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Bundesverwaltungsgericht 27.12.2011 A-8233/2010

27 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,098 parole·~10 min·3

Riassunto

Strassenwesen (Übriges) | Plangenehmigung (Ausführungsprojekte zu Nationalstrassen)

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung I A­8233/2010 Urteil   v om   2 7 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, Gerichtsschreiber Toni Steinmann. Parteien Ortsgemeinde Wartau, Dornau/Postfach 50, 9478 Azmoos,   Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Strassen ASTRA, 3003 Bern, und Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr,  Energie und Kommunikation UVEK, Bundeshaus Nord, 3003 Bern,  Vorinstanz. Gegenstand Plangenehmigung (Ausführungsprojekte zu  Nationalstrassen, SABA Schwetti).

A­8233/2010 Sachverhalt: A.  Am  4.  März  2010  unterbreitete  das  Bundesamt  für  Strassen  (ASTRA)  dem  Eidgenössischen  Departement  für  Umwelt,  Verkehr,  Energie  und  Kommunikation  (UVEK)  das  Ausführungsprojekt  "Nationalstrassen  N3/N13, Verzweigung Sarganserland, SABA Schwetti" zur Genehmigung.  Das  Projekt  sieht  vor,  das  bestehende  Entwässerungssystem  der  Nationalstrasse  N13  nördlich  des  Anschlusses  Trübbach  mit  einer  Strassenabwasserbehandlungsanlage  (SABA)  zu  erweitern,  damit  das  gereinigte  Strassenabwasser  bei  der  Einleitung  in  den  Vorfluter  Schwettigiessen  die  Anforderungen  des  Gewässerschutzes  erfüllt.  Am  bestehenden  Ölrückhaltebecken  (OERB)  sollen  Zu­,  Ab­  und  Überleitungen sowie Pumpen eingebaut werden. Zudem sind ein Absetz­  und Retentionsfilterbecken sowie eine Zufahrtsstrasse geplant. B.  Im Rahmen der öffentlichen Auflage vom 8. April bis 7. Mai 2010 erhob  unter  anderem  die  Ortsgemeinde  Wartau  Einsprache  gegen  das  Ausführungsprojekt.  Sie  verlangte  im  Wesentlichen  von  der  Errichtung  der geplanten SABA Schwetti abzusehen, weil das Projekt den Grundsatz  des sorgsamen Umgangs mit Nutzland verletze und die Voraussetzungen  für eine Enteignung nicht ausgewiesen seien. Eventualiter beantragte sie  eine angemessene Entschädigung für das beanspruchte Land. C.  Das  UVEK  genehmigte  das  Ausführungsprojekt  am  9.  November  2010  unter  Vorbehalt  verschiedener  Auflagen.  Die  Einsprache  der  Ortsgemeinde Wartau wies es ab, soweit es darauf eintrat. Bezüglich des  Entschädigungsbegehrens  hielt  das  UVEK  fest,  dieses  werde  nach  Abschluss  des  Plangenehmigungsverfahrens  an  die  zuständige  Eidgenössische Schätzungskommission (ESchK) überwiesen. D.  Gegen  die  Plangenehmigung  erhebt  die  Ortsgemeinde  Wartau  (nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragt,  in  Aufhebung  der  Plangenehmigung  vom  9.  November  2010  sei  auf  den  Bau  der  SABA  Schwetti  zu  verzichten  und  das  Enteignungsrecht  dafür  nicht  zu  gewähren.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragt  sie  die  Durchführung eines Augenscheins.

