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Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 23.06.2014 SK1 2014 19

23 giugno 2014·Deutsch·Grigioni·Kantonsgericht I. Strafkammer·PDF·14,481 parole·~1h 12min·5

Riassunto

Betrug, Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, Urkundenfälschung, Geldwäscherei etc. | StGB 137-172 Vermögen

Testo integrale

Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni Ref.: Chur, 23. Juni 2014 Schriftlich mitgeteilt am: SK1 14 19 6. August 2014 (Mit Urteil 6B_861/2014 vom 30. April 2015 hat das Bundesgericht die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.) Urteil I. Strafkammer Vorsitz Schlenker RichterInnen Brunner und Michael Dürst Aktuarin ad hoc Riesen In der strafrechtlichen Berufung des X._____, Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, Bahnhofstrasse 7, Postfach, 7001 Chur, gegen das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 3. September 2010, mitgeteilt am 9. Dezember 2010, in Sachen der Staatsanwaltschaft Graubünden , Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Anklägerin und Berufungsbeklagte, und der F i r m a 6 . _____ A G , Adhäsionsklägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hansjörg Kistler, Promenade 132 A, 7260 Davos Dorf, gegen X._____ und A._____, betreffend Betrug, Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, Urkundenfälschung, Geldwäscherei etc. hat sich ergeben:

Seite 2 — 98 I. Sachverhalt A. X._____ wurde am _____1936 in O.7_____/D geboren, wo er auch die Primar-, Sekundar- sowie die kaufmännische Handelsschule besuchte. Während drei Jahren wurde er in einer Karosseriefabrik in O.7_____/D zum Industriekaufmann ausgebildet. Danach arbeitete er noch etwa zwei Jahre in diesem Betrieb. Zur Weiterbildung besuchte er Abendkurse der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Anschliessend war er während 11 ½ Jahren bei einem Grossunternehmen in O.7_____/D angestellt, wo er durch weitere Kurse zum stellvertretenden Abteilungsleiter des Finanz- und Rechnungswesens aufstieg. Im Jahre 1968 trat er bei der damaligen Firma 4._____ AG (heute: Firma 6._____ AG) in O.1_____ die Stelle als Chefbuchhalter und Leiter des kaufmännischen Rechnungswesens an. Er blieb in dieser Funktion bis kurz vor seiner Pensionierung im Jahre 2001 angestellt. Danach arbeitete er seinen Nachfolger ein. Auch nach der Pensionierung arbeitete er im Teilpensum noch bis im Jahr 2004 im Rechnungswesen der Firma 6._____ AG. X._____ wurde 1981 in der Gemeinde O.1_____ eingebürgert. Nebenberuflich war er während 21 Jahren im Verwaltungsrat der damaligen Bank 2._____ O.1_____ und Umgebung (heute: Bank 2._____), während 22 Jahren als Revisor im Kirchenrat O.1_____ und während 12 Jahren als Finanzchef des Sportverein_____ tätig. Seine Lebensführung und sein allgemeines Verhalten haben in O.1_____ zu keinen Klagen Anlass gegeben. X._____ verheiratete sich 1960 mit +L._____; sie verstarb im Jahre 2005. Aus der Ehe gingen drei heute erwachsene Kinder hervor. Gemäss Auskunft der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden versteuerte X._____ für das Jahr 2007 (provisorisch) ein Reineinkommen von Fr. 90'000.-und ein Reinvermögen von Fr. 902'200.--. Gemäss Angaben von X._____ anlässlich der Berufungsverhandlung erhält er eine AHV-Rente und eine Rente aus Deutschland von zusammen etwa Fr. 2'300.--. Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X._____ nicht verzeichnet. Im Zusammenhang mit dem vorliegenden Strafverfahren befand sich X._____ vom 9. bis 28. Juni 2005 und vom 21. September bis 15. Dezember 2005, somit insgesamt 106 Tage, in Untersuchungshaft.

Seite 3 — 98 B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 20. April 2010 wurde X._____ wegen Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, gewerbsmässigem Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, gewerbsmässigem betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie gewerbsmässiger Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB in Anklagezustand versetzt. Dieser Anklage liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 20. April 2010 folgender Sachverhalt zugrunde: „ II. A. X._____ und A._____ werden angeklagt 1. des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB. 1.1 Ausgangslage 1.1.1 Firma 6._____ AG Die Firma 5._____ ist in den Geschäftsbereichen Polymere Werkstoffe und Feinchemikalien/Engineering weltweit tätig. Ihre Gesellschaften sind in der Firma 6._____ Holding AG zusammengefasst, die ihren Sitz in O.1_____ hat. Die Firma 5._____ erzielte im Jahr 2004 einen Nettoumsatz von ca. CHF 1.2 Mia. und beschäftigte über 2'400 Mitarbeiter. Die Firma 6._____ AG mit Sitz in O.1_____ ist eine Tochtergesellschaft der Firma 6._____ Holding AG im Geschäftsbereich Polymere Werkstoffe. Die Firma 6._____ AG bezweckt die Herstellung, Entwicklung von und Handel mit chemischen, pharmazeutischen und textilen Produkten aller Art als Grundprodukte, Halb- und Fertigfabrikate, den Bau und Betrieb von Anlagen für die Freisetzung, Erzeugung, Umwandlung und den Transport von Energie sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen. 1.1.2 Kreditorenzahlungen bei der Firma 6._____ AG Im Kreditorensystem der Firma 6._____ AG wird zwischen bestellbezogenen Rechnungen und nichtbestellbezogenen Rechnungen unterschieden. Bei bestellbezogenen Waren (z.B. Rohstoffe) müssen die Bestellung, der Wareneingang, die Qualitätskontrolle und die Rechnung im EDV-System erfasst werden. Stimmen diese vier elektronisch erfassten Eingaben inhaltlich überein, so wird die Rechnung zur Zahlung freigegeben. Rechnungen, die Materialaufwand betreffen, müssen auf diese Weise gebucht werden. Nichtbestellbezogene Rechnungen (z.B. eines Rechtsanwalts), werden direkt vom Verantwortlichen in der Firma 6._____ AG sowie dessen Vorgesetzten visiert und anschliessend bezahlt. Die Kontrolle dieser Rechnungen erfolgt nicht EDVgestützt. 1.1.3 X._____ X._____ arbeitete während rund 35 Jahren in der Buchhaltung der Firma 6._____ AG. Bis Ende 1998 war er langjähriger Leiter des kaufmännischen Rechnungswesens und bis zu seiner ordentlichen

Seite 4 — 98 Pensionierung Ende August 2001 stellvertretender Leiter der Buchhaltung. Danach arbeitete er bis Herbst 2004 als freier Mitarbeiter im Teilpensum. Gemäss Handelsregisterauszug zeichnete er für die Firma 6._____ AG bis zum 19. März 2004 mit Kollektivprokura zu zweien. X._____ genoss seitens seiner Arbeitgeberin ein hohes Ansehen und Vertrauen. 1.1.4 Firma 1._____ AG Die Firma 1._____ AG mit Sitz in O.3_____ wurde am 15. August 1991 ins Handelsregister eingetragen und am 20. Januar 2005 gelöscht. Zweck der Gesellschaft war die Planung, Engineering, Herstellung, Verkauf und Installation von Anlagen für die Oberflächenbehandlung sowie Handelsgeschäfte aller Art. Diesen Zweck verfolgte die Firma 1._____ AG operativ jedoch kaum. A._____ war seit Mai 1995 einziger Verwaltungsrat der Firma 1._____ AG. 1.1.5 Firma 2._____ AG Die Firma 2._____ AG mit Sitz in O.3_____ wurde am 14. April 1999 in das Handelsregister eingetragen und am 8. Juli 2005 von Amtes wegen aufgelöst. Zweck der Gesellschaft war u.a. die weltweite Beratung, Projektierung und Finanzierung von Unternehmen der Gastronomie-, Hotellerie- und Touristikbranche sowie von Vereinen, Institutionen und Trägern im Bereich von Kunst und Kultur auf internationaler Ebene. Diesen Zweck verfolgte die Firma 2._____ AG operativ jedoch nie. A._____ war (mit Ausnahme vom 15. August 2002 bis 18. Juli 2003) einziger Verwaltungsrat der Firma 2._____ AG. 1.1.6 A._____ A._____ arbeitete von 1977 bis 1983 als Verkaufssachbearbeiter bei der damaligen Firma 8._____ SA (heute Firma 6._____ AG). 1.2 Tatvorgehen X._____ und A._____ fassten gemeinsam den Entschluss, zum Nachteil der Firma 6._____ AG ungerechtfertigte Zahlungen zu ihren Gunsten auszulösen. Dies gelang ihnen mittels Rechnungen mit fiktivem Inhalt, die A._____ namens der Firma 1._____ AG, der Firma 2._____ AG bzw. einer gewissen ‚Firma 3._____ AG’ an die Firma 6._____ AG stellte. Diese Rechnungen dienten X._____ dazu, zu Lasten der Firma 6._____ AG Zahlungen auszulösen und die Buchhaltung derart zu manipulieren, dass der Anschein erweckt wurde, die Zahlungen seien zu Recht erfolgt. Auf diese Weise wurden der Firma 6._____ AG im Zeitraum von Juni 1995 bis August 2004 Rechnungen von insgesamt CHF 9'939'747.05 gestellt (vgl. Ziff. II.A.1.3-1.6 der Anklageschrift). 1.3 Tatvorgehen im Einzelnen A._____ erstellte in der Zeit ab 1996 bis 2004 namens der Firma 1._____ AG, ab 1999 bis 2004 auch namens der Firma 2._____ AG, Rechnungen für Produkt- und Rohstofflieferungen an die Firma 6._____ AG. A._____ tat dies an seinem Computer an den Firmensitzen in O.3_____ oder gab Dritten den Auftrag dazu. Weder die Firma 1._____ AG noch die Firma 2._____ AG haben allerdings die fakturierten Lieferungen erbracht. Die in den Rechnungen angeführten Produkte beschaffte die Firma 6._____ AG – abgesehen von einigen Aus-

Seite 5 — 98 nahmen (wie z.B. Container-Folien) – zur fraglichen Zeit effektiv, aber von anderen Lieferanten. Die Rechnungen betrafen regelmässig Produkte, bei welchen in der Lagerbuchhaltung der Firma 6._____ AG eine Unterdeckung bestand. X._____ lieferte A._____ jeweils die Informationen (Produktname, Mengen etc.), welche zur Erstellung der Rechnungen nötig waren. Soweit noch nachvollziehbar, wurden die Rechnungen mit ‚ppa G._____’ oder ‚ppa H._____’ für die Firma 1._____ AG bzw. mit ‚I._____’ für die Firma 2._____ AG unterzeichnet. Keine dieser Personen hatte bei den genannten Gesellschaften eine Unterschriftsberechtigung. Auf den Rechnungen war keine Mehrwertsteuernummer angegeben. Entgegen dem in den Rechnungen erweckten Eindruck, bestanden zwischen der Firma 6._____ AG und der Firma 1._____ AG bzw. der Firma 2._____ AG keine Geschäftsbeziehungen im Allgemeinen oder Vereinbarungen im Besonderen. Die Rechnungen gelangten direkt, d.h. in Umgehung des internen Postwegs, zu X._____. Vorschriftswidrig verbuchte er die Rechnungen als nichtbestellbezogen und belastete sie via Abgrenzungskonto den einzelnen Materialbestandskonti. Er wusste dabei, dass weder die Firma 1._____ AG noch die Firma 2._____ AG die in Rechnung gestellten Waren geliefert hatten. Auf diese Weise konnte er unbemerkt die beschriebenen EDV-Kontrollen für bestellbezogene Waren – um welche es bei den Rechnungen der Firma 1._____ AG und Firma 2._____ AG ging – umgehen. Diese vorschriftswidrige Erfassungsart bewirkte, dass im Lager kein Materialzugang, sondern nur ein wertmässiger Zugang verbucht wurde, was zu einer Erhöhung des durchschnittlichen Einstandswertes pro Mengeneinheit führte. Dadurch entstand der Firma 6._____ AG ein laufender Verlust, da die Materialien immer zu etwas überhöhten Preisen dem Aufwand belastet wurden. Im Übrigen hätten die Rechnungen schon deshalb nicht verbucht werden dürfen, da auf ihnen keine Mehrwertsteuernummer angegeben war. Um diese Buchungen vorzunehmen und auch um die Rechnungen im System zahlungsbereit zu deklarieren, verwendete X._____ jeweils das Passwort bzw. den elektronischen Buchhaltungsterminal von B._____, Mitarbeiterin der Hauptbuchhaltung. In einigen Fällen liess X._____ auch B._____ die Rechnungen in seinem Auftrag verbuchen. Durch die automatisierte Überspielung der Rechnungsdaten ins Buchhaltungssystem galt die Rechnung als zur Zahlung genehmigt, und der Zahlungsauftrag wurde nach einem standardisierten SAP-Prozess an die Bank übermittelt und ausgeführt. Dieses Vorgehen führten die Angeklagten auch nach dem Ausscheiden von X._____ aus der Buchhaltungsabteilung per Ende Dezember 2003 bis September 2004 fort. X._____ erschlich sich in dieser Zeit über den Computerarbeitsplatz von B._____ Zugang zum System, indem er ohne ihr Wissen ihr Computerpasswort verwendete. Erst als die Firma 6._____ AG Unregelmässigkeiten bei den durch X._____ vorgenommenen Buchungen feststellte, trafen bei der Firma 6._____ AG keine Rechnungen der Firma 1._____ AG und Firma 2._____ AG mehr ein. Die Rechnungsbelege legte X._____ nicht wie vorgeschrieben in der Kreditorenbuchhaltung ab, sondern bewahrte sie in seinem Büro auf. Ein grosser Teil dieser Belege konnte nicht mehr aufgefunden werden.

