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Bundesverwaltungsgericht 12.01.2012 C-7442/2009

12 gennaio 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,201 parole·~11 min·2

Riassunto

Rente | Altersrente, Bemessungsgrundlagen (Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2009)

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung III C­7442/2009 Urteil   v om   1 1 .   J a nua r   2012 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Vito Valenti,    Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser. Parteien H._______,  Beschwerdeführer,  gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond­ Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    Vorinstanz.  Gegenstand Altersrente, Bemessungsgrundlagen (Einspracheentscheid  vom 27. Oktober 2009).

C­7442/2009 Sachverhalt: A.  Der  am  …  1944  geborene  H._______,  Staatsangehöriger  von  Deutschland  und  der  Schweiz,  wohnt  mit  seiner  Ehefrau  Z._______  in  B._______  (DE).  Seit  1966  war  er  vorwiegend  als  Grenzgänger  in  der  Schweiz  erwerbstätig  und  entsprechend  der  schweizerischen  Alters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenversicherung  unterstellt  (vgl.  SAK­act. 3  und  8).  Ende  September  2007  trat  er  vorzeitig  in  den  Ruhestand  und  bezog  von  seinem  ehemaligen  Arbeitgeber  (Stiftung  A._______  [nachfolgend: Stiftung]) eine Übergangsrente.  A.a  Am  27. September  2007  erkundigte  sich  Z._______  bei  der  Schweizerischen  Ausgleichskasse  (SAK)  u.a.  nach  den  Möglichkeiten,  wie  sich  ihr  Ehemann  bis  zum Erreichen  des  ordentlichen Rentenalters  weiter  versichern  könne.  Die  Sachbearbeiterin  bei  der  SAK  gab  ihr  die  Auskunft,  ein  Beitritt  zur  freiwilligen  Versicherung  sei  bei  Wohnsitz  in  einem  EU­Land  nicht  möglich.  Der  Ehemann  sei  aber  ebenfalls  versichert,  wenn  sie  als  Ehefrau  eine  Erwerbstätigkeit  in  der  Schweiz  ausübe, bzw. er könne gemäss Art. 1a Abs. 4 Bst. c des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1946 über die Alters­ und Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR  831.10)  der  obligatorischen  Versicherung  beitreten.  Die  Sachbearbeiterin  verwies  Z._______  an  die  für  sie  selber  zuständige  Ausgleichskasse  (vgl.  SAK­act. 1  und  9;  Beilage  zu  act. 5).  Gemäss  Aktennotiz  vom  27. September  2007  erhielt  sie  bei  der  AHV­ Ausgleichskasse  Schaffhausen  (nachfolgend:  AK  SH)  die  Auskunft,  der  Ehepartner sei automatisch mitversichert, wenn die Ehefrau mehr als den  doppelten Mindestbeitrag  von derzeit  Fr. 445.­  pro  Jahr  bezahle. Es  sei  deshalb nichts vorzukehren (Beilage zu act. 5, vgl. auch SAK­act. 9). A.b  Nachdem  sich  H._______  im  März  2009  über  den  deutschen  Versicherungsträger zum Bezug der AHV­Rente angemeldet hatte (SAK­ act. 3),  sprach  ihm  die  SAK mit  Verfügung  vom  2. September  2009 mit  Wirkung  ab  1. Oktober  2009  eine  ordentliche  Altersrente  zu,  wobei  sie  der  Berechnung  eine  anrechenbare  Beitragsdauer  von  40 Jahren  und  10 Monaten  zugrunde  legte  und  die  Rentenskala  40  anwendete  (SAK­ act. 8). Mit Datum vom 1. Oktober 2009 erhob der Versicherte Einsprache  und  verwies  zunächst  auf  die  Auskünfte  der  SAK  und  der  AK  SH.  Gemäss dem Zusatzblatt zur Rentenverfügung seien ihm nun aber für die  Zeit vom 1. Oktober 2007 bis zum 30. August 2009 – mit Ausnahme der  Beiträge aus einer kurzen Temporärbeschäftigung  im Jahr 2008 – keine 

