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Bundesverwaltungsgericht 07.12.2011 B-3987/2011

7. Dezember 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·5,260 Wörter·~26 min·2

Zusammenfassung

Finanzmarktaufsicht (Übriges) | Zeichnungsberechtigung

Volltext

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung II B­3987/2011 Urteil   v om   7 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Ronald Flury, Richter Frank Seethaler, Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien 1. A._______,  2. I._______ S.A.,  beide vertreten durch lic. iur. Gregor Marcolli,  Fürsprecher, 3001 Bern,  Beschwerdeführende,  gegen A._______ & Co. VIII Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft und A._______ & Co. IX  Sachwert­Beteiligung Kommanditgesellschaft,  beide vertreten durch Dr. iur. Patrick M. Hoch,  Rechtsanwalt, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerinnen,  Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,  Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,   Vorinstanz.  Gegenstand Zeichnungsberechtigung bezüglich der A._______ & Co. VIII  Sachwert­Beteiligung Kommanditgesellschaft und der  A._______ & Co. IX Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft.

B­3987/2011 Sachverhalt: A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer 1) gründete durch seine  A._______  AG  in  den  Jahren  1998  bis  2006  diverse  Kommanditgesellschaften,  darunter  auch  die  A._______  &  Co  VIII  Sachwert­Beteiligung Kommanditgesellschaft und die A._______ & Co IX  Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft  (im  Folgenden:  Kommanditgesellschaften  bzw.  KG  VIII  und  KG  IX).  Diese  Kommanditgesellschaften  sollten  Anlegern  die  Möglichkeit  bieten,  über  eine Beteiligung als Kommanditäre  in  Immobilien zu  investieren, welche  von  den  Kommanditgesellschaften  erworben,  erstellt  und  vermietet  wurden. Die Anleger konnten entweder direkt (als "Direktkommanditäre")  oder  indirekt  (als  "Treugeberkommanditäre"  über  "Treuhandkommanditäre")  einen  Anteil  erwerben.  Die  Treuhandkommanditäre hielten  in eigenem Namen, aber  treuhänderisch  und  auf  Rechnung  der  Anleger  die  von  diesen  eingebrachten  Kommanditeinlagen.  Die  einbezahlten  Kommanditeinlagen  (abzüglich  Agio)  bildeten  das  Gesellschaftskapital;  je  ein  bestimmter  Anteil  am  Gesellschaftskapital  ergab  ein  Stimmrecht  an  der  Gesellschafterversammlung.  Der  Beschwerdeführer 1  war  ursprünglich  einziger  unbeschränkt  haftender  Gesellschafter  (Komplementär)  und  einzelzeichnungsberechtigter  Geschäftsführer  aller  Kommanditgesellschaften. Er hatte keinen Anteil am Gesellschaftskapital,  verfügte aber über eine vergleichsweise geringe Anzahl Stimmen  in der  Gesellschafterversammlung. Die  KG  VIII  ist  Eigentümerin  des  Hotels  (…)  in  L._______.  Das  eigentliche  Management  des  Hotels  obliegt  der  R._______  AG  (nachfolgend:  R._______).  Die  KG  VIII  ist  auch  einzige  Kommanditärin  der  KG  IX,  die  ihrerseits  Eigentümerin  einer  ebenfalls  durch  das  Hotel  (…)  genutzten  Liegenschaft  ist.  Fast  alle  Kommanditäre  der  KG  VIII  waren  sogenannte  Treugeberkommanditäre,  d.h.  die  betreffenden  Anleger  beteiligten  sich  auf  indirektem  Weg  über  zwei  Treuhandgesellschaften  (Y._______  AG  und  W._______  GmbH).  Auf  Antrag  dieser  Treuhandgesellschaften,  vertreten  durch  Rechtsanwalt  Hoch,  entzog der Kantonsgerichtspräsident K._______ mit  vorsorglicher  Massnahme  vom  30.  Mai  2007  dem  Beschwerdeführer  1  die  Zeichnungsberechtigung  für  die  KG  VIII.  In  der  Folge  bestimmte  die  Vormundschaftsbehörde  (…)  am  31.  August  2007  B._______  zur  Beiständin  der  KG  VIII.  Auf  Einsprache  des  Beschwerdeführers  1  hin 

B­3987/2011 ernannte  die  Vormundschaftsbehörde  am  27.  November  2007  eine  Mehrfachbeistandsschaft mit gemeinsamer Amtsführung. A.b Per  1.  Januar  2007,  mit  einer  Übergangsfrist  für  Anpassungen  bis  Ende  2007,  trat  das  neue  Kollektivanlagengesetz  vom  23. Juni  2006  in  Kraft. Mit superprovisorischer Verfügung vom 11. Januar 2008 eröffnete  die  Eidgenössische  Bankenkommission  (EBK;  heute:  Eidgenössische  Finanzmarktaufsicht  FINMA,  nachfolgend:  FINMA  oder  Vorinstanz)  bei  der  "A._______­Gruppe",  bestehend  aus  der  A._______  AG  sowie  verschiedenen Kommanditgesellschaften, darunter auch den KG VIII und  IX,  eine Untersuchung wegen Verdachts  auf  einen Verstoss  gegen  das  Kollektivanlagengesetz  und  setzte  die  X._______  AG  als  Untersuchungsbeauftragte ein. Die alleinige Zeichnungsberechtigung  für  alle  untersuchten Gesellschaften wurde mit  der  gleichen Verfügung  der  Untersuchungsbeauftragten  übertragen  und  entsprechend  ins  Handelsregister eingetragen. Mit  Verfügung  vom  20. Mai  2008  stellte  die  EBK  fest,  die  "A._______­ Gruppe"  verstosse  gegen  das  Kollektivanlagengesetz  und  das  Bankengesetz und verfügte die Konkurseröffnung über die A._______ AG  und die Liquidation der diversen Kommanditgesellschaften.  Gegen  diese Verfügung  erhob  u.a. Rechtsanwalt  Hoch  namens  und  im  Auftrag  der  KG  VIII  und  der  KG IX  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht,  gestützt  auf  eine  durch  B._______  unterzeichnete  Vollmacht.  Das  Bundesverwaltungsgericht  trat  auf  die  Beschwerde  der  KG  IX  nicht  ein  (Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008 vom 31. Juli 2009). Die Beschwerde der KG VIII hiess das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  31.  Juli  2009  gut,  soweit  es  darauf  eintrat  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008  vom  31. Juli 2009).  Gegen  dieses  letztere  Urteil  erhob  die  FINMA  Beschwerde  an  das  Bundesgericht.  Während des laufenden Beschwerdeverfahrens vereinbarte Rechtsanwalt  Hoch  namens  der KG VIII mit  der  FINMA,  dass mit  der  Liquidation  der  KG IX zugewartet werde bis zum Urteil des Bundesgerichts. A.c  Das  Bundesgericht  hiess  die  Beschwerde  mit  Urteil  2C_571/2009  vom  5.  November  2010  teilweise  gut  und  wies  die  Sache  zu  neuem  Entscheid  im  Sinne  der  Erwägungen  an  die  FINMA  zurück.  Aus  der 

B­3987/2011 Begründung  des  Urteils  geht  hervor,  dass  das  Bundesgericht  die  Unterstellung  unter  das  Kollektivanlagengesetz  bejahte,  die  aufsichtsrechtliche Liquidation aber als zu streng beurteilte.  A.d  Nach  der  Zustellung  des  begründeten  Bundesgerichtsurteils  gelangten  Rechtsanwalt  Hoch  als  Vertreter  der  KG  VIII  sowie  der  Beschwerdeführer 1 mit Eingaben vom 19. Januar 2011 bzw. 26. Januar  2011  an  die  FINMA.  Rechtsanwalt  Hoch  beantragte  der  Vorinstanz,  B._______  sei  als  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  ins  Handelsregister  einzutragen.  Der  Beschwerdeführer  1  schlug  vor,  es  sei  zu  versuchen,  das Hotel zu verkaufen, und nur, wenn das scheitern sollte, sei über eine  allfällige Liquidation zu entscheiden.  In der Folge behandelte die Vorinstanz lediglich Rechtsanwalt Hoch und  B._______  als  Vertreter  der  KG  VIII  oder  der  KG  IX  (in  diesem  Sinn  nachfolgend:  Beschwerdegegnerinnen).  Am  1.  März  2011  fand  eine  Besprechung der Vorinstanz mit Vertretern der Beschwerdegegnerinnen  statt.  Im  Anschluss  daran  forderte  die  Vorinstanz  die  Beschwerdegegnerinnen  auf,  bis  29. April  2011  Alternativen  zu  einer  Liquidation der KG VIII und KG IX aufzuzeigen.  Mit Schreiben  vom 22. März  2011 bestätigte  die Vorinstanz  zu Handen  der Beschwerdegegnerinnen, dass sie die Eintragung von B._______ ins  Handelsregister  als  vorerst  nicht  zeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  unterstütze  und  mit  der  Sitzverlegung  der  KG  VIII  in  den  Kanton  N._______   als  zukünftigen  Wohnsitzkanton  von  B._______  einverstanden  sei.  Die  Untersuchungsbeauftragte  vollzog  diese  Einträge  mit  Wirkung  per  28.  April 2011. Mit  Stellungnahme  vom  11.  Mai  2011  beantragten  die  Beschwerdegegnerinnen die Entlassung der KG VIII und der KG  IX aus  der  Aufsicht  der  Vorinstanz.  Zur  Begründung  legten  sie  dar,  die  Aktivitäten  der  KG  VIII  und  KG  IX  fielen  nicht  unter  das  Kollektivanlagengesetz;  die  Auffassung  des  Bundesgerichts  sei  diesbezüglich  falsch.  Die  finanzielle  Situation  sei  besser  als  von  der  Untersuchungsbeauftragten  dargestellt.  Nachdem  die  Vorinstanz  die  beiden  Gesellschaften  aus  der  Aufsicht  entlassen  haben  werde,  werde  vorab eine Gesellschafterversammlung einzuberufen sein, wo B._______  als Komplementärin vorzuschlagen sein werde. Eine Überführung in eine  juristische Person sei aus steuerlichen Gründen nicht sinnvoll. 

