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Bundesverwaltungsgericht 23.12.2011 E-6773/2011

23 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,060 parole·~5 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch (Safe Country) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 9. Dezember 2011 / N

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 Urteil   v om   2 3 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Markus König, mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;  Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler. Parteien 1. A._______, B._______, C._______, 2. D._______, 3. E._______, Mazedonien,  vertreten durch Dr. iur. Guido Hensch, Rechtsanwalt,  (…), Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügungen des BFM vom 9. Dezember 2011 /  N (…), N (…) und N (…).

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  die  Beschwerdeführenden  eigenen  Angaben  zufolge  ihren  Heimatstaat  im  Februar  2011  verliessen  und  über Griechenland,  Italien  und  Frankreich  am  21.  März  2011  in  die  Schweiz  einreisten,  wo  sie  gleichentags um Asyl nachsuchten, dass  die  Beschwerdeführenden,  Roma  aus  F._______,  anlässlich  der  summarischen Befragungen vom 24. März 2011 und der Anhörungen zu  den  Asylgründen  vom  25.  November  2011  im  Wesentlichen  geltend  machten,  sie  hätten  im  Jahr  2010  in  den  Niederlanden  erfolglos  Asylverfahren  durchlaufen  und  seien  daraufhin  wieder  in  ihre  Heimat  zurückgekehrt, dass  sie  dort  im  Januar  2011  ohne  eigenes  Verschulden  mit  einer  Nachbarsfamilie  in  eine  handgreifliche  Auseinandersetzung  verwickelt  worden  seien,  in  deren  Rahmen  mehrere  Personen  verletzt  worden  seien,  worauf  ein  polizeiliches  Ermittlungsverfahren  eingeleitet  worden  sei, dass  der  Beschwerdeführer  2  zwei  Tage  später  überfallen,  geschlagen  und  verletzt  worden  sei  und  die  Familie  aus  Furcht  vor  weiteren  Übergriffen das Land habe verlassen müssen, dass  die  Beschwerdeführenden  als  Beweismittel  zwei  Vorladungen  (als  Zeugin/Opfer respektive als Angeschuldigter) zu den Akten reichten, dass  das  BFM  mit  im  Wesentlichen  gleichlautenden  Verfügungen  vom  9. Dezember  2011  –  eröffnet  am  13.  Dezember  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31) auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eintrat und  deren Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingaben  an  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  16.  Dezember  2011  gegen  diese  Nichteintretensverfügungen  Beschwerde  erhoben  und  unter  anderem  sinngemäss  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügungen  vom  9.  Dezember  2011  und  die  Rückweisung  der  Sache  an  das  BFM  zwecks  ergänzender  Sachverhaltsabklärung  sowie  materieller  Behandlung  der  Asylgesuche beantragten,

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 dass  in  den  Rechtmitteln  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung  im Sinn von Art. 65  Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beantragt wurde, und das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung, dass es auf dem Gebiet des Asyls – vorbehältlich des Vorliegens eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende Person Schutz sucht – endgültig über Beschwerden  gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG,  i. V. m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen haben,  durch  die  angefochtenen Verfügungen  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichten  Beschwerden  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass die drei Beschwerdeverfahren angesichts des engen sachlichen und  persönlichen Zusammenhangs zu vereinigen sind, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist, dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde,