C­7442/2009 Beiträge  angerechnet  worden.  Nach  Erhalt  der  Verfügung  hätten  sie  zweimal  mit  Frau  C._______  (Sachbearbeiterin  SAK)  Rücksprache  genommen, welche bestätigt habe, dass er aufgrund der Erwerbstätigkeit  seiner  Ehefrau  versichert  sei.  Erst  von  der  Ausgleichskasse  Maschinenindustrie  hätten  sie  schliesslich  erfahren,  dass  die  Auskünfte  der SAK und der AK SH falsch gewesen seien. Weiter sehe die Regelung  seines  ehemaligen  Arbeitgebers  betreffend  Ausrichtung  einer  Übergangsrente  u.a.  vor,  dass  Personen,  die  eine  Übergangsrente  beziehen und als Nichterwerbstätige der AHV­Beitragspflicht unterstehen,  einen  Zuschlag  von  20%  der  minimalen  AHV­Altersrente  erhielten.  Gemäss  der  Vereinbarung  vom  1. Oktober  2007  zwischen  ihm  und  der  Stiftung  werde  die  Übergangsrente  ohne  20%  AHV­Pflichtzuschlag  ausbezahlt,  mit  der  Begründung,  er  erfülle  seine  AHV­Pflicht,  solange  seine  Frau  erwerbstätig  sei.  Er  beantrage  deshalb,  dass  die  Rentenverfügung  aus  Billigkeitsgründen  aufgrund  der  AHV­Beiträge  seiner  Ehefrau  angepasst  werde.  Zudem  möchte  er  wissen,  ob  der  Abrechnungsmodus  der  Stiftung  korrekt  sei,  da  er  von  der  Ausgleichskasse Maschinenindustrie die Auskunft erhalten habe, auf eine  solche Übergangsrente seien AHV­Beiträge zu erheben.  A.c Mit  Entscheid  vom  27. Oktober  2009 wies  die  SAK  die  Einsprache  ab.  Zur  Begründung  führte  sie  –  ohne  Hinweis  auf  Rechtsnormen –  Folgendes aus:  "Mit Ihrer Frühpensionierung in der Schweiz, verbunden mit dem Wohnsitz in  Deutschland,  gab  es  für  Sie  keine Möglichkeit,  weiterhin  AHV­Beiträge  bis  zum  regulären  Rentenbeginn  zu  entrichten.  Die  von  Ihnen  erwähnte  Mitversicherung durch den Ehepartner  ist  zwangsläufig an den Wohnsitz  in  der  Schweiz  oder  an  die  Zugehörigkeit  zur  freiwilligen  Versicherung  gebunden. Sie erfüllen keine dieser beiden Bedingungen.  Sie weisen ferner darauf hin, dass sowohl von uns wie auch von der Kasse  Schaffhausen  falsche  Auskünfte  erteilt  worden  seien.  Die  Frage  stellt  sich  nun,  welche  Möglichkeiten  Sie  sonst  gehabt  hätten?  Ausser  der  Vollzeit­ Weiterführung der Arbeit  in der Schweiz oder der Wohnsitznahme  in einem  Land ausserhalb der EU sehen wir keine weitere Alternative. Zur  Problematik  der  Übergangsrente  der  Pensionskasse  können  wir  nicht  Stellung  nehmen.  Diese  Leistungen  unterstehen  nicht  der  AHV­ Gesetzgebung und sind nur bei Wohnsitz in der Schweiz AHV­pflichtig." (Es  folgen  Information  betreffend  Neuberechnung  der  Rente,  wenn  die  Ehefrau das Rentenalter erreicht, sowie die Rechtsmittelbelehrung).

C­7442/2009 B.  Mit Datum vom 27. November 2009 erhob H._______ Beschwerde beim  Bundesverwaltungsgericht  (act. 1).  Zur  Begründung  wiederholte  er  zunächst die bereits in der Einsprache vorgebrachten Argumente. Weiter  rügte  er,  im  Einspracheentscheid  werde  die  Tatsache,  dass  mehrere  Amtsstellen  falsche  Auskünfte  erteilt  hätten,  lapidar  abgetan  mit  der  Frage, welche Möglichkeiten er denn sonst gehabt hätte. Zudem handle  es sich bei der Übergangsrente nicht um eine Rente der Pensionskasse,  sondern  um  eine  Leistung  des Arbeitgebers,  welche  nach Auskunft  der  Ausgleichskasse Maschinenindustrie AHV­pflichtig sei. C.  In ihrer Vernehmlassung vom 4. Februar 2010 beantragte die Vorinstanz,  die  Beschwerde  sei  abzuweisen  (act. 3).  Die  Regelung,  wonach  die  eigenen  Beiträge  als  bezahlt  gelten,  sofern  der  Ehegatte  Beiträge  von  mindestens der doppelten Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat, könne  nur  auf  Personen  angewendet  werden,  welche  die  Versicherteneigenschaft besässen. Dies treffe für den Beschwerdeführer  mit Wohnsitz  in Deutschland aber nicht zu. Zur Problematik, ob die vom  Ex­Arbeitgeber  ausgerichtete  Übergangsrente  AHV­pflichtig  sei,  könne  sie  nicht  Stellung  nehmen,  denn  ihre  Kasse  sei  für  das  Inkasso  von  derartigen  Beiträgen  nicht  zuständig.  Falls  sie  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  Nachtragsbuchungen  für  diesen  Zeitabschnitt  erhalten  sollte,  wäre zu prüfen, ob die Rentenberechnung angepasst werden müsse. D.  Mit Replik vom 15. März 2010 stellte der Beschwerdeführer die Anträge,  es seien  im  individuellen Konto (IK) die Beiträge für die Jahre 1983 und  2000 – entsprechend den Lohnausweisen – zu korrigieren. Aufgrund der  ausserordentlichen  Sachlage  sei  zudem  die  Mitversicherung  durch  die  Ehegattin anzuerkennen (act. 5).  E.  Die  Vorinstanz  schloss  in  ihrer  Duplik  vom  16. Juni  2010  erneut  auf  Abweisung der Beschwerde. Betreffend der beantragten Korrektur der IK­ Einträge  verwies  sie  auf  die  bei  den  zuständigen  Ausgleichskassen  eingeholten Auskünfte. Demnach ergebe sich die beanstandete Differenz  im  Jahr  2000  daraus,  dass  im  Lohnausweis  auch  Taggelder  von  Versicherungen ausgewiesen würden, die nicht der AHV unterstellt seien.  Für  das  Jahr  1983  entspreche  der  IK­Eintrag  der  vom  Arbeitgeber  gemeldeten Lohnsumme (act. 9).

