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Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-2025/2010

17 novembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,953 parole·~10 min·1

Riassunto

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 25. Februar 2010

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­2025/2010 Urteil   v om   1 7 .   No v embe r   2011 Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Gérard Scherrer,    Gerichtsschreiber Patrick Weber. Parteien X._______, geboren am _______, Sri Lanka,   vertreten durch lic. iur. Fidan Köle, _______, Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 25. Februar 2010 / N _______.

D­2025/2010 Sachverhalt: A.  A.a.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer  seinen  Heimatstaat am _______ und gelangte _______ am 20. Dezember 2009  in  die  Schweiz,  wo  er  am  21.  Dezember  2009  ein  Asylgesuch  stellte.  Dazu  wurde  er  am  5.  Januar  2010  summarisch  befragt.  Am  8.  Januar  2010 führte das BFM eine Anhörung durch. A.b.  Der  Beschwerdeführer  –  ein  Tamile  –  machte  geltend,  aus  dem  Norden zu stammen und seit Januar 2004  in _______ gelebt zu haben.  Dort  habe er  als  auszubildender  Journalist  bei  einer Zeitung gearbeitet.  Er sei politisch nicht aktiv gewesen. Einer seiner Brüder sei Mitglied der  LTTE gewesen und behördlich festgenommen worden. Offenbar aufgrund  einer Aussage dieses Bruders sei er _______ ebenfalls verhaftet worden.  Er habe vorerst  vermutet, wegen seiner Ausbildung zum Journalisten  in  den Fokus der Behörden geraten zu sein. Er sei auf einen Polizeiposten  gebracht,  zu Belangen  dieses Bruders  sowie  zum Aufenthaltsort  seines  Vaters und seines anderen Bruders befragt worden. Beim Verhör hätten  sie  herausfinden  wollen,  ob  er  oder  seine  Verwandten  die  LTTE  unterstützten.  Nach  15  bis  20  Tagen  sei  er  vom  zuständigen  Gericht  gegen Kaution  freigelassen worden. Wenig  später  hätten Unbekannte –  mutmasslich CID­Beamte – wiederholt nach ihm gesucht und an seinem  Arbeitsplatz  Nachforschungen  getätigt.  Auch  sein  anderer  Bruder  sei  gesucht worden. Aus Angst  vor einer erneuten Festnahme sei er wenig  später ausser Landes geflohen.  A.c.  Als  Beweismittel  gab  der  Beschwerdeführer  einen  Auszug  aus  seinem Reisepass  in Kopie und eine Geburtsurkunde samt beglaubigter  Übersetzung zu den Akten.  B.  Mit Verfügung vom 25. Februar 2010 – am nächsten Tag eröffnet – stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  und  lehnte  das  Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz.  Die  Vorinstanz  begründete  ihren  Entscheid  mit  der  fehlenden  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen.  Die  angeblich 15 bis 20 Tage  lang dauernde Haft habe er nicht hinreichend  substanziiert  darlegen  können.  Beweismittel  für  das  angeblich  Erlebte  fehlten.  Auch  die  angebliche  Suche  nach  der  Haftentlassung  habe  er  nicht  überzeugend  darzulegen  vermocht.  Er  sei  nicht  in  der  Lage  gewesen  anzugeben,  wann  und  durch  wen  die  angebliche  Suche 

