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Bundesverwaltungsgericht 23.08.2011 E-4550/2011

23 agosto 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·921 parole·~5 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 10. August 2011 / N

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­4550/2011 Urteil   v om   2 3 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;   Gerichtsschreiber Christoph Berger. Parteien A._______, Türkei,   vertreten durch Annelise Gerber, (…), Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­ Verfahren);  Verfügung des BFM vom 10. August 2011 / N (…).

E­4550/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer  am  2.  Mai  2011  in  der  Schweiz  ein  Asylgesuch stellte, auf welches das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst.  d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) mit Verfügung  vom 10. August 2011 nicht eintrat, dass das Bundesamt dem Beschwerdeführer anlässlich der summarisch­ en  Befragung  vom  17.  Mai  2011  das  rechtliche  Gehör  bezüglich  der  Zuständigkeit  Deutschlands  für  das  vorliegende  Asylverfahren,  zum  Nichteintretensentscheid und zu einer Wegweisung dorthin gewährte, dass  der  Beschwerdeführer  hierzu  im  Wesentlichen  vorbrachte,  er  möchte gerne in der Schweiz bleiben, da Deutschland im Gegensatz zur  Schweiz Krieg geführt habe, dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  seiner  Verfügung  ausführte,  die  Schweiz habe sich mit der Umsetzung des Abkommens vom 26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­ Assoziierungsabkommen  [DAA],  SR  0.142.392.689)  verpflichtet,  die  Dublin­II­Verordnung  (Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaates,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrages  zuständig ist [Dublin­II­VO]) anzuwenden, dass der Beschwerdeführer am 29. April 2011 mit einem von deutschen  Behörden  ausgestellten  Schengen­Visum  in  der  Schweiz  in  das  Hoheitsgebiet  der  Dublin­Staaten  eingereist  sei,  welches  vom  28.  April  2011 bis zum 2. Mai 2011 gültig gewesen sei, dass  das  BFM  am  1.  Juli  2011  an  Deutschland  ein  Ersuchen  um  Übernahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 9 Abs. 4 Dublin­II­ VO gestellt habe und die deutschen Behörden das Ersuchen gestützt auf    Art. 9 Abs. 2 Dublin­II­VO gutgeheissen hätten, womit die Zuständigkeit,  das  Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  durchzuführen,  bei  Deutschland  liege, dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge­ treten werde, wenn Asylsuchende  in einen Drittstaat ausreisen könnten, 

E­4550/2011 der  für die Durchführung des Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  staats­ vertraglich zuständig sei, dass  die  Überstellung  nach  Deutschland  ­  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung oder Verlängerung der Überstellungsfrist ­ bis spätestens  am 9. Februar 2012 zu erfolgen habe, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände kein Hindernis  für eine Wegweisung nach Deutschland darstellen würden, dass somit auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, dass  die  Folge  eines  Nichteintretensentscheides  gemäss  Art.  44  Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz sei und der  Beschwerdeführer  in einen Drittstaat reisen könne, in dem er Schutz vor  Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finden würde, weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates nicht zu prüfen sei, und ferner keine Hinweise auf eine  Verletzung  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  im  Falle einer Rückkehr nach Deutschland bestehen würden, dass auch keine Gründe gegen die Zumutbarkeit der Wegweisung nach  Deutschland sprächen,  dass der Vollzug der Wegweisung auch technisch möglich und praktisch  durchführbar sei, dass  der  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  die  Verfügung  des  BFM vom 10. August 2011 am 13. August 2011 eröffnet wurde,  dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diese  Verfügung  mit  Eingabe  vom    18.  August  2011  (vorab  per  Telefax)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhebt und beantragt, es sei auf das Asylgesuch vom 2. Mai  2011  einzutreten  und  das  Asylverfahren  in  der  Schweiz  durchzuführen  sowie die Asylgewährung zu prüfen, dass  gegebenenfalls  die  Unzulässigkeit  und  gegebenenfalls  die  Unzumutbarkeit  des  Vollzuges  der  Wegweisung  sowohl  nach  Deutschland als auch in die Türkei festzustellen und als Folge davon für  den Beschwerdeführer die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,

