Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 09.12.2011 D-6565/2011

9 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,007 parole·~5 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 24. November 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­6565/2011 law/bah Urteil   v om   9 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richter Markus König;   Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), C._______, geboren am (…), D._______, geboren am (…), Afghanistan,  (…) Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 24. November 2011 / N (…).

D­6565/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführenden  eigenen  Angaben  zufolge  ihren  letzten  Wohnort im Iran ungefähr im August 2010 verliessen und über die Türkei,  Griechenland und Italien am 12. April 2011 in die Schweiz gelangten, wo  sie gleichentags um Asyl nachsuchten, dass  das  BFM  aufgrund  einer  Abfrage  der  EURODAC­Datenbank  feststellte, dass die Beschwerdeführenden am 9. April 2011 in E._______  durch die italienischen Behörden daktyloskopisch erfasst wurden, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  9. August  2011  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat und die Wegweisung nach  Italien anordnete, dass für die Begründung der Verfügung auf die Akten zu verweisen ist, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 16. August 2011 gegen  die  vorinstanzliche  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben,  mit  welcher  sie  beantragten,  die  angefochtene  Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen,  ihr Recht  zum Selbsteintritt auszuüben und sich für vorliegendes Asylverfahren für  zuständig zu erklären, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  D­4514/2011  vom  22. August 2011 die Beschwerde abwies, dass  die  Beschwerdeführenden  die  Schweiz  am  27. Oktober  2011  auf  dem Luftweg verliessen, dass  die  Beschwerdeführenden  sich  am  7. November  2011  bei  den  Schweizerischen Zollbehörden in Chiasso meldeten, dass  ihnen  vom  BFM  am  9. November  2011  das  rechtliche  Gehör  zur  Zuständigkeit  Italiens  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens gewährt wurde, dass  die  Beschwerdeführenden  angaben,  sie  hätten  sich  (seit  dem  27. Oktober  2011)  immer  in  Italien  aufgehalten  und  keine  neuen  Asylgründe,

D­6565/2011 dass sie am 3. November 2011 erneut in die Schweiz eingereist seien, dass Asylsuchende in Italien nicht gut behandelt würden und sich dort der  Schlepper aufhalte, der sie nach Europa gebracht habe, vor dem sie sich  fürchteten, dass das BFM die italienischen Behörden am 7. November 2011 gestützt  auf  Art. 16  Abs. 1  Bst.  c  der  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom 18.  Februar 2003 (Dublin­II­Verordnung; nachfolgend Dublin­II­VO)  um die Rückübernahme der Beschwerdeführenden ersuchten, dass  die  italienischen  Behörden  dieses  Gesuch  innert  Frist  nicht  beantworteten, dass  das  BFM  den  italienischen  Behörden  am  22.  November  2011  mitteilte,  es  habe  keine  Antwort  auf  sein  Ersuchen  vom  7.  November  2011  erhalten,  weshalb  Italien  für  die  Beurteilung  des  Asylgesuchs  zuständig geworden sei, dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  24. November  2011  –  eröffnet  am  30. November 2011 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf  die Asylgesuche nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz nach  Italien verfügte, dass  das  BFM  die  Beschwerdeführenden  gleichzeitig  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  und  feststelle,  der  Kanton  F._______  sei  verpflichtet,  die  Wegweisung  zu  vollziehen,  den  Beschwerdeführenden  würden  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  ausgehändigt  und  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  habe  keine  aufschiebende  Wirkung, dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Beschwerdeführenden  hätten  am  9. April  2011  in  Italien  Asylgesuche  eingereicht  und  seien bereits  im Rahmen eines Dublin­Verfahrens nach  Italien überstellt worden, dass  die  italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum  Übernahmeersuchen des BFM keine Stellung genommen hätten, dass  gemäss  dem  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 

D­6565/2011 Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen,  SR 0.142.392.689)  und  unter  Anwendung  von  Art. 20  Abs. 1  Bst. c  Dublin­II­VO  die  Zuständigkeit,  das  Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  durchzuführen, am 22. November 2011 an Italien übergegangen sei, dass  die  Überstellung  an  Italien  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung oder Verlängerung (Art. 19f Dublin­II­VO) – bis spätestens  am 22. Mai 2012 zu erfolgen habe, dass  Italien  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003,  welche zahlreiche Mindestnormen  für die Aufnahme und Betreuung von  Asylsuchenden beinhalte, ohne Beanstandung seitens der Europäischen  Kommission umgesetzt habe, weshalb sich die Beschwerdeführenden an  die  zuständigen  Behörden wenden  könnten,  um  allfällige  Unterstützung  zu erhalten, dass  die  Beschwerdeführenden  sich  im  Falle  von  Problemen  mit  Drittpersonen  (Schlepper)  an  die  italienischen  Behörden  wenden  könnten, die als schutzfähig und ­willig gälten, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  5. Dezember  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben und dabei beantragten, die angefochtene Verfügung sei gestützt  auf  Art. 29a  Abs. 3  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, SR 142.311) aufzuheben und die Vorinstanz  anzuweisen,  ihr  Recht  zum  Selbsteintritt  auszuüben  und  sich  für  das  vorliegende Asylverfahren zuständig zu erklären, dass im Sinne vorsorglicher Massnahmen die aufschiebende Wirkung zu  erteilen  und  die  Vollzugsbehörden  anzuweisen  seien,  von  einer  Überstellung nach  Italien abzusehen,  bis  das Bundesverwaltungsgericht  über die vorliegende Beschwerde entschieden habe, dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  6. Dezember  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

