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Bundesverwaltungsgericht 14.07.2011 C-4854/2008

14 luglio 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,082 parole·~10 min·1

Riassunto

Reisedokumente für ausländische Personen (Übriges) | Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung III C­4854/2008 Urteil   v om   1 4 .   Juli   2011 Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), Richter Antonio Imoberdorf, Richter Bernard Vaudan, Gerichtsschreiber Daniel Brand. Parteien 1. M._______ 2. F._______ 3. V._______, alle vertreten durch lic. iur. Susanne Bertschi, Advokatin,  Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Ausstellung eines Passes für eine ausländische Person.

C­4854/2008 Sachverhalt: A.  Die  aus  dem  ehemaligen  Jugoslawien  stammende  M._______  (geb.  1979,  nachfolgend:  Beschwerdeführerin  1),  gelangte  am  27.  Mai  1996  unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz,  wo  sie  um  Asyl  ersuchte.  Dabei  machte  sie  geltend,  Roma  mit  letztem  Wohnsitz  in  N._______  im Kosovo zu sein;  ihr Ausreiseentschluss  liege vor allem  in  den  schwierigen  Lebensbedingungen  der  Roma  im  Kosovo  begründet.  Am  27.  August  1996  lehnte  das  damalige  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF;  heute:  Bundesamt  für  Migration  [BFM])  das  Asylgesuch  ab,  verfügte gleichzeitig die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den  Wegweisungsvollzug  an.  Am  16.  Juni  2000  wurde  die  Beschwerdeführerin  1,  Lebensgefährtin  des  serbischen  Staatsangehörigen  S._______  (ebenfalls  Roma),  zusammen  mit  dem  gemeinsamen  Kind  F._______  (geb.  10.  November  1998,  nachfolgend:  Beschwerdeführer  2)  in  die  vorläufige  Aufnahme  ihres  Partners  einbezogen. Am 3. Juli 2003 erhielt sie zusammen mit S._______, ihrem  Sohn  F._______  und  der  am  24.  Juni  2001  geborenen  Tochter  V._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin  3)  eine  Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen. B.  Nachdem sich  die Beschwerdeführerin  1  in  der Vergangenheit  erfolglos  um ein schweizerisches Ersatzreisepapier bemüht hatte, ersuchte sie am  6.  Juni  2008  erneut  um  Ausstellung  von  Pässen  für  eine  ausländische  Person  für  sich und  ihre Kinder,  um  ins Ausland  reisen  zu  können. Zur  Begründung  führte  sie  aus,  weil  sie  Roma  sei,  sei  für  sie  keine  Auslandvertretung  zuständig.  Sie  habe  vergeblich  versucht,  bei  der  mazedonischen Botschaft in Bern Reisepässe zu erhalten. Als Beleg ihrer  mazedonischen  Herkunft  legte  sie  die  Kopie  eines  Auszugs  aus  dem  mazedonischen Geburtsregister bei. C.  Mit Verfügung vom 20. Juni 2008 wies die Vorinstanz diese Gesuche ab.  Zur  Begründung  wurde  ausgeführt,  gemäss  gesicherten  Erkenntnissen  des  BFM  stellten  die  diplomatischen  Vertretungen  von  Serbien  und  Mazedonien  in  der  Schweiz  ihren  Staatsangehörigen  auf  Gesuch  hin  gültige Reisepässe  aus.  Die  Beschwerdeführerin  1  habe  als Geburtsort  G._______  in  Mazedonien  genannt  und  einen  entsprechenden  Auszug  aus  dem  mazedonischen  Geburtsregister  vorgelegt.  Anlässlich  der 