D­2025/2010 stattgefunden  habe.  Ausserdem  sei  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  er  nach  der  geltend  gemachten  Freilassung  erneut  hätte  gesucht  werden  sollen,  zumal  er  gemäss  seinen  Aussagen  keine  Beziehung  zur  LTTE  gehabt  habe.  Gegen  die  geltend  gemachte  Suche  spreche  sodann  der  Umstand,  wonach  ihm  unmittelbar  vor  der  Ausreise  ein  Pass,  mit  welchem er  das  Land  legal  habe  verlassen  können,  ausgestellt worden  sei.  Den  Vollzug  der  Wegweisung  erachtete  das  BFM  für  zulässig,  zumutbar  und möglich.  Ein  solcher  in  den  Norden  des  Landes  komme  zwar nicht in Betracht. Der Beschwerdeführer habe aber seit Januar 2004  in _______ gelebt. Ein Vollzug dorthin sei nicht generell unzumutbar. Es  sprächen auch keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit. Er sei  in  _______  erwerbstätig  gewesen.  Es  sei  davon  auszugehen,  dass  er  dort  über  einen  Bekanntenkreis  verfüge.  Ausserdem  habe  er  auch  Kenntnisse  der  singhalesischen  Sprache.  Es  bestehe  demnach  ein  soziales  Beziehungsnetz  und  eine  gesicherte  wirtschaftliche  Lebensgrundlage vor Ort.  C.  C.a.  Mit Eingabe vom 29. März 2010 beantragte der Beschwerdeführer beim  Bundesverwaltungsgericht  durch  seine  Vertretung  die  Aufhebung  der  angefochtenen Verfügung, die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft,  die Asylgewährung, die Feststellung der Unzulässigkeit beziehungsweise  Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verbunden mit der vorläufigen  Aufnahme in der Schweiz sowie in prozessualer Hinsicht die Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  (Art.  65  Abs.  1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember  1968  [VwVG,  SR 172.021])  samt  Entbindung  von  der  Vorschussleistungspflicht  beziehungsweise  die  Entrichtung  einer  Parteientschädigung.  Zur  Begründung  machte  er  geltend,  die  Vorinstanz  habe  in  Verletzung  der  Begründungspflicht  die  angebliche  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  festgestellt.  Entgegen  der  Sichtweise  des  BFM  habe  er  durchaus  konkrete Angaben  zu  seiner  Inhaftierung  gemacht. Beispielsweise  habe  er  einen  Raum,  in  welchem  das  Verhör  stattgefunden  habe,  äusserst  präzise  beschrieben;  zudem  sei  er  in  der  Lage  gewesen,  die  Polizeistation  zeichnerisch  darzustellen.  Seine  Antworten  anlässlich  der  Anhörung  seien  jeweils  konkret  und  widerspruchsfrei  erfolgt.  Den  familiären  Hintergrund  der  Verfolgung  habe  er  anschaulich  dargelegt.  Auch  sein  jüngerer  Bruder  habe  ins  Ausland  fliehen  müssen.  Die  Verfolgung  nach  der  Freilassung  habe  er  in  nachvollziehbarer  Weise  nicht weiter konkretisieren können, weil sie ihm lediglich via Drittpersonen 

D­2025/2010 zu  Ohren  gekommen  sei.  Im  Weiteren  habe  er  bereits  im  Jahre  2004  einen Reisepass gehabt; vor seiner Ausreise im September 2009 habe er  diesen lediglich verlängern lassen müssen, was ohne weitere behördliche  Abklärungen  möglich  gewesen  sei.  Dass  er  schon  kurz  nach  der  Freilassung  erneut  ins  Visier  der  Behörden  geraten  sei,  liege  an  deren  kompromisslosen Vorgehensweise gegen mutmassliche LTTE­Anhänger.  Als  tamilischer  Journalist  aus  dem  Norden  mit  einem  Bruder  als  festgenommenem  LTTE­Mitglied  sei  er  davon  besonders  betroffen.  Im  Falle  der  Rückkehr  habe  er  begründete  Furcht  vor  ernsthaften  Nachteilen.  Die  nunmehr  eingereichten  Beweismittel  bestätigten  seine  Vorbringen.  Schliesslich würde  ein  allfälliger  Vollzug  der Wegweisung –  _______ – gegen die relevanten gesetzlichen Bestimmungen verstossen.  C.b. Als  Beweismittel  gab  der  Beschwerdeführer  einen  Haftbefehl  vom   _______,  eine Haftbestätigung  vom  _______,  einen Arbeitsvertrag  vom  10.  August  2004  (sämtliche  Dokumente  im Original),  eine  Kopie  seiner  Identitätskarte  samt  englischsprachiger  Übersetzung  sowie  eine  Fürsorgebestätigung zu den Akten.  D.  Mit  Zwischenverfügung  vom  1.  April   2010  verzichtete  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  und hiess das Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gut. E.  Mit  Vernehmlassung  vom  20.  April  2010  beantragte  das  BFM  die  Abweisung der Beschwerde.  In der eingereichten Haftbestätigung werde  als Grund der Festnahme "suspicion" angegeben. Es wären aber andere  spezifische  Angaben  zu  erwarten  gewesen.  Im  Weiteren  sei  der  Beschwerdeführer gemäss seinen Darlegungen einem Richter vorgeführt  und  dann  gerichtlich  freigelassen  worden.  In  solchen  Fällen  werde  von  den  srilankischen  Gerichten  eine  Haftentlassungsbestätigung  ausgehändigt. Eine solche habe der Beschwerdeführer indes nicht zu den  Akten  gereicht.  Beim  eingereichten  Haftbefehl  handle  es  sich  um  ein  internes Dokument,  das nicht  für  die gesuchte Person bestimmt  sei. Es  müsse  als  Blankofälschung  gewertet  werden.  Die  eingereichten  unstimmigen  Dokumente  bestätigten  mithin  die  bereits  festgestellte  Unglaubhaftigkeit der Vorbringen.  F.  Mit  Replik  vom  11.  Mai  2010  hielt  der  Beschwerdeführer  an  seinen 

