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Bundesverwaltungsgericht 13.12.2011 E-4283/2010

13 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,931 parole·~10 min·5

Riassunto

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 12. Mai 2010

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­4283/2010 Urteil   v om     1 3 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Martin Zoller, Gerichtsschreiberin Néomie Nicolet. Parteien A._______, (Beschwerdeführer 1) B._______, (Beschwerdeführerin 2) C._______, (Beschwerdeführer 3) D._______, (Beschwerdeführerin 4) Serbien,  Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz Gegenstand Asyl und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 12. Mai 2010 / N (…)

E­4283/2010 Sachverhalt: A.  Gemäss  eigenen  Angaben  verliessen  die  Beschwerdeführenden,  ethnische Roma, ihren Heimatstaat Serbien am 6. April 2010 und reisten  am folgenden Tag illegal in die Schweiz ein, wo sie am 8. April 2010 um  Asyl nachsuchten. Anlässlich der Kurzbefragungen vom 15. April 2010 im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  E._______  und  der  Anhörungen  vom  4. Mai  2010  zu  den  Asylgründen  machten  sie  –  die  Beschwerdeführenden 1, 2 und 4 – im Wesentlichen Folgendes geltend: Vom  27.  Dezember  1998  bis  16.  April  2005  hätten  sie  in  Deutschland  gelebt und erfolglos Asylverfahren durchlaufen. Im Jahre 2004 hätten sie  sich während dreier Monate in Frankreich aufgehalten und ebenfalls ohne  Erfolg  um  Asyl  ersucht.  Am  16. April  2005  seien  sie  freiwillig  von  Deutschland nach Serbien zurückgekehrt.  Der  Beschwerdeführer  1  habe  in  der  Folge  in  Serbien  als  Strassenmusiker  gearbeitet  und obwohl  er  hierfür  über  eine Bewilligung  verfügt  habe,  sei  er  von  der  Polizei  immer  wieder  schikaniert  worden.  Meist  habe  er  das  gesammelte  Geld  der  Polizei  abgeben müssen,  um  weitere  Probleme  zu  vermeiden.  An  Silvester  2009  seien  er  und  seine  Musikerkollegen erneut von der Polizei aufgesucht worden. Man habe ihn  auf  den  Polizeiposten  gebracht  und  ihm  verboten,  weiterhin  auf  der  Strasse  aufzutreten.  In  den  kommenden Wochen  habe  ihn  zweimal  die  Polizei  zu  Hause  aufgesucht  und  ihn  aufgefordert,  mit  dem  Spielen  aufzuhören.  Sie  hätten  unter  anderem  gesagt  "Hör  auf  Zigeuner"  und  hätten mit  dem Gummiknüppel  auf  den  Tisch  geschlagen.  Auch  hätten  sie  (die  Beschwerdeführenden)  betreffend  ihr  Haus  Probleme  mit  den  Behörden  erhalten  und  einmal  sogar  2'000  Euro  Bestechungsgeld  bezahlen müssen, um den Abriss zu vermeiden. Vor  ihrer Abreise habe  sie  ein  Schreiben  der  Behörden  erreicht,  in  welchem  erneut  das  Abreissen  der  Liegenschaft  angedroht worden  sei.  Im Weiteren würden  die Kinder (Beschwerdeführer 3 und Beschwerdeführerin 4) in der Schule  von  den  Lehrkräften  und  den  Mitschülern  schikaniert  und  als  Zigeuner  beschimpft. Der Beschwerdeführer 3 sei auch schon verprügelt worden.  Überhaupt  würden  sie  als  Roma  in  ihrem Quartier  permanent  belästigt  und die Beschwerdeführerin 4 sei einmal von einem Passanten angefasst  worden  sei.  Die  Polizei  sei  vor  Ort  gewesen,  habe  aber  nichts  unternommen.  Im  Jahre  2009  seien  sie  (die  Beschwerdeführenden) 

