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Bundesverwaltungsgericht 04.08.2011 D-4247/2011

August 4, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·961 words·~5 min·2

Summary

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 21. Juli 2011

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4247/2011 Urteil   v om   4 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann. Parteien A._______, geboren (…), B._______, geboren (…), Turkmenistan,  (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­ Verfahren); Verfügung des BFM vom 21. Juli 2011 / N _______.

D­4247/2011 Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht  (BGG,  SR 173.110), des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 1999 (BV, SR 101), der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische  Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101), des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), des  Abkommens  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]), der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO),

D­4247/2011 der Verordnung  (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September  2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin­II­VO (DVO Dublin), des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2), stellt fest, dass die Beschwerdeführenden am 6. Juni 2011 in der Schweiz um Asyl  nachsuchten, dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  21.  Juli  2011  –  eröffnet  am  27.  Juli  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  nicht  eintrat  und  die  Beschwerdeführenden  nach  Spanien  wegwies,  wobei  es  festhielt,  einer  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  komme keine aufschiebende Wirkung zu, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  29.  Juli  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  Formularbeschwerde  in  englischer  Sprache  mit  handschriftlichen  Ergänzungen  in  deutscher  Sprache  erhoben  und  beantragten,  die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  sei  anzuerkennen  und  es  sei  Asyl  zu  gewähren,  es  sei  festzustellen,  dass  der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei,  und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass  sie  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG, um Verzicht auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses,  eventualiter  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung,  um  Anweisung  an  die  zuständige  Behörde,  die  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen,  und  eventualiter  um  Information  in  einer  separaten  Verfügung,  falls  eine  Datenweitergabe  bereits  erfolgt  sei,  ersuchten, dass sie ihrer Eingabe eine Fürsorgebestätigung vom 29. Juli 2011, eine  ausführliche Asylbegründung in kyrillischer Schrift vom 29. Juli 2011, ein  Referenzschreiben  in  spanischer Sprache von X._______ vom 11. April 

D­4247/2011 2011,  eine  Kopie  der  portugiesischen  Identitätskarte  von  X._______  sowie  eine  Petition  der  (…)  mit  Hinweisen  auf  Menschenrechtsverletzungen  in  Turkmenistan  vom  11.  April  2011  samt  Unterschriftenbogen beilegten, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  2.  August  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass  kein  solches  Auslieferungsbegehren  vorliegt,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht vorliegend endgültig entscheidet, dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde –  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  die  Beschwerde  zwar  nicht  vollständig  in  einer  Amtssprache  des  Bundes abgefasst ist (Art. 70 Abs. 1 BV), dass  auf  die  Ansetzung  einer  Frist  zur  Beschwerdeverbesserung  indessen  verzichtet  werden  kann,  da  der  in  Englisch  vorliegenden  Formularbeschwerde genügend klare Rechtsbegehren und den ohnehin  in  deutscher Sprache eingereichten handschriftlichen Ergänzungen eine  diesbezüglich sinngemässe Begründung zu entnehmen sind, dass  die  Beschwerdeführenden  zwar  mit  dem  verwendeten  Beschwerdeformular  ein  Rechtsbegehren  stellen,  das  formell  auf 

D­4247/2011 Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  Asylgewährung  lautet,  was  gar nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung  ist, weshalb darauf  nicht  einzutreten  ist,  indessen  auf  die  Ansetzung  einer  Frist  zur  Verbesserung  dieses  fehlerhaften  Antrages  verzichtet  werden  kann,  da  aus  dem  Sachzusammenhang  und  der  handschriftlichen  Beschwerdebegründung  hinlänglich  klar  wird,  dass  die  Beschwerdeführenden  sinngemäss  das  Eintreten  auf  ihre  Asylgesuche  und die Aufhebung der Wegweisung nach Spanien beantragen wollen, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs.  1 AuG, dass  eine  entsprechende Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss, dass  dementsprechend  die  Anordnung  von  Ersatzmassnahmen  respektive  die  Feststellung  von  diesen  zugrundeliegenden  Vollzugshindernissen  auch  nicht  Gegenstand  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens sein kann, dass deshalb auf  die Beschwerde ebenfalls  nicht  einzutreten  ist,  soweit  darin beantragt wird, es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 