Seite 6 — 98 Weder die Rechnungen noch die Zahlungseingänge der Firma 6._____ AG auf den PC-Konti der Firma 1._____ AG und der Firma 2._____ AG wurden in den Buchhaltungen dieser Gesellschaften erfasst. Der Betrag, der auf diese Weise der Firma 6._____ AG in Rechnung gestellt wurde, beläuft sich auf total CHF 7'452'224.05 und bildet den massgeblichen Deliktsbetrag. Die Vergütungen, die aufgrund dieser Rechnungen zum Schaden der Firma 6._____ AG auf die PC-Konti der Firma 1._____ AG und Firma 2._____ AG überwiesen wurden, belaufen sich auf total CHF 7'373'069.05. Bei vier Rechnungen in der Höhe von CHF 79'155.--, die X._____ bereits verbucht hatte, konnte die Zahlung gestoppt werden bzw. wurde das Geld nicht überwiesen. Die einzelnen Zahlungen an die Firma 1._____ AG sind in Ziff. II.A.1.4, an die Firma 2._____ AG in Ziff II.A.1.5 aufgeführt. Die genaue Aufteilung des Deliktsbetrages zwischen X._____ und A._____ konnte nicht ermittelt werden. Das Geld verwendeten sie für sich. 1.4 Zahlungen an Firma 1._____ AG im Einzelnen In der Zeit vom 12. Februar 1996 bis 6. September 2004 (Rechnungsdaten) erstellte A._____ auf die in Ziff. II.A.1.2 und 1.3 der Anklageschrift beschriebene Art 158 fiktive Rechnungen in der Höhe von total CHF 4'514'579.10, die X._____ in der Folge bei der Firma 6._____ AG verbuchte. Insgesamt wurden so zu Lasten der Firma 6._____ AG 157 Zahlungen in der Höhe von total CHF 4'494'604.10 an die Firma 1._____ AG, PC-Konto Z.1_____, überwiesen. Bei der 158. Rechnung in der Höhe von CHF 19'975.--, die X._____ bereits verbucht hatte, konnte die Zahlung gestoppt werden. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Rechnungen bzw. Zahlungen: Nr.Beleg-datum Betrag CHF Kreditorenumsatzlist e (act.) Rech nung (act.) Kreditorenbeleg (act.) Gutschrift auf PC- Konto (act.) 1 12.02.1996 256.00 5.3.1 - - - 2 19.02.1996 38'500.00 5.3.1 - - - 3 05.03.1996 44'220.00 5.3.1 - - - 4 02.08.1996 48'620.00 5.3.1 - - 8.3.1,S. 3 5 02.09.1996 48'950.00 5.3.1 - - 8.3.1, S. 3 6 07.09.1996 48'565.00 5.3.1 - - 8.3.1,S. 4 7 12.11.1996 48'675.00 5.3.1 - - 8.3.1,S. 4 8 19.11.1996 62'425.00 5.3.1 - - 8.3.1,S. 5 9 02.12.1996 62'810.00 5.3.1 - - 8.3.1,S. 5 10 20.12.1996 46'640.00 5.3.2, S. 2 - - 8.3.1,S. 6

Seite 7 — 98 11 30.12.1996 49'390.00 5.3.2, S. 2 - - 8.3.1,S. 6 12 04.08.1997 49'005.20 5.3.2, S. 2 - - 8.4.1,S. 8 13 20.08.1997 48'581.00 5.3.2, S. 2 - - 8.4.1,S. 8 14 22.09.1997 48'379.00 5.3.2, S. 2 - - 8.4.1,S. 8 15 24.10.1997 48'490.10 5.3.2, S. 2 - - 8.4.1,S. 9 16 10.11.1997 49'660.00 5.3.2, S. 2 - - 8.4.1,S. 9 17 20.11.1997 48'702.20 5.3.2, S. 2 - - 8.4.1,S. 10 18 01.12.1997 49'933.00 5.3.2, S. 2 - . 8.4.1,S. 10 19 30.12.1997 49'126.40 5.3.3 - - 8.4.1,S. 11 20 05.01.1998 49'660.00 5.3.3 - - 8.4.1,S. 11 21 27.01.1998 49'530.40 5.3.3 - - 8.5.1,S. 12 22 02.02.1998 49'790.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 12 23 12.02.1998 49'591.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 12 24 16.02.1998 49'946.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 13 25 26.02.1998 49'692.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 13 26 20.07.1998 49'302.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 14 27 27.07.1998 49'266.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 14 28 06.08.1998 49'392.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 15 29 14.08.1998 49'500.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 15 30 19.08.1998 49'698.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 15 31 19.08.1998 49'644.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 15 32 03.09.1998 49'644.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 16 33 07.09.1998 49'500.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 16 34 30.09.1998 49'750.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 16 35 10.10.1998 49'140.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 17 36 10.11.1998 49'335.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 17 37 12.11.1998 49'625.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 18 38 17.11.1998 19'920.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 18 39 20.11.1998 49'686.00 5.3.3 . - 8.5.1,S. 18 40 30.11.1998 49'675.00 5.3.3 - - 8.5.1,S. 18 41 10.09.1999 19'825.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 20 42 17.09.1999 19'965.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 20 43 30.09.1999 19'844.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 20 44 15.10.1999 19'964.40 5.3.4 - - 9.1.1,S. 21

Seite 8 — 98 45 12.11.1999 19'990.60 5.3.4 - - 9.1.1,S. 21 46 18.11.1999 29'344.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 22 47 30.11.1999 29'760.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 22 48 30.11.1999 29'868.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 22 49 16.12.1999 29'972.80 5.3.4 - - 9.1.1,S. 23 50 16.12.1999 29'880.00 5.3.4 - - 9.1.1,S. 23 51 08.01.2001 19'980.00 5.3.5, S. 1 - - 9.2.1,S. 24 52 12.01.2001 19'710.00 5.3.5, S. 1 - - 9.2.1,S. 24 53 19.01.2001 44'100.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 25 54 22.01.2001 42'500.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 25 55 30.01.2001 19'920.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 26 56 06.02.2001 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 26 57 15.02.2001 19'980.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 26 58 28.02.2001 19'952.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 27 59 12.03.2001 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 27 60 26.03.2001 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 27 61 09.04.2001 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 28 62 23.04.2001 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 28 63 07.05.2001 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 29 64 02.10.2001 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 29 65 20.10.2001 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 29 66 29.10.2001 19'920.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 30 67 12.11.2001 19'980.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 30 68 15.11.2001 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 30 69 26.11.2001 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.3.1,S. 31 70 05.12.2001 19'980.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 31 71 04.01.2002 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 31 72 10.01.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 32 73 12.01.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 33 74 18.01.2002 29'600.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 32 75 18.01.2002 19'975.00 5.5.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 35 76 21.01.2002 29'600.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 33 77 28.01.2002 19'998.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 34 78 05.02.2002 29'600.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 34

Seite 9 — 98 79 12.02.2002 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 34 80 18.02.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 35 81 25.02.2002 29'600.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 35 82 08.03.2002 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 36 83 18.03.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 36 84 25.02.2002 29'600.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 36 85 08.04.2002 19'800.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 37 86 15.04.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 37 87 22.04.2002 19'992.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 37 88 07.05.2002 19'800.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 38 89 17.05.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 38 90 10.06.2002 19'800.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 38 91 18.06.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 39 92 08.07.2002 19'800.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 39 93 15.07.2002 19'975.00 5.3.5, S. 1 - - 9.4.1,S. 39 94 20.07.2002 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.4.1,S. 40 95 12.08.2002 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.4.1,S. 40 96 16.08.2002 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.4.1,S. 41 97 29.10.2002 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.4.1,S. 41 98 18.11.2002 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.4.1,S. 41 99 25.11.2002 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.4.1,S. 42 100 06.12.2002 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 1 101 17.12.2002 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 1 102 19.12.2002 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 2 103 30.12.2002 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 2 104 07.01.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 3 105 14.01.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 3 106 17.01.2003 29'400.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 3 107 28.01.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 3 108 05.02.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 4 109 10.02.2003 29'400.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 4 110 20.02.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 4 111 24.02.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 5 112 04.03.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 5

Seite 10 — 98 113 11.03.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 5 114 14.03.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 6 115 25.03.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 6 116 31.03.2003 19'995.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 6 117 08.04.2003 19'992.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 7 118 15.04.2003 19'995.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 7 119 21.04.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 7 120 29.04.2003 19'995.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 8 121 12.05.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 8 122 19.05.2003 19'995.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 8 123 27.05.2003 19'912.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 9 124 03.06.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 9 125 10.06.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 9 126 17.06.2003 19'975.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 10 127 07.07.2003 19'912.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 10 128 14.07.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 10 129 21.07.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 11 130 04.08.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 11 131 18.08.2003 19'994.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 11 132 08.09.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 12 133 24.10.2003 19'994.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 13 134 24.11.2003 19'994.00 5.3.5, S. 2 - - 9.5.1,S. 13 135 15.12.2003 19'994.00 5.3.5, S. 2 5.4.3 5.4.4 9.6.1,S. 13 136 29.12.2003 19'800.00 5.3.5, S. 2 5.4.5 5.4.6 9.6.1,S. 14 137 06.01.2004 29'760.00 5.3.5, S. 2 5.4.7 5.4.8 9.6.1,S. 14 138 12.01.2004 32'000.00 5.3.5, S. 2 5.4.9 5.4.10 9.6.1,S. 15 139 19.01.2004 29'760.00 5.3.5, S. 2 5.4.11 5.4.12 9.6.1,S. 15 140 27.01.2004 19'975.00 5.3.5, S. 2 5.4.13 5.4.14 9.6.1,S. 15 141 04.02.2004 32'000.00 5.3.5, S. 3 5.4.15 5.4.16 9.6.1,S. 16 142 26.02.2004 29'760.00 5.3.5, S. 3 5.4.17 5.4.18 9.6.1,S. 16 143 02.03.2004 19'992.00 5.3.5, S. 3 5.4.19 5.4.20 9.6.1,S. 17 144 08.03.2004 32'000.00 5.3.5, S. 3 5.4.21 5.4.22 9.6.1,S. 17 145 19.03.2004 29'760.00 5.3.5, S. 3 5.4.23 5.4.24 9.6.1,S. 17 146 26.03.2004 19'992.00 5.3.5, S. 3 5.4.25 5.4.26 9.6.1,S. 18

Seite 11 — 98 147 05.04.2004 19'975.00 5.3.5, S. 3 5.4.27 5.4.28 9.6.1,S. 18 148 12.04.2004 32'000.00 5.3.5, S. 3 5.4.29 5.4.30 9.6.1,S. 18 149 26.04.2004 29’760.00 5.3.5, S. 3 5.4.31 5.4.32 9.6.1,S. 19 150 10.05.2004 19'975.00 5.3.5, S. 3 5.4.33 5.4.34 9.6.1,S. 19 151 24.05.2004 19'968.00 5.3.5, S. 3 5.4.35 5.4.36 9.6.1,S. 20 152 08.06.2004 19'975.00 5.3.5, S. 3 5.4.37 5.4.38 9.6.1,S. 20 153 22.06.2004 19'980.00 5.3.5, S. 3 5.4.39 5.4.40 9.6.1,S. 21 154 05.07.2004 19'975.00 5.3.5, S. 3 5.4.41 5.4.42 9.6.1,S. 21 155 19.07.2004 19'968.00 5.3.5, S. 3 5.4.43 5.4.44 9.6.1,S. 22 156 27.07.2004 19'980.00 5.3.5, S. 3 5.4.45 5.4.46 9.6.1,S. 22 157 09.08.2004 19'968.00 5.3.5, S. 3 5.4.47 5.4.48 9.6.1,S. 23 158 06.09.2004 19'975.00 5.3.5, S. 1 5.4.49 5.4.50 - Total 4'494'604.10 (ohne 158) 1.5 Zahlungen an Firma 2._____ AG im Einzelnen In der Zeit vom 12. November 1999 bis 15. September 2004 (Rechnungsdaten) erstellte A._____ auf die in Ziff. II.A.1.2 und 1.3 der Anklageschrift beschriebene Art 127 fiktive Rechnungen in der Höhe von total CHF 2'937'644.95, die X._____ in der Folge bei der Firma 6._____ AG verbuchte. Insgesamt wurden so zu Lasten der Firma 6._____ AG 124 Zahlungen in der Höhe von CHF 2'878'464.95 an die Firma 2._____ AG, PC-Konto Z.2_____, überwiesen. Bei drei Rechnungen (Nr. 6, 126 und 127) in der Höhe von total CHF 59'180.--, die X._____ bereits verbucht hatte, konnte die Zahlung gestoppt werden bzw. wurde das Geld nicht überwiesen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Rechnungen bzw. Zahlungen: Nr. Beleg-datum Betrag CHF Kreditorenumsatzlist e (act.) Rech nung (act.) Kreditorenbeleg (act.) Gutschrift auf PC- Konto (act.) 1 12.11.1999 1'475.00 5.3.6 - - 10.3.1, S. 1 2 30.11.1999 1'680.00 5.3.6 - - 10.3.1, S. 2 3 30.11.1999 29'700.00 5.3.6 - - 10.3.1, S. 2 4 16.12.1999 39'000.00 5.3.6 - - 10.3.1, S. 2 5 21.12.1999 7'800.00 5.3.7, S. 1 - . 10.3.1, S. 3 6 31.12.1999 7'800.00 5.3.6 - - - 7 31.01.2000 9'900.00 5.3.7, S. 1 5.5.2 5.5.3 10.4.1, S. 4

Seite 12 — 98 8 04.07.2000 19'750.00 5.3.7, S. 1 5.5.4 5.5.5 10.4.1, S. 9 9 17.07.2000 29'640.00 5.3.7, S. 1 5.5.6 5.5.7 10.4.1, S. 9 10 15.08.2000 29'600.00 5.3.7, S. 1 5.5.8 5.5.9 10.4.1, S. 10 11 17.09.2000 33'300.00 5.3.7, S. 1 5.5.10 5.5.11 10.4.1, S. 11 12 23.10.2000 18'500.00 5.3.7, S. 1 - - 10.4.1, S. 12 13 27.10.2000 29'600.00 5.3.7, S. 1 - - 10.4.1, S. 13 14 14.11.2000 24'917.95 5.3.7, S. 1 - - 10.4.1, S. 13 15 16.11.2000 31'200.00 5.3.7, S. 1 - - 10.4.1, S. 14 16 20.11.2000 43'675.00 5.3.7, S. 1 - - 10.4.1, S. 14 17 04.12.2000 18'500.00 5.3.7, S. 1 - - 10.4.1, S. 14 18 10.01.2001 36'000.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 15 19 15.01.2001 39'990.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 16 20 29.01.2001 19'995.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 16 21 07.02.2001 19'975.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 17 22 14.02.2001 29'400.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 17 23 21.02.2001 19'782.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 17 24 28.02.2001 19'800.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 18 25 05.03.2001 19'900.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 18 26 19.03.2001 19'908.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 19 27 02.04.2001 19'900.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 19 28 16.04.2001 19'908.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 20 29 28.04.2001 19'975.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 20 30 14.05.2001 19'975.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 21 31 21.05.2001 19'900.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 21 32 28.09.2001 19'900.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 22 33 15.10.2001 19'908.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 22 34 22.10.2001 19'950.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 22 35 26.10.2001 19'994.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 23 36 05.11.2001 19'960.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 24 37 16.11.2001 19'994.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 24 38 26.11.2001 19'908.00 5.3.7, S. 1 - - 10.5.1, S. 25 39 07.12.2001 19'960.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 26 40 03.01.2002 19'908.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 26 41 11.01.2002 19'994.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 27

