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Bundesverwaltungsgericht 22.12.2011 E-6694/2011

December 22, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,904 words·~10 min·3

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch (Papierlosigkeit) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 2. Dezember 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­6694/2011 Urteil   v om   2 2 .   D e z embe r   2011   Besetzung Einzelrichterin Christa Luterbacher, mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;   Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann Parteien A._______, geboren am (…) (respektive […]), Gambia,  (…),  vertreten durch seinen amtlich eingesetzten  Vertretungsbeistand: B._______, Amtsvormund, (…), Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 2. Dezember 2011 / N (…).

E­6694/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 13. April 2011  in die Schweiz einreiste und am darauf folgenden Tag in der Schweiz um  Asyl nachsuchte, dass er am 5. Mai 2011 im Empfangs­ und Verfahrenszentrum (…) (EVZ)  zu  seinen  Personalien  sowie  summarisch  zu  den  Ausreise­  und  Asylgründen befragt wurde,  dass der Beschwerdeführer gleich zu Beginn der Befragung  im EVZ auf  Verständigungsschwierigkeiten mit dem Dolmetscher hinwies (vgl. Akte 9,  S. 2), dass der Dolmetscher dabei  im Protokoll  festhielt, er spreche "Malenke"  mit dem Beschwerdeführer (vgl. Akte 9, S. 2), dass  der  Beschwerdeführer  im  EVZ  auf  die  Frage  nach  seiner  Muttersprache  "Sarakolle"  angab  und  weiter  ausführte,  er  verfüge  im  Zusammenhang mit  der  Durchführung  einer  Anhörung  über  genügende  Sprachkenntnisse der "Mandinga"­Sprache (vgl. Akte 9, S. 4),  dass  er  im  EVZ  ebenfalls  angab,  er  spreche  Mandinga  besser  als  Sarakolle (vgl. Akte 9, S. 6), dass er  ferner zu Protokoll gab, er gehöre den "Sarakolle" an und diese  würden "Malenke" sprechen (vgl. Akte 9, S. 3), dass  die  vom  Beschwerdeführer  im  EVZ  zu  Protokoll  gegebenen  Angaben  und  sonstigen  Ausführungen  im  Anschluss  an  die  eigentliche  Befragung in die Mandinga­Sprache rückübersetzt worden sind (vgl. Akte  9, S. 11), dass das dem Beschwerdeführer ausgehändigte  Informationsblatt  sowie  das  von  ihm  ausgefüllte  Personalienblatt  ebenfalls  in  der  "Mandinga"­ Sprache verfasst waren, dass  der  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  seiner  Befragung  im  EVZ  an  mehrfachen  Stellen  auf  Verständigungsprobleme  hinwies  und  beispielsweise  zu  Protokoll  gab,  es  habe  "Dinge,  die  ich  lesen  und  verstehen  konnte"  gegeben  respektive  auf  die  Frage,  ob  er  das 