D­4247/2011 Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass den Beschwerdeführenden gestützt auf die Tatsache, dass sie am  18. April 2011 (beziehungsweise der Beschwerdeführer zusätzlich bereits  am 19. September 2010  [vgl. A5, S. 7])  in Spanien registriert  respektive  daktyloskopiert  worden  waren  und  um  Asyl  nachsuchten,  am  23.  Juni  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  (…)  das  rechtliche  Gehör  zum  bevorstehenden  Nichteintretensentscheid,  zur  Zuständigkeit  Spaniens und zur Wegweisung nach Spanien gewährt wurde, dass  der  Beschwerdeführer  dabei  geltend  machte,  er  habe  in  Spanien  bewusst  darauf  verzichtet,  ein  Asylgesuch  einzureichen,  da  solche  dort  nicht  korrekt  geprüft  und  ihn  die  spanischen  Behörden  ohne  Anhörung  wieder nach Turkmenistan zurückschaffen würden (vgl. A5, S. 6 ff.), dass die Beschwerdeführerin diesbezüglich zu Protokoll gab, sie habe in  Spanien  kein  Asylgesuch  eingereicht,  wisse  nicht,  warum  sie  dort  registriert  worden  sei,  und  sei  mit  einer  Rückkehr  nach  Spanien  nicht  einverstanden (vgl. A6, S. 5 f.), dass das BFM gestützt auf die Aussagen der Beschwerdeführenden und  die  oben erwähnten EURODAC­Treffer  am 6.  Juli  2011 an Spanien ein  Ersuchen um Übernahme der Beschwerdeführenden stellte, dass Spanien am 18. Juli 2011 dem Ersuchen um Übernahme zustimmte, dass  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  ausführte,  weshalb  Spanien  für  die  Durchführung  der  Asylverfahren  zuständig ist, dass  die  Beschwerdeführenden  in  ihrer  Eingabe  vom  29.  Juli  2011  Ausführungen  über  die  Unzulänglichkeiten  des  spanischen  Asylverfahrens machten, dass  sie  weiter  Asylvorbringen  betreffend  ihre  Heimat  Turkmenistan  vorbrachten, dass  sie  es  jedoch  unterliessen,  explizit  auf  die  Erwägungen  der  Vorinstanz einzugehen,

D­4247/2011 dass  die  Einwände  der  Beschwerdeführenden  gegen  den  vorinstanzlichen Entscheid indessen unbehelflich sind, da es gemäss den  Zuständigkeitsregeln der Dublin­II­VO nunmehr in der Verantwortung von  Spanien  liegt,  die  Asylverfahren  betreffend  die  Beschwerdeführenden  nach  den  geltenden  völkerrechtlichen  Regeln  und  Standards  durchzuführen  und  dabei  eine  allfällige  für  die  Flüchtlingseigenschaft  relevante oder unter  dem Aspekt  des Schutzes der Menschenrechte  zu  beachtende Gefährdung der Beschwerdeführenden zu prüfen, dass  aus  den  Ausführungen  der  Beschwerdeführenden  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  zu  schliessen  ist,  dass  sie  –  entgegen  ihren  Aussagen im EVZ – in Spanien um Asyl nachgesucht hatten, dass  Spanien  sowohl  Signatarstaat  der  Flüchtlingskonvention  als  auch  der Europäischen Menschenrechtskonvention ist, dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Spanien  nicht an die daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen hält, dass  daher  keine  Veranlassung  besteht,  die  Bestimmung  über  das  Selbsteintrittsrecht im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO anzuwenden, dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der Vorinstanz  in  der  angefochtenen Verfügung  verwiesen  werden kann, dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu  Recht  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten ist, dass an dieser Einschätzung auch die von den Beschwerdeführenden ins  Recht gelegten Beweismittel nichts zu ändern vermögen, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde,

D­4247/2011 dass  es  sich  –  wie  erwähnt  –  beim  Dublin­Verfahren  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen Staat handelt und eine Prüfung von Vollzugshindernissen –  soweit notwendig – bereits im Rahmen des Dublin­Verfahrens stattfinden  muss  (vgl.  vorgehende  Erwägungen),  weshalb  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Spanien  zu  Recht  als  zulässig, zumutbar und möglich erachtete, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun,  inwiefern  die  angefochtenen  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit dem Entscheid  in der Hauptsache die Anträge auf Verzicht auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses,  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden Wirkung und auf Unterlassung der Kontaktaufnahme mit  den  Behörden  des  Heimat­  und  Herkunftsstaats  gegenstandslos  geworden sind, dass  den  Akten  nicht  zu  entnehmen  ist,  es  seien  bereits  Daten  weitergegeben  worden,  weshalb  auf  den  diesbezüglichen  Antrag  auf  Information nicht weiter einzugehen ist, dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG – trotz nachgewiesener prozessualer  Bedürftigkeit  –  infolge Aussichtslosigkeit  abzuweisen  ist  und  die Kosten  des  Verfahrens  von  Fr.  600.­  (Art.  1  –  3  VGKE)  den  Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­4247/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Daniel Stadelmann Versand:

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