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Bundesverwaltungsgericht 27.01.2012 D-250/2012

27 gennaio 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,927 parole·~10 min·1

Riassunto

Flughafenverfahren (Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Flughafenverfahren); Verfügung des BFM vom 10. Januar 2012

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­250/2012 Urteil   v om   2 7 .   J a nua r   2012 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;  Gerichtsschreiberin Regula Frey. Parteien A._______, geboren B._______, Serbien,  C._______, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Flughafenverfahren);  Verfügung des BFM vom 10. Januar 2012 / N_______.

D­250/2012 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer,  ein  serbischer  Staatsangehöriger,  gemäss  den Akten am 21. Dezember 2011 auf dem Flughafen D._______ eintraf,  wo er am folgenden Tag ein Asylgesuch einreichte, dass  er  sich  gemäss  eigenen  Angaben  bereits  Ende  2010  beziehungsweise Anfang 2011 in der Schweiz aufgehalten habe,  dass ihm gemäss Bericht der E._______ nach seiner damaligen Ankunft  in  F._______  der  Weiterflug  nach  G._______  am  15.  Januar  2011  verweigert  respektive  ihm  lediglich  die Weiterreise  zu  einer  Tante  nach  H._______ erlaubt wurde, dass  er  anschliessend  eigenen  Angaben  zufolge  nach  I._______  und  H._______ gereist sei, wo er jeweils um Asyl ersucht habe, dass  er  im  Juni  2011  von  H._______  aus  freiwillig  nach  Serbien  zurückgekehrt  und  am  21.  Dezember  2011  auf  dem  Luftweg  von  J._______ nach F._______ gereist sei, dass das BFM mit Verfügung vom 22. Dezember 2011 die Einreise in die  Schweiz vorläufig verweigerte und dem Beschwerdeführer  für die Dauer  von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens D._______ als  Aufenthaltsort zuwies, dass er durch den Dienst Flughafenverfahren des BFM am 24. Dezember  2011  summarisch  befragt  und  am  4.  Januar  2012  zu  den  Asylgründen  vertieft angehört wurde, dass der Beschwerdeführer gemäss Begleitschreiben der E._______ vom  24.  Dezember  2011  bei  der  summarischen  Befragung  mehrmals  habe  unterbrochen  werden  müssen,  weil  er  verwirrte  und  ungereimte  Antworten  gegeben  habe  und  viele  Aussagen  von  einem  Verfolgungswahn zeugen würden, dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen vorbrachte, er und seine Familie seien seit den neunziger  Jahren von den serbischen Sicherheitsbehörden verfolgt und beschattet  worden,

D­250/2012 dass  er  an  Demonstrationen  gegen  Milosevic  teilgenommen  und  regimekritische Bemerkungen geäussert habe,  dass  ihm  und  seinen  Familienangehörigen  vorgeworfen  werde,  für  ausländische Geheimdienste zu arbeiten, dass  Kriminelle,  welche  für  die  Regierung  arbeiten  würden,  sowie  rechtsextremistische Nationalisten ihn bedroht hätten, dass  auch  muslimische  Terroristen  aus  Bosnien  ihm  aus  unbekannten  Gründen nach dem Leben trachten würden, dass er von seinen Verfolgern telefonische Drohungen erhalten habe und  es  zu  verbalen  wie  physischen  Zusammenstössen  auf  der  Strasse  gekommen sei und man ausserdem versucht habe, ihn umzubringen, dass  er  insbesondere  in  den  neunziger  Jahren  regelmässig  von  den  serbischen  Behörden mitgenommen  und  in  der  Regel  nach  einem  Tag  wieder freigelassen worden sei, dass er überdies fälschlicherweise beschuldigt worden sei, Raubüberfälle  und Vergewaltigungen begangen sowie Waffen an Terroristen geliefert zu  haben,  er  diese  Vorfälle  vergeblich  beim  Ministerium  für  innere  Angelegenheiten gemeldet habe und er über keine Beweismittel verfüge,  um diese Bezichtigungen belegen zu können, dass  der  Beschwerdeführer  seinen  am  16.  Dezember  2009  legal  ausgestellten  Reisepass,  seine  am  28.  September  2011  ebenfalls  in  J._______  legal  ausgestellte  Identitätskarte  sowie  eine  Kopie  seines  staatlichen Sozialversicherungsausweises zu den Akten reichte, dass er überdies zahlreiche Dokumente mit sich  führte  (u.a. Bericht des  Spezialkrankenhauses  für  psychiatrische Krankheiten  in  J._______  vom  29. Juni 2011, Bericht des Gesundheitsdienstes K._______ in J._______  vom 17. Oktober 2011 und einen Boarding Pass für den Flug L._______­ J._______ vom 28. Juni 2011), dass  er  die  Medikamente  (ein  Beruhigungsmittel),  und  (ein  Antidepressivum) auf sich trug und er auf sein gesundheitliches Befinden  angesprochen  erklärte,  er  sei  (gesundheitliche  Situation  des  Beschwerdeführers),

