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Bundesverwaltungsgericht 29.11.2011 D-6313/2011

29 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·916 parole·~5 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 15. November 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­6313/2011/sed Urteil   v om   2 9 .   No v embe r   2011 Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;   Gerichtsschreiber Patrick Weber. Parteien A._______, geboren am _______, B._______, geboren am _______, C._______, geboren am _______, Eritrea,  _______, Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); Verfügung des BFM vom 15. November 2011 / _______.

D­6313/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass  die  Beschwerdeführerin  am  30.  August  2011  mit  ihren  beiden  Kindern  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  sie  am  selben  Datum  ein  Asylgesuch stellte,  dass  die  Beschwerdeführerin  am  15.  September  2011  summarisch  befragt wurde,  dass sie zunächst darlegte, Eritrea  im Jahre 2002 verlassen und sich  in  der Folge bis Ende März 2011 in Libyen aufgehalten zu haben,  dass  das  BFM  darauf  hinwies,  sie  habe  gemäss  einer  Abfrage  der  Eurodac­Datenbank am _______ in Italien ein Asylgesuch gestellt,  dass sie in der Folge einräumte, am genannten Datum in Italien um Asyl  nachgesucht  und  das  Land  bis  zur  Weiterreise  in  die  Schweiz  nicht  verlassen zu haben,  dass  sie  im  Zusammenhang  mit  dem  Asylgesuch  erklärte,  die  italienischen  Behörden  hätten  sie  "anerkannt",  dann  aber  "fallen  gelassen"       (A 5/10 S. 6),  dass sie ausführte, ihren "permesso di soggiorno" verloren zu haben,  dass ihr das BFM anlässlich der Summarbefragung das rechtliche Gehör  zur möglichen Zuständigkeit  Italiens  für  das Asylverfahren  und  zu  einer  allfälligen  Wegweisung  dorthin  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  gewährte, dass  die  Beschwerdeführerin  darlegte,  wegen  der  namentlich  für  ihre  Kinder prekären Aufenthaltsbedingungen nicht dort leben zu wollen,  dass das BFM am 5. Oktober 2011 – gestützt auf die Bestimmungen der  Verordnung  (EG)  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig  ist  (Dublin­II­VO)  –  ein  Ersuchen  um  Wiederaufnahme  der  Beschwerdeführenden an Italien sandte,

D­6313/2011 dass  dieses Ersuchen  von  italienischer Seite  innert massgeblicher  Frist  nicht beantwortet wurde,  dass die italienischen Behörden dem Ersuchen um Wiederaufnahme der  Beschwerdeführenden am 7. November 2011 entsprachen,  dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  15.  November  2011  –  eröffnet  am      16.  November  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch  der Beschwerdeführenden nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  nach  Italien  anordnete  und  festhielt,  einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  komme  keine  aufschiebende Wirkung zu,  dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder  Verlängerung  der  Frist  –  bis  spätestens  am  20.  April  2012  zu  erfolgen  habe, dass  das  BFM  in  seinem  Entscheid  –  unter  Verweis  auf  die  Bestimmungen  zum  Dublin­Verfahren,  den  vorgängigen  Aufenthalt  der  Beschwerdeführenden in Italien und das an Italien gerichtete Gesuch um  Wiederaufnahme,  zu  dem  Italien  innert  Frist  keine  Stellung  genommen  hat – auf die Zuständigkeit  Italiens  für die Behandlung der Asylgesuche  verwies, dass  es  festhielt,  die  Beschwerdeführenden  hätten  keine  relevanten  Argumente gegen die beabsichtigte Überstellung vorbringen können,  dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs  zu  bejahen seien, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  21.  November  2011  (Datum  der  Postaufgabe)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben, dass  sie  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die  Durchführung eines nationalen Verfahrens  (in der Schweiz), eventualiter  die  Rückweisung  der  Sache  an  das  BFM  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts,  den  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  sowie  die  unentgeltliche  Prozessführung  (Art.  65  Abs.  1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember  1968  [VwVG,  SR  172.021]) samt Entbindung von der Vorschusspflicht beantragten,

