Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 02.11.2011 E-7667/2010

2. November 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,128 Wörter·~6 min·3

Zusammenfassung

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 3. September 2010

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­7667/2010 Urteil   v om   2 .   No v embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Markus König,   Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A. _______, geboren am (…), Sri Lanka,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 3. September 2010 / N (…).

E­7667/2010 Sachverhalt: A.  Der  Beschwerdeführer  ersuchte  mit  englischsprachiger  Eingabe  vom  22. April  2008  bei  der  Schweizerischen  Vertretung  in  Colombo  um  Gewährung von Asyl. Mit Schreiben vom 6. Mai 2008 wurde er von der  Schweizerischen  Vertretung  aufgefordert,  seine  Gesuchsgründe  zu  substanziieren und Beweismittel vorzulegen. Am 22. Mai 2008 reichte der  Beschwerdeführer  eine  ergänzende  Eingabe  bei  der  Schweizerischen  Vertretung  ein.  Mit  Schreiben  vom  8. Juni 2010  räumte  das  BFM  dem  Beschwerdeführer die Gelegenheit zur Gesuchsergänzung ein und  teilte  ihm  unter  anderem  mit,  dass  es  eine  Anhörung  an  der  Botschaft  für  unnötig  halte.  Mit  Schreiben  vom  2. Juli  2010  brachte  der  Beschwerdeführer  ergänzende  Gesuchsgründe  vor  und  reichte  verschiedene Dokumente und eine Fotografie zu den Akten. Zur  Begründung  seines  Gesuches  machte  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen folgende Gründe geltend: Er sei Tamile und habe seit 1995  in  B.  _______,  zuvor  in  C.  _______  gelebt.  Am  15. Mai  1997  sei  er  verhaftet  und  24 Stunden  gefangen  gehalten worden. Am 6. November  2007  sei  er  vom Criminal  Investigation  Department  (CID)  verhaftet  und  drei Tage festgehalten worden. Nach der Freilassung sei er immer wieder  von  der  Polizei  schikaniert  und  einmal  von  der  Armee  eine  Nacht  festgehalten  worden.  Darauf  sei  er  vor  paramilitärischen Gruppen  nach  Colombo geflohen, aber auch dort von Unbekannten gesucht und am 1.  Januar  2008  vom CID  festgenommen worden. Während der Haft  sei  er  gefoltert  worden.  Nach  einem Monat  sei  er  vor  ein  Gericht  (Magistrate  Court)  gestellt  und  am  29. Januar  2008  freigelassen  worden.  Danach  habe ihm ein tamilischsprachiger Offizier mit Erschiessen gedroht, falls er  Colombo nicht verlasse. Aus Furcht habe er sich anschliessend nach B.  _______  und  von  da  weiter  nach  D.  _______  im  Distrikt  E.  _______  begeben. In B. _______ könne er nicht bleiben, weil er oder seine Kinder  sonst  Gefahr  liefen,  von  den  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE)  zwangsweise rekrutiert zu werden. Am 11. Mai 2008 sei er von einem Polizisten schikaniert worden, der ihn  verdächtigt  habe, mit  einem Bombenanschlag  in Verbindung  zu  stehen.  Der  Polizist  habe  ihn  innerhalb  weniger  Tage  zweimal  zu  Hause  aufgesucht  und  dabei  dem  Grundstückseigentümer  geraten,  den  Beschwerdeführer  zu  vertreiben,  was  dieser  in  der  Folge  auch  getan 

E­7667/2010 habe.  Seither  sei  die  Frau  des  Beschwerdeführers  an  der  bisherigen  Adresse mehrere Male nach dem Verbleib ihres Mannes befragt worden.  B.  Mit Verfügung vom 3. September 2010 – eröffnet am 16. September 2010  – verweigerte  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  die  Einreise  in  die  Schweiz und lehnte sein Asylgesuch ab. C.  Mit englischsprachiger Eingabe vom 5. Oktober 2010  (bei der Botschaft  eingegangen)  erhob  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  und  beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Einreisebewilligung  und  die  Asylgewährung. Gleichzeitig  reichte  er  ein  Schreiben  datiert  vom  28.  September  2010  und  zwei  Fotografien zu den Akten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und  Art. 105 sowie Art. 6 AsylG).

E­7667/2010 1.3. Parteieingaben  in Verfahren  vor  den Behörden des Bundes  sind  in  einer Amtssprache – in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch –  abzufassen  (Art.  70 Abs.  1  der Bundesverfassung  der Schweizerischen  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 33a Abs. 1  VwVG). Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  des  Beschwerdeführers  oder  des  Vertreters  zu  enthalten  (Art.  52  Abs.  1  VwVG).  Die  Beschwerdeschrift  ist  vorliegend  zwar  nicht  in  einer  der  erwähnten  Sprachen  verfasst,  aus  verfahrensökonomischen  Gründen  ist  die  Beschwerde  jedoch  in  der  vorliegenden  Form  entgegenzunehmen.  Der  vorliegende Entscheid ergeht  in deutscher Sprache (vgl. Art. 33a Abs. 2  VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).  1.4. Die  Beschwerde  ist  frist­  und  im  Übrigen  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer  hat  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen,  ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf  die Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden  (Art.  111 Bst.  e AsylG). Da es  sich  vorliegend, wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um eine  solche  handelt,  ist  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  (Art. 111a  Abs. 2  AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf einen  Schriftenwechsel verzichtet.   4.  4.1.  Das  Bundesamt  kann  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen,  wenn  die  asylsuchende  Person  keine  Verfolgung  glaubhaft  machen  kann  oder  ihr  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet  werden  kann  (Art.  3,  7  und  52  Abs.  2  AsylG).  Ist  dagegen  eine 