D­250/2012 dass  ihm am 22. Dezember 2011  laut der Auskunft des Medical Centre  des  Flughafens  F._______  vom  4.  Januar  2012  die  Medikamente  (Beruhigungsmittel) und (ein Antidepressivum) verschrieben wurden, dass er mit  schriftlicher Eingabe vom 6.  Januar 2012 an die Vorinstanz  gelangte, um sich nach der Verständlichkeit seiner gemachten Aussagen  anlässlich  der  Anhörung  zu  erkundigen,  da  er  während  der  Anhörung  müde  und  zerstreut  gewesen  sei,  und  er  hinsichtlich  seiner  bereits  vorgebrachten  Ausführungen  ergänzte,  nicht  nur  an  Demonstrationen,  sondern  auch  an  anderen  legalen,  politischen Aktivitäten  teilgenommen  zu  haben,  was  die  serbische  Interpol  und  andere  Behörden  bestätigen  könnten, dass das Bundesamt mit Verfügung vom 10. Januar 2012 – gleichentags  eröffnet  –  in Anwendung  von Art.  34 Abs.  1  des Asylgesetzes  vom 26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  F._______  anordnete,  den  Beschwerdeführer  verpflichtete,  den  Transitbereich –  unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  am  Tage  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  zu  verlassen,  den  Kanton  F._______  mit  dem  Vollzug  der  Wegweisung  beauftragte  und  mit  der  Eröffnung  der  Verfügung Einsicht in die editionspflichtigen Verfahrensakten gewährte, dass das Bundesamt zur Begründung seines Nichteintretensentscheides  auf die Tatsache hinwies, dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März  2009 Serbien als verfolgungssicheren Staat ("safe country") im Sinne von  Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet habe, dass die Bezeichnung eines Landes als  "safe country" die widerlegbare  Vermutung der Verfolgungssicherheit begründe und nach Art. 34 Abs. 1  AsylG  auf  Gesuche  von  Asylbewerbern  aus  solchen  Ländern  nicht  eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung, dass  sich  im  Rahmen  der  Befragungen  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  infolge  festgestellter  Ungereimtheiten  bezüglich  der  geltend gemachten Verfolgung als nicht glaubhaft herausgestellt hätten, dass  namentlich  davon  ausgegangen  werden  könne,  eine  tatsächlich  verfolgte  Person  würde  die  bei  der  summarischen  Befragung  geltend  gemachten  Asylgründe  während  der  einlässlichen  Anhörung  erneut  zur  Sprache  bringen,  um  diese  genauer  darzulegen,  wodurch  der  Wahrheitsgehalt  der  zentralen  Vorbringen,  die  ohne  zwingende Gründe 