D­6565/2011 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht  vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG  und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32 – 35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer  selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 

D­6565/2011 zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  die  Beschwerdeführenden  gemäss  Ergebnis  der  EURODAC­ Abfrage  am  9. April  2011  in  E._______  (Italien)  daktyloskopisch  erfasst  wurden und Asylgesuche stellten, dass das BFM die italienischen Behörden am 7. November 2011 gestützt  auf  Art. 16  Abs. 1  Bst. c  Dublin­II­VO  um  Übernahme  der  Beschwerdeführenden ersuchte, dass Italien dieses Ersuchen innert Frist nicht beantwortete, weshalb die  Zuständigkeit für die Behandlung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens  an Italien überging (Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO), dass  die  Beschwerdeführenden  damit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat  (vorliegend  Italien)  ausreisen  können,  welcher  für  die  Prüfung  ihrer  Asylanträge staatsvertraglich zuständig ist, dass  hinsichtlich  des  Einwandes  der  Beschwerdeführenden,  eine  Rückkehr  nach  Italien  sei  aufgrund  der  dort  herrschenden  Situation  unzumutbar,  festzuhalten  ist,  dass  Italien  –  wie  die  Schweiz  –  unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30),  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  und  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grausame, unmenschliche  oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

D­6565/2011 dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin­II­VO zuständiger Staat zudem  gehalten  ist,  unter  anderem  die  Richtlinie  2005/85/EG  des  Rates  vom  1. Dezember  2005  über  Mindestnormen  für  Verfahren  in  den  Mitgliedstaaten  zur  Zuerkennung  und  Aberkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  (sog.  Verfahrensrichtlinie)  und  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom  27. Januar  2003  zur  Festlegung  von  Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von Asylbewerbern  in Mitgliedstaaten  (sog. Aufnahmerichtlinie) anzuwenden respektive umzusetzen, dass bereits  im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D­4514/2011 vom  22. August  2011  festgehalten wurde,  den Beschwerdeführenden  stünde  die  Möglichkeit  offen,  sich  mit  Hilfe  einer  Rechtsberatungsstelle  einer  italienischen  Hilfsorganisation  in  Italien  gegen  eine  allfällige  Nichteinhaltung  der  gemäss  Aufnahmerichtlinie  geltenden  Mindeststandards  (insbesondere  im  Hinblick  auf  die  Bedürfnisse  der  Kinder)  zu  wehren  und  ihre  Rechte  bei  den  italienischen  Behörden  respektive  beim  Europäischen  Gerichtshof  oder  beim  Europäischen  Gerichtshof  für  Menschenrechte  geltend  zu  machen  (BVGE  2010/45  E. 7.6.4 S. 640 f.), dass  hinsichtlich  der Ausführungen  in  der Beschwerde,  im Gebäude,  in  dem sie einquartiert worden seien, seien Drogen konsumiert worden und  die  hygienischen  Zustände  prekär  gewesen,  vollumfänglich  auf  diese  Erwägung zu verweisen ist, dass  den  Angaben  der  Beschwerdeführenden  nämlich  nicht  zu  entnehmen  ist,  dass  sie  sich  betreffend  die  genannten  Unterbringungsmängel     –  allenfalls  unter  Beizug  einer  Rechtsberatungsstelle – bei den italienischen Behörden beschwert, dass  anstelle  von  Wiederholungen  –  soweit  sie  auch  Gegenstand  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  bilden  –  vollumfänglich  auf  die  Erwägungen  im Urteil  D­4514/2011  vom  22. August  2011  zu  verweisen  ist, dass somit weiterhin keine Veranlassung besteht, vom Selbsteintrittsrecht  Gebrauch zu machen, dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG  zu  Recht  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten ist,

D­6565/2011 dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des  Dublin­Verfahrens  entspricht  und  nach  dem Nichteintretensentscheid  im  Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht, dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches  zuständigen  Staat  handelt  –  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  Abs. 1 AuG, dass eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr bereits im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende  Erwägungen, BVGE 2010/45 E. 10.2 S. 645), dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  für  die  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom  Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung nach  Italien zu bestätigen  ist, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist,  dass  mit  vorliegendem  Urteil  das  Beschwerdeverfahren  abgeschlossen  ist,  weshalb  der  Antrag  auf  Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen  gegenstandslos wird, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­6565/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Walter Lang Christoph Basler Versand:

D-6565/2011 — Bundesverwaltungsgericht 09.12.2011 D-6565/2011 — Swissrulings