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Bundesverwaltungsgericht 04.08.2011 D-2747/2008

4. August 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·842 Wörter·~4 min·3

Zusammenfassung

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung | Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 18. März 2008

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­2747/2008 Urteil   v om   4 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Robert Galliker, mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi; Gerichtsschreiberin Viktoria Szczepinski. Parteien A._______, geboren (…), Sri Lanka, c/o Schweizerische Vertretung in Colombo, Sri Lanka, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 18. März 2008 / N (…).

D­2747/2008 Sachverhalt: A.  Mit  in englischer Sprache abgefasstem Schreiben vom 6. März 2007 an  die Schweizer Vertretung in Colombo (Eingang Botschaft 13. März 2007)  ersuchte der Beschwerdeführer – ein srilankischer Staatsangehöriger aus  B._______ – sinngemäss um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und  um Gewährung von Asyl. Zur Begründung des Gesuchs führte er aus, er  sei  im  Jahre  2002/2003  nach  der  Beerdigung  eines  Verwandten  vom  Sicherheitspersonal  der  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE)  verhaftet und anschliessend zwangsrekrutiert worden. Sie hätten ihm die  Identitätskarte weggenommen und ihn an verschiedene Orte transferiert.  Er  sei  zudem  gezwungen  worden,  an  Waffenübungen  teilzunehmen.  Später  habe  er  andere  Personen  an  Waffen  ausgebildet  und  an  zahlreichen  Aktivitäten  der  LTTE  teilgenommen.  Nach  einem  missglückten Fluchtversuch sei er erneut an verschiedene Orte gebracht  worden.  Nachdem  er  erneut  und mit  Hilfe  eines  Verwandten  die  Flucht  ergriffen  habe,  sei  er  nach  einer  Woche  zu  Hause  angekommen.  Aus  Angst habe er sein Haus verlassen und für drei Jahre an einem anderen  Ort  gelebt. Anschliessend  sei  er wieder  nach Hause  zurückgekehrt  und  habe  dort  gearbeitet.  Nachdem  sich  die  LTTE  gespalten  hätten,  hätten  sich Unbekannte erneut nach ihm erkundigt. Er befürchte deshalb weitere  Übergriffe auf seine Person. B.  Mit Schreiben vom 9. Juli 2007 bestätigte die Vertretung in Colombo den  Erhalt  des  Asylgesuches  vom  6. März 2007  und  forderte  den  Beschwerdeführer  auf,  sein  Gesuch  mit  detaillierten  Angaben  zu  den  geltend  gemachten  Asylgründen  zu  ergänzen  sowie  Beweismittel  und  Identitätspapiere  einzureichen.  Dies  werde  seine  endgültige  und  verbindliche  Eingabe  sein.  Sollte  er  bis  zum  15. August 2007  keine  Ergänzungen  vorbringen,   werde  Verzicht  angenommen  und  das  Asylgesuch als gegenstandslos abgeschrieben. C.  Am  31 Juli 2007  ging  bei  der  Botschaft  das  Antwortschreiben  des  Beschwerdeführers vom 26. Juli 2007 ein. Darin führte er zusätzlich aus,  er  sei  von  der  abgespaltenen  "Karuna  Gruppierung"  gewarnt  und  zur  Mitarbeit aufgefordert worden. Zudem gab er an, sein älterer Bruder sei  von  unbekannten Männern  am 19. Dezember 1989  erschossen worden.  Aufgrund  seiner  Schwierigkeiten  habe  er  sowohl  mit  der  Sri  Lanka 

D­2747/2008 Monitoring Mission (SLMM) als auch mit der Human Rights Organization  Kontakt aufgenommen. Gleichzeitig übermittelte er diverse Beweismittel. D.  Mit Schreiben vom 24. September 2007 (Eingang BFM: 3. Oktober 2007)  übermittelte  die  Botschaft  die  Akten  zuständigkeitshalber  an  das  BFM.  Sie merkte  an,  der  Beschwerdeführer  sei  nicht  befragt  worden,  da  aus  seinem  Asylgesuch  und  Ergänzungsschreiben  hervorgehe,  dass  er  die  Anforderungen an die Asylgewährung nicht erfülle. E.  Das BFM verweigerte dem Beschwerdeführer mit – durch die Schweizer  Vertretung  am  31. März 2008  an  den  Beschwerdeführer  versandter –  Verfügung vom 18. März 2008 die Einreise in die Schweiz und lehnte sein  Asylgesuch ab. F.  Mit englischsprachigem Schreiben an die Schweizerische Botschaft vom  10. April 2008 (Eingang: 16. April 2008) beantragte der Beschwerdeführer  sinngemäss  die  Überprüfung  der  vorinstanzlichen  Verfügung.  Der  Eingabe lagen mehrere Beweismittel bei. G.  Die  Vertretung  leitete  das  Schreiben  vom  10. April 2008  am  18. April 2008 mit dem Hinweis an das Bundesverwaltungsgericht weiter,  dass es sich möglicherweise um eine Beschwerde handle. H.  Am 3. Mai 2008  (Poststempel)  reichte der Beschwerdeführer eine Kopie  seines  Schreibens  vom  10. April 2008  auch  beim  BFM  ein.  Die  Vorinstanz  leitete  diese  ebenfalls  an  das  Bundesverwaltungsgericht  weiter. I.  Am 12. Dezember 2008 wandte sich der Beschwerdeführer erneut an die  Schweizer Botschaft und erkundigte sich über den Verfahrensstand, da er  auf seine Beschwerde ("appeal") vom 3. Mai 2008 bis dato keine Antwort  erhalten habe.

