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Bundesverwaltungsgericht 27.02.2012 B-8240/2010

27 febbraio 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·3,619 parole·~18 min·1

Riassunto

Absolute Ausschlussgründe | Verfügung vom 25. Oktober 2010 betreffend das Markeneintragungsgesuch Nr. 50792/2009 AUS DER REGION. FÜR DIE REGION.

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung II B­8240/2010 Urteil   v om   2 7 .   Februar   2012 Besetzung Richter David Aschmann (Vorsitz); Richter Claude Morvant;  Richter Marc Steiner; Gerichtsschreiber Philipp J. Dannacher Parteien Migros­Genossenschafts­Bund, Limmatstrasse 152, Postfach 266, 8005 Zürich, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Michael Ritscher und Dr. Peter Schramm, meyerlustenberger Rechtsanwälte,  Postfach 1432, 8032 Zürich, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,  Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Verfügung vom 25. Oktober 2010 betreffend das  Markeneintragungsgesuch Nr. 50792/2009 AUS DER  REGION. FÜR DIE REGION.

B­8240/2010 Sachverhalt: A.  Am  26.  Januar  2009  meldete  der  Beschwerdeführer  mit  Gesuch  Nr. 50792/2009 die Wortmarke "AUS DER REGION. FÜR DIE REGION."  für folgende Waren zur Registrierung an: Klasse  1:  Düngemittel;  Klasse  16:  Tischgedecke  aus  Karton;  Papierservietten;  Klasse  20:  Möbel,  Waren,  soweit  in  dieser  Klasse  enthalten,  aus  Holz,  Kork,  Binsen  und  Weide;  Klasse  25:  Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen; Klasse 29 Fleisch,  Charcuterie,  Geflügel,  Wild,  Milchprodukte,  Eier,  Käse,  Gemüse­  und  Obstsalat,  geröstete  Kürbiskerne;  Klasse  30:  Brot­  und  Backwaren,  Pizzas, Sandwiches,  Teigwaren,  Tee, Mehl, Müsli;  Klasse 31:  Frisches  Gemüse,  frische Früchte,  natürliche Blumen und Pflanzen, Samen und  Blumenzwiebeln,  Kürbiskerne;  Klasse  32:  Alkoholfreie  Getränke,  Fruchtsäfte; Klasse 35: Detailhandel. B.  Mit  Schreiben  vom  21.  April  2009  beanstandete  die  Vorinstanz,  die  angemeldete Marke gehöre zum Gemeingut und könne deshalb nicht als  Marke  geschützt  werden.  Das  Zeichen  "AUS  DER  REGION.  FÜR  DIE  REGION." stelle eine direkt beschreibende Angabe  für die Herkunft und  den  Verkaufsort  der  Waren  dar,  für  die  sie  beansprucht  werde.  In  Verbindung  mit  der  Klasse  35  "Detailhandel"  beschreibe  das  Zeichen  ebenfalls die Herkunft und teilweise die Qualität der Waren, mit welchen  gehandelt werde. C.  Am  5.  August  2009  antwortete  der  Beschwerdeführer,  nach  seiner  Überzeugung habe sich die Marke aufgrund umfassender, schweizweiter  und langjähriger Werbemassnahmen und Präsenz im Markt durchgesetzt,  was er mit Werbemitteln, Pressetexten, Flyers und Fotos belegen könne. D.  Die  Vorinstanz  entgegnete  mit  Schreiben  vom  6.  November  2009,  das  Begehren  sei  einer  erneuten  Prüfung  unterzogen  worden.  Das  strittige  Zeichen  sei  eine  Wortmarke  bzw.  ein  Slogan,  während  auf  der  überwiegenden  Zahl  von  Belegen  ein  Logo  verwendet  worden  sei,  dessen Schrift teilweise sogar unleserlich bleibe. Zahlreiche eingereichte  Belege seien zum Nachweis der Verkehrsdurchsetzung ungeeignet. Für  Waren  der  Klassen  1,  16,  20  und  25  habe  die  Verkehrsdurchsetzung  nicht  glaubhaft  belegt  werden  können.  Der  Slogan  werde  auf  den 

B­8240/2010 Belegen  auch  nicht  für  die  Oberbegriffe  der  Lebensmittelkategorien  verwendet.  Die  Verkehrsdurchsetzung  sei  damit  höchstens  für  die  Innerschweiz  belegt  worden.  Die  eingereichten  Unterlagen  über  eine  demoskopische  Umfrage  zur  Bekanntheit  des  Logos  seien  nicht  vollständig,  um  sinnvoll  interpretiert  werden  zu  können.  An  der  Zurückweisung  der  Markenanmeldung  werde  deshalb  vollumfänglich  festgehalten. E.  Mit Schreiben vom 27. Januar 2010 replizierte der Beschwerdeführer, die  Bekanntheit  des  Zeichens  "AUS  DER  REGION.  FÜR  DIE  REGION."  müsse amtsnotorisch sein. F.  In  einem  weiteren  Schreiben  vom  13.  April  2010  nahm  der  Beschwerdeführer zu den von der Vorinstanz gerügten Punkten Stellung,  um  anhand  zusätzlicher  Unterlagen  und  der  demoskopischen  Umfrage  die Verkehrsdurchsetzung zu belegen. Mit der Streichung der Waren der  Klassen 1, 16, 20 und 25 aus der Anmeldung sei er einverstanden. Der  Slogan  "AUS DER REGION. FÜR DIE REGION." werde ausschliesslich  in  der  deutschen  Schweiz  verwendet,  weshalb  nur  der  Gebrauch  in  diesem Gebiet nachgewiesen werden könne. Die Marke werde seit 1999  gebraucht.  G.  Mit Verfügung vom 25. Oktober 2010 wies die Vorinstanz das Gesuch für  alle Waren und Dienstleistungen ab, für die die Marke noch beansprucht  wurde.  Sie  ergänzte  ihre  Begründung  durch  die  Ausführungen,  die  Werbeaufwendungen  seien  unvollständig  nachgewiesen  worden,  da  Angaben  zu  Ausstrahlung,  Auflagen  und  Gebieten  bei  den  meisten  Werbemassnahmen  fehlten.  Zudem  lägen  nur  Belege  für  die  deutschsprachige Schweiz vor, und es sei auf dem Grossteil der Belege  die  bereits  eingetragene  und  unstrittige  Wort­/Bildmarke  anstelle  der  Wortmarke verwendet worden. H.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  25.  November  2010  beantragte  der  Beschwerdeführer,  die  Wortmarke  "AUS  DER  REGION. FÜR DIE REGION."  für die Warenklassen 29, 30, 31, 32 und  35 einzutragen. Die Marke werde auch von den meisten Abnehmern, die  nicht  deutscher  Muttersprache  sind,  verstanden;  sie  wecke  durch  die 

B­8240/2010 Aneinanderreihung  grammatikalisch  inkorrekter  Halbsätze  einen  unüblichen Gesamteindruck, werde darum nicht als  rein beschreibendes  Zeichen  wahrgenommen  und  zähle  nicht  zum  Gemeingut.  Die  Verkehrsdurchsetzung  sei  durch  die  intensive  Bewerbung  der  Marke  nachgewiesen.  Hierfür  seien  nicht  Belege  aus  allen  Regionen  der  Schweiz  erforderlich.  Vielmehr  sei  für  das  Tessin  und  die Westschweiz  keine  Verkehrsdurchsetzung  glaubhaft  zu  machen;  allenfalls  seien  die  Anforderungen daran besonders niedrig anzusetzen. Auch seien Belege  mit  der  Wort­/Bildmarke  zum  Nachweis  der  Verkehrsdurchsetzung  der  blossen  Wortmarke  geeignet.  Bereits  im  Jahr  2001  hätten  89%  der  Innerschweizer Bevölkerung die Marke gekannt. I.  Mit Vernehmlassung vom 1. Februar 2011 erwiderte die Vorinstanz, die  Beschwerde  sei  abzuweisen.  Die  ausgewiesenen  Durchsetzungshandlungen  umfassten  nicht  das  ganze  Gebiet  der  Schweiz,  nicht  einmal  die  gesamte Deutschschweiz. Der Gebrauch  des  Zeichens  als  Wortmarke  sei  ungenügend  dokumentiert.  Zu  geltend  gemachten Radiospots  fehlten  die Angaben  über Ort  und  Intensität  der  Ausstrahlung.  Sponsoring  sei  kein  markenmässiger  Gebrauch.  Das  Publikum in der Romandie und im Tessin sei nicht mit der Marke bedient  worden. J.  Am 31. März 2011 nahm der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung der  Vorinstanz Stellung und hielt an seiner Ansicht fest. 8000 Produkte in 540  Migros­Filialen  seien  mit  der  Marke  "AUS  DER  REGION.  FÜR  DIE  REGION."  gekennzeichnet worden Die Marke  sei  kein  Slogan,  sondern  eine  entfernt  suggestive  Anspielung  auf  den  Regionalcharakter  der  gekennzeichneten  Produkte.  Die  hohe  Bekanntheit  der  Marke  werde  durch die demoskopischen Umfragen "Marken Tracking Welle 10, Januar  2010" und "Marken Tracking Welle 22, Januar 2011" belegt. Das Budget  2005­2008  für  Werbeausgaben  zeige,  dass  die  Werbung  gesamtschweizerisch  erfolgt  sei.  In  Printmedien  sowie  Radio  und  Fernsehen werde die Marke über die Sprachgrenzen hinaus verwendet. K.  Die  Vorinstanz  duplizierte  am  23.  Juni  2011.  Im  Tessin  verwende  die  dortige  Genossenschaft  des  Beschwerdeführers  anstelle  der  angemeldeten  Marke  die  Wendung:  "In  Ticino  per  il  Ticino".  In  der  Romandie könne den vorgelegten Beweismitteln weder der Bekanntheits­ 