A­8233/2010 Die Beschwerdeführerin  bringt  insbesondere  vor,  das ASTRA habe den  Nachweis  nicht  erbracht,  dass  die  SABA  an  der  vorgesehenen  Stelle  errichtet werden müsse.  In  der Plangenehmigung  sei  die Notwendigkeit  des  Standorts  nicht  ernsthaft  überprüft  worden.  Indem  das UVEK  ohne  eigene  Erwägungen  die  Beurteilung  des  ASTRA  als  zutreffend  anerkenne, sei ihm eine Verletzung der Begründungspflicht vorzuwerfen.  Was  gegen  den  von  ihr  vorgeschlagenen  alternativen  Standort  Hüttenbrunnen vorgebracht werde, sei wenig überzeugend und teilweise  offensichtlich  auch  falsch.  Mit  einem  Ausbau  des  nahe  gelegenen  Retentionsbeckens  Hüttenbrunnen  könne  verhindert  werden,  dass  weiteres  Kulturland  überbaut  werden  müsse  und  somit  als  landwirtschaftliches Nutzland verloren gehe. Der vom ASTRA  in diesem  Zusammenhang  behauptete  unverhältnismässige  Mehraufwand  sei  in  keiner Weise spezifiziert worden und deshalb nicht überprüfbar. Im  Weiteren  ersucht  die  Beschwerdeführerin  um  Zusprechung  einer  angemessenen  Entschädigung.  Dass  sie  keinen  Anwalt  beigezogen  habe, könne eine angemessene Entschädigung nicht ausschliessen. Das  mit  der  Ausarbeitung  der  Beschwerdeschrift  beauftragte  Mitglied  des  Verwaltungsrats  sei  gezwungen  gewesen,  relativ  viel  Zeit  in  diese  Streitigkeit zu investieren und sich auch beraten zu lassen. Weil sie ihren  Ratsmitgliedern  solche  speziellen  Aufwendungen  entschädigen  müsse,  seien ihr Kosten entstanden. E.  Das  ASTRA  beantragt  mit  Stellungnahme  vom  26.  Januar  2011  die  Abweisung der Beschwerde. Zur  Begründung  führt  es  im  Wesentlichen  aus,  dass  der  mittels  Variantenbeurteilung  gewählte  Standort  beim  bestehenden  OERB  Schwettigiessen  am  besten  zur  Erstellung  der  SABA  geeignet  sei.  Der  von  der  Beschwerdeführerin  geltend  gemachte  Standort  Hüttenbrunnen  sei  insbesondere  aufgrund  der  lagebedingten  Mehrkosten  von  ca.  1  Million  Franken  als  unzweckmässig  erachtet  und  deshalb  nicht  in  die  detaillierte Variantenbeurteilung einbezogen worden. F.  Das UVEK (nachfolgend: Vorinstanz) beantragt mit Vernehmlassung vom  28.  Januar  2011  die  Abweisung  der  Beschwerde,  soweit  darauf  einzutreten sei.

A­8233/2010 In der Begründung  führt die Vorinstanz u.a. aus, dass den Grundsätzen  der Nachhaltigkeit  und  der  haushälterischen Nutzung  des Bodens  beim  Bau von Nationalstrassen und ihren Bestandteilen zweifellos eine grosse  Bedeutung  zukomme.  Gleichzeitig  habe  aber  auch  immer  eine  Interessenabwägung  zwischen  den  verschiedenen  schutzwürdigen  Interessen  aller  Beteiligten  stattzufinden.  Im  Auflageprojekt  seien  verschiedene Standorte aufgrund der Kriterien "Kosten­Nutzen", "Betrieb­ Unterhalt",  "Auswirkungen  auf  Umwelt"  und  "Auswirkungen  auf  Dritte"  geprüft worden. Mit der Auswertung von drei Standorten sei das ASTRA  seiner  Verpflichtung,  verschiedene  zweckmässige  Varianten  zu  prüfen,  nachgekommen. Anhand dieser Variantenbeurteilung sei der am besten  geeignete  Standort  für  die  SABA  bestimmt  worden.  Der  von  der  Beschwerdeführerin vorgebrachte alternative Standort Hüttenbrunnen sei  bereits aufgrund einer groben Kostenberechnung als unzweckmässig aus  dem Auswahlverfahren ausgeschieden. G.  Die  Beschwerdeführerin  hält  in  den  Schlussbemerkungen  vom  24.  Februar 2011 an ihren Anträgen fest und betont, dass das Kriterium des  sparsamen  Umgangs  mit  Kulturland  bei  der  Standortwahl  nicht  angemessen berücksichtigt worden sei. H.  Eine Vertretung des Bundesverwaltungsgerichts führte am 28. Juni 2011  einen Augenschein  durch,  zu  dessen Protokoll  die  Beschwerdeführerin,  die Vorinstanz und das ASTRA mit Eingaben vom 5., 6. und 8. Juli 2011  ihre Bemerkungen vorbrachten. I.  Auf  weitergehende  Vorbringen  und  die  sich  bei  den  Akten  befindlichen  Schriftstücke wird –  soweit  entscheidwesentlich –  in den nachfolgenden  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1  Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  Beschwerden  gegen  Verfügungen im Sinn von Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021;  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Die 