C­7442/2009 F.  Auf die weiteren Vorbringen und die eingereichten Akten wird, soweit für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG  vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten  die  in  Art. 33 VGG genannten Behörden. Die Schweizerische Ausgleichskasse  (SAK)  ist  eine  Vorinstanz  im  Sinne  von  Art. 33  Bst. d  VGG.  Die  Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  im  Bereich  der  Alters­  und  Hinterlassenenversicherung  ist  zudem  in  Art. 85bis  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1946  über  die  Alters­  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR  831.10)  ausdrücklich  vorgesehen.  Angefochten  ist  ein  Einspracheentscheid  der  SAK,  welcher  zweifellos  eine  Verfügung  im  Sinne  von  Art. 5  VwVG  darstellt.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  zur  Beurteilung  der  Beschwerde  zuständig. 2.  Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichtsgesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG).  Vorbehalten  bleiben  gemäss  Art. 3  Bst. dbis  VwVG  die  besonderen  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1). Als  Adressat  des  die  Einsprache  abweisenden  Entscheides  ist  der  Beschwerdeführer davon berührt und er hat ein schutzwürdiges Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  (Art. 59  ATSG).  Die  Beschwerde  wurde  fristgerecht  und  formgerecht  (vgl.  Art. 38  ff.  und  Art. 60  ATSG,  Art. 52 VwVG) eingereicht, weshalb darauf einzutreten ist.

C­7442/2009 3.  Der Beschwerdeführer rügt insbesondere, die SAK habe sich mit seinem  Vorbringen,  dass  mehrere  Amtsstellen  falsche  Auskünfte  erteilt  hätten,  nicht auseinandergesetzt.  3.1.  Einspracheentscheide  sind  gemäss  Art. 52  Abs. 3  ATSG  zu  begründen. Die einer Behörde obliegende Begründungspflicht fliesst aus  dem  verfassungsmässigen  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  (Art. 29  Abs. 2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). 3.1.1. Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der  Sachaufklärung,  andererseits  stellt  es  ein  persönlichkeitsbezogenes  Mitwirkungsrecht  beim  Erlass  eines  Entscheides  dar,  welcher  in  die  Rechtsstellung  des  Einzelnen  eingreift.  Dazu  gehört  insbesondere  das  Recht  des  Betroffenen,  sich  vor  Erlass  eines  solchen  Entscheides  zur  Sache  zu  äussern,  erhebliche  Beweise  beizubringen,  Einsicht  in  die  Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und  an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder  sich  zumindest  zum  Beweisergebnis  zu  äussern,  wenn  dieses  geeignet  ist,  den  Entscheid  zu  beeinflussen.  Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  umfasst  als  Mitwirkungsrecht  somit  alle  Befugnisse,  die  einer  Partei  einzuräumen  sind,  damit  sie  in  einem  Verfahren  ihren  Standpunkt  wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 II 286 E. 5.1). 3.1.2.  Die  Behörde  hat  die  Vorbringen  der  vom  Entscheid  in  seiner  Rechtsstellung betroffenen Person auch  tatsächlich  zu hören,  zu prüfen  und  in  der  Entscheidfindung  zu  berücksichtigen.  Daraus  folgt  die  Verpflichtung,  ihren  Entscheid  zu  begründen.  Dabei  ist  es  nicht  erforderlich,  dass  sie  sich  mit  allen  Parteistandpunkten  einlässlich  auseinandersetzt  und  jedes  einzelne Vorbringen  ausdrücklich widerlegt.  Vielmehr  kann  sie  sich  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Punkte  beschränken.  Die  Begründung  muss  so  abgefasst  sein,  dass  sich  die  betroffene  Person  über  die  Tragweite  des  Entscheids  Rechenschaft  geben  und  ihn  in  voller  Kenntnis  der  Sache  an  die  höhere  Instanz  weiterziehen  kann.  In  diesem  Sinne  müssen  wenigstens  kurz  die  Überlegungen  genannt  werden,  von  denen  sich  die  Behörde  hat  leiten  lassen  und  auf  die  sich  ihr  Entscheid  stützt  (BGE  136  I  229  E. 5.2 mit  Hinweisen).

