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Bundesverwaltungsgericht 04.11.2011 E-6003/2011

4 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·935 mots·~5 min·2

Résumé

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 12. September 2011 / N

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­6003/2011 Urteil   v om   4 .   No v embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Markus König, mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay. Parteien A._______, Eritrea,  p.A. Schweizer Botschaft in Khartum, Sudan, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  Verfügung des BFM vom 12. September 2011 / N (…).

E­6003/2011 Sachverhalt: A.  Mit Eingabe an die Schweizer Botschaft  in Khartum vom 24.  Juni  2010  suchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der Einreise in die Schweiz  und um Gewährung von Asyl nach.  B.  Mit  Schreiben  vom  19.  November  2010  informierte  das  BFM  den  Beschwerdeführer  über  den  Ablauf  des  Asylverfahrens  und  über  die  Praxis des Bundesamts bei der Beurteilung analoger Asylgesuche. Mit Eingabe an die Botschaft vom 13. Dezember 2010 äusserte sich der  Beschwerdeführer  zu  seiner  persönlichen Situation  und  hielt  an  seinem  Asylgesuch fest. C.  Mit Verfügung vom 27. Juni 2011 teilte das BFM dem Beschwerdeführer  mit,  im  anhängig  gemachten  Asylverfahren  werde  auf  eine  persönliche  Anhörung verzichtet. Gleichzeitig forderte es ihn unter Hinweis auf seine  Mitwirkungspflicht auf,  konkrete Fragen zu seiner persönlichen Situation  und zu den geltend gemachten Asylgründen zu beantworten. Am  24.  Juli  2011  reichte  der  Beschwerdeführer  eine  präzisierende  Eingabe  und  Beweismittel  (Kopien  von  Ausweisen  und  einer  Registrierungskarte  des  Hohen  Flüchtlingskommissars  der  Vereinten  Nationen [UNHCR]) zu den Akten. D.  In  seinen  Eingaben  machte  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  geltend,  er  habe  sein  (…)  Schuljahr  in  einem  Militärcamp  absolvieren  müssen  und  es  (…)  nicht  geschafft,  einen  der  raren  Studienplätze  zu  ergattern.  Weil  er  eine  behördliche  Aufforderung,  sich  zu  (…)  Jahren  Militärdienst  zu  verpflichten,  nicht  unterzeichnet  habe,  sei  er  festgenommen und erst nach einem Monat wieder  freigelassen worden.  Aus Furcht vor weiterer Verfolgung sei er  im (…) aus dem Lager  in den  Sudan  geflohen.  Dort  sei  er  vom  UNHCR  registriert  und  einem  Flüchtlingslager zugewiesen worden. Weil die Versorgung dort nicht gut  gewesen sei und es Probleme mit Menschenschmugglern gegeben habe,  sei  er  nach  Khartum  umgezogen.  Dort  sei  das  Leben  aber  wegen  der  feindlichen  Einstellung  der  jungen  Sudanesen  zu  den  eritreischen  Flüchtlingen ebenfalls schwierig; zudem gebe es immer wieder Probleme 

E­6003/2011 mit der korrupten und willkürlich agierenden Polizei, die Flüchtlinge nach  Eritrea zurückschicke, sowie mit sich im Sudan aufhaltenden eritreischen  Geheimdienstmitarbeitern. Weil er im Sudan keine Lebenssicherheit habe  und eine Rückführung nach Eritrea befürchte, sei er auf den Schutz der  Schweiz angewiesen. E.  Mit  Verfügung  vom  12.  September  2011  –  eröffnet  am  27.  September  2011 – verweigerte das BFM die Bewilligung zur Einreise in die Schweiz  und  lehnte  das  Asylgesuch  ab.  Zur  Begründung  führte  es  aus,  der  UNHCR registriere alle im Sudan Zuflucht suchenden Eritreer und weise  sie einem Flüchtlingslager zu. Dort kümmere sich der UNHCR zusammen  mit  den  sudanesischen  Behörden  um  die  Grundversorgung.  Praxisgemäss  würden  entsprechende  Asylgesuche  von  Eritreern  aus  dem  Sudan  durch  die  schweizerischen  Asylbehörden  in  der  Regel  abgewiesen, da die Schutzgewährung im Drittstaat Sudan als hinreichend  erachtet werde und es den Betroffenen zuzumuten sei, diesen Schutz in  Anspruch zu nehmen.  F.  Mit Eingabe vom 24. Oktober 2011 (Eingang Bundesverwaltungsgericht:  2.  November  2011)  beantragte  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  die  Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Schutzgewährung in  der  Schweiz.  Er  machte  geltend,  Eritrea  wegen  politisch  motivierter  Verfolgung verlassen zu haben. Es sei ihm nicht zuzumuten, im Sudan in  einem Flüchtlingslager zu leben. Zudem leide er momentan an einer (…)  erkrankung  und  könne  sich  die  von  den  Ärzten  empfohlene  Operation  nicht leisten.  Mit der Beschwerde wurden Berichte zur Situation eritreischer Flüchtlinge  im Sudan und mehrere medizinische Kurzberichte zu den Akten gereicht. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 

