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Bundesverwaltungsgericht 27.07.2011 E-6624/2009

July 27, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,031 words·~5 min·2

Summary

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. September 2009

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­6624/2009 Urteil   v om   2 7 .   Juli   2011 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach,    Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A._______, geboren am (…), Afghanistan,   vertreten durch lic. iur. Sabrina Sorg, Beratungsstelle für Asyl­ und Ausländerrecht, (…), Beschwerdeführer,  Gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18.  September 2009 / N (…).

E­6624/2009 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Afghanistan  im  März  2009  verliess  und  über  den  Iran,  die  Türkei  und  ihm  unbekannte  Länder am 15. Juli 2009 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um  Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung  im Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  B._______  vom  3.  August  2009  sowie  der  Anhörung  vom  12.  August  2009  durch  das  BFM  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  werde  von  seinem  Schwager  und  dessen  Angehörigen  sowie  dem  Mann  (und  dessen  Familie), welchem seine Frau von ihrer Familie zugesprochen worden sei,  verfolgt,  weil  er  seine  Frau  gegen  den  erklärten Willen  jener  Personen  geheiratet habe,  dass  sein  Schwager  ihn  geschlagen  und  mit  dem  Tode  bedroht  sowie  dessen Schwester, der Ehefrau des Beschwerdeführers, Verbrennungen  zugefügt  habe,  weshalb  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Lebensgefährtin nach Pakistan geflohen sei, wo die beiden gemeinsamen  Kinder  zur  Welt  gekommen  seien,  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Lebensgefährtin  unerkannt  gelebt  habe,  schliesslich  aber  von  einem  Lebensmittelhändler erkannt worden sei, welcher ihn erpresst habe,  dass er daraufhin mit seiner Familie nach Afghanistan zurückgekehrt sei  und  dort  noch  etwa  ein  Jahr  vermummt  und  heimlich  in  der  Provinz  C.______ gelebt habe, wo sein Schwager als  (…) gewirkt habe, bis der  Beschwerdeführer  die Reise  in  den Westen angetreten  habe und dabei  Frau und Töchter in Afghanistan zurückgelassen habe,  dass  die  Verfolgung  des  Beschwerdeführers  auf  den  ethnischen  und  religiösen Unterschieden zwischen  ihm, welcher Paschtune und Sunnite  sei,  und  seiner  Frau,  welche  Hazare  und  Schiitin  sei,  beruhe,  zumal  ethnische  und  religiöse  Mischehen  in  Afghanistan  von  der  Zivilgesellschaft nicht geduldet würden, dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  vom 18. September 2009 – eröffnet am 22. September 2009 – ablehnte  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  anordnete,  diese  aber  wegen  Unzumutbarkeit des Vollzugs aufschob (vorläufige Aufnahme), 

E­6624/2009 dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  nicht,  da  es  ihm  nicht gelungen sei, eine Verfolgung glaubhaft zu machen,  dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  angesichts  ihrer  Substanzlosigkeit  und  Ungereimtheiten  offensichtlich  ein  Sachverhaltskonstrukt darstellten, dass das BFM beispielsweise monierte,  dass der Beschwerdeführer bei  der  ersten  Befragung  zu  erwähnen  versäumt  habe,  dass  der  Ladenbesitzer in der darauffolgenden Nacht persönlich bei ihm zu Hause  erschienen sei, um ihn zu erpressen, dass es nicht nachvollziehbar sei, dass der Beschwerdeführer sich ­ trotz  angeblicher  Verfolgung  in  Afghanistan  ­  aus  Pakistan  ausgerechnet  wieder nach Afghanistan begeben habe, dass  die  Vorinstanz  es  ferner  nicht  für  nachvollziehbar  hält,  dass  der  Beschwerdeführer Frau und Kinder  in C._______ zurückgelassen habe,  wo sie gemäss seinen Vorbringen grosser Gefahr ausgesetzt seien, von  ihren Verfolgern aufgespürt zu werden, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom  22. Oktober  2009  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, der  Entscheid des BFM sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, den  Beschwerdeführer  als  Flüchtling  anzuerkennen  und  ihm  Asyl  zu  gewähren,  eventualiter  sei  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz zurückzuweisen,  dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte,  es  sei  ihm  die  unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines  Kostenvorschusses zu verzichten, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom  3.  November  2009  die  Gesuche  um  unentgeltliche  Prozessführung  und  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kontenvorschusses  wegen  Aussichtslosigkeit  des  Hauptbegehrens  gemäss  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) abwies,

E­6624/2009 dass  der  mit  genannter  Zwischenverfügung  vom  3.  November  2009  verlangte Kostenvorschuss am 16. November 2009  fristgerecht geleistet  wurde, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom  17. November  2009  weitere  Beweismittel  (u.  a.  Fotografien,  einen  fremdsprachigen Brief, Kopie von Fingerabdrücken) anbot, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom  25. Januar  2011  (Poststempel  26.  Januar  2011)  mit  Hinweis  auf  die  Notlage seiner Frau und Kinder, deren Gesuch um Asyl und Einreise vom  BFM  mit  Verfügung  vom  9.  Juni  2010  abgewiesen  worden  war,  ein  Gesuch  um  dringliche  Behandlung  seiner  Beschwerde  stellte,  das  mit  Schreiben des Gerichts vom 1. Februar 2011 beantwortet wurde, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG  richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und  Art. 6 AsylG), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 