D­6313/2011 dass  die  Beschwerdeführerin  zur  Begründung  anführte,  in  Italien  Asyl  erhalten zu haben,  dass  das  BFM  in  Anbetracht  ihres  Status  demnach  zu  Unrecht  einen  Nichteintretensentscheid gestützt auf die Dublin­Verordnung gefällt habe,  dass  die  Beschwerdeführenden  im  Zusammenhang  mit  dem  Eventualbegehren  geltend  machten,  zur  Gruppe  der  verletzlichen  Personen zu gehören,  dass  ihnen  ein  erneuter  Aufenthalt  in  Italien  aufgrund  der  dortigen  prekären  Situation  für  Asylsuchende  und  Dublin­Rückkehrer  nicht  zuzumuten sei, dass gemäss übereinstimmenden Berichten eine adäquate medizinische  Betreuung nicht gewährleistet sei,  dass generell von sehr schwierigen Aufenthaltsbedingungen auszugehen  sei,  dass  diese  Einschätzungen  durch  aktuelle  Publikationen  bestätigt  würden, dass sich die Situation durch zunehmende Migration aus Nordafrika noch  akzentuiere,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22.  November  2011  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet, ausser bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsgesuches  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (vgl.  dazu  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  und  33   des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder  das AsylG nichts anderes bestimmen (vgl. Art. 37 VGG sowie Art. 6 und  105 AsylG),

D­6313/2011 dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),  dass  auf  die  frist­  und  formgerechte  Eingabe  der  legitimierten  Beschwerdeführenden einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52  VwVG sowie Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  die  Beschwerde  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  offensichtlich  unbegründet  ist, weshalb darüber  in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  zu  entscheiden  ist  (Art. 111  Bst. e  AsylG), dass  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der  Entscheid  nur  summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), dass mit dem Entscheid  in der Hauptsache die Anträge auf Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  im  Sinne  von  Art.  107a  AsylG,  Aussetzung  des  Wegweisungsvollzugs  und  Kostenvorschussverzicht gegenstandslos werden, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),  dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  dem  dokumentierten  Eurodac­ Treffer in Italien am _______ ein Asylgesuch stellte beziehungsweise als  Asylsuchende erfasst wurde und von dort kommend zusammen mit ihren  Kindern in die Schweiz einreiste,  dass  bei  dieser  Sachlage  –  entsprechend  den  vom  BFM  angerufenen  Bestimmungen  zum  Dublin­Verfahren,  auf  welche  anstelle  einer  Wiederholung zu verweisen  ist –  Italien  für die Prüfung der Asylanträge  der Beschwerdeführenden grundsätzlich zuständig ist, dass die Beschwerdeführerin in der Beschwerde geltend macht, sie sei in  Italien asylberechtigt, weshalb die Dublin­II­VOnicht anwendbar sei,  dass  die  Beschwerdeführerin  es  bis  heute  unterlassen  hat,  ihren  angeblichen Flüchtlingsstatus in Italien mit Dokumenten zu untermauern,

D­6313/2011 dass  das BFM die  italienischen Behörden  am 5. Oktober  2011 gestützt  auf  Art.  16  Abs.  1  Bst.  e  Dublin­II­VO  um  Wiederaufnahme  der  Beschwerdeführenden ersuchte,  dass  die  Vorinstanz  im  Begleittext  darauf  hinwies,  die  Beschwerdeführerin  habe angegeben,  in  Italien als Flüchtling anerkannt  worden  zu  sein  und  es  sei  ihr  eine  Aufenthaltsbewilligung  ausgestellt  worden,  dass  Italien  das  Ersuchen  des  BFM  um  Übernahme  der  Beschwerdeführenden  innert  der  vorliegend  massgeblichen  Frist  von  zwei Wochen nicht beantwortete,  dass unter diesen Voraussetzungen davon ausgegangen werden konnte,  Italien  habe  seine  Zuständigkeit  gemäss  Dubliner  Verfahrensregelung  aufgrund  der  sogenannten  Verfristung  akzeptiert  (Art.  20  Abs.  1  Bst.  b  und c Dublin­II­VO),  dass so die Grundlage für einen Nichteintretensentscheid  in Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  entgegen den Beschwerdevorbringen ohne weiteres gegeben ist,  dass  unter  diesen  Umständen  offen  bleiben  kann,  ob  die  Beschwerdeführerin  überhaupt  legitimiert  wäre,  die  in  Anwendung  der  Bestimmungen  der  Dublin­II­VO  ermittelte  Zuständigkeit  von  Italien  zu  bestreiten (vgl. BVGE 2010/27),  dass  im  Übrigen  die  italienischen  Behörden  dem  Ersuchen  um  Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden am 7. November  2011 und  mithin verspätet noch ausdrücklich entsprachen, dass  sich die  italienischen Behörden dabei  auf Art.  16 Abs.  2 Dublin­II­ Verordnung  bezogen,  was  zwar  die  vorgängige  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  an  die  Beschwerdeführenden  impliziert,  die  Anerkennung als Flüchtling jedoch grundsätzlich ausschliesst,  dass  Italien  Signatarstaat  sowohl  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (FK, SR 0.142.30)  als  auch der  EMRK  ist und vorliegend keine Hinweise darauf bestehen,  Italien würde  sich  im Falle der Beschwerdeführenden nicht an seine völkerrechtlichen  Verpflichtungen halten,

