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Bundesverwaltungsgericht 10.02.2012 D-713/2012

10. Februar 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,027 Wörter·~5 min·4

Zusammenfassung

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); Verfügung des BFM vom 26. Januar 2012

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­713/2012 Urteil   v om   1 0 .   Februar   2012 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;  Gerichtsschreiberin Corinne Krüger. Parteien A._______, geboren am (…), Tunesien,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); Verfügung des BFM vom 26. Januar 2012 / N (…).

D­713/2012 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer,  ein  tunesischer  Staatsangehöriger  aus  B._______,  seinen  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  am  17.  November  2008  illegal  verliess und einige Tage  später  via  Libyen nach  C._______ (Italien) gelangte, dass  er  von  Italien  herkommend  am  19.  November  2011  illegal  in  die  Schweiz  einreiste  und   am  20.  November  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum (EVZ) D._______ um Asyl ersuchte, dass  das  BFM  am  16.  Dezember  2011  im  EVZ  D._______  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn  summarisch  zum  Reiseweg  und  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen  des  Heimatlandes  befragte,  dass das BFM dem Beschwerdeführer gleichentags das rechtliche Gehör  zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid  gestützt  auf Art.  34 Abs.  2  Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) sowie zu  einer allfälligen Wegweisung nach Italien gewährte, dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Folge  für  die  Dauer  des  Verfahrens  dem Kanton E._______ zugewiesen wurde, dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  vorbrachte,  sein Heimatland aus wirtschaftlichen Gründen  verlassen zu haben, dass er nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2001 für die Familie (Mutter  und drei Schwestern) habe aufkommen müssen, dass  er  nach  seinem  Maturitätsabschluss  und  einer  Ausbildung  als  Automechaniker als Kleiderhändler gearbeitet habe, dass er  von den  tunesischen Behörden  regelmässig  schikaniert worden  sei, wenn er Waren aus Libyen importiert habe, dass er  in Tunesien  im Jahr 2007  in Haft gewesen sei, weil es zu einer  Auseinandersetzung zwischen  ihm und einem Polizisten gekommen sei,  der von ihm Bestechungsgeld verlangt habe, um die Waren einzuführen,

D­713/2012 dass er aus diesen Gründen seinen Heimatstaat am 17. November 2008  verlassen  habe  und  einige  Tage  später  via  Libyen  nach  C._______  (Italien) gelangt sei, dass  er  dort  zehn  Tage  in  einem  Zentrum  verbracht  habe  und  am  29.  November 2008 nach F._______ transferiert worden sei, dass  er  dort  aufgefordert  worden  sei,  Italien  innert  fünf  Tagen  zu  verlassen,  was  er  nicht  getan  habe,  sondern  mit  dem  Zug  nach  G._______ gefahren und dort zwei bis drei Monate lang geblieben sei, dass  er  anschliessend  mit  dem  Zug  nach  H._______  gelangt,  dort  verhaftet  und  während  acht  Monaten  im  Gefängnis  I._______  festgehalten worden sei, dass er danach sechs Monate in Ausschaffungshaft verbracht habe,  dass  er  nach  seiner  Freilassung  erneut  wegen  illegalen  Aufenthalts  inhaftiert und sechseinhalb Monate festgehalten worden sei, dass er sich nach der Freilassung nach J._______ begeben habe und am  19. November 2011 illegal in die Schweiz eingereist sei, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs zu einer  allfälligen  Rückschaffung  nach  Italien  vorbrachte,  er  wolle  nicht  nach  Italien zurückkehren, weil er dort nicht gerecht behandelt worden sei, dass er in Italien kein Asylgesuch habe stellen können und insgesamt nur  ein Jahr ausserhalb von Gefängnissen verbracht habe, dass er mehrmals eine Wegweisungsverfügung erhalten habe, dass er gehört habe, in der Schweiz könne man ein Asylgesuch stellen, dass er  sich  deshalb wünsche,  in  der Schweiz  bleiben  zu  können,  dies  auch, weil  ihn der Aufenthalt  in  Italien müde gemacht  habe und er  dort  keine Zukunft habe, dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  Aussagen  auf  das  Protokoll  bei  den  Akten zu verweisen ist,

