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Bundesverwaltungsgericht 22.09.2011 E-5009/2011

22 settembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,849 parole·~9 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 6. September 2011 / N

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­5009/2011 Urteil   v om   2 2 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;   Gerichtsschreiberin Anna Poschung. Parteien A._______, Äthiopien,   vertreten durch (…), Caritas Schweiz, (…), Beschwerdeführerin,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin);  Verfügung des BFM vom 6. September 2011 / N (…).

E­5009/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben am 6. Juni 2011  in  einem  Auto  illegal  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  sie  gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  ein  Asylgesuch  einreichte, dass  sie  gemäss  EURODAC­Meldungen  am  6.  April  2010  sowie  am  1. April 2011 in Brüssel daktyloskopiert wurde und um Asyl ersucht hatte, dass  sie  am  15.  Juni  2011  im  EVZ  Basel  summarisch  befragt  und  ihr  gleichzeitig  das  rechtliche  Gehör  zu  einer  allfälligen  Zuständigkeit  Belgiens  zur  Durchführung  des  Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  und  einer Wegweisung dorthin gewährt wurde, dass  sie  anlässlich  der  summarischen  Befragung  unter  anderem  zu  Protokoll gab, sie sei in ihrem Heimatland wegen Blutrache in Gefahr und  habe  deshalb  in  Belgien  um  Asyl  ersucht,  wo  ihr  Gesuch  abgelehnt  worden sei, dass  sie  auf  der  Suche  nach  ihrem  Lebenspartner,  C._______,  in  die  Schweiz gekommen sei, und eine Zuweisung in den Kanton wünsche, wo  ihr Partner lebe, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  22.  Juni  2011  ihrem Wunsch  nach  Zuteilung  in  den  Kanton  D._______  –  unter  Hinweis  auf  das  bloss  "freundschaftliche  Verhältnis"  zwischen  ihr  und  ihrem  Partner  –  nicht  stattgab und die Beschwerdeführerin dem Kanton E._______ zuwies, dass  C._______  mit  Schreiben  vom  24.  Juni  2011  dem  BFM  mitteilte,  dass die Beschwerdeführerin schwanger sei, dass  die  Beschwerdeführerin  das  BFM mit  Eingaben  vom  6.  Juli  2011  und  25.  August  2011  unter  anderem  um  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts ersuchte, dass  das  BFM  am  11.  August  2011  ein  Übernahmeersuchen  im  Sinne  von Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung  [EG] Nr. 343/2003 des Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 

E­5009/2011 zuständig ist [Dublin­II­VO], an die belgischen Behörden richtete, welche  diesem am 12. August 2011 zustimmten, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  6.  September  2011  –  eröffnet  am  8. September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug  nach Belgien anordnete, dass  es  zur  Begründung  des  Nichteintretensentscheids  festhielt,  die  belgischen  Behörden  hätten  das  Ersuchen  um  Übernahme  der  Beschwerdeführerin  gestützt  auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­VO  gutgeheissen, weshalb gemäss dem Abkommen vom 26. Oktober 2004  zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA], SR 0.142.392.6) Belgien für das Asyl­ und Wegweisungsverfahren  zuständig sei, dass die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich des ihr gewährten  rechtlichen  Gehörs  weder  die  Zuständigkeit  Belgiens  zur  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  zu  widerlegen  noch  einen  Selbsteintritt der Schweiz zu begründen vermöchten, dass  nämlich  Belgien  gemäss  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­VO  trotz  einem  ablehnenden  Asylentscheid  weiterhin  für  das  Verfahren  der  Beschwerdeführerin  bis  und  mit  einem  allfälligen  Wegweisungsvollzug  zuständig sei, dass  die  von  der  Beschwerdeführerin  geltend  gemachte  Beziehung  zu  C._______  nicht  als  dauerhafte  Beziehung  im  Sinne  von  Art.  2  Bst.  i  Dublin­II­VO  in  Verbindung  mit  Art.  8  Abs.  1  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  gewertet  werden  könne,  da  die  Beziehung einerseits aufgrund der Ausreise von C._______ aus Äthiopen  Anfang 2009 beendet und erst 2011 in der Schweiz wieder aufgenommen  worden  sei,  wobei  anzunehmen  sei,  dass  es  der  Beschwerdeführerin,  welche sich seit Anfang 2010  in Belgien aufgehalten habe, schon früher  möglich gewesen wäre, in die Schweiz zu reisen, und sie andererseits zu 