D­6313/2011 dass  sich  das  italienische  Asylsystem  aufgrund  der  jüngsten  Entwicklungen  im  nordafrikanischen  Raum  verbunden  mit  erhöhtem  Zustrom  von  Asylsuchenden  zwar mit  erheblichen  Kapazitätsproblemen  konfrontiert  sieht  und  die  diesbezüglichen  Beschwerdevorbringen  daher  nachvollziehbar erscheinen,  dass  Italien  aufgrund  seiner  Zustimmung  indes  verpflichtet  ist,  über  die  Asylgesuche der Beschwerdeführenden zu befinden, und keine konkreten  Hinweise  dafür  bestehen,  der  italienische  Staat  würde  den  Zugang  zu  einem funktionierenden Asylverfahren nicht gewährleisten,  dass  Asylsuchende  in  Italien  bei  der  Unterkunft,  der  Arbeit  und  dem  Zugang  zur  medizinischen  Infrastruktur  zwar  gewissen  Schwierigkeiten  ausgesetzt  sein  können,  wobei  sich  bereits  vorbestandene  Kapazitätsprobleme in der jüngsten Zeit akzentuiert haben dürften,  dass jedoch auch unter Berücksichtigung dieser Umstände entgegen den  Beschwerdevorbringen  kein  konkreter Anlass  zur Annahme besteht,  die  Beschwerdeführenden  gerieten  nach  der  Rückführung  in  Italien  in  eine  existenzielle  Notlage,  zumal  gemäss  Kenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  neben  staatlichen  Behörden  auch  private  Hilfsorganisationen Dublin­Rückkehrende unterstützen, dass  Italien  im  Übrigen  an  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom 27.  Januar  2003  zur  Festlegung  von Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von Asylsuchenden in den Mitgliedstaaten (Aufnahmerichtlinie) gebunden  ist  und  demnach  dafür  besorgt  sein  muss,  den  Asylsuchenden  ein  menschenwürdiges Leben zu ermöglichen,  dass die Beschwerdeführenden ihren Rekurs auch mit der medizinischen  Versorgung  vor  Ort  begründen,  aber  keine  konkreten  Leiden  geltend  machen,  weshalb  auch  in  diesem  Lichte  besehen  keine Gründe  gegen  die  Rückführung  nach  Italien  sprechen,  zumal  allfällige  Krankheiten  ohnehin in Italien abgeklärt und grundsätzlich behandelt werden können,  dass  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  der  Nichteintretensentscheid  in Anwendung von Art. 34 Abs. Bst. d AsylG zu bestätigen ist,  dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des  Dublin­Verfahrens  entspricht  und  von  daher  im  Einklang  mit  der  Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht (vgl. BVGE 2010/45 E. 10.2),

D­6313/2011 dass in diesem Sinne das BFM den Vollzug der Wegweisung nach Italien  zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,  dass nach den vorstehenden Erwägungen kein Anlass zur Ausübung des  Selbsteintrittsrechts  im  Sinne  von  Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO  (weder  wegen  einer  drohenden  Verletzung  von  Völkerrecht  noch  aus  humanitären Gründen; vgl. BVGE E 7221/2009 vom 10. Mai 2011 E. 4 ff.)  besteht  respektive  bestand,  womit  die  angefochtene  Verfügung  zu  bestätigen  und  die  eingereichte  Beschwerde  als  offensichtlich  unbegründet abzuweisen ist,  dass das Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da  sich die Beschwerde von Anfang an als aussichtslos erwiesen hat,  dass die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– den Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (vgl.  dazu  Art. 63  Abs.  1  VwVG  sowie  Art. 1­3  des  Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite)

D­6313/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen.  3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.  4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber Versand:

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