E­6694/2011 Personalienblatt  verstanden  habe,  angab,  er  habe  es  "einfach  probiert"  (vgl. Akte 9, S. 3), dass  der  im EVZ  beigezogene Dolmetscher  selbst  zu Protokoll  gab,  es  gebe  bei  gewissen  Begriffen  sprachliche  Differenzen  oder  Unterscheidungen  zwischen  der  Malenke­  und  der  Mandinga­Sprache  (vgl. Akte 9, S. 2), dass  beim  Beschwerdeführer  am  28.  April  2011  im  Spital  (...)  eine  radiologische  Untersuchung  (Skelettaltersbestimmung  durch  Handröntgen) durchgeführt worden  ist, welche den Befund ergeben hat,  dass der Beschwerdeführer  (welcher gemäss eigenen Angaben zur Zeit  der Untersuchung (…) alt war) ein Skelettalter von 17 Jahren aufweise, dass  diese  Untersuchungsergebnisse  das  BFM  veranlassten,  den  Geburtstag  des  Beschwerdeführers  auf  "1.  Januar  1994"  zu  mutieren  (vgl.  Akte  9,  S.  1),  seine  vorgetragene  Minderjährigkeit  indessen  als  glaubhaft erachtet wurde (Akte 11), dass  weitere  Akten  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  sprachliche  Verständigungsschwierigkeiten  bei  der  Befragung  im  EVZ  festhalten  (Akten 12 und 15), dass  der  Beschwerdeführer  dem  Kanton  (...)  zugeteilt  wurde,  wobei  [kantonale  Behörde]  mit  Telefax  des  BFM  vom  13. Mai  2011  darauf  hingewiesen  wurde,  dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  um  einen  unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) handle, bei welchem  gemäss  Art.  17  Abs.  3  Bst.  b  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  über  die  Befragung  zur  Person  hinausgehende  entscheidrelevante Verfahrensschritte durchgeführt würden, weshalb ihm  eine Vertrauensperson zuzuordnen sei,  dass  in  diesem  BFM­Schreiben  wiederum Mandinga  als  Muttersprache  des Beschwerdeführers festgehalten wurde (Akte 16), dass  dem  Beschwerdeführer  gemäss  Schreiben  der  [Rechtsberatungsstelle]  vom  18.  Mai  2011  eine  Vertrauensperson  beigeordnet  wurde,  welche  an  der  am  20.  Mai  2011  durchgeführten,  ergänzenden  Befragung  (zum  Reiseweg,  zum  derzeitigen  Gesundheitszustand  und  zum  familiären  Beziehungsnetz  des  Beschwerdeführers  in  Gambia)  teilgenommen  und  welche  ihre  Anwesenheit unterschriftlich bestätigt hat (Akten 20, 21 und 22),

E­6694/2011 dass weiter aus den Verfahrensakten hervorgeht, dass am 30. Mai 2011  eine  Analyse  über  die  Herkunft  (sogenanntes  "Lingua­Gutachten":  vgl.  dazu  die  nach  wie  vor  Gültigkeit  beanspruchende  Rechtsprechung  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [ARK],  publiziert  in:  Entscheidungen  und Mitteilungen  der  ARK  [EMARK]:  EMARK  1998 Nr.  34; 1999 Nr. 18 bis 20; 2003 Nr. 14) des Beschwerdeführers anberaumt  wurde, dass die Vertrauensperson gegenüber dem BFM ausdrücklich erklärt hat,  dass  sie  am  Gespräch  zur  Durchführung  der  Lingua­Analyse  nicht  teilnehmen werde (Akte 23), dass  die  Lingua­Analyse  vom  30.  Mai  2011  ergeben  hat,  dass  der  Beschwerdeführer eindeutig  in Gambia sozialisiert wurde  respektive aus  Gambia stammt, dass das BFM mit Schreiben vom 5. Mai 2011  (Ausgang beim BFM: 8.  Juni  2011)  die  zuständigen  kantonalen  Behörden  anwies,  die  für  UMA  vorgesehenen  Schutzmassnahmen  in  die  Wege  zu  leiten  oder  die  Anwesenheit  des  betreffenden  Minderjährigen  im  Kanton  den  zuständigen Vormundschaftsbehörden zu melden, dass  die  zuständige Vormundschaftsbehörde  der Gemeinde C._______  mit  Beschluss  vom  24.  Juni  2011  eine  Beistandschaft  im  Sinne  von  Art. 392 Ziff. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  errichtete  und  B._______,  Amtsvormund,  in  C._______, als Vertretungsbeistand eingesetzt wurde (Akte 38), dass  in  diesem  Beschluss  der  Gemeinde  C._______  dem  Vertretungsbeistand der Auftrag erteilt wurde, den Beschwerdeführer "im  Rahmen des Asylverfahrens zu vertreten", dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  8.  November  2011  zu  einer  direkten  Bundesanhörung  im  Sinne  von  Art.  29  Abs.  1  AsylG  vorgeladen  wurde  und  –  gemäss  Kopienverteiler  ­  eine  Kopie  dieser  Vorladung dem Vertretungsbeistand zugestellt wurde, dass aus den Akten nicht  hervorgeht,  ob der Vertretungsbeistand diese  Vorladung  des  Beschwerdeführers  jemals  erhalten  oder  darauf  reagiert  hat, 