D­2025/2010 bisherigen  Darlegungen  fest.  Entgegen  den  Erwägungen  des  BFM  sei  der  Vermerk  "suspicion"  im  Haftbefehl  nachvollziehbar,  da  dem  Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt nichts Konkretes zur Last gelegt  worden  sei  und  die  srilankischen  Behörden  zudem  nicht  mit  der  erforderlichen Genauigkeit  solche Dokumente  verfassten. Die  vom BFM  erwähnte gerichtliche Haftbestätigung sei ihm nicht ausgehändigt worden.  Im  vom  BFM  als  Totalfälschung  qualifizierten,  eingereichten  Haftbefehl  werde er namentlich und mit Adresse aufgeführt, was das Entscheidende  für  den  Beweiswert  sei.  Die  Umstände,  unter  welchen  der  Vater  des  Beschwerdeführers das Beweismittel erlangt habe, würden  im Falle des  Erhalts entsprechender Angaben noch konkretisiert.  Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG).  Auf die Beschwerde ist einzutreten.

D­2025/2010 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat  oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen  (Art.  7  Abs.  1  AsylG).  Vorbringen sind dann glaubhaft, wenn sie genügend substantiiert, in sich  schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen  erschöpfen  oder  den  Tatsachen  oder  der  allgemeinen  Erfahrung  widersprechen und sie dürfen nicht widersprüchlich sein oder der inneren  Logik  entbehren.  Darüber  hinaus  muss  die  asylsuchende  Person  persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall  ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel  abstützt  (Art. 7  Abs. 3  AsylG),  wichtige  Tatsachen  unterdrückt  oder  bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens  Vorbringen  auswechselt  oder  unbegründet  nachschiebt,  mangelndes  Interesse  am  Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung  bedeutet  –  im  Gegensatz  zum  strikten  Beweis  –  ein  reduziertes  Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel  an den Vorbringen des Beschwerdeführers. Eine Behauptung gilt bereits  als glaubhaft gemacht, wenn das Gericht von  ihrer Wahrheit nicht völlig  überzeugt  ist,  sie  aber  überwiegend  für  wahr  hält,  obwohl  nicht  alle  Zweifel  beseitigt  sind.  Für  die  Glaubhaftmachung  reicht  es  demgegenüber  nicht  aus, wenn  der  Inhalt  der Vorbringen  zwar möglich  ist,  aber  in  Würdigung  der  gesamten  Aspekte  wesentliche  und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte  Sachverhaltsdarstellung  sprechen.  Entscheidend  ist  im  Sinne  einer  Gesamtwürdigung,  ob  die  Gründe,  die  für  die  Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen  oder  nicht;  dabei  ist  auf 