E­6003/2011 des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG).  Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  Gemäss  Art.  111  Bst.  e  AsylG  entscheidet  der  Einzelrichter  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden. Den nachfolgenden Erwägungen  ist  zu  entnehmen,  dass  hier eine solche Beschwerde vorliegt.  Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wird  auf  die  Durchführung  des  Schriftenwechsels verzichtet. 3.  3.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.2.  Amtssprachen  des  Bundes  sind  das  Deutsche,  Französische  und  Italienische  (vgl.  Art.  70  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]).  Aus  prozessökonomischen  Gründen  ist  vorliegend  indes  auf  die  Nachforderung  einer  Übersetzung  der  englischsprachigen  Eingabe  zu  verzichten.  

E­6003/2011 4.  4.1. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  sind  oder  begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 4.2. Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die  Einreise  zur Abklärung  des Sachverhaltes, wenn  ihnen  nicht  zugemutet  werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein  anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art.  20 Abs. 3 AsylG kann das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische  Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die  glaubhaft  machen,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und  Leben  oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 4.3.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  sind  namentlich  die  persönliche  Beziehung  zur  Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat, die Art und  Intensität allfälliger Beziehungen zu anderen Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  einer  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. Art. 52 [Abs. 2]  AsylG). 5.  5.1.  In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  ist  zwar  zunächst  festzustellen,  dass  eine  flüchtlingsrechtlich  relevante  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  im Falle seiner Rückkehr nach Eritrea gegeben sein  könnte. Er befindet sich jedoch seit drei Jahren im Sudan, was hinsichtlich der bei  einem  im Ausland gestellten Asylgesuch weiter  zu prüfenden Frage,  ob  ihm  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet  werden  kann,  zu  berücksichtigen  ist  (Art.  52  [Abs.  2]  AsylG):  Bei  einem  Asylgesuch  aus 

E­6003/2011 einem Drittstaat ist nach Lehre und Praxis im Sinn einer (widerlegbaren)  Regelvermutung  davon  auszugehen,  die  betreffende  Person  habe  dort  bereits  anderweitig  Schutz  gefunden,  was  zur  Ablehnung  des  Asylgesuchs  und  zur  Verweigerung  der  Einreisebewilligung  führt  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  21  E.  4  mit  weiteren  Hinweisen).  5.2. Die Vorinstanz weist in der angefochtenen Verfügung darauf hin, der  Beschwerdeführer  habe  sich  beim  UNHCR  gemeldet  und  dieser  habe  ihm Schutz gewährt.  5.3. Der Beschwerdeführer bringt  vor, ein Verbleib  im Sudan sei  für  ihn  nicht  zumutbar;  ausserdem  befürchte  er  eine  Deportation  nach  Eritrea,  wo er verfolgt sei.  5.3.1. Die  Argumente  des  Beschwerdeführers  sind  jedoch  nicht  derart,  dass  es  für  ihn  in  Berücksichtigung  der  heutigen  Situation  im  Sudan  objektiv  unzumutbar  erscheint,  den  in  diesem  Land  gegenüber  der  Verfolgungsgefahr  im  Heimatstaat  bestehenden  Schutz  weiterhin  in  Anspruch  zu  nehmen.  So  ist  es  ihm  unbenommen,  sich  an  die  örtliche  Vertretung des UNHCR zu wenden, um die von ihm erwähnten Übergriffe  zu melden. Ausserdem hat er grundsätzlich die Möglichkeit,  sich wieder  in  einem  Flüchtlingslager  des  UNHCR  niederzulassen,  falls  er  sich  an  seinem  aktuellen  Aufenthaltsort  offenbar  ausserhalb  eines  Lagers  nicht  hinreichend  sicher  fühlen  sollte.  Im Weiteren  kann  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  des BFM  verwiesen werden. Dies  gilt  auch  in Bezug  auf  die geltend gemachte Gefahr einer Deportation nach Eritrea. Zwar wird in  letzter Zeit von der Deportation von rund 300 Eritreern in den Heimatstaat  berichtet  (vgl.  etwa  den UNHCR­Bericht  "Dismay  at  new  deportation  of  Eritreans  by  Sudan"  vom  18.10.2011  [www.unhcr.org/print/  4e9d47269.html besucht am 2.11.2011]). Angesichts der Zahl von gegen  170'000  eritreischen  Flüchtlingen  und  Asylsuchenden  im  Sudan,  ergibt  sich  allein  daraus  jedoch  noch  keine  generelle  Gefahr  der  Rückschiebung.  Der  Beschwerdeführer  lebt  sodann  bereits  seit  drei  Jahren im Sudan, davon offenbar die meiste Zeit in Khartum. Den Akten  ist  auch  kein  besonderes  Profil  des  Beschwerdeführers  zu  entnehmen,  das ihn der konkreten Gefahr einer Deportation aussetzen könnte.  An diesen Feststellungen vermögen auch die eingereichten Berichte zur  Situation eritreischer Flüchtlinge im Sudan nichts zu ändern. http://www.unhcr.org/print/%204e9d47269.html http://www.unhcr.org/print/%204e9d47269.html http://www.unhcr.org/print/%204e9d47269.html

