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Bundesverwaltungsgericht 16.12.2011 E-6619/2011

December 16, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,005 words·~5 min·3

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch (Safe Country) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­6619/2011 Urteil   v om   1 6 .   D e z embe r   2011   Besetzung Einzelrichter Bruno Huber, mit Zustimmung von Richter Markus König;   Gerichtsschreiber Jonas Tschan. Parteien A._______, geboren (…), und ihre Tochter B._______, geboren (…),  Schweden,  Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 7. Dezember 2011 / N (…).

E­6619/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführenden  von  Moskau  herkommend  am  8.  November 2011 in die Schweiz einreisten und am 10. November 2011 im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  C._______  um  Asyl  nachsuchten, dass  die  Beschwerdeführerin  A._______  (nachstehend:  die  Beschwerdeführerin) im EVZ am 23. November 2011 summarisch befragt  und am      5. Dezember 2011 gemäss Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) angehört wurde,  dass sie dabei im Wesentlichen geltend machte, sie werde in Schweden  von den Behörden verfolgt, dass  es  im  Jahre  (…)  nach  der  Scheidung  von  ihrem  mittlerweile  verstorbenen  Ehemann  Streit  um  die  Erziehungsrechte  (Tochter)  gegeben habe und sie von ihm terrorisiert worden seien, dass die Beschwerdeführerin in Schweden wegen (…) zu einer Haftstrafe  verurteilt und ihr alles Geld weggenommen worden sei, dass sie Angst davor habe, wieder ins Gefängnis gebracht zu werden und  man ihr die Tochter wegnehmen könnte, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7.  Dezember  2011  –  eröffnet  am           9.  Dezember  2011  –  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  auf  das  Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung der Beschwerdeführenden aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug  am  Tag  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  anordnete  und  mit  der  Eröffnung  der  Verfügung  Einsicht  in  die  editionspflichtigen Verfahrensakten gewährte, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  12.  Dezember  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  dabei  in  materieller  Hinsicht  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Anerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft,  die  Gewährung  des  Asyls,  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  sowie  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  und  die  Anordnung  der  vorläufigen Aufnahme beantragen, dass  sie  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 

E­6619/2011 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  und der aufschiebenden Wirkung (der Beschwerde) beantragen,  dass  die  zuständigen  Behörden  vorsorglich  anzuweisen  seien,  die  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimatstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen  und  die  Beschwerdeführenden  bei  einer  eventuell  bereits  erfolgten  Datenweitergabe in einer separaten Verfügung zu informieren, dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  dem  Bundesverwaltungsgericht  am  14.  Dezember  2011  vorlagen  (Art.  108  Abs. 2 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  31  ­  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 2 AsylG), dass das BFM den Nichteintretensentscheid  gestützt  auf Art.  34 Abs.  1  AsylG getroffen hat, dass  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  in  solchen  Verfahren  grundsätzlich  auf  die Frage beschränkt  ist,  ob  die Vorinstanz  zu Recht auf die Asylgesuche nicht eingetreten ist,

E­6619/2011 dass  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der vormaligen  Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 24 E. 2.1. S.  240 f.), dass  hinsichtlich  der  Frage  der  Wegweisung  und  deren  Vollzugs  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in  Verbindung  mit  Art. 83  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch materiell  zur Sache zu äussern hatte, dass demzufolge auf die form­ und fristgerecht eingereichte Beschwerde  – abgesehen  vom  Antrag,  die  Flüchtlingseigenschaft  sei  anzuerkennen  und es sei Asyl zu gewähren – einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52  VwVG),  dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten  nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (sogenannte  Safe  Countries)  nicht  eingetreten wird,  ausser  es gebe Hinweise auf  eine Verfolgung  (Art.  34  Abs. 1 AsylG), dass der Bundesrat Schweden  zum Safe Country  im Sinne  von Art.  6a  Abs. 2 Bst. a AsylG erklärt hat und von dieser Einschätzung im Rahmen  der  periodischen  Prüfung  (vgl.  Art.  6a   Abs.  3 AsylG)  bisher  nicht  abgewichen ist, dass  somit  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheides auf  der Grundlage  von Art.  34 Abs.  1 AsylG  erfüllt ist, dass  sodann  die  materielle  Bedingung  für  das  Fehlen  von  Verfolgungshinweisen zu prüfen ist, wobei gemäss Praxis derselbe weite  Verfolgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG  zur  Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen  vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte  Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2  AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5  E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247),