B­3987/2011 Mit  Verfügung  vom  30.  Mai  2011  wies  die  Vorinstanz  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  N._______   an,  die  Eintragung  der  X._______ AG als Untersuchungsbeauftragte der KG VIII zu löschen und  B._______ als Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift einzutragen.  Mit  Verfügung  vom  gleichen  Tag  wies  die  Vorinstanz  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  K._______  an,  die  Eintragung  der  X._______ AG als Untersuchungsbeauftragte der KG IX zu  löschen und  B._______  als  Geschäftsführerin  der  KG  IX  mit  Einzelunterschrift  einzutragen.  Mit  Schreiben  vom  31.  Mai  2011  teilte  die  Vorinstanz  den  Beschwerdegegnerinnen  mit,  dass  sie  die  KG  VIII  und  die  KG  IX  nunmehr  als  operativ  und  daher  nicht  mehr  unter  das  Kollektivanlagengesetz  fallend  einstufe,  dass  sie  daher  das  Verfahren  einstelle und das Mandat der Untersuchungsbeauftragten beende. B.  Mit  Eingabe  vom  14.  Juli  2011  erhoben  der  Beschwerdeführer  1  sowie  die  I._______  S.A.,  (…)  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin  2)  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragen,  die  angefochtenen Verfügungen vom 30. Mai 2011 und vom 22. März 2011  seien  aufzuheben,  das  Handelsregisteramt  N._______  und  das  Handelsregisteramt  K._______  seien  anzuweisen,  die  gestützt  auf  die  erwähnten  Verfügungen  der  Vorinstanz  vorgenommenen  Eintragungen  wieder rückgängig zu machen und B._______ sei unter Strafdrohung zu  verbieten, für die KG VIII und die KG IX irgendwelche Rechtshandlungen  vorzunehmen.  Eventualiter  beantragen  die  Beschwerdeführenden,  B._______ sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu verbieten, zu  Lasten  der  KG VIII  und  der  KG  IX Verpflichtungen  einzugehen, welche  über  das  gewöhnliche  Tagesgeschäft  hinaus  gingen.  Insbesondere  sei  B._______  zu  verbieten,  zu  Lasten  der  KG VIII  und  der  KG  IX  Kredite  aufzunehmen,  und  sie  sei  anzuweisen,  die  Einnahmen  der  KG  VIII  in  erster  Linie  für  Löhne  (unter  Einschluss  der  Sozialversicherungen),  Bankzinsen und Steuern zu verwenden.  C.  Mit  Eingabe  vom  22.  Juli  2011  beantragen  die  Beschwerdeführenden,  B._______ sei superprovisorisch die Zeichnungsberechtigung für die KG  VIII und die KG IX sowie die Vollmacht über die Bankkonten der KG VIII  und KG IX zu entziehen und ihr sei unter Strafandrohung zu verbieten, für 

B­3987/2011 die  KG  VIII  und  die  KG  IX  irgendwelche  Rechtshandlungen  vorzunehmen.  D.  Mit  superprovisorischer  Verfügung  vom  26.  Juli  2011  untersagte  die  Instruktionsrichterin  B._______  mit  sofortiger  Wirkung,  weitere  Rechtshandlungen  für  die KG VIII  und die KG  IX vorzunehmen, welche  zu einem Mittelabfluss führen könnten.  E.  Mit  Eingabe  vom  19.  August  2011  beantragen  die  Beschwerdegegnerinnen,  auf  die  Beschwerde  sei  nicht  einzutreten,  eventualiter  sei  die  Beschwerde  abzuweisen.  In  prozessualer  Hinsicht  beantragen  sie,  der  Beschwerde  sei  die  aufschiebende  Wirkung  zu  entziehen und die Zwischenverfügung vom 26. Juli 2011 sei unverzüglich  aufzuheben.  F.  Die Vorinstanz lässt sich am 19. August 2011 vernehmen und beantragt,  auf die Beschwerde sei nicht einzutreten.  G.  Mit  Zwischenverfügung  vom  23.  August  2011  ordnete  die  Instruktionsrichterin  an,  dass  B._______  zur  Zeit  und  bis  auf  Weiteres  befugt  sei,  im  Einverständnis  der  R._______  oder  des  Beschwerdeführers  1  oder  der  Instruktionsrichterin  für  das  operative  Geschäft  notwendige,  dringende  Rechtshandlungen  vorzunehmen  oder  dringende Rechnungen der KG VIII oder der KG IX zu bezahlen und zu  diesem Zweck berechtigt sei, Zahlungen ab den Konten der KG VIII oder  der  KG  IX  in  Auftrag  zu  geben.  Soweit  weitergehend,  seien  ihr  Rechtshandlungen  für  die  KG VIII  und  die  KG  IX  unter  Strafandrohung  untersagt.  Gleichzeitig  wies  die  Instruktionsrichterin  die  R._______  an,  B._______  die  entsprechenden  Rechnungen  zuzustellen,  und  verfügte,  dass B._______, der Beschwerdeführer 1 sowie der Rechtsvertreter der  KG VIII und der KG  IX  je einzeln befugt  seien, von der R._______, der  S._______  AG  sowie  allfälligen  weiteren  Vertragsparteien  der  KG  VIII  und der KG IX bis auf Weiteres diejenigen Informationen zu erhalten, zu  deren Erhalt der Geschäftsführer der KG VIII und der KG IX aufgrund der  relevanten Verträge berechtigt sei. 

B­3987/2011 H.  Mit  Schreiben  vom  24.  August  2011  verzichtete  B._______  auf  Parteistellung im Verfahren. I.  Die  Vorinstanz  lässt  sich  am  8.  September  2011  vernehmen  und  beantragt, es sei auf die vorliegende Beschwerde mangels Zuständigkeit  des angerufenen Gerichts nicht einzutreten, und es sei die aufschiebende  Wirkung nicht zu gewähren.  J.  Mit Eingabe vom 13. September 2011 beantragte die R._______, sie sei  im Verfahren als Partei zuzulassen, eventualiter sei sie beizuladen.  K.  Die  Beschwerdeführenden  äussern  sich  am  15.  September  2011  zum  Begehren  der  Beschwerdegegnerinnen  auf  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung und beantragen dessen Abweisung. L.  Mit Verfügung vom 16. September 2011 wies die Instruktionsrichterin die  Anträge der Beschwerdegegnerinnen und der Vorinstanz auf Entzug der  aufschiebenden Wirkung  der  Beschwerde  ab,  soweit  sie  darauf  eintrat,  und bestätigte die mit Dispositiv Ziffern 2 und 3 der Zwischenverfügung  vom 23. August 2011 verfügten vorsorglichen Massnahmen.  M.  Mit  Eingabe  vom  22.  September  2011  beantragt  die  Vorinstanz,  der  Antrag  der  R._______  auf  Zulassung  als  Partei  bzw.  Beigeladene  sei  abzuweisen.  N.  Am  22.  September  2011  beantragen  die  Beschwerdegegnerinnen  in  prozessualer  Hinsicht,  es  sei  vorab  mittels  Zwischenverfügung  (recte:  Zwischenentscheid)  darüber  zu  entscheiden,  ob  die  Beschwerdeführenden  zur  Beschwerde  legitimiert  seien  und  ob  die  Beschwerde  rechtzeitig  erfolgt  sei.  Der  Antrag  der  R._______  auf  Parteistellung bzw. Beiladung sei abzuweisen.  O.  In  ihrer  Stellungnahme  vom  26.  September  2011  beantragen  die  Beschwerdeführenden die Zulassung der R._______ als Partei. Eventuell 

B­3987/2011 seien  die  R._______  aufgrund  ihrer  detaillierten  Kenntnisse  zum  Hotelbetrieb  auch  ohne  Parteistellung  zur  Instruktions­  und  Vergleichsverhandlung vom 6. Oktober 2011 einzuladen.  P.  Mit Verfügung vom 27. September 2011 stellte die Instruktionsrichterin es  der  R._______  frei,  an  einem  Teil  der  Instruktions­  und  Vergleichsverhandlung vom 6. Oktober 2011 teilzunehmen.  Q.  Mit  selbständigem  Zwischenentscheid  vom  5.  Oktober  2011  trat  das  Bundesverwaltungsgericht auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 1  gegen die beiden Verfügungen der Vorinstanz vom 30. Mai 2011 ein. R.  Dieser  Zwischenentscheid  wurde  den  Parteien  anlässlich  der  Instruktions­  und  Vergleichsverhandlung  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  am  6.  Oktober  2011  eröffnet.  Im  Rahmen  dieser  Verhandlung  unterzeichneten  die  Beschwerdeführenden,  die  Beschwerdegegnerinnen und B._______  in der Folge einen Vergleich  in  der  Hauptsache.  Im Weiteren  schlossen  die  Beschwerdeführenden  und  die Beschwerdegegnerinnen einen Vergleich bezüglich der vorsorglichen  Massnahmen, dem auch die R._______ zustimmte. S.  Mit Verfügung vom 7. Oktober 2011 wies die Instruktionsrichterin gestützt  auf  den  zwischen  den  Parteien  geschlossenen  Vergleich  die  S._______ AG an, die durch B._______ entzogenen Vollmachten für die  betrieblichen Konten der KG VIII zugunsten der R._______ unverzüglich  wieder  herzustellen  und  die  Zeichnungsberechtigung  zugunsten  von  B._______ anschliessend zu löschen.  T.  Mit Schreiben vom 10. Oktober 2011 widerrief B._______ den anlässlich  der  Instruktions­  und  Vergleichsverhandlung  vom  6.  Oktober  2011  geschlossenen Vergleich.  U.  Mit ergänzender Vernehmlassung vom 15. November 2011 beantragt die  Vorinstanz,  es  sei  auf  die  Beschwerde  vom  14.  Juli  2011  nicht  einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. 

B­3987/2011 V.  Mit  Zwischenentscheid  vom  5.  Dezember  2011  wies  das  Bundesverwaltungsgericht  den Antrag  der R._______  auf  Parteistellung  bzw. Beiladung ab.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:  1.  1.1.  Anfechtungsobjekt  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  einerseits  das  nicht  als Verfügung  formulierte Schreiben  der Vorinstanz  vom 22. März  2011,  worin  die  Vorinstanz  zu  Handen  des  Rechtsvertreters  der  Beschwerdegegnerinnen  bestätigt,  dass  sie  die  Eintragung  von  B._______  ins  Handelsregister  als  vorerst  nicht  zeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  unterstütze  und  mit  der  Sitzverlegung  der  KG  VIII  in  den  Kanton  N._______  als  zukünftigen  Wohnsitzkanton von B._______ einverstanden sei.  Angefochten sind weiter die beiden Verfügungen vom 30. Mai 2011, mit  denen  die  Vorinstanz  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  N._______  bzw.  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  K._______  anwies,  die  Eintragung der X._______ AG als Untersuchungsbeauftragte der KG VIII  bzw.  der  KG  IX  zu  löschen  und  B._______  als  Geschäftsführerin  der  KG VIII bzw. der KG IX mit Einzelunterschrift einzutragen.  1.2. Mit unangefochten gebliebenem Zwischenentscheid vom 5. Oktober  2011  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers 1 gegen die beiden Verfügungen der Vorinstanz vom  30. Mai 2011 eingetreten.  Noch  nicht  entschieden  ist  die  Eintretensfrage  dagegen  bezüglich  der  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  1  gegen  das  nicht  als  Verfügung  formulierte  Schreiben  der  Vorinstanz  vom  22.  März  2011,  worin  die  Vorinstanz zu Handen des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerinnen  bestätigt, dass sie die Eintragung von B._______ ins Handelsregister als  vorerst  nicht  zeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  unterstütze  und  mit  der  Sitzverlegung  der  KG  VIII  in  den  Kanton  N._______   als  zukünftigen  Wohnsitzkanton  von  B._______ 

B­3987/2011 einverstanden  sei,  sowie  bezüglich  der  Beschwerde  der  Beschwerdeführerin 2 gegen alle drei Anfechtungsobjekte. 1.3. Zur Beschwerde ist legitimiert, wer am Verfahren vor der Vorinstanz  teilgenommen oder keine Möglichkeit  zur Teilnahme erhalten hat, durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Art.  48 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968  [VwVG, SR 172.021]).  Neben  dem  eigentlichen  Verfügungsadressaten  können  auch  Dritte  zur  Beschwerde  legitimiert  sein,  sofern  sie  ein  eigenes  schutzwürdiges  Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung haben und in  einer  besonderen,  beachtenswerten  nahen  Beziehung  zur  Streitsache  stehen  (vgl.  BGE  131  II  649 E.  3.4 mit  Hinweisen;  ISABELLE HÄNER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, N. 12 ff. zu Art. 48 VwVG;  ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6.  Aufl.,  Zürich  2010,  Rz. 1771  ff.;  BENOÎT  BOVAY,  Procédure administrative, Bern 2000, S. 485 f.).  1.4.  Wie  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  im  Zwischenentscheid  vom  5.  Oktober  2011  ausgeführt  hat,  ist  der  Beschwerdeführer  1  als  unbeschränkt haftbarer Komplementär der KG VIII und der KG IX durch  die  von  der  Vorinstanz  verfügte  Eintragung  von  B._______  als  einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin  ins Handelsregister direkt  betroffen.  Weniger  nachvollziehbar  ist  dagegen  eine  vergleichbare  konkrete  Betroffenheit des Beschwerdeführers 1 durch die von der Vorinstanz mit  ihrem Schreiben vom 22. März 2011 bewilligte Sitzverlegung der KG VIII  von  L._______  nach  G._______,  auch  wenn  das  Argument  des  Beschwerdeführers 1, durch die Notwendigkeit, nach der Sitzverlegung je  zwei statt nur eine Steuererklärung einzureichen, entstünden der KG VIII  zusätzliche Kosten, durchaus einleuchtet. In diesem Punkt ist daher auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 1  nicht einzutreten. 1.5. Die Beschwerdeführerin 2 macht geltend, sie sei Kommanditärin der  KG  VIII.  Ihre  Gesellschafterstellung  sei  aus  dem  Handelsregister  nicht  ersichtlich, weil  ihr  bisher die Eintragung verweigert worden sei. Sie  sei 