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32­35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  nicht  eingetreten  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass der  rechtserhebliche Sachverhalt – wie  im Folgenden auszuführen  sein wird – von der Vorinstanz korrekt und vollständig festgestellt worden  ist  und  keine  Veranlassung  für  eine  diesbezügliche  Rückweisung  der  Verfahren besteht, dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Nichteintretensentscheids  im  Wesentlichen anführte, der Bundesrat habe aufgrund der innenpolitischen  Situation  in Mazedonien mit  Beschluss  vom  25.  Juni  2003 Mazedonien  als  verfolgungssicheren  Staat  gemäss  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  bezeichnet, dass  bei  verfolgungssicheren  Staaten  die  gesetzliche  Regelvermutung  bestehe,  wonach  asylrechtlich  relevante  staatliche  Verfolgung  nicht  stattfinde und Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleistet sei,  dass  es  sich  bei  dieser  Regelvermutung  um  eine  relative  Verfolgungssicherheit  handle,  welche  im  Einzelfall  aufgrund  konkreter  substanziierter  Hinweise  umgestossen  werden  könne,  im  vorliegenden  Fall  indessen       – namentlich  angesichts  der  völlig  unglaubhaften  Aussagen – solche Hinweise aus den Akten nicht ersichtlich seien, dass die Beschwerdeführenden  in  ihren Rechtsmitteln  insbesondere die  Unglaubhaftigkeit  ihrer  Vorbringen  bestreiten  und  auf  ihre  ethnische  Zugehörigkeit  verweisen,  aufgrund  derer  sie  in  ihrer  Heimat  rassistisch  motivierte Übergriffe zu befürchten hätten, dass gemäss Art. 34 Abs. 1 AsylG auf Gesuche von Asylsuchenden aus  verfolgungssicheren  Staaten  nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  nicht  einzutreten ist, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung, dass  praxisgemäss  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  derselbe  weite  Verfolgungsbegriff wie bei den Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 AsylG  zur  Anwendung  kommt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), dass  dieser  weite  Verfolgungsbegriff  nicht  nur  Nachteile  gemäss  Art. 3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse im Sinn von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83  Abs.  3  und  4  AuG  umfasst  (vgl.  EMARK  2004 Nr.  5  E.  4c.aa  S.  35  f.,  EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), dass dabei ein  im Vergleich zum (bereits erleichterten) Beweismass des  Glaubhaftmachens  reduzierter  Massstab  anzuwenden  ist  und  auch  bei  Asylgesuchen  aus  verfolgungssicheren  Staaten  die  Flüchtlingseigenschaft  einlässlich geprüft werden muss,  sobald sich aus  den  Akten  Hinweise  auf  Verfolgung  ergeben,  deren  Unglaubhaftigkeit  nicht bereits auf den ersten Blick erkannt werden kann (vgl. EMARK 2005  Nr.  2  E.  4.3  S. 16f.,  EMARK  2004 Nr.  35  E.  4.3  S.  247,  EMARK  2004  Nr. 34 E. 4.2 S. 242, EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.bb S. 36),  dass  der  Bundesrat  Mazedonien  mit  Beschluss  vom  25.  Juni  2003  als  verfolgungssicheren  Staat  ("Safe  Country")  im  Sinn  von  Art.  6a  Abs.  2  Bst. a AsylG bezeichnet hat,  dass  somit  die  formellen  Voraussetzungen  für  den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheids  auf  der  Grundlage  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  grundsätzlich erfüllt sind, dass zu untersuchen bleibt, ob vorliegend Hinweise auf eine Verfolgung  bestehen, die einem Nichteintretensentscheid entgegenstehen, dass die Vorinstanz in den angefochtenen Verfügungen zu Recht auf eine  Vielzahl  von  Aussagewidersprüchen  bei  der  Schilderung  der  zentralen  Asylgründe  verwiesen  hat,  die  nach  Auffassung  des  Gerichts  offensichtlich nicht dadurch erklärbar  sind, dass die beiden Anhörungen  der  Beschwerdeführenden  in  zeitlichem  Anstand  von  acht  Monaten  stattgefunden hatten (vgl. Beschwerden je S. 3), dass  die  protokollierten  Darstellungen  des  angeblich  Erlebten  als  weitgehend  unsubstanziiert  bezeichnet werden müssen  und  auch  sonst  von  einem  auffälligen  Mangel  an  so  genannten  Realitätskennzeichen  geprägt sind,