C­4854/2008 Einreichung  ihres Asylgesuchs habe sie noch angegeben,  in N._______  im  Kosovo  geboren  zu  sein.  Es  obliege  ihr,  die  administrativen  Voraussetzungen  zur  Ausstellung  eines  heimatlichen  Reisepasses  zu  schaffen  und  allenfalls  die  von  der  heimatlichen  Vertretung  verlangten  notwendigen  Dokumente  bereit  zu  stellen.  Die  Beschwerdeführerin  1  habe  insbesondere keine Gründe genannt, weshalb es  ihr nicht möglich  sein sollte, sich über die Abstammung  ihrer Eltern, die sie  in Frankreich  besuchen  möchte,  um  die  entsprechende  Staatsangehörigkeit  zu  bewerben. Sie und ihre beiden Kinder würden daher nicht als schriftenlos  gelten.  D.  Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  21.  Juli  2008  beantragen  die  Beschwerdeführer  beim  Bundesverwaltungsgericht,  die  vorinstanzliche  Verfügung  sei  aufzuheben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz  zur  Ausstellung  der  beantragten  Reisepapiere  zurückzuweisen;  eventualiter  sei  den  Beschwerdeführern  ein  Reisepapier  auszustellen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  wird  die  Einvernahme  einer  Mitarbeiterin  der Ausländerberatung der Gesellschaft für das Gemeinnützige und Gute  (GGG) Basel und des Kindsvaters als Zeugen sowie die Gewährung der  unentgeltlichen  Rechtspflege  samt  Verbeiständung  beantragt.  Zur  Begründung  lassen  die  Beschwerdeführer  im Wesentlichen  vorbringen,  der Beschwerdeführerin  1  sei  trotz mehrmaliger Kontaktnahme mit  dem  mazedonischen Konsulat und Intervention der genannten Beratungsstelle  die  Ausstellung  eines  Reisepapiers  verweigert  worden.  Entgegen  ihren  Angaben  im  Asylverfahren,  die  offenbar  auf  einem  Missverständnis  beruhten,  sei  die  Beschwerdeführerin  1  nicht  in  N._______  im  Kosovo,  sondern  in  Mazedonien  geboren;  anschliessend  sei  sie  in  den  Kosovo  gezogen,  wo  sie  bei  ihren  Grosseltern  aufgewachsen  sei.  Da  die  Beschwerdeführerin  1  nicht  mit  dem  Kindsvater,  einem  serbischen  Staatsangehörigen, verheiratet und ihre Staatsangehörigkeit nicht geklärt  sei, könnten ihre Kinder – die Beschwerdeführer 2 und 3 – das serbische  Bürgerrecht  nicht  erlangen.  Zurzeit  werde  abgeklärt,  ob  kosovarische  Pässe erhältlich gemacht werden könnten.  Der Eingabe waren zahlreiche Beweismittel beigelegt. E.  Mit  Zwischenverfügung  vom  30.  Juli  2008  gab  das  Bundesverwaltungsgericht  dem  Antrag  auf  Zeugeneinvernahmen  nicht 

C­4854/2008 statt,  gab  den  Beschwerdeführern  jedoch  die  Möglichkeit,  schriftliche  Stellungnahmen der betreffenden Personen nachzureichen. In einem an die Rechtsvertreterin gerichteten Schreiben vom 19. August  2008  bestätigt  die  fragliche  Mitarbeiterin  der  Ausländerberatungsstelle  ihre Kontaktnahme mit dem mazedonischen Konsulat in Bern, wo sie eine  ablehnende Antwort erhalten habe.  In  der  Folge  wurde  eine  Bestätigung  der  mazedonischen  Botschaft  in  Bern  vom  29.  August  2008  –  in  schlecht  verständlichem  Deutsch –  nachgereicht, die sinngemäss  festhält, die Beschwerdeführerin dürfe die  mazedonische  Staatsangehörigkeit  nicht  besitzen,  und  im  Weitern  bestätigt, dass diese in den amtlichen Registern nicht verzeichnet sei. In  einem  als  Bestätigung  bezeichneten  Schreiben  vom  16.  September  2008 hält der Kindsvater fest, gemäss Auskunft der serbischen Botschaft  in  Bern  könnten  seine  Kinder  das  serbische Bürgerrecht  ohne  amtliche  Papiere der Kindsmutter nicht erlangen. F.  Mit  Zwischenverfügung  vom  6.  November  2008  gab  das  Bundesverwaltungsgericht  dem  Gesuch  der  Beschwerdeführer  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  statt,  wobei  ihnen  die  bisherige  Rechtsvertreterin,  Advokatin  Susanne  Bertschi,  als  unentgeltliche Rechtsbeiständin beigegeben wurde. G.  Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 2. Dezember 2008  auf  Abweisung  der  Beschwerde.  Die  Beschwerdeführerin  1  habe  anlässlich  ihrer  Erstbefragung  zu  den  Asylgründen  angegeben,  in  Nadakovac  im  Kosovo  geboren  zu  sein  und  eine  kosovarische  Identitätskarte zu besitzen, womit sie  theoretisch Anrecht auf den Erhalt  eines  serbischen  Reisepasses  hätte.  Gemäss  gesicherten  Kenntnissen  des  BFM  stellten  die  kosovarischen  Behörden  erst  seit  Ende  Juli  2008  gültige Reisepässe aus. Der von der Schweiz seit dem 27. Februar 2008  anerkannte Staat Kosovo sei allerdings zurzeit aus technischen Gründen  nicht  in  der  Lage,  alle  Auslandsvertretungen  so  auszurüsten,  dass  die  Ausstellung  neuer  Pässe  möglich  sei.  Dass  er  in  dieser  Situation  die  Schaffung  der  notwendigen  Infrastruktur  schrittweise  vorantreibe  und  dabei Prioritäten setze, sei nicht zu beanstanden und von den betroffenen  Ausländern grundsätzlich hinzunehmen. Der Beschwerdeführerin 1 stehe 