B­3987/2011 durch die angefochtenen Verfügungen als Gesellschafterin sowie in ihren  vermögensrechtlichen Interessen betroffen.  Die Beschwerdegegnerinnen bestreiten die Kommanditäreigenschaft der  Beschwerdeführerin  2.  Diese  leite  ihre  Legitimation,  im  vorliegenden  Verfahren  als  Partei  aufzutreten,  aus  dem  Umstand  ab,  dass  ihr  der  Beschwerdeführer  1  Gesellschafteranteile,  die  er  angeblich  von  ausscheidenden  Gesellschaftern  übernommen  habe,  abgetreten  habe.  Hintergrund  der  Abtretung  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  selber  aufgrund des Gesellschaftsvertrages keine Anteile an den Gesellschaften  halten  könne.  Die  Beschwerdeführerin  2  sei  nur  oder  primär  mit  dem  Zweck  gegründet  worden,  diese  gesellschaftsvertraglichen  Bestimmungen  zu  umgehen.  Wirtschaftlich  berechtigt  an  der  Beschwerdeführerin  2  sei  aber  der  Beschwerdeführer  1.  Da  der  Beschwerdeführer  1  aufgrund  der  gesellschaftsrechtlichen  Bestimmungen  keine  Anteile  halten  und  namentlich  keine  Kommanditärstellung  erwerben  könne,  könne  er  eine  derartige  Mitgliedschaft auch nicht auf Dritte übertragen. Die Beschwerdeführerin 2  sei daher keine Gesellschafterin der KG VIII und an dieser finanziell auch  nicht beteiligt. Selbst wenn die Anteile der Beschwerdeführerin 2 an der  KG  VIII  gültig  übertragen  worden  wären,  sei  sie  im  heutigen  Zeitpunkt  nicht Gesellschafterin, weil gemäss § 18 des Gesellschaftsvertrages eine  Übertragung  von  Gesellschaftsanteilen  erst  mit  Wirkung  auf  Ende  des  Geschäftsjahres zulässig sei.  Die  Vorinstanz  führt  aus,  ob  die  Beschwerdeführerin  2  wirklich  Gesellschafterin  der KG VIII  sei,  hätten  die Beschwerdeführenden  nicht  durch  eindeutig  schlüssige  Dokumente  untermauert.  Es  sei  demnach  unklar, ob ihr der behauptete Gesellschafterstatus zukomme. Auch wenn  ihr  Kommanditärseigenschaft  zukomme,  sei  sie  als  solche  nicht  zur  Beschwerde legitimiert.  1.5.1.  Die  Beschwerdeführerin  2  leitet  die  von  ihr  geltend  gemachte  Beschwerdelegitimation  in  erster  Linie  aus  ihrer  behaupteten  Gesellschafterstellung ab. Das  Obligationenrecht  vom  30. März  1911  (OR,  SR  220)  enthält  keine  zwingenden  Bestimmungen  zur  Frage,  wie  jemand  als  Kommanditär  einer  Kommanditgesellschaft  beitreten  kann.  Grundsätzlich  gilt  daher,  dass  diese  Frage  im  Gesellschaftsvertrag  geregelt  werden  kann.  Ansonsten  kommen  die  Vorschriften  über  die  einfache Gesellschaft  zur 

B­3987/2011 Anwendung  (vgl. Art. 598  i.V.m. Art. 557 OR). Diese besagen, dass die  Aufnahme  eines  Dritten  in  die  Gesellschaft  nur  mit  Einwilligung  der  übrigen  Gesellschafter  möglich  ist.  Wenn  ein  Gesellschafter  einseitig  einem  Dritten  seinen  Anteil  abtritt,  so  wird  dieser  Dritte  dadurch  allein  nicht zum Gesellschafter der übrigen (vgl. Art. 542 OR).  Im vorliegenden Fall sieht der Gesellschaftsvertrag der KG VIII vor, dass  die Gesellschaftsanteile der Kommanditäre  im Ganzen übertragbar sind,  ohne dass dafür eine Zustimmung der übrigen Gesellschafter notwendig  wäre  (vgl.  §18  Abs.  3  Gesellschaftsvertrag).  Andererseits  statuiert  der  Gesellschaftsvertrag  ausdrücklich,  dass  der  persönlich  haftende  Gesellschafter  keinen  Kapitalanteil  hat.  Er  sei  zu  einer  Einlage  weder  berechtigt noch verpflichtet (vgl. § 4 Abs. 1 Gesellschaftsvertrag).  Unter  diesen  Umständen  ist  davon  auszugehen,  dass  der  Gesellschafteranteil eines Kommanditärs der KG VIII zwar ohne Weiteres  und ohne Zustimmung anderer Gesellschafter übertragbar  ist, allerdings  nur  an  andere  Personen  als  an  den  Komplementär.  Als  der  Beschwerdeführer  1  von  zwei  anderen  Kommanditären  deren  Gesellschaftsanteile  erwarb,  erwarb  er  daher  nur  deren  Vermögensrechte,  nicht  aber  ihre  Gesellschafterstellung.  Er  war  daher  auch  nicht  in  der  Lage,  eine  Kommanditärstellung  an  die  Beschwerdeführerin 2 übertragen.  Die  Beschwerdegegnerinnen  bestreiten  daher  zu  Recht,  dass  die  Beschwerdeführerin 2 Kommanditärin der KG VIII ist.  Ob  die  gesellschaftsrechtliche  Stellung  als  Kommanditärin  eine  hinreichend  direkte  Betroffenheit  begründen  würde,  um  die  von  der  Vorinstanz verfügten Eintragungen ins Handelsregister anzufechten, kann  daher vorliegend offen gelassen werden.  1.5.2.  Die  Beschwerdeführerin  2  macht  geltend,  sie  sei  auch  in  ihren  vermögensrechtlichen Interessen betroffen.  Nach Lehre und Rechtsprechung liegt die für die Beschwerdelegitimation  eines Dritten notwendige Beziehungsnähe nur vor, wenn der Drittperson  durch  die  streitige  Verfügung  ein  unmittelbarer  Nachteil  entsteht  (vgl.  BGE 133 II 468 E. 1, BGE 130 V 560 E. 3.5, BGE 125 V 339 E. 4b). Ob  diese  Voraussetzungen  gegeben  sind,  ist  jeweils  in  Bezug  auf  die  konkrete Einzelfallkonstellation zu prüfen (BGE 130 V 560 E. 3.4 in fine).  So  reicht  etwa  die  Gläubigereigenschaft  allein  nicht  aus,  um  die  http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-468 http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-468 http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-468 http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-468 http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-468 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-339 http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-339 http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-339 http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-339 http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-339 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560

B­3987/2011 notwendige  Beziehungsnähe  und  den  unmittelbaren  Nachteil  durch  die  angefochtene  Verfügung  und  damit  die  Beschwerdelegitimation  zu  begründen  (vgl.  BGE  130  V  560  E.  3.5;  Zwischenentscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­1092/2009  vom  30.  April  2009  E.2,  publiziert  in  BVGE  2009/31).  Die  selbe  Überlegung  gilt  auch  für  Aktionäre, die gegen eine Verfügung Beschwerde erheben, die gegen die  Aktiengesellschaft ergangen ist. Auch ihr wirtschaftliches Interesse gilt als  rein  mittelbares,  da  es  sich  aus  dem  (unmittelbaren)  wirtschaftlichen  Interesse  der  Aktiengesellschaft  ableitet.  Nach  der  ständigen  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  gilt  daher  selbst  ein  Mehr­  oder  Alleinaktionär  als  nur mittelbar  betroffen  durch  Verfügungen,  die  gegen  die  Aktiengesellschaft  ergehen  und  die  sich  ihm  gegenüber  letztlich  finanziell  auswirken  könnten.  Er  ist  deshalb  nicht  legitimiert,  dagegen  Beschwerde  zu  erheben  (vgl.  BGE  116  IB  331  E.  1c).  Das  Bundesverwaltungsgericht hat daher bereits in seinen Urteilen zur Frage  der Unterstellung der KG XII und die KG IX die Auffassung vertreten, die  Betroffenheit  einer  Kommanditärin  sei  diesbezüglich  weitgehend  mit  derjenigen  eines  Aktionärs  einer  Aktiengesellschaft  zu  vergleichen  und  der betreffenden Kommanditärin die Legitimation zu einer Beschwerde in  eigenem Namen  abgesprochen  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4293/2008 vom 28.  Januar 2009 und B­4312/2008 vom 31.  Juli  2009  E. 1.4).  Die  Beschwerdeführerin  2  kann  daher  auch  aus  ihren  vermögensrechtlichen  Interessen  keine  hinreichend  unmittelbare  Betroffenheit  ableiten,  um  ihre  Legitimation  zur  Beschwerde  gegen  die  angefochtenen Verfügungen zu begründen.  1.5.3.  Auf  die  Beschwerde  der  Beschwerdeführerin  2  ist  daher  nicht  einzutreten. 2.  Der  Beschwerdeführer  1  rügt  eine  Verletzung  seines  Anspruchs  auf  rechtliches Gehör. Er habe sich am 26. Januar 2011, nach dem Urteil des  Bundesgerichts,  mit  einem  Vorschlag  an  die  Vorinstanz  gewandt,  doch  sei  auf  dieses  Schreiben  nie  eine  Reaktion  eingetroffen.  Am  15.  Juni  2011 habe er um Akteneinsicht ersucht, doch habe die Vorinstanz auch  darauf  nicht  reagiert.  Die  angefochtenen  Verfügungen  enthielten  auch  keine  Begründung  und  keine  Verweis  auf  eine  Norm,  auf  die  sie  sich  stützten,  wodurch  die  Begründungspflicht  offensichtlich  verletzt  worden  sei. http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560 http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-560

