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Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-5223/2011

17 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·787 parole·~4 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch (Safe Country) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 13. September 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­5222/2011; D­5223/2011/sps Urteil   v om   1 7 .   No v embe r   2011 Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), Richter Bruno Huber, Richter Bendicht Tellenbach; Gerichtsschreiber Patrick Weber. Parteien 1. A._______, geboren am _______, dessen Ehefrau B._______, geboren am _______, (D­5223/2011; _______), sowie deren Sohn  2. C._______, geboren am _______,  (D­5222/2011; _______), Serbien,  alle vertreten durch _______,  Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügungen des BFM vom 13. September 2011 / _______.

D­5222/2011; D­5223/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  die  Beschwerdeführenden  erstmals  am  22.  Februar  2010  in  der  Schweiz um Asyl nachsuchten,  dass das BFM die Gesuche mit Verfügung vom 8. Juni 2010 abwies und  die  Wegweisung  sowie  den  Wegweisungsvollzug  nach  Serbien  anordnete,  dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwerde  mit Urteil vom 15. Juli 2010 abwies,  dass  die  Vorinstanz  auf  das  Wiedererwägungsgesuch  der  Beschwerdeführenden  vom  10.  August  2010  mit  Entscheid  vom  17.  September 2010 nicht eintrat,  dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwerde  mit Urteil vom 18. November 2010 abwies, dass  die  Beschwerdeführenden  am  1.  März  2011  nach  Serbien  ausgeschafft wurden,  dass die Beschwerdeführenden ihr Heimatland am 8. August 2011 erneut  verliessen und am 9. August 2011  in die Schweiz gelangten, wo sie am  selben Tag erneut Asylgesuche stellten, dass sie dazu am 19. August (Beschwerdeführende 1) beziehungsweise  26.  August  2011  (Beschwerdeführer  2)  summarisch  befragt  und  am         6. September 2011 einlässlich angehört wurden, dass  die  Beschwerdeführenden  im  Wesentlichen  geltend  machten,  der  Ethnie der Roma anzugehören und aus _______ zu stammen,  dass  der  Ehemann  darlegte,  wegen  seiner  Ethnie  von Serben  beleidigt  und eingeschüchtert worden zu sein,  dass sein Sohn von Serben massiv geschlagen worden sei,  dass er seine Gattin am 19. April 2011 zu einem Psychiater gebracht und  bei der Rückkehr die Wohnung geplündert vorgefunden habe,  dass die Polizei auf seine Meldung hin nichts unternommen habe, 

D­5222/2011; D­5223/2011 dass seine Tochter am 22. Mai 2011 wegen der geschilderten Situation  ihr Zuhause verlassen habe und seither unbekannten Aufenthalts sei, dass er am 20. Juli 2011 mit seinem Sohn als Taglöhner gearbeitet habe,  dass er bei der Rückkehr nach Hause drei Polizisten und seine verletzte  Frau vorgefunden habe,  dass  ihn  die  Polizisten  ausgelacht  und  darauf  hingewiesen  hätten,  der  Sanitätsnotdienst sei avisiert worden,  dass  seine  Frau  zuvor  durch  drei  ihr  unbekannte  Personen  überfallen  worden sei und Vergewaltigungen erlitten habe, dass  sie  ins  Spital  gebracht  und  nach  fünf  Tagen  aus  der  Spitalpflege  entlassen worden sei,  dass  sie  aus  Angst  vor  weiteren  Repressalien  seither  nicht  mehr  zuhause, sondern unter Brücken und in Wäldern gelebt hätten,  dass  die  Ehefrau  vorbrachte,  wegen  medizinischer  Beschwerden  in  ärztlicher Behandlung gestanden zu sein,  dass  sie  Medikamente  erhalten  und  bei  einem  Psychologen  eine  Therapie gemacht habe,  dass sie am 20. Juli 2011 durch drei unbekannte Personen überfallen und  mit dem Tode bedroht worden sei,  dass sie Vergewaltigungen erlitten habe,  dass sie fünf Tage lang im Spital behandelt worden sei,  dass  der  Sohn  darlegte,  wegen  seiner  Ethnie  von  Serben  diskriminiert,  geschlagen und beleidigt worden zu sein,  dass er bei einer solchen Attacke auf offener Strasse verletzt worden und  für  die  Rückkehr  nach  Hause  auf  die  Hilfe  von  Roma­Freunden  angewiesen gewesen sei,  dass er am 20. Juli 2011 mit seinem Vater als Taglöhner gearbeitet habe, 