E­6694/2011 dass  am  18.  November  2011  die  direkte  Anhörung  des  Beschwerdeführers  im  Sinne  von  Art.  29  Abs.  1  i.V.m.  Art.  41  Abs.  1  AsylG durchgeführt wurde, dass  diese  einlässliche  Anhörung  zu  den  Asylgründen  gemäss  ausdrücklicher Anmerkung im Protokoll in Deutsch durchgeführt und dem  Beschwerdeführer in "Mandinga/Malenke" rückübersetzt wurde, dass  der  Beschwerdeführer  zu  Beginn  der  Direktanhörung  zu  Protokoll  gab, er verstehe den Dolmetscher zwar, "aber nicht vollständig" (vgl. Akte  41, S. 1), dass  der  Beschwerdeführer  bei  dieser  Anhörung  zu  den  Asylgründen  weder  von  der  eingesetzten  Vertrauensperson  noch  von  seinem  Vertretungsbeistand  begleitet  wurde  und  dieser  Umstand  aus  dem  Protokoll klar hervorgeht (vgl. Akte 41, S. 2), dass  der Beschwerdeführer  am 18. November  2011 weiter  zu Protokoll  gab, er kenne die Vertrauensperson nicht (vgl. Akte 41, S.2), dass im Anschluss an die Direktanhörung des Beschwerdeführers seitens  des  bei  der  Befragung  anwesenden  Hilfswerksvertreters  festgehalten  wurde,  dass  die  Anwesenheit  der  Vertrauensperson  "besser  gewesen"  wäre,  da  der  Beschwerdeführer  "bei  einigen  Antworten  zurückhaltend"  gewesen sei, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  2.  Dezember  2011  –  dem  Vertretungsbeistand am 5. Dezember 2011 eröffnet – in Anwendung von  Art.   32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass  weiter  festgehalten  wurde,  dem  Beschwerdeführer  seien  die  gemäss Aktenverzeichnis editionspflichtigen Akten ausgehändigt worden, dass  das  BFM  seine  abweisende  Verfügung  namentlich  damit  begründete,  der  Beschwerdeführer  habe  keine  entschuldbaren  Gründe  vorgebracht,  weshalb  er  nicht  in  der  Lage  gewesen  sei,  Reise­  oder  Identitätspapiere  einzureichen;  seine  Asylvorbringen  seien  ein  offensichtliches  Konstrukt,  das  keine  Bedrohung  oder  Verfolgung  erkennen lasse, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und  7 AsylG nicht erfülle; zudem seien aufgrund der Aktenlage keine weiteren 