D­2747/2008 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Die  Frage  eines  Auslieferungsgesuches  stellt  sich  vorliegend nicht, weil sich der Beschwerdeführer in Sri Lanka aufhält, und  demnach das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. Eine  solche  Ausnahme  liegt  vorliegend  nicht  vor,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Das  Bundesverwaltungsgericht  teilt  die  Auffassung  der  Schweizer  Botschaft,  dass  es  sich  bei  der  Eingabe  vom  10. April 2008  um  eine  Beschwerde gegen die Verfügung des BFM vom 18. März 2008 handelt.  Da es sich um eine Laienbeschwerde handelt, sind keine hohen formellen  Anforderungen zu stellen.  Der  genaue  Zeitpunkt  der  Eröffnung  des  vorinstanzlichen  Entscheides  kann  den  Akten  nicht  entnommen  werden,  weil  keine  Empfangsbestätigung  vorliegt.  Da  die  Botschaft  in  Colombo  die  Verfügung  des  BFM  am  31. März 2008  an  den  Beschwerdeführer  weitergeleitet hatte und er am 10. April 2008 (Eingang Botschaft: 16. April  2008)  gegen  diese  Verfügung  Beschwerde  erhob,  kann  ohne Weiteres  von der Fristwahrung ausgegangen werden.

D­2747/2008 1.4.  Die  Beschwerde  ist  nicht  in  einer  Amtssprache  des  Bundes  abgefasst.  Aus  prozessökonomischen  Gründen  wird  praxisgemäss  auf  eine entsprechende Rückweisung zur Übersetzung  in eine Amtssprache  verzichtet und die in englischer Sprache abgefasste Rechtsmitteleingabe  samt Beweismittel zufolge ihrer Verständlichkeit akzeptiert. Der Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  ergeht  indessen  in  deutscher  Sprache  (Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). 1.5. Die  Beschwerde  ist  folglich  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung;  er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105  und  Art. 108  Abs. 1  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG,  Art. 48  Abs. 1  sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  3.1.  Über  offensichtlich  begründete  Beschwerden  wird  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG). Wie nachfolgend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine  solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen  ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 3.2.  Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4.  4.1.  Ein  Asylgesuch  kann  gemäss  Art. 19  AsylG  im  Ausland  bei  einer  schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an  das  Bundesamt  überweist  (Art. 20  Abs. 1  AsylG).  Hinsichtlich  des  Verfahrens bei  der  schweizerischen Vertretung  im Ausland  sieht Art. 10  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person  in  der  Regel  eine  Befragung  durchführt  (Art. 10  Abs. 1  AsylV 1).  Ist  dies 