B­8240/2010 noch  der  Kennzeichnungsgrad  der  Marke  entnommen  werden.  Der  Nachweis einer Verkehrsdurchsetzung von Wortmarken sei möglich, wie  zahlreiche Markeneinträge  beweisen würden,  ein  nachträglicher  Erwerb  von ursprünglicher Unterscheidungskraft jedoch ausgeschlossen. L.  Auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung haben die Parteien  stillschweigend verzichtet. M.  Auf  die  weiteren  Vorbringen  ist,  soweit  erforderlich,  in  den  folgenden  Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Eintragungsverfügungen  der  Vorinstanz  in  Markensachen  zuständig  (Art.  31,  32  und  33  Bst.  e  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Der  Beschwerdeführer  ist  als  Adressat  der  angefochtenen  Verfügung  beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder  Änderung. Er ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG,  SR 172.021]).  Eingabefrist  und  ­form  sind  gewahrt  (Art.  50  Abs.  1  und  Art. 52  Abs.  1  VwVG),  der  Kostenvorschuss  wurde  fristgerecht  bezahlt  (Art.  63  Abs.  4  VwVG)  und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 2.  Marken,  die  Gemeingut  sind,  sind  vom  Markenschutz  ausgeschlossen,  sofern  sie  sich  nicht  für  die  Waren  und  Dienstleistungen  im  Verkehr  durchgesetzt  haben,  für  die  sie  beansprucht  werden  (Art.  2  Bst.  a  des  Bundesgesetzes  über  den  Schutz  von  Marken  und  Herkunftsangaben  vom 28. August 1992 [Markenschutzgesetz, MSchG; SR 232.22]).

B­8240/2010 2.1.  Als  Gemeingut  gelten  einerseits  Zeichen,  die  für  den  Wirtschaftsverkehr  freizuhalten  sind,  und andererseits Zeichen, welchen  die  für  eine  Individualisierung  der  Ware  oder  Dienstleistung  des  Markeninhabers  erforderliche  Unterscheidungskraft  fehlt  (Entscheid  der  Eidgenössischen Rekurskommission für geistiges Eigentum [RKGE] vom  17.  Februar  2003,  veröffentlicht  in  sic!  Zeitschrift  für  Immaterialgüter­,  Informations­  und  Wettbewerbsrecht  [sic!]  2003  S.  495  ff.  E.  2  Royal  Comfort;  EUGEN  MARBACH,  Markenrecht,  in:  Roland  von  Büren/Lucas  David  [Hrsg.],  Schweizerisches  Immaterialgüter­  und Wettbewerbsrecht,  Bd.  III/1,  Basel  2009,  N. 247;  CHRISTOPH  WILLI,  Markenschutzgesetz,  Kommentar  zum  schweizerischen  Markenrecht  unter  Berücksichtigung  des europäischen und  internationalen Markenrechts, Zürich 2002, Art. 2  N.  34).  Die  erforderliche  Unterscheidungskraft  fehlt  einer  Marke  insbesondere,  wenn  sie  für  die  Waren  oder  Dienstleistungen  beschreibend  ist,  ihren  Gegenstand  oder  geografische  Herkunft  unmittelbar benennt oder sich in einer anpreisenden Bedeutung erschöpft  (BGE 129 III 227 f. E. 5.1 Masterpiece, 128 III 447 E. 1.6 Premiere). Der  gedankliche  Zusammenhang  mit  der  Ware  oder  Dienstleistung  muss  derart  sein,  dass  der  beschreibende  Charakter  der  Marke  ohne  besonderen  Fantasieaufwand  erkennbar  ist  (BGE  127  III  160  E.  2b  aa  Securitas  mit  weiteren  Hinweisen).  Ob  ein  Zeichen  als  Marke  Schutz  geniessen  kann,  beurteilt  sich  nach  der  Auffassung  der  massgeblichen  Verkehrskreise  (BGE 134  III  547 E.  2.3.1  "Freischwinger Panton"  [3D]).  Entscheidend  ist  der  Gesamteindruck,  den  es  hinterlässt  (BGE  134  III  547 E. 2.3.1 "Freischwinger Panton" [3D]). Gemäss der Rechtsprechung  werden Marken, die im Hinblick auf das Schutzhindernis des Gemeinguts,  einen  Grenzfall  darstellen,  eingetragen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts B­7408/2006 vom 21. Juni 2007 E.2.2 btcino  [fig.]). 2.2. Ein  Kennzeichen  ist  im  Verkehr  durchgesetzt,  wenn  es  von  einem  erheblichen  Teil  der  Adressaten  im  Wirtschaftsverkehr  als  individualisierender  Hinweis  auf  bestimmte  Produkte  oder  Dienstleistungen eines bestimmten Unternehmens verstanden wird (Urteil  des  Bundesgerichts  4A_370/2008  vom  1.  Dezember  2008  E.  6.2 Post;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­5614/2008  vom  3.  Dezember  2010  E.2  "Freischwinger  Panton"  [3D],  mit  weiteren  Hinweisen).  Nicht  erforderlich  ist  dabei,  dass  die  massgeblichen  Verkehrskreise  das  Unternehmen namentlich  kennen  (BGE 128  III  441 E.  1.2 Appenzeller).  Zwar  ist  die  Verkehrsdurchsetzung  ein  Rechtsbegriff;  bei  seiner  Voraussetzung  einer  besonderen  Verkehrsgeltung  handelt  es  sich  aber 

B­8240/2010 um  eine  Tatfrage  (Urteil  des  Bundesgerichts  vom  4A_370/2008  vom  1.  Dezember 2008 E. 6.1 Post). Wer sich auf Verkehrsdurchsetzung beruft,  hat  diese  selbst  zu  belegen  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­5614/2008 vom 3. Dezember 2010 E.4.1 "Freischwinger Panton" [3D];  vgl. DAVID RÜETSCHI in Michael G. Noth/Gregor Bühler/Florent Thouvenin  [Hrsg.],  Markenschutzgesetz  [MSchG],  Bern  2009,  Beweisrecht  N.  73).  Der  Hinterleger  hat  indessen  nicht  den  vollen  Beweis  für  die  Verkehrsdurchsetzung  zu  erbringen,  sondern muss  diese  nur  glaubhaft  machen  (vgl.  RÜETSCHI  a.a.O.,  Beweisrecht  N.  74  f.,  mit  Hinweisen;  MARBACH, a.a.O., N. 1088 f.; WILLI, a.a.O., Art. 2 N. 188 ff.; DAVID, a.a.O.,  Art. 2 N. 42). Dem Erfordernis der Glaubhaftmachung ist Genüge getan,  wenn  die  behaupteten  anspruchsbegründenden  Tatsachen  aufgrund  summarischer  Kognition  als  wahrscheinlich  gegeben  erscheinen,  auch  wenn  noch  mit  der  Möglichkeit  zu  rechnen  ist,  dass  sie  sich  nicht  verwirklicht haben könnten (BGE 130 III 328 E. 3.2 S. 333; 125 III 368 E.  4 S.  372;  120  II  393 E.  4c S.  398).  Im Eintragungsverfahren  nimmt  die  Vorinstanz  lediglich eine  formale Prüfung der Verkehrsdurchsetzung vor  und  verlangt  nur  ihre  Glaubhaftmachung  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­5614/2008  vom  3.  Dezember  2010  E.4.1  "Freischwinger  Panton"  [3D],  m.w.H;  LUCAS DAVID,  in:  Kommentar  zum  schweizerischen  Privatrecht,  Markenschutzgesetz/Muster­  und  Modellgesetz,  2.  Aufl.,  Basel  1999,  MSchG  Art. 2,  N. 42;  WILLI,  a.a.O.,  Art.  2,  N. 188  ff.).  Der  Nachweis  der  Verkehrsdurchsetzung  muss  hier  nicht zur vollen Überzeugung der zuständigen Behörde erbracht werden.  Es  genügt,  wenn  eine  gewisse  Wahrscheinlichkeit  für  die  glaubhaft  zu  machenden  Tatsachen  spricht,  auch  wenn  die  entscheidende  Behörde  noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie tatsächlich nicht gegeben sein  könnten (BGE 130 III 328 E. 3.2, S. 333 Swatch, 125 III 368 E. 4; 120 II  393 E. 4c). 2.3. Die  Verkehrsdurchsetzung muss  in  der  ganzen  Schweiz  bestehen.  Eine bloss regionale Durchsetzung genügt nicht (BGE 127 III 37 f. E. 2c  Brico). Das Ausmass der Verkehrsdurchsetzung muss allerdings nicht  in  der  ganzen  Schweiz  gleich  ausgeprägt  sein  und  darf  sprachregionale  Schwankungen  aufweisen  (BGE 128  III  441 S.  444 E.  1.2 Appenzeller;  MARBACH, a.a.O., N. 437 f.). 2.4. Eine Verkehrsdurchsetzung  kann  durch  einen Gebrauchsnachweis,  schriftliche  Erklärungen  oder  durch  eine  repräsentative  Umfrage  glaubhaft gemacht werden  (BGE 130  III  328 E. 3.1 S. 332 Swatch;  vgl.  MARBACH,  a.a.O.,  N.  455;  WILLI,  a.a.O.,  Art.  2,  N.  189).  Die 