C­7442/2009 3.1.3.  Der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  ist  formeller  Natur.  Dessen  Verletzung  führt  grundsätzlich  ungeachtet  der  Erfolgsaussichten  der  Beschwerde  in  der  Sache  selbst  zur  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung (BGE 132 V 387 E. 5.1, BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Nach der  Rechtsprechung  kann  eine  –  nicht  besonders  schwerwiegende –  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  ausnahmsweise  als  geheilt  gelten,  wenn  die  betroffene  Person  die  Möglichkeit  erhält,  sich  vor  einer  Beschwerdeinstanz  zu  äussern,  die  sowohl  den  Sachverhalt  wie  die  Rechtslage  frei  überprüfen  kann  (BGE  127  V  431  E. 3d/aa).  Von  einer  Rückweisung  der  Sache  an  die  Verwaltung  ist  selbst  bei  einer  schwerwiegenden  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  dann  abzusehen,  wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und  damit  zu  unnötigen  Verzögerungen  führen  würde,  die  mit  dem  (der  Anhörung  gleichgestellten)  Interesse  der  betroffenen  Partei  an  einer  beförderlichen Beurteilung  der Sache  nicht  zu  vereinbaren wären  (BGE  132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis, vgl. auch BGE 133 I 201 E. 2.2).  3.1.4.  Eine  Gehörsverletzung  kann  das  angerufene  Gericht  nicht  nur  aufgrund  von  Parteivorbringen,  sondern  auch  von  Amtes  wegen  prüfen  (BGE 116 V 182 E. 1a, BGE 120 V 357 E. 2a). 3.2. Der Beschwerdeführer  rügt  zu Recht,  die Vorinstanz  habe  sich mit  seinen  Einwänden  nicht  auseinandergesetzt.  Im  Einspracheentscheid  wird  zum Vorbringen  betreffend  falscher  Auskünfte  lediglich  ausgeführt:  "Die Frage stellt sich nun, welche Möglichkeiten Sie sonst gehabt hätten?  Ausser  der  Vollzeit­Weiterführung  der  Arbeit  in  der  Schweiz  oder  der  Wohnsitznahme  in  einem  Land  ausserhalb  der  EU  sehen  wir  keine  weitere  Alternative."  Dass  damit  eine  der  Voraussetzungen  für  eine  Bindung der Behörden an unrichtige Auskünfte (vgl. nachfolgende E. 4.1)  angesprochen  wurde,  dürfte  für  den  –  nicht  anwaltlich  vertretenen –  Beschwerdeführer  kaum  deutlich  geworden  sein,  weshalb  eine  sachgerechte  Anfechtung  des  Entscheides  diesbezüglich  nicht  möglich  war.  Nicht  eingegangen  wird  sodann  auf  die  Frage,  ob  die  Übergangsrente  zu Recht  als  nicht AHV­pflichtig  qualifiziert worden  sei.  Der  Einspracheentscheid  erfüllt  aber  auch  sonst  die  grundlegenden  Begründungsanforderungen  nicht,  weil  daraus  nicht  hervorgeht,  auf  welche  gesetzlichen  Grundlagen  sich  der  Entscheid  stützt,  mithin  weshalb  die  von  der  Ehefrau  geleisteten  Beiträge  nicht  angerechnet  werden  können.  Da  die  einspracheweise  angefochtene  rentenzusprechende  Verfügung  überhaupt  keine  Angaben  dazu  enthält,  weshalb  nach  der  vorzeitigen  Pensionierung  (fast)  keine  Beitragszeiten 

