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Bundesverwaltungsgericht 18.07.2011 C-4041/2009

18 luglio 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,973 parole·~15 min·1

Riassunto

Rentenanspruch | Invalidenrente

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung III C­4041/2009 Urteil   v om   1 8 .   Juli   2011 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Johannes Frölicher,  Richter Beat Weber,    Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth. Parteien A._______, Kosovo,   vertreten durch memos Osmani, Herr Ernest Osmani,  In der Ey 29, 8047 Zürich, Beschwerdeführer,  gegen IV­Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  avenue Edmond­Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    Vorinstanz.  Gegenstand Invalidenrente.

C­4041/2009 Sachverhalt: A.  Der 1955 geborene kosovarische Staatsangehörige A._______ arbeitete  während mehrerer Jahre als Hilfsarbeiter in einer Sägerei in der Schweiz.  In  dieser  Zeit  leistete  er  obligatorische  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV;  IV­act. 5,  6  und  SUVA­act. 10/1).  Am  1. Juli  2003  stellte  er  ein  Gesuch  um  Gewährung  einer  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung,  da  er seit 1992 krank sei (IV­act. 2 und 5). B.  Mit  Verfügung  vom  30. März  2005 wies  die  IV­Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IVSTA)  das  Leistungsbegehren  von  A._______  ab, da keine Invalidität vorliege, die einen Rentenanspruch zu begründen  vermöge (IV­act. 23). C.  Nach  Durchführung  eines  Einspracheverfahrens  und  Einholung  eines  interdisziplinären Gutachtens aus dem Kosovo (vgl. IV­act. 27, 33, 35, 43  bis  46,  50  und  51),  teilte  die  IVSTA  A._______  mit  Vorbescheid  vom  1. Mai 2007 mit, dass weder eine bleibende Erwerbsunfähigkeit noch eine  ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines  Jahres  vorliege.  Zwar  sei  die  letzte  gewinnbringende  Tätigkeit  aufgrund  des  Gesundheitszustandes  seit  dem  1. Juli  1992  nicht  mehr  zumutbar.  Die  Ausübung  einer  anderen,  leichteren,  dem  Gesundheitszustand  besser  angepassten gewinnbringenden Tätigkeit sei jedoch seit dem 1. Juli 1996  wieder  in  rentenausschliessender Weise zumutbar. Vom 1. Juli 1993 bis  zum  31. Oktober  1996  hätte  Anspruch  auf  eine  befristete  Rente  bestanden. Der Rentenantrag sei jedoch erst am 19. August 2003 gestellt  worden,  weshalb  die  Rente  frühestens  ab  dem  1. August  2002  ausgerichtet  werden  könnte.  Zu  diesem  Zeitpunkt  habe  keine  rentenbegründende  Invalidität  mehr  bestanden.  Das  Leistungsbegehren  der Invalidenversicherung müsste somit abgewiesen werden (IV­act. 53). D.  In  seinem  Einwand  vom  3. Mai  2007  bzw.  5. Juli  2007  beantragte  A._______  die  Gewährung  einer  ganzen  Invalidenrente,  da  er  seit  mehreren  Jahren  zu  100%  arbeitsunfähig  sei  (IV­act. 54  und  63).  Als  Beweismittel  reichte  er  diverse  Berichte  von  behandelnden  Ärzten,  welche  ihm eine Arbeitsunfähigkeit  von 70% bzw. 100% attestierten,  zu  den Akten (IV­act. 56 bis 61). 

C­4041/2009 E.  In  ihrer  Stellungnahme  vom  30. August  2007  attestierte  Dr. med.  B._______ des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Rhone A._______  ein  schweres  Quetschtrauma  des  rechten  Fusses  und  Unterschenkels  am  1. Juli  1992  mit  bzw.  bei  Frakturen  Os  naviculare,  cuboideum,  Talushalsfraktur,  Logensyndrom,  Status  nach  Osteosynthese  der  Frakturen  und  Logenspaltung,  Status  nach  Osteosynthesematerialentfernung, Status nach Sudeckscher Dystrophie,  posttraumatischer  USG­Arthrose  mit  Beschwerden,  eine  rezidivierende  depressive  Episode  mittleren  Grades,  ein  chronisches  Lumbovertebralsyndrom  bei  funktioneller  Fehlhaltung  infolge  Beinentlastung  rechts,  eine  arterielle  Hypertonie,  eine  chronische  Gastritis  sowie eine COPD  (Chronic  obstructive  pulmonary disease)  bei  Nikotinabusus.  Aus  den  neu  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  könne  "bestenfalls"  auf  eine  Verschlimmerung  der  COPD  geschlossen  werden.  Die  Psychiater  sprächen  von  einem  reaktiven  depressiven  Syndrom, was definitionsgemäss nicht so schwer sei, als dass es einen  Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte. Aussagekräftige klinische Befunde  seien  nicht  erhoben worden. Das  eingeholte  interdisziplinäre Gutachten  aus dem Kosovo sei bereits älter als ein Jahr. Da sich die COPD und die  psychiatrische  Situation  zwischenzeitlich  verschlechtert  haben  könnten,  sei eine neue interdisziplinäre Beurteilung nötig (IV­act. 65). F.  Dres. med.  C._______,  D._______  und  E._______  des  Medizinischen  Zentrums  Römerhof  (MZR)  in  Zürich  kamen  in  ihrem  interdisziplinären  Gutachten  vom  13. Dezember  2008  zum  Schluss,  dass  A._______  aufgrund  seiner  posttraumatischen  Fussarthrose  rechts  für  körperlich  schwere,  gehende  oder  stehende  Tätigkeiten  seit  Juli  1992  zu  100%  arbeitsunfähig  sei. Hingegen bestehe  für  eine behinderungsangepasste,  wechselbelastende  und  vorwiegend  sitzende  Tätigkeit  keine  Einschränkung  der  zumutbaren  Arbeitsfähigkeit.  Weder  die  internistischen  noch  die  psychiatrischen  Diagnosen  bedingten  eine  Arbeitsunfähigkeit (IV­act. 69). G.  Auf  entsprechende  Anfrage  der  IVSTA  kam  Dr. med.  B._______  des  RAD Rhone  in  ihrer Stellungnahme vom 21. Januar  2009 zum Schluss,  dass  A._______  in  der  bisherigen  Tätigkeit  als  Hilfsarbeiter  in  einer  Sägerei seit dem 1. Juli 1992  (Unfalldatum) zu 100% arbeitsunfähig sei.  Eine volle Arbeitsfähigkeit  in einer angepassten Tätigkeit seit dem Unfall 