E­4283/2010 anlässlich der Wahlen von Fremden aufgefordert worden, eine bestimmte  – den  Beschwerdeführenden  unbekannte  Person –  zu  wählen,  wofür  ihnen  Säcke  mit  Mehl  versprochen  worden  seien.  In  keinem  der  Fälle  hätten  sie  jemals  Anzeige  erhoben  oder  einen  Anwalt  beigezogen.  Sie  seien Analphabeten und hätten Angst vor der Polizei. Einmal hätten sie  einen Umzug  in eine andere Gemeinde  in Erwägung gezogen. Da aber  für einen solchen Wohnortwechsel der Nachweis einer Festanstellung  in  der neuen Gemeinde Voraussetzung sei und der Beschwerdeführer 1 als  Analphabet  keine  Stelle  finden  könne,  sei  ihnen  der  Umzug  nicht  gelungen.  Als Beweismittel wurden die Geburtsscheine und die  Identitätskarte des  Beschwerdeführers 1 zu den Akten gereicht.  B.  Mit Verfügung vom 12. Mai 2010 – eröffnet am 14. Mai 2010 – lehnte das  BFM  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  ab  und  ordnete  die  Wegweisung aus der Schweiz und deren Vollzug an. Auf die Begründung  wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.  C.  Mit Schreiben vom 21. Mai 2010 reichten die Beschwerdeführenden drei  fremdsprachige Dokumente bei der Vorinstanz ein. D.  Mit Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2010  (Poststempel 11. Juni 2010)  beantragten die Beschwerdeführenden die Aufhebung der angefochtenen  Verfügung,  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft,  die  Gewährung  des  Asyls  sowie  eventualiter  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  und  die Gewährung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz. In prozessualer  Hinsicht  beantragten  sie  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege,  den Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses,  die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und  die  vorsorgliche  Anweisung  an  die  zuständige  Behörde,  die  Datenweitergabe  an  die  heimatlichen  Behörden  zu  unterlassen  und  bei  bereits erfolgter Datenweitergabe sie zu informieren. Auf die Begründung  wird,  soweit  entscheidwesentlich,  in  den  Erwägungen  eingegangen.  Als  Beweismittel  reichten  sie  zwei  Fürsorgebestätigungen  (für  den 

E­4283/2010 Beschwerdeführer  1  und  die  Beschwerdeführerin  2)  sowie  drei  fremdsprachige, unübersetzte Dokumente ein. Letztere entsprechen den  bereits am 21. Mai 2010 bei der Vorinstanz eingereichten Dokumenten.  E.  Mit  Zwischenverfügung  vom  24. Juni  2010 wies  die  Instruktionsrichterin  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art. 65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) infolge Aussichtslosigkeit der  Beschwerde  ab,  setzte  den  Beschwerdeführenden  Frist  zur  Leistung  eines  Kostenvorschusses  und  zur  Einreichung  einer  Übersetzung  der  eingereichten  fremdsprachigen  Beweismittel  in  eine  Amtssprache,  mit  dem  Hinweis,  dass  bei  ungenutzter  Frist  das  Verfahren  aufgrund  der  Akten  weitergeführt  werde.  Sie  verfügte  weiter,  auf  das  Begehren  um  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  sei  nicht  einzugehen,  zumal  dieser  von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung  zukomme  und  diese  nicht  entzogen  worden  sei.  Der  Antrag  um  vorsorgliche Anweisung der zuständigen Behörden, die Kontaktaufnahme  mit den heimatlichen Behörden sowie jegliche Datenweitergabe an diese  zu unterlassen, wurde abgelehnt.  F.   Mit  Schreiben  vom  6.  Juli  2010  reichten  die  Beschwerdeführenden  weitere  fremdsprachige  Beweismittel  (teils  identisch mit  vorangehenden  Eingaben)  zu  den  Akten  mit  dem  Hinweis,  dass  auf  eine  wörtliche  Übersetzung  verzichtet  werde.  In  einem  Begleitschreiben  wurde  der  angebliche Inhalt der Dokumente summarisch zusammengefasst. G.  Mit  Zahlung  vom  8.  Juli  2010  wurde  der  Kostenvorschuss  fristgereicht  geleistet.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 