E­6619/2011 dass  dabei  ein  im  Vergleich  zum  –  bereits  erleichterten  –  Beweismass  des Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzuwenden  ist  und  auch  bei  Asylsuchenden  aus  einem  verfolgungssicheren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden muss,  sobald  in  den  Akten  Hinweise  auf  Verfolgung  (im  vorstehend  erläuterten  Sinn)  zu  verzeichnen  sind,  deren  Unglaubhaftigkeit  nicht  schon  auf  den  ersten  Blick erkannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3. S. 16 f.), dass  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  AsylG  erfüllt,  wer  sich  ausserhalb seines Heimatstaates befindet und mit diesem gebrochen hat,  in  diesem  aus  einem  bestimmten  Grund  verfolgt  wird  oder  begründete  Furcht  vor Verfolgung hat  und dort  an  keinem Ort Sicherheit  vor  dieser  Verfolgung finden kann, dass  unter  anderem  die  Verfolgung  wegen  äusserer  oder  innerer  Merkmale (etwa Geschlecht, Hautfarbe oder Glauben) ausschlaggebend  ist, dass  ausserdem  für  die  Anerkennung  als  Flüchtling  eine  gewisse  Intensität der Eingriffe vorauszusetzen ist, wobei Massnahmen, wie sie in           Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  umschrieben  werden  (Folter,  unmenschliche  und  erniedrigende  Behandlung),  die  erforderliche Intensität ohne weiteres zuzusprechen ist,  dass  bei  geringeren  Eingriffen  die  physische  oder  psychische  Beeinträchtigung in Relation zu ihrer Dauer und Häufigkeit sowie zu den  gesamten Umständen zu setzen ist, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht darauf hinweist,  es  liege  keine  asylrelevante  Verfolgung  vor,  wenn  staatliche  Massnahmen rechtstaatlich legitimen Zwecken dienten, dass  dies  vorliegend  der  Fall  ist,  wurde  die  Beschwerdeführerin  in  Schweden doch zu einer Haftstrafe wegen (…) verurteilt, dass  es  das  Recht  und  die  Pflicht  staatlicher  Behörden  ist,  das  Wohl  eines Kindes vorrangig zu beachten (Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens  über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989  [KRK, SR 0.107])  und  in  Berücksichtigung  dessen  das  Sorgerecht  den  Eltern  unter  Umständen zu entziehen,

E­6619/2011 dass  die  Beschwerdeführerin  zudem  eigenen  Aussagen  zufolge  die  Möglichkeit  wahrgenommen  hat,  beim  Europäischen  Gerichtshof  für  Menschenrechte (EGMR) Beschwerde einzulegen, dass  unter  den  gegebenen  Umstände  das  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden,  sie  seien  in  Schweden  einer  flüchtlingsrechtlich  relevanten  Verfolgung  ausgesetzt  gewesen  oder  hätten  eine  solche  zu  befürchten,  als  auf  den  ersten  Blick  unglaubhaft  zu  qualifizieren  ist,  weshalb  das  BFM  das  Vorliegen  von  Hinweisen  auf  Verfolgung  im  Ergebnis zu Recht verneint hat, dass  das  BFM  nach  dem Gesagten  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde, dass  das  BFM  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  eine  Drittstaat  entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art.  5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Betrachtung  dieser  mass­geblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  weil  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen,  die  sich  nicht  als 

E­6619/2011 offensichtlich  haltlos  erweisen,  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  EMRK  ersichtlich sind, die den Beschwerdeführenden in Schweden drohen (Art.  83 Abs. 3 AuG), dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass dies für Schweden offensichtlich nicht zutrifft, dass  auch  keine  individuellen Wegweisungshindernisse  ersichtlich  sind,  die den Vollzug der Wegweisung nach Schweden  im heutigen Zeitpunkt  als unzumutbar erscheinen lassen,                 dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), dass das BFM somit den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet  hat  und  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1­4 AuG), dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist, dass  der  Antrag  auf  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  aufgrund  des  Direktentscheides  in  der  Sache  und  des  Umstandes,  wonach  der  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), gegenstandslos  ist, dass  das  in  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  infolge Aussichtslosigkeit  der Rechtsbegehren  trotz  allfällig  bestehender  Bedürftigkeit abzuweisen ist und die Verfahrenskosten von Fr. 600.­ den  Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art.  1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 

E­6619/2011 Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht   [VGKE,  SR  173.320.2]), dass  der  Antrag,  die  zuständigen  Behörden  seien  vorsorglich  anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimatstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen  und  die  Beschwerdeführenden  seien  bei  einer  eventuell  bereits  erfolgten  Datenweitergabe  in  einer  separaten  Verfügung  zu  informieren,  abzuweisen  ist,  da  aus  Akten  keine  entsprechenden  Anhaltspunkte  zu  entnehmen sind     (Art. 97 AsylG). (Dispositiv nächste Seite)

E­6619/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  wird  abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Der Antrag, die zuständigen Behörden seien vorsorglich anzuweisen, die  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimatstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen  und  die  Beschwerdeführenden  seien  bei  einer  eventuell  bereits  erfolgten  Datenweitergabe  in  einer  separaten  Verfügung  zu  informieren,  wird  abgewiesen. 5.  Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, an das BFM und an das  Migrationsamt des Kantons D._______.  Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Bruno Huber Jonas Tschan Versand:

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