B­8240/2010 Verkehrsdurchsetzung  kann  sich  nur  auf  Waren  und/oder  Dienstleistungen  erstrecken,  für  welche  sie  glaubhaft  gemacht  ist  (Entscheid der RKGE vom 5. Mai 2002 veröffentlicht  in sic! 2002 S. 242  E.  5.a  "Postgelb"  [Farbmarke]).  Die  Durchsetzung  kann  dabei  aus  Tatsachen abgeleitet werden,  die  erfahrungsgemäss einen Rückschluss  auf die Wahrnehmung des Zeichens durch das Publikum erlauben. Dazu  gehören etwa langjährige bedeutsame Umsätze, die unter einem Zeichen  getätigt worden sind, oder intensive Werbeanstrengungen. Sie kann aber  auch durch eine repräsentative Befragung des massgebenden Publikums  belegt werden (BGE 130 III 328 S. 332 E. 3.1 Swatch Uhrband, BGE 131  III  121 S. 131 E. 6 Smarties).  Feste Beweissätze, wie  zum Beispiel  die  Vorgabe, dass der Nachweis  in  jedem Fall nur mittels demoskopischem  Gutachten  erbracht  werden  könne,  sind  unzulässig.  Grundsätzlich  sind  alle  Beweismittel  zulässig,  die  geeignet  sind,  die  Verkehrsdurchsetzung  nachzuweisen  (ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht, Basel  2008, N. 3.124;  CHRISTOPH  AUER,  in:  Auer/Müller/  Schindler  (Hrsg.),  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG),  Zürich  2008,  Art. 12 N. 18; MARBACH, a.a.O., N. 466). In zeitlicher Hinsicht erwartet die  Vorinstanz  für  das  Glaubhaftmachen  der  Verkehrsdurchsetzung  einer  Marke  in  der  Regel  einen  belegbaren  Markengebrauch  während  zehn  Jahren  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­788/2007  vom  1. April  2008 E.8  traveltip Das Magazin  für  Ferien  [fig.]).  In  besonderen  Fällen  kann  eine  kürzere  Gebrauchsperiode  genügen  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts B­788/2007  vom 1. April  2008 E.  8  traveltip  Das Magazin für Ferien [fig.] und B­7461/2006 vom 16. März 2007 E. 5.  Yeni  Raki/Yeni  Efe).  In  der  Rechtsprechung  besteht  die  Tendenz,  eine  umso  stärkere  Verkehrsdurchsetzung  zu  fordern,  je  weniger  unterscheidungskräftig ein Zeichen originär wirkt (vgl. BGE 128 III 441 E.  1.4 Appenzeller, BGE 117 II 321 E. 3.a Valser; kritisch hierzu MARBACH,  a.a.O., N.  432). Schliesslich  ist  die Durchsetzung einer Marke aufgrund  ihres  genügend  intensiven  und  umfangreichen  Gebrauchs  für  eine  kleinere Anzahl Waren oder Dienstleistungen rascher anzunehmen als für  eine  Vielzahl  von  Waren  und/oder  Dienstleistungen,  auf  die  sich  die  diesbezüglichen  Aufwendungen  des  Markenhinterlegers  naturgemäss  verteilen. Die  Glaubhaftmachung  setzt  nach  herrschender  Meinung  voraus,  dass  das  Zeichen  markenmässig  gebraucht  worden  ist.  Darunter  wird  der  Gebrauch  im  Zusammenhang  mit  den  beanspruchten  Waren  oder  Dienstleistungen  am  entsprechenden  Markt  verstanden,  also  der 

B­8240/2010 produktbezogene  Gebrauch  der  Marke  im  Gegensatz  zu  einem  rein  unternehmensbezogenen,  ausschliesslich  firmenmässigen,  dekorativen  oder  anderweitig  produktunabhängigen  Gebrauch.  Ein  Anbringen  der  Marke auf der Ware oder deren Verpackung selbst  ist nicht erforderlich.  Der  Zusammenhang  von  Marke  und  Produkt  kann  auch  anders  hergestellt  werden,  beispielsweise  durch  die Verwendung  des Zeichens  in Angeboten, Rechnungen, Katalogen, Prospekten, sofern der Adressat  darin einen spezifischen Produktbezug im Sinne eines Kennzeichens und  nicht  bloss  einen  allgemeinen  Unternehmensbezug  erkennt  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­7405/2006  vom  21. September  2007  E.  6.9.1  Mobility  mit  Verweis  auf  Urteil  des  Bundesgerichts  4C.229/2003  vom  20.  Januar  2004  E.  5  Tripp  Trapp).  Insbesondere  müssen  Durchsetzungsbelege glaubhaft machen, dass die Marke auf dem Markt  als solchem und so als Zeichen wahrgenommen wurde, wie sie geschützt  werden  soll  (Urteile  des Bundesverwaltungsgerichts  B­958/2007  vom 9.  Juni  2008 E.  7.3.1, mit weiteren Hinweisen Post,  B­7405/2006  vom 21.  September 2007 E. 6.9.1 Mobility). 2.5.  Die  Voraussetzung  eines  markenmässigen  Gebrauchs  für  die  Glaubhaftmachung  der  Verkehrsdurchsetzung  schliesst  allerdings  nicht  aus,  dass  die  Marke  im  Auftritt  mit  anderen  Zeichen  und  Gestaltungselementen  kombiniert  wird.  Die  Gestaltung  von  am  Markt  angebotenen Waren setzt naturgemäss oft weitere Elemente wie Farben,  Formen, Abbildungen, Hinweise, Produktinformation und allfällige weitere  Marken voraus. Wortmarken müssen vom Benutzer zwangsläufig in eine  bestimmte Schriftform gebracht werden, um visuell  vermittelt werden zu  können.  Nicht  die  Alleinstellung  der  Marke  ist  für  diesen  Durchsetzungsgebrauch  entscheidend,  sondern  dass  sie  auf  den  Gebrauchsbelegen als eigenständiges Zeichen wahrgenommen wird und  nicht  mit  anderen  Elementen  in  einem  Gesamtbild  aufgeht,  das  wesentlich vom angemeldeten Zeichen abweicht (vgl. WILLI, a.a.O., Art. 2  N  175).  Der  Durchsetzungserfolg  als  Marktwahrnehmung  (E.  2.2)  setzt  bei den massgeblichen Verkehrskreisen eine gedankliche Abstraktion des  hinterlegten Zeichens vom einzelnen, realen Gebrauchsakt zur Marke als  Begriff  voraus, die dadurch  losgelöst  von anderen Gebrauchselementen  wahrgenommen und erinnert wird. Zwar lässt sich eine solche Abstraktion  leichter  glaubhaft  machen,  wenn  die  Marke  auf  der  Ware  deutlich  abgegrenzt oder in Alleinstellung hervortritt. Doch ist sie bei kombinierten  Zeichen  nicht  ausgeschlossen,  sondern  vielmehr  nach  der  Auffälligkeit  des  durchzusetzenden  Bestandteils  gegenüber  anderen  Gebrauchselementen,  der  Bekanntheit  der  Zeichenkombination  und 