D­2025/2010 eine  objektivierte  Sichtweise  abzustellen  (vgl.  die  von  der  vormaligen  Beschwerdeinstanz  begründete Rechtsprechung  in Entscheidungen und  Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2005  Nr.  21  E.  6.1  S.  190  f.  mit  weiteren  Hinweisen,  welche  vom  Bundesverwaltungsgericht weitergeführt wird). 4.  4.1.  Die  Vorinstanz  hat  die  Glaubhaftigkeit  der  Kernvorbringen  des  Beschwerdeführers  verneint.  Diese  Sichtweise  vermag  im  Ergebnis  zu  überzeugen. 4.2. Vorab ist festzuhalten, dass das BFM unter Hinweis auf Seitenzahlen  des  Befragungs­  und  des  Anhörungsprotokolls  die  aus  seiner  Sicht  bestehende Unglaubhaftigkeit des Vorgebrachten festhielt. Entgegen den  Beschwerdevorbringen  ist  es  dadurch  der  Begründungspflicht  hinreichend  nachgekommen.  Eine  Durchsicht  der  Aussagen  des  Beschwerdeführers  ergibt  das  Bild  einer  in  wesentlichen  Punkten  konstruiert  wirkenden  Schilderung.  Einzelne  etwas  substanziiertere  Passagen  vermögen  entgegen  der  Argumentationsweise  der  Rechtsvertretung darüber nicht hinwegzutäuschen. Bereits die Tatsache,  dass der Beschwerdeführer die angeblich kurz vor der Ausreise erlittene  Haft  in  zeitlicher  Hinsicht  vage  als  15  bis  20  Tage  lang  dauernd  vorbrachte,  vermag  dem  Anspruch  auf  eine  hinreichend  konkrete  Erlebnisschilderung  nicht  zu  genügen  (A  1/10  S.  5;  A  7/12  Antwort  8).  Auch  seine Angaben  zu Befragungen und den Haftumständen während  der  angeblich  mehr  als  vierzehntätigen  Inhaftierung  wirken  weitgehend  stereotyp          (A 7/12 Antworten 8 und 28 ff.). Dasselbe trifft auf seine  Aussage  zu,  wie  respektive  weshalb  seine  Journalistenkollegen  von  seiner Haft  erfahren  haben  sollen  (A  7/12 Antwort  46). Dass  er  bei  der  Anhörung  ein  Gebäude  –  den  angeblichen  Haftort  –  zeichnete,  belegt  entgegen den Beschwerdevorbringen noch in keiner Weise, dass er darin  tatsächlich  festgehalten  wurde,  zumal  seine  Schilderungen  des  Haftalltags überdies kaum Realkennzeichen aufweisen. Auch die geltend  gemachte  Einvernahme  durch  den Richter  vor  der  Haftentlassung  lässt  keine  persönliche  Betroffenheit  des  Beschwerdeführers  erkennen.  Abgesehen davon nannte er den genauen Namen des Gerichts nicht  (A  1/10  S.  6;  A  7/12  Antwort  47).  Seine  weiteren  Schilderungen  zur  angeblichen  Suche  trotz  der  vorgängigen  Freilassung  lassen  wiederum  jegliche  Substanz  vermissen  und  sind  –  so  auch  mangels  stichhaltiger  Beschwerdevorbringen  für  eine  andere  Sichtweise  –  im  Sinne  der  vorinstanzlichen  Erwägungen  realitätsfremd  ausgefallen.  Dies  umso 