D­2747/2008 nicht  möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  aufgefordert,  ihre  Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1).  Das Bundesverwaltungsgericht hat in Auslegung dieser Bestimmungen in  BVGE 2007/30 erkannt, dass sich die Unmöglichkeit einer Befragung aus  organisatorischen  oder  kapazitätsmässigen  Gründen  bei  der  jeweiligen  Vertretung,  aus  faktischen Hindernissen  im betreffenden Land oder  aus  bei der asylsuchenden Person liegenden persönlichen Gründen ergeben  kann  (vgl.  BVGE  a.a.O.  E. 5.2  und  5.3).  Da  die  Anhörung  der  Sachverhaltserstellung  sowie  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  dient  (BVGE a.a.O. E. 5.5),  ist  die  asylsuchende Person bei  gegebener  Unmöglichkeit einer Anhörung unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflicht in  einem individualisierten Schreiben mittels konkreter Fragen aufzufordern,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten;  ein  standardisiertes  Schreiben  vermag  diesen  Anforderungen  in  aller  Regel  nicht  zu  genügen  (BVGE  a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich eine Befragung beziehungsweise eine  schriftliche  Sachverhaltsabklärung  erübrigen,  wenn  der  Sachverhalt  bereits aufgrund des eingereichten Asylgesuchs als entscheidreif erstellt  erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls immerhin im Sinne  des  rechtlichen  Gehörs  die  Gelegenheit  zu  geben,  sich  zu  einem  abzusehenden  negativen  Entscheid  zumindest  schriftlich  zu  äussern  (BVGE a.a.O. E. 5.7). Sodann ist das Bundesamt in jedem Fall gehalten,  den  Verzicht  auf  eine  Befragung  in  der  anfechtbaren  Verfügung  zu  begründen (BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 5.7). 4.2. Vorliegend wurde durch die Schweizerische Vertretung  in Colombo  keine  Befragung  des  Beschwerdeführers  zu  seinem  Asylgesuch  vom  6. März 2007  durchgeführt,  obwohl  davon  auszugehen  ist,  dass  eine  solche möglich gewesen wäre. Das Gegenteil ist jedenfalls aus den Akten  nicht  ersichtlich.  In  der  angefochtenen  Verfügung  wird  darauf  hingewiesen,  dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  die  Gefährdungssituation  des Beschwerdeführers abschliessend beurteilt werden könne.  4.3. In casu erscheint fraglich, ob der Sachverhalt aufgrund der Eingaben  des Beschwerdeführers bereits als erstellt erachtet werden kann. Selbst  wenn die Auffassung des BFM zutreffend wäre – dies kann erst nach der  Gewährung des rechtlichen Gehörs zuverlässig beurteilt werden –, hätte  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  unter  den  gegebenen  Umständen  gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts vor dem Erlass  des Entscheides das rechtliche Gehör gewähren müssen (vgl. vorstehend  E. 4.1), was indessen unterlassen wurde.

D­2747/2008 4.4. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz ihre behördliche  Untersuchungspflicht  verletzte  und  dem  Beschwerdeführer  zu  Unrecht  das gemäss Rechtsprechung zwingend zu gewährende rechtliche Gehör  nicht einräumte. Dieser Mangel ist auf Beschwerdeebene nicht zu heilen,  zumal  es  nicht  Sinn  und  Zweck  des  Beschwerdeverfahrens  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ist,  während  dieses  Verfahrens  von  der  Vorinstanz unterlassene Handlungen nachzuholen. 5. Die Feststellung, dass das BFM dem Beschwerdeführer das rechtliche  Gehör nicht gewährte, führt indessen nicht dazu, dass ihm die Einreise in  die  Schweiz  bereits  aus  diesem  Grund  zu  bewilligen  wäre.  Aus  dem  Umstand,  dass  er  bisher  nicht  befragt  –  respektive  ihm  das  rechtliche  Gehör nicht gewährt – wurde, kann nicht geschlossen werden, dass ihm  zur persönlichen Anhörung oder der Gewährung des rechtlichen Gehörs  die  Einreise  in  die  Schweiz  bewilligt  werden  müsste.  Angesichts  der  Aktenlage  bestehen  nicht  genügend  konkrete  Anhaltspunkte  für  die  Annahme, ihm wäre ein Verbleib in Sri Lanka für die Dauer der weiteren,  noch erforderlichen Verfahrenshandlungen nicht  zumutbar  im Sinne von  Art. 20 Abs. 2 AsylG. 6.  6.1.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  ihre  behördliche  Untersuchungspflicht  und  den  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  verletzt  hat.  Da  eine  Heilung  dieser  Verfahrensmängel  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  nicht  möglich  erscheint  und  jedenfalls  nicht  angebracht  wäre,  ist  der  angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Gewährung des rechtlichen  Gehörs  sowie  zur  Neubeurteilung  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  Vorinstanz zurückzuweisen. 6.2. Nach dem Gesagten  ist die Beschwerde  im Sinne der Erwägungen  gutzuheissen,  die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  18. März 2008  aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, dem Beschwerdeführer das  rechtliche  Gehör  zu  gewähren,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  ergänzend vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden. 7.  7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen  (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).

D­2747/2008 7.2. Obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschädigung  für  die  ihnen  erwachsenen  notwendigen  Kosten  (Art. 64  Abs. 1  VwVG;  Art. 7  ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]). Da der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren nicht  anwaltlich vertreten wurde,  ist nicht davon auszugehen,  ihm seien durch  die  Beschwerdeführung  Kosten  erwachsen.  Daher  ist  ihm  keine  Parteientschädigung zuzusprechen. (Dispositiv nächste Seite)

D­2747/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 2.  Die  angefochtene  Verfügung  vom  18. März 2008  wird  aufgehoben  und  die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen. 3.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4.  Es wird keine Parteientschädigung entrichtet. 5.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  Schweizerische Vertretung in Colombo. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Robert Galliker Viktoria Szczepinski Versand:

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