A­8233/2010 hier  strittige  Plangenehmigung  der  Vorinstanz  stützt  sich  auf  Art.  26  Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. März 1960 über die Nationalstrassen  (NSG, SR 725.11) und stellt  eine  solche Verfügung dar. Die Vorinstanz  gehört  zu  den  Behörden  nach  Art.  33  VGG.  Eine  Ausnahme,  was  das  Sachgebiet  angeht,  liegt  nicht  vor  (Art.  32  VGG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  für  die Beurteilung  der Beschwerde  zuständig. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG  nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 1.2  Zur  Beschwerdeführung  ist  berechtigt,  wer  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 VwVG). Gemeinwesen  sind  praxisgemäss  zur  Beschwerde  insbesondere  dann  berechtigt,  wenn  sie  gleich  oder  ähnlich  wie  Private  berührt  sind  oder  spezifische  öffentliche  Anliegen  verfolgen  (BGE  136  I  265  E.  1.4  mit  Hinweisen;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­623/2010  vom  14.  September  2010  E.  1.1  mit  Hinweis;  VERA  MARANTELLI­SONANINI/SAID  HUBER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG  Praxiskommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [nachfolgend:  Praxiskommentar VwVG], Zürich/Basel/Genf 2009, N 21 zu Art. 48). Die  Beschwerdeführerin  ist  einerseits  als  Grundeigentümerin  der  für  die  Projektrealisierung  beanspruchten  Parzelle  betroffen  und  andererseits  verfolgt  sie  das  öffentliche  Anliegen  einer  haushälterischen  Bodennutzung.  Zudem  hat  sie  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen  und  ist  durch  den  Entscheid  der  Vorinstanz  insofern  beschwert,  als  ihre  Einsprache  abgewiesen  wurde.  Sie  ist  somit  zur  Beschwerdeerhebung  legitimiert,  was  denn  auch  zu  Recht  unbestritten  blieb. 1.3  Auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  (Art.  50  und  52  VwVG)  eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten. 2.  Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf  Verletzungen  von  Bundesrecht  –  einschliesslich  der  unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  Sachverhalts  und  Überschreitungen  oder Missbrauch  des Ermessens  –  sowie  auf Angemessenheit  hin  (Art.  49 VwVG). Es auferlegt sich allerdings dann eine gewisse Zurückhaltung,  wenn  unter  anderem  technische  Probleme  zu  beurteilen  sind  und  die 

A­8233/2010 Vorinstanz  ihren Entscheid  gestützt  auf  die Berichte  von  Fachbehörden  gefällt hat. In diesen Fällen hat das Bundesverwaltungsgericht primär zu  klären,  ob  alle  berührten  Interessen  ermittelt  und  beurteilt  sowie  ob  die  möglichen  Auswirkungen  des  Projekts  bei  der  Entscheidfindung  berücksichtigt  wurden.  Es  untersucht  daher  lediglich,  ob  sich  die  Vorinstanz von sachgerechten Erwägungen hat  leiten  lassen und weicht  nicht  ohne  Not  von  deren  Auffassung  ab.  Voraussetzung  für  diese  Zurückhaltung  ist  allerdings,  dass  es  im  konkreten  Fall  keine  Anhaltspunkte  für  eine  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  gibt  und  davon  ausgegangen  werden  kann,  dass  die  Vorinstanz  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte  geprüft  und  die  erforderlichen  Abklärungen  sorgfältig  und  umfassend  vorgenommen  hat  (BGE 133  II  35  E. 3;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­438/2009  vom  1. März  2011 E. 19.7  mit  Hinweisen; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich/St. Gallen 2010, N 446c f.). 3.  Gestützt auf das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 zur Neugestaltung  des  Finanzausgleichs  und  der  Aufgabenteilung  zwischen  Bund  und  Kantonen (NFA, BBl 2005 6029) ist die Strassenhoheit und das Eigentum  an den Nationalstrassen per 1. Januar 2008 auf den Bund übergegangen  (Art. 8 Abs. 1 NSG, AS 2007 5779). Zuständig für die Fertigstellung des  beschlossenen  Nationalstrassennetzes  und  die  Ausarbeitung  der  Ausführungsprojekte  sind  die  Kantone,  während  diese  Zuständigkeit  für  den Bau neuer und den Ausbau bestehender Nationalstrassen neu dem  ASTRA  zukommt  (Art.  21  Abs.  2  und  Art.  40a  NSG).  In  seinem  Zuständigkeitsbereich sorgt das ASTRA für den nötigen Landerwerb und  ihm steht hierfür das Enteignungsrecht zu (Art. 32 Abs. 1 und Art. 39 Abs.  1  NSG).  Bei  Plangenehmigungsgesuchen  im  Rahmen  von  Bau­  oder  Ausbauvorhaben,  die  am  1.  Januar  2008  hängig  waren,  bleiben  die  Kantone  bis  zum  Abschluss  der  Verfahren  zuständig  (Art. 62a  Abs.  7  NSG  i.V.m.  Art.  56  Abs.  6  der  Nationalstrassenverordnung  vom  7. November 2007 [NSV, SR 725.111]). Das Plangenehmigungsverfahren  wird in allen Fällen vom Departement durchgeführt, es ist auch weiterhin  für die Genehmigung der Ausführungsprojekte zuständig  (Art. 26 Abs. 1  NSG). Weil es sich vorliegend um ein Plangenehmigungsverfahren handelt, das  am  4.  März  2010  und  somit  nach  Inkrafttreten  der  neuen  Zuständigkeitsordnung  gestellt  wurde,  ist  das  ASTRA  für  die 