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 dass  beispielsweise  keiner  der  Beschwerdeführenden  anzugeben  vermochte,  wie  der  Familienname  der  sie  verfolgenden Nachbarn  laute  und welches  deren  ethnische Zugehörigkeit  sei,  und  auch Fragen  nach  der  Anzahl  der  Angehörigen  dieser  Familie  unbeantwortet  blieben,  obwohl die beiden Parteien sehr nahe beieinander gewohnt,  sich schon  lange  gekannt  und  ihre  Kinder  immer  zusammen  gespielt  hätten  (vgl.  etwa Befragungsprotokoll  des  Beschwerdeführers  2  vom  25. November  2011 S. 3),  dass alle Beschwerdeführenden anlässlich der ersten Befragungen vom  24. März 2011 – immerhin diesbezüglich übereinstimmend – zu Protokoll  gegeben  hatten,  die  Übergriffe  der  Nachbarsfamilie  hätten  "vor  zwei  Monaten"  stattgefunden,  weshalb  die  zu  den  Akten  gereichten  angeblichen  Vorladungen,  die  auf  den  (…).  und  (…).  Dezember  2010  datiert  sind  und  Verfahrensnummern  des  Jahres  2010  aufweisen,  die  Asylvorbringen offenkundig nicht zu belegen vermögen, dass  nach  dem  Gesagten  die  von  den  Beschwerdeführenden  geltend  gemachten  Probleme  im  Heimatland  auch  nach  Auffassung  des  Bundesverwaltungsgerichts  als  auf  den  ersten  Blick  unglaubhaft  qualifiziert werden müssen, womit Hinweise auf eine Verfolgung  im Sinn  von Art. 34 Abs. 1 AsylG nicht vorliegen und das BFM zu Recht auf die  Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist, dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung  einer solchen besteht  (vgl. BVGE 2009/50 E. 9), weshalb die vom BFM  verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]),

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),  dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art.  5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser  massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da  angesichts  der  zu  bestätigenden  Nichteintretensentscheide  gemäss  Art. 34 Abs. 1 AsylG das in Art. 5 AsylG und Art. 33 FK verankerte Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  vorliegend  praxisgemäss  keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinn  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  den  Beschwerdeführenden in Mazedonien drohen würde,  dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder  die  allgemeine Situation  in Mazedonien  noch  die  ethnische  Zugehörigkeit  der  Beschwerdeführenden  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  dass  in  individueller  Hinsicht  einzig  geltend  gemacht  wird,  der  Beschwerdeführer 3 sei erkrankt (vgl. Beschwerde S. 3), dass  mit  diesem  –  durch  den  Rechtsvertreter  in  keiner  Weise  konkretisierten  –  Vorbringen  offensichtlich  nicht  ein  relevantes  Vollzugshindernis  im  Sinn  von  Art.  83  Abs.  4  AuG  geltend  gemacht  werden soll, 

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 dass der Vollzug der Wegweisungen vorliegend zumutbar ist, dass  der  Wegweisungsvollzug  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  dass nach dem Gesagten auch der vom Bundesamt verfügte Vollzug der  Wegweisung zu bestätigen ist,  dass  es  den  Beschwerdeführerenden  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststelle  oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerden  abzuweisen sind, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  der  vereinigten  Verfahren von Fr. 800.– (Art. 1­3 des Reglements vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden in solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen sind (Art.  63 Abs. 1 VwVG, Art. 6a VGKE), dass  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  und  Verbeiständung  schon  aufgrund  der  Aussichtslosigkeit  der  Rechtsbegehren im Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen sind. (Dispositiv nächste Seite)

E­6773/2011 E­6774/2011 E­6776/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerdeverfahren  E­6773/2011,  E­6774/2011  und  E­6776/2011  werden vereinigt. 2.  Die Beschwerden werden abgewiesen. 3.  Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  und  Verbeiständung werden abgewiesen. 4.  Die  Kosten  der  vereinigten  Verfahren  von  Fr.  800.–  werden  den  Beschwerdeführenden  unter  solidarischer Haftung  auferlegt.  Der  Betrag  ist  innert  30 Tagen ab Versand des  vorliegenden Urteils  zugunsten  der  Gerichtskasse zu überweisen. 5.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Markus König Rudolf Bindschedler Versand:

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