C­7442/2009 angerechnet  wurden,  wäre  dies  spätestens  im  Einspracheverfahren  nachzuholen gewesen. Zudem hat der Beschwerdeführer  offenbar nach  Erhalt  der  Verfügung  mehrmals  mit  der  Sachbearbeiterin  der  SAK  telefonisch  Kontakt  aufgenommen  (eine  entsprechende  Aktennotiz  liegt  jedoch  nicht  bei  den  Akten),  um  eine  Begründung  für  die  Nichtanrechnung von Beitragszeiten zu erhalten.  3.3. Hätte sich die Vorinstanz mit den Einwänden des Beschwerdeführers  tatsächlich  auseinandergesetzt,  hätte  sie  auch  feststellen  können  bzw.  müssen,  dass  verschiedene  entscheidwesentliche  Fragen  weiter  abzuklären gewesen wären  (vgl.  nachfolgende E. 4).  Insofern  liegt nicht  nur eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern auch  eine  Verletzung  des  Untersuchungsgrundsatzes  (Art. 43  Abs. 1  ATSG)  vor.  Anzufügen  bleibt,  dass  die  Akten  offensichtlich  unvollständig  sind  (zur  Aktenführungspflicht  vgl.  Art. 46  ATSG,  Urteil  BGer  8C_319/2010  vom  15. Dezember 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). Es fehlen bspw. die Schreiben  der SAK vom 28. April 2009 (vgl. SAK­act. 4) und vom 4. Juni 2009 (SAK­ act. 5) sowie Korrespondenz und Unterlagen im Zusammenhang mit dem  vom Beschwerdeführer  im August 2009 angeforderten Auszug aus dem  individuellen Konto (vgl. SAK­act. 6). Eine  ausnahmsweise  Heilung  der  Gehörsverletzung  fällt  vor  diesem  Hintergrund nicht in Betracht.  4.  Der angefochtene Entscheid  ist daher aufzuheben und die Sache  ist an  die  Vorinstanz  zur  Durchführung  eines  rechtskonformen  Einspracheverfahrens  zurückzuweisen.  Dabei  wird  die  Verwaltung  Folgendes zu beachten haben. 4.1.  Abgeleitet  aus  dem  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  (Art. 9  der  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999  [BV,  SR  101]),  welcher  den  Bürger  in  seinem  berechtigten  Vertrauen auf behördliches Verhalten schützt, können falsche Auskünfte  von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine vom  materiellen  Recht  abweichende  Behandlung  des  Rechtsuchenden  gebieten. Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist dies der Fall, 1. wenn  die  Behörde  in  einer  konkreten  Situation  mit  Bezug  auf  bestimmte  Personen  gehandelt  hat;  2.  wenn  sie  für  die  Erteilung  der  betreffenden 

C­7442/2009 Auskunft  zuständig  war  oder  wenn  die  rechtsuchende  Person  die  Behörde  aus  zureichenden Gründen  als  zuständig  betrachten  durfte;  3.  wenn  die  Person  die  Unrichtigkeit  der  Auskunft  nicht  ohne  weiteres  erkennen  konnte;  4.  wenn  sie  im  Vertrauen  auf  die  Richtigkeit  der  Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil  rückgängig  gemacht werden können, und 5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der  Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat (BGE 131 II 627 E. 6.1,  BGE 129  I  161 E.  4.1,  BGE 121 V  65 E. 2a, Urteil  BGer  8C_542/2007  vom  14. April  2008  E. 3,  je  mit  Hinweisen).  Das  Vertrauensprinzip  gilt  nicht  nur  dann,  wenn  der  Bürger  Dispositionen  getroffen  hat,  die  nicht  ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können, sondern auch, wenn  er  im  Vertrauen  auf  die  Richtigkeit  einer  behördlichen  Auskunft  oder  Anordnung es unterlassen hat, Dispositionen zu treffen, die nicht mit dem  früher möglichen Erfolg nachgeholt werden können (BGE 111 V 65 E. 4c,  Urteil  EVG H  313/98  vom  4. Mai  2000 E. 7a,  vgl.  auch BGE  121 V  65  E. 2.b). 4.2. Aus der Aktennotiz der SAK vom 28. September 2007 geht hervor,  dass  sich  die  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  u.a.  danach  erkundigte,  wie  ihr  Ehemann  bei  der  Anmeldung  zum  Rentenbezug  vorzugehen  habe.  Festgehalten wird,  dass  beide Ehegatten  in Deutschland wohnen  und  in  der Schweiz  arbeiten  bzw.  arbeiteten. Er  arbeite  nun nicht mehr  und möchte wissen, wie er sich versichern könne. Da die Ehefrau noch in  der  Schweiz  arbeite,  verweise  sie  (die  Sachbearbeiterin)  sie  (die  Versicherte) an die AK, bei der sie selbst Beiträge leiste. Sie gebe ihr "die  Artikelnr.  des  AHV­Gesetzes",  damit  sie  allenfalls  diese  bei  der  AK  erwähnen  könne  (SAK­act.  1).  Die  von  der  Sachbearbeiterin  als  massgebend erachtete Bestimmung wird nicht aufgeführt. Nach Angaben  des  Beschwerdeführers  bzw.  laut  Aktennotiz  seiner  Ehefrau  vom  27. September 2007 handelt es sich um Art. 1a Abs. 4 Bst. c AHVG.  4.2.1. Gemäss Art. 1a Abs. 4 Bst. c AHVG können im Ausland wohnhafte  nicht  erwerbstätige  Ehegatten  von  erwerbstätigen  Personen,  die  nach  Abs. 1  Bst. c,  Abs. 3  Bst. a  oder  auf  Grund  einer  zwischenstaatlichen  Vereinbarung versichert sind, der obligatorischen Versicherung beitreten.  In diesen Fällen wäre tatsächlich die Ausgleichskasse des erwerbstätigen  Ehegatten  zuständig  (vgl.  Art. 64  Abs. 3bis  AHVG,  Art. 118  Abs. 1  der  Verordnung  vom  31. Oktober  1947  über  die  Alters­  und  Hinterlassenenversicherung  [AHVV,  SR  831.101],  Wegleitung  über  die  Versicherungspflicht  in  der  AHV/IV  [WVP]  des  Bundesamtes  für  Sozialversicherungen  [BSV],  gültig  ab  1. Januar  2009,  Rz. 4065).  Ein 