Seite 13 — 98 42 14.01.2002 19'980.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 28 43 18.01.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 29 44 19.01.2002 29'940.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 28 45 25.01.2002 29'940.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 29 46 28.01.2002 19'980.00 5.3.7, S. 1 - - 10.6.1, S. 31 47 06.02.2002 29'940.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 30 48 12.02.2002 19'908.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 30 49 18.02.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 32 50 26.02.2002 29'940.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 31 51 08.03.2002 19'908.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 32 52 15.03.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 33 53 26.03.2002 29'940.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 33 54 02.04.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 33 55 08.04.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 34 56 16.04.2002 19'908.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 34 57 02.05.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 35 58 14.05.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 36 59 11.06.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 37 60 17.06.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 37 61 08.07.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 38 62 15.07.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 39 63 22.07.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 39 64 09.08.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 40 65 16.08.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 40 66 28.10.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 41 67 11.11.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 41 68 18.11.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 42 69 25.11.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.6.1, S. 43 70 06.12.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 44 71 16.12.2002 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 44 72 20.12.2002 19'980.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 44 73 30.12.2002 29'940.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 45 74 07.01.2003 29'200.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 46 75 10.01.2003 29'200.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 46

Seite 14 — 98 76 20.01.2003 29'940.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 47 77 27.01.2003 29'200.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 47 78 04.02.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 48 79 12.02.2003 29'940.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 48 80 19.02.2003 19'995.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 48 81 25.02.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 19 82 03.03.2003 19'995.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 49 83 10.03.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 50 84 17.03.2003 19'995.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 50 85 24.03.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 50 86 31.03.2003 19'975.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 51 87 07.04.2003 19'908.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 51 88 14.04.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 52 89 22.04.2003 19'975.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 52 90 05.05.2003 19'908.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 53 91 09.05.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 53 92 19.05.2003 19'960.00 5.3.7, S. 2 - - 10.7.1, S. 53 93 10.06.2003 19'908.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 54 94 16.06.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 54 95 27.06.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 55 96 14.07.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 56 97 08.08.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 56 98 16.09.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 57 99 22.10.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 58 100 14.11.2003 19'800.00 5.3.7, S. 3 - - 10.8.1, S. 59 101 17.11.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 - - 10.7.1, S. 58 102 08.12.2003 19'980.00 5.3.7, S. 3 5.5.12 5.5.13 10.8.1, S. 59 103 30.12.2003 19'960.00 5.3.7, S. 3 5.5.14 5.5.15 10.8.1, S. 60 104 05.01.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.16 5.5.17 10.8.1, S. 61 105 12.01.2004 31'200.00 5.3.7, S. 3 5.5.18 5.5.19 10.8.1, S. 61 106 20.01.2004 31'200.00 5.3.7, S. 3 5.5.20 5.5.21 10.8.1, S. 62 107 26.01.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.22 5.5.23 10.8.1, S. 62 108 03.02.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.24 5.5.25 10.8.1, S. 63 109 17.02.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.26 5.5.27 10.8.1, S. 64

Seite 15 — 98 110 25.02.2004 31'200.00 5.3.7, S. 3 5.5.28 5.5.29 10.8.1, S. 65 111 01.03.2004 19'980.00 5.3.7, S. 3 5.5.30 5.5.31 10.8.1, S. 65 112 15.03.2004 31'400.00 5.3.7, S. 3 5.5.32 5.5.33 10.8.1, S. 66 113 22.03.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.34 5.5.35 10.8.1, S. 66 114 29.03.2004 31'400.00 5.3.7, S. 3 5.5.36 5.5.37 10.8.1, S. 67 115 06.04.2004 19'980.00 5.3.7, S. 3 5.5.38 5.5.39 10.8.1, S. 68 116 13.04.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.40 5.5.41 10.8.1, S. 68 117 19.04.2004 31'400.00 5.3.7, S. 3 5.5.42 5.5.43 10.8.1, S. 69 118 03.05.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.44 5.5.45 10.8.1, S. 70 119 17.05.2004 19'980.00 5.3.7, S. 3 5.5.46 5.5.47 10.8.1, S. 70 120 01.06.2004 31'400.00 5.3.7, S. 3 5.5.48 5.5.49 10.8.1, S. 72 121 15.06.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.50 5.5.51 10.8.1, S. 73 122 30.06.2004 31'400.00 5.3.7, S. 3 5.5.52 5.5.53 10.8.1, S. 74 123 12.07.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.54 5.5.55 10.8.1, S. 75 124 02.08.2004 29'940.00 5.3.7, S. 3 5.5.56 5.5.57 10.8.1, S. 75 125 16.08.2004 31’400.00 5.3.7, S. 3 5.5.58 5.5.59 10.8.1, S. 76 126 30.08.2004 19'980.00 5.3.7, S. 1 5.5.60 5.5.62 - 127 15.09.2004 31'400.00 5.3.7, S. 1 - - Total 2'878'464.95 (ohne 6, 126, 127) 1.6 Firma 3._____ AG Am 6. Juni 1994 eröffnete A._____ bei der Bank 2._____ O.1_____ das Konto Nr. _____ (später überführt in Konto Nr. _____, Bank 2._____). Kontoinhaberin war eine ‚Firma 3._____ AG’ und A._____ zeichnungsberechtigt. Am 1. Dezember 1995 meldete A._____ der Bank 2._____ O.1_____ als Inhaberin und wirtschaftlich Berechtigte dieses Kontos neu die Firma 1._____ AG und wechselte die Kontobezeichnung in ‚Firma 1._____ Rubrik Firma 3._____ AG’. Gemäss Unterschriftenkarte vom 8. September 1995 hatten für dieses Konto X._____ und A._____ Einzelunterschrift. Am 13. März 2001 wurde das Konto saldiert. In der Zeit vom 2. Juni 1995 bis zum 12. November 1998 (Daten der in der Kreditorenumsatzliste gebuchten Belege) veranlasste X._____ 30 Zahlungen zu Lasten der Firma 6._____ AG von insgesamt CHF 2'487'523.-- auf das erwähnte Konto bei der Bank 2._____ O.1_____. Er löste diese Zahlungen ohne Berechtigung und geschäftsmässig unbegründet aus. X._____ buchte diese Zahlungen jeweils über die Lager- und Warenaufwandkonti mit dem Kreditor A568 Firma 3._____. Die entsprechenden Rechnungsbelege legte X._____ nicht wie vorgeschrieben in der Kreditorenbuchhaltung ab. Abgesehen von fünf fikti-

Seite 16 — 98 ven Rechnungen konnten die Belege nicht mehr aufgefunden werden. Die vorhandenen fünf Rechnungen aus dem Jahr 1995 für angebliche Lieferungen von ‚N-Tafmer MC-201’ sind von einer Firma 3._____, ausgestellt und an die Firma 7._____ Inc., O.8_____, USA, gerichtet. Eine Firma 3._____ AG war allerdings nie im Handelsregister in D- O.4_____ eingetragen. Der Firma 7._____ Inc. ist die Firma 3._____ AG nicht bekannt, hatte mit dieser Gesellschaft auch keine Geschäftsbeziehung und die fraglichen Rechnungen nie erhalten. Die auf den Rechnungen vorhandene handschriftliche Bemerkung ‚[Der Betrag] wurde bereits von Firma 6._____ in Rg. gestellt, J._____’ stammt nicht vom Angestellten der Firma 7._____ Inc., J._____. Die genaue Aufteilung des Deliktsbetrages zwischen X._____ und A._____ konnte nicht ermittelt werden. Das Geld verwendeten sie für sich. Im Einzelnen handelt es sich um folgenden Rechnungen bzw. Zahlungen: Nr. Datum Betrag CHF Kreditorenumsatzliste (act.) Rechnung / Kreditorenbeleg (act.) Gutschrift Bank 2._____- Konto (act.) 1 02.06.1995 220'825.00 12.2.5 12.2.10, S. 1f., 12.3.2, S. 1f. - 2 07.08.1995 221'100.00 12.2.5 12.3.3, S. 1f. - 3 01.09.1995 221'650.00 12.2.5 12.3.4, S. 1f. - 4 21.09.1995 220'550.00 12.2.5 12.2.11, S. 1f., 12.3.5, S. 1f. - 5 02.10.1995 220'550.00 12.2.5 - - 6 20.10.1995 222'200.00 12.2.5 - - 7 25.01.1996 56'210.00 12.2.6 - 12.8.1, S. 1 8 07.02.1996 49'885.00 12.2.6 - 12.8.1, S. 1 9 26.02.1996 55'660.00 12.2.6 - 12.8.1, S. 1 10 08.03.1996 59'510.00 12.2.6 - 12.8.2, S. 1 11 29.07.1996 63'965.00 12.2.6 - 12.8.3, S. 1 12 30.08.1996 65'175.00 12.2.6 - 12.8.3, S. 1 13 06.09.1996 62'370.00 12.2.6 - 12.8.4, S. 1 14 06.11.1996 66'660.00 12.2.6 - 12.8.4, S. 1 15 25.08.1997 48'867.50 12.2.7 - 12.7.3, S. 1 16 11.09.1997 48'977.50 12.2.7 - 12.7.3, S. 1 17 30.09.1997 49'445.00 12.2.7 - 12.7.4, S. 1 18 27.10.1997 49'060.00 12.2.7 - 12.7.4, S. 1

Seite 17 — 98 19 24.11.1997 49'225.00 12.2.7 - 12.7.4, S. 1 20 29.12.1997 49'500.00 12.2.8, S. 1 - 12.6.1, S. 1 21 28.01.1998 49'950.00 12.2.8, S. 1 - 12.6.1, S. 1 22 11.02.1998 49'900.00 12.2.8, S. 1 - 12.6.1, S. 1 23 27.02.1998 49'600.00 12.2.8, S. 1 - 12.6.1, S. 1 24 24.07.1998 48'576.00 12.2.8, S. 1 - 12.6.3, S. 1 25 06.08.1998 48'864.00 12.2.8, S. 2 - 12.6.3, S. 1 26 12.08.1998 49'200.00 12.2.8, S. 2 - 12.6.3, S. 1 27 19.08.1998 25'200.00 12.2.8, S. 2 - 12.6.3, S. 1 28 09.09.1998 24'960.00 12.2.8, S. 2 - 12.6.3, S. 1 29 27.10.1998 19'968.00 12.2.8, S. 2 - 12.6.4, S. 1 30 12.11.1998 19'920.00 12.2.8, S. 2 - 12.6.4, S. 1 Total 2'487'523.00 2. des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB. Am 19. März 1998 stellte X._____ zu Lasten der Firma 6._____ AG an die Firma 1._____ AG den Check Nr. _____ im Betrag von CHF 156'522.-- aus. Der Check war inhaltlich falsch, da er für die Firma 6._____ AG geschäftsmässig unbegründet war. Mitunterzeichnet wurde der Check von E._____, der jedoch von den Unregelmässigkeiten nichts wusste. Den Check übergab X._____ A._____. Dieser indossierte den Check und löste diesen im Wissen, dass der Check inhaltlich falsch war und weder er noch die Firma 1._____ AG Anspruch auf diese Zahlung hatten, bei der Bank 3._____, FL-O.5_____ (Bank 3._____), ein. Die durch die Übergabe des Checks getäuschten Mitarbeiter der Bank 3._____ schrieben der Firma 1._____ AG am 24. März 1998 auf dem Konto Nr. 172.024.60, abzüglich CHF 25.-- Bankspesen, CHF 156'497.-- gut. Die bezogene Bank, die Bank 1._____ (Bank 1._____), belastete den Betrag von CHF 156'522.-- dem Kontokorrentkonto der Firma 6._____ AG. X._____ erfasste die entsprechende Sollbuchung zu Lasten der Firma 6._____ AG auf dem Warenaufwandskonto. Buchungsbelege für die Zahlung konnten keine mehr aufgefunden werden. X._____ beabsichtigte durch die Manipulationen der Buchhaltung der Firma 6._____ AG den Anschein zu erwecken, der Check sei zu Recht ausgestellt worden. Ab dem genannten Konto der Bank 3._____ liess A._____ am 10. Juni 1998 CHF 78'250.-- an die Firma 10._____ Stiftung mit Sitz in O.5_____ überweisen, deren wirtschaftlich Berechtigter X._____ ist. Die zweite Hälfte der CHF 156'497.-- verwendete A._____ für sich.