D­250/2012 im späteren Verlauf des Verfahrens geltend gemacht würden, zweifelhaft  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  lediglich  bei  der  summarischen  Befragung,  nicht aber bei der Anhörung erwähnt habe, dass versucht worden sei, ihn  umzubringen, und er von muslimischen Terrorleuten aus Bosnien verfolgt  worden sei, dass  desgleichen  anzunehmen  sei,  eine  verfolgte  Person  würde  alle  wesentlichen Ausreisegründe bereits bei der Erstbefragung zur Sprache  bringen,  die  verschiedenen  polizeilichen  Mitnahmen,  welche  prägende  Ereignisse  darstellen  sollten,  vom  Beschwerdeführer  aber  erst  bei  der  direkten Anhörung eingebracht worden seien, dass eine Person, welche über Jahre hinweg auf Grund ihrer politischen  Ansichten  durch  die  eigene  Regierung  verfolgt  werde,  sich  an  alle  möglichen  Institutionen,  insbesondere  auch  an  nationale  und  internationale Menschenrechtsorganisationen wenden würde, um Hilfe zu  beantragen und auf ihre Lage aufmerksam zu machen, dass  der  Beschwerdeführer  soweit  nichts  zur  Verzeigung  der  erlittenen  Behelligungen unternommen habe, ausser dass er sich zwei Mal an das  Ministerium  für  innere  Angelegenheiten  gewandt  habe,  was  kaum  dem  Verhalten einer ernsthaft verfolgten Person entspreche, dass  von  einer  Person,  die  in  ihrer  Heimat  über  Jahre  hinweg  verfolgt  werde  und  welcher  es  gelinge,  den  Verfolgerstaat  zu  verlassen,  zu  erwarten sei, unverzüglich nach der Ankunft  in der Schweiz um Asyl zu  ersuchen, sich der Beschwerdeführer vor ungefähr einem Jahr bereits in  der  Schweiz  aufgehalten  habe,  ohne  hier  um  Asyl  nachzusuchen,  und  erst  anschliessend  jeweils  Asylgesuche  in  I._______  und  in H._______  eingereicht habe, dass sein diesbezüglicher Einwand, er sei dazumal noch der Auffassung  gewesen, die Lage  in seiner Heimat könne sich verändern, eine weitere  Unstimmigkeit  darstelle,  mit  welcher  er  versuche,  diese  zu  seinen  Gunsten  zu  erklären,  was  im  Weiteren  auf  einen  konstruierten  Sachverhalt schliessen lasse, dass  sich  in  casu  die  Frage  stelle,  ob  die  Einnahme  beziehungsweise  Nichteinnahme von Medikamenten oder die diagnostizierte Krankheit eine  zumindest  temporäre  Verwirrtheit/Unzurechnungsfähigkeit  des 

D­250/2012 Beschwerdeführers  bewirkt  habe,  wodurch  ihm  die  aufgetretenen  Unstimmigkeiten nicht zur Last gelegt werden dürften, dass  diesbezüglich  festzuhalten  sei,  dass  eine  medikamentös  bedingte  Verwirrtheit bei den Befragungen ausgeschlossen werden könne, da sich  der  Beschwerdeführer  während  der  Anhörung  in  Ungereimtheiten  verstrickt  habe,  welche  in  keinem  Zusammenhang  zur  Erstbefragung  stehen würden,  und  er  diese Unstimmigkeiten  auf  zum Teil  spitzfindige  Weise versucht habe aufzulösen, dass  unter  Berücksichtigung  des  Umstandes,  dass  Serbien  zu  den  verfolgungssicheren  Herkunftsstaaten  zähle,  bei  der   Annahme  der  Unzurechnungsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  auf  Grund  seiner  Krankheit  geschlossen  werden  müsse,  seine  Vorbringen  seien  eine  Ursache  der  Krankheit  und  die  geltend  gemachte  Verfolgung  bestehe  objektiv gar nicht,  dass sich aus den Akten somit keine Hinweise ergeben würden, welche  die widerlegbare Vermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen  könnten, dass  das  BFM  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  auf  das  Asylgesuch nicht eintrat, dass  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  nicht  zu  prüfen  sei,  da  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, er hingegen dem Schutz gemäss Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und Art. 25 Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 1999 (BV, SR 101)) unterliege, indessen keine Anhaltspunkte für  eine  ihm  bei  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  drohende  durch  Art.  3  EMRK  verbotene  Strafe  oder  Behandlung bestünden, dass  weder  die  in  Serbien  herrschende  Situation  noch  andere  Gründe  gegen die Wegweisung in diesen Staat sprechen würden, dass  gemäss  dem  Bericht  des  Gesundheitsdienstes  K._______,  J._______,  vom  17. Oktober  2011  eine  (Befund)  diagnostiziert  und  er  wegen (Diagnose) an ein Gesundheitszentrum  in J._______ überwiesen  worden  sei,  und  in  Anbetracht  der  eingereichten  medizinischen 