D­713/2012 dass das BFM am 9. Januar 2012 an Italien ein Ersuchen um Übernahme  des  Beschwerdeführers  im  Sinne  von  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  der  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO) stellte, dass die italienischen Behörden diesem Ersuchen am 25. Januar 2012 in  Anwendung von Art. 10 Abs. 2 Dublin­II­VO ausdrücklich zustimmten, dass das BFM in der Folge mit Verfügung vom 26. Januar 2012 – eröffnet  am 1. Februar 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  den  Beschwerdeführer  nach  Italien  wegwies, dass  es  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am Tag  nach Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  und  feststellte,  einer  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  komme  keine  aufschiebende Wirkung zu, dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Verfügung  anführte,  der  Beschwerdeführer  habe zu Protokoll  gegeben,  er  sei  am 20. November  2008  illegal  in  Italien eingereist und habe sich dort anschliessend bis zu  seiner  Ausreise  in  die  Schweiz  am  19.  November  2011  illegal  aufgehalten, dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM um Übernahme  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf  Art.  10  Abs.  2  Dublin­II­VO  gutgeheissen hätten, weshalb gemäss des Abkommens vom 26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­ Assoziierungsabkommen [DAA], SR 0.142.392.689) die Zuständigkeit bei  Italien liege, das Asyl­ und Wegweisungsverfahren durchzuführen, dass  die  Überstellung  an  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung oder Verlängerung (Art. 19f Dublin­II­VO) – bis spätestens  am 25. Juli 2012 zu erfolgen habe, dass auf das Asylgesuch somit nicht eingetreten werde,

D­713/2012 dass  die  Folge  eines  Nichteintretensentscheides  in  der  Regel  die  Wegweisung aus der Schweiz sei, dass  das BFM  in Bezug  auf  die  Zulässigkeit  des Wegweisungsvollzugs  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  geltend  gemacht,  in  Italien  nicht  gerecht behandelt worden zu sein, dass  er  erklärt  habe,  jeder  Araber,  der  in  Italien  von  der  Polizei  angehalten werde, würde einen Wegweisungsentscheid erhalten, so auch  er, dass er gehört habe,  in der Schweiz hätten die Leute das Recht,  einen  Asylantrag zu stellen, dass  das  BFM  diesen  Vorbringen  entgegenhielt,  der  Beschwerdeführer  könne  auch  in  Italien  einen  Antrag  auf  Asyl  einreichen;  es  lägen  keine  Hinweise  vor,  dass  Italien  seinen  diesbezüglichen  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  nicht  nachkommen  würde,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung zulässig sei, dass  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  zumutbar  und  möglich erachtete, dass für den weiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Akten  zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mittels einer an das  BFM  gerichteten  Eingabe  vom  6. Februar  2012  (Datum  des  Poststempels) Beschwerde erhob, wobei er dem wesentlichen Sinngehalt  nach die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung  der Sache  an  das BFM  zwecks Behandlung  seines Asylgesuchs  in  der  Schweiz beantragte, dass das BFM die Eingabe des Beschwerdeführers am 7. Februar 2012  an das Bundesverwaltungsgericht überwies  (vgl. dazu Art. 8 Abs. 1 des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG,  SR 172.021]), dass  auf  die  Beschwerdebegründung  –  soweit  erforderlich  –  in  den  nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

D­713/2012 dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  8.  Februar  2012  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass im vorliegenden Verfahren einzig zu prüfen ist, ob das BFM gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten  ist und  infolgedessen die  Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,