B­8240/2010 allfälligen  Gewohnheiten  im  Einzelfall  zu  beurteilen.  Zum  Beispiel  wird  das  Schutzzeichen  "®"  in  einer  Marke  nach  allgemeinem  Verständnis  gedanklich  ausgeklammert,  so  dass  es  auch  für  die  Verkehrsdurchsetzung  des  damit  versehenen  Zeichens  nicht  schädlich  wirken  kann.  In  ähnlicher  Weise  kann  ein  zusätzlich  gebrauchtes  Bildelement  sich  einem  auffälligeren  Wortbestandteil  dadurch  unterordnen,  dass  es  dessen  Sinngehalt  in  einfacher  Weise  bildhaft  wiederholt,  so  dass  aufgrund  dieses  kombinierten  Gebrauchs  die  Verkehrsdurchsetzung des Wortes  in Alleinstellung bejaht werden muss,  wenn  es  in  der  Wahrnehmung  der  massgeblichen  Verkehrskreise,  unabhängig  von  der  Gestaltungsform,  zum  Begriff  und  damit  zur  Wortmarke geworden ist. An die Verkehrsdurchsetzung einer  in verschiedenen Sprachregionen  je  in  Übersetzung  gebrauchten  Wort­  oder  Wort­Bild­Marke  sind  aus  denselben Überlegungen  zwar  erhöhte  Anforderungen  zu  stellen,  damit  ihre  Durchsetzung  in  nur  einer  Landessprache  in  allen  Sprachregionen  glaubhaft erscheint. Der Gebrauch in einer anderen Landessprache kann  jedoch als Durchsetzungsgebrauch berücksichtigt werden, soweit er zum  Beispiel dank hoher Bekanntheit und sprachlicher Ähnlichkeit der Zeichen  auch  in  der  fremden  Sprachregion  eine  Wiedererkennung  der  durchzusetzende  Marke  glaubhaft  macht.  Der  Gebrauch  der  Marke  in  einer  anderen  Landessprache  anstelle  des  durchzusetzenden  Zeichens  kann in solchen Fällen für die betreffende Sprachregion genügen. 2.6. Ein demoskopisches Gutachten sollte tatsächlich den Ausschnitt der  Realität widerspiegeln, den zu messen es vorgibt (CHRISTIAN ROHNER, Die  notorisch bekannte Marke  in der Schweiz, Bern 2002, S. 236). Wird ein  demoskopisches  Gutachten  bei  Gericht  eingereicht,  muss  letzteres  in  seiner Entscheidung erkennen lassen, dass es sich damit beschäftigt hat.  Dabei spielt es keine Rolle, ob es im Ergebnis dem Gutachten gefolgt ist  oder  dessen  Ergebnis  abgelehnt  hat  (RAINER  UTZ,  die  demoskopische  Befragung  als  Beweismittel  im  Markenrecht,  Köln  2011,  S.  94).  Das  Gericht  ist  im  Rahmen  seiner  Beweiswürdigung  nicht  an  dessen  Ergebnisse  gebunden.  Es  ist  Aufgabe  des  Gerichts,  die  Eignung  des  Gutachtens zu prüfen sowie festzustellen, ob es  lege artis erstellt wurde  und insbesondere die Kriterien der Wiederholbarkeit, Überprüfbarkeit und  Nachvollziehbarkeit  beachtet  wurden.  Werden  Fehler  und  Unstimmigkeiten  erkannt,  sind  diese  gegebenenfalls  herauszurechnen  (MARBACH,  a.a.O.,  N. 463;  ANDREJ  LEVIN,  der  Nachweis  der  Verkehrsdurchsetzung  im  Markenrecht,  Frankfurt,  2010,  S.  99).  Auch 

B­8240/2010 eine  korrekt  durchgeführte  demoskopische Umfrage  nimmt  dem Richter  die  Aufgabe  der  Entscheidfindung  nicht  ab.  Entgegen  der  in  der  schweizerischen  Literatur  teilweise  vertretenen  Meinung  kann  der  Tatbestand  der  Verkehrsdurchsetzung  nämlich  nicht  restlos  bewiesen  werden;  ein  gewisses  Mass  an  wertender  Entscheidfindung  verbleibt  immer  (MARTIN  S.  SCHNEIDER,  Bemerkungen  zum  Entscheid  des  BGer  vom  21.  August  2002,  i.S.  "Appenzeller  Switzerland  (fig.)/Appenzeller  Natural (fig.)" in sic! 2003 S. 72). 2.7. Aufgrund des Hinterlegungsprinzips muss die Verkehrsdurchsetzung  spätestens  zum  Zeitpunkt  der  Hinterlegung  erfolgt  sein  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts B­3394/2007 vom 29. September 2008 E.6.1,  mit weiteren Hinweisen Salesforce.com).  Allfällige Durchsetzungsbelege  müssen sich daher nachweislich auf die Zeit vor dem Hinterlegungsdatum  beziehen.  2.8. Sind  die  Voraussetzungen  einer  Verkehrsdurchsetzung  erfüllt,  wird  die Marke mit dem Vermerk "durchgesetzte Marke" in das Markenregister  eingetragen (Art. 40 Abs. 2 Bst. c MSchG). 3.  3.1. In der Lehre wird die Auffassung vertreten, ein Slogan werde nur als  Marke  aufgefasst,  wenn  er  von  einer  gewissen  Kürze  sei  und  eine  bestimmte Kernaussage vermittle (vgl. MARBACH, a.a.O., N. 145; MICHAEL  NOTH/FLORENT  THOUVENIN,  in:  Michael  Noth/Gregor  Bühler/Florent  Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz, Bern 2009, Art. 1 N. 48).  In der  Tat kann im sprachlichen Umfang und in der Funktion eines Markentexts  eine Grenze der abstrakten Unterscheidungseignung bestehen. Übertrifft  ein  Markentext  erheblich  die  kommunikativen  Erwartungen,  die  an  ein  betriebliches Herkunftszeichen  gestellt  werden;  erweist  er  sich  etwa  als  heterogene  Zeichenansammlung  mit  mehreren  Kernaussagen,  als  Gebrauchsanweisung oder als Warendekoration mit sprachlichen Mitteln,  fehlt  ihm  die  abstrakte  Unterscheidungseignung  nach  Art.  1  Abs.  1  MSchG. 3.2. Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) präzisierte in seiner  Rechtsprechung,  dass  es  für  die  Unterscheidungskraft  einer  Marke  unerheblich  sei,  ob  die Marke gleichzeitig  oder  sogar  in  erster  Linie  als  Werbeslogan  aufgefasst  werde,  sofern  sie  von  den  angesprochenen  Verkehrskreisen  (daneben)  als Herkunftshinweis wahrgenommen werde 

B­8240/2010 (Urteil des EuGH vom 21. Januar 2010  in der Rechtssache C­398/08 P,  Audi  AG/Harmonisierungsamt  für  den  Binnenmarkt,  Slg.  2010  I­00535,  Randnr.  44  ff.  Vorsprung  durch  Technik;  vgl.  OLIVER  LÖFFEL,  Markenschutz für Slogans: Nicht immer, aber immer öfter?, Gewerblicher  Rechtsschutz  und  Urheberrecht  Praxis  im  Immaterialgüter­  und  Wettbewerbsrecht  [GRUR  Prax],  2011,  S.  116).  Bindend  ist  diese  Auffassung  für  die  schweizerischen  Behörden  und  Gerichte  bei  der  Auslegung des MSchG allerdings nicht. 3.3. Sloganmarken sind konkret schutzfähig, wenn sich ihre Sinnaussage  weder in allgemeinen oder gar banalen Redewendungen des Gemeinguts  erschöpft, die jedermann so äussern würde, noch in einem anpreisenden  Qualitätshinweis,  der  ohne  Zuhilfenahme  der  Fantasie  verstanden  wird  (Urteile  des  Bundesgerichts  4A_161/2007  vom  18.  Juli  2007  E.  6.2 we  make ideas work, 4C.431/2004 vom 2. März 2005 E. 2.2 C'est bon la vie;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­684/2009  vom  24.  Juni  2009  Outperform.Oulast mit weiteren Hinweisen; vgl. IVAN CHERPILLOD, Le droit  suisse des marques, Lausanne 2007, S. 62; MARBACH, a.a.O., N. 412 f.;  WILLI, a.a.O., Art. 2, N. 82). Auch an Slogans kann ein Freihaltebedürfnis  bestehen,  wenn  sie  unentbehrlich  sind,  zum  Beispiel  aufgrund  einer  umfassenden,  an  keine  Waren­  oder  Dienstleistungskategorie  gebundenen,  allgemeinen  Bedeutung  für  den  geschäftlichen  Verkehr  freigehalten  werden  müssen  (Urteil  des  Bundesgerichts  4A_161/2007  vom  18.  Juli  2007  E.  6.3  we  make  ideas  work;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts B−7442/2008 vom 18. Mai 2007 E. 2.3 Feel'n  Learn/See'n  Learn,  B−3650/2009  vom  12.  April  2010  E.  5  5  am  Tag;  Entscheid der RKGE vom 24. April 2003, sic! 2003, 802 E. 5 We keep our  promises; vgl. MARBACH, a.a.O., N. 259). 4.  Die  Vorinstanz  hat  die  originäre  Unterscheidungskraft  der  Marke  vorliegend  verneint,  weil  diese  eine  direkt  beschreibende  Angabe  in  Bezug  auf  die  Herkunft  und  den  Verkaufsort  der  Waren  darstelle.  In  Verbindung mit der Dienstleistung Detailhandel  in Klasse 35 beschreibe  das Zeichen direkt die Herkunft und teilweise die Qualität der Waren, mit  welchen gehandelt werde. Der  Beschwerdeführer  hält  dem  entgegen,  die  Marke  verfüge  über  originäre Unterscheidungskraft, stelle keinen direkt anpreisenden Slogan,  sondern eine entfernte suggestive Anspielung auf den Regionalcharakter  der  damit  gekennzeichneten Produkte  dar.  Der  Begriff  der  "Region"  sei 

