Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 16.08.2011 E-4445/2011

16 août 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·910 mots·~5 min·2

Résumé

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 1. Juni 2011 / N

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­4445/2011 Urteil   v om     1 6 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Markus König, mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay. Parteien A._______, B._______, C._______, D._______, E._______, Kolumbien,  c/o Schweizer Botschaft in Bogotá, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz .  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  Verfügung des BFM vom 1. Juni 2011 / N (…).

E­4445/2011 Sachverhalt: A.  Die  Beschwerdeführenden  ersuchten  mit  Schreiben  vom  18.  Februar  2010  an  die  Schweizerische  Botschaft  in  Bogotá  um  Schutzgewährung  durch die Schweiz. Ihre Asylgesuche begründeten sie mit Übergriffen und  Nachstellungen durch die "Ejército de Liberación Nacional" (ELN). Die Schweizerische Vertretung übermittelte dem BFM das Gesuch samt  den zahlreichen Beweismitteln am 23. Februar 2010 und führte aus, eine  mündliche  Befragung  der  Beschwerdeführenden  sei  aus  Kapazitätsgründen nicht möglich gewesen. B.  Die Vorinstanz teilte den Beschwerdeführenden am 28. September 2010  mit,  aufgrund  der  vorliegenden  Akten  werde  der  entscheidrelevante  Sachverhalt als erstellt erachtet, eine Anhörung auf der Botschaft erweise  sich  als  nicht  notwendig.  Weiter  setzte  das  Bundesamt  den  Beschwerdeführenden im Rahmen des rechtlichen Gehörs eine Frist an,  in  der  sie  sich  zur  beabsichtigen  Verweigerung  der  Einreise  und  der  Abweisung des Asylgesuchs, insbesondere aufgrund der anzunehmende  Möglichkeit einer anderweitigen Schutzsuche, äussern konnten.   Die  Beschwerdeführenden  reichten  in  der  Folge  am  23.  Oktober  2010  ihre Stellungnahme bei der Botschaft  zu den Akten. Die Eingabe wurde  an das BFM weitergeleitet und ging dort am 26. November 2010 ein. C.  Mit Verfügung vom 1. Juni 2011 – eröffnet am 7. Juli 2011 – verweigerte  das  Bundesamt  die  Einreise  der  Beschwerdeführenden  in  die  Schweiz  und lehnte deren Asylgesuche ab. D.  Am 28. Juli 2011 erhoben die Beschwerdeführenden Beschwerde gegen  die  vorinstanzliche  Verfügung  und  reichten  unter  anderem  erneut  die  Kopie eines bereits zu den Akten gereichten Beweismittels ein.   Die Schweizer Botschaft übermittelte die Beschwerdeschrift am 8. August  2011 zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht. 

E­4445/2011 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem Gebiet  des  Asyls –  vorbehältlich des Vorliegens eines Auslieferungsersuchens des Staates,  vor welchem  die  beschwerdeführende Person Schutz  sucht  –  endgültig  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [BGG, SR  173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung;  sie  sind  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 108  und  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG).  1.4. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  (Art. 111  Bst.  e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  ein  solches  Rechtsmittel,  weshalb  der 

