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Bundesverwaltungsgericht 28.12.2011 A-3834/2011

28 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·2,954 parole·~15 min·3

Riassunto

Auflösung des Arbeitsverhältnisses | Auflösung des Arbeitsverhältnisses

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung I A­3834/2011 Urteil   v om   2 8 .   D e z embe r   2011   Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richter Beat Forster, Richter Alain Chablais,    Gerichtsschreiberin Beatrix Schibli. Parteien A._______,   vertreten durch Rechtsanwalt Markus Fischer, Hotelgasse 1,  Postfach 316, 3000 Bern 7, Beschwerdeführer,  gegen Eidgenössisches Departement des Innern EDI,  Inselgasse 1, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Auflösung des Arbeitsverhältnisses.

A­3834/2011 Sachverhalt: A.  A._______,  geboren  am  …,  arbeitet  seit  1. September 1989  im  B._______.  Nachdem  er  zu  Beginn  seiner  Anstellung  im B._______  im  Ressort  C._______  in  verschiedenen  unterstützenden  Funktionen  tätig  war, wechselte er ab dem 15. August 1994  infolge einer Reorganisation  als Support­Mitarbeiter in den D._______. Auf den 1. April 2007 wurde er  wiederum  dem  Ressort  C._______  unterstellt,  wo  er  einfachere  logistische  Aufgaben  wahrnahm  (Beschäftigungsgrad  100%).  Seit  dem  1. Dezember 2009 ist er in unterschiedlichem Umfang krank geschrieben  und  seit  Februar 2010  bei  der  Eidgenössischen  Invalidenversicherung  (IV)  angemeldet. Nach  von  der  IV  organisierten Arbeitstrainings  bei  der  E._______  von  Juni 2010  bis  September 2010  und  der  F._______  im  September 2010,  absolvierte  er  vom  4. Oktober 2010  bis  29. Oktober 2010  ein  Praktikum  beim  G._______  (Beschäftigungsgrad  ca. 50%). Danach wurde mit der IV festgelegt, dass er  in der F._______  weitere Aufbautrainings absolvieren werde. B.  Mit  Verfügung  vom  5. Januar 2011  löste  das  B._______  das  Arbeitsverhältnis  mit  A._______  per  31. Juli 2011  auf,  stellte  ihn  bei  vollem  Lohn  frei  und  entzog  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende Wirkung.  Es  begründete  die  Kündigung  mit  der  mangelnden  Eignung  bzw.  Tauglichkeit  und  mangelnden  Bereitschaft  von  A._______  zur  im  Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeit sowie der mangelnden Bereitschaft zur  Verrichtung zumutbarer anderer Arbeit. C.  Am 11. Februar 2011 machte A._______ mit Einsprache beim B._______  die  Nichtigkeit  der  Kündigung  geltend  und  erhob  gleichzeitig  beim  Eidgenössischen  Departement  des  Inneren  (EDI)  Beschwerde  mit  dem  Antrag, die angefochtene Verfügung vom 5. Januar 2011 sei aufzuheben  bzw.  es  sei  die  Nichtigkeit  der  angefochtenen  Verfügung  festzustellen  und die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen. D.  Das EDI wies  am  1. Juni 2011  die  Beschwerde  von  A._______  ab  und  entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.