C­4854/2008 daneben  auch  offen,  sich  entweder  über  die  Botschaft  von  Serbien  ins  Staatsbürgerregister  durch  Abstammung  eintragen  zu  lassen  oder  aber  aufgrund  der  mazedonischen  Herkunft  ihrer  Eltern  in  Mazedonien  ein  Begehren  um  Erhalt  der  mazedonischen  Staatsbürgerschaft  zu  stellen.  Abschliessend  erklärte  sich  das  BFM  bereit,  der  Beschwerdeführerin  1  ein  Ersatzreisepapier  auszustellen,  sollte  sich  zwecks  Durchführung  eines  Einbürgerungsverfahrens  eine  Reise  nach  Mazedonien  als  unumgänglich erweisen. H.  Mit  Replik  vom  27.  Januar  2009  halten  die  Beschwerdeführer  an  ihren  Anträgen  und  deren  Begründung  vollumfänglich  fest.  Anlässlich  ihrer  Asylbefragung habe die Beschwerdeführerin 1 nicht gesagt, sie besässe  eine  Identitätskarte,  sondern  habe  Angaben  gemacht,  dass  von  ihr  ein  Foto  in  der  ID  oder  dem  Pass  der  Mutter  sei.  Ohne  Nachweis  ihrer  Abstammung  sei  es  ihr  –  insbesondere  als  Roma  –  nicht  möglich,  zu  einer Eintragung  in einem Bürgerrechtsregister  zu  kommen. Abgesehen  davon sei im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheides die Beschaffung  eines kosovarischen Reisepapiers noch gar nicht möglich gewesen.  I.  In  ihrer  ergänzenden  Vernehmlassung  vom  17.  August  2009  hält  die  Vorinstanz fest, gemäss Schreiben der mazedonischen Botschaft in Bern  vom 29. August 2008 sei die Beschwerdeführerin 1  in Mazedonien nicht  registriert.  Laut  ihren  eigenen  Aussagen  im  Asylverfahren  stamme  die  Ausländerin  jedoch  aus  dem  Kosovo,  wo  sie  bis  zu  ihrer  Ausreise  im  Jahre 1996 gelebt habe.  Ihre Möglichkeiten zum Erwerb der serbischen  oder  kosovarischen  Staatsangehörigkeit  seien  daher  noch  nicht  erschöpft.  Es  sei  ihr  somit  möglich  und  zumutbar,  sich  bei  den  zuständigen  heimatlichen  Behörden  um  die  Ausstellung  von  Reisepapieren  zu  bemühen  oder  aber  einen  Antrag  um  Erwerb  der  entsprechenden  Staatsbürgerschaft  zu  stellen.  Es  obliege  allein  der  Beschwerdeführerin  1,  ihre  Staatsangehörigkeit  zu  klären,  um  so  die  administrativen  Voraussetzungen  zum  Erwerb  eines  heimatlichen  Reisedokumentes zu schaffen. J.  In  ihrer  Stellungnahme  vom  21.  September  2009,  der  eine  Bestätigung  der  kosovarischen  Vertretung  vom  28.  August  2009  beigelegt  wurde,  wonach  in  allgemeiner  Weise  festgehalten  wird,  dass  weder  ein  Identitäts­  noch  ein  Reisepapier  ausgestellt  werde,  macht  die 

