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Bundesverwaltungsgericht 27.07.2011 D-4109/2011

27 luglio 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·984 parole·~5 min·1

Riassunto

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 14. Juli 2011

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4109/2011 Urteil   v om   2 7 .   Juli   2011 Besetzung Einzelrichter Bendicht Tellenbach, mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; Gerichtsschreiber Daniel Merkli. Parteien A.________ geboren (…)  und deren Sohn  B.________ geboren (…)  Nigeria, beide vertreten durch C.________ Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom 14. Juli 2011 / N________.

D­4109/2011 Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  (BGG, SR 173.110), des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerin­ nen und Ausländer (AuG, SR 142.20), der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische  Menschenrechtskonvention [EMRK, SR 0.101]), des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention [FK, SR 0.142.30]), des  Übereinkommens  vom  20. November  1989  über  die  Rechte  des  Kindes (KRK, SR 0.107), des Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und Verfahren  zur Bestimmung des  zuständigen Staates  für  die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA,  SR  0.142.392.68]), der  Verordnung  (EG) Nr.  343/2003  des Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 

D­4109/2011 Drittstaatsangehöri­gen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig ist (Dublin­II­VO), der  Verordnung  (EG)  Nr.  1560/2003  der  Kommission  vom                    2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin­II­VO  (DVO Dublin), des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä­ digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2), stellt fest und erwägt,  dass  die  Beschwerdeführerin  zusammen  mit  ihrem  religiös  angetrauten Ehemann D.______ am 14. April 2011 in der Schweiz um  Asyl nachsuchte, dass sie im Rahmen der summarischen Befragung vom 19. April 2011  im E._______ unter anderem angaben, sich vor der  illegalen Einreise  in die Schweiz zweieinhalb Jahre in Italien aufgehalten zu haben (vgl.  BFM­Protokoll A11 S. 6), dass  das  BFM  gestützt  auf  diese  Aussagen  und  der  Eurodac  Treffer  vom (…) der Beschwerdeführerin und D._______ das rechtliche Gehör  zu einer Wegweisung nach Italien gewährte, dass diese angaben, in Italien gebe es keine Arbeit (vgl. A11 S. 6; A10  S. 6), dass das BFM am 11. Mai 2011 in Anwendung von Art. 16 Abs. 1 Bst.  e  Dublin­II­VO  die  italienischen  Behörden  um  Rückübernahme  der  Beschwerdeführerin und D.______ ersuchten (vgl. A16 und A18), dass  bis  zum  Ablauf  der  Verwirkungsfrist  keine  Stellungnahme  der  italienischen Behörden erfolgte, dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  15.  Juni  2011  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführerin und D.________ vom 14. April  2011 nicht eintrat  und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug  nach Italien anordnete, 

D­4109/2011 dass die italienischen Behörden am 21. Juni 2011 dem BFM mitteilten,  dass D.________ in Italien als Flüchtling anerkannt sei,  dass  gleichentags  der  Sohn  der  Beschwerdeführerin  D._______  geboren wurde, dass  das  BFM  am  22.  Juni  2011  die  Verfügung  vom  15.  Juni  2011  wiedererwägungsweise aufhob, dass  es mit  Verfügung  vom  14.  Juli  2011  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin vom  14.  April  2011  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  und  deren Sohnes D.________  aus  der Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  nach  Italien  anordnete,  wobei  die  Überstellung  ­  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung  oder  Verlängerung (Art. 19f Dublin­II­VO) ­ bis spätestens am 26. November  2011 zu erfolgen habe, dass  gleichzeitig  festgestellt  wurde,  einer  allfälligen  Beschwerde  komme keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 107a AsylG), dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  ihrer  Rechtsvertreterin  vom  21.  Juli  2011  an  das  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Ent­scheid  fristgerecht  Beschwerde  erhoben  und  in  verfahrensrechtlicher Hinsicht unter anderem darum ersuchten, es sei  im  Sinne  einer  vorsor­glichen  Massnahme  der  vorliegenden  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  zu  erteilen  und  –  unter  Verzicht  auf  das  Erheben  eines  Kostenvorschusses  –  die  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  zu  gewähren, dass  in  der  Beschwerde  unter  Einreichung  eines  Schreibens  des  F._______  vom  (….)  darauf  hingewiesen  wurde,  der  Sohn  der  Beschwerdeführerin  leide  an  einem  Geburtsgebrechen  und  es  sei  ein  handchirurgischer Eingriff geplant,  dass unter Einreichung einer Medienmitteilung der SFH vom 18. Juli 2011  und  dem  Hinweis  auf  verschiedene  andere  Berichte  geltend  gemacht  wurde,  der  Beschwerdeführerin  und  ihrem  Kleinkind  als  verletzliche  Personen  sei  eine Rückkehr  nach  Italien  nicht  zuzumuten,  da  dort  eine  entsprechende  Unterbringung  und  medizinische  Betreuung  nicht  gewährleistet  sei,  eine  Einschätzung,  die  durch  die  Tatsache,  dass  der 

D­4109/2011 Ehemann der Beschwerdeführerin  in  Italien als Flüchtling anerkannt sei,  nicht in Frage gestellt werde,  dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22.  Juli  2011  per  Telefax  beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  ge­ gen Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des BFM  auf  dem Gebiet  des Asyls  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art.105 AsylG i.V.m. Art. 31­33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass  die  Beschwerde  frist­  und  formgerecht  eingereicht  wurde,  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art.  108  AsylG  sowie  Art.  105  AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG), dass mit  Beschwerde  die Verletzung  von Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs.  1  AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art.  32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt  ist, ob die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent­ scheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidun­gen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen  Asylrekurs­kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters oder einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e  AsylG),