E­4445/2011 Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2  AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung  eines Schriftenwechsels verzichtet. 4.  4.1.  In  formeller Hinsicht  ist zunächst  festzuhalten, dass gemäss Art. 19  AsylG  ein Asylgesuch  im Ausland  bei  einer  schweizerischen Vertretung  gestellt werden kann, welche dieses mit einem Bericht an das Bundesamt  überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizerische Vertretung führt mit  der  asylsuchenden  Person  in  der  Regel  eine  Befragung  durch  (Art.  10  Abs.  1  Asylverordnung  1  vom  11.  August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]). Ist diese nicht möglich, so wird die asylsuchende  Person  von  der  Vertretung  aufgefordert,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Das Bundesverwaltungsgericht hat in Auslegung dieser Bestimmungen in  einem  Leitentscheid  erkannt,  dass  sich  die  Unmöglichkeit  einer  Befragung  aus  organisatorischen  oder  kapazitätsmässigen Gründen  bei  der  jeweiligen  Vertretung,  aus  faktischen  Hindernissen  im  betreffenden  Land  oder  aus  bei  der  asylsuchenden  Person  liegenden  persönlichen  Gründen  ergeben  kann  (vgl.  BVGE  2007/30  E.  5.2  und  5.3).  Da  die  Anhörung  der  Sachverhaltserstellung  sowie  der  Gewährung  des  rechtlichen Gehörs dient (vgl. a.a.O. E. 5.5), ist die asylsuchende Person  bei  gegebener  Unmöglichkeit  einer  Anhörung  unter  Hinweis  auf  ihre  Mitwirkungspflicht  in einem  individualisierten Schreiben mittels konkreter  Fragen aufzufordern,  ihre Asylgründe schriftlich  festzuhalten  (vgl. a.a.O.  E.  5.4).  Eine  Befragung  beziehungsweise  schriftliche  Sachverhaltsabklärung  kann  sich  auch  dann  erübrigen,  wenn  der  Sachverhalt  bereits  aufgrund  des  eingereichten  Asylgesuchs  als  entscheidreif erstellt erscheint (vgl. hierzu a.a.O. E. 5.7). 4.1.1.  Vorliegend  fand  eine  mündliche  Befragung  der  Beschwerdeführenden aus Kapazitätsgründen nicht statt. Das BFM stellte  vor  diesem  Hintergrund  in  der  Zwischenverfügung  vom  28.  September  2010  fest,  der  entscheidwesentliche  Sachverhalt  werde  –  auch  angesichts  der  vielen  eingereichten  Beweismittel  –  als  erstellt  erachtet,  und forderte die Beschwerdeführenden zur Einreichung einer schriftlichen  Stellungnahme auf, die innert Frist einging.  4.1.2.  Die  Beschwerdeführenden  haben  ihre  persönliche  Situation  im  erst­  und  im  zweitinstanzlichen  Verfahren  in  verschiedenen   Eingaben  detailliert geschildert und mit verschiedenen Beweismitteln dokumentiert. 

E­4445/2011 In der Beschwerde vom 27. April  2011  rügen sie keine Verletzung  ihrer  prozessualen Rechte. 4.1.3.  Auch  das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  bei  dieser  Aktenlage  als  hinreichend  erstellt  und  stellt  fest,  dass  das  erstinstanzliche  Verfahren  korrekt  abgelaufen ist. 5.  Folglich  bleibt  zu  prüfen,  ob  das  Bundesamt  zu  Recht  das  Asylgesuch  abgewiesen und den Beschwerdeführenden die Einreise  in die Schweiz  verweigert hat. 5.1. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Gesuch ablehnen, wenn die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft  machen  können  oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und  52  [Abs.  2]  AsylG).  Gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  bewillligt  das  BFM  Asylsuchenden  die  Einreise  zur  Abklärung  des  Sachverhalts, wenn es ihnen nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz­  oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen.  Bei  diesem  Entscheid  sind  die  Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  grundsätzlich  restriktiv  zu  umschreiben,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum  zukommt.  Neben  der  erforderlichen Gefährdung  im Sinn von Art. 3 AsylG sind namentlich Art  und  Intensität  der  persönlichen Beziehung  zur Schweiz,  die Möglichkeit  der Schutzgewährung durch einen anderen Staat,  die Qualität  allfälliger  Beziehungen  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  einer  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  (vgl.  die  weiterhin  zutreffende  Praxis  in  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997  Nr. 15,  insbesondere  S.  131  ff.,  welcher  angesichts  bloss  redaktioneller  Änderungen  bei  der  letzten  Totalrevision  des  Asylgesetzes  nach  wie  vor  Gültigkeit  hat).  Ausschlaggebend für die Erteilung einer Einreisebewillligung ist demnach  die  Schutzbedürftigkeit  der  betroffenen  Personen  (vgl.  EMARK  1997  Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fragen, ob eine Gefährdung  im Sinn von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird, und ob der Verbleib am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung  zugemutet  werden kann.