D­5222/2011; D­5223/2011 dass er bei der Rückkehr nach Hause seine Mutter blutend und weinend  vorgefunden habe,  dass ihr Haus geplündert worden sei,  dass die Polizei erschienen und die Mutter mit einen Krankenwagen  ins  Spital gebracht worden sei,  dass die Familie in der Folge nicht mehr zuhause habe leben können, dass  die  Beschwerdeführenden  aus  den  genannten  Gründen  erneut  in  die Schweiz geflohen seien,  dass die Beschwerdeführenden drei Arztberichte und einen Polizeibericht  als Beweismittel einreichten,  dass  das  BFM mit  separaten  Verfügungen  vom  13.  September  2011 –  eröffnet  am  selben  Datum  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.1  des  Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug  anordnete, dass die Beschwerdeführenden mit Eingaben ihrer Rechtsvertretung vom   20.  September  2011  (zunächst  per  Telefax)  beim  Bundesverwaltungsgericht Beschwerden einreichten, dass sie die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, Eintreten auf ihre   Asylgesuche,  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  respektive  Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verbunden mit der vorläufigen  Aufnahme  in  der  Schweiz,  eventualiter  die  Rückweisung  der  Sache  an  das BFM  zur Neubeurteilung,  die  Koordination  ihrer  Verfahren  sowie  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  samt Entbindung von der Vorschusspflicht beantragten, dass  der  Eingabe  Berichte  zur  Situation  vor  Ort  beilagen  (vgl.  die  Auflistung auf S. 6 der Beschwerde),  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügungen  vom       23.  September  2011  die Koordination  der  beiden Verfahren  in  Aussicht  stellte, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete, betreffend  Entscheid  über  die  Gesuche  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember  1968  (VwVG, 

D­5222/2011; D­5223/2011 SR 172.021) auf einen späteren Zeitpunkt verwies und die Vorinstanz zur  Vernehmlassung einlud,  dass  das BFM  in  seinen Stellungnahmen  vom 28. September  2011 die  Abweisung der Beschwerden beantragte,  dass die vorinstanzlichen Stellungnahmen den Beschwerdeführenden am  3. Oktober 2011 zur Kenntnis gebracht wurden,  dass auf die vorinstanzlichen Argumente, die Beschwerdevorbringen und  die  Beilagen  –  soweit  erforderlich  –  in  den  nachfolgenden Erwägungen  einzugehen ist, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  die  Beschwerdeführenden  an  den  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen haben,  durch  die  angefochtenen Verfügungen  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerden legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichten  Beschwerden  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass die Verfahren D­5222/2011 und D­5223/2011 aufgrund ihres engen  persönlichen und sachlichen Zusammenhangs vereinigt werden, dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

D­5222/2011; D­5223/2011 dass das BFM den Nichteintretensentscheid  gestützt  auf Art.  34 Abs.  1  AsylG getroffen hat, dass  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  in  solchen  Verfahren  grundsätzlich  auf  die Frage beschränkt  ist,  ob  die Vorinstanz  zu Recht auf die Asylgesuche nicht eingetreten ist, dass  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der vormaligen  Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 24 E. 2.1. S.  240 f.), dass  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  deren  Vollzugs  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in  Verbindung  mit  Art. 83  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch materiell  zur Sache zu äussern hatte, dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten  nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (sogenannte  Safe  Countries)  nicht  eingetreten wird,  ausser  es gebe Hinweise auf  eine Verfolgung  (Art.  34  Abs. 1 AsylG), dass der Bundesrat mit Beschluss vom 1. April 2009 Serbien zum Safe  Country  im  Sinne  von  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  erklärt  hat  und  von  dieser  Einschätzung  im Rahmen  der  periodischen  Prüfung  (vgl.  Art.  6a     Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist, dass  somit  vorliegend  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheides auf  der Grundlage  von Art.  34 Abs.  1 AsylG  erfüllt ist, dass in einem zweiten Schritt die materielle Bedingung des Fehlens von  Verfolgungshinweisen zu prüfen ist, wobei gemäss Praxis derselbe weite  Verfolgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG  zur  Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen  vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte  Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2 