A­8233/2010 Projektierung der SABA zuständig und hierfür mit dem Enteignungsrecht  nach Art. 39 Abs. 1 NSG ausgestattet. 4.  4.1 Ausführungsprojekte für Nationalstrassen geben Aufschluss über Art,  Umfang  und  Lage  des  Werkes  samt  allen  Nebenanlagen,  die  Einzelheiten seiner bautechnischen Gestaltung und die Baulinien (Art. 21  NSG). Zu den Nationalstrassen gehören neben dem Strassenkörper alle  Anlagen,  die  zur  technisch  richtigen  Ausgestaltung  der  Strassen  erforderlich  sind,  insbesondere  Bauten  und  Anlagen  zur  Entwässerung  (Art. 6 NSG und Art. 2 Bst. g NSV). Die  Nationalstrassen  haben  hohen  verkehrstechnischen  Anforderungen  zu  genügen;  sie  sollen  insbesondere  eine  sichere  und  wirtschaftliche  Abwicklung  des  Verkehrs  gewährleisten  (Art.  5  Abs.  1  NSG).  Stehen  diesen  Anforderungen  andere  schutzwürdige  Interessen  entgegen,  wie  insbesondere die Erfordernisse der militärischen Landesverteidigung und  der  wirtschaftlichen  Nutzung  des  Grundeigentums,  die  Anliegen  der  Landesplanung oder des Gewässer­, Natur­ und Heimatschutzes, so sind  die  Interessen  gegeneinander  abzuwägen  (Art.  5  Abs.  2  NSG).  Hierzu  sind  die  berührten  Interessen  zu  ermitteln,  zu  beurteilen  und  so  abzuwägen, dass sie möglichst umfassend berücksichtigt werden können  (Art.  3  der  Raumplanungsverordnung  vom  28.  Juni  2000  [RPV,  SR  700.1];  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­2086/2006  vom  8.  Mai  2007 E. 6 mit Hinweisen; PETER HÄNNI, Planungs­, Bau­ und besonderes  Umweltschutzrecht, Bern 2008, S. 84 f.). 4.2  Der  Grundsatz  der  haushälterischen  Bodennutzung  ist  in  Art.  75  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101)  vorgesehen.  Konkretisiert  wird  er  in  Art. 1  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  22.  Juni  1979  über  die  Raumplanung  (RPG,  SR  700).  Danach  sorgen  Bund,  Kantone  und  Gemeinden für eine haushälterische Bodennutzung. Sie achten dabei auf  die  natürlichen  Gegebenheiten  sowie  auf  die  Bedürfnisse  von  Bevölkerung  und Wirtschaft.  Die  haushälterische  Bodennutzung  ist  das  zentrale Ziel der Raumplanung und umfasst  in quantitativer Hinsicht die  Pflicht,  nach  Möglichkeiten  einer  sparsamen  Bodennutzung  zu  suchen  (PIERRE  TSCHANNEN,  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  die  Raumplanung,  in:  Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen  [Hrsg.],  Zürich/Basel/Genf  2010,  N  15  zu  Art.  1).  Die  mit  Planungsaufgaben  betrauten Behörden müssen darauf achten, die Landschaft  zu schonen; 

