanz  am  30.  August  2010  die  Beschwerdeführerin  unter  Ansetzung einer Nachfrist von 30 Tagen mahnte (Vorakten act. 6) dass die Zahlung auch weiterhin nicht einging, so dass die Vorinstanz der  Beschwerdeführerin am 29. Oktober 2010 eine eingeschrieben versandte  zweite Mahnung  zustellte  und  darin  ausdrücklich,  unter Hinweis  auf  die  einschlägigen  gesetzlichen  Bestimmungen,  den  Ausschluss  aus  der  freiwilligen Versicherung androhte (Vorakten act. 7), dass  die  Beschwerdeführerin  die  Beiträge  für  das  Jahr  2009  auch  bis  zum 31. Dezember 2010 nicht  leistete, so dass die Vorinstanz diese mit  Verfügung  vom  14.  Januar  2011  aus  der  freiwilligen  Versicherung  ausschloss (Vorakten act. 8), dass  die  Beschwerdeführerin  der  Vorinstanz  am  6.  April  2011  per  Fax Unterlagen zur Veranlagung für das Jahr 2009 zukommen liess (Vorakten  act. 10 und 11), dass die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 14. Januar 2011  am 2. Juni 2011 bei der Vorinstanz Einsprache erhob und darauf hinwies,  sie  wolle  nun  doch  bei  der  freiwilligen  Versicherung  bleiben,  und  nachfragte, ob die Nachzahlung der Beiträge  für das Jahr 2009 möglich  sei (Vorakten act. 11), dass  die  Vorinstanz  auf  die  Einsprache  vom  2.  Juni  2011  eintrat  und  diese  mit  Einspracheentscheid  vom  24.  Oktober  2011  abwies,  da  bei  Nichtleistung  der  Beiträge  zwangsweise  –  ohne  Berücksichtigung  der  individuellen Sachlage – ein Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung  erfolgen müsse (Vorakten act. 12),

C­6303/2011 dass die Beschwerdeführerin gegen diesen Einspracheentscheid am 15.  November  2011  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  einreichte  und  die  Aufhebung  des  Ausschlusses  aus  der  freiwilligen  Versicherung  beantragte,  obwohl  sie  die  Beiträge  bis  zum  31.  Dezember  2010  nicht  geleistet habe (BVGer act. 1), dass  die  Vorinstanz mit  Vernehmlassung  vom  30.  Dezember  2011,  die  der  Beschwerdeführerin  zu  Kenntnis  zu  bringen  ist,  die  Abweisung  der  Beschwerde  beantragte  –  unter  Hinweis  auf  den  Sachverhalt  und  die  bereits bekannt gegebenen gesetzlichen Bestimmungen (BVGer act. 3), dass  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die  in Art. 33 genannten Behörden gelten – so  insbesondere auch die SAK, dass Einspracheentscheide der Vorinstanz Verfügungen im Sinne von  Art.  5  VwVG  darstellen  und  keine  Ausnahme  gemäss  Art.  32  VGG  vorliegt,  so  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  der  Beschwerde vom 7. Juli 2011 zuständig ist, dass die übrigen Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel gegeben sind, dass die Vorinstanz auf die Einsprache vom 2. Juni 2011 eingetreten  ist, ohne zu prüfen, ob diese rechtzeitig eingereicht worden ist, dass aus den Akten nicht ersichtlich  ist, wann die Verfügung vom 14.  Januar 2011 der Beschwerdeführerin eröffnet worden ist, so dass nach  Treu  und  Glauben  davon  auszugehen  ist,  dass  die  Einsprache  rechtzeitig  erfolgte,  und  nicht  beanstandet  werden  kann,  dass  die  Vorinstanz auf diese eintrat und die Sache materiell beurteilte, dass gemäss Art.  2 Abs.  3  des Bundesgesetzes über  die Alters­  und  Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) versicherte Personen,  die  ihre  Beiträge  nicht  fristgerecht  bezahlen,  aus  der  freiwilligen  Versicherung ausgeschlossen werden, dass der Ausschluss zu erfolgen hat, wenn die versicherte Person die  für das Beitragsjahr geschuldeten Beiträge bis zum 31. Dezember des 