C­4041/2009 sei  unrealistisch.  Da  bei  A._______  diverse  Operationen  durchgeführt  worden seien, sei er nach dem Unfall auch in einer Verweisungstätigkeit  zu  100%  arbeitsunfähig  gewesen.  Seit  März  1994  bestehe  in  einer  angepassten Tätigkeit jedoch keine Arbeitsunfähigkeit mehr (IV­act. 72). H.  Mit Verfügung vom 11. Mai 2009 wies die IVSTA das Leistungsbegehren  von  A._______  im  Wesentlichen  mit  der  bereits  im  Vorbescheid  vorgebrachten Begründung ab (IV­act. 76). I.  Gegen  diese  Verfügung  erhob  A._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch  Ernest  Osmani,  mit  Eingabe  vom  20. Juni  2009  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  die  Gewährung  einer  ganzen  Invalidenrente,  eventualiter  die  Rückweisung  der  Sache  an  die  Vorinstanz.  Ferner  ersuchte  er  um  Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege. Zur Begründung führte er im Wesentlichen  aus,  dass  sich  sein  Gesundheitszustand  erheblich  verschlechtert  habe.  Er  sei  sowohl  in  der  bisherigen  Tätigkeit  als  auch  in  einer  Verweisungstätigkeit  zu 100% arbeitsunfähig. Dies werde auch von den  behandelnden Ärzten bestätigt.  J.  Mit  Vernehmlassung  vom  28. August  2009  beantragte  die  IVSTA  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  die  Bestätigung  der  angefochtenen  Verfügung.  Der  Beschwerdeführer  sei  zwar  aufgrund  der  Gesundheitsbeeinträchtigung  in  seiner  zuletzt  ausgeübten  Tätigkeit  seit  dem  1. Juli  1992  zu  100%  arbeitsunfähig.  Seit  März  1994  könne  er  jedoch eine Verweisungstätigkeit wieder zu 100% ausüben. Der gestützt  darauf  erfolgte  Einkommensvergleich  habe  eine  Erwerbseinbusse  von  100%  seit  dem  1. Juli  1992  bzw.  3%  seit  März  1994  ergeben.  Da  der  Rentenantrag  erst  am  19. August  2003  gestellt  worden  sei,  könnte  die  Invalidenrente frühestens ab dem 1. August 2002 ausgerichtet werden. In  diesem  Zeitpunkt  bestehe  jedoch  kein  Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizerischen Invalidenversicherung mehr. K.  Am  8. September  2009  wies  der  zuständige  Instruktionsrichter  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ab  und  forderte  ihn  auf,  einen  Kostenvorschuss  von 

C­4041/2009 Fr. 400.­ in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Der  einverlangte  Kostenvorschuss  ging  am  1. Oktober  2009  bei  der  Gerichtskasse ein. L.  Mit Replik vom 7. November 2009 und Eingabe vom 14. November 2009  wiederholte  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  seine  bisher  gestellten  Anträge und reichte weitere Arztberichte neueren Datums zu den Akten. M.  In  ihrer  Stellungnahme  vom  5. Januar  2010  führte  Dr. med.  B._______  des RAD Rhone aus, dass die neu vorgelegten medizinischen Unterlagen  ihre  bisherige  Beurteilung  nicht  zu  ändern  vermöchten,  zumal  sie  "äusserst  knapp"  seien  und  lediglich  die  bekannten  Diagnosen  und  Medikamentenverordnungen enthielten. Gestützt  darauf  hielt  die  IVSTA  mit  Duplik  vom  12. Januar  2010  ihre  bisher gestellten Anträge aufrecht.  N.  Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  und  die  eingereichten  Unterlagen  wird  –  soweit  erforderlich  –  in  den  nachfolgenden  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1  lit. b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom  19. Juni  1959  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden von Personen  im Ausland gegen Verfügungen der  IVSTA.  Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  richtet sich nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  VGG  nichts  anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben  in  sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen 