A­8233/2010 insbesondere  sollen  der  Landwirtschaft  genügende  Flächen  geeigneten  Kulturlandes erhalten bleiben (Art. 3 Abs. 2 Bst. a RPG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung  ist dem Kulturlandschutz  und  der  Fruchtfolgeflächensicherung  grosses  Gewicht  beizumessen  (BGE  115  Ia  354  E.  3f/bb,  Urteil  des  Bundesgerichts  1A.19/2007  vom  2. April 2008 E. 5.2 mit Hinweisen). Dennoch ist es nicht von vornherein  ausgeschlossen,  Fruchtfolgeflächen  zu  anderen  als  landwirtschaftlichen  Zwecken  in  Anspruch  zu  nehmen, wenn  dies  durch  entgegenstehende,  höher zu gewichtende Interessen gerechtfertigt erscheint. Hierfür ist eine  umfassende  Abwägung  aller  privaten  und  öffentlichen  Interessen  erforderlich (Art. 3 RPV; HÄNNI, a.a.O., S. 84 f.). 5.  Den  Projektunterlagen  lässt  sich  entnehmen,  dass  im  Rahmen  der  Planung  drei  verschiedene  Standorte  aufgrund  der  Kriterien  "Kosten­ Nutzen",  "Betrieb­Unterhalt",  "Auswirkungen  auf  Umwelt"  und  "Auswirkungen  auf  Dritte"  geprüft  wurden.  Darunter  insbesondere  der  vorliegend  umstrittene  und  von  der  Vorinstanz  unter  Vorbehalt  verschiedener  Auflagen  genehmigte  Standort  auf  der  Wiese  beim  bestehenden  OERB  Schwettigiessen.  Dieser  wurde  bezüglich  der  Kriterien  "Kosten­Nutzen",  "Betrieb­Unterhalt"  sowie  "Auswirkungen  auf  Dritte" als leicht besser als die anderen Standorte beurteilt. Bezüglich des  Kriteriums  "Auswirkungen  auf  Umwelt"  wurde  er  im  Vergleich  zu  den  beiden  anderen  Standorten  als  gleichwertig  eingestuft,  wobei  festgehalten wurde, dass eher negative Auswirkungen  in den Bereichen  Lärm  (Bauphase),  Boden  (Verkleinerung  Fruchtfolgeflächen)  und  Natur  (Ufervegetation)  entstünden.  Insgesamt  wurde  der  Standort  auf  der  Wiese  beim  bestehenden  OERB  Schwettigiessen  als  der  am  besten  geeignete beurteilt. Im  Weiteren  lässt  sich  den  Projektunterlagen  entnehmen,  dass  für  die  Erstellung des Absetz­ und Retentionsfilterbeckens (inklusive Zufahrt) ein  Landerwerb erforderlich  ist. Gemäss Landerwerbs­ und Enteignungsplan  werden dabei vom Grundeigentum der Beschwerdeführerin ca. 3'022 m2  dauerhaft und ca. 1'862 m2 temporär für das Projekt beansprucht. 6.  6.1  Die  Beschwerdeführerin  machte  in  ihren  Eingaben  ans  Bundesverwaltungsgericht  sowie  anlässlich  des  Augenscheins  im  Wesentlichen geltend, dass das Kriterium des sparsamen Umgangs mit 

A­8233/2010 Kulturland bei der Standortwahl nicht angemessen berücksichtigt worden  sei. Der von  ihr vorgeschlagene Standort Hüttenbrunnen sei zu Unrecht  nicht  in  die  Variantenbeurteilung  einbezogen  worden,  obwohl  er  eine  echte  Alternative  darstelle.  Mit  einem  Ausbau  des  nahe  gelegenen  Retentionsbeckens  Hüttenbrunnen  könne  nämlich  verhindert  werden,  dass  weiteres  Kulturland  überbaut  werden  müsse  und  somit  als  landwirtschaftliches  Nutzland  verloren  gehe.  Zudem  wäre  keine  Enteignung erforderlich, weil  das Land bei Hüttenbrunnen bereits  früher  an  den  Bund  abgetreten  worden  sei.  Schliesslich  weise  der  Standort  Hüttenbrunnen  auch  aufgrund  der  besseren  Erschliessung  Vorteile  auf.  Der  vom  ASTRA  im  Zusammenhang  mit  dem  Standort  Hüttenbrunnen  behauptete  unverhältnismässige  Mehraufwand  sei  in  keiner  Weise  spezifiziert worden und deshalb nicht überprüfbar. 6.2 Das ASTRA wendete dagegen in der Stellungnahme vom 26. Januar  2011 sowie anlässlich des Augenscheins insbesondere ein, dass sich der  gewählte  Standort  auf  der  Wiese  beim  bestehenden  OERB  Schwettigiessen  aufgrund  der  durchgeführten  Variantenprüfung  als  am  besten  geeignet  herausgestellt  habe.  Der  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagene Standort Hüttenbrunnen sei nicht näher geprüft worden,  weil er aufgrund einer Grobbeurteilung ohne weiteres als unzweckmässig  aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden sei. Der Bau der SABA beim  Standort  Hüttenbrunnen  würde  eine  Pumpleitung  erfordern,  weil  das  Wasser über eine Strecke von ca. 2 km bei einem geringen Gefälle von  1‰ befördert werden müsste. Diese Pumpleitung würde zu Mehrkosten  von  ca.  1  Million  Franken  führen.  Während  sich  die  Baukosten  für  die  SABA  beim  Standort  auf  der  Wiese  beim  bestehenden  OERB  Schwettigiessen auf ca. 2 Millionen Franken belaufen würden, müsste für  den  Standort  Hüttenbrunnen  mit  solchen  von  ca.  3  Millionen  Franken  gerechnet werden. Zusätzlich würden auch noch höhere Betriebskosten  anfallen.  Aufgrund  dieser  lagebedingten  Mehrkosten  sei  der  von  der  Beschwerdeführerin vorgeschlagene Standort Hüttenbrunnen nicht in die  Variantenbeurteilung einbezogen worden. 6.3  Die  Vorinstanz machte  in  der  Stellungnahme  vom  28.  Januar  2011  und am Augenschein  im Wesentlichen geltend, der projektierte Standort  basiere  auf  einem  vollständig  und  sauber  ausgearbeiteten  Ausführungsprojekt mit nachvollziehbarer Variantenbeurteilung und lasse  sich  somit  nicht  beanstanden.  Der  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagene  Standort  Hüttenbrunnen  sei  bereits  aufgrund  einer  Grobbeurteilung  als  unzweckmässig  aus  dem  Auswahlverfahren 