B­3987/2011 Die  Vorinstanz  und  die  Beschwerdegegnerinnen  bestreiten  nicht,  dass  dem  Beschwerdeführer  1  im  vorinstanzlichen  Verfahren  das  rechtliche  Gehör  nicht  gewährt  wurde.  Sie  machen  diesbezüglich  indessen  sinngemäss geltend,  er  habe darauf  auch gar  keinen Anspruch gehabt,  da ihm keine Parteistellung zugekommen sei. 2.1. Als Parteien  im erstinstanzlichen Verfahren gelten Personen, deren  Rechte oder Pflichten die Verfügung berühren soll, und andere Personen,  Organisationen  oder  Behörden,  denen  ein  Rechtsmittel  gegen  die  Verfügung zusteht  (Art. 6 VwVG). Wer gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zu  einer  Beschwerde  gegen  die  in  Frage  stehenden  Verfügung  legitimiert  wäre,  hat  daher  grundsätzlich  Anspruch  darauf,  als  Partei  am  erstinstanzlichen Verfahren teilzunehmen. Für die Frage, ob der Beschwerdeführer 1 im erstinstanzlichen Verfahren  Anspruch  auf  Parteistellung  und  damit  auf  rechtliches  Gehör  gehabt  hätte,  ist  daher  auf  die  gleichen  Parteivorbringen  und  Überlegungen  abzustellen,  die  für  die  Frage  der  Beschwerdelegitimation  des  Beschwerdeführers 1, über die das Bundesverwaltungsgericht bereits  in  seinem  Zwischenentscheid  vom  5.  Oktober  2011  entschieden  hat,  massgeblich waren. 2.2.  Diesbezüglich  macht  der  Beschwerdeführer  1  geltend,  er  sei  als  unbeschränkt  haftender  Komplementär  von  diesen  Verfügungen  direkt  betroffen. Aufgrund dieser Haftbarkeit würden ihn letztlich die finanziellen  Konsequenzen  von  Handlungen  und  Unterlassungen  der  zur  einzelzeichnungsberechtigten  Geschäftsführerin  ernannten  B._______  treffen.  Er  sei  von  der  Vorinstanz  im  ersten  Teil  des  Unterstellungsverfahrens,  das  in  eine  Verfügung  vom  20.  Mai  2008  gemündet habe, ohne Weiteres als Partei betrachtet worden, und es sei  nicht nachvollziehbar, warum ihm diese Parteistellung nach Rückweisung  der Akten zur Neubeurteilung nicht mehr zukommen sollte.  Die  Beschwerdegegnerinnen  wenden  dagegen  ein,  gegen  den  Beschwerdeführer  1  seien  mehrere  Strafverfahren  wegen  ungetreuer  Geschäftsbesorgung,  Veruntreuung,  Betrug  etc.  eröffnet  worden.  Die  Anleger der KG VIII hätten daher bereits 2007 seinen Ausschluss aus der  Gesellschaft beantragt. Dieses Verfahren sei anfangs 2008 zwar sistiert,  inzwischen  aber  wieder  aufgenommen  worden.  Die  Zeichnungsberechtigung für die KG VIII sei ihm im Interesse der Anleger  bereits im Jahr 2007 entzogen worden. Es sei geradezu zynisch, wenn er 

B­3987/2011 nun  Anlegerinteressen  ins  Feld  führe.  Als  Komplementär  habe  er  zwar  eine gewisse Verbundenheit mit den beiden Kommanditgesellschaften. Er  lege indessen nicht dar, inwiefern er durch die Anweisung, B._______ als  Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift einzutragen, direkt betroffen sei.  Der Beschwerdeführer 1 bestreite nicht,  dass er mit  seiner Beschwerde  das  Ziel  einer  "freiwilligen  Liquidation"  der  beiden  Gesellschaften  verfolge.  Es  gehe  ihm  gar  nicht  darum,  selbst  wieder  die  Zeichnungsberechtigung  zu  erhalten,  sondern  er  wolle  den  weiteren  Fortbestand  der Gesellschaften  verhindern. Da  er  an  keiner  der  beiden  Kommanditgesellschaften  finanziell beteiligt sei, könne es  ihm egal sein,  ob  die  Anleger  bei  der  Fortsetzung  der  Geschäftstätigkeit  zu  Schaden  kämen.  Seine  unbeschränkte  Haftung  als  Komplementär  komme  erst  zum  Tragen,  wenn  die  Gesellschaft  aufgelöst  oder  erfolglos  betrieben  werde oder wenn das Gesellschaftsvermögen im Konkurs nicht ausreiche  zur Befriedigung der Gesellschaftsgläubiger. Im vorliegenden Fall sei ein  derartiges  Szenario  indessen  undenkbar,  da  die  Gesellschaften  über  Liegenschaften mit einem Marktwert von über Fr. 30 Mio verfügten. Die  Frage, wer letztlich die Geschäfte der Kommanditgesellschaften führe, sei  daher letztlich für den Beschwerdeführer 1 nicht relevant. Die  Vorinstanz  macht  geltend,  der  Beschwerdeführer  1  sei  durch  die  Anweisungen an die Handelsregister  nicht  benachteiligt worden und  sei  dadurch effektiv nicht mehr als irgend ein Gesellschafter berührt. Aus der  Aufhebung der angefochtenen Anweisung würde ihm effektiv kein Vorteil  entstehen.  Es  sei  nicht  nachvollziehbar,  worin  sein  Interesse  bestehen  könnte.  Das  Risiko  der  Haftung  als  unbeschränkt  haftender  Komplementär bestehe danke dem Wert des Hotels (…) faktisch nicht. 2.3.  Wie  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  in  seinem  Zwischenentscheid vom 5. Oktober 2011 dargelegt hat,  ist zwischen der  Befugnis eines Komplementärs, in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer  der  Kommanditgesellschaft  im  Namen  der  Gesellschaft  Beschwerde  zu  führen,  und  der  Beschwerdelegitimation,  die  dem  Komplementär  in  eigenem  Namen  zukommt,  zu  unterscheiden.  Je  nach  dem  Inhalt  der  eine  Kommanditgesellschaft  betreffenden  Verfügung  ist  nicht  nur  die  Gesellschaft  selbst,  sondern  auch  der  Komplementär  einer  Kommanditgesellschaft  grundsätzlich  legitimiert,  in  eigenem  Namen  dagegen  Beschwerde  zu  führen.  Ob  er  für  die  Gesellschaft  zeichnungsberechtigt ist oder ob ihm diese Berechtigung ausnahmsweise  entzogen  wurde,  ist  diesbezüglich  irrelevant,  denn  die  Zeichnungsberechtigung ist nur massgebend für die Befugnis, im Namen 

B­3987/2011 der  Gesellschaft  Beschwerde  zu  erheben.  Entscheidwesentlich  für  die  Frage der Legitimation eines Komplementärs zur Beschwerdeführung  in  eigenem Namen ist vielmehr allein seine unbeschränkte Haftbarkeit (vgl.  BGE  98  Ib  269  E.  1;  vgl.  auch  zur  gleichen  Frage  bezüglich  des  geschäftsführenden  Gesellschafters  einer  GmbH  das  Urteil  des  Bundesgerichts 5A_224/2009 vom 22. Mai 2009 E. 3.3.2).  Durch  die  angefochtenen  Verfügungen  vom  30.  Mai  2011  liess  die  Vorinstanz die Zeichnungsberechtigung ihrer Untersuchungsbeauftragten  bzw.  Liquidatorin  löschen  und  stattdessen  B._______  als  alleinige  und  einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin der KG VIII und der KG IX  ins Handelsregister eintragen.  Es  ist  unbestritten  und  aktenkundig,  dass  B._______  vorher  nie  als  einzelzeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  oder  der  KG IX im Handelsregister eingetragen gewesen war. Insofern handelt es  sich  bei  ihrer  Eintragung  nicht  um  ein  "Wiederaufleben"  einer  bereits  früher  eingetragenen  und  während  des  Eingreifens  der  Vorinstanz  nur  unterdrückten Zeichnungsberechtigung, sondern um einen neuen Eintrag. Der  Handelsregistereintrag  einer  Kommanditgesellschaft  ist  für  die  gesellschaftsinternen Vertretungsverhältnisse nicht bestimmend, sondern  er hat eine rein deklaratorische Funktion. Er bewirkt indessen gegenüber  gutgläubigen  Dritten  eine  unwiderlegbare  Vermutung  des  Vertretungsverhältnisses  (vgl. CHRISTOPH M. PESTALOZZI/PETER HETTICH,  in: Honsell/ Vogt/Watter  [Hrsg.], Basler Kommentar Obligationenrecht  II,  3.  Aufl.,  Basel  2008  [Basler  Kommentar  OR  II],  N.  7  zu  Art.  567).  Ungeachtet  der  Frage,  ob  sie  tatsächlich  gesellschaftsintern  als  einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin anzusehen  ist oder nicht,  wäre  B._______  deshalb  gestützt  auf  die  im  Handelsregister  eingetragene  Zeichnungsberechtigung  faktisch  in  der  Lage,  über  die  Aktiven  der  Beschwerdegegnerinnen  zu  verfügen,  erhebliche  Mittel  abzuziehen  und  generell  die Geschicke  der  Beschwerdegegnerinnen  in  einer  Art  und  Weise  zu  lenken,  dass  trotz  der  im  Verfügungszeitpunkt  noch  durchaus  solventen  Situation  eine  Überschuldung  der  Kommanditgesellschaften  eintreten  könnte.  Da  der  Beschwerdeführer  1  nach wie vor unbeschränkt haftbarer Komplementär der KG VIII und der  KG IX ist, würde er für einen entsprechenden Verlust haften. Es ist daher  offensichtlich, dass er durch die Frage, wer für die KG VIII und die KG IX  neu  als  zeichnungsberechtigt  ins  Handelsregister  eingetragen  wird,  faktisch  fast  genauso  direkt  betroffen  ist,  wie  wenn  das  zuständige 

B­3987/2011 Zivilgericht  die  gesellschaftsinternen  Vertretungsverhältnisse  abändern  würde.  Der Beschwerdeführer 1 als unbeschränkt haftbarer Komplementär hätte  daher  offensichtlich  Anspruch  darauf  gehabt,  dass  ihm  im  vorinstanzlichen Verfahren Parteistellung zugestanden worden wäre.  2.4. Das rechtliche Gehör (vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101]  und Art.  26  ff. VwVG)  dient  einerseits  der Sachaufklärung,  andererseits  stellt  es  ein  persönlichkeitsbezogenes  Mitwirkungsrecht  beim  Erlass  eines  Entscheides  dar,  welcher  in  die  Rechtsstellung  des  Einzelnen  eingreift. Dazu gehört  insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor  Erlass  eines  solchen  Entscheides  zur  Sache  zu  äussern,  erhebliche  Beweise beizubringen, Einsicht  in die Akten zu nehmen, mit erheblichen  Beweisanträgen  gehört  zu  werden  und  an  der  Erhebung  wesentlicher  Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis  zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der  Anspruch auf  rechtliches Gehör umfasst  als Mitwirkungsrecht  somit  alle  Befugnisse,  die  einer  Partei  einzuräumen  sind,  damit  sie  in  einem  Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135  II  286 E.  5.1 mit  zahlreichen Hinweisen;  vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O. Rz. 1672 ff).  2.5. Aus der dargelegten direkten Betroffenheit des Beschwerdeführers 1  durch  die  angefochtenen  Verfügungen  vom  30.  Mai  2011  ergibt  sich  somit, dass die Vorinstanz ihm im Verfahren, das zu diesen Verfügungen  führte, das rechtliche Gehör hätte gewähren müssen. 2.6.  In  sachverhaltlicher Hinsicht  ist  aktenkundig  und  unbestritten,  dass  der  Beschwerdeführer  1  selbst  sich  aktiv  darum  bemüht  hatte,  am  Verfahren  teilzunehmen. So gelangte er am 26.  Januar 2011, nachdem  die  Begründung  des  Urteils  des  Bundesgerichts  2C_571/2009  vom  5.  November 2010 eröffnet worden war, von sich aus an die Vorinstanz und  beantragte,  es  sei  nun  zu  versuchen,  das Hotel  zu  verkaufen,  und  nur,  wenn  das  scheitern  sollte,  über  das  weitere  Vorgehen,  allenfalls  die  Liquidation,  zu entscheiden. Es  ist unbestritten, dass die Vorinstanz auf  diese Anfrage nicht reagierte. Am 21. März 2011 rief der Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  1  beim  zuständigen  Sachbearbeiter  der  Vorinstanz an und erkundigte sich nach dem Stand des Verfahrens und  dem  weiteren  Vorgehen  der  Vorinstanz.  Aus  der  diesbezüglichen 