E­4283/2010 im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 108  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde  ist einzutreten. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.   Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie  nachstehend  und  bereits  mit  Zwischenverfügung  vom  24.  Juni  2010  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2  AsylG). Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4.  4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 

E­4283/2010 oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen  Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7  AsylG). 5.  5.1.  Die  Vorinstanz  hielt  zur  Begründung  ihres  ablehnenden  Asylentscheides  im  Wesentlichen  fest,  dass  sich  im  Zuge  des  demokratischen  Wandels  die  Situation  der  ethnischen  Minderheiten  in  Serbien  entspannt  habe.  Am  25. Februar  2002  sei  das  Bundesgesetz  zum Schutz und zur Freiheit der nationalen Minoritäten in Kraft getreten.  Es handle sich   hierbei um einen gesetzlichen Rahmen, der die Rechte  der  nationalen  Minderheiten  und  der  Angehörigen  schütze.  Vereinzelte  Übergriffe  durch  Drittpersonen  auf  Roma  könnten  zwar  nicht  restlos  ausgeschlossen  werden,  hingegen  komme  solchen  Verfolgungsmassnahmen  in der Regel  keine asylrelevante  Intensität  zu.  Ausserdem billige oder unterstütze der Staat solche Übergriffe nicht. Die  vom  Beschwerdeführer  dargelegten  Vorfälle  würden  auch  in  Serbien  Straftatbestände  darstellen,  die  verfolgt  würden.  Es  sei  daher  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  die  Beschwerdeführenden  nie  versucht  hätten  ihre Rechte zu verteidigen, indem sie einen Anwalt eingesetzt hätten oder  versucht  hätten,  Hilfe  bei  nicht  korrupten  Polizisten  zu  suchen.  Da  grundsätzlich vom Vorhandensein eines adäquaten Schutzes durch den  Heimatstaat  auszugehen  sei,  seien  die  Übergriffe  im  vorliegenden  Fall  nicht asylrelevant. Die Vorbringen der Beschwerdeführenden würden den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  von  Art. 3  AsylG  nicht  standhalten,  weshalb  die  Asylgesuche  abzulehnen  seien.  Bei 

E­4283/2010 offensichtlich fehlender Asylrelevanz könne darauf verzichtet werden, auf  allfällige  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den  Vorbringen  einzugehen,  obwohl derart standardisierte Angaben, wie sie die Beschwerdeführenden  gemacht hätten, ernste Zweifel hervorrufen würden.  5.2.  In  ihrer Rechtsmitteleingabe wiederholen die Beschwerdeführenden  ihre bereits bei der Vorinstanz gemachten Vorbringen und  legen zudem  dar,  dass  die  Gründe  für  ihre  Ausreise  nicht  ausschliesslich  die  genannten  Vorfälle  seien,  hinzu  kämen  die  täglichen  Erniedrigungen,  welche  sie  als  Angehörige  der  Roma  erleiden  müssten.  Die  Beschimpfung  als  "Zigan"  sei  in  ihrem  Leben  allgegenwärtig.  Der  serbische Staat sei nicht  in der Lage, die Rechte der Roma zu schützen  und sie vor Verfolgung und Willkür zu bewahren. Ergänzend brachten die  Beschwerdeführenden vor, dass zwischenzeitlich ihr Haus – und weitere  Häuser von Roma Familien – abgerissen worden sei. 5.3.  Die  Instruktionsrichterin  erwog  in  der  Zwischenverfügung  vom  24. Juni  2010  zur  Begründung  der  Aussichtslosigkeit,  dass  die  angefochtene  Verfügung  nach  einer  summarischen  Prüfung  der  Akten  bestätigt und der vorinstanzlichen Einschätzung, die geltend gemachten  Übergriffe  seien  asylrechtlich  als  nicht  relevant  zu  qualifizieren,  gefolgt  werden  dürfte.  In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  sei  von  einem  adäquaten staatlichen Schutz für die Beschwerdeführenden auszugehen.  Es  stünde  ihnen  offen,  rechtliche  Schritte  gegen  allfällige  fehlbare  Beamte einzuleiten.  6.  6.1.  Nach  Lehre  und  Praxis  ist  für  die  Anerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  erforderlich,  dass  die  asylsuchende  Person  ernsthafte  Nachteile  von  bestimmter  Intensität  erlitten  hat,  beziehungsweise solche  im Falle einer Rückkehr  in den Heimatstaat mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zukunft  befürchten  muss.  Die  Nachteile  müssen  der  asylsuchenden  Person  gezielt  und  aufgrund  bestimmter  Verfolgungsmotive  drohen  oder  zugefügt  worden  sein  (vgl.  W.  STÖCKLI,  §11  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hug  Yar/Geiser  (Hrsg.), Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, S. 521 – 588, S. 525 ff.).  Nach  der  sogenannten  Schutztheorie  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2006  Nr. 18 S. 180) kann eine Verfolgungshandlung im Sinne von Art. 3 AsylG  von  staatlichen  und  nichtstaatlichen  Akteuren  ausgehen.  Danach  ist 