C­4041/2009 Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  vom  6. Oktober  2000  (ATSG,  SR  830.1)  vorbehalten.  Gemäss  Art. 2  ATSG  sind  die  Bestimmungen  dieses  Gesetzes  auf  die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar, wenn  und  soweit  die  einzelnen Sozialversicherungsgesetze  es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die  Invalidenversicherung  anwendbar  (Art. 1a  bis  70  IVG),  soweit  das  IVG  nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom  ATSG  vorsieht.  Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  in  formellrechtlicher  Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3.  Der  Beschwerdeführer  ist  durch  die  angefochtenen  Verfügungen  berührt und hat ein schutzwürdiges  Interesse an deren Aufhebung oder  Änderung,  sodass  er  im Sinne  von Art. 59  ATSG  beschwerdelegitimiert  ist. 1.4. Gemäss  Art. 60  Abs. 1  ATSG  ist  die  Beschwerde  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  der  Verfügung  einzureichen.  Vorliegend  datiert  die  angefochtene  Verfügung  vom  11. Mai  2009  (IV­act. 76),  und  die  Beschwerde  wurde  am  22. Juni  2009  bei  der  schweizerischen  Post  aufgegeben.  Gemäss  Angaben  des  Rechtsvertreters  des  Beschwerdeführers erfolgte die Zustellung der angefochtenen Verfügung  am  30. Mai  2009  (vgl.  Beschwerdeschrift  vom  20. Juni  2009).  Die  Beweislast  für  den  Beginn  der  Frist  liegt  bei  der  eröffnenden  Behörde  (ULRICH  HÄFELIN/GEORG  MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/  Genf  2006,  Rz.  1651).  Da  die  IVSTA das geltend gemachte Eröffnungsdatum nicht bestreitet und auch  kein  Zustellungsnachweis  vorliegt,  ist  demnach  zu  Gunsten  des  Beschwerdeführers davon auszugehen, dass die Beschwerde fristgerecht  erfolgte (Art. 38 und 60 ATSG). 1.5.  Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  formgerecht  (Art. 52  VwVG)  eingereicht  und  der  Kostenvorschuss  innert  Frist  geleistet  wurde,  ist  darauf einzutreten. 2. 

C­4041/2009 2.1. Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  vom  8. Juni  1962  (nachfolgend:  Sozialversicherungsabkommen;  SR 0.831.109.818.1)  für  alle  Staatsangehörigen des ehemaligen  Jugoslawiens anwendbar  (BGE 126  V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich sind die  mit  Kroatien,  Slowenien  und  Mazedonien  neu  abgeschlossenen  Abkommen  über  Soziale  Sicherheit  in  Kraft  getreten;  ein  mit  Serbien  vereinbartes  Abkommen  ist  noch  nicht  ratifiziert.  Mit  dem  Kosovo  wird  das  Sozialversicherungsabkommen  seit  dem  1. April  2010  nicht  mehr  weitergeführt.  Für  den  Beschwerdeführer  als  Bürger  des  Kosovo  findet  demnach  das  Sozialversicherungsabkommen  jedenfalls  insoweit  Anwendung, als Sachverhalte zu beurteilen sind, die sich vor dem 1. April  2010  ereignet  haben  (vgl.  aber Urteil  BVGer C­4828/2010  vom 7. März  2011 E. 5.4). Nach Art. 2 des Sozialversicherungsabkommens stehen die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in  ihren  Rechten  und  Pflichten  aus  den  in  Art. 1  genannten  Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische Bundesgesetzgebung über die IV gehört, einander gleich,  soweit nichts anderes bestimmt ist. Da  vorliegend  keine  abweichenden  Bestimmungen  zur  Anwendung  gelangen,  bestimmt  sich  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  Leistungen der IV allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften  resp.  des  IVG,  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom  17. Januar  1961  (IVV,  SR 832.201),  des  ATSG  sowie  der  Verordnung  vom  11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSV,  SR 830.11;  vgl.  BGE 130  V  253  E. 2.4). 2.2.  In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130  V  329  E. 2.3).  Ein  allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem  Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen  Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei  der  Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des  Erlasses  der  streitigen  Verfügung  (hier:  11. Mai  2009)  eingetretenen  Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen 

C­4041/2009 Sachverhalt  seither  verändert  haben,  sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Nachfolgend  zu  würdigen  sind  im  vorliegenden  Verfahren  jedoch  nebst  den  ärztlichen  Berichten,  welche  bis  zum  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung vom 11. Mai 2009 verfasst wurden, auch die  im vorliegenden  Verfahren  eingereichten medizinischen Unterlagen  neueren Datums,  da  diese  mit  dem  Streitgegenstand  in  engem  Sachzusammenhang  stehen  und  geeignet  sind,  die  Beurteilung  im  Verfügungszeitpunkt  zu  beeinflussen  (vgl.  BGE  116  V  80  E.  6b;  ZAK  1989  S.  111  E.  3b  mit  Hinweisen). 2.3. Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist vor dem  1. Januar 2003 auf die bis Ende 2002 gültige Fassung (AS 2002 685 und  701), danach auf die bis Ende 2003 gültige Fassung (AS 2002 3371 und  3453) und schliesslich auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in  Kraft getretenen Änderungen (4. IV­Revision; AS 2003 3837) abzustellen.  Soweit  ein  Rentenanspruch  ab  dem  1. Januar  2008  zu  prüfen  ist,  sind  weiter die mit der 5. IV­Revision zu diesem Zeitpunkt  in Kraft getretenen  Gesetzes­ und Verordnungsänderungen zu beachten (AS 2007 5129 und  AS 2007 5155). 2.4.  Die  5. IV­Revision  brachte  für  die  Invaliditätsbemessung  keine  substanziellen  Änderungen  gegenüber  der  bis  zum  31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Rechtslage,  sodass  die  zur  altrechtlichen  Regelung  ergangene  Rechtsprechung  weiterhin  massgebend  ist  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer]  8C_373/2008  vom 28. August  2008 E. 2.1). Neu  normiert wurde dagegen die minimale Beitragsdauer, welche von einem  Jahr auf drei Jahre erhöht wurde (Art. 36 Abs. 1 IVG [in der Fassung der  5. IV­Revision])  und  der  Zeitpunkt  des Rentenbeginns,  der  –  sofern  die  entsprechenden  Anspruchsvoraussetzungen  gegeben  sind  –  gemäss  Art. 29 Abs. 1  IVG  (in der Fassung der 5. IV­Revision)  frühestens sechs  Monate  nach  Geltendmachung  des  Leistungsanspruchs  nach  Art. 29  Abs. 1  ATSG  entsteht.  Ist  –  wie  vorliegend  –  der  Versicherungsfall  allerdings vor dem 1. Januar 2008 eingetreten und wurde die Anmeldung  bis spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht, so gilt das alte Recht  (vgl.  auch  Rundschreiben  Nr. 253  des  Bundesamtes  für  Sozialversicherungen [BSV] vom 12. Dezember 2007 [5. IV­Revision und  Intertemporalrecht] und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C­ 5509/2008 vom 2. September 2010 E. 2.2). 