B­3987/2011 Telefonnotiz  des  zuständigen  Sachbearbeiters  kann  nicht  entnommen  werden, dass diese Frage überhaupt beantwortet wurde. Die Vorinstanz  hat  dies  auch  gar  nicht  behauptet.  Unbestritten  ist  auch,  dass  der  Beschwerdeführer 1 weder eine Kopie der Korrespondenz der Vorinstanz  mit  dem  Rechtsvertreter  der  Beschwerdegegnerinnen  oder  mit  B._______  erhielt  noch  zu  der  Besprechung  vom  1.  März  2011  eingeladen oder darüber informiert wurde. Aktenkundig  und  unbestritten  ist  ferner,  dass  die  angefochtenen  Verfügungen nicht begründet sind und dass der Beschwerdeführer 1 am  15. Juni  2011  bei  der  Vorinstanz  um  Akteneinsicht  ersucht,  auf  dieses  Gesuch jedoch keine Antwort erhalten hat.  2.7. Die Rüge  des Beschwerdeführers  1,  sein Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  sei  durch  die  Vorinstanz  verletzt  worden,  erweist  sich  daher  als  offensichtlich begründet. 2.8.  Nach  der  Rechtsprechung  kann  eine  nicht  besonders  schwerwiegende  Verletzung  des  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  ausnahmsweise im Rechtsmittelverfahren geheilt werden. Voraussetzung  dafür ist, dass die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer  Beschwerdeinstanz  zu  äussern,  die  sowohl  den  Sachverhalt  wie  die  Rechtslage  frei  überprüfen  kann. Von einer Rückweisung der Sache an  die  Verwaltung  ist  selbst  bei  einer  schwerwiegenden  Verletzung  dann  abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen  Leerlauf  und  damit  zu  unnötigen  Verzögerungen  führen  würde,  die  mit  dem (der Anhörung gleichgestellten)  Interesse der betroffenen Partei an  einer  beförderlichen  Beurteilung  der  Sache  nicht  zu  vereinbaren  wären  (BGE  133  I  201  E.  2.2  mit  Hinweisen).  In  der  Lehre  wird  dagegen  teilweise  die  Auffassung  vertreten,  Heilungen  von  Gehörsverletzungen  seien abzulehnen bzw. wesentlich  zurückhaltender  zuzulassen,  als  dies  in  der  Praxis  effektiv  geschieht.  Begründet  wird  diese  Auffassung  einerseits damit, dass der Instanzenzug dadurch verkürzt werde und der  Betroffene  sich  gegenüber  einem  negativen  Entscheid  einer  Behörde  durchsetzen  müsse.  Vor  allem  aber  mache  ihn  die  Behörde  durch  die  Gehörsverweigerung  zum  Verfahrensobjekt,  statt  ihn  als  Partner  zu  behandeln. Dies könne nicht geheilt werden, sondern müsse sanktioniert  werden  (vgl.  HÄFELIN/  MÜLLER/  UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 1711,  mit  Hinweisen). http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=verletzung+geh%F6r+ausnahmsweise+kognition&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201

B­3987/2011 2.9.  Im  vorliegenden  Fall  handelte  es  sich  offensichtlich  um  eine  schwerwiegende Gehörsverletzung, weshalb fraglich ist, ob eine Heilung  im Rechtsmittelverfahren überhaupt zulässig ist.  Zur Zeit wären auch die Voraussetzungen dafür gar nicht gegeben: Der  Beschwerdeführer  1  konnte  zwar  die  ihm  durch  die  Vorinstanz  verweigerte Akteneinsicht am 23. September 2011 nachholen. Auch hat  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  15.  November  2011  die  angefochtenen  Verfügungen  begründet.  Der  Beschwerdeführer  1  hatte  indessen  noch  keine  Gelegenheit,  seine  Vorbringen  in  einem  zweiten  Schriftenwechsel zu ergänzen.  Die Durchführung eines derartigen weiteren Schriftenwechsels würde das  Verfahren indessen unweigerlich um mehrere Monate verlängern, was im  vorliegenden  Fall  offensichtlich  problematisch  wäre.  Die  Liquiditätssituation  der  KG  VIII  ist  angespannt  und  auch  die  ungeklärte  Situation  aufgrund  der  Kündigung  des  Managementvertrags  mit  der  R._______  auf  Ende  Januar  2012  durch  B._______  muss  dringend  geregelt  werden.  Die  Handlungsfähigkeit  der  KG  VIII  sollte  daher  möglichst rasch und in rechtskonformer Weise wieder hergestellt werden.  2.10. Hinzu  kommt,  dass  die  angefochtenen  Verfügungen  vom  30. Mai  2011  auch  aus  einem  anderen  Grund  aufzuheben  sind,  wie  noch  darzulegen ist.  3.  In  materieller  Hinsicht  rügt  der  Beschwerdeführer  1  weiter,  die  angefochtenen Verfügungen stünden im Widerspruch zum Entscheid des  Bundesgerichts,  weil  die  KG  VIII  nicht  umstrukturiert  worden  sei.  Die  Vorinstanz  hätte  prüfen  müssen,  ob  die  Vorschläge  der  KG  VIII  zur  Herstellung  des  rechtsmässigen  Zustands  gesetzeskonform  und  praktikabel  seien.  Dies  habe  sie  nicht  getan.  Die  stattdessen  von  der  Vorinstanz  angeordneten  Massnahmen  –  die  Sitzverlegung  und  die  Eintragung  von  B._______  als  Geschäftsführerin  –  hätten  die  Rechtswidrigkeit sogar verstärkt, statt sie zu beseitigen. Die Verfügungen  der  Vorinstanz  stünden  auch  im  Widerspruch  zum  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts,  weil  die  KG  IX  nicht  liquidiert  worden  sei.  Indem  die  Vorinstanz  B._______  auch  bei  der  KG  IX  als  Geschäftsführerin  eingesetzt  habe,  habe  sie  im  Ergebnis  ihre  eigene  Verfügung  in  Wiedererwägung  gezogen,  ohne  jedoch  ein  förmliches  Wiedererwägungsverfahren  durchzuführen.  Die  angefochtenen 

B­3987/2011 Verfügungen könnten sich auf keine gesetzliche Grundlage stützen. Die  Vorinstanz habe keines der  in Art.  132  ff.  des Kollektivanlagengesetzes  geregelten  Aufsichtsinstrumente  angewendet  und  insbesondere  keine  Überführung  in eine gesetzmässige Form angeordnet. Stattdessen habe  sie  eine  Sitzverlegung  angeordnet,  die  dem  Gesellschaftsvertrag  widerspreche,  und  eine  Geschäftsführerin  eingesetzt,  die  dazu  weder  legitimiert noch qualifiziert sei. Ausserdem verstiessen die angefochtenen  Verfügungen gegen die Anlegerinteressen. Die  Beschwerdegegnerinnen  bestreiten  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers 1 bezüglich der fehlenden Legitimität und Kompetenz  von  B._______.  Es  gehe  ihm  offensichtlich  lediglich  darum,  B._______  sowie  den  Treuhandkommanditär  Q._______  zu  verunglimpfen.  Die  Behauptung,  dass  die  Beschlüsse  der  Gesellschafterversammlung  vom  14.  Dezember  2007  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  nichtig  seien,  sei  falsch. Die Klage des Beschwerdeführers 1 gegen diese Beschlüsse sei  verspätet  eingereicht  worden.  An  jener  Gesellschafterversammlung  hätten  sich  alle  Gesellschafter  mit  dem  Vorgehen  von  B._______  und  dem Rechtsvertreter einverstanden erklärt und namentlich die gegen den  Beschwerdeführer  1  eingeleiteten  Schritte  begrüsst.  Dass  die  angefochtenen  Verfügungen  auf  keiner  gesetzlichen  Grundlage  basierten,  werde  bestritten.  Nach  der  finanziellen  Entflechtung  von  den  restlichen Gesellschaften der A._______­Gruppe habe die Vorinstanz zu  Recht  zum  Schluss  kommen  dürfen,  dass  keine  Hinweise mehr  darauf  bestünden,  dass  die  beiden  Kommanditgesellschaften  in  ihrer  jetzigen  Form einer Tätigkeit im Sinne des Kollektivanlagengesetzes nachgingen.  Die  Vorinstanz  sei  an  den  Gesellschaftervertrag  nicht  gebunden  und  gewisse Änderungen könnten durch die Gesellschafterversammlung auch  im Nachhinein genehmigt werden. Die Vorinstanz begründet ihre Verfügungen vom 30. Mai 2011 erstmals in  ihrer  Vernehmlassung  vom  15.  November  2011.  Sie  erachtet  ihre  Verfügungen als rechtmässig und angemessen. Das Bundesgericht habe  in  seinem  Entscheid  vom  5.  November  2010  festgestellt,  dass  es  im  Rahmen  der  Anpassung  der  "A._______­Gruppe"  an  das  Kollektivanlagengesetz zu einer deutlichen wirtschaftlichen Loslösung der  KG  VIII  von  A._______  und  dessen  Gruppe  gekommen  sei  und  die  Gesellschaft  inzwischen  eine  eigene  Organisation  und  Zwecksetzung  habe,  weshalb  sie  nicht  als Mitglied  der Gruppe  habe  liquidiert  werden  können. Eine eigenständige Liquidation der KG VIII  sei andererseits als  nicht  verhältnismässig  beurteilt  worden.  Das  Bundesgericht  habe  daher 

B­3987/2011 die  Liquidation  aufgehoben  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz zurückgewiesen. Die Neubeurteilung habe ergeben, dass die  KG  VIII  inzwischen  mit  Hilfe  der  Liquidatorin  bzw.  Untersuchungsbeauftragten  finanziell  von  den  restlichen  Gesellschaften  der  A.________­Gruppe  und  vom  Beschwerdeführer  1  entflochten  worden  sei  und  heute  als  eigenständiges  Unternehmen  dastehe.  Es  handle  sich  zwar  um  eine  Beteiligungsgesellschaft,  welche  jedoch  mit  eigenem  Personal  das  operative  Geschäft  des  Hotels  (…)  führe  und  somit nicht dem Kollektivanlagengesetz unterstellt sei. Da die Vorinstanz  Ende  Mai  2011  festgestellt  habe,  dass  die  KG  VIII  aktuell  kein  Finanzmarktgesetz  verletze,  sei  das  aufsichtsrechtliche  Verfahren  beendet  und  die  Untersuchungsbeauftragte  bei  der  KG  VIII  sowie  die  Liquidatorin  bei  der  KG  IX  im  Handelsregister  ausgetragen  worden.  Zugleich  sei  bezüglich  der  Zeichnungsberechtigung  der  Zustand wieder  herzustellen gewesen, wie er vor dem aufsichtsrechtlichen Eingreifen der  Vorinstanz bestanden habe. Im Jahr 2007 seien dem Beschwerdeführer 1  die  Zeichnungsberechtigung  für  die  KG  VIII  und  die  KG  IX  von  der  Gesellschaft  entzogen  und  stattdessen  B._______  von  der  Gesellschafterversammlung  als  Geschäftsführerin  gewählt  worden,  nachdem  sie  zuvor  vom  Vormundschaftsamt  (…)  zur  Beiständin  der  Gesellschaften  bestellt  worden  sei.  Die  Wahl  von  B._______  sei  vom  Beschwerdeführer 1 angefochten worden. Der Vorinstanz sei der heutige  Stand  dieses  zivilrechtlichen  Verfahrens  nicht  bekannt,  doch  soweit  ersichtlich  sei  nie  ein  Urteil  ergangen.  Indessen  sei  aufgrund  dieser  Umstände  beim  Einschreiten  der  Vorinstanz  bei  der  KG VIII  keine  Geschäftsleitung  im  Handelsregister  eingetragen  gewesen,  welcher  die  Zeichnungsberechtigung nach Abzug des Untersuchungsbeauftragten im  Mai  2011  wieder  hätte  zugestanden  werden  können.  Dies  hätte  zur  Handlungsunfähigkeit  der  KG  VIII  geführt,  was  angesichts  der  angespannten Liquiditätssituation der KG VIII  unweigerlich den Konkurs  der  Gesellschaft  zur  Folge  gehabt  hätte.  Im  Rahmen  verschiedener  Gespräche zwischen der Vorinstanz und der Untersuchungsbeauftragten  sowie Vertretern der KG VIII habe sich gezeigt, dass der eingeschlagene  Kurs – die definitive Loslösung vom Beschwerdeführer 1 − weiterverfolgt  werden  solle. Die grosse Mehrheit  der Kommanditäre  der KG VIII  habe  mangels  Vertrauen  in  den  Beschwerdeführer  1  den  endgültigen  Bruch  angestrebt.  Der  Beschwerdeführer  1  habe  sich  offenbar  geweigert  sich  als  unbeschränkt  haftender  Komplementär  aus  der  KG  VIII  zurück  zu  ziehen. Daher habe die KG VIII im Frühjahr den Plan gefasst, sich in eine  Aktiengesellschaft  zu  wandeln,  um  sich  auf  diese Weise  juristisch  vom  Beschwerdeführer 1  lösen zu können. Der Plan habe der Vorinstanz als 