E­5009/2011 Protokoll  gegeben  habe,  die  Beziehung  sei  im  Heimatstaat  nur  als  Wochenendbeziehung gelebt worden, dass die Beziehung auch unter Berücksichtigung der geltend gemachten  Schwangerschaft nicht als dauerhaft  im Sinne von Art. 2 Bst.  i Dublin­II­ VO bezeichnet werden könne, dass  die  Schwangerschaft  und  die  wieder  aufgenommene  Beziehung  zum angeblichen Kindsvater auch den Anforderungen an die humanitären  Gründe  eines  Selbsteintritts  nicht  zu  genügen  vermöchten,  wobei  unerheblich sei, dass bisher keine Vaterschaftsanerkennung vorliege, dass  weiter  die  angeführten  gesundheitlich  bedingten  Einschränkungen  von C._______  kein Abhängigkeitsverhältnis  zu begründen  vermöchten,  welches  einen Selbsteintritt  der  Schweiz  rechtfertigen würde,  zumal  die  geltend gemachte gesundheitliche Situation schon seit 2009 bestehe und  es  ihm  in der Vergangenheit offensichtlich möglich gewesen sei,  seinen  Alltag ohne die Beschwerdeführerin zu bewältigen, dass  es  der  Beschwerdeführerin  (und  ihrem  Partner)  schliesslich  freistehe, Heiratsvorbereitungen aus dem Ausland fortzuführen und nach  einer allfälligen Heirat einen Familiennachzug zu beantragen, dass  die  Überstellung  nach  Belgien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung oder Verlängerung – bis spätestens am 12. Februar 2012  zu erfolgen habe, dass  die  Wegweisung  die  Regelfolge  des  Nichteintretensentscheides  darstelle  und  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Belgien  zulässig,  zumutbar und möglich sei, dass  Belgien  insbesondere  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  EMRK und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  sei  und  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen würden,  Belgien  halte  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  Verpflichtungen und würde das Non­Refoulement­Gebot verletzen, dass Belgien  die Richtlinie  2003/9/EG  des Rates  vom  27.  Januar  2003  (sogenannte  Aufnahmerichtlinie)  ohne  Beanstandungen  von  Seiten  der  Europäischen  Kommission  umgesetzt  habe,  weshalb  es  der 