E­6694/2011 Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses erforderlich,  dass  im Weiteren  der Wegweisungsvollzug  des  Beschwerdeführers  ins  Heimatland Gambia zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer mit  Telefax  vom 5. Dezember  2011 an das  BFM  um  Übermittlung  der  Verfahrensakten  ­  namentlich  der  Protokolle  der Anhörungen ­ an die [Rechtsberatungsstelle] ersuchte, dass  der  Beschwerdeführer  ­  in  eigenem  Namen  ­  mit  Eingabe  vom  12. Dezember  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die  BFM­Verfügung  vom  2.  Dezember  2011  sei  aufzuheben,  es  sei  seine  Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu erteilen, dass  eventualiter  die  Feststellung  eines  Wegweisungshindernisses  beantragt wurde, dass  weiter  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses ersucht wurde, dass der Beschwerdeführer  zur Begründung seiner Rechtsmitteleingabe  ausführte,  er  habe  am  5.  Dezember  2011  nur  den  angefochtenen  Entscheid, nicht jedoch die Anhörungsprotokolle, erhalten, dass er erst auf Nachfragen der [Rechtsberatungsstelle] am 9. Dezember  2011 die Protokolle seiner Anhörungen von seinem Vertretungsbeistand,  B._______, erhalten habe, dass  im  Weiteren  die  Anwesenheit  seiner  ihm  beigeordneten  Vertrauensperson  bei  der  Anhörung  zu  den  Asylgründen  vom  18.  November 2011 notwendig gewesen wäre, dass  die  Knochenaltersuntersuchung  ergeben  habe,  dass  er  ein  Höchstalter  von  17  Jahren  aufweise,  Abweichungen  von  bis  zu  drei  Jahren jedoch bei diesem Test möglich seien, weshalb sein angegebenes  Geburtsdatum vom  (…) nicht widerlegt worden sei  und er  jedenfalls als  Minderjähriger zu behandeln sei,

E­6694/2011 dass  er  sich  an  der  Anhörung  vom  18.  November  2011  unsicher  und  falsch verstanden gefühlt habe, was auch aus den Notizen des Vertreters  des Hilfswerkes hervorgehe, dass es bei der Protokollierung seines Interviews zu vielen Fehlern in der  Verständigung  und  zu Missverständnissen  gekommen  sei,  was  er  auch  zu Beginn der Anhörung zu Protokoll gegeben habe, dass  aufgrund  der  zahlreichen  Missverständnisse  und  Verständigungsschwierigkeiten  das  BFM  die  wirklichen  Asylgründe  des  Beschwerdeführers  nicht  richtig  habe  überprüfen  können,  da  dieser  oft  die  Fragen  falsch  verstanden  und  in  der  Folge  seltsame  Antworten  gegeben habe, dass er der ständigen Hilfe einer Person zu seiner Unterstützung bedurft  hätte,  da  er  als  Minderjähriger  der  aufregenden  Situation  nicht  gewachsen gewesen sei, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  14.  Dezember  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass die zuständige  Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichts  mit  Schreiben  vom  14.  Dezember  2011  den  Eingang  der  Beschwerde  bestätigte,  dass der gesetzliche Vertreter des Beschwerdeführers mit Eingabe vom  14. Dezember 2011 (Poststempel; Adresse des Amtsvormundes auf dem  Zustellcouvert)  ohne  weiteren  Kommentar  dem  Gericht  eine  Kopie  der  BFM­Verfügung vom 2. Dezember 2011 zustellte, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG,  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 

E­6694/2011 SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht  vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  um  einen  Minderjährigen  handelt,  welcher  im  vorliegenden  Asylbeschwerdeverfahren durch den von der Vormundschaftsbehörde im  Sinne  von  Art.  392  Ziff. 3  ZGB  ernannten  Vertretungsbeistand  B._______,  vertreten wird,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Beschwerde  im  eigenen  Namen  eingereicht  hat,  und  seine Handlungsfähigkeit  sowie Prozessfähigkeit  in  diesem  Zusammenhang  zu  bejahen  ist,  da  die  Einreichung  eines  Asylgesuches  respektive  eines  diesbezüglichen  Rechtsmittels  als  höchstpersönliches  Recht  (vgl.  Art.  19  Abs.  2  ZGB)  gilt,  das  der  urteilsfähige  Unmündige  auch  ohne  Zustimmung  seines  gesetzlichen  Vertreters ausüben kann (vgl. EMARK 1996 Nr. 3 und 1996 Nr. 5), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  gemäss  Art.  111  Bst.  e  AsylG  unter  anderem  offensichtlich  begründete  Beschwerden  in  die  Zuständigkeit  des  Einzelrichters  respektive  der  Einzelrichterin,  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters,  fallen, dass  es  sich  vorliegend  um  eine  offensichtlich  begründete  Beschwerde  handelt,  weshalb  der  Entscheid  nur  summarisch  begründet  wird  (Art.  111a Abs. 2 AsylG),