D­2025/2010 mehr, als er am Schluss der Anhörung angab, gar nicht zu wissen, ob er  in Sri Lanka überhaupt gesucht werde  (A 7/12 Antworten 66  ff.,  72 und  81).  4.3.  Die  eingereichten  Beweismittel  rechtfertigen  keine  andere  Einschätzung.  Der  Haftbefehl  vom  _______  ist  vom  BFM  als  Totalfälschung qualifiziert worden, weil es sich um ein internes Dokument  handle. Diese Sichtweise ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn es  einem  Betroffenen  unter  Umständen  gleichwohl  gelingen  könnte,  durch  gewisse Kanäle an ein solches Beweismittel zu gelangen. Das Dokument  datiert  indes  vom _______ und wäre demnach  zwei Tage  vor  der  legal  erfolgten Ausreise des Beschwerdeführers _______ ausgestellt worden.  Auch  in  Anbetracht  dieses  Umstandes  ist  es  mithin  nicht  hinreichend  beweistauglich  für  die  angebliche  behördliche  Suche  im  Zeitpunkt  der  Ausreise. Die ferner zu den Akten gereichte Haftbestätigung ist vom BFM  zu Recht als ein in formaler Hinsicht mangelhaftes Dokument bezeichnet  worden; in Anbetracht der zahlreichen Unglaubhaftigkeitselemente in den  Vorbringen  ist  es  jedenfalls  nicht  hinreichend  beweistauglich  für  eine  andere  Einschätzung  der  Kernvorbringen.  Dies  auch  deshalb,  weil  der  Beschwerdeführer  die  vom  BFM  erwähnte  gerichtliche  Haftentlassungsbestätigung nicht eingereicht hat.  4.4.  4.4.1.  Schliesslich  ist  auf  Folgendes  hinzuweisen:  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  sich  im  zur  Publikation  vorgesehenen  BVGE                  E­6220/2006 vom 27. Oktober 2011 eingehend mit der  Situation  in Sri Lanka befasst und seine Praxis aktualisiert. Es kam zum  Schluss,  dass  sich  die  Situation  vor  Ort  insgesamt  verbessert  habe,  wobei  es  aber  zahlreiche  Einschränkungen  formulierte.  Oppositionelle  müssten  nach  wie  vor  mit  Verfolgung  rechnen.  Es  gebe  verschiedene  Risikogruppen. Darunter fielen Personen, welche auch nach Beendigung  des Krieges verdächtigt würden, mit den LTTE  in Verbindung zu stehen  beziehungsweise  gestanden  zu  sein.  Auch  unabhängige  Journalisten  beziehungsweise  regierungskritische  Medienschaffende  hätten  ein  erhöhtes  Risikoprofil.  Im  Weiteren  sei  bei  Opfern  und  Zeugen  von  Menschenrechtsverletzungen  und  Personen,  die  entsprechende  Übergriffe behördlich angezeigt hätten, mit erhöhter Verfolgungsgefahr zu  rechnen.  Ausserdem  liefen  abgewiesene  tamilische  Asylsuchende  aus  der  Schweiz  unter  Umständen  Gefahr,  bei  der  Rückkehr  behördlich  belangt zu werden, weil ihnen Kontakte zu führenden LTTE­Kadern in der  Schweiz  unterstellt  würden.  Wegen  drohender  Erpressung,  Kidnapping 

D­2025/2010 und  anderen  Verfolgungshandlungen  bildeten  schliesslich  Personen,  welche  über  beträchtliche  finanzielle  Mittel  verfügten,  eine  weitere  Risikogruppe (a.a.O. insb. E. 8.). 4.4.2.  Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  einer  seiner  Brüder  sei  Mitglied  der  LTTE  und  behördlich  festgenommen  worden.  Im  Falle  der  Wahrheit  dieses  Vorbringens  wären  demzufolge  behördliche  Überprüfungen in _______ seine Person betreffend nicht ausgeschlossen  gewesen.  Dass  er  im  Sinne  seiner  Vorbringen  unter  den  geltend  gemachten  Umständen  für mehr  als  vierzehn  Tage  inhaftiert  wurde,  ist  aber  gemäss  vorstehenden  Erwägungen  nicht  glaubhaft.  Vielmehr  ist –  namentlich auch in Berücksichtigung der erwähnten Ausreiseumstände –  davon  auszugehen,  dass  gegen  ihn  im  Zweitpunkt  der  Ausreise  nichts  vorlag  und  er  aufgrund  seines  Persönlichkeitsprofils  auch  keine  begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Falle der Rückkehr hat.  Die Behauptung  in der Beschwerde, er habe seinen Reisepass  lediglich  verlängern  lassen müssen, was ohne  irgendwelche Abklärungen seitens  der  Behörden  möglich  gewesen  sei,  überzeugt  in  Anbetracht  der  generellen Sicherheitsbedenken der srilankischen Sicherheitskräfte nicht.  Im Weiteren machte er nicht geltend, Bezüge zur LTTE gehabt oder sich  politisch  beziehungsweise  journalistisch  exponiert  zu  haben.  Dem  eingereichten  Arbeitsvertrag  kann  eine  solche  Exponierung  ebenfalls  nicht  entnommen  werden.  Vor  diesem  Hintergrund  weist  er  kein  Persönlichkeitsprofil,  welches  aktuell  im  Heimatland  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  zu  einer  relevanten  Gefährdung  führen  könnte,  auf.  Auch  aufgrund  seiner  langen  Landesabwesenheit  respektive  des  Aufenthalts  in  der Schweiz  ist  in Anbetracht  der  Fallumstände  nicht  auf  eine entsprechende Gefährdung bei der Rückkehr zu schliessen.  4.5.  Unter  Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  folgt,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  Gründe  nach  Art.  3  AsylG  nachweisen  oder  glaubhaft machen  konnte. Die Vorinstanz  hat  die Flüchtlingseigenschaft  demnach  zu  Recht  verneint  und  das  Asylgesuch  abgelehnt.  An  dieser  Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen in der Eingabe  noch die beigelegten Beweismittel etwas zu ändern. 5.  5.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht  ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