Seite 18 — 98 3. der gewerbsmässigen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB. 3.1 Ausgangslage X._____ und A._____ erlangten zum Nachteil der Firma 6._____ AG im Zeitraum von Juni 1995 bis August 2004 im Zusammenhang mit der Firma 1._____ AG, der Firma 2._____ AG und der Firma 3._____ AG durch Betrug, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage sowie durch mehrfache Urkundenfälschung insgesamt CHF 10'017'114.05 (vgl. dazu Ziff. II.A.1, II.A.2 der Anklageschrift). Den Hauptteil dieses Geldes hob A._____ per Postcheck oder Postschaltergeschäfte bar ab und übergab X._____ dessen Anteil (vgl. im einzelnen Ziff. II.A.3.2 – 3.5 der Anklageschrift). Das Geld verschoben die Angeklagten sodann durch verschiedene Transaktionen ins In- und Ausland auf diverse Bankkonti, Fonds und Lebensversicherungen. Einen Teil des Geldes legte X._____ zudem über die liechtensteinische Firma 10._____ Stiftung an, deren wirtschaftlich Berechtigter er ist. Weitere Anlagen tätigte X._____ über die K._____ AG, O.2_____. Durch ihr Vorgehen gelang es den Angeklagten, die Auffindung und Sicherstellung der Gelder zu erschweren oder zu verunmöglichen bzw. den paper trail zu unterbrechen. Im Verlauf der Untersuchung konnten bei X._____ dennoch Vermögenswerte von ca. CHF 9.5 Mio. festgestellt bzw. ca. CHF 7.8 Mio. sichergestellt werden (vgl. dazu Ziff. III. der Anklageschrift). 3.2 Firma 1._____ AG Von den Einzahlungen der Firma 6._____ AG auf das PC-Konto Z.1_____ der Firma 1._____ AG (CHF 4'494'604.10) hob A._____ CHF 3'665'750.-- (ca. 82 %) jeweils nur wenige Tage nach den Eingängen per Postcheck oder Postschaltergeschäft bar ab. Im Jahr 2004 überwies A._____ insgesamt CHF 87'865.-- nach Deutschland, hauptsächlich zu Gunsten der Firma 9._____ GmbH in O.6_____. 3.3 Firma 2._____ AG Von den Einzahlungen der Firma 6._____ AG auf das PC-Konto Z.2_____ der Firma 2._____ AG (CHF 2'878'464.95) hob A._____ CHF 2'768'299.76 (96 %) jeweils nur wenige Tage nach den Eingängen per Postcheck oder Postschaltergeschäft bar ab. 3.4 Firma 3._____ AG Von den Einzahlungen ab Februar 1996 bis 17. November 1998 der Firma 6._____ AG auf das Konto Nr. _____ bei der Bank 2._____ O.1_____ (CHF 1'160'648.--) hob A._____ CHF 943'293.-- (81 %) bar ab oder kaufte Kassenobligationen. Im August und September 1998 wurden insgesamt CHF 172'240.-- an die Bank 3._____, FL-O.5_____, zu Gunsten der Firma 1._____ AG überwiesen. Die Einzahlungen zwischen Juni 1995 bis Januar 2006 der Firma 6._____ AG auf das Konto Nr. _____ bei der Bank 2._____ O.1_____

Seite 19 — 98 (CHF 1'326'875.--) hob A._____ ebenfalls bar ab oder kaufte Kassenobligationen. 3.5 Checkbezug 1998 A._____ löste den Check Nr. _____ im Betrag von CHF 156'522.-- bei der Bank 3._____, FL-O.5_____, ein. 4. Verbindungen X._____ und A._____ Die Angeklagten bestreiten, im Deliktszeitraum miteinander geschäftlich oder privat Kontakt gehabt zu haben. X._____ will überdies privat weder etwas mit der Firma 1._____ AG, der Firma 2._____ AG oder der ‚Firma 3._____ AG’ zu tun gehabt haben. Folgende Belege dokumentieren demgegenüber Transaktionen zwischen Konti der Angeklagten sowie zwischen Konti von X._____ und den genannten Gesellschaften: Akten: Ordner 7: 7.8.31, 7.9.31, 7.9.34 – 7.9.36, 7.9.44, 7.9.46, 7.9.47, 7.10.10, 7.10.11, 7.11.3 Ordner 12: 12.4.9 (verso) Ordner 20: 20.7.11 Ordner 21: 21.2.1 i.V.m. 21.2.2, 21.2.23, 21.2.27, 21.2.31, 21.2.35, 21.2.37, 21.2.54, 21.2.57, 21.2.115, 21.6.7, 12.6.8, 21.6.10, 21.6.12, 21.6.14 Ordner 22: 22.2.5, S. 3, 22.3.20, 22.3.21, 22.3.26, 22.3.27, 22.3.30 Ordner 28: 28.1.4, 28.1.6, 28.1.9, 28.2.1 – 28.2.10, 28.5.7 f., 28.6.10, 28.6.16 f. Ordner 30: 30.2.2, 30.2.8 Ordner 40: 40.7.6, S. 7 B. X._____ wird zudem angeklagt 1. des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB. In der Zeit von August 1996 bis Juli 2004 stellte X._____ zu Lasten der Firma 6._____ AG 212 Checks im Betrag von insgesamt CHF 3'132'160.-- aus, die inhaltlich falsch, d.h. für die Firma 6._____ AG geschäftsmässig unbegründet waren. Mitunterzeichnet hatten die Checks E._____, F._____, D._____ und andere kollektiv zeichnungsberechtigte Mitarbeiter der Firma 6._____ AG, die allerdings nichts von den Unregelmässigkeiten wussten. Da sie X._____ ein grosses Vertrauen entgegenbrachten, hatten sie die Checks in der Regel vorab blanko, d.h. ohne dass der Begünstigte (Ordre), Datum und Betrag eingetragen waren, unterzeichnet. Auf diesen Checks war die Bank 1._____ als bezogene Bank und die Firma 6._____ AG als Ausstellerin bereits abgedruckt.

Seite 20 — 98 X._____ vervollständigte mit Schreibmaschine die Ordre, den Betrag und das Datum, wobei er es beim Beschreiben des Checks vermied, dass der Begünstigte auf den Durchschlag durchgepaust wurde. Als Begünstigte trug er auf den meisten Checks die Bank 1._____ ein. In 11 Fällen trug er als Begünstigte die Bank 2._____, O.1_____, in einem Fall die Bank 5._____ AG, Chur, und in einem Fall sich selbst ein (vgl. act. 13.2.3). Teilweise bereitete B._____ solche Checks auf Weisung von X._____ vor, wobei sie dann den Begünstigten offen liess und X._____ später die Eintragung vervollständigte. Als Grundlage zur Ausstellung dieser Checks verwendete X._____ Zahlungslisten, auf welchen jeweils mehrere Rechnungen eines Spediteurs zusammengefasst waren. Diesen Zahlungslisten entnahm X._____ den total geschuldeten Betrag und zum Teil auch den Namen des begünstigten Spediteurs, um diese Angaben auf die Checks zu übertragen. Diese Rechnungen, die von Spediteuren für effektiv erbrachte Dienstleistungen gestellt wurden, hatte B._____ aber bereits im Kreditoren-System als nichtbestellbezogen erfasst. X._____ wusste, dass die Rechnungen per Datenträger-Austausch (DTA) bezahlt worden waren. Auf dem Check-Durchschlag füllte X._____ nachträglich als Begünstigten den Spediteur ein oder liess diese Zeile leer. Danach übergab er die Durchschläge B._____, welche die Checkzahlungen in seinem Auftrag in der EDV-Buchhaltung erfasste. Die Zahlungen an die Spediteure wurden so der Firma 6._____ AG ein zweites Mal dem Frachtaufwand belastet. Die Check-Durchschläge wurden zum Teil mit den Spediteurlisten als Buchungsbeleg abgelegt. Die Originalchecks stimmten aufgrund dieser Manipulationen mit den dazugehörenden Durchschlägen nicht überein. In einzelnen Fällen konnten die Buchungsbelege in der Buchhaltung nicht mehr aufgefunden werden. X._____ gelang es durch die Manipulationen der Buchhaltung der Firma 6._____ AG den Anschein zu erwecken, die Checks seien zu Recht ausgestellt worden. Die auf die beschriebene Weise an Ordre Bank 1._____ ausgestellten Checks löste in der Regel B._____ im Auftrag von X._____ an einem Schalter der Bank 1._____ ein. Die durch die Übergabe der Checks getäuschten Mitarbeiter der Bank 1._____ händigten B._____, im Glauben an die Rechtmässigkeit der Checks, das Bargeld aus und belasteten den entsprechenden Betrag der Firma 6._____ AG. B._____ übergab das Bargeld jeweils X._____, der es für sich selbst verwendete. Die an Ordre Bank 5._____ AG und Bank 2._____ ausgestellten Checks wurden auf die gleiche Weise an den entsprechenden Bankschaltern eingelöst, und die derart getäuschten Bankmitarbeiter veranlassten via Bank 1._____ die Belastung des Checkbetrags der Firma 6._____ AG. Dieses Vorgehen der Bank 5._____ AG und Bank 2._____ war gestützt auf die ‚Vollmacht zum Inkasso gemäss Konvention XIII der Schweizerischen Bankiervereinigung’ möglich, was mit entsprechendem Stempel auf der Checkrückseite jeweils kenntlich gemacht wurde (vgl. act. 13.2.3, S. 2 und 5 ff.). Das erhaltene Geld verwendete X._____ für sich.

Seite 21 — 98 Den an Ordre X._____ ausgestellten Check Nr. _____ indossierte er eigenhändig und liess den entsprechenden Betrag durch die gleichermassen getäuschten Bankmitarbeiter auf sein privates Konto Nr. _____ bei der Bank 5._____ AG gutschreiben. Der Checkbetrag wurde schliesslich via Bank 1._____ der Firma 6._____ AG belastet. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Checkbezüge: Nr. Check-Nr. Datum Betrag CHF Originalbeleg Bank (act.) Durchschlag Firma 6._____ AG (act.) 1 95278513 16.08.1996 24'436.80 14.1.5 - 2 95278567 06.09.1996 33'763.35 14.1.5 14.1.6 3 95278623 24.10.1996 27'172.10 14.1.5 14.1.7 4 95278639 25.11.1996 31'179.30 14.1.5 - 5 95278644 18.12.1996 25'826.35 14.1.5 - 6 95278791 19.01.1996 18'525.60 14.1.5 - 7 95278827 21.02.1996 30'791.20 14.1.8 14.1.9 8 95278893 29.04.1996 25'555.15 14.1.8 14.1.9 9 95278928 05.06.1996 23'299.45 14.1.8 14.1.9 10 95278963 05.07.1996 45'867.80 14.1.8 14.1.9 11 83661383 21.03.1996 28'236.00 14.1.8 - 12 95278514 16.08.1996 9'240.45 14.1.8 - (14.1.10) 13 95278568 16.09.1996 10'732.80 14.1.11 14.1.12 14 95278600 22.10.1996 12'567.30 14.1.11 14.1.13 15 95278640 25.11.1996 5'487.90 14.1.11 - (14.1.14) 16 95278642 18.12.1996 11’331.60 14.1.11 - (14.1.15) 17 95278792 19.01.1996 6'693.55 14.1.11 - 18 95278828 21.02.1996 8'621.00 14.1.11 14.1.16 19 95278894 29.04.1996 8'055.15 14.1.17 14.1.18 20 95278927 05.06.1996 10'702.40 14.1.17 14.1.19 21 95278962 05.07.1996 10'261.80 14.1.17 14.1.20 22 83661382 21.03.1996 12'496.90 14.1.17 - (14.1.21) 23 95278708 16.01.1997 19'285.35 14.2.7 14.2.8 24 95278709 16.01.1997 8'343.50 14.2.7 14.2.9 25 95278741 21.02.1997 11'174.70 14.2.7 14.2.9

Seite 22 — 98 26 95278742 21.02.1997 27'435.55 14.2.7 14.2.9 27 99678224 14.03.1997 25'644.25 14.2.7 14.2.10 28 99678225 14.03.1997 10'505.30 14.2.7 14.2.11 29 99678253 03.04.1997 27'562.25 14.2.12 14.2.13 30 99678254 03.04.1997 12'494.10 14.2.12 14.2.14 31 99665527 06.06.1997 11'215.20 14.2.12 - 32 99665528 06.06.1997 44'784.95 14.2.12 - (14.2.15) 33 99665533 16.05.1997 12'264.65 14.2.12 14.2.16 34 99665534 16.05.1997 12'306.40 14.2.12 14.2.17 35 99665546 03.07.1997 11'417.30 14.2.18 14.2.19 36 99665603 03.07.1997 8'190.00 14.2.18 14.2.20 37 99665662 04.08.1997 19'360.00 14.2.18 14.2.20 28 99665663 04.08.1997 3'164.90 14.2.18 14.2.20 39 51123090 09.10.1997 41'643.40 14.1.18 14.2.21 40 51123091 09.10.1997 8'659.45 14.2.18 14.2.22 41 51123119 13.11.1997 16'949.30 14.2.23 14.2.24 42 51123120 14.11.1997 14'307.75 14.2.23 14.2.25 43 51123146 09.12.1997 14'213.80 14.2.23 14.2.25 44 51123149 09.12.1997 45'266.85 14.2.23 14.2.26 45 51123154 19.12.1997 15'531.20 14.2.23 14.2.27 46 51123155 19.12.1997 14'178.00 14.2.23 14.2.28 47 51123304 07.05.1998 12'313.85 14.3.7 14.3.8 48 51123309 07.05.1998 16'947.60 14.3.7 14.3.9 49 51123318 02.06.1998 51'645.60 14.3.7 14.3.10 50 51123353 03.07.1998 28'669.30 14.3.7 14.3.11 51 51123489 03.08.1998 18'899.60 14.3.7 14.3.12 52 51123497 01.09.1998 21'628.25 14.3.7 14.3.13 53 51123496 22.09.1998 15'292.75 14.3.14 14.3.15 54 53405724 06.10.1998 25'522.90 14.3.14 14.3.16 55 53405768 11.11.1998 16'000.00 14.3.14 14.3.17 56 53405743 11.11.1998 18'994.90 14.3.14 14.3.18 57 53405762 02.12.1998 18'010.90 14.3.14 14.3.19 58 53405760 11.12.1998 12'000.00 14.3.14 14.3.20 59 53405806 30.12.1998 18'498.85 14.3.21 14.3.22