C­4041/2009 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in  den  bis  31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Fassungen  die  rentenberechtigten  Versicherten,  die  bei  Eintritt  der  Invalidität  während  mindestens  eines  vollen  Jahres  Beiträge  an  die  schweizerische  Sozialversicherung geleistet haben. Meldet sich ein Versicherter mehr als  zwölf  Monate  nach  Entstehen  des  Anspruchs  an,  so  werden  die  Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf  der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet  (Art. 48 Abs. 2  IVG  in den bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassungen). Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr  als  einem Jahr Beiträge an die  schweizerische Alters­, Hinterlassenen­ und  Invalidenversicherung  geleistet,  sodass  die  Voraussetzung  der  Mindestbeitragsdauer  für  den  Anspruch  auf  eine  ordentliche  Invalidenrente erfüllt ist. 3.  3.1. Gemäss Art. 4 Abs. 1  IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 gültig  gewesenen  Fassung  bzw.  Art. 8  ATSG  in  Verbindung  mit  Art. 4  Abs. 1  IVG in den seit dem 1. Januar 2003 gültigen Fassungen ist Invalidität die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde  ganze  oder  teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit  oder Unfall. Art. 7 ATSG definiert  die Erwerbsunfähigkeit  als  durch Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  verursachten  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibenden  ganzen  oder  teilweisen  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit  zu  leisten. Bei  langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit  in einem  anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 3.2. Ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestand gemäss Art. 28  Abs. 1  IVG  in  den  bis  zum  31. Dezember  2003  gültig  gewesenen  Fassungen,  wenn  die  versicherte  Person  mindestens  zu  zwei  Dritteln,  derjenige  auf  eine  halbe  Rente,  wenn  sie  mindestens  zur  Hälfte  und  derjenige auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid war. 

C­4041/2009 Seit dem 1. Januar 2004 besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente  bei  einem  IV­Grad  von  mindestens  70%,  auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  mindestens  60%,  auf  eine  halbe  Rente  bei  mindestens  50%  sowie  auf  eine  Viertelsrente  bei  mindestens  40%  (Art. 28  Abs. 1  IVG  [4. IV­ Revision] und Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV­Revision]). Gemäss Art. 28 Abs. 1ter  IVG  in  den  bis  zum 31. Dezember  2007  gültig  gewesenen Fassungen bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG in der seit 1. Januar 2008  geltenden  Fassung  werden  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  entsprechen,  jedoch  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die  ihren Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 13  ATSG)  in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende Regelung vorsehen, was für den Kosovo nicht der Fall ist. Der  Rentenanspruch  nach  Art. 28  IVG  entsteht  nach  den  bis  zum  31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Fassungen  frühestens  in  dem  Zeitpunkt,  in  dem  der  Versicherte  mindestens  zu  40 %  bleibend  erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG) oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  zu 40 % arbeitsunfähig  (Art. 6 ATSG) gewesen war  (Art. 29  Abs. 1 lit. b IVG). Nach  den  Bestimmungen  der  5. IV­Revision  haben  Anspruch  auf  eine  Rente Versicherte,  die  ihre Erwerbsfähigkeit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im  Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare  Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern  können,  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig  (Art. 6 ATSG) gewesen  sind  und  nach Ablauf  dieses  Jahres  zu mindestens  40 %  invalid  (Art. 8  ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a ­ c IVG [5. IV­Revision]). 3.3.  Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das  Erwerbseinkommen,  das  die  versicherte  Person  nach  Eintritt  der  Invalidität  und  nach  Durchführung  der  medizinischen  Behandlung  und  allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit  bei  ausgeglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalideneinkommen),  in  Beziehung  gesetzt  zum  Erwerbseinkommen,  das  sie  erzielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

C­4041/2009 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im  Beschwerdeverfahren  das Gericht)  auf  Unterlagen  angewiesen,  die  der  Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen  haben. Aufgabe  des  Arztes  ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung  zu  nehmen,  in  welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret  noch  zugemutet  werden  können.  Es  sind  demnach  nicht  nur  die  Erwerbsmöglichkeiten  im  angestammten  Beruf,  sondern  auch  in  zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114  V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Nicht  als  Folgen  eines  Gesundheitsschadens  und  damit  invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen  der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen  guten  Willens,  die  verbleibende  Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungspflicht  ist  ein  in  seinem bisherigen Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger  Versicherter  gehalten,  innert  nützlicher  Frist  Arbeit  in  einem  anderen  Berufs­  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28  E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb  ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer  IV­ Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  verwerten  kann.  Diese  sogenannte Verweisungstätigkeit  hat  sich der Versicherte anrechnen zu  lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 3.4.  Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die  medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung  –  wie  alle  anderen  Beweismittel  –  frei,  d.h.  ohne  Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss  zu  würdigen.  Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel,  unabhängig,  von  wem  sie  stammen,  objektiv  zu  prüfen  und  danach  zu  entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 

