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Bundesverwaltungsgericht 08.08.2011 E-4239/2011

August 8, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·973 words·~5 min·2

Summary

Vollzug der Wegweisung | Vollzug der Wegweisung (Flughafenverfahren); Verfügung des BFM vom 26. Juli 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­4239/2011 Urteil   v om   8 .   Augus t   2011     Besetzung Einzelrichter Bruno Huber, mit Zustimmung Richter Robert Galliker;  Gerichtsschreiber Nicholas Swain. Parteien A._______, geboren (…), Sri Lanka,   vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer, Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Vollzug der Wegweisung (Flughafenverfahren);  Verfügung des BFM vom 26. Juli 2011 / N _______.

E­4239/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest  dass der Beschwerdeführer am 11. Juli 2011 im Flughafen B._______ ein  Asylgesuch stellte, dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 11. Juli 2011  die Einreise  in die Schweiz  vorläufig  verweigerte und  für die Dauer  von  maximal 60 Tagen der Transitbereich des Flughafens als Aufenthaltsort  zuwies, dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  12.  Juli  2011  und  der  direkten  Anhörung  vom  21.  Juli  2011  zur  Begründung  seines Asylgesuchs im Wesentlichen vorbrachte, er sei tamilischer Ethnie  und stamme aus C._______, Distrikt D._______, Sri Lanka, dass  sein  Vater  im  Jahre  2004  den  Tigers  (Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam,  kurz:  LTTE)  beigetreten  und  im  Jahre  2006  von  Regierungssoldaten erschossen worden sei, dass er (der Beschwerdeführer) einmal von Behördenvertretern zu seinen  Kontakten mit den Tamil Tigers befragt worden sei  dass er aus Angst davor, ebenfalls getötet zu werden, im November 2007  Sri Lanka auf dem Seeweg verlassen und sich in der Folge bis zu seiner  Reise  in  die  Schweiz  in  einem  ihm  unbekannten Drittland, mutmasslich  Indien, aufgehalten habe, dass er dort in einem Tea­Shop gearbeitet und gewohnt habe, dass er etwa drei Monate vor seiner Einreise in die Schweiz mit der Bahn  in  eine  ihm  unbekannte  Stadt  gefahren  und  von  dort  mit  einem  vom  Schlepper  beschafften  Reisepapier  auf  dem  Luftweg  in  den  Flughafen  B._______ gelangt sei, dass  der  Beschwerdeführer  zur  Stützung  seiner  Vorbringen  einen  Geburtsschein in Kopie einreichte,   dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  vom 26. Juli 2011 – eröffnet am 27. Juli 2011 – ablehnte,  feststellte, er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  und  die  Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  B._______  sowie  deren  Vollzug  anordnete,

E­4239/2011 dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  vermöchten  den  Anforderungen  an die Glaubhaftigkeit im Sinne von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standzuhalten, dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür ergeben würden, dem  Beschwerdeführer  drohe  im  Falle  der  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  eine  durch  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung, dass sich die allgemeine Sicherheitslage in Sri Lanka deutlich entspannt  habe  und  eine  Rückkehr  in  den  Norden  Sri  Lankas  als  grundsätzlich  zumutbar zu erachten sei, dass  der  Beschwerdeführer  unglaubhafte  Aussagen  zu  seiner  individuellen  Situation  gemacht  und  dadurch  seine  Mitwirkungspflicht  verletzt habe, dass er jung und gesund sei und über berufliche Erfahrung verfüge,   dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seines  Rechtsvertreters  vom  29. Juli  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob und in materieller Hinsicht beantragt, die Ziffern 4 und  5 der vorinstanzlichen Verfügung seien aufzuheben und die Sache sei zur  Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass  das  Bundesamt  anzuweisen  sei,  sämtliche  Herkunftsländerinformationen offenzulegen, auf welche es sich in seinem  Entscheid stütze, dass  eventualiter  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei, dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  ersucht, dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten verwiesen und − soweit  entscheidwesentlich  −  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  darauf  eingegangen wird,

E­4239/2011 und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52  VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  sich  die  Beschwerdebegehren  in  materieller  Hinsicht  auf  die  Anfechtung des Wegweisungsvollzugs beschränken, dass die Verfügung des BFM vom 26. Juli 2011 demnach hinsichtlich der  Dispositiv­Ziffern  1  (Flüchtlingseigenschaft)  und  2  (Ablehnung  des  Asylgesuchs) in Rechtskraft erwachsen ist und auch die Wegweisung als  solche nicht mehr zu überprüfen ist, dass  Gegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  somit  einzig  die  Frage  bildet, ob die Wegweisung zu vollziehen oder ob an Stelle des Vollzugs  eine vorläufige Aufnahme anzuordnen ist,

