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Bundesverwaltungsgericht 20.01.2026 C-1142/2023

20 gennaio 2026·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,595 parole·~8 min·5

Riassunto

Tarife der Spitäler | Krankenversicherung, Festsetzung der SwissDRG-Baserate für die stationäre Spitalbehandlung ab 1. Januar 2018, RRB-Nr. 74 vom 24. Januar 2023

Testo integrale

Bundesverwaltu ng sgeri ch t Trib un a l ad ministratif f éd éral Trib un a l e am m in istrati vo federale Trib un a l ad ministrativ fe deral

Abteilung III C-1142/2023

Abschreibungsentscheid v o m 2 0 . Januar 2026 Besetzung Einzelrichter Philipp Egli, Gerichtsschreiberin Julia Pandey.

Parteien 1. Aquilana Versicherungen, Bruggerstrasse 46, 5401 Baden, 2. Moove Sympany AG, Peter-Merian-Weg 4, 4002 Basel, 3. SUPRA-1846 SA, Avenue de la Rasude 8, 1006 Lausanne, 4. Einsiedler Krankenkasse, Kronenstrasse 19, Postfach 57, 8840 Einsiedeln, 5. PROVITA Gesundheitsversicherung AG, c/o SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8400 Winterthur, 6. Sumiswalder Krankenkasse, Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald, 7. Genossenschaft Krankenkasse Steffisburg, Unterdorfstrasse 37, Postfach, 3612 Steffisburg, 8. CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, 6002 Luzern, 9. Atupri Gesundheitsversicherung AG, Laupenstrasse 18, 3008 Bern, 10. Avenir Krankenversicherung AG, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny, 11. Krankenkasse Luzerner Hinterland, Luzernstrasse 19, 6144 Zell LU, 12. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, Bahnhofstrasse 13, 7302 Landquart,

13. Vivao Sympany AG, Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel, 14. Kolping Krankenkasse AG, c/o Sympany Services AG, Peter-Merian-Weg 4, 4052 Basel, 15. Easy Sana Krankenversicherung AG, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny, 16. Genossenschaft Glarner Krankenversicherung, Abläsch 8, Postfach, 8762 Schwanden GL, 17. Cassa da malsauns LUMNEZIANA, Postfach 41, 7144 Vella, 18. KLuG Krankenversicherung, Gubelstrasse 22, 6300 Zug, 19. EGK Grundversicherungen AG, Birspark 1, 4242 Laufen, 20. sanavals Gesundheitskasse, Valléstrasse 146E, Postfach 18, 7132 Vals, 21. Genossenschaft KRANKENKASSE SLKK, Hofwiesenstrasse 370, Postfach 5652, 8050 Zürich, 22. sodalis gesundheitsgruppe, Balfrinstrasse 15, 3930 Visp, 23. vita surselva, Bahnhofstrasse 33, Postfach 217, 7130 Ilanz, 24. Verein Krankenkasse Visperterminen, Dorfstrasse 66, 3932 Visperterminen, 25. Caisse-maladie de la vallée d'Entremont société coopérative, Place centrale 5, 1937 Orsières, 26. Krankenkasse Institut Ingenbohl, Kronenstrasse 19, Postfach 57, 8840 Einsiedeln, 27. Stiftung Krankenkasse Wädenswil, Industriestrasse 15, 8820 Wädenswil, 28. Krankenkasse Birchmeier, Hauptstrasse 22, 5444 Künten, 29. Krankenkasse Stoffel Mels, Bahnhofstrasse 63, 8887 Mels, 30. SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur, 31. Galenos AG, Binzmühlestrasse 95, 8050 Zürich, 32. rhenusana, Widnauerstrasse 6, 9435 Heerbrugg, 33. Mutuel Assurance Maladie SA, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1919 Martigny Groupe Mutuel, 34. AMB Assurances SA, Route de Verbier 13, 1934 Le Châble VS, 35. Philos Krankenversicherung AG, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny,