E­5009/2011 Beschwerdeführerin zumutbar sei, bei gesundheitlichen Beschwerden bei  den belgischen Behörden Unterstützung zu beantragen, dass die suizidalen Tendenzen der Beschwerdeführerin ernst zu nehmen  seien  und  es  ihr  frei  stehe,  allenfalls  medizinische,  insbesondere  psychologische  Betreuung  in  Anspruch  zu  nehmen,  wobei  die  entsprechende Infrastruktur auch in Belgien zur Verfügung stehe, dass gemäss Art. 107a AsylG einer allfälligen Beschwerde gegen diese  Verfügung keine aufschiebende Wirkung zukomme, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 9. September 2011 gegen  diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und  beantragt,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  in  Anwendung  des  Selbsteintrittsrechts  das  Asylgesuch  zu  prüfen,  eventualiter  sei  die  Vorinstanz  anzuweisen,  die  Beschwerdeführerin  erst  nach  einer  offiziellen  Anerkennung  der  Vaterschaft  durch  den  Kindsvater  nach  Belgien  zu  überstellen,  und  subeventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, sich vor der Überstellung  der Beschwerdeführerin nach Belgien zu versichern und ihr gegenüber zu  belegen,  dass  sie  dort  eine  adäquate  psychiatrische Betreuung  erhalte,  einen  erneuten  Asylantrag  stellen  könne  und  in  der  Folge  davon  eine  Chance auf ein Bleiberecht in Belgien erhalte, dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht der Beschwerde die aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen,  die  rubrizierte  Rechtsvertreterin  als  amtliche  Rechtsvertretung  beizuordnen  und  die  unentgeltliche  Rechtspflege,  inklusive Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses, zu gewähren  sei, dass  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausgeführt  wird,  die  Beschwerdeführerin  leide  unter  schwerwiegenden  psychischen  Problemen  und  habe  bereits  in  Belgien  wiederholt  versucht,  sich  das  Leben zu nehmen, dass  eine  Wegweisung  nach  Belgien  eine  Art.  3  EMRK  widrige  Kettenabschiebung  durch  Belgien  nach  Äthiopien  zur  Folge  hätte,  wo  eine allfällige psychiatrische Behandlung mangelhaft wäre, dass  weiter  die  Suizidgefahr  der  Beschwerdeführerin  nicht  ausschliesslich  mit  der  Wegweisung  nach  Belgien  verbunden  sei,  sondern  in  den  traumatischen  Erfahrungen  in  Äthiopien  und  Belgien 

E­5009/2011 sowie der drohenden Trennung von  ihrem  langjährigen, erst vor kurzem  wiedergefundenen Partner und Vater ihres Kindes gründe, dass  wegen  der  traumatisierenden  Erfahrungen  in  Belgien  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit  davon  ausgegangen  werden  müsse,  dass  sie  unmittelbar  nach  der  Ankunft  dort  Suizid  begehen  würde,  weshalb  der  Verweis  auf  vor  Ort  erreichbare  psychologische  Betreuung  nicht  verfange, dass  weiter  anzunehmen  sei,  dass  sie  in  Belgien  kein  erneutes  Asylgesuch stellen könne, womit  sie nicht  in die dortigen Asylstrukturen  komme und entsprechend keine psychologische Betreuung erhalte, dass  hinsichtlich  des  durch  die  Vorinstanz  verneinten  Vorliegens  einer  durch  Art.  8  EMRK  geschützten  Familiengemeinschaft  entgegnet  wird,  die  Beschwerdeführerin  und  C._______  hätten  in  Äthiopien  eine  mehrjährige Beziehung und feste Heiratsabsichten gehabt,  dass der Kontakt  jedoch  infolge seiner Flucht abgebrochen sei,  sie sich  erst über eine Internetplattform wieder gefunden und unmittelbar danach  den Kontakt wieder aufgenommen hätten,  dass  der  Schutz  des  Familienlebens  weiter  bereits  während  der  Schwangerschaft greife, dass  aufgrund  der  gesundheitlichen  Situation  von  C._______  beziehungsweise  des  ablehnenden  Asylentscheides  der  Beschwerdeführerin in Belgien ausser Betracht falle, das Familienleben in  Äthiopien oder in Belgien zu führen, weshalb dafür einzig die Schweiz in  Frage komme, dass ferner eine Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Belgien und  die  drohende  unmittelbare  Ausschaffung  nach  Äthiopien  einer  Anerkennung des Kindes durch den Kindsvater entgegenstehen würden,  was  eine  Verunmöglichung  der  Wahrnehmung  und  Überprüfung  der  zivilrechtlichen Ansprüche  des Vaters,  der  Beschwerdeführerin  und  des  ungeborenen Kindes zur Folge haben und somit eine Verletzung von Art.  6 i.V.m. Art. 8 EMRK darstellen würde, dass im Weiteren ein Selbsteintritt der Schweiz auch aufgrund von Art. 15  Dublin­II­VO geboten sei, da Personen – wie die Beschwerdeführerin und  ihr  Partner  –,  welche  gemäss  diesem  Artikel  im  Rahmen  einer 