C­4854/2008 Rechtsvertreterin  geltend,  auch  auf  ihre  Anfrage  und  derjenigen  der  Ausländerberatung der GGG Basel hin seien von den Botschaften keine  mit  Namen  versehenen  Bestätigungen  erhältlich.  Es  verbleibe  dem  Bundesverwaltungsgericht,  allenfalls  amtliche  Erkundigungen  bei  allen  erdenklichen  Botschaften  über  die  Möglichkeit  der  Papierbeschaffung  ihrer Mandantin einzuholen. K.  In  einer  weiteren  Eingabe  vom  27.  Oktober  2009  weist  die  Rechtsvertreterin unter Beilage entsprechender Passauszüge darauf hin,  dass die Beschwerdeführer 2 und 3 in der Zwischenzeit einen serbischen  Reisepass erhalten hätten. Dies, nachdem  ihr Vater bei den serbischen  Behörden mehrfach vorstellig geworden sei.  L.  Am  4.  bzw.  30. Mai  2011  schliesslich  wurde  eine  an  die Ombudsstelle  des  Kantons  Basel­Stadt  gerichtete  Bestätigung  des  "Bürgerrechtsprogramms  Kosovo"  vom  29.  März  2011  mit  entsprechender  Bescheinigung  des  Zivilstandsamtes  der  Gemeinde  X._______  (Republik Kosovo)  vom 2. März  2011 nachgereicht, wonach  die  Beschwerdeführerin  1  im  entsprechenden  Geburtenregister  nicht  eingetragen sei.  M.  Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1.  Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  –  unter  Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  –  Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom  20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021),  welche  von  einer  in  Art.  33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen  unter  anderem  Verfügungen  des  BFM  betreffend  Ausstellung  von  Reisedokumenten  für  ausländische  Personen.  Das  Urteil  des 

C­4854/2008 Bundesverwaltungsgerichts  ist  endgültig  (Art.  83  Bst. c  Ziff.  6  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Gesetz  nichts  anderes bestimmt. 1.3.  Die  Beschwerdeführer  sind  gemäss  Art.  48  Abs.  1  VwVG  zur  Beschwerde  legitimiert.  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG). 1.4.  Am  2.  Oktober  2009  wurden  F._______  und  V._______  von  der  serbischen Botschaft  in Bern heimatliche Reisepässe ausgestellt, womit  das  Verfahren  betreffend  Ausstellung  eines  schweizerischen  Ersatzreisepapiers  bezüglich  der  Beschwerdeführer  2  und  3  gegenstandslos geworden ist. 2.  Am 1. März 2010 trat die neue Verordnung vom 20. Januar 2010 über die  Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Personen (RDV, SR  143.5)  in Kraft, welche die bisherige Verordnung vom 27. Oktober 2004  über  die  Ausstellung  von  Reisedokumenten  für  ausländische  Personen  (RDV  von  2004,  AS  2004  4577)  ersetzt.  Gemäss  den  Übergangsbestimmungen  der  RDV  gilt  für  die  im  Zeitpunkt  des  Inkrafttretens  dieser  Verordnung  hängigen  Verfahren  um  Ausstellung  eines Reisedokuments das neue Recht. Vorliegend findet daher die neue  RDV  Anwendung,  deren  hier  relevante  Bestimmungen  inhaltlich  allerdings  keine  (wesentlichen)  Änderungen  erfahren  haben  (vgl.  Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C­2848/2008 vom 17. November 2010 E.  2 mit weiteren Hinweisen). 3.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  sowie,  wenn  nicht  eine  kantonale  Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat,  die  Unangemessenheit  gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist  gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 