E­6694/2011 dass  zudem  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  die  Durchführung  eines Schriftenwechsels verzichtet wird,   dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer  selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass  indessen  im Falle  des Nichteintretens  auf  ein Asylgesuch gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  AsylG  über  das  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  BVGE  2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdeverfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen  Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass aber auf  das Rechtsbegehren betreffend Asylgewährung nicht einzutreten ist, dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  volle Kognition zukommt, dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vom  12.  Dezember  2011  sprachliche  Probleme  respektive  Verständigungsschwierigkeiten  und  Missverständnisse  bei  der  Protokollierung respektive Übersetzung durch den Dolmetscher vortrug, dass  entsprechende  Vorbehalte  und  Einwände  vom  Beschwerdeführer  mehrfach bereits im vorinstanzlichen Verfahren angebracht worden sind, dass  der  Beschwerdeführer  sowohl  anlässlich  der  summarischen  Befragung im EVZ vom 5. Mai 2011 (Akte 9, S. 2­4 sowie 10­11) als auch  mehrfach  während  seiner  einlässlichen,  direkten  Anhörung  vom  18. 

E­6694/2011 November  2011  darauf  hingewiesen  hat,  dass  er  nicht  alle  Fragen  verstanden  respektive  den  Dolmetscher  nicht  vollständig  verstanden  habe (Akte 41, S. 1),  dass der Beschwerdeführer im EVZ als Muttersprache "Sarakolle" angab,  wobei  er  ebenfalls  festhielt,  über  Kenntnisse  der Mandinga­Sprache  zu  verfügen  (vgl.  Akte  9,  S.  4),  beziehungsweise  sagte,  er  verstehe  Mandinga besser als Sarakolle (vgl. Akte 9, S. 6), dass der Dolmetscher im EVZ seinerseits Bemerkungen zum Unterschied  zwischen Malenke und Mandinga festhielt (vgl. Akte 9, S. 2), dass  die  einlässliche  Anhörung  in  "Mandinga/Malenke"  durchgeführt  wurde  (vgl.  Akte  41,  S.  2  und  13),  ohne  dass  näher  präzisiert  wurde,  welche  der  beiden  Sprachen  verwendet  wurde,  und  dass  der  Beschwerdeführer gleich zu   Beginn der Anhörung  festhielt,  er verstehe  den Dolmetscher "nicht vollständig", dass diese einlässliche Anhörung zu den Asylgründen vom 18. November  2011  in  Abwesenheit  der  von  der  zuständigen  kantonalen  Behörde  gestützt  auf  Art.  17  Abs.  3  AsylG  eingesetzten  Vertrauensperson  bzw.  des Vertretungsbeistands durchgeführt wurde, dass aus den Verfahrensakten hervorgeht, dass der von der zuständigen  Vormundschaftsbehörde der Gemeinde C._______ für die Vertretung des  unmündigen  Beschwerdeführers  eingesetzte  Beistand  zwar  in  Kenntnis  über  die  Durchführung  der  einlässlichen  Anhörung  zu  den  Asylgründen  vom 18. November 2011 gesetzt worden sein soll, dass  indessen  nicht  aus  den  Akten  hervorgeht,  ob  der  Vertretungsbeistand  beabsichtigt  hat,  den  Beschwerdeführer  zur  einlässlichen  Anhörung  zu  begleiten  oder  aus  welchen  Gründen  er  als  gesetzlicher  beziehungsweise  eingesetzter  Vertreter  des  Beschwerdeführers  im  Asylverfahren  auf  die  Begleitung  des  Verbeiständeten ausdrücklich verzichtet hat, dass  der  Vertretungsbeistand  der  Anhörung  vielmehr  fernblieb,  ohne  dass die Gründe für dessen Abwesenheit aus den Akten hervorgingen, dass  auch  im  betreffenden  BFM­Protokoll  vom  18.  November  2011  festgestellt  worden  ist,  dass  die  "Vertrauensperson"  den 