A­8233/2010 ausgeschieden.  Eine  detaillierte  Darstellung  dieser  Variante  habe  sich  deshalb erübrigt. 7.  Wie  die  Ausführungen  der  Verfahrensbeteiligten  zeigen,  ist  zwischen  ihnen  streitig,  unter  welchen  Umständen  und  in  welchem  Umfang  alternative  Projektvarianten  zu  prüfen  sind.  Die  Beschwerdeführerin  macht  letztlich  eine  unvollständige  Sachverhaltsabklärung  sowie  eine  fehlerhafte  Interessenabwägung geltend. Nachfolgend ist somit vorab zu  prüfen,  ob  der  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagene  Standort  Hüttenbrunnen  zu  Recht  aufgrund  einer  Grobbeurteilung  als  unzweckmässig aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden wurde. 7.1 Gemäss Rechtsprechung darf  sich bei der Planung von öffentlichen  Werken  der  Aufwand  für  die  Ausarbeitung  von  Projektvarianten  und  Alternativen  in  einem  gewissen  Rahmen  halten.  Stellt  sich  schon  aufgrund  einer  Projektskizze  oder  grober  Kostenberechnungen  heraus,  dass  eine  Lösung mit  erheblichen Nachteilen  belastet  ist,  darf  sie  ohne  weiteres als unzweckmässig aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden  werden.  Den  Plangenehmigungsbehörden  stehen  genügend  Fachleute  zur  Verfügung,  welche  die  Kosten  zusätzlicher  baulicher  Massnahmen  ohne Ausarbeitung eines detaillierten Projekts der Grössenordnung nach  bestimmen können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1A.141/2006 vom 27.  September 2006 E. 11.1 und 1E.16/2005 vom 14. Februar 2006 E. 3.2, je  mit Hinweisen; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­5466/2008 vom  3. Juni 2009 E. 11.2.4 und A­594/2009 vom 10. November 2009 E. 4.2, je  mit Hinweisen). 7.2 Bei den drei im Rahmen der Planung näher geprüften Standorten fällt  auf,  dass  diese  ausnahmslos  auf  landwirtschaftlichem  Nutzland  (Wies­  und  Ackerland)  liegen;  eine  Projektvariante  mit  geringer  bzw.  ohne  Beanspruchung  von  Kulturland  –  wie  beispielsweise  die  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagene  –  wurde  dagegen  nicht  detailliert  ausgearbeitet. Das ASTRA und die Vorinstanz begründen dies einzig mit  den aufgrund einer Grobbeurteilung berechneten Mehrkosten für den Bau  und Betrieb der Anlage. Hingegen machen sie nicht geltend, die von der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagene  Variante  sei  technisch  nicht  machbar  oder  es  stünden  ihr  andere  Nachteile,  wie  z.B.  solche  umweltrechtlicher  Art,  entgegen.  In  diesem  Sinn  hat  das  ASTRA  anlässlich  des  Augenscheins  denn  auch  bestätigt,  dass  es  letztlich  um  eine Abwägung  zwischen  den  höheren Betriebs­  und  Investitionskosten 