Seite 23 — 98 60 51123325 02.06.1998 11'365.10 14.3.21 14.3.23 61 51123352 03.07.1998 10'970.25 14.3.21 14.3.24 62 51123488 03.08.1998 7'324.30 14.3.21 14.3.25 63 51123493 01.09.1998 8'957.45 14.3.21 14.3.26 64 51123495 22.09.1998 4'241.40 14.3.21 14.3.27 65 53405681 06.10.1998 7'975.75 14.3.28 14.3.29 66 53405744 11.11.1998 9'524.85 14.3.28 14.3.30 67 53405757 02.12.1998 8'552.05 14.3.28 14.3.31 68 53405799 29.12.1998 8'214.00 14.3.28 14.3.32 69 51123024 02.03.1998 28'484.20 14.3.28 - (14.3.33) 70 51123025 02.03.1998 9'509.70 14.3.28 - (14.3.34) 71 51123184 23.01.1998 22'078.05 14.3.35 14.3.36 72 51123183 23.01.1998 9'919.40 14.3.35 14.3.37 73 51123298 01.05.1998 24'000.00 14.3.35 14.3.38 74 53405651 03.08.1998 15'100.00 14.3.35 14.3.38 75 53405810 26.01.1999 10'308.30 15.1.9 15.1.10 76 53405811 29.01.1999 7'297.60 15.1.9 15.1.11 77 53405822 24.02.1999 17'712.65 15.1.9 15.1.12 78 53405823 24.02.1999 19'066.30 15.1.9 15.1.13 79 53405824 05.03.1999 16'741.30 15.1.9 15.1.13 80 _____ 25.03.1999 14'237.55 15.1.9 15.1.13 81 53405885 26.03.1999 13'275.45 15.1.14 15.1.15 82 53405887 26.03.1999 12'533.05 15.1.14 15.1.16 83 53405940 20.04.1999 14'762.35 15.1.14 15.1.17 84 53405941 20.04.1999 5'093.30 15.1.14 15.1.18 85 53405948 26.05.1999 13'534.15 15.1.14 15.1.19 86 53405983 22.06.1999 21'275.60 15.1.14 15.1.20 87 53406071 20.07.1999 6'760.40 15.1.21 15.1.22 88 53406133 06.08.1999 13'719.65 15.1.21 15.1.23 89 53406141 24.09.1999 17'124.60 15.1.21 15.1.24 90 55416724 19.10.1999 10'470.00 15.1.21 15.1.25 91 55416729 05.11.1999 17'140.60 15.1.21 15.1.26 92 55416758 07.12.1999 11'290.45 15.1.21 15.1.27 93 53405952 20.05.1999 10'690.55 15.1.28 15.1.29

Seite 24 — 98 94 53405951 20.05.1999 17'000.00 15.1.28 15.1.29 95 53406060 25.06.1999 15'980.10 15.1.28 15.1.29 96 53406062 29.06.1999 15'594.85 15.1.28 15.1.29 97 53406061 29.06.1999 13'406.65 15.1.28 15.1.29 98 53406072 16.07.1999 11'161.60 15.1.28 15.1.30 99 53406132 06.08.1999 18'705.85 15.1.31 15.1.32 100 53406131 24.08.1999 12'117.45 15.1.31 15.1.32 101 53406142 17.09.1999 20'669.55 15.1.31 15.1.33 102 55416723 15.10.1999 18'308.50 15.1.31 15.1.34 103 55416722 19.10.1999 17'116.10 15.1.31 15.1.34 104 55416728 11.11.1999 9'412.60 15.1.31 15.1.34 105 55416727 17.11.1999 15'893.75 15.1.35 15.1.36 106 55416752 02.12.1999 14'115.90 15.1.35 15.1.36 107 55416743 16.12.1999 11'261.35 15.1.35 15.1.36 108 55416755 23.12.1999 21'571.60 15.1.35 15.1.36 109 53405945 03.05.1999 15'000.00 15.1.35 15.1.36 110 53405819 18.02.1999 18'500.00 15.1.35 15.1.36 111 55416747 04.01.2000 10'554.60 15.2.5 15.2.6 112 55416746 28.01.2000 10'660.70 15.2.5 15.2.7 113 55416749 28.01.2000 15'593.85 15.2.5 15.2.8 114 55416756 28.01.2000 15'391.80 15.2.5 15.2.9 115 55416748 01.02.2000 9'167.40 15.2.5 15.2.10 116 55416757 01.02.2000 1'967.80 15.2.5 15.2.11 117 55416759 01.02.2000 1'410.00 15.2.12 15.2.13 118 55416754 08.02.2000 16'006.15 15.2.12 15.2.14 119 55416764 07.03.2000 16’300.45 15.2.12 15.2.15 120 55416766 15.03.2000 18'708.20 15.2.12 15.2.16 121 55416765 20.03.2000 10'998.00 15.2.12 15.2.17 122 55416929 13.04.2000 15'040.05 15.2.12 15.2.18 123 55416890 14.04.2000 11'517.40 15.2.19 15.2.20 124 55416903 02.06.2000 16'900.00 15.2.19 - 125 55416899 16.06.2000 15'000.00 15.2.19 - 126 55416908 03.08.2000 20'044.35 15.2.19 15.2.21 127 55416914 08.08.2000 14'950.00 15.2.19 -

Seite 25 — 98 128 55416915 31.08.2000 8'098.90 15.2.19 15.2.22 129 55416912 12.09.2000 22'366.15 15.2.23 15.2.24 130 55416923 26.09.2000 15'600.00 15.2.23 - 131 55416926 04.10.2000 19'889.20 15.2.23 15.2.25 132 57399278 20.11.2000 12'060.00 15.2.23 15.2.26 133 57399279 22.11.2000 14'710.85 15.2.23 15.2.27 134 57399282 01.12.2000 15'100.00 15.2.23 - 135 57399287 06.12.2000 14'777.65 15.2.28 15.2.29 136 57399288 12.12.2000 10'834.80 15.2.28 15.2.30 137 57399294 21.12.2000 15'327.00 15.2.28 15.2.31 138 57399295 22.12.2000 12'577.10 15.2.28 15.2.32 139 57399309 16.01.2001 11'393.60 16.1.4 - 140 57399308 19.01.2001 16'582.30 16.1.4 - 141 57399311 09.02.2001 16'381.85 16.1.4 16.1.5 142 57399312 13.02.2001 8'674.10 16.1.4 16.1.6 143 57399314 16.02.2001 11'100.00 16.1.4 - 144 57399317 26.02.2001 11'707.25 16.1.4 16.1.7 145 57399318 28.02.2001 6'625.95 16.1.8 16.1.9 146 57399321 13.03.2001 9'581.70 16.1.8 16.1.10 147 57399322 14.03.2001 10'417.30 16.1.8 - 148 57399325 28.03.2001 8'656.00 16.1.8 16.1.11 149 57399326 30.03.2001 10'910.10 16.1.8 16.1.12 150 57399328 06.04.2001 4'148.30 16.1.8 16.1.13 151 57399329 06.04.2001 5'612.00 16.1.14 16.1.15 152 57399331 20.04.2001 14'031.65 16.1.14 16.1.16 153 57399332 23.04.2001 8'133.90 16.1.14 16.1.17 154 57399336 01.05.2001 9'102.70 16.1.14 16.1.18 155 57399337 01.05.2001 6'593.20 16.1.14 16.1.19 156 57399342 09.05.2001 12'426.30 16.1.14 16.1.20 157 57399346 21.05.2001 11'780.55 16.1.21 16.1.22 158 57399352 29.05.2001 19'931.25 16.1.21 16.1.23 159 57399354 06.06.2001 11'298.70 16.1.21 16.1.24 160 57399359 22.06.2001 10'521.30 16.1.21 16.1.25 161 57399361 03.07.2001 15'182.45 16.1.21 16.1.26

Seite 26 — 98 162 57399396 12.07.2001 10'888.80 16.1.21 16.1.27 163 57399424 19.10.2001 15'550.00 16.1.28 16.1.29 164 57399426 30.10.2001 16'285.15 16.1.28 16.1.30 165 57399431 21.11.2001 15'000.00 16.1.28 16.1.31 166 57399447 08.01.2002 11'969.60 16.2.6 16.2.7 167 57399450 08.01.2002 13'099.90 16.2.6 16.2.8 168 57399443 10.01.2002 8'772.10 16.2.6 16.2.9 169 57399440 21.01.2002 15'572.80 16.2.6 16.2.10 170 57399441 17.01.2002 14'650.00 16.2.6 16.2.11 171 57399459 18.02.2002 8'562.40 16.2.6 16.2.12 172 57399460 19.02.2002 8'989.60 16.2.13 16.2.14 173 57399457 18.02.2002 10'076.40 16.2.13 16.2.15 174 57399458 20.02.2001 14'859.60 16.2.13 16.2.16 175 57399456 06.02.2002 13'000.00 16.2.13 16.2.17 176 57399461 04.03.2002 11'801.75 16.2.13 16.2.18 177 57399462 08.03.2002 7'826.60 16.2.13 16.2.19 178 57399463 08.03.2002 7'888.00 16.2.20 16.2.21 179 57399464 18.03.2002 16'221.95 16.2.20 16.2.22 180 57399468 09.04.2002 9'610.35 16.2.20 16.2.23 181 57399467 09.04.2002 14'117.10 16.2.20 16.2.24 182 57399472 07.05.2002 9'764.75 16.2.20 16.2.25 183 57399471 07.05.2002 14'345.50 16.2.20 16.2.26 184 57399476 05.06.2002 8'271.80 16.2.27 16.2.28 185 57399479 16.06.2002 15'400.00 16.2.27 16.2.29 186 57399480 01.07.2002 7'882.50 16.2.27 16.2.30 187 57399482 09.07.2002 7'484.60 16.2.27 16.2.31 188 57399528 05.09.2002 18'075.00 16.2.27 16.2.32 189 57399533 22.10.2002 19'875.00 16.2.27 16.2.32 190 57399534 30.10.2002 9'284.20 16.2.33 16.2.34 191 57399536 22.11.2002 19'700.00 16.2.33 16.2.34 192 57399571 09.01.2003 15'607.55 17.1.3 17.1.4 193 57399570 10.01.2003 10'306.90 17.1.3 17.1.5 194 57399573 17.01.2003 6'519.30 17.1.3 17.1.6 195 57399572 20.01.2003 15'585.00 17.1.3 17.1.7

Seite 27 — 98 196 57399578 10.02.2003 13'500.00 17.1.3 17.1.8 197 57399582 20.02.2003 6'772.45 17.1.3 17.1.9 198 57399581 18.02.2003 19'816.25 17.1.10 17.1.11 199 57399586 07.03.2003 12'875.00 17.1.10 17.1.12 200 57399587 18.03.2003 14'775.90 17.1.10 17.1.13 201 57399590 10.04.2003 22'280.90 17.1.10 17.1.14 202 57399593 12.05.2003 14'807.65 17.1.10 17.1.15 203 57399595 27.05.2003 10'100.00 17.1.10 17.1.16 204 57399598 26.06.2003 12'010.00 17.1.17 17.1.18 205 57399599 02.07.2003 10'989.30 17.1.17 17.1.19 206 57399606 23.09.2003 15'800.00 17.1.17 17.1.20 207 57399617 27.11.2003 18'900.00 17.1.17 17.1.20 208 53405733 18.03.2004 17'350.00 17.2.4 17.2.5 209 57399632 28.01.2004 13'000.00 17.2.4 17.2.6 210 57399631 28.01.2004 7'780.70 17.2.4 17.2.7 211 57399302 03.06.2004 17'030.00 17.2.4 - 212 57399637 27.07.2004 12'950.00 17.2.4 - Total 3'132'160.00 2. des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB. 2.1 Siedlungsgenossenschaft M._____ Die Siedlungsgenossenschaft M._____ mit Sitz in O.1_____ ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Firma 6._____ AG. Ihr Zweck ist u.a. der Bau und Ankauf von Wohnhäusern in gemeinnütziger Weise und deren Vermietung an Mitarbeiter der Firma 6._____ AG. Per Ende 2003 verbuchte X._____ in der Siedlungsgenossenschaft M._____ eine Rückstellung für Ertragssteuern in der Höhe von CHF 45'000.--. Diese Abgrenzung erfasste er jedoch nicht als Rückstellung, sondern als Kreditor, womit der Ausweis dieses Betrags in der Buchhaltung nicht korrekt war. Die Rückstellung übertrug er im Jahr 2004 in zwei Teilbeträgen von CHF 20'324.-- und CHF 24'676.-- via Kontokorrentverbindung auf die Firma 6._____ AG. Die Verbuchung in der Firma 6._____ AG nahm er ebenfalls nicht auf einem Rückstellungskonto, sondern auf einem Bestellkonto vor, womit der Ausweis der entsprechenden Beträge sachlich nicht korrekt war. Den entsprechenden Buchhaltungsbeleg legte X._____ nicht korrekt ab. Zulasten dieser Rückstellungen verbuchte X._____ in der Zeit vom 29. Februar bis 15. Juni 2004 drei private Steuerrechnungen und eine Dachdeckerrechnung von insgesamt CHF 42'058.--. Er erfasste diese