D­5222/2011; D­5223/2011 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5  E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247), dass  dabei  ein  im  Vergleich  zum  –  bereits  erleichterten  –  Beweismass  des Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzuwenden  ist  und  auch  bei  Asylsuchenden  aus  einem  verfolgungssicheren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden muss,  sobald  in  den  Akten  Hinweise  auf  Verfolgung  (im  soeben  erläuterten  Sinn)  zu  verzeichnen  sind,  deren  Unglaubhaftigkeit  nicht  schon  auf  den  ersten  Blick erkannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3. S. 16 f.), dass das BFM  insbesondere erwog, die  von den Beschwerdeführenden  geltend gemachten Vorbringen wie namentlich die erlittenen Schläge, der  Überfall  und  die  Vergewaltigung  stellten  Straftatbestände  dar,  welche  durch die Behörden in Serbien grundsätzlich geahndet würden,  dass jedoch praxisgemäss die Fragen, ob die Beschwerdeführenden bei  (übergeordneten) Behörden des Heimatstaates  allenfalls  um Schutz  vor  Übergriffen  ersuchen  und  solchen  auch  erhalten  könnten,  grundsätzlich  materiell im Rahmen eines ordentlichen Verfahrens hätte geprüft werden  müssen (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c S. 35 f.), dass dies umso mehr gelten muss, als die Vorinstanz ihrerseits ausführt,  gewisse  Behördenvertreter  würden  trotz  Insistierens  keine  Untersuchungsmassnahmen einleiten, dass  die  Aussagen  zur  Asylbegründung  der  drei  angehörten  Beschwerdeführenden sodann im Kern nicht divergieren, dass Übergriffe  auf  Angehörige  ethnischer Minderheiten wie  namentlich  Roma  in Serbien  unbestrittenerweise  vorgekommen  sind  und  sich  nach  wie vor ereignen können,  dass die Vorinstanz denn auch in der Verfügung den Beschwerdeführer 2  betreffend  keinerlei  Unglaubhaftigkeitselemente  anführte  und  damit  offenbar von der Glaubhaftigkeit der Vorbringen ausging, dass die Vorinstanz  zwar  in der Verfügung die Beschwerdeführenden 1  betreffend  an  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  Zweifel  äusserte  und namentlich die vorgebrachte Vergewaltigung in Frage stellte, 

D­5222/2011; D­5223/2011 dass sie es jedoch unterliess aufzuzeigen, dass die Vorbringen auch dem  tiefen Massstab von Hinweisen auf Verfolgung im Sinne der aufgeführten  Praxis nicht genügen würden, dass die Vorinstanz dabei überdies erwog, die eingereichten Beweismittel  vermöchten  nicht  zu  überzeugen,  da  die  Schwägerin  (_______)  der  Beschwerdeführerin  ihre  Vorbringen  mit  "äusserst  ähnlichen  Dokumenten" zu belegen versuche,  dass solche auffälligen Ähnlichkeiten zwar tatsächlich bestehen, dass das BFM bei dieser Sichtweise beziehungsweise Sachlage  jedoch  gehalten gewesen wäre, vor Entscheidfällung Gelegenheit einzuräumen,  zum möglicherweise fraglichen Beweiswert der Dokumente aufgrund des  Vergleichs  mit  Dokumenten  in  einem  anderen  Asyldossier  Stellung  zu  nehmen,  dass  das  BFM  dies  unterlassen  hat  und  der  die  Eheleute  betreffende  Entscheid  demnach  –  soweit  er  sich  überhaupt  zur  Frage  der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  äussert  –  mit  einer  Gehörsverletzung  behaftet ist,  dass die angefochtenen Verfügungen unter den gegebenen Umständen  Bundesrecht  verletzen  und  eine  Heilung  auf  Beschwerdeebene  bei  der  gegebenen  Aktenlage  bereits  angesichts  des  zusätzlichen  Instruktionsaufwandes nicht in Betracht zu ziehen ist,  dass bei dieser Sachlage auf die übrigen Argumente in den Beschwerden  nicht näher einzugehen ist,  dass  die  Beschwerden  somit  gutzuheissen,  die  angefochtenen  Verfügungen  vom 13. September  2011 aufzuheben und  die  rubrizierten  Verfahren an das BFM zur Neubeurteilung zurückzuweisen sind, dass  bei  diesem  Ausgang  der  (vereinigten)  Verfahren  keine  Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),  dass  die  Beschwerdeführenden  als  obsiegende  Parteien  Anspruch  auf  Entschädigung  für  die  ihnen  durch  das  Beschwerdeverfahren  erwachsenen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten  haben  (Art. 64  Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 

D­5222/2011; D­5223/2011 über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass  seitens  der  Rechtsvertretung  keine  Kostennote  eingereicht  wurde  (Art. 14 Abs. 1 VGKE), weshalb die Parteienschädigung (Art. 8 ff. VGKE)  aufgrund  der  Akten  festzusetzen  und  auf  insgesamt  Fr.  1200.­  (inkl.  Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen  ist  (Art. 14 Abs. 2 und Art.  10 Abs. 2 VGKE),  dass das BFM anzuweisen ist, den Beschwerdeführenden diesen Betrag  als Parteientschädigung auszurichten. (Dispositiv nächste Seite)

D­5222/2011; D­5223/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerden werden gutgeheissen.  2.  Die Verfügungen vom 13. September 2011 werden aufgehoben und die  rubrizierten Verfahren zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen. 3.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  4.  Das  BFM  wird  angewiesen,  den  Beschwerdeführenden  eine  Parteientschädigung von Fr. 1200.­ zu entrichten. 5.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber Versand:

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