Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 04.08.2011 D-4251/2011

August 4, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,041 words·~5 min·3

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch (Papierlosigkeit) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. Juli 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4251/2011 Urteil   v om   4 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;   Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr. Parteien A._______, geboren am (…), Nigeria,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 20. Juli 2011 / N (…).

D­4251/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer  am  21. März  2011  in  der  Schweiz  um Asyl  nachsuchte, wobei er keine Identitätspapiere einreichte, dass er anlässlich der Erstbefragung  im Transitzentrum B._______ vom  14. April  2011  und  der  Anhörung  nach Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das BFM vom 18. Juli 2011  im  Wesentlichen  angab,  er  habe  seit  jeher  im  Dorf  C._______  (D._______) gelebt,  dass E._______  im Jahr 2008 zum Gouverneur von D._______ gewählt  worden sei, womit die Dorfbewohner von C._______ nicht einverstanden  gewesen  seien,  weshalb  es  zu  Kämpfen  mit  den  Bewohnern  des  Nachbardorfes  F._______  gekommen  sei,  an  denen  auch  er  beteiligt  gewesen sei, dass die Auseinandersetzungen  im März 2010  ihren Höhepunkt erreicht  hätten,  als  die  Dorfbewohner  von  C._______  in  F._______  mehrere  Menschen getötet und Häuser niedergebrannt hätten,  dass ihr Haus bei einem Gegenangriff der Bewohner von F._______ am  15. März  2010  (vgl.  Vorakten  A6  S. 3)  beziehungsweise  am  16. März  2010 (vgl. A15 S. 6) angezündet und sein Vater dabei getötet worden sei,  respektive  er  davon  ausgehe,  dass  der  Vater  verstorben  sei,  da  er  ihn  seither nicht mehr gesehen habe (vgl. A15 S. 6 und 9),  dass er sich in der Folge zur Ausreise entschlossen habe,  dass  er  Nigeria  am  31. Dezember  2010  verlassen  habe  und  via  G._______ und ihm unbekannte Länder in die Schweiz gelangt sei, wobei  er  auf  der  ganzen Reise,  für  die  er  nichts  bezahlt  habe,  nie  kontrolliert  worden sei,  dass  er  keine  Identitätsdokumente  einreichen  könne,  nie  einen  Pass  besessen  und  die  Identitätskarte  während  des  Aufruhrs  im  März  2010  verloren  habe  (vgl.  A6  S. 4),  beziehungsweise  er  nur  eine Wählerkarte  gehabt habe, die im Laufe der Auseinandersetzungen verloren gegangen  sei (vgl. A15 S. 3 und 5),  dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  auf  die  Protokolle  bei  den  Akten  verwiesen wird (vgl. A6 und A15),

D­4251/2011 dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  20. Juli  2011  –  eröffnet  am  26. Juli  2011 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,  dass  der  Beschwerdeführer  dagegen  mit  handschriftlich  ergänzter,  vorgedruckter Eingabe  vom 29. Juli  2011  (Datum Poststempel;  Eingabe  datiert  vom  27. Juli  2011)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob,  worin  um  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  um  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  Gewährung  des  Asyls,  eventualiter  um  Feststellung  der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  und  um  Gewährung  der  vorläufigen Aufnahme ersucht wurde, dass  im Weiteren um vorsorgliche Anweisung an die Vollzugsbehörden,  die  Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimatstaat  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  denselben  zu  unterlassen,  eventualiter  um  Anweisung  an  die  Vorinstanz,  eine  allenfalls  bereits  erfolgte  Datenweitergabe offenzulegen, ersucht wurde, dass  zudem  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses  ersucht wurde,  dass auf die Beschwerdevorbringen – soweit notwendig – im Rahmen der  nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  2. August  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 VwVG), und zieht in Erwägung,  dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

D­4251/2011 dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen  einzutreten  ist  (Art. 108 AsylG  sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG  und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),  dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),  dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten  ist, wobei bei  Nichteintretensentscheiden  gestützt  auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a  und Abs. 3  AsylG  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  zum  Prozessgegenstand  gehört  (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),  dass mithin auf den Antrag in der Beschwerdeschrift, das Asylgesuch sei  gutzuheissen, nicht einzutreten ist,  dass  indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  volle Kognition zukommt,  dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt – um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet wurde,  dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innert  48 Stunden  nach  Einreichung des Gesuchs Reise­ oder Identitätspapiere abgeben,  dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylgesuchsteller  glaubhaft  machen  können,  dass  sie  dazu  aus  entschuldbaren Gründen 