36. Assura-Basis AG, Avenue Charles-Ferdinand-Ramuz 70, 1009 Pully, 37. Visana AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16, 38. Agrisano Krankenkasse AG, Laurstrasse 10, 5201 Brugg AG, 39. sana24 AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16, 40. vivacare AG, Weltpoststrasse 19, Postfach, 3000 Bern 16, alle vertreten durch santéservices ag, Römerstrasse 20, Postfach 1561, 4500 Solothurn, alle vertreten durch MLaw Andreas Miescher, Rechtsanwalt, Aarejura Rechtsanwälte Solothurn AG, Bielstrasse 9, Postfach 130, 4502 Solothurn, Beschwerdeführerinnen,

gegen

Klinik St. Anna AG, St. Anna-Strasse 32, 6006 Luzern, handelnd durch Hirslanden AG, Corporate Office, Boulevard Lilienthal 2, 8152 Glattpark (Opfikon), Beschwerdegegnerin,

Regierungsrat des Kantons Luzern, Bahnhofstrasse 15, Postfach, 6002 Luzern, handelnd durch Gesundheits- und Sozialdepartement des Kantons Luzern, Bahnhofstrasse 15, Postfach 3768, 6002 Luzern, Vorinstanz.

Gegenstand Krankenversicherung, Festsetzung der SwissDRG-Baserate für die stationäre Spitalbehandlung ab 1. Januar 2018, RRB-Nr. 74 vom 24. Januar 2023.

C-1142/2023 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Regierungsrat des Kantons Luzern (nachfolgend: Vorinstanz) mit Entscheid vom 24. Januar 2023 rückwirkend ab 1. Januar 2018 die SwissDRG-Baserates für die Vergütung der stationären Behandlungen zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in der Klinik St. Anna (Fr. 9'651.–) und der Klinik Meggen (Fr. 9'571.–) der Klinik St. Anna AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) gegenüber den von der tarifsuisse ag vertretenen Krankenversicherern (nachfolgend: Beschwerdeführerinnen) festgesetzt und die erforderlichen Anordnungen zum Ausgleich der Differenzen zu den provisorisch festgesetzten SwissDRG-Baserates getroffen hat (BVGer-act. 1, Beilage 2), dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 27. Februar 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 24. Januar 2023 erhoben und namentlich beantragt haben, der Entscheid sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei die SwissDRG-Baserate für das Jahr 2018 für die Klinik St. Anna auf Fr. 8'827.– und für die Klinik Meggen auf Fr. 9'264.– festzusetzen (BVGer act. 1), dass der von den Beschwerdeführerinnen mit Zwischenverfügung vom 7. März 2023 einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– am 10. März 2023 bei der Gerichtskasse eingegangen ist (BVGer-act. 4 und 6), dass die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz mit Eingaben vom 28. April 2023 und 3. Mai 2023 die Abweisung der Beschwerde beantragt haben (BVGer-act. 13 und 14), dass die Preisüberwachung und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf entsprechendes Ersuchen hin mit Eingaben vom 13. Juni 2023 und 27. Juli 2023 Stellung genommen haben (BVGer-act. 15, 16, 17 und 19), dass die Vorinstanz, die Beschwerdeführerinnen und die Beschwerdegegnerin mit Eingaben vom 13. September 2023, 19. September 2023 und 20. September 2023 Schlussbemerkungen eingereicht haben (BVGeract. 24–26), dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 22. September 2025 beantragt haben, das Beschwerdeverfahren aufgrund einer erzielten Einigung und der ausstehenden Genehmigung durch die Vorinstanz bis auf Weiteres zu sistieren (BVGer-act. 28), sich die Beschwerdegegnerin damit