E­5009/2011 zwischenstaatlichen  Aktion  zusammengeführt  werden  müssten,  nicht  auseinandergerissen werden dürften, dass  die  Beschwerdeführerin  schliesslich  wegen  der  drohenden  Wegweisung suizidgefährdet  sei, womit  das ungeborene Kind gefährdet  sei und auch aus Sicht des Kindeswohls auf das Asylgesuch eingetreten  werden müsse, dass sich  im Übrigen die vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung durch  den  Kindsvater  aufgrund  der  mangelhaften  –  mithin  gegen  Treu  und  Glauben verstossenden – Kooperation des BFM verzögert habe, weshalb  die  Beschwerdeführerin  so  zu  stellen  sei,  wie  wenn  das  BFM  pflichtgemäss gehandelt hätte, dass als Beweismittel ein ärztlicher Bericht, datiert vom 26. August 2011,  sowie  datiert  vom 24. August  2011,  von Dr. med.  F._______  und med.  pract.  G._______,  (…),  ein  ärztlicher  Bericht  betreffend  C._______,  datiert vom 26. August 2011, von Dr. med. H._______, (…), ein ärztlicher  Bericht,  datiert  vom  9.  September  2011,  von  Dr.  med.  I._______,  (…),  sowie eine Fürsorgebestätigung zu den Akten gereicht wurden, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Telefax vom 13. September 2011  den  Wegweisungsvollzug  per  sofort  aussetzte,  bis  nach  Eingang  und  Prüfung  der  vorinstanzlichen  Akten  über  eine  allfällige  Gewährung  der  aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nach Art. 107a AsylG befunden  werde, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  14.  September  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

E­5009/2011 dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32 – 35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  nicht  eingetreten  ist  (vgl.  die  vom  Bundesverwaltungsgericht  fortgeführte  Rechtsprechung  der  vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  in  Entscheidungen  und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  einer  selbständigen  materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt – sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  und  die  Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (vgl. Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

E­5009/2011 dass  das  BFM  seinen  Nichteintretensentscheid  ausführlich  und  rechtskonform  begründet  hat  und  zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  obige  zusammenfassende  Darlegung  dieser  Erwägungen  sowie  im  Detail  auf  den  diesbezüglichen  Inhalt  der  angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,  dass  die  belgischen  Behörden  dem  Ersuchen  des  BFM  um  Rückübernahme der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst.  e Dublin­II­VO zugestimmt haben und Belgien  für die Durchführung des  Asyl­ und Wegweisungsverfahrens zuständig ist, dass  die  grundsätzliche  Zuständigkeit  Belgiens  von  der  Beschwerdeführerin nicht bestritten wird, dass  mit  der  Vorinstanz  festzustellen  ist,  dass  Belgien  sowohl  Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  als  auch  der  EMRK  ist,  und  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Belgien  nicht  an  die  daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen halten würde, dass  betreffend  die  geltend  gemachten  psychischen  Probleme  der  Beschwerdeführerin  festzuhalten  ist,  dass  gemäss  der  Praxis  der  Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) der Vollzug der  Wegweisung  eines  abgewiesenen  Asylsuchenden  mit  gesundheitlichen  Problemen  im  Einzelfall  einen  Verstoss  gegen  Art.  3  EMRK  darstellen  kann, dass  hierfür  jedoch  ganz  aussergewöhnliche  Umstände  vorausgesetzt  sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1 S. 211 f., mit weiteren Hinweisen), dass  die  (…)  Probleme  der  Beschwerdeführerin  zwar  auch  vom  Bundesverwaltungsgericht  nicht  in Abrede  zu  stellen  sind,  hingegen  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  durch  die  eingereichten  ärztlichen  Zeugnisse  relativiert  werden,  und  folglich  ganz  aussergewöhnliche  Umstände offensichtlich ausgeschlossen werden können, dass  die Beschwerdeführerin  ferner  – wie  von  der Vorinstanz  zu Recht  festgestellt – bei Bedarf in Belgien eine adäquate medizinische Betreuung  in Anspruch nehmen kann,  dass  indessen  das  BFM  darauf  hinzuweisen  ist,  die  belgischen  Wiederaufnahmebehörden  über  die  Schwangerschaft  der 