B­3987/2011 im Einklang mit dem Entscheid des Bundesgerichts stehend erschienen.  B._______,  die  von der Gesellschafterversammlung  vom 14. Dezember  2007  mit  überwältigender  Mehrheit  gewählte  Geschäftsführerin  und  ehemalige Beiständin der KG VIII, habe sich angeboten, die Gesellschaft  in  die  neue  Form  zu  überführen.  Die  Vorinstanz  habe  daher  im  Sinne  einer  konstruktiven Lösung, welche  sachlich  gerechtfertigt  und  juristisch  vertretbar  erschienen  sei  sowie  bei  niemandem  einen  finanziellen  Schaden  bewirkte,  die  zuständigen  Handelsregister  angewiesen,  die  Zeichnungsberechtigung  von  B._______  bei  der  KG  VIII  und  IX  einzutragen.  Beide  Gesellschaften  hätten  sodann  baldmöglichst  durch  Durchführung  einer  Gesellschafterversammlung  mit  Neuwahlen  selbst  bestimmen  sollen,  wen  sie  als  Geschäftsführer  wählen  wollten.  Die  Frage,  wie  die  Vertretung  der  Gesellschaft  langfristig  zivilrechtlich  geregelt werde, obliege den zuständigen Zivilgerichten. 3.1.  Das  Beschwerdeverfahren  vor  Bundesverwaltungsgericht  wird  grundsätzlich  von  der  Dispositionsmaxime  beherrscht.  Streitgegenstand  in  der  nachträglichen  Verwaltungsrechtspflege  bildet  das  Rechtsverhältnis,  welches  Gegenstand  der  angefochtenen  Verfügung  bildet, soweit es im Streit liegt (BGE 131 V 164 E. 2.1 mit Hinweisen).  Anfechtungsobjekt  des  vorliegenden  Verfahrens  sind  die  beiden  Verfügungen  vom  30.  Mai  2011,  mit  denen  die  Vorinstanz  das  Handelsregisteramt  des  Kantons  N._______  bzw.  das  Handelsregisteramt des Kantons K._______   anwies, die Eintragung der  X._______ AG als Untersuchungsbeauftragte der KG VIII bzw. der KG IX  zu löschen und B._______ als Geschäftsführerin der KG VIII bzw. der KG  IX mit Einzelunterschrift einzutragen.  Der Beschwerdeführer 1 beantragt, diese Verfügungen seien aufzuheben  und die gestützt darauf vorgenommenen Eintragungen seien rückgängig  zu  machen.  In  der  Begründung  seiner  Beschwerde  führt  er  zusätzlich  aus,  Rechtsfolgen  der  beantragten  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügungen  seien  nicht  nur  die  Löschung  der  fraglichen  Einträge  im  Handelsregister,  sondern  gleichzeitig  müsse  auch  ein  neutraler,  qualifizierter  Treuhänder  eingesetzt  werden,  welcher  die  Geschäftsführung der KG VIII und der KG IX übernehme. Ferner müsse  die  Vorinstanz  angewiesen  werden,  in  der  Sache  selbst  neu  zu  entscheiden,  indem  die  beiden  Gesellschaften  freiwillig  zu  liquidieren  seien. http://links.weblaw.ch/BGE-131-V-164 http://links.weblaw.ch/BGE-131-V-164 http://links.weblaw.ch/BGE-131-V-164 http://links.weblaw.ch/BGE-131-V-164 http://links.weblaw.ch/BGE-131-V-164

B­3987/2011 Für  die  Frage,  inwieweit  ein  Rechtsverhältnis  im  Streit  liegt,  ist  auf  die  Beschwerdebegehren  abzustellen.  Bei  Laienbeschwerden  werden  diesbezüglich  auch  Rechtsbegehren  berücksichtigt,  die  sich  lediglich  sinngemäss  aus  der  Begründung  der  Beschwerde  ergeben;  ist  ein  Beschwerdeführer dagegen durch einen Rechtsanwalt vertreten, so sind  grundsätzlich  nur  die  formal  ausgeschiedenen,  als  Rechtsbegehren  bezeichneten  Anträge  massgeblich.  Die  Beschwerdebegründung  ist  lediglich  ergänzend  bzw.  zum  richtigen  Verständnis  dieser  formal  gestellten Beschwerdebegehren heranzuziehen. Der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens beschränkt sich somit  auf  das  Beschwerdebegehren,  die  angefochtenen  Verfügungen  vom  30. Mai 2011 seien aufzuheben und die gestützt darauf vorgenommenen  Eintragungen  seien  rückgängig  zu  machen.  Die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu  den  von  ihm  erwarteten  Rechtsfolgen  können  dagegen nicht zu einer Erweiterung des Streitgegenstands auf die Frage  einer  allfälligen  Liquidation  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  führen.  Ob  die  Vorinstanz das Urteil des Bundesgerichts vom 5. November 2010 richtig  umgesetzt  hat  oder  nicht  bzw.  ob  sie  statt  der  angefochtenen  Verfügungen  andere  Massnahmen  hätte  treffen  sollen,  um  den  Weisungen des Bundesgerichts zu entsprechen, ist nicht Gegenstand der  vom  Beschwerdeführer  1  gestellten  Rechtsbegehren  und  damit  auch  nicht Teil des Streitgegenstands des vorliegenden Verfahrens.  3.2. Das  Kollektivanlagengesetz  vom  23. Juni  2006  (KAG,  SR  951.31)  sieht vor, dass die Vorinstanz gegen Personen, die ohne Bewilligung oder  Genehmigung  eine  nach  diesem  Gesetz  bewilligungspflichtige  Tätigkeit  ausüben,  die  Auflösung  verfügen  kann  (vgl.  Art.  135  Abs.  1  KAG). Zur  Wahrung der  Interessen der Anleger  kann die Vorinstanz auch  lediglich  die  Überführung  der  kollektiven  Kapitalanlage  in  eine  gesetzmässige  Form vorschreiben  (vgl. Art.  135 Abs.  2 KAG). Weiter  sieht Art.  31 des  Finanzmarktaufsichtsgesetzes  vom  22.  Juni  2007  (FINMAG,  SR  956.1)  vor,  dass  die  Vorinstanz  für  die  Wiederherstellung  des  ordnungsgemässen  Zustandes  sorgt,  wenn  ein  Beaufsichtigter  die  Bestimmungen  eines  Finanzmarktgesetzes  verletzt  oder  sonstige  Missstände bestehen.  Auch  im  Kontext  der  sehr  weit  gefassten  Kompetenznorm  von  Art.  31  FINMAG muss die Vorinstanz –  trotz des  ihr  eingeräumten  technischen  Ermessens  –  gesetzeskonform  handeln  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 

B­3987/2011 2C_127/2010  vom  15.  Juli  2011  E.  2.3).  Die  massgeblichen  zivil­  und  gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen sind daher zu beachten. 3.3.  Die  Vorinstanz  macht  sinngemäss  geltend,  sie  habe  mit  den  angefochtenen Verfügungen  lediglich  der  KG VIII  und  der  KG  IX  deren  eigene  Handlungsfähigkeit  zurückgegeben,  nachdem  sie  das  aufsichtsrechtliche Verfahren beendet und die Untersuchungsbeauftragte  bei der KG VIII sowie die Liquidatorin bei der KG  IX  im Handelsregister  ausgetragen  habe.  Ihre  Absicht  sei  gewesen,  bezüglich  der  Zeichnungsberechtigung grundsätzlich den Zustand wieder herzustellen,  wie er vor dem aufsichtsrechtlichen Eingreifen bestanden habe.  3.4.  Diesbezüglich  ist  indessen  festzustellen,  dass  die  durch  die  Vorinstanz  verfügten  Handelsregistereinträge  in  wesentlichen  Punkten  von  den  effektiven  gesellschaftsrechtlichen  Vertretungsverhältnissen  innerhalb der KG VIII und der KG IX abweichen. 3.5.  Was  die  KG  IX  betrifft,  so  war  dem  Beschwerdeführer  1  die  gesellschaftsinterne  Vertretungsbefugnis  nie  entzogen  worden.  Die  Vorinstanz  behauptet  dies  zwar  in  ihrer  Vernehmlassung,  indessen  ist  aktenmässig  nicht  nachvollziehbar,  worauf  sie  diese  Annahme  stützt.  Auch  die  Beschwerdegegnerinnen  haben  weder  in  diesem  noch  im  Verfahren  B­4312/2008  je  behauptet,  dass  ein  Gerichtsurteil,  eine  richterliche  Verfügung  oder  der  Beschluss  einer  Gesellschafterversammlung  der  KG IX  existierten,  die  sich  zur  Frage  eines  Entzugs  der  Vertretungsbefugnis  des  Beschwerdeführers  1  oder  zur  Ernennung  von  B._______  zur  Geschäftsführerin  äussern  würden  (vgl.  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts B­4312/2008 vom 31. Juli 2009 E. 1.6.3). Der  Beschluss  der  ausserordentlichen  Gesellschafterversammlung  der  KG  VIII vom 14. Dezember 2007  ist  in Bezug auf diese Frage offensichtlich  nichtig, da es sich dabei nicht einmal formal um einen Beschluss der KG  IX handelt.  Warum  die  Vorinstanz  davon  ausging,  B._______  sei  als  Geschäftsführerin der KG IX anzusehen, ist daher nicht nachvollziehbar. 3.6. Bezüglich  der  KG  VIII  führt  die  Vorinstanz  aus,  B._______  sei  die  ehemalige  Beiständin  der  KG  VIII  und  anlässlich  der  Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2007 mit überwältigender  Mehrheit der Anleger zur Geschäftsführerin gewählt worden, weshalb es 