E­6624/2009 einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art.  111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1  AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder  im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält, dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in  wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden,  auch  dann,  wenn  der  Beschwerdeführer  wichtige  Tatsachen  unterdrückt  oder  bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens  Vorbringen  auswechselt  oder  unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder  die nötige Mitwirkung verweigert, dass  es  für  die Glaubhaftmachung  nicht  ausreicht,  wenn  der  Inhalt  der  Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung aller Aspekte wesentliche  und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte  Sachverhaltsdarstellung sprechen,  dass  für  die  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  entscheidend  ist,  ob   bei  einer  Gesamtwürdigung  die  Gründe,  die  für  die  Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung sprechen, überwiegen oder nicht, wobei auf eine  objektivierte Sichtweise abzustellen  ist  (vgl. EMARK 2005 Nr.  21 E. 6.1  mit weiteren Hinweisen),

E­6624/2009 dass  der  Beschwerdeführer  keine  stichhaltigen  Beweismittel  für  seine  Verfolgung anbietet, dass insbesondere die Fotografie, die eine an einer  Windschutzscheibe  eines  Automobils  befestigte  Abbildung  des  Beschwerdeführers  und  seiner  Frau  zeigt,  arrangiert  erscheint  und  jedenfalls sehr geringe Beweiskraft aufweist, dass  die  Sachverhaltsdarstellung  des  Beschwerdeführers  vage  und  substanzlos erscheint, über weite Strecken nicht nachvollziehbar  ist und  der  inneren  Logik  entbehrt,  wobei  an  diesem  Eindruck  auch  die  Ausführungen  in der Eingabe vom 17. November 2009 nichts zu ändern  vermögen, dass die Akten sogar noch weitere Ungereimtheiten als die vom BFM zur  Begründung  seines  Entscheides  angeführten  enthalten,  beispielsweise  die  Aussage  des  Beschwerdeführers,  er  habe  in  C._______,  um  verborgen zu bleiben, das Haus lediglich nachts verlassen, (A11/23, S. 8  F59)  wobei  der  Beschwerdeführer  diese  Aussage  auf  Vorhalt,  wie  er  denn  nachts  der Gartenarbeit  habe  nachkommen  können,  dahingehend  korrigierte, er habe die Gartenarbeit frühmorgens verrichtet (A11/23, S. 8  F63), dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  den  Akten  bei  den  Anhörungen  generell ausweichend antwortete,  dass  beispielsweise  die  in  der  Erstbefragung  fehlende  Information  betreffend den nächtlichen Besuch des Lebensmittelverkäufers, der den  Beschwerdeführer erpresst habe, nicht mit dem summarischen Charakter  dieser Befragung erklärt werden kann, dass vielmehr während der freien  Erzählung  dieses  Ereignisverlaufs  hinreichend  Gelegenheit  bestanden  hätte,  diese  Information  zu  geben,  bevor  der  Beschwerdeführer  angehalten worden war, sich auf das Wesentliche zu beschränken, dass  diese Ergänzung  (nächtlicher  Besuch  des  Lebensmittelverkäufers)  bei der Anhörung durch das BFM somit als nachgeschoben zu erachten  ist  und  den  Eindruck  vermittelt,  der  Beschwerdeführer  wolle  seiner  Verfolgungsgeschichte zusätzlichen Nachdruck verleihen,  dass  dieses  nachgeschobene Vorbringen  in  der Gesamtwürdigung  zum  allgemeinen  Eindruck  einer  konstruierten  oder  zumindest  erheblich  aufgebauschten Verfolgungsgeschichte beiträgt,

E­6624/2009 dass  es  nicht  nachvollziehbar  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  für  seine  Rückkehr  aus  Pakistan  ausgerechnet  die  Provinz  C._______  als  Aufenthaltsort  ausgewählt  und  dort  über  ein  Jahr  gelebt  haben will,  wo  sein Schwager,  von dem er  verfolgt werde, als  (...)  tätig  sei und, wie  in  der Beschwerdeschrift hervorgehoben wird, sehr viele Leute kenne, dass  dieser  Abschnitt  der  Sachverhaltsschilderung  vollkommen  unglaubhaft  erscheint  und  die  Vermutung  nahelegt,  der  Beschwerdeführer hätte mehrere Jahre in Pakistan gelebt, wäre von dort  gar  nicht  nach  Afghanistan  zurückgekehrt,  sondern  hätte  vielmehr  unmittelbar aus Pakistan seine Reise in die Schweiz angetreten, dass es ferner nicht nachvollziehbar ist, dass der Beschwerdeführer Frau  und  Kinder  in  der Gefahrenlage  zurück  gelassen  haben  soll,  was  auch  das  Vorbringen,  das  Geld  habe  nicht  für  die  Ausreise  aller  Personen  gereicht,  nicht  zu  erklären  vermag,  zumal  der  Beschwerdeführer  seine  Familie zumindest hätte aus C._______ schaffen können, dass  im  Übrigen  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  verwiesen  werden  kann,  woran  weder  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift noch die nachgereichten Dokumente etwas zu ändern  vermögen,  dass  insbesondere weder der Brief von D._______ noch die Fotokopien  der  Fingerabdrücke  noch  die  Fotografien  erhebliche  Aussagekraft  aufweisen, dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt  hat, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde,

E­6624/2009 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass das Bundesamt vorliegend wegen Unzumutbarkeit des Vollzugs der  Wegweisung  die  vorläufige  Aufnahme  angeordnet  hat,  so  dass  sich  zu  diesem  Zeitpunkt  Ausführungen  zur  Zulässigkeit  oder  Möglichkeit  des  Vollzugs erübrigen, dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­  (Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG), dass  die  Prozesskosten  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss zu verrechnen sind.  (Dispositiv nächste Seite)

E­6624/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Die  Verfahrenskosten  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer Versand:

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