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Bundesverwaltungsgericht 10.08.2011 E-4343/2011

10 agosto 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·877 parole·~4 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 3.8.2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­4343/2011 Urteil   v om   1 0 .   Augus t   2011 Besetzung Einzelrichter Bruno Huber,  mit Zustimmung von Richter Hans Schürch,  Gerichtsschreiber Nicholas Swain. Parteien A._______, geboren (…), dessen Ehefrau  B._______, geboren am (…), und deren Kinder C._______, geboren am (…), D._______, geboren am (…), Kosovo,  (…) Beschwerdeführende,  Gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­Verfahren);  Verfügung des BFM vom 3. August 2011 / N _______.

E­4343/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführenden  am  25.  Juni  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum E._______ um Asyl nachsuchten, dass  Fingerabdruckvergleiche  mit  der  Eurodac­Zentraleinheit  ergaben,  dass sie am 16. Juni 2010 in Schweden Asylgesuche eingereicht hatten  und  in  diesem  Zusammenhang  erkennungsdienstlich  erfasst  worden  waren, dass  am 4.  Juli  2011  im Empfangs­  und Verfahrenszentrum F._______  summarische Befragungen der Beschwerdeführenden (Vater und Mutter)  stattfanden  und  ihnen  dabei  das  rechtliche  Gehör  zu  einer  möglichen  Zuständigkeit  Schwedens  für  das  vorliegende Verfahren  sowie  zu  einer  allfälligen Wegweisung dorthin gewährt wurde, dass die Beschwerdeführenden dabei im Wesentlichen vorbrachten, dass  ihre  in Schweden gestellten Asylgesuche abgewiesen worden seien und  dort viele Albaner leben würden, vor denen sie sich fürchteten,  dass  das  BFM  am  11.  Juli  2011  an  die  schwedischen  Behörden  ein  Ersuchen um Übernahme der Beschwerdeführenden im Sinne von Art. 16  Abs. 1 Bst. c (recte: e) der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat gestellt hat  (Dublin­II­VO)  richteten und Schweden sich mit  Schreiben vom 21. Juli 2011 für das vorliegende Verfahren ausdrücklich  zuständig erklärte,  dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  3.  August  2011  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführenden  nicht  eintrat  und die Wegweisung nach Schweden sowie den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt die Beschwerdeführenden aufforderte, die Schweiz  spätestens  am Tag  nach Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton  G._______  verpflichtete,  die  Wegweisungsverfügung  zu  vollziehen,  feststellte, eine allfällige Beschwerde gegen diese Verfügung  habe  keine  aufschiebende Wirkung,  und  den Beschwerdeführenden  die  editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte,

E­4343/2011 dass  es  zur  Begründung  ausführte,  die  Beschwerdeführenden  hätten  nachweislich  am 16.  Juni  2010  in Schweden um Asyl  nachgesucht  und  die  schwedischen  Behörden  hätten  dem  Gesuch  um  Übernahme  der  Beschwerdeführenden  gestützt  auf  Art. 16  Abs.  1  Bst. e  (Dublin­II­VO)  zugestimmt, dass somit Schweden gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004  zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA,  SR  0.142.392.68]),  auf  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung  und Entwicklung des Schengen­Besitzstands und über die Kriterien und  Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags  (Übereinkommen  vom  17.  Dezember  2004,  SR 0.362.32)  und  in  Berücksichtigung  der  Dublin­II­VO  sowie  der  Verordnung  (EG)  Nr.  1560/2003  der  Kommission  vom  2.  September  2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Dublin­II­VO  (Dublin­DVO)  für  die  Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder  Verlängerung der Frist – bis spätestens am 21. Januar 2012 zu erfolgen  habe, dass keine Hinweise auf eine mögliche Verletzung des Non­Refoulement­ Gebots  oder  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  im  Falle  einer  Rückführung  der  Beschwerdeführenden  nach  Schweden  bestehen und weder die dort herrschende Situation noch andere Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  der  Wegweisung  in  diesen  Staat  sprechen  würden, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 5. August 2011 gegen  die  Verfügung  des  BFM  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  sinngemäss  beantragen,  diese  sei  aufzuheben  und  die  Vorinstanz sei anzuweisen, auf ihr Asylgesuch einzutreten,

E­4343/2011 dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten verwiesen und − soweit  entscheidwesentlich  −  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  darauf  eingegangen wird, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  9.  August  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  die  Beschwerde  frist­  und  formgerecht  eingereicht  wurde,  die  Beschwerdeführenden am Verfahren vor dem BFM teilgenommen haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  sind (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und  Art. 48  Abs.  1  und  Art. 52  VwVG),  weshalb  auf  die  Beschwerde  einzutreten ist, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet wurde,