B­3987/2011 rechtlich  zulässig  gewesen  sei,  sie  als  einzelzeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  ins Handelsregister einzutragen. Diese Argumentation  geht  indessen  in  verschiedenen  Punkten  von  unrichtigen  sachverhaltlichen oder rechtlichen Prämissen aus. 3.6.1.  Aus  den  vorinstanzlichen  Akten  ergibt  sich,  dass  der  Kantonsgerichtspräsident  K._______   auf  Antrag  der  Treuhandgesellschaften, welche den Grossteil der Kommanditäre der KG  VIII  vertreten,  dem  Beschwerdeführer  1  mit  vorsorglicher  Massnahme  vom 30. Mai 2007 die Zeichnungsberechtigung für die KG VIII entzogen  hatte.  In  der  Begründung  dieses  Entscheids  verwies  der  Kantonsgerichtspräsident  die  Gesuchstellerinnen  an  die  zuständige  Vormundschaftsbehörde,  um  der  durch  diese  Massnahme  handlungsunfähig  gewordenen  KG  VIII  einen  Beistand  bestellen  zu  lassen.  In  der  Folge  ernannte  das  zuständige  Vormundschaftsamt  (…)  die  von  den  Treuhändern  vorgeschlagene  B._______  zur  (alleinigen)  Beiständin  der  KG  VIII.  Der  Beschwerdeführer  1  erhob  gegen  diesen  Beschluss  Einsprache,  worauf  die  Vormundschaftsbehörde  am  27. November  2007  eine  Mehrfachbeistandsschaft  mit  gemeinsamer  Amtsführung  einsetzte,  bestehend  aus  B._______  und  einem  vom  Beschwerdeführer  1  vorgeschlagenen  zweiten  Beistand.  Diese  Mehrfachbeistandsschaft wurde am 25. August 2010 aufgehoben, auch in  Bezug  auf  B._______,  und  konnte  daher  über  diesen  Zeitpunkt  hinaus  keine Wirkung mehr entfalten.  3.6.2. Richtig  ist, dass B._______ mit Beschluss der ausserordentlichen  Gesellschafterversammlung  der  KG  VIII  vom  14.  Dezember  2007  zur  Geschäftsführerin  der  KG  VIII  und  der  KG  IX  gewählt  wurde.  Der  Beschwerdeführer 1 erachtet diesen Beschluss allerdings als nichtig und  hat ihn angefochten. Das Resultat dieser Klage ist unbestrittenermassen  noch  ausstehend.  Ob  ein  derartiger  Beschluss,  solange  er  noch  nicht  durch Urteil aufgehoben wurde, gültig wäre, wenn er nur anfechtbar, aber  nicht nichtig wäre, wie das bezüglich Generalversammlungsbeschlüssen  einer  Aktiengesellschaft  gilt,  erscheint  angesichts  der  wesentlichen  Unterschiede zwischen den jeweiligen rechtlichen Ordnungen als fraglich  (vgl.  auch  PETER  JUNG,  in:  Amstutz/Breitschmid/Furrer/Girsberger/Huguenin/Müller­Chen/Roberto/  Rumo­Jungo/Schnyder  [Hrsg.],  Handkommentar  zum  Schweizer  Privatrecht, Zürich/Basel/Genf 2007, N. 4 zu Art.  534 OR). Diese Frage  kann  indessen  offen  gelassen  werden,  da  auch  die  Gründe,  die  der 

B­3987/2011 Beschwerdeführer  1  für  die  Annahme  von  Nichtigkeit  angeführt  hat,  keineswegs zum vornherein alle als haltlos erscheinen:  Der  Beschwerdeführer  1  kritisiert  diesbezüglich  u.a.,  die  Gesellschafterversammlung sei gemäss § 9 Abs. 1 Gesellschaftsvertrag  zwar  befugt,  "weitere  Geschäftsführer"  neben  dem  Komplementär  zu  bestellen, nicht aber an seiner Stelle.  Die  in  Frage  stehende  Bestimmung  ist  nicht  nur  nach  ihrem  Wortlaut,  sondern auch im Kontext des massgebenden Rechts auszulegen. In der  herrschenden Lehre wird diesbezüglich die Auffassung vertreten, dass es  grundsätzlich nicht zulässig sei, die Geschäftsführung einer Kommandit­  oder  Kollektivgesellschaft  ausschliesslich  einem  Geschäftsführer  anzuvertrauen, der kein Komplementär bzw. kein Gesellschafter  ist  (vgl.  PESTALOZZI/HETTICH,  a.a.O.,  N.  7  zu  Art.  603;  CARL  BAUDENBACHER,  Basler  Kommentar  OR  II,  N.  6  zu  Art.  555).  Ob  der  einzige  Komplementär, dessen Namen die Kommanditgesellschaft auch noch  in  der  Firma  trägt,  überhaupt  gegen  seinen  Willen  aus  der  Gesellschaft  ausgeschlossen  werden  kann,  ohne  dass  die  Kommanditgesellschaft  selbst aufgelöst oder grundsätzlich umstrukturiert werden muss, ist daher  fraglich. Diese Frage  ist  indessen seit Sommer 2007 Gegenstand eines  Verfahrens vor dem zuständigen Zivilgericht. Es stellt eine offensichtliche  Missachtung  dieser  gerichtlichen  Zuständigkeit  –  und  möglicherweise  auch  von  zwingendem  materiellem  Recht  –  dar,  wenn  ein  Teil  der  Kommanditäre  in  dieser  Situation  versucht,  durch  einen  gesellschaftsinternen Mehrheitsbeschluss eine Vertreterin seiner eigenen  gesellschaftsinternen  Fraktion  zur  alleinigen  und  einzelzeichnungsberechtigten  Geschäftsführerin  zu  ernennen  und  damit  das Urteil des zuständigen Zivilgerichts in seinem Sinn vorwegzunehmen.  Das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  1,  der  von  ihm  angefochtene  Beschluss  der  ausserordentlichen  Gesellschafterversammlung  vom  14.  Dezember  2007  sei  nichtig,  erscheint  daher  nicht  ohne  Weiteres  als  haltlos.  3.6.3.  Angesichts  dieser  Sachverhaltslage  hatte  bereits  das  Bundesgericht in seinem Urteil ausgeführt, die Vertretungsverhältnisse in  der  KG  VIII  seien  "gesellschaftsintern  umstritten,  ohne  dass  die  Frage  zivilrechtlich  definitiv  entschieden  wurde"  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_571/2009  vom  5.  November  2010  E. 1.1.1).  Dieser  Beurteilung  ist 

B­3987/2011 immer  noch  zuzustimmen,  denn  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  hat  sich diesbezüglich nicht geändert.   3.6.4. Letztlich sind diese umstrittenen Fragen im vorliegenden Verfahren  nicht  zu  entscheiden,  auch  nicht  vorfrageweise. Sowohl  der Entzug  der  Geschäftsführereigenschaft  des  Beschwerdeführers  1  wie  auch  die  Gültigkeit  des  Beschlusses  der  ausserordentlichen  Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2007 sind je Gegenstand  eines  zur  Zeit  immer  noch  hängigen  zivilrechtlichen  Verfahrens.  Die  Zuständigkeit  dieser Zivilgerichte  ist  zu  respektieren und  ihrem Urteil  ist  nicht  vorzugreifen,  insbesondere  nicht  ohne  Not  und  ohne  vertiefte  Auseinandersetzung  mit  dem  massgeblichen  Sachverhalt  und  dem  anwendbaren Recht.  3.7. Die  angefochtenen  Verfügungen  der  Vorinstanz  vom  30. Mai  2011  erweisen  sich  daher  auch  in  der  Sache  als  rechtswidrig  und  sind  aufzuheben und die bereits vorgenommenen Einträge von B._______ als  einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin der KG VIII und der KG IX  ins Handelsregister sind zu löschen.  4.  Die  Vorinstanz  stellt  sich  in  ihrer  Vernehmlassung  auf  den  Standpunkt,  auch  wenn  die  Eintragung  von  B._______  als  zeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  sich  als  rechtswidrig  erweisen  und  zu  löschen  sein  sollte,  sei  die Sache  jedenfalls  nicht  an die Vorinstanz  zurückzuweisen.  Wie  in  diesem Fall  die Handlungsfähigkeit  der Gesellschaften  gesichert  werden  könne,  müssten  die  Gesellschafter  nach  den  Regeln  des  Zivilrechts  klären.  Für  aufsichtsrechtliche  Handlungen  bestehe  keine  Anspruchsnorm  mehr,  weshalb  die  Vorinstanz,  sollte  die  Sache  an  sie  zurückgewiesen  werden,  weder  eine  gesetzliche  Grundlage  noch  eine  Pflicht  sehen  würde,  in  dieser  Sache  weiter  tätig  zu  werden.  Für  die  (Wieder­)Einsetzung  eines  Untersuchungsbeauftragten  oder  die  Einsetzung  einer  dritten  'neutralen'  Person  fehlten  die  gesetzlichen  Grundlagen und wohl auch das Geld.  4.1.  Was  die  Frage  einer  allfälligen  Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz  betrifft,  so  hat  der  Beschwerdeführer  1  diese  zwar  nicht  ausdrücklich  beantragt.  Indessen  kann  diesbezüglich  der  Kontext  der  angefochtenen Verfügungen nicht völlig unberücksichtigt bleiben: 

B­3987/2011 Diesbezüglich  ist nicht restlos klar,  inwieweit die Annahme, dass die KG  VIII  und  die  KG  IX  in  der  Folge  durch  B._______  geleitet  und  in  der  zwischen  der  Vorinstanz  und  den  Beschwerdegegnerinnen  abgesprochenen Weise umstrukturiert werden würden, eine wesentliche  Voraussetzung  für  den  Entscheid  der  Vorinstanz  war,  die  beiden  Kommanditgesellschaften  aus  dem  aufsichtsrechtlichen  Verfahren  zu  entlassen.  Aufgrund  der  Ausführungen  der  Vorinstanz  drängt  sich  jedenfalls der Eindruck auf, die Frage, wer die Vertretungsmacht  in den  beiden Kommanditgesellschaften  innehabe, sei aus Sicht der Vorinstanz  aufsichtsrechtlich relevant.  Vor  allem  aber  weist  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  zu  Recht  darauf hin, dass es nicht angegangen wäre, wenn sie die KG VIII und die  KG  IX aus  ihrer Aufsicht entlassen und die Zeichnungsberechtigung der  Untersuchungsbeauftragten  bzw.  Liquidatorin  im  Handelsregister  hätte  löschen  lassen,  ohne  diese  Zeichnungsberechtigungen  zu  ersetzen.  Dieser  Auffassung  ist  zuzustimmen.  Der  Wiedereintrag  der  eigenen  Organe  oder  nach  gesellschaftsinternen  Regeln  zuständigen  Vertreter  einer  Gesellschaft  nach  der  Löschung  der  Zeichnungsberechtigung  der  Beauftragten  der  Vorinstanz  stellt  eine  notwendige  letzte  Massnahme  anlässlich  der  Entlassung  einer  Gesellschaft  aus  einem  aufsichtsrechtlichen  Unterstellungsverfahren  dar.  Verfügt  eine  Gesellschaft  über  keinen  derartigen  Vertreter  mehr,  oder  erachtet  die  Vorinstanz die Entlassung aus der Aufsicht nur nach einem Wechsel des  Geschäftsführers  als  möglich,  so  hat  die  Vorinstanz  den  betroffenen  Gesellschaftern  rechtzeitig  Gelegenheit  zu  geben,  die  notwendigen  Massnahmen  zu  treffen,  damit  entsprechend  den  gesellschaftsinternen  und  gesetzlichen  Bestimmungen  ein  neuer  Vertreter  bestimmt  werden  kann,  der  dann  den  Untersuchungsbeauftragten  als  zeichnungsberechtigte Person im Handelsregister ablösen kann.  Erweisen  sich  die  von  der  Vorinstanz  als  letzte  Massnahme  vor  der  Entlassung  aus  der  Aufsicht  veranlassten  Eintragungen  als  nicht  rechtskonform,  so  können  sie  daher  auch  durch  das  Bundesverwaltungsgericht  jedenfalls nicht ersatzlos aufgehoben werden,  wenn dadurch  die  betroffenen Gesellschaften  handlungsunfähig werden  würden.  4.2. Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  ist grundsätzlich  reformatorisch ausgestaltet, d.h. das Gericht entscheidet in der Regel bei  mindestens  teilweiser  Gutheissung  der  Begehren  in  der  Sache  selbst. 