E­7667/2010 unmittelbare Gefahr  für Leib und Leben oder  für die Freiheit  aus einem  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG glaubhaft gemacht worden oder kann der  asylsuchenden Person der Verbleib am Aufenthaltsort  für die Dauer der  Sachverhaltsabklärung  nicht  zugemutet  werden,  ist  die  Einreise  in  die  Schweiz  zu  bewilligen,  sei  dies  im  Hinblick  auf  die  Anerkennung  als  Flüchtling  und  Asylgewährung,  sei  dies  zur  näheren  Abklärung  des  Sachverhalts (vgl. Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG). 4.2. Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer  Einreisebewilligung  grundsätzlich  restriktiv  zu  handhaben,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum  zukommt.  Neben  der  erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die  Beziehungsnähe  zur  Schweiz,  die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen.  Ausschlaggebend  für  die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der  betroffenen  Personen,  mithin  die  Prüfung  der  Fragen,  ob  eine  Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der  Verbleib  am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung  zugemutet  werden  kann  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 20E. 3 S. 130  f. und Nr. 21 E. 2 S. 136 f., EMARK 2005 Nr. 19 E. 4S. 174 ff.). 5.  Zur  Begründung  seiner  Verfügung  hielt  das  BFM  im Wesentlichen  fest,  wenn  der  Sachverhalt  bereits  aufgrund  der  schriftlichen  Eingaben  entscheidreif  erstellt  sei,  könne  auf  eine  Anhörung  des  Beschwerdeführers  verzichtet  werden,  sofern  ihm  das  rechtliche  Gehör  gewährt werde. Unter Einbezug des Schreibens des Beschwerdeführers  vom 2. Juli 2010 erachte es die Aktenlage als rechtsgenüglich erstellt. 2007 und 2008 sei der Beschwerdeführer einige Male festgenommen und  gefoltert  worden;  dies  sei  aber  nicht  mehr  einreiserelevant,  da  er  bedingungslos  freigelassen  worden  sei  und  keine  Anhaltspunkte  vorlägen,  dass  er  auf Grund  der  erfolgten  Inhaftierungen  in  absehbarer  Zukunft staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sein könnte. Die  Schikanen  und  Drohungen,  die  er  nach  der  Haftentlassung  seitens  Angehöriger  staatlicher  Institutionen  erlebt  habe,  seien  vor  dem  Hintergrund  der  damals  im  Lande  herrschenden  Situation  des 

E­7667/2010 Bürgerkrieges  zu  sehen.  Seither  habe  sich  die  Situation  in  Sri  Lanka  jedoch massgeblich verändert. Seit der Krieg zwischen der sri­lankischen  Regierung  und  den  separatistischen  LTTE  im  Mai  2009  mit  der  Niederlage der LTTE zu Ende gegangen sei,  befinde sich das gesamte  Land  wieder  unter  Regierungskontrolle  und  es  sei  zu  keinen  terroristischen  Aktivitäten mehr  gekommen.  Die  allgemeine  Sicherheits­  und  Menschenrechtslage  sei  zwar  noch  nicht  in  allen  Landesteilen  zufriedenstellend,  doch  die  Anzahl  der  Gewaltereignisse  sei  erheblich  zurückgegangen.  Gemäss  den  Akten  weise  der  Beschwerdeführer  kein  politisches  Profil  auf,  das  ein  Verfolgungsinteresse  der  sri­lankischen  Behörden  wecken  würde.  Angesichts  der  zahlreichen  Gewaltereignisse  der  letzten  Jahre,  von  denen  der  Beschwerdeführer  selber  betroffen  gewesen  sei,  sei  es  zwar  nachvollziehbar,  dass  er  sich  vor  weiteren  Verfolgungsmassnahmen  fürchte  und  das  Land  verlassen  wolle.  Bei  objektivierter  Betrachtungsweise  sei  er  jedoch  nicht  akut  gefährdet.  Würde er nach wie vor verdächtigt, wäre er nach seiner Entlassung aus  der  Untersuchungshaft  zweifellos  längst  wieder  inhaftiert  worden,  da  in  Sri Lanka gegen Personen, die ernsthaft unter dem Verdacht der LTTE­ Unterstützung stünden, konsequent vorgegangen werde. Die  vorgebrachte  Verfolgung  durch  Unbekannte  stelle  eine  Verfolgung  durch Dritte dar, die lediglich dann einreisebeachtlich sei, wenn der Staat  weder  fähig  noch  willens  sei,  seiner  Schutzpflicht  gegenüber  seinen  Bürgern  nachzukommen.  Der  sri­lankische  Staat  sei  aber  grundsätzlich  sowohl  schutzwillig  als  auch  schutzfähig.  Die  Akten  enthielten  keine  Hinweise, die auf Schutzunwilligkeit der zuständigen Behörden hindeuten  würden.  Eine schwierige Lebenssituation und  insoweit  humanitäre Überlegungen  stellten keinen Grund für die Bewilligung der Einreise in die Schweiz dar.  Ebenso  wenig  diene  die  Einreisebewilligung  zum  Ausgleich  erlittenen  Unrechts,  weshalb  auch  die  Folter  während  der  Inhaftierungen  nicht  einreisebeachtlich sei.  Zusammenfassend  sei  festzuhalten,  dass  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  keine  Hinweise  zu  entnehmen  seien,  welche  erwarten  liessen,  dass  er  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  in  naher  Zukunft  von  einreiserelevanter  Verfolgung  betroffen  sein würde  und  auf  den Schutz der Schweiz angewiesen wäre. Die eingereichten Dokumente  vermöchten  an  diesen Erwägungen  nichts  zu  ändern,  stützten  sie  doch  lediglich die Vorbringen.

