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Bundesverwaltungsgericht 02.09.2011 C-4290/2011

September 2, 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·412 words·~2 min·3

Summary

Übriges | Spezialitätenliste, Urteil vom 1. Dezember 2010, Neuverlegung der Kosten und Parteientschädigung

Full text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung III C­4290/2011 Urteil   v om   2 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richterin Franziska Schneider,  Richter Francesco Parrino,    Gerichtsschreiber Marc Wälti. Parteien A._______,   vertreten durch Y._______, Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Gesundheit BAG, Direktionsbereich,  Schwarzenburgstrasse 165, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Spezialitätenliste, Urteil vom 1. Dezember 2010,  Neuverlegung der Kosten und Parteientschädigung.

C­4290/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  1.  Dezember  2010   eine  Beschwerde  der  Beschwerdeführerin  vom  5.  Mai  2008  gegen  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom  3.  April  2008  abgewiesen  hat  (Beschwerdeverfahren  C­_______  betr.  Abweisung  eines  Gesuchs  um  Aufnahme des Arzneimittels D._______ in die Spezialitätenliste), dass das Bundesverwaltungsgericht die Verfahrenskosten von Fr. 8'000.­  der  Beschwerdeführerin  auferlegt  und  mit  dem  zuvor  geleisteten  Kostenvorschuss von ebenfalls Fr. 8'000.­ verrechnet hat, dass  es  entsprechend  dem  Verfahrensausgang  zudem  keine  Parteientschädigung zugesprochen hat, dass  das  Bundesgericht  eine  gegen  diesen  Entscheid  gerichtete  Beschwerde  mit  Urteil  vom  11.  Juli  2011  teilweise  gutgeheissen,  den  Entscheid vom 1. Dezember 2010 und die Verfügung der Vorinstanz vom  3. April 2008 aufgehoben, die Sache zum Erlass einer neuen Verfügung  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  und  das  Bundesverwaltungsgericht  angewiesen  hat,  die  Kosten  und  die  Parteientschädigung  des  vorangegangenen Beschwerdeverfahrens (C­_______) neu festzusetzen, dass  damit  erneut  über  die  Kosten  des  Verfahrens  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  sowie  eine  allfällige  Parteientschädigung  für  dieses Verfahren zu befinden ist, dass  die  Verfahrenskosten  in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei  aufzuerlegen sind, wobei die Kosten bei einem nur teilweisen Unterliegen  zu  reduzieren  sind  oder  ausnahmsweise  ganz  erlassen werden  können  (Art.  63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]), dass  sich das Ausmass des Obsiegens bzw. Unterliegens nach den  im  Beschwerdeverfahren  gestellten  Rechtsbegehren  richtet,  wobei  es  unbeachtlich  ist,  ob  die  Begehren  in  Haupt­  und  Eventualbegehren  aufgeteilt worden sind (MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/ St. Gallen 2008, Rz. 13 zu Art. 63), dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift vom 5. Mai 2008  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  in  erster  Linie  die  Aufnahme des Arzneimittels D._______ in die Spezialitätenliste beantragt 

C­4290/2011 hat, subsubeventualiter aber auch die Rückweisung an die Vorinstanz zur  Neubeurteilung, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  angesichts  des  Urteils  des  Bundesgerichts  vom  11.  Juli  2011  dem  Subsubeventualbegehren  der  Beschwerdeführerin  hätte entsprechen,  die Beschwerde gutheissen und  die Sache an die Vorinstanz zurückweisen müssen,  dass unter diesen Umständen die Beschwerdeführerin  im Verfahren vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  als  obsiegende,  die  Vorinstanz  als  unterliegende Partei zu gelten hat, dass  daher  der  Beschwerdeführerin  für  das  Beschwerdeverfahren  C­ _______  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  sind  und  der  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 8'000.­ zurückzuerstatten ist, dass  der  Vorinstanz  keine  Verfahrenskosten  auferlegt  werden  können  (Art. 63 Abs. 2 VwVG),  dass der obsiegenden Partei eine Entschädigung für die ihr erwachsenen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten  zuzusprechen  ist,  die  von der Vorinstanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 2 VwVG und Art. 7 Abs. 1  des  Reglementes  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]), dass  die  der  obsiegenden,  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführerin  zuzusprechende Parteientschädigung mangels Kostennote aufgrund der  Akten zu bestimmen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE), dass  in  Anwendung  der  genannten  Bestimmungen  und  unter  Berücksichtigung  des  gebotenen  anwaltlichen  Aufwands  eine  Parteientschädigung  für  das  Beschwerdeverfahren  C­_______  von  Fr.  10'000.­ (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint, dass im vorliegenden Verfahren (C­4290/2011) keine Kosten zu erheben  sind (Art 63 Abs. 2 VwVG) und keine Parteientschädigung zuzusprechen  ist (Art. 7 Abs. 4 VGKE).

C­4290/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Für  das  Beschwerdeverfahren  C­_______  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr.  8'000.­  wird  der  Beschwerdeführerin  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Entscheids zurückerstattet. Die  Beschwerdeführerin  wird  gebeten,  dem  Bundesverwaltungsgericht  die gewünschte Zahlungsstelle bekannt zu geben. 2.  Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  Beschwerdeverfahren  C_______eine  Parteientschädigung  von  Fr.  10'000.­  zugesprochen,  die  von der Vorinstanz zu leisten ist. 3.  Für  das  vorliegende  Verfahren  C­4290/2011  werden  keine  Kosten  erhoben und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr._______; Gerichtsurkunde) – das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Stefan Mesmer Marc Wälti

C­4290/2011 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat  die  Begehren,  deren  Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

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