C­4854/2008 gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend  gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich  die  Sach­  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Entscheides (vgl. E. 1.2 des Urteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom  28. März  2003,  teilweise  publiziert  in  BGE  129  II  215;  BGE  135  II  369  E.3.3). 4.  4.1. Nach Massgabe  von  Art.  59  Abs.  2  Bst.  a  AuG  in  Verbindung mit  Art. 2  Bst.  a  RDV  hat  eine  ausländische  Person,  die  nach  dem  Abkommen  vom  28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  als  Flüchtling  anerkannt  wurde,  Anspruch  auf  einen  Reiseausweis  für  Flüchtlinge.  Anspruch  auf  einen  Pass  für  eine  ausländische  Person  haben  nach  dem  Übereinkommen  vom  28. September  1954  über  die  Rechtsstellung  der  Staatenlosen  (SR  0.142.40)  als  staatenlos  anerkannte  Personen  sowie  schriftenlose  ausländische  Personen  mit  Niederlassungsbewilligung  (Art.  59  Abs.  2  Bst. b und c AuG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 RDV).  4.2.  Fraglos  fällt  die  Beschwerdeführerin  1,  die  im  Besitze  einer  Jahresaufenthaltsbewilligung ist, unter keine dieser Kategorien. Sie kann  somit  keinen  Anspruch  auf  Abgabe  eines  schweizerischen  Ersatzreisepapiers  geltend  machen.  Gemäss  Art.  59  Abs.  1  AuG  in  Verbindung  mit  Art.  3  Abs.  2  RDV  kann  das  BFM  allerdings  Jahresaufenthaltern im Rahmen des freien (pflichtgemässen) Ermessens  einen  Pass  für  eine  ausländische  Person  abgeben.  Voraussetzung  ist  jedoch immer, dass diese Ausländer schriftenlos sind. 4.3.  Als  schriftenlos  gilt  eine  ausländische  Person,  die  keine  gültigen  Reisedokumente ihres Heimat­ oder Herkunftsstaates besitzt und von der  nicht verlangt werden kann, dass sie sich bei den zuständigen Behörden  ihres  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  um  die  Ausstellung  oder  Verlängerung eines Reisedokuments bemüht (Art. 6 Abs. 1 Bst. a RDV),  oder  für  welche  die  Beschaffung  von  Reisedokumenten  unmöglich  ist  (Art.  6  Abs. 1  Bst.  b  RDV).  Die  Schriftenlosigkeit  wird  im  Rahmen  der  Gesuchsprüfung durch das BFM festgestellt (Art. 6 Abs. 4 RDV). 4.4. Damit eine Rückkehr  in den Heimatstaat  jederzeit möglich bleibt,  müssen  ausländische  Personen  während  ihres  Aufenthaltes  in  der  Schweiz  im  Besitze  eines  gültigen,  nach  Art.  13  Abs.  1  AuG  anerkannten  Ausweispapiers  sein  (PETER  UEBERSAX,  Einreise  und 

C­4854/2008 Anwesenheit,  in:  Peter  Uebersax/Beat  Rudin/Thomas  Hugi  Yar/Thomas  Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  Eine  umfassende  Darstellung der Rechtsstellung von Ausländerinnen und Ausländern in  der Schweiz –  von A(syl)  bis Z(ivilrecht),  2. Auflage, Basel  2009, Rz.  7.284 mit weiteren Hinweisen;  Botschaft  zum Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3709  ff.,  3819).  Sie  sind  verpflichtet,  Ausweispapiere  zu  beschaffen  oder  bei  deren Beschaffung durch die Behörden mitzuwirken (vgl. Art. 89 sowie  Art. 90 Bst. c AuG i.V.m. Art. 8 der Verordnung vom 24. Oktober 2007  über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]). 5.  5.1. Vorliegend ist demnach zu prüfen, ob die Vorinstanz hinsichtlich der  Beschwerdeführerin 1 zu Recht die Schriftenlosigkeit – als unabdingbare  Voraussetzung für die Ausstellung eines Reisedokuments – verneint hat,  indem  sie  sowohl  die  Möglichkeit  der  Beschaffung  eines  heimatlichen  Reisepasses  (vgl.  Art.  6 Abs.  1 Bst.  b RDV)  als  auch  die  Zumutbarkeit  entsprechender  Bemühungen  bei  den  zuständigen  heimatlichen  Behörden (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. a RDV) als gegeben erachtete.  Die  Frage  der  Zumutbarkeit,  mithin  diejenige,  ob  die  Beschaffung  von  Reisedokumenten  bei  den  Heimatbehörden  von  den  betreffenden  Personen verlangt werden kann, ist in diesem Zusammenhang nicht nach  subjektiven,  sondern  nach  objektiven  Massstäben  zu  beurteilen  (vgl.  Urteile  des  Bundesgerichts  2A.335/2006  vom  18.  Oktober  2006  E.  2.1  sowie  2A.12/2005  und  2A.13/2005  vom  25.  April  2005  E.  3.2  mit  Hinweisen). 5.2.  Namentlich  von  schutzbedürftigen  und  asylsuchenden  Personen  kann  im  Hinblick  auf  eine  potentielle  Gefährdungslage  eine  Kontaktaufnahme  mit  den  zuständigen  Behörden  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaates  nicht  verlangt  werden  (vgl.  Art.  6  Abs.  3  RDV).  Aus  diesen Ausführungen ist zu schliessen, dass von Personen, die – wie die  Beschwerdeführerin  1  –  im  Besitz  einer  Jahresaufenthaltsbewilligung  sind, eine solche Kontaktaufnahme  im Hinblick auf die Beschaffung von  Reisedokumenten  verlangt  werden  kann.  Die  Beschwerdeführerin  1  erhebt  denn  auch  –  zu  Recht  –  keine  Einwände  gegen  eine  Kontaktaufnahme mit den heimatlichen Behörden. Sie  ist somit nicht als  schriftenlos im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. a RDV zu betrachten.