B­3987/2011 Nur  ausnahmsweise  kassiert  es  die  angefochtene Verfügung  und weist  die  Sache  mit  verbindlichen  Weisungen  zu  neuem  Entscheid  an  die  Vorinstanz  zurück  (vgl.  Art.  61  Abs.  1  VwVG).  Eine  Rückweisung  ist  indessen insbesondere dann angebracht, wenn die Vorinstanz bei  ihrem  Entscheid  aufgrund  der  von  ihr  eingenommenen  Rechtsauffassung  Fragen  nicht  geprüft  hat,  bei  deren  Beurteilung  sie  einen  eigentlichen  Ermessensspielraum  gehabt  hätte  (vgl.  PHILIPPE  WEISSENBERGER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG,  Zürich/Basel/Genf 2009, N 15 ff. zu Art. 61 VwVG).  Bezüglich  der  Frage,  was  die  Vorinstanz  anstelle  der  angefochtenen  Verfügungen  hätte  tun  sollen,  gibt  es  nicht  nur  eine,  sondern  verschiedene  rechtlich  nicht  zu  beanstandende  Alternativen.  Der  Vorinstanz  wäre  daher  diesbezüglich  ein  Ermessensspielraum  zugestanden.  4.3. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie auf  geeignete und rechtskonforme Weise sicher stellt, dass die Löschung der  von  ihr  veranlassten  Einträge  zu  keiner  unzumutbar  langen  Phase  der  Handlungsunfähigkeit der beiden Kommanditgesellschaften führt. Es liegt  in  ihrem  Ermessen,  ob  sie  –  beispielsweise  –  die  betroffenen  Gesellschafter der KG VIII dazu anhalten will, das zuständige Zivilgericht  unverzüglich um die Ernennung eines Sachwalters zu ersuchen, oder ob  sie  für  eine  Übergangsfrist,  bis  zum  Abschluss  der  bereits  hängigen  Zivilverfahren,  erneut  ihre  Untersuchungsbeauftragte  als  zeichnungsberechtigte  Vertreterin  ins  Handelsregister  eintragen  lassen  will.  Technisches  Ermessen  steht  ihr  auch  zu  bezüglich  der  Frage,  ob  dem Wiedereintrag der Zeichnungsberechtigung des Beschwerdeführers  1  als  einzelzeichnungsberechtigter  Geschäftsführer  der  KG  IX  allenfalls  aufsichtsrechtliche  Bedenken  entgegen  stehen,  welche  zu  einer  Wiedererwägung des Entscheids, die KG IX bereits Ende Mai 2011 aus  dem Unterstellungsverfahren zu entlassen, führen könnten.  Bei  der  Prüfung  der  möglichen  Optionen  wird  die  Vorinstanz  insbesondere auch den Beschwerdeführer 1 als Partei  in das Verfahren  einzubeziehen und ihm das rechtliche Gehör zu gewähren haben. 5.  Im  Ergebnis  ist  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  1  daher  gutzuheissen,  soweit  darauf  einzutreten  ist.  Die  angefochtenen  Verfügungen  vom  30.  Mai  2011  sind  aufzuheben,  die  zuständigen 

B­3987/2011 Handelsregisterämter  sind  anzuweisen,  die Einträge  von B._______  als  einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin der KG VIII und der KG IX  zu  löschen,  und  die  Sache  ist  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  zum  weiteren Vorgehen im Sinne der vorstehenden Erwägung. 6.  Die Auferlegung  von Partei­  und Verfahrenskosten  gibt  Anlass  zu  einer  genaueren  Prüfung,  wer  eigentlich  auf  der  beschwerdegegnerischen  Seite das Kostenrisiko trägt.  Mit  Eingabe  vom  19.  August  2011  beantragte  Rechtsanwalt  Hoch  "namens  und  im  Auftrag"  der  KG  VIII  und  der  KG  IX,  auf  die  Beschwerden  sei  nicht  einzutreten,  eventualiter  seien  sie  abzuweisen.  Dass  Rechtsanwalt  Hoch  befugt  war,  gestützt  auf  die  2007  von  der  damaligen  Beiständin  unterzeichnete  Anwaltsvollmacht  die  KG  VIII  im  Unterstellungsverfahren  vor  der  Vorinstanz  und  den  Rechtsmittelinstanzen  zu  vertreten,  solange  diese  Vollmacht  nicht  widerrufen  wurde,  ergibt  sich  aus  den  Urteilen  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  des  Bundesgerichts  zur  Unterstellungsfrage  (Urteile  des  Bundesgerichts  2C_571/2009  vom  5.  November  2010  und  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008  vom  31.  Juli  2009).  Da  diese  Vollmacht  offenbar  auch  weiterhin  nicht  widerrufen  wurde,  war  er  deshalb  auch  befugt,  im  Kontext  der  Fortführung dieses Unterstellungsverfahrens vor der Vorinstanz namens  der  KG VIII  Anträge  zu  stellen,  die  letztlich  zu  einem Prozessrisiko  der  KG  VIII  führen  konnten.  Was  dagegen  die  KG  IX  betrifft,  hatte  das  Bundesverwaltungsgericht  bereits  in  seinem  –  diesbezüglich  in  Rechtskraft  erwachsenen  –  Urteil  festgehalten,  dass  nur  der  Beschwerdeführer 1, nicht aber die Kommanditärin der KG IX befugt war,  namens  der  KG  IX  Beschwerde  zu  erheben  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­4312/2008  vom  31.  Juli  2009  E.  1.6.3).  Rechtsanwalt Hoch war  daher  nicht  befugt,  im  hier  in  Frage  stehenden  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  namens  der  KG  IX  Anträge  zu  stellen,  welche diese selbst einem Prozessrisiko aussetzten.  Genau  betrachtet  ist  somit  einzig  die  KG  VIII  Beschwerdegegnerin  im  vorliegenden  Verfahren  und  damit  Trägerin  des  Prozessrisikos  auf  der  beschwerdegegnerischen Seite. 7.  Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu 

B­3987/2011 tragen  bzw.  im  Verhältnis  des  jeweiligen  Unterliegens  den  Parteien  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Bezüglich  der  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  1  obsiegt  dieser  in  wesentlichen  Punkten.  Die  diesbezüglichen  Verfahrenskosten  von  Fr. 2'500.− sind daher zu einem Fünftel dem Beschwerdeführer 1 und zu  vier  Fünfteln  der  Beschwerdegegnerin  1  aufzuerlegen.  Hinzu  kommen  Verfahrenskosten  für  die  verschiedenen Zwischenverfügungen  in Bezug  auf  die  Anträge  auf  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  und  Entzug  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde.  Diesbezüglich  ist  die  Beschwerdegegnerin  1  als  überwiegend  unterliegend  anzusehen,  weshalb  ihr unter diesem Titel  insgesamt Fr. 1'000.− aufzuerlegen sind.  Für  die  Zwischenverfügung  vom  7. Oktober  2011  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben,  da  dieser  Verfügung  ein  Vergleich  der  Parteien  zugrunde  liegt  (vgl.  Art.  6  Bst.  a  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  Die Beschwerdeführerin 2 unterliegt vollständig, weshalb  ihr die auf  ihre  Beschwerde  entfallenden  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  sind.  Die  Gerichtsgebühr  für  einen  Nichteintretensentscheid  wird  praxisgemäss  wesentlich  niedriger  angesetzt  als  die  Gebühr  für  einen  materiellen  Entscheid. Den Beschwerdeführenden ist weiter für die anlässlich der Akteneinsicht  vom 23. September 2011 verlangten 607 Seiten Aktenkopien zusätzlich  eine Gebühr von Fr. 303.50 – je zur Hälfte und in solidarischer Haftung –  aufzuerlegen  (vgl.  Art.  6  Bst.  a  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Verwaltungsgebühren  des  Bundesverwaltungsgerichts  (GebR­ BVGer, SR 173.320.3). 8.  Die Beschwerdeinstanz kann der teilweise obsiegenden Partei von Amtes  wegen oder  auf Begehren  eine Parteientschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs.  1 VwVG und Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die  Parteientschädigung  umfasst  die  Kosten  der  Vertretung  sowie  allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei  (Art. 8 VGKE). Sowohl  der  Beschwerdeführer  1 wie  auch  die Beschwerdegegnerin  1 waren  im  Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht anwaltlich vertreten, haben 

B­3987/2011 indessen  keine  Kostennote  eingereicht,  weshalb  die  ihnen  zuzusprechende Parteientschädigung aufgrund der Akten festzusetzen ist  (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE).  Für beide Beschwerdeführenden zusammen ist diesbezüglich von einem  anrechenbaren  Aufwand  von  Fr.  12'000.−  auszugehen  (ohne  den  Aufwand  in  Bezug  auf  den  Antrag  der  R._______,  aber  inklusive  Auslagen  und  Mehrwertsteuer).  Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  hat  der  Beschwerdeführer  1  daher  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung von Fr. 3'600.− zu Lasten der Beschwerdegegnerin  1. Für  die  Beschwerdegegnerin  1  ist  von  einem  Aufwand  von  rund  Fr. 9'500.−  (inklusive  Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  auszugehen.  Berücksichtigt  ist  darin  lediglich  der  für  dieses  Verfahren  erforderliche  Aufwand,  nicht  aber  etwa  die  Korrespondenz  mit  der  R._______,  da  dieser  Aufwand  nicht  durch  dieses  Verfahren,  sondern  durch  Geschäftsführungshandlungen  von  B._______  verursacht  wurde.  Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  hat  die  Beschwerdegegnerin  1  daher Anspruch auf eine Parteientschädigung von Fr. 4'750.− zu Lasten  der Beschwerdeführerin 2. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  1.1.  Die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  1  wird  gutgeheissen,  soweit  darauf einzutreten ist.  Die  angefochtenen Verfügungen  der  FINMA  vom  30. Mai  2011 werden  aufgehoben. Das  Handelsregisteramt  des  Kantons  N._______  wird  angewiesen,  die  Eintragung  von  B._______  als  einzelzeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  A._______  &  Co.  VIII  Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft zu löschen.  Das  Handelsregisteramt  des  Kantons  K._______  wird  angewiesen,  die  Eintragung  von  B._______  als  einzelzeichnungsberechtigte  Geschäftsführerin  der  A._______  &  Co.  IX  Sachwert­Beteiligung  Kommanditgesellschaft zu löschen.

B­3987/2011 Die  Sache  wird  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  zum  weiteren  Vorgehen im Sinne der Erwägungen. 1.2.  Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 wird nicht eingetreten. 2.  Dem Beschwerdeführer 1 werden Verfahrenskosten von Fr. 500.− sowie  eine  Gebühr  von  Fr.  151.75  auferlegt.  Der  Betrag  von  Fr.  651.75  wird  nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit dem geleisteten  Kostenvorschuss von Fr. 2'500.– verrechnet und dem Beschwerdeführer  1 wird der Betrag von Fr. 1'848.25 zurückerstattet. Der  Beschwerdeführerin  2  werden  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'000.−  sowie eine Gebühr von Fr. 151.75 auferlegt. Der Betrag von Fr. 1'151.75  wird  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von  Fr.  2'500.–  verrechnet  und  der  Beschwerdeführerin 2 wird der Betrag von Fr. 1'348.25 zurückerstattet. Der  Beschwerdegegnerin  1  werden  Verfahrenskosten  von  Fr.  3'000.−  auferlegt. Die Beschwerdegegnerin 1 hat den ihr auferlegten Anteil innert  30  Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zugunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung  des  Einzahlungsscheines erfolgt mit separater Post. 3.  Die  Beschwerdegegnerin  1  hat  den  Beschwerdeführer  1  für  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  mit  Fr.  3'600.–  zu  entschädigen. Die  Beschwerdeführerin  2  hat  die  Beschwerdegegnerin  1  für  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  mit  Fr.  4'750.–  zu  entschädigen. 4.  Dieses Urteil geht an: – die  Beschwerdeführenden  (Gerichtsurkunde;  Beilagen:  zwei  Rückerstattungsformulare) – die Beschwerdegegnerinnen (Gerichtsurkunde)

B­3987/2011 – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) – das Handelsregisteramt des Kantons N._______ (Einschreiben) – das Handelsregisteramt des Kantons K._______ (Einschreiben) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 8. Dezember 2011

B-3987/2011 — Bundesverwaltungsgericht 07.12.2011 B-3987/2011 — Swissrulings