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Bundesverwaltungsgericht 21.12.2011 D-6828/2011

21. Dezember 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,018 Wörter·~5 min·3

Zusammenfassung

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 9. Dezember 2011

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­6828/2011/sed Urteil   v om   2 1 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Martin Zoller, mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;   Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr. Parteien A._______, geboren am (…), Gambia,  (…) Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Dublin­Verfahren);  Verfügung des BFM vom 9. Dezember 2011 / N (…).

D­6828/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 28. Oktober 2011 in der Schweiz um Asyl  nachsuchte, dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum B._______  vom 4. November  2011  im Wesentlichen  geltend machte, er habe sein Heimatland am 26. Oktober 2007 verlassen  und  sei  im  April  2008  nach  C._______  gelangt,  wobei  er  dort  kein  Asylgesuch  eingereicht  habe,  sondern  nach  etwa  vier  Monaten  nach  Italien weitergereist sei und dort um Asyl nachgesucht habe,  dass  er  hinsichtlich  des  Stands  des  Asylverfahrens  in  Italien  keine  Kenntnis habe,  dass  es  im  Camp  in  D._______,  wo  er  registriert  worden  sei,  keinen  freien  Platz  gegeben  habe,  weshalb  er  sich  selbst  um  Unterkunft  und  Arbeit habe kümmern müssen,  dass  ihm  in  D._______  eine  unbegrenzt  gültige  Aufenthaltsbewilligung  ausgestellt worden sei, die er  jedoch nicht vorweisen könne, da  ihm die  Tasche,  in  der  sich  das  Dokument  befunden  habe,  letzten  Monat  gestohlen worden sei,  dass er seit März 2011 keine Arbeitsstelle mehr gefunden habe, weshalb  er im Bahnhof in D._______ übernachtet habe und auf die Unterstützung  von Kollegen und der Caritas angewiesen gewesen sei,  dass der Beschwerdeführer  im Rahmen der Gewährung des  rechtlichen  Gehörs  zur  Frage  der  Zuständigkeit  Italiens  beantragte,  dass  sein  Asylgesuch  in  der  Schweiz  behandelt  werde,  da  er  bei  einer  Rückkehr  nach  Italien  keine  Unterkunft  haben  würde  und  man  dort  Schwarzen  gegenüber keinen Respekt zeige,  dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  auf  das  Protokoll  bei  den  Akten  verwiesen wird (vgl. Akten Vorinstanz A5),  dass  das  BFM  aufgrund  der  Daktyloskopierung  (Eurodac)  des  Beschwerdeführers  in  Italien  (Asylgesuchseinreichung  in D._______ am  6. August 2008) am 15. November 2011 ein Übernahmeersuchen an die  italienischen Behörden stellte, welches unbeantwortet blieb, 

D­6828/2011 dass das BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch mit Verfügung  vom 9. Dezember 2011 – eröffnet am 12. Dezember 2011 – nicht eintrat,  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach  Italien  und  den  Wegweisungsvollzug  anordnete  und  gleichzeitig  feststellte,  dass  einer  allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme,  dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  Italien  sei  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA],  SR 0.142.392.689)  und  das Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung  und Entwicklung des Schengen­Besitzstands und über die Kriterien und  Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags  (Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004,  SR 0.362.32)  für  die  Durchführung des Asylverfahrens zuständig,  dass  angesichts  dessen,  dass  Italien  innert  Frist  keine  Antwort  erteilt  habe, die Zuständigkeit gestützt auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c der Verordnung  [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig  ist  (Dublin­II­VO),  auf  Italien  übergegangen sei,  dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder  Verlängerung gemäss Art. 19 f. Dublin­II­VO – bis spätestens am 30. Mai  2012 zu erfolgen habe, dass daher auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einzutreten  und dessen Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei,  dass  der  Beschwerdeführer  in  einen  Drittstaat  reisen  könne,  in  dem  er  Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 1  AsylG  fände,  weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaats  nicht  zu  prüfen  sei,  und  ferner  für  den  Fall  einer  Rückkehr nach Italien keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der 

D­6828/2011 Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) bestehen würden, dass weder die  in  Italien herrschende allgemeine Situation noch andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diesen  Staat sprechen würden,  dass  die  Einwände  des  Beschwerdeführers  –  fehlende  Unterkunft  und  mangelnder Respekt  –  kein Hindernis  für  den Vollzug  der Wegweisung  darstellen würden, dass Italien die Aufnahmerichtlinie ohne Beanstandungen von Seiten der  Europäischen  Kommission  umgesetzt  habe,  und  es  dem  Beschwerdeführer zuzumuten sei, sich an die zuständigen Behörden vor  Ort zu wenden, um die nötige Unterstützung zu beantragen,  dass  Italien  zudem  das  Internationale  Übereinkommen  vom  (recte)  21. Dezember  1965  zur  Beseitigung  jeder  Form  von  Rassendiskriminierung  (UN­Rassendiskriminierungskonvention  [ICERD],  SR 0.104)  ratifiziert  habe  und  willens  und  fähig  sei,  Personen  gegen  rassistisch motivierte Übergriffe zu schützen,  dass  der  Wegweisungsvollzug  zudem  technisch  möglich  und  praktisch  durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 9. Dezember 2011  mit  Eingabe  vom  19. Dezember  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob, worin um Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung  und  um  Anweisung  des  BFM,  sein  Recht  zum  Selbsteintritt  auszuüben  und sich für das Asylverfahren zuständig zu erklären, ersucht wurde, dass  in  formeller  Hinsicht  zudem  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  ersucht  wurde,  dass  schliesslich  in  prozessualer  Hinsicht  beantragt  wurde,  der  Beschwerde  sei  im  Sinne  einer  vorsorglichen  Massnahme  die  aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, 