E­5009/2011 Beschwerdeführerin und ihre gesundheitliche Situation zu orientieren, so  dass allfällige Vorkehrungen getroffen werden können, dass weiter eine Überstellung der Beschwerdeführerin nach Belgien auch  im Lichte von Art. 8 EMRK nicht als unzulässig erscheint, dass nämlich Art. 8 EMRK unter dem Aspekt von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­ VO  berücksichtigt  werden  kann,  soweit  eine  tatsächlich  gelebte  Beziehung  besteht,  wobei  diesbezüglich  als  wesentliche  Faktoren  das  gemeinsame  Wohnen  respektive  der  gemeinsame  Haushalt,  die  finanzielle Verflochtenheit, die Länge und Stabilität der Beziehung sowie  das Interesse und die Bindung der Partner aneinander zu berücksichtigen  sind  (vgl.  CHRISTOPH  GRABENWARTER,  Europäische  Menschenrechtskonvention, 4. Aufl., München/Basel/Wien 2009, S. 204;  MARK  E.  VILLIGER,  Handbuch  der  Europäischen  Menschenrechtskonvention,  2.  Aufl.,  Zürich  1999,  S.  365;  LUZIUS  WILDHABER  in:  Internationaler  Kommentar  zur  Europäischen  Menschenrechtskonvention,  Hrsg.:  Wolfram  Karl,  12.  Lfg.,  Köln/Berlin/München 2009, Art. 8 EMRK, S. 137, EGMR, K. und T. gegen  Finnland  [Grosse  Kammer],  Urteil  vom  12.  Juli  2001,  Beschwerde  Nr.  25702/94, § 150), dass  gemäss  Art.  2  Bst.  i  Dublin­II­VO,  sofern  die  Familie  bereits  im  Herkunftsland  bestanden  hat,  der  nicht  verheiratete  Partner  der  asylsuchenden  Person  dann  ein  Familienangehöriger  im  Sinne  des  Abkommens ist, wenn eine dauerhafte Beziehung geführt wird, dass  bis  anhin  keine  gültig  geschlossene  Ehe  zwischen  der  Beschwerdeführerin und  ihrem Partner  vorliegt und gemäss Akten auch  kein Ehevorbereitungsverfahren in die Wege geleitet wurde, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der summarischen Befragung zu  Protokoll  gab,  mit  ihrem  Partner  eine Wochenendbeziehung  geführt  zu  haben (vgl. A5/10 S. 4), und sie im Rahmen des rechtlichen Gehörs zum  Zuweisungsentschied die Frage nach der Beziehung zu ihm einzig damit  beantwortete,  er  sei  ihr  Freund  und  sie  plane mit  ihm  die  Zukunft  (vgl.  A7/1), weshalb der Einwand  in der Beschwerde,  sie hätten  in Äthiopien  eine  über  Jahre  dauernde  Beziehung  gelebt,  welche  mit  festen  Heiratsabsichten  einhergegangen  sei,  als  nachgeschoben  zu  bewerten  ist, 