E­7667/2010 6. Vorweg  ist  festzustellen,  dass  das  BFM  in  casu  den  Sachverhalt  in  Beachtung  der  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  (vgl.  BVGE 2007/30) festgestellt hat. Mit  der  Vorinstanz  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  in  absehbarer  Zukunft  keine  Verfolgungsmassnahmen  der  sri­lankischen  Sicherheitskräfte  zu  befürchten  hat,  da  er  kein  Gefährdungsprofil  aufweist,  er  am  29.  Januar  2008  ohne  weitere  Auflagen  freigelassen  worden ist und sich seit den vorgebrachten Vorkommnissen die Situation  in Sri Lanka massgeblich geändert hat, während eine allfällige Verfolgung  durch  Dritte  infolge  der  Schutzbereitschaft  und  der  Schutzfähigkeit  des  sri­lankischen  Staates  nicht  einreisebeachtlich  ist.  In  diesem  Zusammenhang ist auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu  verweisen.  Zu  ergänzen  bleibt  lediglich,  dass  die  geltend  gemachte  Furcht  vor  Verfolgung  insbesondere  wegen  des  Verdachts,  an  einem  Bombenanschlag  beteiligt  gewesen  zu  sein,  objektiv  unbegründet  erscheint.  Denn  würde  der  Beschwerdeführer  im  Zusammenhang  mit  dem genannten Bombenanschlag  von  den Behörden  gesucht,  hätte  die  Polizei  ihn  längst  verhaftet,  anstatt  dem  Hausbesitzer  zu  raten,  den  Beschwerdeführer  zu  verjagen,  was  dessen  Untertauchen  eigenen  Angaben zufolge veranlasst hat. Das BFM hat  ferner  zu Recht  festgestellt,  dass an  seiner Einschätzung  auch  eine  allfällig  unrechtmässige  Behandlung während  der Haft  nichts  ändert,  da  die  Einreisebewilligung  im  Asylverfahren  der  Abklärung  der  Schutzbedürftigkeit  angesichts  aktueller  Gefährdung  beziehungsweise  der  Schutzgewährung  vor  aktueller  Gefährdung  und  nicht  der  Wiedergutmachung erlittenen Unrechts dient. Auf Beschwerdeebene bestreitet der Beschwerdeführer  im Wesentlichen  die  Schutzwilligkeit  der  sri­lankischen  Behörden  und  führt  aus,  die  sri­ lankische Polizei sei nicht mit derjenigen eines westlichen Landes wie der  Schweiz vergleichbar, vielmehr stelle sie das eigentliche Problem dar. Im  Übrigen geht er auf die Ausführungen des BFM nicht ein und wiederholt  im Wesentlichen  seine Vorbringen  aus  dem  vorinstanzlichen Verfahren.  Daher  erübrigt  es  sich,  darauf  näher  einzugehen.  Insbesondere  liegen  keine  konkreten  Hinweise  vor,  welche  die  generell  anzunehmende 

E­7667/2010 grundsätzliche  Schutzbereitschaft  sri­lankischer  Behörden  in  Frage  stellen würden. 7. Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Schutzbedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  im  Sinne  von  Art.  20  i.V.m.  Art.  3  AsylG  als  nicht  gegeben zu qualifizieren ist und auch keine anderen Gründe die Erteilung  einer Einreisebewilligung indizieren würden. Das BFM hat demnach dem  Beschwerdeführer  zu  Recht  die  Einreise  in  die  Schweiz  verweigert  beziehungsweise dessen Asylgesuch abgelehnt. 8. Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 9. Bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens wären  dem Beschwerdeführer  die  Kosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Aus  verwaltungsökonomischen Gründen und  in Anwendung von Art. 63 Abs.  1 in fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  allerdings  auf  die  Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. (Dispositiv nächste Seite)

E­7667/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  Schweizerische Vertretung in Colombo. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer

E-7667/2010 — Bundesverwaltungsgericht 02.11.2011 E-7667/2010 — Swissrulings