C­7442/2009 Beitritt gemäss Art. 1a Abs. 4 Bst. c AHVG kommt indessen nur in Frage,  wenn der erwerbstätige Ehegatte  im Ausland tätig  ist (vgl. Art. 1a Abs. 1  Bst. c und Abs. 3 Bst. a AHVG sowie Titel vor Art. 5j AHVV). Die Auskunft  der  SAK­Mitarbeiterin  war  demnach  unrichtig.  Da  aber  aufgrund  dieser  Aussage  noch  eine  Beitrittserklärung  gegenüber  der  zuständigen  Ausgleichskasse  hätte  erfolgen  müssen,  kann  allein  diese  unrichtige  Auskunft  nicht  kausal  für  das  Unterlassen  von  allfälligen  Dispositionen  sein. 4.2.2.  Der  Beschwerdeführer  hat  bereits  in  seiner  Einsprache  geltend  gemacht, nach dem Telefongespräch mit der SAK habe seine Ehegattin  von der AK SH (Frau B._______) die Auskunft erhalten, der Ehepartner  sei  automatisch mitversichert,  falls  die  Ehefrau mehr  als  den  doppelten  Mindestbeitrag  bezahle,  weshalb  nichts  vorzukehren  sei.  Im  Beschwerdeverfahren  hat  er  dazu  auch  eine  Aktennotiz  seiner  Ehefrau  vom 27. September 2007 eingereicht. Obwohl sich der Beschwerdeführer  damit nur auf eine telefonische Auskunft beruft, sind die Angaben soweit  konkret  (Datum  und  Name  der  Sachbearbeiterin),  dass  die  Vorinstanz  nicht  ohne  weiteres  darüber  hinweggehen  durfte.  Der  Aktennotiz  lässt  sich jedoch nicht entnehmen, ob die Auskunft bezogen auf die individuell  konkrete Situation des Beschwerdeführers erteilt wurde. Da der Ehefrau  aufgrund  der  eingeholten  Auskunft  der  Unterschied  zwischen  Versicherteneigenschaft  (Art. 1a  und  Art. 2  Abs. 1  AHVG)  und  Beitragspflicht (Art. 3 AHVG) offensichtlich noch nicht klar geworden war,  wären weitere Abklärungen jedenfalls erforderlich gewesen.  4.3.  Sind  die  Voraussetzungen  (des  Schutzes  des  Vertrauens  in  eine  behördliche  Auskunft)  gemäss  E. 4.1  nicht  erfüllt,  wird  die  Vorinstanz  auch  zu  prüfen  haben,  ob  sie  (oder  die  AK  SH)  ihrer  Beratungspflicht  nachgekommen ist. Denn nach der Rechtsprechung ist die Unterlassung  einer behördlichen Auskunft, welche gesetzlich vorgeschrieben oder nach  den  im Einzelfall  gegebenen Umständen geboten war,  einer unrichtigen  Auskunft  gleichgestellt  (BGE 131 V  472 E. 5). Die  dritte Voraussetzung  lautet diesfalls: wenn die Person den  Inhalt der unterbliebenen Auskunft  nicht  kannte  oder  deren  Inhalt  so  selbstverständlich  war,  dass  sie  mit  einer  anderen  Auskunft  nicht  hätte  rechnen  müssen  (Urteil  BGer  8C_784/2008 11. September 2009 E. 5.2, BGE 131 V 472 E. 5).  4.3.1.  Gemäss  Art. 27  Abs. 2  ATSG  hat  jede  Person  Anspruch  auf  grundsätzlich  unentgeltliche  Beratung  über  ihre  Rechte  und  Pflichten. 