C­6303/2011 folgenden  Kalenderjahres  nicht  vollständig  bezahlt  (Art.  13  Abs.  1  Bst. a  der  Verordnung  vom  26.  Mai  1961  über  die  freiwillige  Alters­,  Hinterlassenen­ und Invalidenversicherung [VFV, SR 831.111]), dass  hiervon  einzig  dann  abzusehen  ist,  wenn  die  rechtzeitige  Entrichtung  der  Beiträge  infolge  höherer  Gewalt  nicht  erfolgen  kann  oder die Überweisung der Beiträge  in die Schweiz unmöglich  ist  (Art.  13 Abs. 4 VFV), dass  ein  Ausschluss  zudem  voraussetzt,  dass  das  Mahnverfahren  gemäss  Art.  17  Abs.  2  und  Art.  13  Abs.  2  VFV  korrekt  durchgeführt  worden  ist,  dass  also  bei  Nichtleistung  innert  2  Monaten  nach  Eröffnung  der  Beitragsverfügung  unter  Ansetzung  einer  Nachfrist  ein  erstes  Mal  gemahnt  wird  und  anschliessend  mit  eingeschriebenem  Brief  eine  zweite  Mahnung  erfolgt,  im  welcher  auf  den  drohenden  Ausschluss hingewiesen wird, dass  vorliegend  aufgrund  der  Akten  feststeht  und  von  der  Beschwerdeführerin  auch  nicht  bestritten  wird,  dass  die  AHV/IV­ Beiträge für das Jahr 2009 bis zum 31. Dezember 2010 nicht geleistet  worden sind, dass von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht wird, dass sie  durch höhere Gewalt  von der Beitragszahlung abgehalten worden sei  oder eine Überweisung in die Schweiz nicht möglich gewesen wäre, dass  derartige  Hinderungsgründe  sich  auch  nicht  aus  den  Akten  ergeben  und  die  Vorinstanz  zu  Recht  darauf  hinweist,  dass  eine  nachträgliche Zahlung nach Ausschluss nicht möglich  ist – auch dann  nicht, wenn wie  vorliegend aus  persönlichen Gründen  (nachträglicher  Entschluss,  bei  der  freiwilligen  Versicherung  zu  bleiben)  die  Zahlung  nicht fristgerecht erfolgte, dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  bestreitet,  die  Beitragsverfügung,  die  fristgemäss  erfolgte  erste  Mahnung  und  die  eingeschrieben  versandte  zweite Mahnung  erhalten  zu  haben,  so  dass  aufgrund  der  Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die  Beitragserhebung und das Mahnverfahren rechtskonform erfolgt sind, dass  unter  diesen  Umständen  ohne  Zweifel  feststeht,  dass  die  Vorinstanz  die  Beschwerdeführerin  zu  Recht  aus  der  freiwilligen  Versicherung ausgeschlossen hat, 

C­6303/2011 dass sich die Beschwerde damit als offensichtlich unbegründet erweist  und  im  einzelrichterlichen Verfahren  abzuweisen  ist  (Art.  85bis  Abs.  3  AHVG), wobei von einem zweiten Schriftenwechsel abgesehen werden  kann, dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG)  und keine Parteientschädigung zuzusprechen  ist  (Art.  7 Abs. 1 und 3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  173.320.2]).  Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde vom 15. November 2011 wird abgewiesen. 2.  Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine  Parteientschädigung zugesprochen. 3.  Dieses Urteil geht an: – die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage:  Doppel der Vernehmlassung vom 30. Dezember 2011) – die Vorinstanz (Ref­Nr._______)  – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Stefan Mesmer Milan Lazic

C­6303/2011 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in  Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

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