E­4445/2011 5.2.  Die  Vorinstanz  hat  zutreffend  darauf  hingewiesen,  dass  sich  die  Beschwerdeführenden  den  Bedrohungen  und Nachstellungen  durch  die  Guerilla­Organisation  ELN  durch  Nutzen  innerstaatlicher  Ausweichmöglichkeiten  entziehen  konnten.  Den  Akten  sind  keine  konkreten Hinweise auf Gründe zu entnehmen, aufgrund derer ihnen dies  in  Zukunft  nicht  mehr  möglich  sein  sollte.  Es  ist  deshalb  davon  auszugehen,  dass  es  den Beschwerdeführenden weiterhin möglich  und  zumutbar  ist,  allfälligen  Nachstellungen  innerhalb  des  Heimatlandes  auszuweichen.  Dies  gilt  umso  mehr,  als  es  sich  bei  ihnen  nicht  um  landesweit bekannte Persönlichkeiten handelt. Die  Tatsache,  dass  die  zuständigen  heimatlichen  Behörden  nicht  ständigen  und  lückenlosen  Schutz  vor  allen  allfälligen  Nachteilen  garantieren können, vermag an diesen Ausführungen nichts zu ändern.  5.3.  Sodann  hat  das  BFM  auch  korrekt  festgestellt,  dass  es  den  Beschwerdeführenden zuzumuten ist, nötigenfalls in einem anderen Land  um Asylgewährung nachzusuchen  (vgl. Art.  52  [Abs. 2] AsylG). So sind  namentlich  die  Nachbarstaaten  Brasilien,  Ecuador,  Panama  und  Peru  Vertragsparteien  sowohl  des  Abkommens  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  vom  28.  Juli  1951  (FK,  SR  0.142.30)  als  auch  des  betreffenden Zusatzprotokolls vom 31. Januar 1967; Venezuela hat zwar  das  Abkommen  selbst  nicht  ratifiziert,  wohl  aber  das  Protokoll.  Diese  Länder  verfügen  –  mit  Ausnahme  Venezuelas  –  über  ein  eigenes,  gesetzlich  geregeltes  Verfahren  zur  Anerkennung  von  Flüchtlingen.  Zudem  halten  sie  sich  gemäss  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  grundsätzlich  an  das  Gebot  des  Non­ Refoulement  von  Art.  33  FK  (auch wenn  als  Einschränkung  festgestellt  werden muss,  dass  es  in  den Grenzgebieten,  insbesondere  denjenigen  zu  Panama  und  Venezuela,  in  den  letzten  Jahren  zu  unkontrollierten  Rückschiebungen durch die Grenzbehörden gekommen sein soll). Für die  praktische  Möglichkeit  und  die  Zumutbarkeit  der  anderweitigen  Schutzsuche  spricht  im  Weiteren  die  Möglichkeit  der  visumsfreien  Einreise  nach  Brasilien,  Ecuador  und  Peru  sowie  der  Umstand,  dass  jährlich  mehrere  Tausend  kolumbianische  Staatsangehörige  in  den  Nachbarstaaten, namentlich in Ecuador, um Asyl nachsuchen und dort zu  einem beträchtlichen Teil auch als Flüchtlinge anerkannt werden. Insgesamt  ergeben  sich  keine  Anhaltspunkte,  die  darauf  schliessen  liessen,  es  sei  den  Beschwerdeführenden  unmöglich  oder  unzumutbar,  sich  in einen anderen Staat,  insbesondere  in einen der Nachbarstaaten 

E­4445/2011 Kolumbiens,  zu  begeben  (vgl.  EMARK  2004  Nr.  20  und  EMARK  1997  Nr. 15  E. 2f  S.  132;  vgl.  etwa  auch  die  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­5372/2010  vom  6.  August  2010  und  E­4009/2010  vom  15. Juni  2010).  Dies  umso  weniger,  als  es  sich  bei  ihnen, wie erwähnt, nicht um Persönlichkeiten handelt, die aufgrund ihrer  besonders exponierten Stellung auch bei einer Flucht  ins nahe Ausland  befürchten müssten, weiterhin verfolgt zu werden. 5.4.  Schliesslich  bleibt  festzuhalten,  dass  die  Beschwerdeführenden  weder  in  ihrem Gesuch noch  in der Beschwerde  irgendeine persönliche  Beziehung zur Schweiz geltend gemacht haben. 5.5. Vor diesem Hintergrund erweist sich eine Schutzgewährung seitens  der Schweizer Behörden als nicht erforderlich. Unter diesen Umständen  hat  die  Vorinstanz  zu  Recht  die  Erteilung  der  Einreisebewilligung  verweigert und die Asylgesuche der Beschwerdeführenden abgewiesen. 6.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerde ist abzuweisen. 7.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen Gründen ist in Anwendung von Art. 63 Abs. 1  in  fine VwVG und Art.  2  und  3  des Reglements  vom 21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  indessen  vorliegend  auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite)

E­4445/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  die  Schweizerische  Vertretung in Bogotá und das BFM. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Markus König Eveline Chastonay Versand:

E-4445/2011 — Bundesverwaltungsgericht 16.08.2011 E-4445/2011 — Swissrulings