D­4109/2011 dass  es  sich  vorliegend, wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist,  wobei  auf  die  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung verwiesen werden kann (vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die  Durchführung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass  das BFM gestützt  auf Art.  10 Abs.  2 Dublin­II­VO  Italien  für  die  Prüfung  des  am  14.  April  2011  in  der  Schweiz  eingereichten  Asylgesuchs der Beschwerdeführerin erachtet hat,  dass  die  italienischen Behörden  das  Ersuchen  der  Schweizer  Behör­ den  um  Rückübernahme  der  Beschwerdeführerin  innert  zweier  Wochen  nicht  beantwortet  haben,  womit  die  Zuständigkeit  Italiens  gemäss  Dubliner  Verfahrensregelung  aufgrund  der  sogenannten  Verfristung definitiv  geworden  ist  (vgl. Art.  20 Abs.  1 Bst.  c Dublin­II­ VO), dass  Italien Signatarstaat  sowohl  der  FK  als  auch  der  EMRK  ist  und  keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich  Italien nicht an  die daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen hält, dass von der Behandelbarkeit allfälliger medizinischer Schwierigkeiten  in Italien ausgegangen werden kann,  dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  auf  die  Möglichkeit  eines  Gesuches  um  Familiennachzug  des  in  Italien  als  Flüchtling anerkannten Ehemannes hingewiesen hat, dass an dieser Einschätzung die Vorbehalte in der Beschwerde nichts  zu ändern vermögen, dass  nämlich  festzuhalten  ist,  dass  Asylsuchende  in  Italien  bei  der  Unterkunft, der Arbeit und dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur  zwar gewissen Schwierigkeiten ausgesetzt sein können, dass  hinsichtlich  verschiedener  Berichte  zu  den  Aufnahme­  und  Lebensbedingungen  für  asylsuchende  respektive  bereits  als  Flüchtlinge  anerkannte  Personen  in  Italien  festzustellen  ist,  dass  die  italienischen 

D­4109/2011 Behörden seit geraumer Zeit mit einer grossen Anzahl von Einwanderern  aus  nordafrikanischen  Staaten  konfrontiert  sind,  was  immer  wieder  zu  Kapazitätsengpässen bei den Aufnahmezentren führt, dass  indessen  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den  Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen  Aufenthalts­  und  Lebensbedingungen  ­  eine  Betreuung  durch  die  italienischen Behörden oder durch die privaten karitativen Organisationen  ist  nicht  in  jedem Fall  gewährleistet  ­  nicht  zum Schluss gelangt,  Italien  verletze  nachgewiesenermassen  in  systematischer  Weise  die  Richtlinie  Nr. 2003/9/EG, dass  nach  Kenntnis  des  Bundesverwaltungsgerichts  Dublin­Rück­ kehrende  und  ­  wie  vorliegend  die  Beschwerdeführerin  ­  verletzliche  Personen  mit  einem  kleinen  Kind  bezüglich  Unterbringung  von  den  italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und sich neben den  staatlichen  Strukturen  auch  zahlreiche  private  Hilfsorganisationen  der  Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, dass  es  vorliegend  der  Beschwerdeführerin  nicht  gelungen  ist,  eine  einzelfallspezifische  besondere  Verletzlichkeit  nachzuweisen,  aufgrund  derer geschlossen werden könnte, ihr und ihrem Kind drohe in Italien eine  unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK, dass  sich  aus  den  Akten  keinerlei  Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  Italien  halte sich nicht an das Übereinkommen vom 20. November 1989 über die  Rechte des Kindes (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER / ANDREA SPRUNG, Dublin­ II­Verordnung, 3. Aufl., Wien/Graz 2010, Kommentar Nr. 8 zu Art. 6 Seite  90), dass es Sache des BFM sein wird, die italienischen Behörden anlässlich  der  Bekanntgabe  des  Datums  der  Überstellung  schriftlich  über  die  Zugehörigkeit  der  Beschwerdeführerin  und  ihres  Kindes  zu  einer  verletzlichen Personengruppe zu informieren, dass  sich  vor  diesem  Hintergrund  der  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig erweist (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  im Rahmen einer Gesamtabwägung aller  relevanten Umstände  im  konkreten Einzelfall keine Gründe ersichtlich sind, die eine Wegweisung  aus  humanitärer  Sicht  als  unangemessen  erscheinen  lassen  (vgl.  Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts E­7221/2009 vom 10. Mai 2011),

D­4109/2011 dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  einer  Überstellung  der  Beschwerdeführerin und ihres Kindes nach Italien weder völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  noch  humanitäre Gründe  entgegenstehen,  weshalb  die  Souveränitätsklausel  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  nicht  zur  Anwendung  gelangt  und  folglich  das BFM  zu Recht  in  Anwendung  von  Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch  in der Regel die Wegwei­ sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs.1 AsylG), vorliegend  der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An­ spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht  ange­ ordnet wurde, dass im Rahmen des Dublin­Verfahrens, bei dem es sich um ein Über­ stellungsverfahren  in den  für die Prüfung des Asylgesuches zuständi­ gen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmass­ nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 AuG, dass  eine  entsprechende Prüfung  –  soweit  notwendig  –  vielmehr  be­ reits  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  stattfinden  muss  (vgl.  vor­ stehende Erwägungen), dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtete, dass  die  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  darzutun  vermögen,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  abzuweisen ist, dass die eingereichte Beschwerde als aussichtslos erschien, weshalb  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­  (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE) den Beschwer­ deführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

D­4109/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.  3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.  4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführenden,  das BFM und die zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Bendicht Tellenbach Daniel Merkli Versand:

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