C­7442/2009 Dafür  zuständig  sind  die  Versicherungsträger,  denen  gegenüber  die  Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind. 4.3.2. Sinn und Zweck der Beratungspflicht ist, die betreffende Person in  die  Lage  zu  versetzen,  sich  so  zu  verhalten,  dass  eine  den  gesetzgeberischen  Zielen  des  jeweiligen  Erlasses  entsprechende  Rechtsfolge  eintritt.  Die  Beratungspflicht  nach  Art. 27  Abs. 2  ATSG  besteht  nicht  voraussetzungslos.  Es muss  ein  hinreichender Anlass  zur  Information  gegeben  sein,  was  etwa  dann  der  Fall  ist,  wenn  für  den  zuständigen  Versicherungsträger  bei  einem  durchschnittlichen  Mass  an  Aufmerksamkeit erkennbar die versicherte Person durch ein bestimmtes  Verhalten (Handeln oder Unterlassen) Leistungsansprüche zu gefährden  vermag.  Schliesslich  kann  nicht  erwartet  werden,  dass  Informationen  abgegeben  werden,  die  als  allgemein  bekannt  vorausgesetzt  werden  dürfen.  Allgemein  ist  auch  von  den  Versicherten  ein  Minimum  an  Aufmerksamkeit  und Mitdenken  im Sinne  der Betätigung  des  gesunden  Menschenverstandes zu verlangen, sei es in einem laufenden Verfahren,  sei  es  zur  Wahrung  später  entstehender  Leistungsansprüche  wie  etwa  betreffend  Beitragspflicht  und  Beitragsbezug  im  Hinblick  auf  die  Altersrente  der  AHV  (zum  Ganzen:  Urteil  BGer  9C_1005/2008  vom  5.  März 2009 E. 3.2.2 mit Hinweisen, siehe auch BGE 131 V 472, BGE 133  V 257). 4.3.3.  Dem  Beschwerdeführer  war  offensichtlich  bewusst,  dass  sich  Beitragslücken  erheblich  auf  seinen  zukünftigen  Rentenanspruch  auswirken werden und erkundigte sich deshalb bei der SAK, wie er sich  weiterhin  versichern  könne.  Die  grundlegende  Information,  dass  grundsätzlich nur die natürlichen Personen mit Wohnsitz  in der Schweiz  und  die  natürlichen  Personen,  die  in  der  Schweiz  eine  Erwerbstätigkeit  ausüben,  obligatorisch  versichert  sind  (Art. 1a  Abs. 1  Bst.  a  und  b  AHVG), hat er nicht erhalten.  4.3.4.  Ob  der  Beschwerdeführer  bei  hinreichender  Information  und  Beratung  sich  dazu  entschieden  hätte,  in  der  Schweiz  Wohnsitz  zu  nehmen  oder  wieder  eine  (evtl.  Teilzeit­)Erwerbstätigkeit  aufzunehmen,  kann aufgrund der Akten nicht beurteilt werden. Da er aber im Jahr 2008  nochmals bei  seinem ehemaligen Arbeitgeber  tätig war  (vgl.  IK­Auszug,  Beilage zu act. 5) und von April 1970 bis 1. Februar 1971 in der Schweiz  Wohnsitz  hatte  (vgl.  act. 3  [E  207]),  erscheinen  solche  Vorkehren  durchaus möglich. 

C­7442/2009 4.3.5.  Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  werden  an  den  Beweis  des  Kausalzusammenhangs  zwischen  Auskunft  und Disposition  nicht  allzu  strenge  Voraussetzungen  gestellt.  Denn  bereits  aus  dem  Umstand, dass eine versicherte Person Erkundigungen einholt, erwächst  eine  natürliche  Vermutung  dafür,  dass  sie  im  Falle  einer  korrekten  Information  ein  anderes  Vorgehen  gewählt  hätte.  Der  erforderliche  Kausalitätsbeweis  darf  deshalb  schon  als  geleistet  gelten,  wenn  es  aufgrund  der  allgemeinen  Lebenserfahrung  und  in  Würdigung  der  gesamten  Umstände  als  glaubhaft  erscheint,  dass  sich  die  versicherte  Person ohne die fragliche Auskunft anders verhalten hätte (vgl. BGE 121  V 65 E. 2.b). 4.4. Schliesslich wird die Vorinstanz – zusammen mit der AK SH – auch  zu  prüfen  haben,  ob  auf  die  vom  Beschwerdeführer  bezogene  Übergangsrente zu Unrecht keine Beiträge erhoben wurden. 4.4.1.  Die  vom  Beschwerdeführer  erwähnte  Vereinbarung  "Übergangsrente"  vom 1. Oktober 2007  (vgl. SAK­act. 9,  act. 5)  ist nicht  in den Akten. Gemäss Einsprache lehnt sich die Regelung der Stiftung an  das  Übergangsdekret  des  Kantons  Schaffhausen  (ÜDR)  vom  18. September  1995  (Rechtsbuch  Kanton  Schaffhausen,  180.130)  an.  Gemäss  § 4  Abs. 1  ÜDR  werden  die  Kosten  der  Übergangsrenten  grundsätzlich  vom  Kanton  –  also  vom  Arbeitgeber,  nicht  von  der  Vorsorgeeinrichtung – getragen.  4.4.2.  Bei  unselbständig  erwerbstätigen  Versicherten  wird  das  Einkommen, auf welchem Beiträge erhoben werden, massgebender Lohn  genannt (Art. 5 Abs. 1 AHVG). Als massgebender Lohn gilt gemäss Art. 5  Abs. 2 AHVG jedes Entgelt für in unselbständiger Stellung auf bestimmte  oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst  auch Teuerungs­ und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen,  Naturalleistungen,  Ferien­  und  Feiertagsentschädigungen  und  ähnliche  Bezüge,  ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil  des  Arbeitsentgeltes  darstellen.  Nach  Art. 5  Abs. 4  AHVG  kann  der  Bundesrat  Sozialleistungen  sowie  anlässlich  besonderer  Ereignisse  erfolgende Zuwendungen eines Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer vom  Einbezug in den massgebenden Lohn ausnehmen. 4.4.3.  Gemäss  Art. 7  Bst. q  AHVV  (in  der  vom  1. Januar  2001  bis  31. Dezember  2007  gültigen  Fassung  [AS  2000  2629])  gehören  auch  Leistungen  des  Arbeitgebers  bei  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses, 