C­4041/2009 Beurteilung  des  streitigen  Rechtsanspruches  gestatten.  Insbesondere  darf  es  bei  einander  widersprechenden  medizinischen  Berichten  den  Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen  und  die  Gründe  anzugeben,  warum  es  auf  die  eine  und  nicht  auf  die  andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines  Arztberichtes  ist  entscheidend,  ob der Bericht  für  die  streitigen Belange  umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen  der  Expertin  oder  des  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die  Herkunft  eines  Beweismittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  gegebenen  Stellungnahme als Bericht oder Gutachten  (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE  122 V 157 E. 1c). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert  zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie  in  sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  Indizien  gegen  ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte  Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht,  lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit  schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das  Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen  (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 4.  Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann (frühestens ab  Juli  2002  [12  Monate  vor  Eingang  des  Leistungsbegehrens;  vgl.  E. 2.4  hiervor sowie Art. 29 Abs. 1 und 3 ATSG]) und  in welchem Umfang der  Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 4.1.  4.1.1. Zur Beurteilung der (Rest­)Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers  seit  Juli  2002  (vgl.  E. 4  hiervor)  holte  die  IVSTA  im  Rahmen  des  Verwaltungsverfahrens  im Wesentlichen zwei  interdisziplinäre Gutachten  ein.  Gemäss  dem  im  Kosovo  eingeholten  Gutachten  von  Dr. med.  F._______  vom  18. April  2006,  welches  sich  insbesondere  auf  das  neuropsychiatrische  Gutachten  von  Dr. med.  G._______  vom  10. April 

C­4041/2009 2006 (IV­act. 43), das orthopädische Gutachten von Dr. med. H._______  vom 11. April 2006 (IV­act. 44 und 45) und die körperliche Untersuchung  des  Beschwerdeführers  vom  18. April  2006  stützt,  leidet  der  Beschwerdeführer  an  den  folgenden  Gesundheitsbeeinträchtigungen:  "Contractura art talocruralis et subtalaris lat dex postraumatica, Arthrosis  talonavicularis,  subtalaris,  calcaneocuboideus,  cuboideusmetatarsalis,  et  naviculocuneiformis,  Stat.  post  fracturam  male  sanata  ossis  tali,  navicularis et cuboideus pedis lat dex operata, Depressio recidiva gradius  moderati  (ICD 10  F32.1)".  Aus  orthopädischer  Sicht  sei  der  Beschwerdeführer  in  der  bisherigen  Tätigkeit  zu  100%  arbeitsunfähig,  während  er  Verweisungstätigkeiten  jedoch  noch  ausüben  könne.  Aus  psychiatrischer Sicht betrage die Arbeitsunfähigkeit 30% (IV­act. 46).  4.1.2. Gestützt darauf kam Dr. med. B._______ des RAD Rhone in  ihrer  Beurteilung  vom  19. Februar  2007  zum  Schluss,  dass  von  Seiten  des  Bewegungsapparates in der bisherigen Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer  Sägerei  klar  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  seit  dem  1. Juli  1992  (Unfalldatum)  bestehe.  Zusätzlich  liege  eine  mittelgradige  Depression  vor, die seit dem 1. Juli 1996 zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit  in Verweisungstätigkeiten von 30% führe (IV­act. 50). 4.1.3.  Nachdem  der  Beschwerdeführer  diverse  Berichte  von  behandelnden Ärzten, welche  ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 70% bzw.  100%  attestierten,  zu  den  Akten  gereicht  hatte  (IV­act. 56  bis  61),  kam  Dr. med.  B._______  des  RAD  Rhone  in  ihrer  Stellungnahme  vom  30. August  2007  zum  Schluss,  dass  erneut  ein  interdisziplinäres  Gutachten  durchzuführen  sei,  da  das  eingeholte  interdisziplinäre  Gutachten  aus  dem  Kosovo  bereits  älter  als  ein  Jahr  sei  und  sich  die  COPD  und  die  psychiatrische  Situation  zwischenzeitlich  verschlechtert  haben könnten (IV­act. 65). 4.1.4. Gemäss interdisziplinärem Gutachten des MZR vom 13. Dezember  2008  sei  der  Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  posttraumatischen  Fussarthrose  rechts  für  körperlich  schwere,  gehende  oder  stehende  Tätigkeiten seit Juli 1992 zu 100% arbeitsunfähig. Hingegen bestehe für  eine behinderungsangepasste, körperlich leichte, wechselbelastende und  vorwiegend  im Sitzen auszuübende Tätigkeit,  "ohne das Bewältigen von  Leitern  oder  das mehr  als  gelegentliche Bewältigen  von  Treppen,  ohne  das Arbeiten  in kniender oder hockender Stellung und ohne das Gehen  auf  abschüssigen  und  unebenen  Böden",  keine  Einschränkung  der  zumutbaren  Arbeitsfähigkeit.  Aus  psychiatrischer  Sicht  würden  vom 