Seite 28 — 98 Rechnungen unberechtigt über den Terminal von B._____ und löste sie zum Nachteil der Firma 6._____ AG zur Zahlung aus. Dadurch war das Durchgangskonto jeweils wieder ausgeglichen. Zwischen dem ursprünglichen Zweck der Rückstellungen (Ertragssteuern Siedlungsgesellschaft M._____) und der effektiven Verwendung (Privatrechnungen X._____) bestand kein sachlicher Zusammenhang. Die Buchungsbelege legte er nicht ordnungsgemäss ab. Sie wurden anlässlich der Hausdurchsuchung am 9. Juni 2005 bei ihm zu Hause sichergestellt. 2.2 Konto ‚Mieter-Rückstellungen’ X._____ verbuchte über das Konto ‚Mieter-Rückstellungen’ (Nr. _____) der Firma 6._____ AG vom 11. Juli 2001 bis 13. Juli 2004 insgesamt fünf private Rechnungen in der Höhe von CHF 7'572.55. Er erfasste diese Rechnungen unberechtigt über den Terminal von B._____ und löste sie zum Nachteil der Firma 6._____ AG zur Zahlung aus. Die Buchungsbelege wurden anlässlich der Hausdurchsuchung am 9. Juni 2005 bei ihm zu Hause sichergestellt. 2.3 Überweisung von Gutschriften Im Jahr 2004 veranlasste X._____ nach eigenen Angaben zu Lasten der Firma 6._____ AG über das elektronische Kreditorensystem noch zwei weitere unberechtigte Zahlungen in der Höhe von insgesamt CHF 10'818.-- auf eines seiner privaten Konti. Entsprechende Belege konnten nicht ermittelt werden. X._____ beabsichtigte durch die Manipulationen der Buchhaltung der Firma 6._____ AG den Anschein zu erwecken, die in Ziff. II.B.2.1 – 2.3 der Anklageschrift genannten Zahlungen seien zu Recht erfolgt. 3. der gewerbsmässigen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB. X._____ erlangte zum Nachteil der Firma 6._____ AG im Zeitraum von August 1996 bis Juli 2004 im Zusammenhang mit ungerechtfertigten Checkbezügen durch gewerbsmässigen Betrug und mehrfache Urkundenfälschung insgesamt CHF 3'132'160.-- (vgl. dazu Ziff. II.B.1 der Anklageschrift). Die Mehrzahl der Checks löste B._____ im Auftrag von X._____ an den Schaltern der Bank 1._____ gegen Bargeld ein. In einigen Fällen, insbesondere bei der Bank 2._____ oder der Bank 5._____ AG, löste X._____ auch selbst die Checks gegen Bargeld ein. Das Geld verschob er dann durch verschiedene Transaktionen ins In- und Ausland auf diverse Bankkonti, Fonds und Lebensversicherungen. Einen Teil des Geldes legte X._____ zudem über die liechtensteinische Firma 10._____ Stiftung an, deren wirtschaftlich Berechtigter er ist. Weitere Anlagen tätigte X._____ über die K._____ AG, O.2_____. Durch sein Vorgehen gelang es X._____, die Auffindung und Sicherstellung der Gelder zu erschweren oder zu verunmöglichen bzw. den paper trail zu unterbrechen. Im Verlauf der Untersuchung konnten bei X._____ dennoch Vermögenswerte von ca. CHF 9.5 Mio. festgestellt

Seite 29 — 98 bzw. ca. CHF 7.8 Mio. sichergestellt werden (vgl. dazu Ziff. III. der Anklageschrift). C. [Betrifft nur A._____.] III. A. Sicherstellungen von Vermögenswerten bei X._____ 1.1 Kontosperren Folgende Vermögenswerte, als deren wirtschaftlich Berechtigter X._____ geführt wird, wurden gesperrt: [...] 1.2 Kanzleisperre [...] 1.3 Weitere Vermögenswerte Folgende Vermögenswerte, als deren wirtschaftlich Berechtigter X._____ geführt wird, konnten nicht sichergestellt werden: [...] 1.4 Zusammenfassung Festgestellte Vermögenswerte in CHF davon sichergestellt CHF 4'026'194.34 CHF 2'437'980.34 Festgestellte Vermögenswerte in EUR davon sichergestellt EUR 3'708'314.92 EUR 3'579'338.92 Total festgestellte Vermögenswerte in CHF (umgerechnet mit 1 EUR = 1.50 CHF) davon sichergestellt CHF 9'588'666.72 CHF 7'806'988.72 B. Sicherstellungen von Vermögenswerten bei A._____ Bei A._____ konnte kein namhaftes Vermögen mehr fest- oder sichergestellt werden. C. Sicherstellungen von Vermögenswerten bei Firma 1._____ AG, Firma 2._____ AG und Firma 3._____ AG Bei keiner dieser Gesellschaften konnte namhaftes Vermögen festoder sichergestellt werden. D. Beschlagnahme von Gegenständen bei Dritten Am 21. Oktober 2005 wurden bei der Firma 11._____ drei Festplatten sowie weitere Datenträger beschlagnahmt. E. Adhäsionsklagen

Seite 30 — 98 Die Firma 6._____ AG reichte am 31. März 2008, eingegangen am 1. April 2008, eine Adhäsionsklage gegen X._____, A._____ und B._____ ein. Am 17. November 2008, eingegangen am 18. November 2008, reichte die Firma 6._____ AG eine Adhäsionsklage gegen X._____ und A._____ ein. Gegen B._____ wird ein separates Verfahren geführt.“ C. Am 31. März 2008 reichte die Firma 6._____ AG eine Adhäsionsklage gegen X._____, A._____ und B._____ in Höhe von Fr. 14'318'282.00 plus Zins ein. Ins Rechtsbegehren aufgenommen hatte sie einen Nachklagevorbehalt sowie einen Klagetrennungsvorbehalt. Nachdem am 27. Oktober 2008 die Schlussverfügung lediglich gegen X._____ und A._____ ergangen war, reichte die Firma 6._____ AG am 17. November 2008 eine Adhäsionsklage ein, die sich zum einen nur noch gegen X._____ und A._____ richtete und die zum andern bezüglich der Forderungsbeträge an die Zahlen angepasst war, die den Angeschuldigten in den Schlusseinvernahmen vorgehalten worden waren. In dieser angepassten Adhäsionsklage stellte die Firma 6._____ AG folgende Rechtsbegehren: „1. Es sei X._____ zu verpflichten, der Firma 6._____ AG, O.1_____, den Betrag von CHF 13'132'356.50 nebst Schadenszins von 5 % – berechnet nach Zinstagen ab dem Tag der jeweils deliktischen Tat gemäss integrierter Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C, D, E) bis zum Tage der Begleichung – zu bezahlen unter nachfolgender solidarischer Haftung: a) Es sei A._____ zu verpflichten, der Firma 6._____ AG, O.1_____, CHF 10'017'994.05 nebst Schadenszins zu 5 % – berechnet nach Zinstagen ab dem Tag der jeweils deliktischen Tat gemäss integrierter Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C + CHF 78'247.00) bis zum Tage der Begleichung – unter solidarischer Haftung mit X._____ zu bezahlen. 2. Es seien X._____ und A._____ unter solidarischer Haftung zu verpflichten, der Firma 6._____ AG, O.1_____, weiteren Schadenersatz von CHF 670'629.00 zuzüglich 5 % Schadenszins ab 1. April 2008 zu bezahlen. 3. Es seien der Firma 6._____ AG bis zur Höhe des gerichtlich festgesetzten Schadenersatzes zuzüglich Zinsen, - die eingezogenen Vermögenswerte samt Grundstück _____, Plan 8, GB O.1_____ (dieses zum Verkehrswert gemäss amtlicher Schätzung abzüglich Hypothekarschuld), - oder deren Verwertungserlöse unter Abzug der Verwertungskosten, sowie - die von den Verurteilten bezahlten Geldstrafen und Bussen, gerichtlich zuzusprechen. 4. Nachklagevorbehalt: Es sei bei Erhöhung der nachgewiesenen Deliktssumme vom Nachklagevorbehalt der Firma 6._____ AG bezüglich

Seite 31 — 98 einer nicht eingeklagten Schadenersatzforderung nebst Zins Vormerk zu nehmen. 5. Klagetrennungsvorbehalt: Es sei für den Fall getrennter Anklageerhebungen durch die Staatsanwaltschaft vom Klagetrennungsvorbehalt Vormerk zu nehmen. 6. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Entschädigungsfolge inkl. Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten. Verfalltabelle zu Rechtsbegehren [...] Schadenersatzforderung Firma 6._____ AG: Total 13'132'356.50 + Zins“ D. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Imboden vom 30. August bis 3. September 2010 nahmen X._____ und sein Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, sowie A._____ mit seinem Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. Stephan Thurnherr, teil. Die Anklage wurde von Untersuchungsrichter lic. iur. Daniel Spadin vertreten. Als Vertreter der Firma 6._____ AG, Adhäsionsklägerin, war Rechtsanwalt Dr. iur. Hansjörg Kistler anwesend. Der Anklagevertreter stellte und begründete folgende Anträge: „1. Das Strafverfahren gegen X._____ und A._____ sei im Hinblick auf Ziff. II.A.1.6 (Zahlungen Nr. 1 bis 3) der Anklageschrift einzustellen. 2. a) X._____ sei - des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, - des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, - der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie - der gewerbsmässigen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB schuldig zu sprechen. b) [Betrifft nur A._____.] 3. a) X._____ sei dafür mit einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren sowie einer Geldstrafe von 240 Tagesätzen zu 60 CHF zu bestrafen. Die erstandene Untersuchungshaft von 106 Tagen sei an den Vollzug der Freiheitsstrafe anzurechnen. b) [Betrifft nur A._____.] 4. a) X._____ und A._____ seien zu verpflichten, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil unter solidarischer Haftung CHF 10'017'114.05 zu bezahlen.

Seite 32 — 98 b) X._____ sei überdies zu verpflichten, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil CHF 3'192'608.55 zu bezahlen. 5. Nachfolgende durch das Untersuchungsrichteramt Chur oder im Auftrag des Untersuchungsrichteramtes Chur sichergestellte Vermögenswerte (inklusive Zinsen) seien gestützt auf Art. 71 Abs. 3 StGB gerichtlich zu beschlagnahmen. Sie seien nach Massgabe von Art. 71 Abs. 3 in fine StGB zur Deckung der Ersatzforderungen heranzuziehen: [...] 6. Die von den Verurteilten bezahlten Geldstrafen sowie der Ertrag der Ersatzforderungen seien – nach Abzug der Verfahrenskosten – nach Massgabe von Art. 73 Abs. 1 StGB der Geschädigten, Firma 6._____ AG, zuzusprechen. 7. Die am 21. Oktober 2005 bei der Firma 11._____ beschlagnahmten Festplatten und Datenträger seien der Firma 6._____ AG zu erstatten. 8. Kostenfolge sei die gesetzliche.“ Der Vertreter der Firma 6._____ AG äusserte sich zur Adhäsionsklage, ohne deren Anträge wörtlich zu wiederholen. Anschliessend stellte und begründete der Verteidiger von A._____ seine Anträge. Der Verteidiger von X._____ wiederum stellte und begründete folgende Anträge: „1. X._____ sei von der Anklage des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie gewerbsmässiger Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB freizusprechen. 2. X._____ sei eine Umtriebsentschädigung im Sinne von Art. 161 StPO[- GR] für anwaltliche Kosten zu Lasten des Staates zuzusprechen. Ebenso sei im Falle eines Freispruchs die Haftentschädigung für die 106 Tage Untersuchungshaft zuzusprechen. 3. Ausgenommen davon seien die im Zusammenhang mit der Siedlungsgenossenschaft M._____ angeklagten Delikte, für welche X._____ milde zu bestrafen sei.“ E. Mit Urteil vom 3. September 2010, mitgeteilt am 9. Dezember 2010, erkannte das Bezirksgericht Imboden wie folgt: „1. Das Strafverfahren gegen X._____ und A._____ wird im Hinblick auf Ziff. II. A. 1.6 (Zahlungen Nr. 1 bis 3 gemäss S. 20 der Anklageschrift) eingestellt. 2. a) X._____ wird des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie der gewerbsmässigen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB schuldig gesprochen.

Seite 33 — 98 b) [Betrifft nur A._____.] 3. a) X._____ wird dafür unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 106 Tagen mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren sowie einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu Fr. 60.00 bestraft. b) [Betrifft nur A._____.] 4. a) X._____ und A._____ werden verpflichtet, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil unter solidarischer Haftung Fr. 10'017'114.05 zu bezahlen. b) X._____ wird überdies verpflichtet, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 3'192'608.55 zu bezahlen. 5. Nachfolgende durch das Untersuchungsrichteramt Chur oder im Auftrag des Untersuchungsrichteramtes Chur sichergestellte Vermögenswerte (inkl. Zinsen) werden gestützt auf Art. 71 Abs. 3 StGB gerichtlich beschlagnahmt. Sie sind nach Massgabe von Art. 71 Abs. 3 in fine StGB zur Deckung der Ersatzforderung heranzuziehen: [...] 6. Die von den Verurteilten bezahlten Geldstrafen sowie der Ertrag der Ersatzforderungen werden – nach Abzug der Inkasso- und/oder Verwertungsgebühren – nach Massgabe von Art. 73 Abs. 1 StGB der Geschädigten, Firma 6._____ AG, zugesprochen. 7. Die am 21. Oktober 2005 bei der Firma 11._____ beschlagnahmten Festplatten und Datenträger werden der Firma 6._____ AG erstattet. 8. a) Die Kosten betreffend das Verfahren über X._____, bestehend aus: - den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 36'127.00 - der Gerichtsgebühr von Fr. 12'059.55 - den Barauslagen von Fr. 7'475.40 (bestehend aus: Kopien, Sicherheitsdienst Kapo GR, Raumbenützung O._____, Zügelarbeiten) - dem Zeugengeld und Nebenkosten von Fr. 465.05 - den Kosten der amtlichen Verteidigung von insgesamt Fr. 69'046.90 - davon zugunsten von RA lic. iur. Cavegn Fr. 49'046.90 - davon zugunsten des Kantons Graubünden Fr. 20'000.00 (Vorschusszahlung an RA Cavegn gem. Verfügung vom 1.09.2008) total somit Fr. 125'173.90 gehen zu Lasten von X._____. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft sowie jene eines allfälligen Strafvollzuges gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. b) [Betrifft nur A._____.] 9. Adhäsionsklage 9.1 X._____ wird verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, den Betrag von Fr. 13'132'356.50 nebst Schadenszins zu 5 % - berechnet

Seite 34 — 98 nach Zinstagen ab dem Tag der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C, D, E) gemäss Ziff. 9.3 nachstehend bis zum Tage der Begleichung – zu bezahlen unter nachfolgender solidarischer Haftung: 9.2 A._____ wird verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, Fr. 10'017'994.05 nebst Schadenszins zu 5 % - berechnet nach Zinstagen ab dem Tag der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C + Fr. 78'247.00) gemäss Ziff. 9.3 bis zum Tage der Begleichung – unter solidarischer Haftung mit X._____ zu bezahlen. 9.3 [Verfalltabelle zu Rechtsbegehren, Urteil Vorinstanz S. 165 ff..] 9.4 X._____ und A._____ werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, weiteren Schadenersatz von Fr. 670'629.00 zuzüglich 5 % Schadenszins ab 1. April 2008 zu bezahlen. 9.5 Es wird davon Vormerk genommen, dass die Firma 6._____ AG mit Antrag und Abtretung vom 15. Juli 2010 dem Kanton Graubünden die eingezogenen Gegenstände und Vermögenswerte bzw. deren Verwertungserlös bis zur Höhe des ihr gerichtlich zugesprochenen bzw. vergleichsweise vereinbarten Schadenersatzes abgetreten hat. Der Kanton Graubünden wird verpflichtet, nach Abzug der Inkassokosten den Erlös aus der Verwertung der gemäss Ziff. 5 hiervor genannten Vermögenswerte und Gegenstände der Firma 6._____ AG herauszugeben. 9.6 Die Kosten des Adhäsionsverfahrens im Betrage von Fr. 50'000.00 (Verfahrenskosten Fr. 10'000.00; Streitwertzuschlag Fr. 40'000.00) gehen unter solidarischer Haftung zu Lasten von X._____ und A._____. Ausseramtlich sind X._____ und A._____ unter solidarischer Haftung verpflichtet, die Adhäsionsklägerin mit Fr. 100'000.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 10. (Rechtsmittelbelehrung). 11. (Mitteilung).“ F. Gegen dieses Urteil erhob X._____ mit Eingabe vom 23. Dezember 2010 beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung (SK1 10 61) mit folgendem Rechtsbegehren: „I. Rechtsbegehren 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 3. September 2010, mitgeteilt am 9. Dezember 2010, zugestellt am 10. Dezember 2010, sei vollumfänglich aufzuheben. 2. X._____ sei von der Anklage des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie gewerbsmässiger Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB freizusprechen.