C­7442/2009 soweit  sie  nicht  im  Sinne  von  Art. 8ter  vom  massgebenden  Lohn  ausgenommen  sind,  zum  massgebenden  Lohn.  Art. 8ter  AHVV  (in  der  vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung  [AS 2000  2629])  trug  den  Titel  Sozialleistungen  bei  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses und sah u.a. vor, dass Leistungen im Rahmen einer  Vorruhestandsregelung  des  Arbeitgebers,  soweit  sie  acht  Monatslöhne  nicht  übersteigen,  nicht  zum  massgebenden  Lohn  gehören  (vgl.  dazu  auch BGE 133 V 153). Renten waren gemäss Abs. 3 nach den Tabellen  des Bundesamtes in Kapital umzurechnen.  4.4.4. Nach  der  seit  1. Januar  2008  gültigen  Fassung  von  Art. 7  Bst. q  AHVV  gehören  Leistungen  des  Arbeitgebers  bei  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses zum massgebenden Lohn, soweit  sie nicht gemäss  Art. 8bis oder 8ter AHVV davon ausgenommen sind. Art. 8bis AHVV betrifft  Sozialleistungen  bei  ungenügender  beruflicher  Vorsorge,  Art. 8ter  AHVV  Sozialleistungen  bei  Entlassungen  aus  betrieblichen Gründen.  Tritt  eine  versicherte Person  freiwillig vorzeitig  in den Ruhestand, sind Leistungen  des Arbeitgebers  seit  dem  1. Januar  2008  demnach  nicht mehr  (soweit  sie  acht  Monatslöhne  nicht  übersteigen)  vom  massgebenden  Lohn  ausgenommen.  Laut Abs. 1  der Schlussbestimmung  der Änderung  vom  17. Oktober  2007  finden  Art. 8bis  und  8ter  AHVV  Anwendung  auf  die  ab  Inkrafttreten  dieser  Änderung  ausbezahlten  Sozialleistungen,  auf  denen  zu diesem Zeitpunkt noch keine Beiträge erhoben worden sind. 4.4.5.  Der  Beschwerdeführer  ist  jedoch  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Antwort auf die Frage, ob bzw. in welchem Umfang die von ihm bezogene  Übergangsrente der AHV­Beitragspflicht untersteht, das durchschnittliche  Jahreseinkommen  (vgl.  Art. 29quater  Bst. a  und  Art. 29quinquies  Abs. 1  AHVG), nicht aber die Beitragsdauer beeinflussen kann. Die Renten sind  in Kapital umzurechnen (Art. 7 Bst. q AHVV) und die Beiträge werden im  Zeitpunkt der erstmaligen Auszahlung erhoben (vgl. Wegleitung des BSV  über den massgebenden Lohn [WML]  in der AHV,  IV und EO [in der ab  1. Januar  2008  gültigen  Fassung]  Rz. 2112).  Eine  Versicherungsunterstellung  nach  Beendigung  des  Arbeitsverhältnisses  kann somit nicht damit begründet werden, dass die Übergangsrente zum  massgebenden Lohn gehört. 5.  Das  Verfahren  ist  für  die  Parteien  kostenlos  (Art. 85bis  Abs. 2  AHVG).  Dem  obsiegenden,  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  sind  keine  verhältnismässig  hohen  Kosten  entstanden,  weshalb  von  der 

C­7442/2009 Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1  VwVG  sowie Art. 7  Abs. 4  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ([VGKE, SR 173.320.2]).

C­7442/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene  Einspracheentscheid  aufgehoben  und  die  Sache  im  Sinne  der  Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref­Nr. _______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Susanne Fankhauser Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben  sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in  Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-7442/2009 — Bundesverwaltungsgericht 12.01.2012 C-7442/2009 — Swissrulings