B­8240/2010 derart  unklar,  dass  sich  "Aus  der  Region"  einerseits  nicht  als  Herkunftsangabe eigne. Andererseits sei der Begriff auch zu unbestimmt,  als  dass  sich  der  Destinatärkreis  von  Waren  oder  Dienstleistungen  darüber definieren liesse, und es entstehe ein unüblicher Gesamteindruck  durch die Aneinanderreihung "grammatikalisch inkorrekter Halbsätze". 5.  Die  Eintragung  des  strittigen  Zeichens  ist  für  die  Waren  Fleisch,  Charcuterie,  Geflügel,  Wild,  Milchprodukte,  Eier,  Käse,  Gemüse­  und  Obstsalat,  geröstete  Kürbiskerne  in  Klasse  29;  Brot­  und  Backwaren,  Pizzas, Sandwiches, Teigwaren, Tee, Mehl, Müsli  in Klasse 30;  frisches  Gemüse,  frische  Früchte,  natürliche  Blumen  und  Pflanzen,  Samen  und  Blumenzwiebeln,  Kürbiskerne  in  Klasse  31;  alkoholfreie  Getränke,  Fruchtsäfte in Klasse 32 und für die Dienstleistung Detailhandel in Klasse  35  beantragt.  Soweit  es  sich  um  gewöhnliche  Lebensmittel  handelt,  bestehen  die  massgeblichen  Verkehrskreise  aus  der  breiten  Käuferschaft,  die  am  hiesigen  Wirtschaftsleben  teilnehmen  und  insbesondere  Lebensmittel  einkaufen.  Ein  abweichender  Verkehrskreis  wird  durch  die  Importeuren  und  Grossisten  –  nicht  Letztabnehmern –  gegenüber  erbrachte  Dienstleistung  "Detailhandel"  in  Klasse  35  angesprochen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B­8105/2007 vom  17. November 2008 E. 4.1 Activia/Activia und B­516/2008 vom 23. Januar  2009  E.  4.2.1 After  Hours;  Entscheid  der  RKGE  vom  11.  August  2006  veröffentlicht in sic! 2007 S. 39 f. E. 5 ff. Sud Express/Expressfashion). 6.  6.1. Die Wortfolge "Aus der Region. Für die Region." übertrifft hinsichtlich  ihres  sprachlichen  Umfangs  und  ihrer  Gestaltung  nicht  derart  die  kommunikativen Erwartungen, die an ein betriebliches Herkunftszeichen  gestellt werden, dass sie als Zeichenansammlung, Gebrauchsanweisung  oder blosse sprachliche Warendekoration aufgefasst würde. Daher ist sie  im Sinne von Art. 1 Abs. 1 MSchG markenfähig (vgl. E. 3). 6.2.  Die  Wörter  "Aus"  und  "Für"  sind  mit  grossen  Anfangsbuchstaben  geschrieben, und die beiden Aussagehälften  "Aus der Region" und  "Für  die Region" enden je mit einem Punkt. Das Zeichen wird dadurch visuell  und  gedanklich  zweigeteilt.  Durch  den  silbengleichen  Aufbau,  übereinstimmenden  Sprachrhythmus  und  die  schlagwortartige  Wirkung  beider  Hälften  gewinnt  die  Marke  äusserlich  den  Charakter  eines  zusammenhängenden, aus zwei Teilen bestehenden Kennzeichens. Die 

B­8240/2010 Verkehrskreise  werden  das  Zeichen  im  Zusammenhang  mit  den  beanspruchten Waren, wenn dieses in der dafür üblichen Warenauslage  beispielsweise  auf  der  Verpackung  angebracht  wird,  allerdings  ohne  Zuhilfenahme  der  Fantasie  dahingehend  verstehen,  dass  die Waren  in  derselben Region, wie die Auslage  stattfindet,  produziert  und/oder  dass  dabei  Rohstoffe  desselben  regionalen  Ursprungs  verwendet  worden  seien.  In  dieser  Ursprungsregion  sollen  die  Waren  auch  abgesetzt  werden.  Mit  diesem  Sinngehalt  ist  die  Marke  rein  beschreibend.  Die  Reihenfolge der beiden Teilaussagen spiegeln den natürlichen Ablauf von  Produktion  und  Vertrieb  wieder.  Für  eine  solche  Verkaufssituation  ist  auch  der  schlagwortartige  Charakter  des  Zeichens  nicht  ungewöhnlich.  Die  insofern  überflüssige  Interpunktion  am  Ende  beider  Teilsätze  allein  vermag  dem  Zeichen  keine  hinreichende  Unterscheidungskraft  zu  verleihen. Auch im Zusammenhang mit der Dienstleistung "Detailhandel"  erschöpft sich das Zeichen gegenüber den angesprochenen Importeuren  und Grossisten (E. 5) in einem Hinweis auf das gewohnte Sortiment des  Erbringers. Das Zeichen  ist überdies anpreisend, da ein bestimmter Teil  der  Käuferschaft  umweltbewusst  einkaufen  möchte  und  höheres  Vertrauen  in  Produkte  setzt,  die  aus  der  eigenen  Region  stammen.  Es  charakterisiert  sich  dadurch,  entgegen  der  Ansicht  des  Beschwerdeführers, als beschreibender Slogan. Am  leicht  verständlichen,  konkreten  und  anpreisenden  Sinngehalt  der  Marke  ändert  nichts,  dass  nach  Auffassung  des  Beschwerdeführers  "Region"  für  sich genommen ein unklarer Begriff  ist. Das Wort  "Region"  bezeichnet  einen  durch  bestimmte  Merkmale  wie  das  Klima  oder  eine  bestimmte wirtschaftliche Struktur gekennzeichneten räumlichen Bereich.  Der  Begriff  ist  damit  gleichbedeutend  mit  "aus  dem  näheren  Umkreis"  (DUDEN  Das  grosse  Wörterbuch  der  deutschen  Sprache,  In  acht  Bänden,  Band  6:  Poz­Sik,  2.  Aufl.,  Mannheim,  Leipzig,  Wien,  Zürich  1994, S. 2734). So  ist  zum Beispiel  von  "regionaler" Wirtschaftsstruktur,  "regionalen" Wahlen, "regionalen" Nachrichten oder Rundfunksendungen  oder  vom  "regionalen"  Interesse  die  Rede.  Auch  wenn  Regionen  nach  diesem  Sprachgebrauch  im  Gegensatz  zu  Gemeinde­,  Kantons­  und  Landesterritorien weniger scharf abgegrenzt sind, ist der Begriff "Region"  im vorliegend zu prüfenden Kontext ursprünglich beschreibend (vgl. Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts B­3189/2008 vom 14. Januar 2010 E. 5.1  f.  terroir  [fig.]). Auch ein Freihaltebedürfnis an der Marke  ist zu bejahen,  da sich beide Halbsätze,  je für sich betrachtet,  in einer elementaren und  für  den  Verkehr  unentbehrlichen  Produktinformation  erschöpfen,  diese  Informationen  miteinander  inhaltlich  verwandt,  in  einfacher  sprachlicher 