E­6694/2011 Beschwerdeführer zur Anhörung hätte begleiten müssen (vgl. Akte 41, S.  2), dass der Beschwerdeführer  in diesem Zusammenhang zu Protokoll gab,  diese Vertrauensperson nicht persönlich zu kennen und lediglich auf eine  "Person in C._______" verwies (vgl. Akte 41, S. 2), dass  der  bei  der  einlässlichen  Anhörung  vom  18.  November  2011  anwesende  Hilfswerksvertreter  im  Anschluss  an  die  Protokollierung  festhielt, es wäre "besser gewesen", wenn die Vertrauensperson bei der  Anhörung  anwesend  gewesen  wäre,  zumal  sich  der  Beschwerdeführer  bei  einigen  Antworten  zurückhaltend  verhalten  habe  (vgl.  Bestätigung  vom 18. November 2011), dass  aufgrund  dieser  zahlreichen,  aus  den  Verfahrensakten  hervorgehenden  Vermerke  zu  sprachlichen  Verständigungsschwierigkeiten  zwischen  der  die  Befragung  durchführenden  Person,  dem  Dolmetscher  und  dem  Beschwerdeführer  bereits  Grund  zur  Annahme  besteht,  dass  die  Asylvorbringen  des  minderjährigen Beschwerdeführers  nicht  vollständig  und/oder  korrekt  zu  Protokoll genommen worden sind, dass  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Verständigungsprobleme auch objektiv nachvollziehbar sind, dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  einerseits  um  einen  –  trotz  entsprechenden  Vorkehrungen  durch  die  zuständigen  kantonalen  Behörden  –  an  der  Anhörung  unbegleitet  gebliebenen  minderjährigen  Asylsuchenden handelt, dass  es  sich  bei  der  Sprache  "Mandinka/Mandinga"  gemäss  öffentlich  zugänglichen  Quellen  um  eine  in  Westafrika  gesprochene  Sprache  handelt, welche die in Gambia am weitesten verbreitete Sprache darstellt,  dass  diese  Mandinka/Mandinga­Sprache  auch  sehr  ähnlich  mit  der  Maninka oder Malinké­Sprache ist,  dass  aber  sprachliche  Differenzen  zwischen  diesen  Sprachen  auszumachen  sind,  was  auch  vom  Dolmetscher  im  EVZ  festgehalten  worden ist (vgl. Akte 9, S. 2),