D­6828/2011 dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  vorbrachte,  die  Existenzbedingungen  für  asylsuchende  Personen  seien  in  Italien  unzumutbar, dass  auf  die  weitere  Begründung  der  Beschwerde  –  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich  –  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  einzugehen  ist,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  20. Dezember  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),  und zieht in Erwägung,  dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 AsylG i. V. m. Art. 31­33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37  VGG und Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG),  dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es  sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – um eine solche handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

D­6828/2011 dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftwechsel  verzichtet wurde,  dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32­35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,  dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  sich  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  aufgrund  der  Akten  als  zutreffend erweisen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab  auf  die  nicht  zu  beanstandenden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,  dass  der  vorgängige  Aufenthalt  in  Italien  und  die  stillschweigende  Zustimmung  Italiens  zur  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  aufgrund der Aktenlage feststehen,  dass  die  geltend  gemachten  Asylgründe  daher  in  Italien,  das  staatsvertraglich  für  das  vorliegende  Verfahren  zuständig  ist,  zu  prüfen  sein werden,  dass,  selbst  wenn  das  Asylverfahren  des  Beschwerdeführers  in  Italien  bereits  rechtskräftig  abgeschlossen  sein  sollte  und  er  deshalb  kein  Anrecht  mehr  auf  Unterbringung  oder  weitergehende  staatliche  oder  nichtstaatliche  Unterstützung  hätte,  Italien  gemäss  Art. 16  Abs. 2  Bst. e  Dublin­II­VO weiterhin  für  das  Verfahren  des  Beschwerdeführers  bis  zu  einem  allfälligen  Wegweisungsvollzug  zuständig  wäre  (Art. 16  Abs. 4  Dublin­II­VO  sowie  CHRISTIAN  FILZWIESER/ANDREA  SPRUNG,  Dublin­II­ Verordnung, 3., überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K 25 zu Art. 16 Abs. 4), dass  Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30),  der  EMRK,  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105)  und der UN­Rassendiskriminierungskonvention  ist,  und  keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, wonach Italien sich nicht 

D­6828/2011 an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  halten  würde,  dass  die  Aufenthaltsbedingungen  für  Asylsuchende  in  Italien  zwar  teilweise  als  verbesserungswürdig  erscheinen,  aber  kein  Grund  zur  generellen  Annahme  besteht,  Personen,  die  sich  im  Rahmen  eines  Asylverfahrens  in  Italien  aufhalten,  würden  aufgrund  der  dortigen  Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage versetzt,  dass  Italien  wie  jeder  Dublin­Staat  die  Verfahrens­  und  Aufnahmerichtlinien  in  Landesrecht  umgesetzt  hat,  und  davon  ausgegangen werden darf, der Beschwerdeführer finde dort grundsätzlich  adäquate Betreuung und Behandlung sowie ein rechtsstaatlich konformes  Asylverfahren,  dass  Dublin­Rückkehrende  zudem  betreffend  Unterbringung  von  den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt  werden,  und  sich  –  neben  den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private Hilfsorganisationen  der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  bei  allfälligen  diesbezüglichen  Klagen  und auch bei Übergriffen an die zuständigen Behörden vor Ort zu wenden  hat,  dass somit nicht davon auszugehen ist, das BFM hätte Veranlassung zu  einem Selbsteintritt (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) gehabt,  dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,  dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt –  entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG  steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach  der Zulässigkeit  und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs  regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheids und hier nicht mehr zu prüfen ist,  dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in  einem  Dublin­Verfahren  nicht  unter  dem  Aspekt  der  vorläufigen  Aufnahme  gemäss  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 

D­6828/2011 SR 142.20)  stellt,  sondern  eine  entsprechende  Prüfung,  soweit  notwendig,  bereits  im  Rahmen  der  Entscheidfindung  hinsichtlich  der  Ausübung des Selbsteintrittsrechts stattfinden muss,  dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom  BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist,  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  sich  das  Gesuch  um  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  mit  vorliegendem  Urteil  ohne  vorgängige  Instruktion  als  gegenstandslos  erweist,  dass  die  Beschwerde  aufgrund  obiger  Erwägungen  als  aussichtslos  zu  qualifizieren  ist  und  daher  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG –  ungeachtet  der  allfälligen,  indes  nicht  belegten  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers – abzuweisen ist,  dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­6828/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30 Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.  4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Martin Zoller Susanne Burgherr Versand:

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