B­8240/2010 Weise  formuliert  sind  und  sich  stringent  zu  einer  allgemein  produktbezogenen  Aussage  ergänzen  (vgl.  E. 3.3).  Die Marke  ist  damit  Gemeingut. 7.  7.1. Zugunsten der Annahme einer ursprünglichen Unterscheidungskraft  der Marke  führt  der Beschwerdeführer  auch  sieben Voreintragungen  im  Internationalen  und  schweizerischen  Markenregister  an.  Er  macht  geltend, aufgrund der Vergleichbarkeit des vorliegenden Sachverhalts mit  diesen  Voreintragungen  sei  die  strittige  Marke  aus  Gründen  der  Gleichbehandlung  für  alle  beanspruchten  Produkte  ins  Markenregister  einzutragen.  Die  damit  nachgewiesene  Praxis  der  Vorinstanz  bestätige  zudem  die  Unterscheidungskraft  der  Marke  "Aus  der  Region.  Für  die  Region." 7.2. Mit diesen Argumenten stützt der Beschwerdeführer  sein Begehren  implizit  auf  die  in  Art.  8  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101)  verankerte  Rechtsanwendungsgleichheit.  Nach  diesem  Grundsatz  sind  juristische  Sachverhalte  nach  Massgabe  ihrer  Gleichheit  gleich  zu  behandeln;  dieselbe  Behörde  darf  ohne  sachlichen  Grund  zwei  vergleichbare Sachverhalte  nicht  unterschiedlich  beurteilen.  Solches  gilt  allerdings  nur,  wenn  Sachverhalte  im  Zusammenhang  mit  unterschiedlichen Personen in Frage stehen (Urteile des Bundesgerichts  4A.13/1995 vom 20. August 1996 E. 5c veröffentlicht in: sic! 1997 S. 159  Elle; 4A.5/2003 vom 22. Dezember 2003 E. 4 veröffentlicht  in: sic! 2004  S.  400  Discovery  Travel  &  Adventure  Channel).  Nicht  erforderlich  ist,  dass  die  Sachverhalte  in  allen  tatsächlichen  Elementen  identisch  sind  (WILLI, a.a.O., Art. 2 N. 28). Fehlerhafte Entscheide sollen allerdings nicht  für  alle  Zeiten  als  Richtschnur  gelten  (Urteil  des  Bundesgerichts  4A.5/2004  vom  25.  November  2004  E.  4.3  Firemaster;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­7410/2006  vom  20. Juli  2007  E.  6  Masterpiece; Entscheid der RKGE vom 19. Oktober 1999 veröffentlicht in:  sic!  1999 S.  645 E.  5 Uncle Sam; WILLI,  a.a.O.,  Art. 2 N. 31).  Vielmehr  wird der Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht nur ausnahmsweise  anerkannt,  wenn  eine  ständige  gesetzeswidrige  Praxis  einer  rechtsanwendenden Behörde besteht und die Behörde zu erkennen gibt,  dass sie auch in Zukunft nicht von dieser abzuweichen gedenkt (BGE 122  II  446  E. 4a,  mit  weiteren  Hinweisen;  BGE  127  I  1  E. 3a;  Urteil  des  Bundesgerichts  4A.261/2010  vom  5. Oktober  2010  E. 5.1;  Urteil  des 

B­8240/2010 Bundesverwaltungsgerichts  B­3189/2008  vom  14.  Januar  2010  E.  8  terroir [fig.]). Vor einer allfälligen Gewährung von Markenschutz aufgrund  von  Rechtsgleichheitserwägungen  ist  ferner  eine  Abwägung  der  Interessen  des  betreffenden  Hinterlegers  an  der  Gleichbehandlung  mit  anderen Markenhinterlegern  einerseits  und entgegenstehenden privaten  und  öffentlichen  Interessen  andererseits  vorzunehmen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts B­7395/2006 vom 16. Juli 2007 E. 12 Projob,  mit weiteren Hinweisen). Verletzungen  des  Gleichbehandlungsgebots  müssen  sodann  im  Rechtsmittelverfahren ausdrücklich gerügt werden, was die Obliegenheit  einschliesst,  entsprechende  Vergleichsfälle  darzulegen  (vgl.  Urteil  des  BGer  P.124/1962  vom  12.  Dezember  1962  E.  4  veröffentlicht  in  Schweizerisches Zentralblatt für Staats­ und Verwaltungsrecht [ZBl] 1963  S. 435; BVGE 2007/16 E. 6.4 S. 198, mit weiteren Hinweisen; BEATRICE  WEBER­DÜRLER,  Zum  Anspruch  auf  Gleichbehandlung  in  der  Rechtsanwendung,  ZBl  2004,  S.  16).  Trotz  des  Prinzips  der  Rechtsanwendung von Amtes wegen gilt dabei insoweit das Rügeprinzip,  als  rechtliche  Grundlagen  und  Einwendungen,  die  nicht  ins  Auge  springen  und  nach  den  Sachverhaltsfeststellungen  und  Vorbringen  der  Parteien  nicht  nahe  liegen,  nicht  berücksichtigt  werden  müssen  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Basel  2008,  N. 1.55).  Die  Geltendmachung  der  Rechtsanwendungsgleichheit  durch  einen  Markenhinterleger  aufgrund  von  Vergleichsfällen  erfordert  auch  eine  Auseinandersetzung mit den von den herangezogenen Voreintragungen  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen  in  der  Beschwerdeschrift,  ansonsten ein Beurteilungsmassstab für die Prüfung einer Verletzung von  Art.  8  Abs.  1  BV  fehle  (Urteil  des  Bundesgerichts  4A.5/2004  vom  25.  November 2004 E. 4.3 veröffentlicht in: sic! 2005 S. 278 Firemaster). 7.3.  Der  Beschwerdeführer  begründet  die  Vergleichbarkeit  seines  Zeichens  mit  den  von  ihm  genannten  Voreintragungen  damit,  dass  es  sich  auch  bei  jenen  Marken  um  Slogans  handle,  die  ein  unübliches  Satzzeichen  und/oder  die  Wiederholung  eines  Wortes  und  damit  allgemein  "unübliche  Elemente"  enthielten.  Aus  diesen  resultiere  bei  solche Marken eine Unterscheidungskraft im Gesamteindruck. Allein weil  es  sich  auch  um  Slogans  handelt,  ist  die  Vergleichbarkeit  jener  Eintragungen mit dem vorliegenden Fall indessen noch nicht erstellt. Die  Form und anpreisende Wirkung  von Slogans  ist  nicht  einheitlich genug,  damit  die  Qualifikation  als  Slogan  die  markenrechtlichen  Kriterien  der  Unterscheidungskraft  ausreichend  bestimmte.  Der  Beschwerdeführer 

B­8240/2010 erörtert  bezüglich  keiner Voreintragung,  inwieweit  noch andere Kriterien  als  die  von  ihm  angeführten  "unüblichen  Elemente"  für  die  Schutzgewährung ausschlaggebend gewesen sein dürften und unterlässt  es bei mehreren, die Vergleichbarkeit mit der strittigen Marke hinsichtlich  der  beanspruchten  Waren  und  Dienstleistungen  zu  substantiieren.  Ein  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  Eintragung  seiner  Marke  aus  Gründen  der  Rechtsanwendungsgleicht  scheitert  darum  bereits  am  Erfordernis der substantiierten Geltendmachung. 8.  8.1. Der Beschwerdeführer hat umfangreiche Belege zur Verkehrsgeltung  seiner  Marke,  insbesondere  mit  Bezug  auf  ihre  Gebrauchsweise,  Gebrauchsintensität,  durch  Umfragen  erforschte  Bekanntheit  und  für  seine  dafür  getätigten  Werbeaufwendungen  vorgelegt.  Die  Wortmarke  wurde allerdings nur vereinzelt rein sprachlich verwendet und im Regelfall  in  individuell  gestalteten Wort­Bild­Zeichen  (Logos)  eingebettet,  die  den  Slogantext  in  weisser  Handschrift  auf  farbigem  Grund  mit  grafischen  Elementen  und  zum  Teil  zusätzlichem  Text  kombinieren.  Im  Wesentlichen kam und kommt die Marke damit in fünferlei Gestalt vor: Logo 1: Der Text der strittigen Marke auf einem blauen oder blau­grünen  Hintergrund und der Darstellung einer stilisierten, gelben Sonne, Logo 2: der Text der strittigen Marke auf einem blauen Hintergrund mit  stilisierter gelber Sonne und einem stilisierten Bergmassiv,

B­8240/2010 Logo 3: das Logo 2 in Kombination mit dem Zusatz: "Ein Versprechen Ihrer Migros", Logo 4: der Text der strittigen Marke mit eingeschobener, stilisierter Sonne  auf grünem Hintergrund, Logo 5: der Text der strittigen Marke mit eingeschobener, stilisierter Sonne  über einer Landschaft mit Strasse und Bäumen. Im Tessin verwendet der Beschwerdeführer ein anders gestaltetes Label  mit  derselben  Funktion  und  dem  Text:  "I  Nostrani  del  Ticino"  (die  Behauptung der Vorinstanz, der Slogan laute im Tessin: "In Ticino, per il  Ticino", wird  vom Webauftritt  des Beschwerdeführers  nicht  gestützt;  der  Beschwerdeführer  äusserte  sich  dazu  nicht).  In  der Romandie wird  das  Logo 2 in französischer Übersetzung verwendet: Logo 6: Französische Übersetzung von Logo 2. Die  Belege  umfassen  einen  Radio­  und  einen  Fernsehspot,  mehrere  Werbekonzepte  der  Regional­Genossenschaften  Basel,  Aare  und  Ostschweiz  des  Beschwerdeführers  aus  den  Jahren  2006­2008  für  solche  Logos,  zwei  demoskopische  Gutachten  (Omnibus­Befragungen)  "Marken­Tracking­Welle"  aus  den  Jahren  2010  und  2011,  rund  800  Printmedien­Inserate  aus  den  Jahren  2006­2010  in  schweizerischen  Tages­  und  Wochenzeitungen,  darunter  Magazine  des  Beschwerdeführers, mit Warenabbildungen,  die  eines  der  vorgenannten  Logos  auf  der  Warenverpackung  zeigen,  Zusammenstellungen  der  Werbeausgaben des Beschwerdeführers für das "Aus der Region. Für die  Region."­Programm im Jahr 2007 in Millionenhöhe und Abbildungen von 