E­4283/2010 nichtstaatliche Verfolgung als Verfolgung  im Sinne des Asylgesetzes zu  erachten,  wenn  der  Staat  unfähig  oder  nicht  willens  ist,  Schutz  vor  besagter Verfolgung zu bieten. Es ist dabei nicht eine faktische Garantie  für  langfristigen  individuellen  Schutz  der  von  nichtstaatlicher  Verfolgung  bedrohten Person zu verlangen, weil es keinem Staat gelingen kann, die  absolute Sicherheit  seiner Bürgerinnen und Bürger  jederzeit und überall  zu  garantieren.  Erforderlich  ist  aber,  dass  eine  funktionierende  und  effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfügung steht, wobei in erster Linie an  polizeiliche Aufgaben wahrnehmende Organe sowie an ein Rechts­ und  Justizsystem zu denken ist, das eine effektive Strafverfolgung ermöglicht.  Die  Inanspruchnahme  dieses  Schutzsystems  muss  der  betroffenen  Person  zudem  objektiv  zugänglich  und  individuell  zumutbar  sein,  was  jeweils  im  Rahmen  einer  Einzelfallprüfung  unter  Berücksichtigung  des  länderspezifischen Kontexts zu beurteilen ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E.  10.2 S. 202  f.; EMARK 2006 Nr. 32 E. 6.1 S. 340  f.). Die Anerkennung  der Flüchtlingseigenschaft setzt ferner voraus, dass die betroffene Person  einer landesweiten Verfolgung ausgesetzt ist und nicht in einem anderen  Teil  ihres  Heimatstaates  um  effektiven  Schutz  nachsuchen  kann  (vgl.  EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.3.1 f. S. 203 mit weiteren Hinweisen). 6.2.  Das  Bundesverwaltungsgericht  schliesst  sich  –  auch  unter  Berücksichtigung  der  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  –  der  Auffassung  der  Vorinstanz  an,  wonach  vom  Vorhandensein  eines  adäquaten  Schutzes  der  Beschwerdeführenden  durch  den  serbischen  Staat  auszugehen  ist.  Zwar  können  vereinzelte  Übergriffe  durch  Drittpersonen  auf  Roma  nicht  ausgeschlossen  werden;  allerdings  geht  das  Gericht  davon  aus,  dass  der  serbische  Staat  solche  weder  billige  noch  unterstütze.  Die  vor­instanzliche  Feststellung,  die  geltend  gemachten Vorfälle durch private Dritte oder einzelne Polizisten würden  auch in Serbien geahndet und wären auf Anzeige hin verfolgt worden, ist  zu  bestätigen.  Ebenso  ist  der Vorinstanz  insoweit  zuzustimmen,  als  bei  Unterlassen  der  Einleitung  von  Untersuchungsmassnahmen  durch  Beamte  grundsätzlich  die  Möglichkeit  besteht,  gegen  diese  auf  dem  Rechtsweg vorzugehen.  6.3.  Indem  die  Beschwerdeführenden  die  geschilderten  Vorfälle  weder  bei der Polizei angezeigt, noch sich zur Wahrung  ihrer Rechte an einen  Anwalt  gewendet  haben,  haben  sie  auf  den  Schutz  und  die  Hilfe  der  heimatlichen  Behörden  verzichtet,  obwohl  es  ihnen  zumutbar  gewesen  wäre,  darum  nachzusuchen.  Die  asylrechtliche  Relevanz  der  geltend  gemachten  Übergriffe  ist  demzufolge  zu  verneinen.  Die  angeblichen 