C­4041/2009 Versicherten  anhand  der  aktuellen  Untersuchungsergebnisse  und  gemäss  ICD­10­Klassifikation  die  Kriterien  für  eine  Dysthymia  (ICD  10  F34.1)  erfüllt.  Das  Ausmass  der  depressiven  Symptomatik  reiche  nicht  aus,  um  die  Diagnose  einer  rezidivierenden  depressiven  Störung  zu  stellen. Aufgrund der hier vorliegenden psychischen Erkrankung sei nicht  von  einer  versicherungsmedizinisch  relevanten  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV­act. 69). 4.1.5. Die  angefochtene  Verfügung  der  IVSTA  vom  11. Mai  2009  stützt  sich  auf  die  Stellungnahme  von  Dr. med.  B._______  des  RAD  Rhone  vom  21. Januar  2009  (IV­act. 72).  Diese  kam  nach  Einsicht  in  die  vorliegenden medizinischen Unterlagen zum Schluss, dass die seit 1999  geltend  gemachte  Diagnose  einer  rezidivierenden  Depression  nicht  stimme.  Der  entsprechende  Schweregrad  werde  nicht  erreicht,  sodass  nur  von  einer  Dysthymie  gesprochen  werden  könne,  die  keine  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  habe.  Die  Lungensituation  sei  "derzeit" ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. In der bisherigen Tätigkeit  sei der Beschwerdeführer seit dem 1. Juli 1992 zu 100% arbeitsunfähig.  Eine volle Arbeitsfähigkeit  in einer angepassten Tätigkeit seit dem Unfall  sei  unrealistisch.  Da  beim  Beschwerdeführer  diverse  Operationen  durchgeführt  worden  seien,  sei  er  nach  dem  Unfall  auch  in  einer  Verweisungstätigkeit  zu  100%  arbeitsunfähig  gewesen.  Seit  März  1994  bestehe  in  einer  angepassten  Tätigkeit  jedoch  keine  Arbeitsunfähigkeit  mehr.  Die Stellungnahme  von Dr. med.  B._______  erfolgte  in Würdigung  aller  vorliegenden medizinischen Unterlagen und stützte sich insbesondere auf  das interdisziplinäre Gutachten des MZR vom 13. Dezember 2008. 4.1.6. Das interdisziplinäre Gutachten des MZR vom 13. Dezember 2008  beruht  auf  den  fachärztlichen  (internistisch,  rheumatologisch  und  psychiatrisch)  Untersuchungen  des  Beschwerdeführers  vom  8. Oktober  2008.  Es  sprechen  keine  konkreten  Indizien  gegen  die  Zuverlässigkeit  dieses  ausführlichen  und  nachvollziehbaren  Gutachtens.  Es  beruht  auf  allseitigen  Untersuchungen,  berücksichtigt  die  geklagten  Beschwerden,  erfolgte  in  Kenntnis  der  Vorakten  (insbesondere  medizinische  Berichte  und  Anamnese)  und  leuchtet  in  der  Beurteilung  der  medizinischen  Diagnosen und der Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit ein. 4.1.7.  Daran  vermag  auch  das  von  der  IVSTA  im  Kosovo  eingeholte  interdisziplinäre  Gutachten  vom  18. April  2006,  wonach  der 

C­4041/2009 Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht in Verweisungstätigkeiten zu  30%  arbeitsunfähig  sei,  nichts  zu  ändern.  Es  ist  nämlich  durchaus  denkbar,  dass  der  Beschwerdeführer  zu  diesem  Zeitpunkt  an  einer  rezidivierenden  Depression  mittleren  Grades  mit  den  genannten  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsunfähigkeit  gelitten  hat.  Dass  diese  Diagnose  im  Zeitpunkt  der  Untersuchung  vom  8. Oktober  2008  durch  Dr. med.  E._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie,  des  MZR  nicht  mehr  bestätigt  werden  konnte,  steht  nicht  im  Widerspruch  dazu.  Letztlich  kann  jedoch  offenbleiben,  ob  der  Beschwerdeführer  aus  psychiatrischer  Sicht  im  Zeitpunkt  der  Untersuchung  durch  Dr. med.  G._______,  Neuropsychiater,  vom  10. April  2006  (IV­act. 43)  in  einer  Verweisungstätigkeit nur noch zu "etwa" 70% arbeitsfähig war, zumal dies  – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – das Resultat  des vorliegenden  Urteils nicht zu ändern vermöchte (vgl. E. 4.2.7 hiernach).  4.1.8. Entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  ist  die  geltend  gemachte  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  aufgrund  der  von  ihm  eingereichten medizinischen Unterlagen keinesfalls belegt. Wenn sich der  Beschwerdeführer  im  vorliegenden  Fall  auf  die  Tatsache  abstützt,  dass  die ausländischen Ärzte eine höhere Arbeitsunfähigkeit annehmen, so ist  dies  für  sich  alleine  für  die  schweizerischen  Behörden  nicht  bindend,  denn nach ständiger Rechtsprechung präjudiziert eine andere Beurteilung  oder  gar  die  Gewährung  von  Leistungen  durch  ein  ausländischen  Versicherungsorgan  die  invalidenversicherungsrechtliche  Beurteilung  nach schweizerischem Recht nicht (Urteil des EVG I 435/02 vom 2. März  2003, ZAK 1989 S. 320 E. 2). Auch  die  vom Beschwerdeführer  im  vorliegenden Beschwerdeverfahren  zusätzlich eingereichten medizinischen Kurzatteste neueren Datums sind  nicht  geeignet,  das Gutachten  des MZR  vom  13. Dezember  2008  bzw.  die Beurteilung  von Dr. med. B._______  vom 21. Januar  2009  in  Frage  zu stellen, da sie aufgrund der im Wesentlichen gleichlautenden Befunde  und Medikation keine neuen medizinischen Erkenntnisse beinhalten (vgl.  dazu  auch  die  Stellungnahme  von  Dr. med.  B._______  vom  5. Januar  2010, S. 15). 4.1.9. Zusammenfassend  ist  demnach  festzuhalten,  dass  keine Gründe  ersichtlich  sind,  von  der  Beurteilung  von  Dr. med.  B._______  vom  21. Januar 2009 abzuweichen. Damit  ist nicht zu beanstanden, dass die  IVSTA dieser Beurteilung gefolgt  ist. Demnach ist der Beschwerdeführer  mindestens seit Juli 2002 (vgl. E. 4 hiervor) in seiner bisherigen Tätigkeit 