C-1142/2023 ausdrücklich einverstanden erklärt hat (BVGer-act. 32) und die Vorinstanz zum Sistierungsantrag der Beschwerdeführerinnen keine Stellungnahme eingereicht hat, dass der Instruktionsrichter am 14. Oktober 2025 das vorliegende Beschwerdeverfahren bis auf Weiteres sistiert hat (BVGer-act. 33), dass die Vorinstanz ihren Entscheid vom 25. November 2025 zur Genehmigung des zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin geschlossenen Tarifvertrags vom 9. September 2025 dem Gericht eingereicht hat (BVGer-act. 35), dass der Instruktionsrichter am 2. Dezember 2025 die Sistierung des Beschwerdeverfahrens aufgehoben hat (BVGer-act. 36), dass die Beschwerdeführerinnen und die Beschwerdegegnerin mit Eingaben vom 8. Dezember 2025 und 9. Dezember 2025 übereinstimmend die Abschreibung des Verfahrens infolge Gegenstandslosigkeit, die hälftige Auferlegung der Verfahrenskosten und das Wettschlagen der Parteikosten beantragt haben (BVGer-act. 39 und 40), dass der autonomen Gestaltung der Tarife in Verträgen zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern Vorrang gegenüber behördlichen Tariffestsetzungen zukommt (Art. 43 Abs. 4 KVG; BVGE 2019 V/5 E. 6.4.1; 2014/37 E. 3.5.1; 2012/18 E. 7.3; RKUV 3/2002 KV 215 E. II/2) und ein hoheitlich festgesetzter Tarif rechtsprechungsgemäss gegenstandslos wird, sobald ein neuer Tarif vereinbart und genehmigt wird (Urteil des BVGer C-1918/2018 vom 9. Juli 2019 E. 5.9 mit Hinweis auf BVGE 2011/61 E. 6.10.4 m.w.H.), dass die Vorinstanz mit Entscheid vom 25. November 2025 den zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin pendente lite geschlossenen Tarifvertrag betreffend die Leistungsabgeltung nach SwissDRG für akutstationäre Behandlungen rückwirkend ab 1. Januar 2018 und pro futuro genehmigt hat (BVGer-act. 35), womit für den streitbetroffenen Zeitraum vertraglich vereinbarte und behördlich genehmigte Basisfallwerte vorliegen, die den mit Entscheid vom 24. Januar 2023 hoheitlich festgesetzten Basisfallwerten vorgehen, dass daher das vorliegende Beschwerdeverfahren im einzelrichterlichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),

C-1142/2023 dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 VGKE), wobei Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass die Verfahrenskosten gemäss Art. 6 Bst. a VGKE ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn das Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird, dass die Verfahrenskosten mit Blick auf das Instruktionsverfahren mit dem vollständig durchgeführten Schriftenwechsel (inklusive Einholen von Fachberichten und Sistierung) und auf das fortgeschrittene Verfahrensstadium nur teilweise erlassen werden können (vgl. Abschreibungsentscheid des BVGer C-1064/2022 vom 9. Dezember 2025 m.w.H.), wobei die reduzierten Verfahrenskosten auf Fr. 2'000.– festzusetzen sind, dass die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens Folge der zwischen den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin erzielten Einigung ist und damit von beiden Tarifparteien bewirkt worden ist, weshalb ihnen die Verfahrenskosten gemäss den übereinstimmenden Anträgen je zur Hälfte aufzuerlegen sind, dass der von den Beschwerdeführerinnen zu tragende Anteil an den Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– zu entnehmen und der Restbetrag von Fr. 4'000.– zurückzuerstatten ist, dass bei diesem Verfahrensausgang die Parteikosten antragsgemäss wettgeschlagen werden und der Vorinstanz keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE; vgl. Abschreibungsentscheid des BVGer C-1064/2022 vom 9. Dezember 2025 m.w.H.), dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r BGG unzulässig und der vorliegende Entscheid somit endgültig ist.

C-1142/2023 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden je zur Hälfte den Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der von den Beschwerdeführerinnen zu tragende Anteil an den Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– entnommen. Der Restbetrag von Fr. 4'000.– wird zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat innert 30 Tagen ab Erhalt des vorliegenden Entscheids Fr. 1'000.– zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerinnen, die Beschwerdegegnerin, die Vorinstanz und das BAG.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Philipp Egli Julia Pandey

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