D­250/2012 Unterlagen  aus  Serbien  davon  ausgegangen  werden  könne,  die  medizinischen Behandlungsmöglichkeiten in Serbien seien gegeben, und  er  die  nötige  medizinische  Versorgung  bis  anhin,  auch  nach  seiner  Rückreise aus H._______, erhalten habe, dass  gemäss  Erkenntnissen  des  BFM  in  Serbien  allen  Personen  eine  medizinische Grundversorgung  offen  stehe,  deren Kosten  bis  auf  einen  möglichen Selbstbehalt von staatlicher Seite übernommen würden, womit  auszuschliessen  sei,  der  Beschwerdeführer  erhalte  in  Serbien  nicht  die  notwendige medizinische Betreuung, dass  der  Beschwerdeführer  weiter  geltend  mache,  der  serbische  Staat  verweigere  ihm  eine  feste  Anstellung,  er  habe  vom Erlös  des  Verkaufs  einer  geerbten  Wohnung  leben  müssen,  er  sei  zuletzt  von  seiner  Ex­ Freundin und deren Familie unterhalten worden und er habe für die Reise  in die Schweiz sein Auto verkaufen müssen, dass  auszuschliessen  sei,  der  serbische  Staat  behindere  den  Beschwerdeführer  bei  der  Arbeitsbeschaffung,  und  aus  den  Akten  geschlossen  werden  müsse,  er  sei  trotz  seiner  gesundheitlichen  Probleme  grundsätzlich  arbeitsfähig,  und  keine  konkreten  Hinweise  vorliegen würden, dass es ihm nicht möglich sei, trotz der angespannten  wirtschaftlichen  Situation  in  Serbien,  eine  Arbeit  zu  finden,  zumal  von  einem Bezugsnetz auszugehen sei, das ihn unterstützen könne, dass der Vollzug der Wegweisung somit zulässig, zumutbar und möglich  sei, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Beschwerde  vom  17.  Januar  2012  (Datum  des  Empfangs  des  Telefax)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  in  materieller  Hinsicht  beantragte,  dieser  sei  aufzuheben,  es  sei  ihm  die  Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren  und  es  sei  die  vorläufige  Aufnahme  infolge  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges anzuordnen,  dass  er  weiter  beantragte,  es  sei  jegliche  Datenweitergabe  an  die  Behörden  seines  Heimatstaates  zu  unterlassen  und  er  sei  in  einer  separaten Verfügung über eine allenfalls bereits erfolgte Weitergabe von  Daten in Kenntnis zu setzen,

D­250/2012 dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  Verbeiständung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  und  eventualiter  um  Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ersuchte, dass die Beschwerdebegründung nicht in einer Amtssprache des Bundes  abgefasst wurde, aus prozessökonomischen Gründen die E._______ am  17. Januar 2012  telefonisch um Übersetzung des  in serbischer Sprache  verfassten Textes ersucht wurde und die übersetzte Begründung am 18.  Januar 2012 per Fax beim Bundesverwaltungsgericht einging, dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid  wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 18. Januar 2012 beim  Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  Juni 2005  [BGG,  SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in  casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig  entscheidet, dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist,  weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37  VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

D­250/2012 dass bezüglich der Beschwerdelegitimation vorliegend zu präzisieren ist,  dass  beim  derzeitigen  Aktenstand  keine  Rückschlüsse  für  das  Nichtbestehen der Urteilsfähigkeit  respektive der Handlungsfähigkeit des  Beschwerdeführers angesichts seiner Medikamentensucht und der damit  einhergehenden  Folgen  bestehen,  weshalb  die  Prozessfähigkeit  des  Beschwerdeführers nicht in Zweifel zu ziehen ist,  dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art.  32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  ­  sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  ­  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass  demgegenüber  auf  den  Antrag  auf  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft und auf die Gewährung von Asyl nicht einzutreten  ist,

D­250/2012 dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (Art. 42 Abs. 1 AsylG,  Art.  55  Abs.  1  VwVG)  und  das  BFM  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat  (Art.  55  Abs.  2  VwVG),  weshalb  auf  den  Eventualantrag  auf  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  mangels  Rechtsschutzinteresses  nicht  einzutreten ist, dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten  nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (sogenannte  "safe  countries")  nicht  eingetreten wird,  ausser  es gebe Hinweise auf  eine Verfolgung  (Art.  34  Abs. 1 AsylG), dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März 2009 Serbien zum "safe  country"  im  Sinne  von  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  erklärt  hat  und  von  dieser  Einschätzung  im Rahmen  der  periodischen  Prüfung  (vgl.  Art.  6a  Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist, dass das Bundesamt Serbien daher zu Recht und unbestrittenerweise als  auf  der  bundesrätlichen  Liste  verfolgungssicherer  Staaten  stehend  erkannt  hat  und  somit  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheides auf  der Grundlage  von Art.  34 Abs.  1 AsylG  grundsätzlich erfüllt ist, dass  praxisgemäss  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  derselbe  weite  Verfolgungsbegriff zur Anwendung gelangt wie bei Art. 18, Art. 33 Abs. 3  Bst.  b  und Art.  35 AsylG  (zu  den  beiden  erstgenannten Bestimmungen  vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  umfasst,  sondern  auch  die  von Menschenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20) (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E.  4.3 S. 247), dass  ausserdem  dabei  ein  im  Vergleich  zum  –  bereits  erleichterten –  Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzuwenden ist, dass, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung ergeben, deren  Unglaubhaftigkeit nicht bereits auf den ersten Blick erkannt werden kann, 