C­4041/2009 als  Hilfsarbeiter  in  einer  Sägerei  zu  100%  arbeitsunfähig,  während  er  Verweisungstätigkeiten noch zu 100% ausüben kann. 4.2.  4.2.1. Für die Bestimmung des  Invalideneinkommens  ist  primär  von der  beruflich­erwerblichen  Situation  auszugehen,  in  welcher  die  versicherte  Person  konkret  steht.  Ist  kein  solches  tatsächlich  erzieltes  Erwerbseinkommen  gegeben,  namentlich  weil  die  versicherte  Person  nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an  sich  zumutbare  neue  Erwerbstätigkeit  aufgenommen  hat,  so  sind  nach  der  Rechtsprechung  grundsätzlich  die  gesamtschweizerischen  Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch  herausgegebenen  Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  das Urteil des Bundesgerichts U 75/03 vom 12. Oktober 2006), allenfalls  die Zahlen der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP; vgl. BGE 129 V  472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3.b). Zu berücksichtigen ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung  massgebenden  Vergleichseinkommen  eines  im  Ausland  wohnenden  Versicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die  Unterschiede  in  den  Lohnniveaus  und  den  Lebenshaltungskosten  zwischen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der  in  Frage stehenden Einkommen vorzunehmen (BGE 110 V 277 E. 4b; Urteil  des  Bundesgericht  I  817/05  vom  5. Februar  2007  E. 8.1;  Urteil  des  Bundesgericht U 262/02 vom 8. April 2003 E. 4.4). Bezog  eine  versicherte  Person  aus  invaliditätsfremden  Gründen  (z.B.  geringe  Schulbildung,  fehlende  berufliche  Ausbildung,  mangelnde  Deutschkenntnisse)  ein  deutlich  unterdurchschnittliches  Einkommen,  ist  diesem  Umstand  bei  der  Invaliditätsbemessung  nach  Art.  16  ATSG  Rechnung  zu  tragen,  sofern  keine  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  sie  sich  aus  freien  Stücken  mit  einem  bescheideneren  Einkommensniveau  begnügen  wollte.  Nur  dadurch  ist  der  Grundsatz  gewahrt,  dass  die  auf  invaliditätsfremde  Gesichtspunkte  zurückzuführenden  Lohneinbussen  entweder  überhaupt  nicht  oder  aber  bei  beiden  Vergleichseinkommen  gleichmässig  zu  berücksichtigen  sind.  Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf  Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung  des  effektiv  erzielten  Einkommens  oder  durch  Abstellen  auf  die  statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch 

C­4041/2009 eine  entsprechende  Herabsetzung  des  statistischen  Wertes  erfolgen  (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).  Weicht  der  tatsächlich  erzielte  Verdienst  mindestens  5%  vom  branchenüblichen Tabellenlohn der Lohnstrukturerhebungen (LSE) ab, ist  er  im Sinne der Rechtsprechung deutlich unterdurchschnittlich und kann  – bei Erfüllung der  übrigen Voraussetzungen – eine Parallelisierung der  Vergleichseinkommen rechtfertigen. Es ist allerdings nur  in dem Umfang  zu  parallelisieren,  in  welchem  die  prozentuale  Abweichung  den  Erheblichkeitsgrenzwert von 5% übersteigt (BGE 135 V 297 E. 6.1.2 und  6.1.3).  Daneben  bleibt  zusätzlich  die  Vornahme  eines  Abzugs  vom  anhand  statistischer  Durchschnittswerte  ermittelten  Invalideneinkommen  möglich,  wobei  zu  beachten  ist,  dass  allfällige  bereits  bei  der  Parallelisierung  der  Vergleichseinkommen  mitverantwortliche  invaliditätsfremde  Faktoren  im  Rahmen  des  sogenannten  Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen. Der Abzug  wird sich daher  in der Regel auf  leidensbedingte Faktoren beschränken  und  nicht  mehr  die  maximal  zulässigen  25%  für  sämtliche  invaliditätsfremden  und  invaliditätsbedingten  Merkmale  ausschöpfen  (BGE 134 V 322 E. 5.2 und 6.2, 135 V 297 E. 5.3 und 6.2). 4.2.2.  Nach  der  Rechtsprechung  ist  für  die  Bemessung  des  Valideneinkommens  entscheidend,  was  die  versicherte  Person  im  massgebenden  Zeitpunkt  des  frühestmöglichen  Rentenbeginns,  im  vorliegenden  Fall  am  1. Juli  2002  (vgl.  E. 4  hiervor),  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  als  Gesunde  tatsächlich  verdient  hätte. Die Ermittlung  des Valideneinkommens muss  so  konkret  wie  möglich  erfolgen.  Massgebend  ist,  was  die  versicherte  Person  aufgrund  ihrer  beruflichen  Fähigkeiten  und  persönlichen  Umstände  sowie  unter  Berücksichtigung  ihrer  beruflichen  Weiterentwicklung,  soweit  dafür  hinreichend  konkrete  Anhaltspunkte  bestehen,  zu  erwarten  gehabt  hätte.  Da  die  bisherige  Tätigkeit  ohne  Gesundheitsschaden  erfahrungsgemäss  fortgesetzt  würde,  ist  in  der  Regel vom letzten vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielten Lohn  auszugehen.  Das  Gehalt  ist,  wenn  nötig,  der  Teuerung  und  der  realen  Einkommensentwicklung anzupassen (Urteil des Bundesgerichts I 505/06  vom 16. Mai 2007 E. 2.1 mit Hinweisen). 4.2.3. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung  ist zur Ermittlung des  hypothetischen  Invalideneinkommens  auf  den  Wert  "Total  Privater  Sektor"  abzustellen,  wenn  der  versicherten  Person  die  angestammte 