E­5009/2011 dass  sich  darüber  hinaus  auch  den  vorinstanzlichen  Akten  von  C._______  keine Hinweise auf  eine  im Heimatstaat  geführte Beziehung  mit der Beschwerdeführerin entnehmen lassen, dass  demnach  offensichtlich  weder  von  einer  tatsächlich  gelebten  Beziehung  im  Sinne  von  Art. 8  EMRK  noch  von  einer  Partnerschaft  im  Sinne von Art. 2 Bst. i Dublin­II­VO zwischen der Beschwerdeführerin und  ihrem Partner ausgegangen werden kann, dass  auch  die  Schwangerschaft  der  Beschwerdeführerin  an  dieser  Einschätzung nichts zu ändern vermag, zumal sie sich gemäss eigenen  Angaben erst seit dem 6. Juni 2011 in der Schweiz – wo der angebliche  Kindsvater Wohnsitz hat – befindet, zu diesem Zeitpunkt aber bereits seit  mehreren Wochen schwanger war (vgl. A17/1 Beweismittel 1), dass kein ausgewiesenes Kindsverhältnis besteht, dass  diesbezüglich  festzuhalten  ist,  dass  die  Vorinstanz  gemäss  Akten  mit  Schreiben  vom  24.  August  2011  das  Zivilstandsamt  (…)  über  den  Stand  des  Asylverfahrens  der  Beschwerdeführerin  informierte  und  diesem  die  angeforderten  Unterlagen  (Auszug  Befragungsprotokoll,  Heimatschein) zukommen liess (vgl. A25/1), weshalb sich die Rüge, das  BFM habe  hinsichtlich  des  vorgeburtlichen Anerkennungsverfahrens  die  Kooperation verweigert, als haltlos erweist, dass schliesslich auch eine allfällige Anerkennung des werdenden Kindes  durch  C._______  und  entsprechend  auch  das  hängige  Gesuch  um  Anerkennung  die  Überstellung  der  Beschwerdeführerin  nach  Belgien  nicht als unzulässig im Sinne von Art. 8 EMRK erscheinen lassen würde,  womit  der  Eventualantrag,  die  Beschwerdeführerin  sei  erst  nach  einer  offiziellen  Anerkennung  der  Vaterschaft  durch  den  Kindsvater  nach  Belgien zu überstellen, abzuweisen ist, dass  mit  Bezug  auf  das  Recht  auf  Eheschliessung  im  Übrigen  der  Vollständigkeit  halber  darauf  hinzuweisen  ist,  dass  grundsätzlich  ein  Ehevorbereitungsverfahren  in der Schweiz auch dann möglich  ist, wenn  die  Brautleute  nicht  in  der  Schweiz  wohnhaft  sind  (vgl.  Art.  62  ff.  der  Zivilstandsverordnung vom 28. April 2004 [ZStV, SR 211.112.2]), und es  der  Beschwerdeführerin  mithin  offen  steht,  ein  allfälliges  Ehevorbereitungsverfahren von Belgien aus weiter voran zu treiben,

E­5009/2011 dass  die  Beschwerdeführerin weiter  rügt,  die  Vorinstanz  hätte  aufgrund  von Art. 15 Dublin­II­VO auf das Asylgesuch eintreten müssen,  dass  die  humanitäre  Klausel  gemäss  Art.  15  Abs.  1  Dublin­II­VO  ausschliesslich  als  Rechtsgrundlage  dient,  andere  Mitgliedstaaten  zu  ersuchen,  den  Asylantrag  einer  asylsuchenden  Person  zu  überprüfen  (vgl.  CHRISTIAN  FILZWIESER/ANDREA  SPRUNG,  Dublin­II­ Verordnung, 3. überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K2 und 4 zu Art. 15) und  die Klausel folglich bedingt, dass sich die betroffene Person nicht in dem  Staat  aufhält,  der  sich  aus  humanitären  Gründen  auf  Anfrage  eines  anderen Mitgliedstaates für zuständig erklären könnte, dass sich die Beschwerdeführerin  indessen  in der Schweiz und somit  in  einem  für  das  Asylverfahren  nicht  zuständigen  Staat  aufhält,  weshalb  Art. 15 Abs. 1 Dublin­II­VO vorliegend keine Anwendung finden kann, dass weiter  gemäss Art.  15 Abs.  2 Dublin­II­VO  in Fällen,  in  denen die  betroffene  Person  wegen  Schwangerschaft,  einer  schweren  Krankheit  oder hohen Alters auf die Unterstützung der anderen Person angewiesen  ist,  die Mitgliedstaaten  im Regelfall  entscheiden,  den Asylbewerber  und  den  anderen  Familienangehörigen,  der  sich  im  Hoheitsgebiet  eines  Mitgliedstaates  aufhält,  nicht  zu  trennen  bzw.  sie  zusammenzuführen,  sofern die familiäre Bindung bereits im Herkunftsland bestanden hat,  dass mithin Art. 15 Abs. 2 Dublin­II­VO bereits deshalb keine Anwendung  findet, da im Heimatland offensichtlich keine familiäre Bindung bestanden  hat, dass  schliesslich  die  gesundheitliche  Situation  der  Beschwerdeführerin,  die  Schwangerschaft  sowie  die  Beziehung  mit  dem  angeblichen  Vater  des werdenden Kindes  den Anforderungen  an  die  humanitären Gründe  (Art. 29a  Abs.  3  AsylV  1)  nicht  zu  genügen  vermögen  (vgl.  BVGE 2010/45 E. 8.2.2 f.),  dass  somit  kein  Anlass  zur  Anwendung  der  humanitären  Selbsteintrittsklausel  von  Art.  15  oder  von  Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO  besteht, dass  bei  dieser  Sachlage  für  die  schweizerischen  Asylbehörden  insgesamt  keine  Veranlassung  besteht,  in  Abweichung  von  der  festgestellten  Zuständigkeitsordnung  vom  Selbsteintritt  gemäss  Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO  i.V.m.  Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung 1  vom 