D­713/2012 dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  sich  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  vom  20.  November 2008 bis am 19. November 2011 in Italien aufhielt, dass das BFM die italienischen Behörden am 9. Januar 2012 gestützt auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­VO  um  Wiederaufnahme  des  Beschwerdeführers ersuchte, dass die italienischen Behörden diesem Ersuchen am 25. Januar 2012 in  Anwendung von Art. 10 Abs. 2 Dublin­II­VO ausdrücklich zustimmten, dass  somit  Italien  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  betreffend  den  Beschwerdeführer  zuständig  ist  (vgl. die einschlägigen Staatsverträge, namentlich das DAA, die Dublin­II­ VO  und  die  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003  der  Kommission  vom  2.  September  2003 mit Durchführungsbestimmungen  zur Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]), dass  damit  die  Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  in  Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ohne weiteres gegeben ist, dass  aufgrund  der  vorliegenden  Akten  keine  Gründe  ersichtlich  sind,  welche  in  rechtserheblicher  Weise  gegen  die  vom  BFM  angeordnete  Überstellung nach Italien sprechen würden, dass  der  Inhalt  der  Beschwerde  offensichtlich  zu  keiner  anderen  Einschätzung führt, zumal die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des  Asylverfahrens vom Beschwerdeführer im Grundsatz nicht bestritten wird, dass  Italien  Signatarstaat  sowohl  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (FK, SR 0.142.30)  als  auch der  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, dass  kein Anlass  zur Annahme besteht,  Italien würde  sich  im Falle  des  Beschwerdeführers  nicht  an  seine  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  halten,  zumal  Italien  seine  Zustimmung  zu  einer  Übernahme  des 

D­713/2012 Beschwerdeführers  ausdrücklich  erteilt  und  sich  zur  Behandlung  seines  Asylverfahrens verpflichtet hat,  dass  der  vom  Beschwerdeführer  geäusserte  Wunsch  nach  einem  weiteren Verbleib in der Schweiz als unbeachtlich zu erkennen ist, da es  grundsätzlich  nicht  Sache  der  asylsuchenden  Person  ist,  den  für  ihr  Asylverfahren  zuständigen  Staat  selber  zu  bestimmen,  sondern  die  Bestimmung des für sie zuständigen Staates allein den beteiligten Dublin­ Vertragsstaaten obliegt, dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  Gründe  vorliegen,  die  das  BFM  hätten  veranlassen müssen, sein –  ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin­II­ VO auch bei Zuständigkeit eines anderen Signatarstaates zustehenden –  Selbsteintrittsrecht auszuüben,  dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  geltend  macht,  er  werde sterben, wenn er nach Italien zurückkehren müsse, dass zwar Asylsuchende in Italien bei der Unterkunft, der Arbeit und dem  Zugang  zur  medizinischen  Infrastruktur  gewissen  Schwierigkeiten  ausgesetzt  sein  können,  wobei  sich  bereits  vorbestandene  Kapazitätsprobleme  aufgrund  der  jüngsten  Entwicklungen  im  nordafrikanischen  Raum,  respektive  der  starken  Zunahme  von  Asylsuchenden, akzentuiert haben dürften, dass  jedoch  auch  unter  Berücksichtigung  dieser Umstände  kein  Anlass  zur Annahme besteht, der Beschwerdeführer – ein junger und soweit aus  den Akten ersichtlich gesunder Mann – würde im Falle einer Rückführung  nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten, dass  entgegen  den  sinngemässen  Beschwerdevorbringen  somit  keine  Veranlassung  besteht,  vom  Selbsteintrittsrecht  gemäss  Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO  Gebrauch  zu  machen,  weshalb  darauf  verzichtet  werden  kann, auf die entsprechenden Bedingungen näher einzugehen, dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

D­713/2012 auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs.  1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen  und Ausländer (AuG, SR 142.20), dass eine entsprechende Prüfung – soweit notwendig – vielmehr bereits  im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss, dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach  Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat, dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  als  offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.–  (Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­713/2012 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Corinne Krüger Versand:

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