D­2025/2010 5.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44  Abs. 1 AsylG). 6.  6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder  nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG,  SR 142.20]). Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte  Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). 6.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen  der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83  Abs. 3 AuG). So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

D­2025/2010 6.3.  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement  nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5  AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem  Aspekt  von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers  noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer  Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­ Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft machen,  dass  ihm  im Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom  28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren  Hinweisen).  Dies  ist  ihm  gemäss  vorstehenden  Erwägungen  nicht  gelungen.  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka  lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als generell  unzulässig  erscheinen. Dies  ergibt  sich  unter  anderem aus dem bereits  zitierten  BVGE  E­6220/2006  vom  27.  Oktober  2011  (vgl.  E.  10.4.  am  Ende). Nach dem Gesagten  ist  der Vollzug der Wegweisung sowohl  im  Sinne der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 6.4.    Gemäss  Art. 83  Abs. 4  AuG  kann  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 6.4.1.  Im  obenstehend  erwähnten  Urteil  kommt  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Einschränkungen  zum  Schluss,  die  Menschenrechts­  und  Sicherheitslage  habe  sich  seit  dem  Ende  des  bewaffneten  Konflikts  erheblich  verbessert.  Die  Lage  präsentiere  sich  indes nicht  in allen Landesteilen gleich. Ein Vollzug der Wegweisung  in 

D­2025/2010 die  Ostprovinz  sei  grundsätzlich  zumutbar.  Auch  der  Vollzug  in  die  Nordprovinz  sei  unter  gewissen  Voraussetzungen  zumutbar.  Eine  Ausnahme  bilde  das  Vanni­Gebiet.  Ein  Vollzug  dorthin  sei  weiterhin  unzumutbar. Für Personen, die aus dem übrigen Staatsgebiet Sri Lankas  (_______) stammten, sei der Vollzug grundsätzlich zumutbar (E. 12. und  13).  6.4.2.  Der  Beschwerdeführer  lebte  seit  Anfang  2004  bis  zum  angegebenen Zeitpunkt  der Ausreise  und mithin während mehr  als  fünf  Jahren in _______. Er verfügt über eine gute Schul­ und Ausbildung. Als  angehender Journalist war er bei einem Medienunternehmen angestellt.  Untergebracht  war  er  in  dessen  Personalhaus.  Bei  der  Anhörung  erwähnte er Freunde vor Ort (A 1/10 S. 2 unten f.; A 7/12 Antworten 46  und 69). Entgegen den Beschwerdevorbringen  ist demnach nicht davon  auszugehen,  dass  er  nach  der  Rückkehr  nach  _______  in  eine  existenzgefährdende Situation geraten wird.  6.4.3.  Nach  dem  Gesagten  erweist  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch als zumutbar. 6.5.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG  und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG). 6.6. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu  Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten  fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1 – 4 AuG). 7.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 8.  8.1.  Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem  Beschwerdeführer aufzuerlegen  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da das Gesuch 

D­2025/2010 im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Zwischenverfügung vom 1. April  2010 gutgeheissen wurde, ist von der Kostenauflage abzusehen. 8.2.  Die  Entrichtung  einer  Parteientschädigung  kommt  bei  dieser  Sachlage  nicht in Betracht.  (Dispositiv nächste Seite)

D­2025/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  3.  Es wird keine Parteientschädigung entrichtet.  4.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber Versand:

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