D­250/2012 auch  bei  Asylsuchenden  aus  verfolgungssicheren  Staaten  einlässlich  geprüft  werden  muss,  ob  sie  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.), dass  die  Vorinstanz  zutreffend  und  in  ausführlicher  Begründung  festgestellt  hat,  dass  sich  aufgrund  der  unglaubhaften  Vorbringen  insgesamt  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  ergäben,  welche  nicht  offensichtlich haltlos sind, und  in den diesbezüglichen Erwägungen kein  Beanstandungspotenzial zu erkennen ist, dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  der  vom  BFM  dargelegten  Auffassung  bezüglich  des  gesundheitlichen  Zustandes  des  Beschwerdeführers  während  der  Befragungen  anschliesst,  zumal  nach  eingehender  Durchsicht  der  Akten  davon  ausgegangen  werden  kann,  dass  der  Beschwerdeführer  auch  angesichts  der  psychischen  und  physischen  Auswirkungen  seiner  (Krankheit)  zum  Zeitpunkt  der  Asylgesuchseinreichung  und  der  Befragungen  imstande  war,  die  Bedeutung  und  Tragweite  des  Asylverfahrens  einschliesslich  der  dazu  erforderlichen Mitwirkungshandlungen zu erfassen, bezüglich der nötigen  Mitwirkung  vernunftgemäss  zu  handeln  und  namentlich  die  Verfolgungssituation  –  trotz  verwirrender  und  ungereimter  Aussagen –  nachvollziehbar zu schildern, dass  die  erkannten  Unglaubhaftigkeitselemente  augenfällig  sind  und  keinen andern Schluss zulassen, als dass die Verfolgungsvorbringen auf  ein Sachverhaltskonstrukt zurückzuführen sind, dass der Inhalt der Beschwerdeschrift keine andere Sichtweise erkennen  lässt, da das darin Aufgeführte nicht geeignet ist, die Ungereimtheiten zu  entkräften, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe unter anderem  vorbrachte,  seine  Ausführung  bezüglich  der  angeblichen  Verfolgung  durch  muslimische  Terroristen  aus  Bosnien  sei  im  falschen  Kontext  übersetzt oder auf Grund seiner unpräzisen Aussagen nicht verständlich  genug dargelegt worden und seine diesbezüglichen Aussagen hätten sich  allgemein  auf  Kriminelle  bezogen,  unabhängig  von  einer  bestimmten  Nationalität,  dass  er  damals  verwirrt  und  übermüdet  gewesen  sei,  da  er  seine  Medikamente  nicht  rechtzeitig  eingenommen  habe,  weshalb  es  ihm  bei 