E­4550/2011 dass  gegebenenfalls  das  Dossier  zur  Neubeurteilung  an  das  BFM  zurückzugeben sei, dass die aufschiebende Wirkung herzustellen sei,  dass  er  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersucht, dass  er  zur  Begründung  im  Wesentlichen  vorbringt,  lediglich  die  Tatsache, dass eine deutsche Vertretung in einem anderen Land (Türkei)  ein  Schengen­Visum  ausgestellt  habe,  könne  ja  wohl  kein  Grund  sein,  dass  Deutschland  nun  für  ein  Asyl­  und Wegweisungsverfahren  für  die  betreffende Person zuständig sei, dass er im Zeitpunkt der Ausstellung des Schengen­Visums ­ welches er  mit  Hilfe  von  Freunden  bei  der  deutschen  Botschaft  in  Istanbul  bekommen  habe  ­  nie  die  Absicht  gehabt  habe,  nach  Deutschland  zu  gehen  und  er  habe  sich  mit  diesem  Visum  auch  nicht  in  Deutschland  aufgehalten, dass  bezüglich  der  weiteren  Ausführungen  im  Einzelnen  auf  die  Rechtsmitteleingabe  und,  soweit  entscheidrelevant,  auf  die  nachfolgenden Erwägungen zu verweisen ist, dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 22. August 2011 beim  Bundesverwaltungsgericht eingingen, und erwägt, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  im  Regelfall  ­  so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet  (Art. 105 AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32] sowie Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz  teilgenom­ men  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren Aufhebung  beziehungsweise Änder­

E­4550/2011 ung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass die Beschwerde  frist­  und  formgerecht eingereicht wurde  (Art.  108  Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art. 111 Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend, wie  nachfolgend  aufge­ zeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften­ wechsel verzichtet wurde, dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über­ prüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerde­ instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt  ist, ob die Vorinstanz zu  Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchfüh­  rung  des Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  das  BFM  am  1.  Juli  2011  an  Deutschland  ein  Ersuchen  um  Übernahme des Beschwerdeführers gestützt  auf Art.  9 Abs. 4 Dublin­II­ VO gestellt hat,  dass Deutschland diesem Ersuchen am 9. August 2011 gestützt auf Art.  9 Abs. 2 Dublin­II­VO gefolgt ist, dass  für den Fall, dass ein Asylbewerber ein gültiges Visum besitzt, der  Mitgliedstaat, der das Visum erteilt hat, für die Prüfung des Asylantrages  zuständig  ist,  es  sei  denn,  das  Visum  sei  in  Vertretung  oder  mit  schriftlicher Zustimmung eines anderen Mitgliedstaates erteilt worden;  in  diesem  Fall  ist  der  letztgenannte  Mitgliedstaat  für  die  Prüfung  des  Asylantrages zuständig (vgl. Art. 9 Abs. 2 Satz 1 und 2 Dublin­II­VO), dass sich den Akten entnehmen  lässt, dass dem Beschwerdeführer von  deutschen Behörden ein Visum, gültig vom 28. April 2011 bis zum 2. Mai  2011, ausgestellt worden ist,