E­4283/2010 Schikanen  und  Benachteiligungen  aufgrund  ihrer  ethnischen  Zugehörigkeit  sind  mangels  Verfolgungsintensität  ebenfalls  nicht  asylrelevant.  Betreffend  die  bei  der  Vorinstanz  und  auf  Beschwerdeebene  eingereichten  fremdsprachigen  Beweismittel  ist  festzuhalten,  dass  die  Beschwerdeführenden  trotz  Aufforderung  keine  rechtsgenüglichen  Übersetzungen  beigebracht  haben.  Sie  haben  sich  darauf  beschränkt,  den  Inhalt  der  Dokumente  kurz  zusammengefasst  darzulegen.  Sie  stünden alle (A­E) im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen mit  der  Gemeindeverwaltung  betreffend  ihr  Haus,  welche  im  Juni  2005  begonnen und am 22. Juni 2010 mit dem Abreissen dieses und anderer  Häuser  geendet  habe.  Aufgrund  der  summarischen  Angaben  zu  den  Dokumenten ist es dem Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, sich ein  vollständiges Bild über die Vorfälle  im Zusammenhang mit dem Haus zu  machen,  jedoch  beinhalten  die  Dokumente,  soweit  erkennbar,  keine  hinreichenden  Hinweise,  welche  für  eine  asylrelevante  Verfolgung  der  Beschwerdeführenden  sprechen  würden.  Wie  mit  Zwischenverfügung  vom  24.  Juni  2010  angedroht,  wird  bei  Unterlassen  der  Übersetzung  aufgrund  der  bestehenden  Aktenlage  entschieden,  welche  Androhung  vorliegend zum Tragen kommt.    Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden als asylrechtlich nicht relevant zu betrachten sind.  Die  Beschwerdeführenden  konnten  keine  Gründe  nach  Art. 3  AsylG  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  weshalb  die  Vorinstanz  die  Asylgesuche  zu  Recht  abgelehnt  hat.  Es  erübrigt  sich  auf  weitere  Vorbringen  in  der  Beschwerde  einzugehen,  da  diese  am  Ausgang  des  Verfahrens nichts zu ändern vermögen.  7.  7.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht  ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2.  Die  Beschwerdeführenden  verfügen  weder  über  eine  ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  Erteilung  einer  solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht  angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9).

E­4283/2010 8.  8.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder  nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG,  SR 142.20]). Der Vollzug  ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat­, Herkunfts­ oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3  AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).  Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.2.  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement  nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5  AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  nach  Serbien  ist  demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der  Beschwerde­ führenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall  einer Ausschaffung nach Serbien dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 

E­4283/2010 Behandlung  ausgesetzt  wären.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­ Folterausschusses  müssten  die  Beschwerdeführenden  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass  ihnen  im  Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen  würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom  28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Serbien  lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht  als  unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen  Bestimmungen zulässig. 8.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und  Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG –  die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Angesichts der heutigen Lage in Serbien kann gemäss konstanter Praxis  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  oder  kriegerischen  respektive bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen gesprochen werden. Zur  Lage  der  Roma  in  Serbien  hat  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Urteil  E­4115/2006  vom  18. September  2009  ausführlich  geäussert.  Es  stellte unter anderem fest, aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit seien  Roma  generell  unterschiedlichen  Schikanen  und  Diskriminierungen  ausgesetzt  und  ihre  Lage  in  wirtschaftlicher  und  sozialer  Sicht  sei  allgemein  schwierig  (vgl.  BVGE  2009  Nr.  51  E.  5.7.2.).  Auch  wenn  Übergriffe  von  Privatpersonen  auf  Angehörige  der  Roma  und  teilweise  behördliche  Schikanen  sowie  Diskriminierungen  nicht  völlig  ausgeschlossen  werden  können,  erreichen  diese  im  Allgemeinen  nicht  ein  Ausmass,  welches  den  Wegweisungsvollzug  als  unzumutbar  erscheinen lässt (vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgericht D­ 5714/2009 vom 13. November 2009).  Die  Beschwerdeführenden  bringen  nichts  Substanziiertes  vor,  weshalb  für sie der Wegweisungsvollzug nicht zumutbar wäre. Gemäss Akten sind  die Beschwerdeführenden 1 und 2 gesund und  im erwerbsfähigen Alter.  Es war dem Beschwerdeführer 1 offenbar – trotz Schikanen, welche nicht  vollumfänglich  in  Abrede  gestellt  werden  sollen  –  in  der  Vergangenheit 