B­8240/2010 Waren  aus  dem  Sortiment  des  Beschwerdeführers,  insbesondere  Joghurt,  Käse,  Getränke,  Milch,  Marmelade,  Tee,  Eier,  Teigwaren,  Fleisch­  und  Fischwaren,  Pilze,  Heu  und  Blumen  mit  einem  der  vorerwähnten Logos auf der Verpackung. Nach  einer  chronologischen  Darstellung  auf  der  Website  des  Beschwerdeführers  wurde  das  Programm  "Aus  der  Region.  Für  die  Region."  erstmals  im  Jahr  1999  von  der  Genossenschaft  Luzern  verwendet. Die Genossenschaften Basel  und Wallis  schlossen  sich  ihm  2001  an,  2003  stiessen  die  Genossenschaften  Ostschweiz  und  Waadt  dazu,  die  Genossenschaften  Aare  und  Genf  folgten  2005,  die  Genossenschaften  Zürich  und  Neuenburg/Freiburg  2006  und  im  Jahr  2009  sei  es  zum  "nationalen  Programm"  geworden  (http://www.migros.ch/aus­der­region/de/ueberzeugung/geschichte.html,  besucht am 16. Februar 2012). Einer  Feststellung  der  Wettbewerbskommission  vom  29.  Mai  2007  zufolge ist der Beschwerdeführer das grösste Detailhandelsunternehmen  der Schweiz  (http://www.admin.ch/ch/d/ff/2007/3686.pdf, besucht am 16.  Februar  2012).  Es  ist  gerichtsnotorisch,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der  ganzen Schweiz  (mit Ausnahme des Engadins)  ein  dichtes und gut  eingeführtes  Verkaufsstellennetz  unterhält  und  seine  Migros­ Regionalgenossenschaften  weitgehend  einheitlich,  mit  geringen  Abweichungen pro Genossenschaft, am Markt auftreten lässt. 8.2.  Die  Beweismittel  machen  nach  Beurteilung  des  Bundesverwaltungsgerichts  glaubhaft,  dass die  strittige Marke seit  1999  in  der  Innerschweiz  und  seit  2007  im  ganzen  deutsch­  und  französischsprachigen  Verkaufsgebiet  des  Beschwerdeführers  zunehmend  intensiv als  "Programmmarke"  für  die angemeldeten Waren  und  die  gegenüber  regionalen  Produzenten  erbrachte  Dienstleistung  "Detailhandel" (vgl. E. 5) hauptsächlich in gestalteter Form der Logos 1­6  verwendet  wurde,  begleitet  von Werbemassnahmen,  die  auf  das  "Aus­ der­Region­Programm"  und  diese  Logos  besonders  hingewiesen  haben  und  auch  heute  noch  hinweisen.  Es  kamen  dabei  allerdings  nie  alle  Logos,  sondern  im  selben  Zeitraum  in  derselben Region  die  Logos  1­3  und/oder 4­5 gleichzeitig und am häufigsten offenbar Logo 2 zum Einsatz.  Im französischen Sprachgebiet dürfte, teilweise neben Logo 2, vor allem  das Logo 6 verwendet worden sein. In allen Fällen dienten die Logos als  Marken  für das Regionalwarenprogramm des Beschwerdeführers neben  der  Dachmarke  Migros  und  nie  selbst  als  Produkt­  oder 

B­8240/2010 Unternehmenskennzeichen. Dass die Marke im Tessin verwendet wurde  oder heute Verkehrsgeltung besässe, macht der Beschwerdeführer nicht  geltend. Für  das  Bundesverwaltungsgericht  ist  aufgrund  dieses  glaubhaften  Gebrauchs  die  im  Übrigen  unbestrittene  Verkehrsgeltung  der  Logos  2  und  3  in  der  Deutschschweiz  (ohne  Engadin)  glaubhaft  gemacht.  Demnach  ist  zu  prüfen,  ob  darüber  hinaus  auch  eine  erhöhte  Verkehrsgeltung  der  strittigen  Wortmarke  als  gedanklicher  Abstraktion  des  von  den  Logos  und  den  begleitenden  Werbemassnahmen  vermittelten  Regionalwarenprogramms  anzunehmen  ist  (E.  2.4).  Dabei  kann  –  entgegen  der  von  der  Vorinstanz  geäusserten  Ansicht  –  nicht  gänzlich  ausgeschlossen  werden,  dass  die  aufgrund  des  dichten  Verkaufsstellennetzes  und  der  hohen  Werbeaufwendungen  des  Beschwerdeführers  erreichte  Verkehrsgeltung  nicht  nur  für  die  Logos,  sondern  für das Regionalwarenprogramm als solches qualitativ geeignet  ist,  eine  Verkehrsdurchsetzung  des  Slogans  "Aus  der  Region.  Für  die  Region."  im  Sinne  der  vorliegend  strittigen  Marke  zu  begründen.  Die  Frage  muss  allerdings  nicht  abschliessend  beantwortet  werden,  wie  sogleich (siehe E. 8.3) aufgezeigt wird. Eine  erhöhte  Verkehrsgeltung  der  strittigen  Marke  in  der  französischsprachigen  Schweiz  für  das  Bundesverwaltungsgericht  erscheint  bereits  nicht  glaubhaft.  Hier  wäre  vorausgesetzt,  dass  die  Verkehrsteilnehmer die Marke nicht nur mit einem der Logos 1­5, sondern  mit dem  ihnen bekannten Logo 6 gedanklich  in Verbindung bringen, die  weggelassenen Bildelemente und  veränderte Sprache  somit  gleichzeitig  abstrahierten,  was  angesichts  der  eher  ungewöhnlichen  und  anspruchsvollen  Werbebotschaft  eines  Regionalwarenprogramms  nicht  naheliegt und den eingereichten Belegen auch nicht entnommen werden  kann. Eine erhöhte Verkehrsgeltung der Marke ist damit im Wesentlichen  nur für die Deutschschweiz glaubhaft gemacht.

B­8240/2010 8.3. Trotz des mehrheitlich glaubhaften Durchsetzungsgebrauchs  ist  die  Kritik  der  Vorinstanz  an  den  fehlenden  Angaben  in  den  Durchsetzungsbelegen  des  Beschwerdeführers  zu  bekräftigen.  Die  belegten  Gebrauchshandlungen  wurden  teilweise  ungenügend  spezifiziert. Auf vielen Belegen wurde die Sloganmarke nicht  lesbar und  ohne Gebrauchsdatum dargestellt. 8.4.  Zu  den  eingereichten,  demoskopischen  Beweismitteln  ist  anzumerken, dass der Beweiswert von Umfragen wesentlich leidet, wenn  Testfragen suggestiv sind oder Perspektiven setzen, anstatt objektiv die  namentliche Zuordnung der Marke zu einem Unternehmen zu ermitteln.  (Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­5169/2011  vom  17.  Februar  2012,  E. 5.4,  5.7,  5.8  Oktoberfest­Bier).  Vorliegend  sind  zwei  Auszüge aus der demoskopischen Umfrage "Marken­Tracking­Welle", die  mehrmals  jährlich durchgeführt wird, zu würdigen. Dass diese Umfragen  nicht  im  Hinblick  auf  die  Feststellung  der  Verkehrsdurchsetzung  der  Marke  durchgeführt  wurden,  mag  in  dieser  Hinsicht  ihren  Beweiswert  schmälern, schliesst aber nicht aus, dass sie  im vorliegenden Verfahren  verwertbare  Hinweise  enthalten.  Die  Fragestellungen  der  "Marken­ Tracking­Welle 10" lauteten: Frage  1:  Es  gibt  Produkte,  die  von  Produzenten  in  der  Region  des  Verkaufsortes  hergestellt  werden.  Man  nennt  diese  regionale  Produkte.  Wenn  Sie  an  Lebensmittel  denken,  die  von  regionalen  Produzenten  hergestellt wurden, welche Marken fallen Ihnen dazu spontan ein? Frage  2:  Produkte  vom  unten  stehenden  Label  werden  von  regionalen  Produzenten  hergestellt.  Bitte  geben  Sie  an,  ob  Sie  das  Label  zumindest  dem Namen nach kennen (rechts davon steht die Wort­/Bildmarke "Aus der  Region. De la Région.") 8.4.1. Bezüglich  der  Fragestellung  bleibt  die  Ermittlung  der  "spontanen  Bekanntheit"  und  der  "gestützten  Bekanntheit"  unklar.  Zwar  scheint  die  Frage  1  der  "spontanen  Bekanntheit"  und  die  Frage  2  der  "gestützten  Bekanntheit"  zugeordnet  zu  werden.  Klarheit  darüber  besteht  jedoch  nicht, auch nicht darüber, ob die zweite Frage tatsächlich mit einer Wort­ /Bildmarke und wenn ja, mit welchem Inhalt, verbunden worden ist. Eine  Wortmarke  fällt  allerdings  ausser  Betracht,  da  diese  im  Text  erwähnt  worden  wäre.  Aufgrund  dieser  Zweifel  sind  die  Antworten  auf  Frage  2  nicht  geeignet,  die  Verkehrsdurchsetzung  der  Wortmarke  glaubhaft  zu  machen.  Weiter  kann  aufgrund  der  im  Recht  liegenden  Fragen  keine  Zuordnung  zu  einem  Unternehmen  stattfinden.  Diese  hätte  mittels  mindestens  einer  weiteren  Frage  ermittelt  werden  müssen.  Die 