E­6003/2011 5.3.2. Der Beschwerdeführer weist in der Beschwerde – erstmals, soweit  den Akten zu entnehmen  ist – auf eine momentane  (…) erkrankung hin  ("at  the moment  I  am  suffering  of  (…)  disease")  und macht  geltend,  er  könne  sich  die  "3'000  Sudanese  Gene"  für  die  von  den  Ärzten  empfohlene Operation nicht leisten (vgl. Beschwerde S. 3).  Den  eingereichten  handschriftlichen  medizinischen  Notizen  lässt  sich  eine  klare  Diagnose  nicht  entnehmen.  Hingegen  ist  den  verwendeten  Formularen  des  "(…)  Specialized  Hospital"  und  der  (…)  Clinic  (…)"  zu  entnehmen,  dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  Zugang  zu  medizinischer Infrastruktur und Betreuung hatte (wobei ihm offenbar auch  Medikamente  verabreicht  worden  sind,  wie  sich  aus  den  beiden  Rezeptkopien  ergibt).  Sollte  eine  zwingend  notwendige  Operation  erforderlich  sein,  die  sich  der  Beschwerdeführer  selber  nicht  leisten  könnte,  würde  es  ihm  frei  stehen,  sich  auch  diesbezüglich  an  den  UNHCR  –  allenfalls  auch  an  die  zuständigen  sudanesischen  Behörden  oder an Nichtregierungsorganisationen wie etwa die Sudan Commission  for Refugees – zu wenden.  5.4.  Eine  Schutzgewährung  durch  die  Schweiz  aufgrund  einer  entsprechenden  Schutzbedürftigkeit  erscheint  somit  gestützt  auf  Art. 52  [Abs. 2]  AsylG  unter  Berücksichtigung  aller  Umstände  nicht  als  erforderlich. 5.5.  Die  vom  BFM  vorgenommene  Bewertung  der  Qualität  seiner  Beziehung  zu  einem  in  der  Schweiz  lebenden  entfernten  Verwandten –  gemäss Angaben des Beschwerdeführers ein Cousin seines Vaters – ist  ebenfalls  nicht  zu  beanstanden.  Dass  er  zur  Kernfamilie  dieser  Person  gehört, wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht behauptet.  5.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM zutreffend festgestellt  hat,  der  Beschwerdeführer  sei  nicht  schutzbedürftig  im  Sinne  des  Asylgesetzes. Unter diesen Umständen hat das Bundesamt zu Recht die  Erteilung  der  Einreisebewilligung  verweigert  und  das  Asylgesuch  abgelehnt. 6.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist daher abzuweisen.

E­6003/2011 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs. 1  VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  ist  vorliegend  jedoch  auf  die  Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite)

E­6003/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die Schweizer  Botschaft in Khartum. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Markus König Eveline Chastonay Versand:

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