E­4550/2011 dass der Beschwerdeführer damit im massgeblichen Zeitpunkt der ersten  Asylgesuchseinreichung  im  Hoheitsgebiet  der  "Dublin­Staaten"            (vgl.  CHRISTIAN  FILZWIESER/ANDREA  SPRUNG,  Dublin  II­Verordnung,  3., überarb.  Aufl., Wien/Graz  2010,  K5  und  K17  zu  Art. 9),  nämlich  am     2.  Mai  2011,  über  ein  gültiges  Schengen­Visum,  ausgestellt  von  Deutschland, verfügte, dass  bei  dieser  Sachlage  ­  entsprechend  den  vom  BFM  angerufenen  Bestimmungen zum Dublin­Verfahren  ­ Deutschland  für die Prüfung des  Asylantrages des Beschwerdeführers zuständig ist, dass  die  Einwände  in  der  Rechtsmitteleingabe  ins  Leere  stossen  und  offenkundig unbegründet sind, dass  unbestritten  ist,  dass  die  deutschen  Behörden  auf  der  deutschen  Botschaft  in  Istanbul dem Beschwerdeführer ein Schengen­Visum erteilt  haben, dass entgegen der in der Rechtsmitteleingabe vertretenen Auffassung als  Voraussetzung  für  die  Zuständigkeit  massgeblich  ist,  welcher  Mitgliedstaat das Visum erteilt hat,  dass  nicht  erheblich  ist,  ob  der  Beschwerdeführer  im  Zeitpunkt  der  Ausstellung  des  Visums  ­  welches  er  mit  Hilfe  von  Freunden  bei  der  deutschen Botschaft in Istanbul bekommen habe ­ die Absicht gehabt hat,  nach  Deutschland  zu  gehen  und  ebenso  wenig  massgeblich  ist,  ob  er  sich mit diesem Visum in Deutschland aufgehalten hat, dass demnach die Ausführungen des Beschwerdeführers, er habe gar nie  beabsichtigt,  in  Deutschland  asylrechtlichen  Schutz  zu  beantragen,  in  Anbetracht  der  klaren  verordnungsmässigen  Regelung  sowie  der  ergangenen Zustimmung Deutschlands in entscheidwesentlicher Hinsicht  offensichtlich nicht relevant sind, dass  somit  die  Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  in  Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ohne Weiteres gegeben ist, dass Deutschland Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über  die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK und des  Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105) ist,

E­4550/2011 dass keine Hinweise dafür bestehen, Deutschland würde sich nicht an die  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten, dass  der  Beschwerdeführer  keine  einzelfallspezifische  besondere  Verletzlichkeit  darlegt,  aufgrund  derer  geschlossen  werden  könnte,  ihm  drohe in Deutschland eine unmenschliche Behandlung im Sinne von Art.  3 EMRK, dass sich vor diesem Hintergrund der Vollzug der Wegweisung entgegen  den  Beschwerdevorbringen  als  zulässig  erweist  (Art.  83  Abs.  3  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass des Weiteren der Beschwerdeführer nichts vorbringt, das das BFM  hätte veranlassen können, aus humanitären Gründen (Art. 29a Abs. 3 der  Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR 142.311]) auf sein Asylgesuch einzutreten, dass sich angesichts dieser Sachlage eine Auseinandersetzung mit den  weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerde  erübrigt,  weil  diese  nicht  geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu gelangen, dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  einer  Überstellung  des  Beschwerdeführers  nach  Deutschland  weder  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  noch  humanitäre Gründe  entgegenstehen,  weshalb  die  Souveränitätsklausel  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  nicht  zur  Anwendung  gelangt  und  folglich  das BFM  zu Recht  in  Anwendung  von  Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (BVGE  2009/50  E.  9.  S.  733),  weshalb die verfügte Wegweisung nach Deutschland im Einklang mit den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht angeordnet wurde, dass  in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  der  Durchführbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  bereits  Voraussetzung  (und  nicht erst Regelfolge) des Nichteintretensentscheides ist (BVGE 2010/45  E. 10.2),

E­4550/2011 dass  deshalb  allfällige  völkerrechtliche  und  humanitäre  Vollzugshindernisse vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der  Anwendung der sogenannten Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin­ II­VO)  oder  gegebenenfalls  ­  wenn  sich  Familienmitglieder  in  verschiedenen  Dublin­Mitgliedstaaten  befinden  und  zusammengeführt  werden  sollen  ­  bei  der  Ausübung  der  Humanitären  Klausel  (Art. 15  Dublin­II­VO) zu prüfen sind, weshalb kein Raum für Ersatzmassnahmen  im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 ­ 4 AuG besteht, dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­ weisung zu bestätigen ist, dass  der  Beschwerdeführer  nicht  darzutun  vermag,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist  (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass  mit  vorliegendem  Urteil  das  Gesuch  um  Gewährung  der  aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos ist, dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  als  aussichtslos  erweist,  weshalb  der  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1  VwVG)  unbesehen  der  allenfalls bestehenden prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­­  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

E­4550/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  wird  abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Christoph Berger Versand:

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