A­8233/2010 und  dem  Interesse  am  schonenden  Umgang  mit  Nutzland  gehe.  Entgegen  der  Auffassung  der  Vorinstanz  und  des  ASTRA  ist  dem  finanziellen  Interesse  für  sich  alleine  jedoch  nicht  ohne  weiteres  mehr  Gewicht  beizumessen,  als  dem  öffentlichen  Interesse  an  einer  haushälterischen Bodennutzung. Die ermittelten Mehrkosten  lassen den  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagenen  Standort  Hüttenbrunnen  nicht  von  vornherein  als  unverhältnismässig  erscheinen.  Dies  gilt  umso  mehr,  als  dieser  Standort  neben  dem  Kulturlandschutz  auch  bezüglich  der  Erschliessung  gewisse  Vorteile  aufzuweisen  scheint.  Zudem  wäre  keine  Enteignung  erforderlich,  weil  das  Land  bei  Hüttenbrunnen  bereits  im  Eigentum  des  Bundes  steht.  Der  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagene  Standort  Hüttenbrunnen  ist  demnach  nicht  mit  derart  erheblichen  Nachteilen  belastet,  dass  er  ohne  weiteres  als  unzweckmässig aus dem Auswahlverfahren hätte ausgeschieden werden  können. Mit  der  Genehmigung  des  vom  ASTRA  unterbreiteten  Ausführungsprojekts hat die Vorinstanz das öffentliche Interesse an einer  haushälterischen  Bodennutzung,  welchem  rechtsprechungsgemäss  hohes  Gewicht  beizumessen  ist  (vgl.  hiervor  E.  4.2),  nicht  hinreichend  berücksichtigt.  In  diesem Sinn  hatte  denn  auch  das  Landwirtschaftsamt  des  Kantons  St. Gallen  mit  Schreiben  vom  5.  August  2010  darauf  hingewiesen,  dass  die  verschiedenen Projekte  –  darunter  insbesondere  das vorliegend in Frage stehende – die Landwirtschaft insgesamt deutlich  stärker berühren, als ursprünglich angenommen. Insgesamt  erscheinen  im  vorliegenden  Fall  die  rein  ökonomischen  Interessen  im  Vergleich  zu  den  gewichtigen  Interessen  am  Kulturlandschutz  und  der  Fruchtfolgeflächensicherung  von  untergeordneter  Bedeutung  zu  sein.  Deshalb  wäre  unter  Vorbehalt  der  Ergebnisse  einer  detaillierten  Prüfung  einem  den  Kulturlandschutz  hinreichend  berücksichtigenden  Standort  –  wie  beispielsweise  dem  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagenen  –  der  Vorzug  zu  geben.  Dies  gilt umso mehr, als solche alternative Standorte offenbar vorhanden und  technisch umsetzbar zu sein scheinen. 7.3 Nach dem Gesagten  liegen – wie die Beschwerdeführerin  zu Recht  geltend  macht  –  eine  unvollständige  Sachverhaltsabklärung  sowie  eine  fehlerhafte  Interessenabwägung  vor.  Der  Sachverhalt  ist  deshalb  mit  einer  detaillierten  Prüfung  des  von  der  Beschwerdeführerin  vorgeschlagenen  bzw.  eines  anderen  den  Kulturlandschutz  hinreichend 

A­8233/2010 berücksichtigenden  Standorts  zu  ergänzen.  Die  erforderlichen  Abklärungen  dürften  sich  als  aufwändig  erweisen  und  setzen  zudem  technisches  Fachwissen  voraus.  Da  die  Sachverhaltsvervollständigung  am  besten  durch  die  Vorinstanz  unter  Beizug  der  entsprechenden  Fachbehörden  erfolgt,  rechtfertigt  es  sich  ausnahmsweise,  die  Angelegenheit an diese zurückzuweisen (Art. 61 Abs. 1 VwVG; zu dieser  Möglichkeit MADELEINE CAMPRUBI, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/St. Gallen 2008,  N 11  zu  Art. 61;  PHILIPPE  WEISSENBERGER,  Praxiskommentar  VwVG,  N 16  zu  Art. 61;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts A­438/2009 vom 8. März 2011 E. 20 und A­ 6594/2010 vom 29. April 2011 E. 8.2.3). 7.4 Da die Angelegenheit zur weiteren Prüfung und neuen Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist,  erübrigt  es  sich,  auf  die  von  der  Beschwerdeführerin  im  Zusammenhang  mit  der  Variantenbeurteilung  geltend gemachte Verletzung der Begründungspflicht einzugehen. 8.  Die  Beschwerdeführerin  bemängelt  schliesslich,  dass  ihr  im  Plangenehmigungsverfahren  keine  Parteientschädigung  zugesprochen  worden sei. 8.1 Wird mit  der  Plangenehmigung  zugleich  über  enteignungsrechtliche  Einsprachen entschieden (Art. 27d Abs. 2 NSG), richtet sich die Kosten­  und  Entschädigungsregelung  gegenüber  Verfahrensbeteiligten,  denen  eine  Enteignung  droht,  nach  den  Spezialbestimmungen  des  Bundesgesetzes vom 20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711;  vgl. BGE 119 Ib 458 E. 15, Urteile des Bundesgerichts 1E.16/2005 vom  14.  Februar  2006  E.  6,  je  mit  Hinweisen;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts A­2422/2008 vom 18. August 2008 E. 14.1).  Gemäss  Art.  115  Abs.  1  EntG  hat  der  Enteigner  für  die  notwendigen  aussergerichtlichen  Kosten  des  Enteigneten  im  Einsprache­,  Einigungs­  und  Schätzungsverfahren  eine  angemessene  Parteientschädigung  zu  bezahlen. Die Parteientschädigung umfasst  in analoger Anwendung von  Art. 8 Abs. 2 der Verordnung vom 10. September 1969 über Kosten und  Entschädigungen  im Verwaltungsverfahren  (SR 172.041.0)  i.V.m. Art. 8,  Art. 9 Abs. 1 sowie Art. 13 des Reglements vom 21. Februar 2008 über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  die  Kosten  der  Vertretung  (beinhaltend  das  Anwaltshonorar  oder  die  Vergütung  für  eine  nichtanwaltliche 