E­6694/2011 dass  Mandinka/Mandinga  und  Maninka/Malinké  beide  zum  "Manding­ Zweig" der Mandé­Sprachen gehören, dass  auch  das  vom  Beschwerdeführer  als  Muttersprache  angegebene  "Sarakolle" beziehungsweise "Soninke" zur Mandésprache gehört, dass  die  in  einigen  westafrikanischen  Ländern  (Mali,  Senegal,  Mauretanien  und  Gambia)  gesprochenen  Dialekte  zwar  untereinander  genug verständlich sind, um dieselbe Literatur zu verwenden,  dass eine wissenschaftliche Studie über die Sprache Malinké  in Westen  Malis und  in Senegal erwähnt,  dass Malinké zur Manding­Sprachfamilie  zählt  und  zwischen  diesen  Sprachen  zwar  ein  gewisser  Grad  an  Sprachverständnis herrscht, dass aber auch Unterschiede bestehen und  Malinké  zwar  eine  mit  Mandinka  verwandte,  aber  nicht  die  gleiche  Sprache  darstellt  (vgl.  zum  Ganzen:  Map  Languages  of  Gambia,  in:  Lewis,  M.  Paul  [ed],  2009.  Ethnologue:  Languages  of  the  World,  Sixteenth  edition,  2009,  http://www.ethnologue.com/show_map.asp?name=GM&seg=10;  Tim  Tillinghast und Matthias Liebrecht (Société Internationale de Linguistique,  Mali), Report of a Linguistic Survey on  the Malinké of Western Mali and  Senegal  with  special  regard  to  the  Malinké  of  Kita,  August  1996,  http://www.sil.org/silesr/1999/006/Malinke.pdf,  beide  abgerufen  am  20.12.2011);  dass nach dem Gesagten festzustellen ist, dass sich die im vorliegenden  Kontext  interessierenden  Sprachen  je  nach  Begriffsverwendung  unterscheiden können, dass  diese möglichen  sprachlichen Unterschiede  in Mitberücksichtigung  des  jugendlichen  Alters  und  kulturellen  Hintergrundes  des  Beschwerdeführers  nachvollziehbar  erscheinen  lassen,  dass  es  zu  sprachlichen  Missverständnissen  oder  Ungenauigkeiten  bei  der  Befragung,  Schilderung  und  Protokollierung  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  (betreffend  sein  persönliches  Verhältnis  mit  einem  anderen Mann) gekommen ist,    dass  zwar  weiter  festzustellen  ist,  dass  namentlich  der  die  Befragung  vom  18.  November  2011  leitende  Befrager  sich  bemüht  hat,  mit  präzisierenden  Fragen  die  genaueren  Hintergründe  für  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachte  Verfolgungslage  in  Gambia  zu  eruieren, http://www.ethnologue.com/show_map.asp?name=GM&seg=10

E­6694/2011 dass  aber  gleichzeitig  aus  einigen  der  protokollierten  Stellen  Hinweise  dafür  hervorgehen,  dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  seines  jugendlichen Alters die einzelnen Fragen sprachlich und inhaltlich nicht in  den  korrekten  Zusammenhang  gebracht  und  einige  Fragen  missverstanden hat, dass es bei der einlässlichen Anhörung zu den Asylgründen im Sinne von  Art.  29  AsylG  gerade  darum  geht,  die  genaueren  Umstände  und  Hintergründe  der  von  der  betreffenden  asylgesuchstellenden  Person  vorgetragenen Verfolgungssituation  zu  ermitteln  und  gegebenenfalls mit  ergänzenden Fragen allfällige offene Punkte zu erhellen, dass zur Erhellung der offen gebliebenen Fragen zu seiner Beziehung mit  einem anderen Mann und den daraus resultierenden Konsequenzen der  jugendliche  Beschwerdeführer  auf  die  Unterstützung  durch  seine  vom  Kanton  eingesetzte  Vertrauensperson  oder  von  seinem  durch  die  Gemeinde  C._______  eingesetzten  Amtsvormund,  welcher  mit  der  Vertretung  des  Beschwerdeführers  im  Asylverfahren  beauftragt  worden  war, angewiesen gewesen wäre,  dass  angesichts  dieser  fehlenden  Begleitung  und  der  als  erstellt  zu  betrachtenden  sprachlichen  Missverständnisse  davon  auszugehen  ist,  dass  der  Sachverhaltsvortrag  des  Beschwerdeführers  nicht  vollständig  und/oder  nicht  korrekt  protokolliert  worden  ist  und  daher  auch  die  an  diesen  Sachverhalt  anknüpfende  Verfolgungssituation  nicht  als  hinreichend abgeklärt qualifiziert werden muss,  dass bereits aufgrund der gesamten vorinstanzlichen Aktenlage (fehlende  Begleitung  des  Minderjährigen  bei  der  einlässlichen  Anhörung,  sprachliche  Missverständnisse)  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  als  nicht hinreichend erstellt zu betrachten ist, dass  diese  Annahme  auch  durch  die  Vorbringen  in  der  Beschwerde  weiter gestützt wird, dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  namentlich  darauf  hinweist,  dass  der  protokollierte  Kerninhalt  seines  Sachverhaltsvortrages  –  die  Homosexualität  –  nicht  zutreffe  und  er  die  entsprechenden  ihm  gestellten  Fragen  nicht  in  einen  sexuellen  Zusammenhang gebracht habe,