E­4343/2011 dass  im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen  ist, ob das  BFM  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  zu Recht  nicht  eingetreten  ist  und  infolgedessen  die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat,  dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  indes  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese  Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von  Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintretensentscheids stellen, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass der vorgängige Aufenthalt  der Beschwerdeführenden  in Schweden  feststeht und die Beschwerdeführenden diesen nicht bestreiten, dass das BFM die schwedischen Behörden am 11. Juli 2011 gestützt auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  c  (recte:  e)  Dublin­II­VO  um  Wiederaufnahme  der  Beschwerdeführenden  ersuchte  und  diese  dem  Ersuchen  am  21.  Juli  2011 zustimmten,  dass  die  Vorinstanz  deshalb  zu  Recht  feststellte,  gestützt  auf  die  Dub­    lin­II­Verordnung sei die Zuständigkeit auf dieses Land übergegangen, dass  die  Beschwerdeführenden  somit  ohne Weiteres  in  einen Drittstaat  (vorliegend  Schweden)  ausreisen  können,  welcher  für  die  Prüfung  des  Asylantrages staatsvertraglich zuständig ist, dass  das  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden,  sie  seien  nach  Abweisung ihres Asylgesuchs in Schweden durch die dortigen Behörden 

E­4343/2011 vor etwa einem Jahre  in den Kosovo zurückgeführt worden,  von wo sie  illegal  über  ihnen  unbekannte  Länder  in  die  Schweiz  gereist  seien,  angesichts ihrer unsubstanziierten und ausweichenden Ausführungen als  unglaubhaft zu erachten sind, dass  insbesondere  ihre zeitlichen Angaben auffallend vage und mit dem  feststehenden Datum der Asylgesuchseinreichung  in Schweden nicht zu  vereinbaren sind, dass  die  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  glaubhaft  zu  machen  vermögen,  dass  sie  das  Hoheitsgebiet  der  Mitgliedstaaten  für  einen  Zeitraum  von  mehr  als  drei  Monaten  verlassen  haben,  weshalb  die  Voraussetzungen  für  ein  Erlöschen  der  Rückübernahmeverpflichtung  Schwedens gestützt auf Art. 16 Abs. 3 Dublin­II­VO nicht gegeben sind, dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeeingabe  nicht  geeignet  sind,  die Erwägungen der Vorinstanz in Frage zu stellen, dass,  auch  wenn  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  in  Schweden  rechtskräftig  abgewiesen  worden  sein  sollten,  dieses  Land  gemäss Art. 16 Abs. 2 Bst. e Dublin­II­VO weiterhin für das Asylverfahren  der  Beschwerdeführenden  bis  zu  einem  allfälligen Wegweisungsvollzug  (Art. 16 Abs. 4 Dublin­II­VO sowie CHRISTIAN FILZWIESER/ANDREA SPRUNG,  Dublin­II­Verordnung, 3., überarb. Aufl., Wien/Graz 2010, K25 zu Art. 16      Abs. 4) zuständig ist, dass  Schweden  unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30),  der  EMRK  und  des  Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  oder  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist, dass keine Hinweise dafür bestehen, wonach Schweden sich nicht an die  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot oder die einschlägigen Normen der EMRK, halten  würde,  dass aufgrund der Aktenlage  insbesondere nicht davon auszugehen  ist,  Schweden  werde  die  Beschwerdeführenden  in  Verletzung  der  vorgenannten  völkerrechtlichen  Abkommen  in  ihr  Heimatland  zurückschaffen,

E­4343/2011 dass  die  Beschwerdeführenden  gegen  die  vorgebrachten  Drohungen  durch Drittpersonen den Schutz der schwedischen Behörden in Anspruch  nehmen können, dass  zudem  davon  auszugehen  ist,  dass  eine  adäquate  medizinische  Behandlung  der  vorgebrachten  gesundheitlichen  Probleme  der  Tochter  C._______ in Schweden gewährleistet ist, dass  insgesamt  keine  schwerwiegenden  humanitären Gründe  im  Sinne  von  Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311)  zu  erkennen  sind,  die  einer  Überstellung der Beschwerdeführenden nach Schweden entgegenstehen  und  aus  diesem Grunde  einen Selbsteintritt  der  Schweiz  (Art.  3  Abs.  2  Dub­lin­II­VO) als angezeigt erscheinen lassen würden, dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht  in Anwendung von Art. 34  Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in  Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt von  Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über  die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, sondern vor  der  Prüfung  des  Nichteintretens  im  Rahmen  der  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts  (Art.  3  Dublin­II­VO)  oder  gegebenenfalls  –  wenn  sich Familienmitglieder  in verschiedenen Dublin­Mitgliedstaaten befinden  und  zusammengeführt  werden  sollen  –  bei  der  Ausübung  der  sogenannten Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin­II­VO), dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung zu bestätigen ist, dass  die  Beschwerdeführenden  nicht  darzutun  vermögen,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist  (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,  dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,                      SR  173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs. 1 VwVG).

E­4343/2011 E­4343/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.−  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und das Amt  (…) des Kantons G._______. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Bruno Huber Nicholas Swain Versand:

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