Seite 35 — 98 3. Die Adhäsionsklage der Firma 6._____ AG sei auf den Zivilweg zu verweisen. 4. X._____ sei seine Umtriebsentschädigung im Sinne von Art. 161 StPO[-GR] für anwaltliche Kosten zu Lasten des Staates zuzusprechen. Ebenso sei im Falle eines Freispruchs eine Haftentschädigung für die 106 Tage Untersuchungshaft zuzusprechen. 5. Die Kosten seien für beide Instanzen dem Staat aufzuerlegen. II. Verfahrensanträge A) Antrag auf Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung 1. Nach Art. 144 Abs. 1 StPO[-GR] führt das Kantonsgericht von Graubünden eine mündliche Berufungsverhandlung durch, wenn die persönliche Befragung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache wesentlich ist. Vorliegend wird der Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung gestellt, nachdem der Berufungskläger vor der Vorinstanz nicht zu Wort gekommen ist und er in seinen Äusserungen vom Bezirksgerichtspräsidenten Imboden immer wieder unterbrochen worden ist. Zudem geht es vorliegend offenkundig auch [um] eine Beurteilung der Person des Berufungsklägers. B) Beweisanträge 2. Es seien folgende Beweise zu erheben: a) Es seien sämtliche Aufträge der Firma 6._____ AG herauszugeben, aus welchen die dem Angeklagten zur Last gelegten Zahlungen dokumentiert werden. Insbesondere seien sämtliche Buchungsbelege für die dem Angeklagten zur Last gelegten Zahlungen herauszugeben. Es sei insbesondere die Buchhaltung der Firma 6._____ AG herauszugeben. b) Es seien sämtliche Rückstellungskonti für die Jahre 1996 bis 2004 offen zu legen. c) Es seien Aufzeichnungen der internen und externen Kontrollstellen der Firma 6._____ AG einzuholen, welche darüber Auskunft erteilen, welche Lieferungen an Tochtergesellschaften der Firma 6._____ AG geleistet wurden und von der Firma 6._____ AG bezahlt und alsdann an die Tochtergesellschaft und eventuell an Dritte verrechnet worden sind. d) Es seien die internen und externen Revisionsberichte der Firma 6._____ AG für die Jahre 1996 bis 2004 einzuholen. e) Es seien die Preisdifferenzrechnungen der Firma 6._____ AG für die Jahre 2003 und 2004 einzuholen. C) Einsetzung als amtlicher Verteidiger 3. Der Unterzeichnete ist als eingesetzter amtlicher Verteidiger zur Erhebung der vorliegenden Berufung für den Berufungskläger X._____ legitimiert. Es wird auch für das vorliegende Berufungsverfahren die Einsetzung des Unterzeichneten als amtlicher Verteidiger beantragt, zumal die Voraussetzungen von Art. 102 StPO[-GR] ohne Weiteres erfüllt sind.“

Seite 36 — 98 Mit Schreiben vom 18. Januar 2011 verzichtete das Bezirksgericht Imboden auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Die Staatsanwaltschaft Graubünden beantragte mit Schreiben vom 22. Februar 2011 die Abweisung der Berufung und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. Am 28. Februar 2011 reichte die Adhäsionsklägerin eine Vernehmlassung mit folgenden Rechtsbegehren ein: „A. Klage 1. Die Berufung gegen das Adhäsionsurteil sei abzuweisen und Ziffer 9 des angefochtenen Urteils zu schützen. 2. Eventualiter sei der Antrag, die Adhäsionsklage der Firma 6._____ AG auf den Zivilweg zu verweisen, abzulehnen, und die Forderungen der Privatklägerin in Ziffer 9 nach richterlichem Ermessen festzusetzen. 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zulasten X._____s. B. Beweisanträge 1. Gegen den Antrag einer mündlichen Berufungsverhandlung wird nicht opponiert. 2. Die Beweisanträge auf Edition a. von sämtlichen Aufträgen der Firma 6._____ AG, aus welchen die dem Angeklagten zur Last gelegten Zahlungen dokumentiert werden, insbesondere von sämtlichen Buchungsbelegen für die dem Angeklagten zur Last gelegten Zahlungen und insbesondere der Buchhaltung der Firma 6._____ AG, b. von sämtlichen Rückstellungskonti für die Jahre 1996 bis 2004, c. von Aufzeichnungen der internen und externen Kontrollstellen der Firma 6._____ AG, welche darüber Auskunft erteilen, welche Lieferungen an Tochtergesellschaften der Firma 6._____ AG geleistet wurden, von der Firma 6._____ AG bezahlt und alsdann an die Tochtergesellschaft und ev. an Dritte verrechnet worden sind, d. von den internen und externen Revisionsberichten der Firma 6._____ AG für die Jahre 1996 bis 2004, sowie e von den Preisdifferenzrechnungen der Firma 6._____ AG für die Jahre 2003 und 2004, seien abzulehnen.“ G. Mit Eingabe vom 4. Januar 2011 erhob auch A._____ beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung (SK1 11 1) gegen das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 3. September 2010, mitgeteilt am 9. Dezember 2010. Die beiden Berufungsverfahren wurden in der Folge vereinigt. H. An der mündlichen Berufungsverhandlung vor der I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden am 22. August 2011 waren X._____ mit seinem Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, und A._____ mit seinem Vertei-

Seite 37 — 98 diger, Rechtsanwalt Dr. iur. Stephan Thurnherr, anwesend. Als Vertreter der Staatsanwaltschaft nahm der Erste Staatsanwalt, lic. iur. Renato Fontana, teil. Die Adhäsionsklägerin wurde durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hansjörg Kistler vertreten. Im Rahmen der Befragung zur Person äusserten sich X._____ und A._____ eingehend zu ihren persönlichen Verhältnissen. Beide wiesen darauf hin, dass sie in bescheidenen Verhältnissen lebten. In der Befragung zur Sache erhielten sowohl X._____ als auch A._____ Gelegenheit, sich ausführlich zu den ihnen vorgeworfenen Sachverhalten zu äussern. Nachdem am 23. August 2011 die geheime Urteilsberatung erfolgt war, wurde das Urteil am 24. August 2011 wie folgt eröffnet: „1. a) Die Berufung von X._____ (SK1 10 61) wird teilweise gutgeheissen. b) [Betrifft nur A._____.] c) Das vorinstanzliche Urteil wird aufgehoben. 2. a) Das Strafverfahren gegen X._____ und A._____ wird im Hinblick auf folgende Ziffern der Anklageschrift eingestellt: II. A. 1.4: Nr. 1 – 4 II. A. 1.6: Nr. 1 – 11 II. B. 1: Nr. 1, 6 – 12, 17 – 22 b) [Betrifft nur A._____.] 3. a) X._____ wird des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie der gewerbsmässigen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB schuldig gesprochen. b) [Betrifft nur A._____.] 4. a) X._____ wird dafür unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 106 Tagen mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren sowie mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je Fr. 40.-- bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. b) [Betrifft nur A._____.] 5. a) X._____ und A._____ werden verpflichtet, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil unter solidarischer Haftung Fr. 8'273'413.05 zu bezahlen. b) X._____ wird überdies verpflichtet, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 2'929'825.30 zu bezahlen. 6. Nachfolgende, durch das Untersuchungsrichteramt Chur oder im Auftrag des Untersuchungsrichteramtes Chur sichergestellte Vermögenswerte (inklusive Zinsen) werden gerichtlich eingezogen und im Sinne von Art. 71 Abs. 3 StGB zur Deckung der Ersatzforderungen verwendet:

Seite 38 — 98 [...] 7. Die von den Verurteilten bezahlten Geldstrafen sowie der Ertrag der Ersatzforderungen im Umfang von Fr. 8'273'413.05 und Fr. 2'929'825.30 gemäss Ziffer 5 werden – nach Abzug der Inkassound/oder Verwertungsgebühren – nach Massgabe von Art. 73 Abs. 1 StGB bis zur Höhe des Schadenersatzes der Geschädigten Firma 6._____ AG zugesprochen. 8. Die am 21. Oktober 2005 bei der Firma 11._____ beschlagnahmten Festplatten und Datenträger werden der Firma 6._____ AG erstattet. 9. a) Die vorinstanzlichen Kosten betreffend das Verfahren gegen X._____, bestehend aus: - den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 36'127.00 - der Gerichtsgebühr von Fr. 12'059.55 - den Barauslagen von Fr. 7'475.40 - dem Zeugengeld und Nebenkosten von Fr. 465.05 - den Kosten der amtlichen Verteidigung von insgesamt Fr. 69'046.90 - davon zugunsten von RA lic. iur. Remo Cavegn Fr. 49'046.90 - davon zugunsten des Kantons Graubünden Fr. 20'000.00 total somit Fr. 125'173.90 gehen zu Lasten von X._____. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft sowie jene eines allfälligen Strafvollzuges gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. b) [Betrifft nur A._____.] 10. Adhäsionsklage: 10.1 X._____ wird verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, den Betrag von Fr. 11'203'238.35 nebst Schadenszins zu 5% – berechnet nach Zinstagen ab dem Tage der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C, D, E) gemäss Ziff. 10.4 nachstehend bis zum Tage der Begleichung – zu bezahlen unter nachfolgender solidarischer Haftung: 10.2 A._____ wird verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, Fr. 8'273'413.05 nebst Schadenszins zu 5% – berechnet nach Zinstagen ab dem Tag der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C sowie Fr. 78'247.--) gemäss Ziff. 10.4 bis zum Tage der Begleichung – unter solidarischer Haftung mit X._____ zu bezahlen. 10.3 Es wird davon Vormerk genommen, dass die Firma 6._____ AG ihre Forderung in dem Umfange dem Kanton Graubünden abgetreten hat, in welchem sie durch den ihr zugesprochenen Ertrag der Ersatzforderung und der bezahlten Geldstrafen befriedigt wird. 10.4 [Verfalltabelle zum Rechtsbegehren.] 10.5 Im Mehrbetrag wird die Adhäsionsklage auf den Zivilweg verwiesen.

Seite 39 — 98 10.6 Die vorinstanzlichen Kosten des Adhäsionsverfahrens von Fr. 20'000.-- gehen unter solidarischer Haftung zu Lasten von X._____ und A._____. Ausseramtlich sind X._____ und A._____ unter solidarischer Haftung verpflichtet, die Adhäsionsklägerin mit Fr. 80'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 11. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 20'000.-- gehen im Umfang von Fr. 4'000.-- zu Lasten des Kantons Graubünden und im Umfang von je Fr. 8'000.-- zu Lasten von X._____ und A._____. b) Die Kosten der amtlichen Verteidigung von X._____ gehen im Betrage von Fr. 5'850.20 zu Lasten des Kantons Graubünden und im Betrage von Fr. 19'500.70 zu Lasten von X._____. c) [Betrifft nur A._____.] d) Die den Berufungsklägern überbundenen Kosten des Berufungsverfahrens von je Fr. 8'000.-- sowie die X._____ auferlegten Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 19'500.70 und die A._____ auferlegten Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 16'740.45 werden vorschussweise vom Kanton Graubünden bezahlt. e) X._____ und A._____ haben die Firma 6._____ AG für das Berufungsverfahren unter solidarischer Haftung mit Fr. 5'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 12. (Rechtmittelbelehrung.) 13. (Mitteilung.) I. Gegen dieses Urteil erhob X._____ mit Eingabe vom 7. Mai 2012 Beschwerde in Strafsachen beim Schweizerischen Bundesgericht. Er stellte folgende Rechtsbegehren: „1. Die Ziffern 1.b), 3.a), 4.a), 5, 6, 7, 9.a), 10.1-10.4 (mit Ausnahme 10.4.E.), 10.6, 11.a), 11.b), 11.d, 11.e) des Urteils des Kantonsgerichts von Graubünden vom 22./23./24. August 2011, 14. März 2012, mitgeteilt am 21. März 2012, zugegangen am 23. März 2012, seien aufzuheben. 2. X._____ sei von der Anklage des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie gewerbsmässiger Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB freizusprechen. Ausgenommen davon sei die Verurteilung wegen gewerbsmässigem betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB sowie wegen mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB im Zusammenhang mit Siedlungsgenossenschaft M._____, Konto ‚Mieter-Rückstellungen‘, Überweisung von Gutschriften. 3. Dafür sei X._____ mit einer bedingten Geldstrafe zu bestrafen. Eventualiter, das heisst für den Fall, dass Ziff. 3.a des Urteils nicht aufge-