E­5009/2011 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) Gebrauch  zu machen und das BFM die Überstellung der Beschwerdeführerin nach  Belgien  in  diesem  Sinne  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  erachtet hat, dass  das BFM demzufolge  zu Recht  in  Anwendung  von Art.  34 Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten ist, dass auf den Subeventualantrag, die Vorinstanz sei anzuweisen, sich vor  der Überstellung der Beschwerdeführerin nach Belgien zu versichern und  ihr  gegenüber  zu  belegen,  dass  sie  dort  eine  adäquate  (…)  Betreuung  erhalte, einen erneuten Asylantrag stellen könne und in der Folge davon  eine  Chance  auf  ein  Bleiberecht  in  Belgien  erhalte,  nicht  näher  einzugehen ist, nachdem vorstehend die staatsvertragliche Zuständigkeit  Belgiens  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  bejaht  worden  ist,  und  es  entsprechend  Belgien  obliegt,  über  ein  allfälliges  zweites  Asylgesuch  sowie  möglicherweise  benötigte  medizinische Hilfe zu befinden,  dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus der Schweiz zu Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG) und vorliegend keine  Ausnahme  von  diesem  Grundsatz  ersichtlich  ist  (vgl.  BVGE  2008/34  E. 9.2), weshalb diese zu Recht angeordnet wurde, dass – wie bereits angeführt – die Frage der Zulässigkeit, Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst.  d  AsylG  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des Nichteintretensentscheides ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2), weshalb  allfällige  Vollzugshindernisse  bereits  im  Rahmen  der  eventuellen  Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO geprüft wurden,  dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung zu bestätigen ist, dass  es  der Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist,  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, und es sich erübrigt, auf deren weiteren Inhalt und die eingereichten  Beweismittel näher einzugehen,

E­5009/2011 dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  ungeachtet  der  ausgewiesenen  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführerin  abzuweisen  ist,  da  die  Beschwerdebegehren  nach  dem  Gesagten  als  aussichtslos  zu  bezeichnen sind, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­­  (Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG), dass  mit  dem  instruktionslosen  Direktentscheid  in  der  Hauptsache  die  Gesuche um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um  Erteilung der aufschiebenden Wirkung hinfällig geworden sind. (Dispositiv nächste Seite)

E­5009/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG wird abgewiesen. 3.  Das  BFM  wird  angewiesen,  die  belgischen  Behörden  über  die  Schwangerschaft  und  die  gesundheitliche  Situation  der  Beschwerdeführerin vor deren Rückführung zu informieren. 4.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  der  Beschwerdeführerin  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 5.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführerin,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Anna Poschung Versand:

E-5009/2011 — Bundesverwaltungsgericht 22.09.2011 E-5009/2011 — Swissrulings