A­8233/2010 berufsmässige  Vertretung  sowie  den  Auslagenersatz)  und  allfällige  weitere  notwendige  Auslagen  (beinhaltend  die  Spesen,  soweit  sie  Fr.  100.­­  übersteigen,  sowie  den  Verdienstausfall,  soweit  er  einen  Tagesverdienst  übersteigt  und  die  Partei  in  bescheidenen  finanziellen  Verhältnissen  lebt  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­ 2684/2010 vom 19. Januar 2011 E. 27.3). 8.2 Vorliegend richtet sich die Entschädigungsregelung nach den Spezial­ bestimmungen des EntG, weil in der Plangenehmigung zugleich über ent­ eignungsrechliche  Einwände  entschieden  wurde.  Da  seitens  der  Beschwerdeführerin  kein Vertretungsverhältnis  vorliegt  und  zudem nicht  anzunehmen  ist,  dass  die  Auslagen  für  Spesen  über  Fr.  100.­­  liegen,  lässt  sich  nicht  beanstanden,  dass  ihr  im  vorinstanzlichen  Verfahren  keine Parteientschädigung zugesprochen wurde. Die Beschwerde erweist  sich demnach in diesem Punkt als unbegründet. 9.  Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  Beschwerde  teilweise  gutzuheissen  und  die  Plangenehmigungsverfügung  vom  9.  November  2010  aufzuheben  ist.  Die  Sache  ist  zur  weiteren  Prüfung  und  neuen  Entscheidung im Sinn des Gesagten (vgl. hiervor E. 7) an die Vorinstanz  zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen (vgl. hiervor  E. 8). 10.  10.1 Die Kosten­ und Entschädigungsregelung für das Verfahren vor dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  ebenfalls  nach  den  enteignungsrechtlichen  Spezialbestimmungen.  Danach  trägt  der  Enteigner  die  im  Zusammenhang  mit  der  Geltendmachung  des  Enteignungsrechts  stehenden  Kosten  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  einschliesslich  einer  Parteientschädigung  an  den Enteigneten (Art. 116 Abs. 1 EntG). 10.2  Das  mit  dem  Enteignungsrecht  nach  Art.  39  Abs.  1  NSG  ausgestattete  ASTRA  hat  somit  die  auf  Fr.  3'000.­­  zu  beziffernden  Verfahrenskosten zu  tragen. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr.  2'000.­­  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden Urteils zurückerstattet. 10.3 Der weder anwaltlich noch nichtanwaltlich berufsmässig vertretenen  Beschwerdeführerin  wird  auch  im  Beschwerdeverfahren  keine 

A­8233/2010 Parteientschädigung  zugesprochen  (Art.  9  Abs.  1  VGKE;  vgl.  auch  hiervor E. 8.1).

A­8233/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird  in  Aufhebung  der  Plangenehmigungsverfügung  vom  9.  November  2010  teilweise  gutgeheissen  und  die  Sache  zur  weiteren  Abklärung  im  Sinn  der  Erwägungen  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  3'000.­­  werden  dem  ASTRA  auferlegt.  Diesen Betrag  hat  es  innert  30 Tagen  nach Eintritt  der Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zu Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  überweisen.  Die  Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 3.  Der  Beschwerdeführerin  wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 2'000.­­  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  zurückerstattet.  Hierzu  hat  sie  dem  Bundesverwaltungsgericht  einen  Einzahlungsschein  zuzustellen  oder  ihre  Kontonummer  bekannt  zu  geben. 4.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5.  Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 533­344; Gerichtsurkunde) – das ASTRA (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Markus Metz Toni Steinmann

A­8233/2010 A­8233/2010 Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-8233/2010 — Bundesverwaltungsgericht 27.12.2011 A-8233/2010 — Swissrulings