C­4041/2009 Tätigkeit  nicht  mehr  zumutbar  ist  und  sie  darauf  angewiesen  ist,  ein  neues Betätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich  des  Arbeitsmarktes  zur  Verfügung  steht  (Urteil  des  Bundesgerichts  9C_237/2007 vom 24. August 2007 E. 5.2). 4.2.4.  Für  das  Valideneinkommen  des  Beschwerdeführers  ist  auf  den  vom  Beschwerdeführer  im  Jahr  1992  zuletzt  erzielten  Stundenlohn  von  Fr. 19.80  (inkl.  Ferien­/Feiertagsentschädigung  und  Anteil  13. Monatslohn;  exklusiv  Kinder­/Familienzulagen)  abzustellen  (vgl.  SUVA­act. 10/1),  womit  sich  das  monatliche  Bruttoeinkommen  im  Jahr  1992 auf Fr. 3'626.10 belief (durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahr  1992  =  42.1;  durchschnittlich  21.75  Arbeitstage/Monat).  In  Anwendung  des Grundsatzes, dass für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im  Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend sind, ist dieser  Wert  auf  das  Jahr  2002  zu  indexieren  (vgl.  E. 4  hiervor),  was  ein  monatliches  Valideneinkommen  von  Fr. 4'125.50  ergibt  (Bundesamt  für  Statistik BFS,  Entwicklung  der  Nominallöhne,  der  Konsumentenpreise  und  der Reallöhne,  1976­2010, Nominallohnindex Männer  1992 =  1699  Punkte, Nominallohnindex Männer 2002 = 1933 Punkte).  Da  dem  Beschwerdeführer  ein  breites  Spektrum  an  Stellen  aus  dem  Anforderungsniveau  4  zumutbar  ist,  ist  das  Invalideneinkommen  (in  vollschichtiger  Verweisungstätigkeit)  auf  Fr. 4'762.10  festzusetzen  (vgl.  LSE  2002,  TA1,  Anforderungsniveau  4,  Männer,  Zentralwert  von  Fr. 4'557.­,  angepasst  an  die  durchschnittliche  Wochenarbeitszeit  von  41.8 Stunden). 4.2.5. Die  Gegenüberstellung  des  tatsächlich  erzielten  Verdienstes  und  des  branchenspezifischen  Tabellenlohns  (vgl.  LSE  2002,  TA1,  Be­  und  Verarbeitung  von  Holz,  Anforderungsniveau  4,  Männer,  Fr. 4'483.­,  angepasst an die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.8 Stunden)  zeigt, dass das Valideneinkommen des Beschwerdeführers  in Höhe von  Fr. 4'125.50  12 %  unter  dem  Durchschnittslohn  der  LSE  2002  (Fr. 4'684.70)  liegt.  Unter  Berücksichtigung  der  Parallelisierung  in  dem  Umfang,  in  welchem  die  prozentuale  Abweichung  den  5%­igen  Erheblichkeitsgrenzwert überschreitet (vgl. E. 4.2.1 hiervor) ergibt sich ein  Valideneinkommen von Fr. 4'450.50 (Fr. 4'684.70 x 0.95). 4.2.6.  Die  IVSTA  hat  in  Anbetracht  der  persönlichen  und  beruflichen  Umstände  des  vorliegenden  Falles  bei  der  Berechnung  des  Invaliditätsgrades  keinen  sogenannten  leidensbedingten  Abzug 

C­4041/2009 vorgenommen  (vgl.  IV­act. 73).  Mit  Blick  darauf,  dass  die  invaliditätsfremden  Faktoren  bereits  im  Rahmen  der  Einkommensparallelisierung  berücksichtigt  wurden  (vgl.  E. 4.2.1)  und  keine leidensbedingten Faktoren vorliegen (vgl. Gutachten des MZR vom  13. Dezember  2008  und  Beurteilung  von  Dr. med.  B._______  vom  21. Januar 2009), ist dies nicht zu beanstanden.  4.2.7.  Aus  der  Gegenüberstellung  des  Valideneinkommens  von  Fr. 4'450.50 und des Invalideneinkommens von Fr. 4'762.10 resultiert ein  Invaliditätsgrad von 0 % ([{4'450.50 ­ 4'762.10} x 100] : 4'450.50 = ­7%),  was  keinen  Anspruch  auf  eine  Invalidenrente  ergibt.  Daran  vermöchte  auch  die  Annahme  einer  aus  psychiatrischer  Sicht  im  Jahre  2006  bestehenden Arbeitsunfähigkeit in Verweisungstätigkeiten von 30% nichts  zu ändern ([{4'450.50 ­ 3'333.50} x 100]  : 4'450.50 = 25% [zur Rundung  vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2]; vgl. E. 4.1.7 hiervor). 4.3. Es  besteht  somit  kein  Anspruch  auf  Invalidenrente.  Die  IVSTA  hat  das  Leistungsbegehren  des  Beschwerdeführers  folglich  zu  Recht  abgewiesen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 5.  Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten  und  eine  allfällige  Parteientschädigung. 5.1.  Die  Verfahrenskosten  sind  dem  unterliegenden  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss von Fr. 400.­ zu verrechnen. 5.2.  Dem  Beschwerdeführer  ist  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]  e  contrario).  Die  IVSTA  hat  keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

C­4041/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher  Höhe verrechnet. 3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr._______) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Lucie Schafroth

C­4041/2009 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

C-4041/2009 — Bundesverwaltungsgericht 18.07.2011 C-4041/2009 — Swissrulings