E­4283/2010 gelungen,  als  Strassenmusiker  für  seine  Familie  aufzukommen  (vgl.  vorinstanzliche  Akten  A9  F10  f.),  weshalb  ihm  zumutbar  ist,  bei  einer  Rückkehr  nach  Serbien  diese  Tätigkeit  wieder  aufzunehmen.  Mit  den  beiden Müttern und zwei Schwestern verfügen die Beschwerdeführenden  1  und  2  zudem  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  an  ihrem  letzten  Wohnsitz in F._______.    Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet  bei  der  Zumutbarkeitsprüfung  das  Kindeswohl  einen Gesichtspunkt  von  gewichtiger  Bedeutung.  Dies  ergibt  sich  nicht  zuletzt  aus  einer  völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AuG im Lichte von  Art.  3  Abs.  1  des  Übereinkommens  vom  20. November  1989  über  die  Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) (vgl. dazu EMARK 2005 Nr. 6 E. 6.  S.  57  f.).  In  diesem  Zusammenhang  ist  festzuhalten,  dass  unter  dem  Aspekt  des  Kindeswohls  sämtliche  Umstände  einzubeziehen  und  zu  würdigen sind, die im Hinblick auf einen Wegweisungsvollzug wesentlich  erscheinen  (vgl.  EMARK 1998 Nr.  13 E.  5e/aa). Der Persönlichkeit  des  Kindes  und  seinen  Lebensumständen  ist  umfassend  Rechnung  zu  tragen. Dabei können bei dieser gesamtheitlichen Beurteilung namentlich  folgende Kriterien von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art  (Nähe,  Intensität,  Tragfähigkeit)  seiner  Beziehungen,  Eigenschaften  seiner  Bezugspersonen  (insbesondere  Unterstützungsbereitschaft  und  ­ fähigkeit),  Stand  und  Prognose  bezüglich  Entwicklung  und  Ausbildung,  sowie der Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in  der  Schweiz.    Die Beschwerdeführenden 3 und 4 sind zwar  (…) beziehungsweise  (…)  Jahre  alt.  Da  sie  sich  jedoch  erst  seit  gut  eineinhalb  Jahren  in  der  Schweiz aufhalten, was nicht als längerer Aufenthalt zu beurteilen ist,  ist  trotz ihres jugendlichen Alters nicht von einer fortgeschrittenen Integration  in  der  Schweiz  auszugehen.  Überdies  finden  sich  weder  in  den  Akten  noch in der Rechtsmitteleingabe Hinweise, welche auf eine Integration in  der Schweiz schliessen liessen.  Somit erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zumutbar. 8.4.  Schliesslich  obliegt  es  den  Beschwerdeführenden,  sich  bei  der  zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG  und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug 

E­4283/2010 der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG). 8.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu  Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten  fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1 – 4 AuG). 9.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 10.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf  insgesamt  Fr. 600.–  festzusetzen  (Art.  1  –  3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Sie  sind  durch  den  am  8. Juli  2010  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss,  mit  welchem sie zu verrechnen sind, gedeckt. (Dispositiv nächste Seite)

E­4283/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Sie  sind  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Néomie Nicolet Versand:

E-4283/2010 — Bundesverwaltungsgericht 13.12.2011 E-4283/2010 — Swissrulings