E­6694/2011 dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  die  Asylgründe  des  Beschwerdeführers  nicht  hinreichend  ermittelt  und/oder  korrekt  protokolliert worden sind, dass  demnach  von  einem  nicht  rechtsgenüglich  festgestellten  Sachverhalt ausgegangen werden muss,  dass bei dieser Sachlage die angefochtene Verfügung des BFM vom 2.  Dezember  2011  aufzuheben  ist  und  die  Sache  zur  ergänzenden  Befragung und neuen Beurteilung an die Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art. 61 Abs. 1 VwVG),  dass  in  diesem  Zusammenhang  weiter  festzuhalten  ist,  dass  die  vom  BFM  vorgenommene,  auf  die  Knochenaltersbestimmung  abgestützte,  Festlegung des Geburtstages des Beschwerdeführers auf den "1. Januar  1994" spekulativ und willkürlich ist, dass die Knochenaltersbestimmung vom 28. April 2011 vielmehr ergeben  hat,  dass  sich  die  Altersangaben  des  Beschwerdeführers  –  (…),  ­  im  Rahmen  der  gemäss Rechtsprechung  zulässigen Standard­Abweichung  oder  Bandbreite  von  drei  Jahren  (vgl.  EMARK  2000  Nr.  19)  bewegt,  weshalb es nicht angeht, dass für den Beschwerdeführer einzig aufgrund  der  Ergebnisse  zum  (möglichen)  Skelettalter  von  17  Jahren  ein  (…)  früherer  Jahrgang  angenommen  und  sein  Geburtstag  fiktiv  auf  den  1.  Januar festgesetzt wird, dass  es Sache  des BFM  sein wird, weitere Abklärungen  vorzunehmen,  wenn es beim Beschwerdeführer vom Geburtsjahrgang 1994 auszugehen  gedenkt,  dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  aufzuerlegen  sind  (vgl.  Art.  63  Abs.  1  und  2  VwVeG),  weshalb  sich  das Gesuch  um  Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos erweist, dass  auch  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  mit  dem  vorliegenden  Entscheid  in  der  Sache  gegenstandslos geworden ist, dass  vorliegend  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist,  zumal  davon  auszugehen  ist,  dass  dem  minderjährigen,  im  Beschwerdeverfahren  zwar  de  iure  vertretenen,  aber  auf  Beschwerdeebene  effektiv  nicht mit  einem Rechtsvertreter  auftretenden 

E­6694/2011 Beschwerdeführer durch die Beschwerdeführung keine verhältnismässig  hohen Kosten  entstanden  sind  (vgl.  Art.  7 Abs.  4  des Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 1783.320.2), (Dispositiv nächste Seite)

E­6694/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:   1.   Die  Beschwerde wird  –  soweit  darauf  eingetreten wird  –   im Sinne  der  Erwägungen gutgeheissen 2.  Die Verfügung des BFM vom 2. Dezember 2011 wird aufgehoben und die  Sache  zur  Durchführung  der  notwendigen  Abklärungen  sowie  neuer  Entscheidfindung an die Vorinstanz zurückgewiesen 3.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4.  Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5.  Dieses Urteil  geht  an  den Beschwerdeführer,  dessen Vertrauensperson  sowie  dessen  Vertretungsbeistand,  das  BFM  und  die  zuständige  kantonale Behörde.  Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Sandra Bodenmann Versand:

E-6694/2011 — Bundesverwaltungsgericht 22.12.2011 E-6694/2011 — Swissrulings