Seite 40 — 98 hoben wird, sei der Beschwerdeführer milde zu bestrafen, maximal mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen, wovon der Vollzug von 18 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben sei. 4. Die Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksgericht Imboden sowie des Berufungsverfahrens vor dem Kanton Graubünden seien dem Kanton Graubünden aufzuerlegen, welchem auch die Kosten der amtlichen Verteidigung für beide Instanzen von insgesamt CHF 94‘397.80 aufzuerlegen seien. 5. Ebenso sei dem Beschwerdeführer im Falle eines Freispruchs eine Haftentschädigung für die 106 Tage Untersuchungshaft zuzusprechen. 6. Die Adhäsionsklage der Firma 6._____ AG sei auf den Zivilweg zu verweisen, soweit sie den Betrag von CHF 60‘448.50 übersteigt. 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Verfahren vor dem Bundesgericht zu Lasten des Staates.“ J. Mit Urteil vom 16. Juli 2013 entschied das Schweizerische Bundesgericht wie folgt: „1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom 24. August 2011/14. März 2012 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird, soweit nicht gegenstandslos geworden, abgewiesen. 3. Der Beschwerdeführer hat Gerichtskosten von Fr. 3‘000.-- zu bezahlen. 4. Die Beschwerdegegnerin 2 hat Gerichtskoten von Fr. 1‘000.-- zu bezahlen. 5. Die Beschwerdegegnerin 2 hat dem Beschwerdeführer eine Entschädigung von Fr. 1‘000.-- zu leisten. 6. (Mitteilung.)“ In der Begründung wies es die von X._____ erhobenen Sachverhaltsrügen allesamt ab. Die Tatbestandsrügen hiess es lediglich mit Bezug auf den Handlungskomplex der Checkbezüge und auch hier nur teilweise gut. Es wies das Kantonsgericht an zu prüfen, ob X._____ mit Bezug auf die Checkbezüge den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung, allenfalls der Veruntreuung erfüllt habe und welche Konsequenzen sich daraus für die Frage der Geldwäscherei ergäben. Das Kantonsgericht habe sich auch mit der Strafzumessung erneut zu befassen. K. In der Folge führte die I. Strafkammer des Kantonsgerichts einen doppelten Schriftenwechsel durch, in welchem die Parteien Gelegenheit erhielten, sich zum Anklagesachverhalt betreffend die Checkbezüge / Checkeinlösungen und zur

Seite 41 — 98 diesbezüglichen rechtlichen Qualifikation, zur Strafzumessung, zum Schadenersatz und zu den Kosten zu äussern. L. Mit Urteil vom 23. Oktober 2013 entschied die I. Strafkammer des Kantonsgerichts wie folgt: „1. a) Die Berufung von X._____ (SK1 10 61) wird teilweise gutgeheissen. b) [Betrifft nur A._____.] c) Das vorinstanzliche Urteil wird aufgehoben. 2. a) Das Strafverfahren gegen X._____ und A._____ wird im Hinblick auf folgende Ziffern der Anklageschrift eingestellt: II. A. 1.4: Nr. 1 – 4 II. A. 1.6: Nr. 1 – 11 II. B. 1: Nr. 1 – 54, 60 – 65, 69 – 74 Das Strafverfahren gegen X._____ wird im Hinblick auf folgende Ziffer der Anklageschrift eingestellt: II. A. 2 b) [Betrifft nur A._____.] 3. a) X._____ wird des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB sowie der gewerbsmässigen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB schuldig gesprochen. b) [Betrifft nur A._____.] 4. a) X._____ wird dafür unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 106 Tagen mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren sowie mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je Fr. 40.-bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. b) [Betrifft nur A._____.] 5. a) X._____ und A._____ werden verpflichtet, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil unter solidarischer Haftung Fr. 8'116'891.05 zu bezahlen. b) X._____ wird überdies verpflichtet, dem Staat als Ersatz für widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 1‘985‘021.-- zu bezahlen. c) [Betrifft nur A._____.] 6. Nachfolgende, durch das Untersuchungsrichteramt Chur oder im Auftrag des Untersuchungsrichteramtes Chur sichergestellte Vermögenswerte (inklusive Zinsen) werden gerichtlich eingezogen und im Sinne von Art. 71 Abs. 3 StGB zur Deckung der Ersatzforderungen verwendet:

Seite 42 — 98 [...] 7. Die von den Verurteilten bezahlten Geldstrafen sowie der Ertrag der Ersatzforderungen im Umfang von Fr. 8'116'891.05, Fr. 1‘985‘021.-und Fr. 78'247.-- gemäss Ziffer 5 werden – nach Abzug der Inkassound/oder Verwertungsgebühren – nach Massgabe von Art. 73 Abs. 1 StGB bis zur Höhe des Schadenersatzes der Geschädigten Firma 6._____ AG zugesprochen. 8. Die am 21. Oktober 2005 bei der Firma 11._____ beschlagnahmten Festplatten und Datenträger werden der Firma 6._____ AG erstattet. 9. a) Die vorinstanzlichen Kosten betreffend das Verfahren gegen X._____, bestehend aus: - den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 36'127.00 - der Gerichtsgebühr von Fr. 12'059.55 - den Barauslagen von Fr. 7'475.40 - dem Zeugengeld und Nebenkosten von Fr. 465.05 - den Kosten der amtlichen Verteidigung von insgesamt Fr. 69'046.90 - davon zugunsten von RA lic. iur. Remo Cavegn Fr. 49'046.90 - davon zugunsten des Kantons Graubünden Fr. 20'000.00 total somit Fr. 125'173.90 gehen zu Lasten von X._____. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft sowie jene eines allfälligen Strafvollzuges gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. b) [Betrifft nur A._____.] 10. Adhäsionsklage: 10.1 X._____ wird verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, den Betrag von Fr. 10‘101‘912.05 nebst Schadenszins zu 5% – berechnet nach Zinstagen ab dem Tage der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C, D, E) gemäss Ziff. 10.4 nachstehend bis zum Tage der Begleichung – zu bezahlen unter nachfolgender solidarischer Haftung: 10.2a A._____ wird verpflichtet, der Firma 6._____ AG, O.1_____, Fr. 8'116'891.05 nebst Schadenszins zu 5% – berechnet nach Zinstagen ab dem Tag der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C) gemäss Ziff. 10.4 bis zum Tage der Begleichung – unter solidarischer Haftung mit X._____ zu bezahlen. 10.2b [Betrifft nur A._____.] 10.3 Es wird davon Vormerk genommen, dass die Firma 6._____ AG ihre Forderung in dem Umfange dem Kanton Graubünden abgetreten hat, in welchem sie durch den ihr zugesprochenen Ertrag der Ersatzforderung und der bezahlten Geldstrafen befriedigt wird. 10.4 [Verfalltabelle zu Rechtsbegehren] 10.5 Im Mehrbetrag wird die Adhäsionsklage auf den Zivilweg verwiesen.

Seite 43 — 98 10.6 Die vorinstanzlichen Kosten des Adhäsionsverfahrens von Fr. 20'000.-- gehen unter solidarischer Haftung zu Lasten von X._____ und A._____. Ausseramtlich sind X._____ und A._____ unter solidarischer Haftung verpflichtet, die Adhäsionsklägerin mit Fr. 80'000.-- (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 11. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens SK1 10 61 und SK1 11 1 von Fr. 20'000.-- gehen im Umfang von Fr. 4'000.-- zu Lasten des Kantons Graubünden und im Umfang von je Fr. 8'000.-- zu Lasten von X._____ und A._____. b) Die Kosten der amtlichen Verteidigung von X._____ im Berufungsverfahren SK1 10 61 gehen im Betrage von Fr. 5'850.20 zu Lasten des Kantons Graubünden und im Betrage von Fr. 19'500.70 zu Lasten von X._____. c) [Betrifft nur A._____.] d) Die den Berufungsklägern überbundenen Kosten des Berufungsverfahrens SK1 10 61 und SK1 11 1 von je Fr. 8'000.-- sowie die X._____ auferlegten Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 19'500.70 und die A._____ auferlegten Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 16'740.45 werden vorschussweise vom Kanton Graubünden bezahlt. e) X._____ und A._____ haben die Firma 6._____ AG für das Berufungsverfahren SK1 10 61 und SK1 11 1 unter solidarischer Haftung mit Fr. 5'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 12. a) Die Kosten des vorliegenden Verfahrens von Fr. 4‘000.-- gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. b) Der Kanton Graubünden hat X._____ für das vorliegende Verfahren ausseramtlich mit Fr. 5‘000.-- zu entschädigen. c) Der Kanton Graubünden hat die Firma 6._____ AG für das vorliegende Verfahren ausseramtlich mit Fr. 5‘000.-- zu entschädigen. 13. (Rechtsmittelbelehrung.) 14. (Mitteilung.)“ M. Gegen dieses Urteil erhob X._____ mit Eingabe vom 2. Dezember 2013 Beschwerde in Strafsachen beim Schweizerischen Bundesgericht. Er stellte folgende Rechtsbegehren: „1. Die Ziffern 3.a), 4a), 5.b), 7, 10.1, 10.4.D des Urteils des Kantonsgerichts von Graubünden vom 23. Oktober 2013, mitgeteilt am 31. Oktober 2013, seien aufzuheben. 2. X._____ sei vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB freizusprechen. Er sei lediglich des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie diesbezüglich der gewerbsmässi-

Seite 44 — 98 gen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB schuldig zu sprechen. 3. Dafür sei X._____ mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen, wovon der Vollzug von 18 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben sei. Die erstandene Untersuchungshaft von 106 Tagen sei anzurechnen. 4. Die vom Beschwerdeführer bezahlten Geldstrafen sowie der Ertrag der Ersatzforderungen im Umfang von CHF 8‘116‘891.05 und CHF 78‘247.-- seien – nach Abzug der Inkasso- und/oder Verwertungsgebühren – nach Massgabe von Art. 73 Abs. 1 StGB bis zur Höhe des Schadenersatzes der Geschädigten Firma 6._____ AG zuzusprechen. 5. In Abänderung von Ziff. 10.1 des angefochtenen Urteils sei der Beschwerdeführer zu verpflichten, den Betrag von CHF 8‘116‘891.05 nebst Schadenersatz zu 5% – berechnet nach Zinstagen ab dem Tage der jeweils deliktischen Tat gemäss Verfalltabelle (Buchstaben A, B, C, E) gemäss Ziff. 10.4 bis zum Tag der Begleichung – zu bezahlen unter solidarischer Haftung von A._____. 6. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates.“ N. Mit Urteil vom 14. April 2014 entschied das Schweizerische Bundesgericht wie folgt: „1. Die Beschwerde wird, soweit die Strafzumessung betreffend, teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom 23. Oktober 2013 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist, abgewiesen. 3. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 4. (Mitteilung.)“ In der Begründung wies es sämtliche Rügen, die X._____ gegen die Verurteilung wegen mehrfacher Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB sowie gegen die Verurteilung wegen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB im Sachverhaltskomplex der Checkbezüge erhoben hatte, ab. Mit Bezug auf die Strafzumessung stellte es fest, dass das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil das Strafverfahren in rund 50 Einzelfällen zufolge Verjährung eingestellt habe, womit sich die Deliktssumme um rund 1 Million Franken verringert habe. Dem müsse mit einer Reduktion der Strafe Rechnung getragen werden, wenn nicht Umstände aufgezeigt werden könnten, die bei der Gewichtung des Verschuldens beziehungsweise bei der Strafzumessung zu Recht stärker zu Lasten von X._____

Seite 45 — 98 zu berücksichtigen seien, als dies im ersten Urteil des Kantonsgerichts geschehen sei. Solche Umstände habe das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil nicht genannt. O. Mit Schreiben vom 28. April 2014 eröffnete der Vorsitzende der I. Strafkammer des Kantonsgerichts im Rahmen des rechtlichen Gehörs X._____, der Staatsanwaltschaft Graubünden sowie der Firma 6._____ AG die Möglichkeit, sich bis zum 22. Mai 2014 zur Strafzumessung und allenfalls zu den Kosten zu äussern, bevor das Kantonsgericht ein neues Urteil fälle. a) In ihrem Schreiben vom 15. Mai 2014 äusserte sich die Staatsanwaltschaft Graubünden dahingehend, dass der Höhe des Deliktsbetrages vorliegend nur eine untergeordnete Bedeutung zukomme, weshalb eine Reduktion des Strafmasses höchstens wenige Monate betragen könne, ansonsten die Tat- und Täterkomponenten nicht mehr angemessen berücksichtigt würden. b) Der Rechtsvertreter der Adhäsionsklägerin verzichtete am 21. Mai 2014 auf die Einreichung einer Stellungnahme. c) X._____ stellte in seiner Stellungnahme vom 22. Mai 2014 das folgende Rechtsbegehren: „1. Der Berufungskläger sei milde zu bestrafen, jedenfalls nicht höher als 35 Monate Freiheitsstrafe, wovon der Vollzug von 18 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben sei. Die erstandene Untersuchungshaft von 106 Tagen sei anzurechnen. 2. Im Übrigen hält der Berufungskläger unverändert an seinem Berufungsantrag vom 21. Dezember 2010 fest.“ In der Begründung machte er unter anderem geltend, das Bundesgericht habe gemäss Dispositiv seines Urteils das gesamte angefochtene Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 23. Oktober 2013 aufgehoben, so dass das Kantonsgericht das gesamte Urteil von Grund auf neu zu fällen habe. Aufgrund der Einstellung des Verfahrens in zahlreichen Fällen und der geringeren Deliktssumme sowie der Tatsache, dass der Tatbestand der Veruntreuung eine geringere Höchststrafe vorsehe als der gewerbsmässige Betrug, zu welchem X._____ im ersten Urteil des Kantonsgerichts verurteilt worden sei, müsse das Kantonsgericht zu einer deutlich geringeren Strafe gelangen. Auch sei die Verhältnismässigkeit zum Urteil von A._____ zu wahren. X._____ dürfe in keinem Falle höher bestraft werden als A._____, da ihm aufgrund der Verjährung strafrechtlich weniger Delikte zur Last gelegt werden könnten als A._____. Das Kantonsgericht habe weiter wichtige Punkte zu Ungunsten von X._____ ausser Acht gelassen. Es könne

Seite 46 — 98 X._____ nicht zur Last gelegt werden, dass seine Motivation nicht zu Tage getreten sei, weil er die Tatbegehung stets bestritten habe. Das Kantonsgericht spekuliere im Urteil vom 23. Oktober 2013 über die Motivation und lege diese Spekulationen X._____ zur Last, obwohl es keine Anhaltspunkte für eine solche Motivation in den Akten gebe. Im Weiteren seien auch die Umstände zu berücksichtigen, di

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