C­4854/2008 5.3. Die Beschwerdeführerin 1  führt hingegen aus, all  ihre Bemühungen  um  Erhalt  eines  heimatlichen  Reisepasses  seien  gescheitert,  und  behauptet  in  diesem  Zusammenhang,  als  Roma  sei  keine  Auslandvertretung  für  sie  zuständig,  weshalb  sie  keinen  Reisepass  erhalten  könne.  So  soll  sie  gemäss  Schreiben  der  Vormundschaftsbehörde des Kantons Basel­Stadt  an die Mazedonische  Botschaft  in  Bern  vom  12.  Februar  2008  bei  dieser  Vertretung  in  der  Vergangenheit  bereits  zweimal  vergeblich  um  Ausstellung  von  neuen  Pässen  ersucht  haben.  Entsprechende  Belege  für  diese  Vorsprachen  konnten  allerdings  nicht  beigebracht  werden.  Im  Verlaufe  des  Beschwerdeverfahrens  wurde  eine  Bestätigung  der  Mazedonischen  Botschaft  in  Bern  vom  29.  August  2008  –  in  schlecht  verständlichem  Deutsch – nachgereicht, die sinngemäss und ohne Begründung festhält,  die  Beschwerdeführerin  1  dürfe  die  mazedonische  Staatsangehörigkeit  nicht besitzen, und im Weitern bestätigt, dass die fragliche Person nicht in  den amtlichen Registern verzeichnet sei. Einmal davon abgesehen, dass  die  letztgenannte  "Bestätigung"  zumindest  in  teilweisem  Widerspruch  zum  eingereichten  Auszug  aus  dem  Geburtsregister  der  Republik  Mazedonien  vom  21.  September  2007  steht,  wonach  die  Beschwerdeführerin  1  in  G._______  (einem  Stadtbezirk  von  Skopje)  geboren  sei,  lässt  sich  daraus  (noch)  nicht  schliessen,  die  heimatlichen  Behörden weigerten sich offensichtlich, der Gesuchstellerin Reisepapiere  abzugeben;  dies  schon  deshalb  nicht,  weil  nach  wie  vor  kein  abschliessender  (schriftlicher)  Entscheid  der  zuständigen Behörden  von  Mazedonien  über  die  Ausstellung  oder  Nichtausstellung  eines  heimatlichen  Reisepasses  an  die  Beschwerdeführerin  1  vorliegt.  Nichts  anderes  lässt  sich  aus  der  am  10. September  2009  eingereichten  Bestätigung der kosovarischen Vertretung vom 28. August 2009 (vgl. Bst.  J.  des  Sachverhalts)  oder  aus  der  am  30.  Mai  2011  nachgereichten  Bescheinigung des Zivilstandsamtes X._______  (Republik Kosovo)  vom  2.  März  2011  ableiten,  wonach  die  Beschwerdeführerin  1  im  dortigen  Geburtsregister nicht eingetragen sei. 5.4. Die Vorinstanz hat bereits in ihrer Vernehmlassung vom 2. Dezember  2008 darauf hingewiesen, dass es der Beschwerdeführerin 1 offen stehe,  sich  entweder  über  die  Botschaft  von  Serbien  ins  Staatsbürgerregister  durch  Abstammung  eintragen  zu  lassen  oder  aber  aufgrund  der  mazedonischen  Herkunft  ihrer  Eltern  in  Mazedonien  ein  Begehren  um  Erhalt der mazedonischen Staatsbürgerschaft zu stellen. Zu Recht hat sie  in ihrer ergänzenden Vernehmlassung vom 17. August 2009 festgehalten,  es  obliege  allein  der Beschwerdeführerin  1,  ihre Staatsangehörigkeit  zu 