B­8240/2010 erhobenen  Sympathiewerte  sind  für  die  Verkehrsdurchsetzung  nicht  relevant. 8.4.2. Das Schreiben der GfK Switzerland vom 16. August 2011, das die  der  Marke  "AUS  DER  REGION.  FÜR  DIE  REGION."  zugeordneten  Antworten  auflistet,  macht  deutlich,  dass  auch  Nennungen  "aus  der  region  migros";  "adr­migros",  "de  la  région  (migros)",  "migros  eigenen  marke  (de  la  region)",  "adr"  und  "migros  aus  der  region"  der  Marke  zugerechnet  wurden,  obwohl  diese  andere  Marken  betreffen,  nämlich  "aus der Region" und "de la région". Der Anteil dieser Antworten ist nicht  bekannt. Das Schreiben bezieht sich auf die Marken­Tracking­Wellen 10  und 22. 8.4.3. Wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  beanstandete,  fehlen  Informationen  zur Feldarbeit, zum Interview und zur Organisation, ebenso ein Original­ Fragebogen  und  ein  unterschriebenes  Resumée  der  Umfrage.  Ob  die  Umfrage  geografisch  die  ganze  Schweiz  oder  nur  bestimmte  Regionen  abdeckt, bleibt unklar. Es wurden der Marke Antworten zugerechnet, die  sie  nicht  betreffen.  Die  spontane  Bekanntheit  lag  nur  bei  20 %  aller  Befragten vor. 8.4.4. Die Fragestellung zur "Marken­Tracking­Welle 22" war identisch mit  derjenigen  der  "Marken­Tracking­Welle  10".  Die  Problematik  der  Fragestellung  entspricht  dem  Gesagten.  Die  Befragungsmethode  ist  offengelegt (Online­Befragung), der Befragungszeitraum dauerte vom 26.  Januar 2011 bis zum 6. Februar 2011. Es wurden der Marke Antworten  zugerechnet, die sie nicht betreffen. Die regionale Verteilung wurde unter  dem  Titel  "Stichprobenstruktur"  transparent  gemacht,  doch  steht  die  festgehaltene Stichprobengrösse (2'504) im Widerspruch zu der auf dem  Blatt  "Entwicklung Brand Funnel" geltend gemachten Stichprobengrösse  von 501 Netto­Interviews. Auch hier liegt die spontane Bekanntheit bei 16  % aller Befragten. 8.4.5.  Von  den  anderen  "Marken­Tracking­Wellen"  liegen  folgende  spontanen Bekanntheitsgrade vor: Marken­Tracking­Welle 0 (März 2009)  10 %; 8 (November 2009) 17 %; 9 (Dezember 2009) 16 %; 20 (November  2010) 17 %; 21 (Dezember 2010) 18 %. Zu keiner dieser Umfragen sind  weitere Angaben vorhanden. 8.4.6.  Weiter  finden  sich  zwischen  den  Benutzungsbelegen  für  das  Wallis, Fribourg, Neuchâtel und Jura weitere Umfragewerte, wofür weder 

B­8240/2010 Fragen  noch  Antworten  bekannt  sind.  Es  wird  lediglich  eine  "spontane  Bekanntheit"  angegeben,  die  nach  Regionen  aufgeschlüsselt  ist  und  gesamtschweizerisch  die  verhältnismässig  geringen  Werte  ergibt:  Marken­Tracking­Welle 7­9 (Oktober bis Dezember 2009) 15.47 %; 10­12  (Januar bis März 2010) 14.95 %; 13­15 (April bis Juni 2010) 16.47 %; 16­ 18  (Juli  bis  September  2010)  18.37 %.  Nur  für  die  Romandie  (Genossenschaften  GE,  NEFR,  VD,  VS)  ergeben  sich  folgende Werte:  Marken­Tracking­Welle 7­9 (Oktober bis Dezember 2009) 8.47 %; 10­12  (Januar bis März 2010) 7.57 %; 13­15 (April bis Juni 2010) 8.83 %; 16­18  (Juli bis September 2010) 12.02 %. Für den Kanton Tessin wurden keine  Werte  erhoben.  Ein  weiterer  Bericht  eines  demoskopischen  Instituts  wurde  ohne  Briefkopf  und  Unterschrift  eingereicht.  Lediglich  der  Ort  "Adligenswil" gibt einen Hinweis auf die mögliche Herkunft. 8.4.7. Zusammenfassend vermögen die demoskopischen Umfragen den  formalen Anforderungen an ihren Einbezug in die Beweiswürdigung nicht  zu genügen. 8.5.  Eine  erhöhte  Verkehrsgeltung  der  Marke  ist  damit  glaubhaft  gemacht,  im  Wesentlichen  aber  auf  das  Gebiet  der  Deutschschweiz  beschränkt. 9.  Die  zur  Annahme  einer  Verkehrsdurchsetzung  erforderliche  Verkehrsgeltung  in  allen  Sprachgebieten  ist,  entgegen  der  Ansicht  der  Beschwerdeführerin,  auch  für  Sloganmarken  vorauszusetzen,  die  mit  ihrer  Eintragung  nicht  bloss  ein  Ausschliesslichkeitsrecht  als  Werbespruch, sondern ein Recht als wesensmässig sprachunabhängiges  Kennzeichen verkörpern (vgl. E. 2.3), zumal, wie die Beschwerdeführerin  selbst  ausführt,  auch  viele  Menschen  in  der  französischen  und  italienischen Schweiz den deutschen Slogan verstehen können. Dass  in  der vielsprachigen Schweiz die Verkehrsdurchsetzung von Sloganmarken  damit  grundsätzlich  erschwert  wird,  da  Slogans  oft  in  Übersetzung  verwendet  werden,  ist  hinzunehmen.  Das  strittige  Zeichen  erweist  sich  nach der Beweiswürdigung somit als (buchstäblich) regionale Marke ohne  Unterscheidungskraft  in  der  französischen  und  italienischen  Schweiz.  Das Bestehen einer Verkehrsdurchsetzung ist damit zu verneinen. 10. 

B­8240/2010 10.1.  Die  Beschwerde  ist  somit  abzuweisen.  Bei  diesem  Verfahrensausgang  sind  die  Kosten  des  Beschwerdeverfahrens  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG)  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen.  Die Gerichtsgebühren  sind  nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung  und  finanzieller  Lage  der Parteien  festzulegen  (Art.  63 Abs.  4bis  VwVG,  Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]). Bei Markeneintragungen geht es um Vermögensinteressen.  Die  Gerichtsgebühr  bemisst  sich  folglich  nach  dem  Streitwert  (Art.  4  VGKE).  Die  Schätzung  des  Streitwertes  hat  sich  nach  Lehre  und  Rechtsprechung  an  Erfahrungswerten  aus  der  Praxis  zu  orientieren,  wobei  bei  eher  unbedeutenden  Zeichen  grundsätzlich  ein  Streitwert  zwischen Fr. 50'000.­ und Fr. 100'000.­ anzunehmen ist (BGE 133 III 490  E.  3.3  "Turbinenfuss"  [3D]).  Von  diesem  Erfahrungswert  ist  auch  im  vorliegenden  Verfahren  auszugehen.  Es  sprechen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  einen  höheren  oder  niedrigeren  Wert  der  strittigen  Marke. Infolge des erheblichen Mehraufwands durch die grosse Zahl von  Durchsetzungsbelegen  sind  die  Verfahrenskosten  auf  CHF 3'500.­  festzulegen. 10.2.  Es  ist  keine  Parteientschädigung  auszurichten  (Art.  64  Abs.  1  VwVG, Art. 7 Abs. 3 VGKE). http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490 http://links.weblaw.ch/BGE-133-III-490

B­8240/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen und die angefochtene Verfügung wird  bestätigt. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  CHF 3'500.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von  CHF 2'500.­  verrechnet.  Der  Beschwerdeführer  hat  nach Eintritt  der Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  die  Differenz  von  Fr.  1000.­  zu  bezahlen.  Die  Zustellung eines Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 3.  Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 50792/2009; Gerichtsurkunde) – das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  EJPD  (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter Der Gerichtsschreiber David Aschmann Philipp J. Dannacher

B­8240/2010 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000 Lausanne  14,  Beschwerde  in  Zivilsachen  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss  den  Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110)  gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer in Händen hält, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

B-8240/2010 — Bundesverwaltungsgericht 27.02.2012 B-8240/2010 — Swissrulings