D­250/2012 der  direkten  Anhörung  nicht  mehr  wichtig  erschienen  sei,  darauf  zurückzukommen, dass  die  geltend  gemachte  Verfolgung  durch  Terroristen  aus  Bosnien  eine  Information  darstelle,  die  ihm  zugetragen  worden  und  weder  überprüfbar noch wesentlich sei,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Erstbefragung  indes  explizit  darauf  verwies,  er  werde  ergänzende  Angaben  zu  seiner  Verfolgung  durch  "Kriminelle"  bei  der  Anhörung  machen  (A11/S.  11),  weshalb  dieser  Einwand als unbeholfener Erklärungsversuch zu qualifizieren ist,  dass  sein  Einwand  auch  nicht  zu  überzeugen  vermag,  zumal  dem  Beschwerdeführer  am  22.  Dezember  2011  –  mithin  zwei  Tage  vor  der  anberaumten  Befragung  –  vom  Medical  Centre  (Flughafen  F._______)  die  erforderlichen Medikamente  verschrieben wurden  und  es  in  seinem  Interesse ist, diese pünktlich einzunehmen,  dass  seine  in  der  Rechtsmittelschrift  gemachte  Erklärung  zu  den  Gründen,  weshalb  er  bei  seiner  ersten  Einreise  in  die  Schweiz  nicht  unverzüglich ein Asylgesuch  in der Schweiz eingereicht habe (verwirrter  Zustand), im Widerspruch zu den diesbezüglich gemachten Aussagen bei  der  direkten  Anhörung  steht  (Meinung,  im Heimatland  etwas  verändern  zu können; A 13/S. 10),  dass  die  geltend  gemachte  Furcht  des  Beschwerdeführers,  von  Mitarbeitern  der  serbischen  Regierung  umgebracht  zu  werden,  durch  seine Rückreise im Jahr 2011 nach Serbien relativiert wird,  dass  die  auf  Beschwerdeebene  erstmals  vorgebrachte  (nicht  diagnostizierte  und  nicht  belegte)  (Krankheit)  als  nachgeschobenes  Argument und konsequenterweise als nicht glaubhaft zu werten ist,  dass der Beschwerdeführer zwar auf die von der Vorinstanz aufgezeigten  Ungereimtheiten eingeht, er sich in seinen diesbezüglichen Ausführungen  in  der  Hauptsache  jedoch  damit  begnügt,  die  bei  der  Vorinstanz  vorgebrachten Schilderungen zu wiederholen, dass  seine  Beschwerdevorbringen  die  grundsätzliche  Feststellung  der  Verfolgungssicherheit  nicht  umzustossen  vermögen  und  das  Bundesverwaltungsgericht somit nach einlässlicher Prüfung der Akten zur  Ansicht gelangt, dass keine konkreten Verfolgungshinweise im Sinne von 

D­250/2012 Art.  34  Abs.  1  AsylG  vorliegen  und  zwecks  Vermeidung  von  Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen  in der angefochtenen  Verfügung verwiesen werden kann, dass nach dem Gesagten das BFM demnach in Anwendung von Art. 34  Abs. 1 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eingetreten ist,  dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet  wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art.  5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser  massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  weil  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen,  die  sich  nicht  als  offensichtlich  haltlos  erweisen,  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  EMRK  ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Serbien droht (Art. 83 Abs.  3 AuG),

D­250/2012 dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass die allgemeine Lage in Serbien nicht auf eine konkrete Gefährdung  im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen lässt, dass  im  Weiteren  auch  aufgrund  der  individuellen  Situation  des  Beschwerdeführers  keine  Gründe  ersichtlich  sind,  welche  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sprechen  würden,  da  er  eine  solide Schulausbildung genossen hat und er in Gestalt eines Onkels und  dessen  Kinder  über  ein  bestehendes  Beziehungsnetz  verfügt  und  angesichts  der  traditionellerweise  engen  sozialen  Familienbande  davon  auszugehen ist, seine Verwandten würden ihn nötigenfalls unterstützen, dass er bei einer Rückkehr nach Serbien angesichts seiner psychischen  Erkrankung  mit  gewissen  Schwierigkeiten  bei  der  sozialen  und  beruflichen  Eingliederung  konfrontiert  werden  könnte,  die  geltend  gemachten  psychischen  Probleme  des  Beschwerdeführers  indes  nicht  gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprechen, da er auf  Grund  der  vorhandenen medizinischen Grundversorgung  in Serbien  bei  Bedarf  weiterhin  um  psychiatrische  Betreuung  in  seinem  Heimatland  nachsuchen kann, dass  somit  weder  allgemeine  noch  individuelle  Unzumutbarkeitsgründe  gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der  Wegweisung zu bestätigen ist, dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, soweit darauf einzutreten ist,

D­250/2012 dass das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen  im Zusammenhang mit  einer Datenweitergabe an den Heimatstaat durch den direkten Entscheid  in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist, dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  es  seien  bereits  Daten  an  den  Heimatstaat  übermittelt  worden,  weshalb  auf  das  Begehren  um  entsprechende Offenlegung nicht einzugehen ist, dass mit vorliegendem Direktentscheid ohne vorgängige Instruktion auch  das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mit  vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist, dass  die  Beschwerde  angesichts  der  vorstehenden  Erwägungen  als  aussichtslos  zu  bezeichnen  war,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  –  unabhängig  von  der  Frage  der  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers – abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite)

D­250/2012 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Regula Frey Versand:

D-250/2012 — Bundesverwaltungsgericht 27.01.2012 D-250/2012 — Swissrulings