C­4854/2008 klären,  und  dadurch  die  administrativen  Voraussetzungen  zum  Erwerb  eines  heimatlichen  Reisedokumentes  zu  schaffen.  Aus  den  Akten  ergeben  sich  keine  Hinweise,  dass  die  Beschwerdeführerin  1  in  der  Zwischenzeit diesbezügliche Schritte unternommen hätte. Zwar liegen als  Beweismittel zahlreiche schriftliche Anfragen der Rechtsvertreterin sowie  von Drittpersonen zur Frage der Staatsbürgerschaft von Roma vor. Dass  derartige  Interventionen  –  ohne  persönliche  Kontaktnahme  mit  den  in  Frage stehenden heimatlichen Vertretungen in der Schweiz – wohl kaum  zum  gewünschten  Ziel  führen  dürften,  ist  nachvollziehbar.  Allein  schon  zwecks Abklärung der Identität dürften (weitere) persönliche Vorsprachen  der  Beschwerdeführerin  1  unumgänglich  sein  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts C­3724/2010 vom 26. April  2011 E. 4.4. mit  weiteren  Hinweisen).  So  ist  es  denn  auch  dem  Lebenspartner  der  Beschwerdeführerin  1  (ebenfalls  Angehöriger  der  Roma)  durch  mehrmalige  persönliche  Vorsprachen  bei  den  serbischen  Behörden  gelungen,  für  seine  Kinder  –  ungeachtet  ihrer  Ethnie  –  serbische  Reisepässe  zu  erhalten.  Ein  Unterfangen,  das  von  den  Beteiligten  ursprünglich als unmöglich bezeichnet wurde. 5.5.  Soweit  von  der  Rechtsvertreterin  beantragt  wird,  amtliche  Erkundigungen  bei  allen  erdenklichen  Botschaften  über  die  Staatsangehörigkeit  bzw.  die  Möglichkeit  der  Papierbeschaffung  der  Beschwerdeführerin  1  einzuholen,  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  für  die  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  im  Verwaltungsverfahren zwar grundsätzlich die Untersuchungsmaxime gilt.  Diese wird jedoch relativiert durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl.  Art.  13  VwVG),  welche  namentlich  insoweit  greift,  als  eine  Partei  das  Verfahren  durch  eigenes  Begehren  eingeleitet  hat  oder  darin  eigene  Rechte geltend macht. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche  Tatsachen,  welche  eine  Partei  besser  kennt  als  die  Behörden  (insbesondere  im  Zusammenhang  mit  Abstammung  und  Herkunft)  und  welche diese ohne  ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem  Aufwand  erheben  können  (BGE 128  II  139 E.  2b S.  142  f. mit Hinweis  und Urteil 2A.78/2000 vom 23. Mai 2000 E. 3 mit Hinweisen). So hielten das Bundesverwaltungsgericht sowie zuvor das BFM in einem  Verfahren um Anerkennung der Staatenlosigkeit (vgl. Urteil C­1042/2006  vom 9. September 2008 E. 3.5, bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts  2C_763/2008  vom  26.  März  2009  E.  3.3;  vgl.  auch  Urteil  des  Bundesgerichts 2A.78/2000 vom 23. Mai 2000 E. 2c) fest, die sehr vagen  Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Lebenslauf verunmöglichten 