D­4251/2011 nicht  in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  oder  zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art. 32  Abs. 3  AsylG),  dass  der  Beschwerdeführer  es  trotz  entsprechender  Aufforderung  unterliess, Dokumente zu seiner Identifizierung abzugeben,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  zur  Papierlosigkeit  widersprüchlich  äusserte, indem er bei der Erstbefragung angab, über eine Identitätskarte  verfügt zu haben  (vgl. A6 S. 4), dies bei der Anhörung  jedoch verneinte  und  vorbrachte,  lediglich  eine  Wählerkarte  besessen  zu  haben,  die  er  indes verloren habe (vgl. A15 S. 3 und 5),  dass  die  Erklärungen  des  Beschwerdeführers,  er  sei  ohne  jegliche  Papiere  von  Nigeria  in  die  Schweiz  gelangt  und  niemals  kontrolliert  worden, angesichts der durch mehrere Länder führenden Reiseroute und  der  strengen  Kontrollen  an  wichtigen  Grenzübergängen  wie  den  Schengen­Aussengrenzen nicht glaubhaft erscheinen,  dass  auch  die  gänzlich  unsubstanziierten  Angaben  des  Beschwerdeführers  zur  Reiseroute  und  den  Transportmitteln  nicht  zu  seiner Glaubwürdigkeit beitragen,  dass überdies nicht  realistisch erscheint, dass der Beschwerdeführer  für  die lange Reise nichts habe bezahlen müssen (vgl. A15 S. 4),  dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Versäumnis,  rechtsgenügliche Identitätsdokumente einzureichen, vorliegen,  dass  sodann  die  Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  seinen  Heimatstaat  wegen  der  andauernden  Kämpfe  zwischen  den  verfeindeten  Dörfern  verlassen  zu  haben,  zutreffend mangels  Substanz  (insbesondere  bezüglich  der  Beteiligung  an  den  Angriffen  auf  das  Dorf  F._______)  und  aufgrund  von  Widersprüchen  und  Ungereimtheiten –  beispielsweise  hinsichtlich  der  angeblichen  Ermordung  des  Vaters  (Tötung am 15. März 2010  [vgl. A6 S. 3]  beziehungsweise am 16. März  2010 [vgl. A15 S. 6] respektive Annahme, dass der Vater getötet worden  sei, da er ihn seit dem 16. März 2010 nicht mehr gesehen habe [vgl. A15  S. 6  und  9])  und  der  Ausreisegründe  (lediglich  bei  der  Erstbefragung 

D­4251/2011 vorgebrachter Befehl des Gouverneurs zur Verhaftung aller Jugendlicher  [vgl. A6 S. 5]) – als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG erachtet hat, dass hierzu auf die zu bestätigenden Erwägungen  in der angefochtenen  Verfügung verwiesen werden kann,  dass  sich  die  Argumente  in  der  Beschwerdeschrift  im  Wesentlichen  in  einer  Wiederholung  der  anlässlich  der  Befragungen  gemachten  Vorbringen  bezüglich  der  Tötung  des  Vaters  erschöpfen,  und  der  Beschwerdeführer  damit  weder  die  vom  BFM  aufgezeigten  Mängel  zu  beheben vermag noch eine asylrechtlich relevante Verfolgung begründen  kann,  dass somit  keine Abklärungen  im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG  notwendig erscheinen,  dass  das  Bundesamt  demzufolge  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,  dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  die  gesetzliche  Regelfolge  des  Nichteintretens auf ein Asylgesuch  ist  (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wenn sich  der  Asylsuchende  nicht  im  Besitz  einer  fremdenpolizeilichen  Aufenthaltsbewilligung befindet,  dass der Beschwerdeführer über keine derartige Bewilligung verfügt und  auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, weshalb die  von  der  Vorinstanz  ausgesprochene  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  bestätigen  ist  (vgl.  BVGE  2008/34 E. 9.2 S. 510),  dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]),  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

D­4251/2011 dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),  dass der Wegweisungsvollzug vorliegend in Beachtung dieser völker­ und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in  Art. 5  Abs. 1  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­ Refoulements keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte  für eine  menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimatstaat  droht,  dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  für  Ausländer  als  unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),  dass  in  Nigeria  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  oder  kriegerischen  Auseinandersetzungen  ausgegangen  werden  kann,  aufgrund derer die Bevölkerung konkret gefährdet wäre,  dass sich in den Akten auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür finden,  dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr aus individuellen Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende Situation geraten würde,  dass  sich  aus  den  vorinstanzlichen  Akten  ergibt,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  am  (…)  bei  einer  tätlichen  Auseinandersetzung  im  Transitzentrum B._______ eine (Verletzung) zugezogen hat (vgl. A4),  dass  er  diesbezüglich  operativ  behandelt wurde  und  gemäss Aktenlage  keine Nachbehandlungen notwendig sind (vgl. A5), so dass nicht auf eine  medizinische Notlage geschlossen werden kann, die im Heimatstaat nicht  behandelbar wäre, und dem Beschwerdeführer im Übrigen zuzumuten ist,  sich  für  allfällige  zukünftige  Kontrollen  an  die  medizinischen  Einrichtungen in seinem Heimatland zu wenden,

D­4251/2011 dass sich der Vollzug der Wegweisung des (…) Beschwerdeführers, der  gemäss  eigenen Angaben  bis  zu  seiner  Ausreise  in Nigeria  gelebt  hat,  somit mit  den  dortigen Verhältnissen  bestens  vertraut  ist  und  über  eine  (…) Schulbildung und mehrjährige Erfahrung im (Handel) verfügt (vgl. A5  S. 2), somit als zumutbar erweist (Art. 83 Abs. 4 AuG),  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem  Beschwerdeführer  obliegt,  bei  der  Beschaffung  allenfalls  benötigter  Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  dass  somit  keine  Wegweisungshindernisse  vorliegen,  weshalb  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  nicht  in  Betracht  fällt  und  der  Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,  dass  die  angefochtene Verfügung demnach weder Bundesrecht  verletzt  noch  unangemessen  ist,  und  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  von  der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art. 106  AsylG),  weshalb sie zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen ist, soweit auf  diese einzutreten ist,  dass sich das Gesuch um Erlass vorsorglicher und anderer Massnahmen  als gegenstandslos erweist, da der Beschwerdeentscheid sofort getroffen  wird,  dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses mit  vorliegendem Urteil  ohne  vorgängige  Instruktion  ebenfalls gegenstandslos geworden ist,  dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aussichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG –  ungeachtet  der  allfälligen  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers –  abzuweisen ist,  dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 Abs. 1  VwVG).  (Dispositiv nächste Seite)

D­4251/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30 Tagen  nach  Versand  des  vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Martin Zoller Susanne Burgherr Versand:

D-4251/2011 — Bundesverwaltungsgericht 04.08.2011 D-4251/2011 — Swissrulings