E­4239/2011 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde,  dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  UEBERSAX/RUDIN/HUGI YAR/GEISER [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel  2009, Rz. 11.148), dass  nebst  der  Zulässigkeit  die  Zumutbarkeit  und  die  Möglichkeit  des  Vollzugs  (Art.  44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  AuG)  grundsätzlich  von  Amtes  wegen  zu  prüfen  sind,  diese  Untersuchungspflicht  jedoch  nach  Treu  und  Glauben  ihre  Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  der  beschwerdeführenden Person  findet  (Art. 8 AsylG), die  im Übrigen auch  die  Substanziierungslast  trägt  (Art.  7  AsylG),  und  es  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  möglichen Herkunftsländern zu forschen, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 

E­4239/2011 Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser  massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoule­ment  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet  und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im  Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105)  und der Praxis  zu Art. 3 EMRK ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­ oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass  dem  in  Kopie  eingereichten  Geburtsschein  keinerlei  Beweiswert  zukommt und folglich die Identität des Beschwerdeführers nicht feststeht,  dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  im  erstinstanzlichen Verfahren mangelhaftes Wissen zu seiner angeblichen  Herkunftsregion  D._______  offenbart  hat,  und  seine  Ausführungen  zu  seiner  persönlichen  und  zur  familiären  Situation  als  äusserst  vage  und  unplausibel und damit als unglaubhaft zu bewerten sind, dass  ferner  aus den  realitätsfremden und ausweichenden Angaben des  Beschwerdeführers  zu  seinem  Aufenthaltsort  zwischen  November  2007  und  der  Gesuchseinreichung  in  der  Schweiz  sowie  zu  den  Reiseumständen  und  aus  der  Nichtabgabe  des  verwendeten  Reisepapiers  der  Schluss  zu  ziehen  ist,  dass  er  seinen  tatsächlichen  Aufenthaltsort  in  diesem  Zeitraum  und  die  wahren  Reiseumstände  zu  verschleiern sucht,

E­4239/2011 dass  der  Beschwerdeführer  demnach  weder  seine  angebliche  Herkunft  aus  der  Region  D._______  noch  das  Vorliegen  individueller  Wegweisungshindernisse glaubhaft zu machen vermag, dass er die ihm obliegende Mitwirkungspflicht in grober Weise verletzt hat  und  es  nicht  Aufgabe  der  Asylbehörden  ist,  näher  nach  allfälligen  weiteren  Wegweisungshindernissen  in  seinem  angeblichen  Heimatland  zu forschen, dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu  erachten ist, dass die Ausführungen in der Beschwerdeeingabe nicht geeignet sind, zu  einer anderen Einschätzung zu führen, dass  in  Anbetracht  der  fehlenden  Glaubhaftmachung  von  Wegweisungshindernissen  die  Rüge  des  Beschwerdeführers,  die  Vorinstanz  habe  ihren  Entscheid  in  Verletzung  der  im  publizierten  Entscheid  BVGE  2010/54  aufgestellten  Grundsätze  auf  eine  von  der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  abweichende  Einschätzung  der  Lage in Sri Lanka abgestützt, nicht gehört werden kann,  dass sich ebenso der Einwand, das BFM habe durch die ungenügende  Spezifizierung der Quellen, auf welche sie ihre Lageeinschätzung stütze,  die  Begründungspflicht  verletzt,  als  unbegründet  erweist,  zumal  die  Beschwerdeeingabe  vom  29.  Juli  2011  zeigt,  dass  es  ihm  durchaus  möglich war, die Verfügung des BFM sachgerecht anzufechten und sich  mit dessen Würdigung auseinanderzusetzen. dass  folglich  der  Antrag,  das  Bundesamt  sei  anzuweisen,  seine  Herkunftsländerinformationen offenzulegen, abzuweisen ist,    dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der  Beschaffung  allenfalls  benötigter  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung zu bestätigen ist,

E­4239/2011 dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass mit dem Entscheid  in der Hauptsache ohne vorgängige  Instruktion  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  hinfällig wird, dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  unbesehen  der behaupteten Bedürftigkeit  (eine entsprechende Bestätigung  liegt der  Beschwerde  nicht  bei)  abzuweisen  ist,  da  die Begehren  – wie  sich  aus  den  vorstehenden Erwägungen  ergibt  –  als  aussichtslos  zu  bezeichnen  waren,  dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.−  (Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,                 SR  173.320])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

E­4239/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG wird abgewiesen. 3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.−  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers,  das  BFM und das Migrationsamt des Kantons B._______. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Bruno Huber Nicholas Swain Versand:

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