C­4854/2008 den  schweizerischen  Behörden  eine  diesbezügliche  Klärung;  der  Nachweis  der  Identität  (und  somit  auch  der  Nationalität)  könne  unter  diesen  Umständen  lediglich  vom  Beschwerdeführer  selber  erbracht  werden.  Auch  im  vorliegenden Fall  stehen die  äusserst  spärlichen  und  zum Teil  widersprüchlichen  Angaben  der  Beschwerdeführerin  1  zu  ihrer  Abstammung,  auf  welche  die  Vorinstanz  in  Verfügung  und  Vernehmlassung hingewiesen hat, allfälligen weiteren Abklärungen durch  das  Bundesverwaltungsgericht  entgegen.  Dies  umso  mehr,  als  sowohl  die  Schweizerische  Botschaft  im  Kosovo  als  auch  die  Schweizervertretung  in  Skopje  auf  entsprechende  schriftliche  Anfragen  der  Rechtsvertreterin  hin  festgehalten  haben,  Botschaftsabklärungen  in  privat  veranlassten  Angelegenheiten  seien  nicht  möglich  (vgl.  die  als  Beweismittel  eingereichten  E­Mails  vom  14. bzw.  17.  Juli  2008).  Dem  entsprechenden  Verfahrensantrag  ist  daher  nicht  stattzugeben.  Wie  erwähnt,  obliegt  es  allein  der  Beschwerdeführerin  1,  vorerst  ihre  Staatsangehörigkeit  klären  zu  lassen,  um  so  in  den  Besitz  eines  heimatlichen Reisepapiers  zu  gelangen.  Ihre Möglichkeiten  zum Erwerb  eines mazedonischen,  kosovarischen  oder  gar  serbischen Reisepapiers  sind in casu noch nicht erschöpft. 5.6. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschaffung eines heimatlichen  Reisedokuments  –  entgegen  der  Ansicht  der  Beschwerdeführerin  1 –  nicht als objektiv unmöglich im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. b RDV.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  zum  heutigen  Zeitpunkt  keine  objektiven  Gründe  vorliegen,  aufgrund  derer  die  Beschwerdeführerin  1  als  schriftenlos  im Sinne  von Art.  6 Abs.  1 RDV anzusehen wäre. Dies  umso weniger, als sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte ergeben,  die  allenfalls  zuständigen  heimatlichen  Behörden  würden  sich  ohne  zureichende Gründe – und damit willkürlich – weigern, ihr ein Reisepapier  auszustellen (vgl. das erwähnte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­ 724/2010  vom  26.  April  2011 E.  4.7 mit  Hinweisen).  Auch  die weiteren  Ausführungen  auf  Beschwerdeebene  sind  nicht  geeignet,  zu  einer  von  der Vorinstanz abweichenden rechtlichen Würdigung zu gelangen. 6.  Die  Vorinstanz  hat  demzufolge  der  Beschwerdeführerin  1  zu  Recht  die  Ausstellung  eines  schweizerischen  Ersatzreisepapiers  verweigert.  Die  angefochtene Verfügung,  soweit  sie nicht  gegenstandslos geworden  ist, 

C­4854/2008 erweist  sich  somit  im Lichte  von Art. 49 VwVG als  rechtmässig  und die  Beschwerde ist demzufolge abzuweisen. 7.  Da  den  Beschwerdeführern  mit  Zwischenverfügung  vom  6.  November  2008  die  unentgeltliche  Rechtspflege  gewährt  wurde,  sind  sie  von  der  Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Das  Honorar  der  amtlichen  Rechtsbeiständin  wird  auf  Fr.  1'600.­  festgesetzt  (Art. 65 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 12 und 14 des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Für  dieses  besteht  eine  Rückerstattungspflicht  gemäss  den  Voraussetzungen  von  Art.  65  Abs. 4 VwVG.

C­4854/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos  geworden ist. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Für  ihre  anwaltschaftlichen  Bemühungen  wird  Advokatin  Susanne  Bertschi,  Basel,  eine  Entschädigung  von  Fr.  1'600.­  (inkl.  MwSt)  ausgerichtet. 4.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführer (Einschreiben) – die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. N [...] sowie N [...] zurück) – das Migrationsamt des Kantons Basel­Stadt Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Marianne Teuscher Daniel Brand Versand:

C-4854/2008 — Bundesverwaltungsgericht 14.07.2011 C-4854/2008 — Swissrulings