A­3834/2011 E.  Gegen  diesen  Entscheid  erhebt  A._______  (Beschwerdeführer)  mit  Eingabe  vom  6. Juli 2011  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragt  dessen Aufhebung  sowie  die  Feststellung  der Nichtigkeit  der Kündigung. Verfahrensrechtlich  beantragte  er  die Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde  und  die  Gewährung  unentgeltlicher  Prozessführung  unter  Beiordnung  von  Rechtsanwalt  Markus Fischer als amtlicher Anwalt. Den Antrag  in der Sache begründet er  im Wesentlichen damit, dass die  Voraussetzungen  der  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachten  Kündigungsgründe  nicht  erfüllt  seien  und  er  nie  rechtsgenügend  schriftlich gemahnt worden sei. F.  Mit Eingabe vom 12. Juli 2011 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde  sei  abzuweisen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  stellte  es  den  Antrag,  der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung nicht zu erteilen. Als  Begründung  zur  Sache  verweist  sie  auf  ihren  Entscheid  vom  1. Juni 2011 und führt aus, für die Kündigung seien die Beurteilungen des  Beschwerdeführers  ab  2007  entscheidend  gewesen  beziehungsweise  seine  Leistungen  und  sein  Verhalten  der  letzten  vier  Jahre  (mit  Ausnahme  der  Zeit,  während  der  er  krank  gewesen  sei).  Die  in  der  Aktennotiz  vom  22. August 2008  festgehaltenen  Vorwürfe  betreffend  Fehlverhalten  und  Arbeitsleistung  liessen  sich  unter  die  Kündigungsgründe  des  Art. 12 Abs. 6  lit. c  und  des  Art. 12 Abs.  6  lit.  d  des  Bundespersonalgesetzes  vom  24. März 2000  (BPG,  SR 172.220.1)  subsumieren. Im Übrigen sei er genügend gemahnt worden. G.  Mit  Zwischenverfügung  vom  27. Juli 2011  hiess  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  gut,  wies  jedoch  das  Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung ab. H.  In seiner Stellungnahme vom 31. August 2011 hält der Beschwerdeführer  an seinen in der Beschwerde gemachten Ausführungen fest.  I.  Auf  die  übrigen  Ausführungen  in  den  Rechtsschriften  wird  –  soweit 

A­3834/2011 entscheidrelevant  –  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Gemäss Art. 36 Abs. 1 BPG können Beschwerdeentscheide der internen  Beschwerdeinstanz  (Art. 35 Abs. 1 BPG)  betreffend  Streitigkeiten  aus  dem  Arbeitsverhältnis  beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  werden. Die Verfügung des B._______ (vgl. Art. 34 Abs. 1 BPG) unterlag  vorliegend  der  Beschwerde  an  das  EDI  als  interne  Beschwerdeinstanz  (Art. 110  lit. a  der  Bundespersonalverordnung  vom  3. Juli 2001  [BPV,  SR 172.220.111.3]).  Mit  dem  Beschwerdeentscheid  des  EDI  vom  1. Juni 2011  liegt  demnach  ein  zulässiges  Anfechtungsobjekt  vor,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung  vorliegender  Beschwerde zuständig ist. Nach Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG,  SR 173.32) richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit dieses Gesetz nichts  anders bestimmt. 2.  Zur  Beschwerde  ist  nach  Art. 48 Abs. 1 VwVG  berechtigt,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat.  Der  im  vorinstanzlichen  Verfahren  unterlegene  Beschwerdeführer  ist  sowohl  formell  wie  auch  materiell  beschwert  und  deshalb zur Beschwerde befugt. 3.  Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  (Art. 50  und  52 VwVG) ist einzutreten. 4.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  grundsätzlich  mit  uneingeschränkter  Kognition.  Es  überprüft  die  angefochtene  Verfügung  auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger  Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der  Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit  (Art. 49 VwVG). 

A­3834/2011 Bei  der  Prüfung  der  Angemessenheit  auferlegt  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  unter  anderem  dann  eine  gewisse  Zurückhaltung,  wenn  es  um  die  Leistungsbeurteilung  von  Bediensteten  des  Bundes  geht.  Es  entfernt  sich  insofern  im  Zweifel  nicht  von  der  Auffassung der Vorinstanz und setzt  ihr  eigenes Ermessen nicht  an die  Stelle desjenigen der Vorinstanz (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts  A­1352/2011  vom  20. September 2011 E. 2.2,  A­3551/2009  vom  22. April 2010  E. 5,  A­7932/2007  vom  29. Oktober 2008 E. 2;  ANDRÉ  MOSER  / MICHAEL BEUSCH  / LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem  Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.160).  5.  Im Verfahren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  gilt  der Grundsatz  der  Rechtsanwendung von Amtes wegen. Das Bundesverwaltungsgericht  ist  nicht an die Begründung der Begehren gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG;  vgl. dazu auch unten E. 7.5.4).  6.  Vorliegend ist strittig, ob die Voraussetzungen eines rechtlich zulässigen  Kündigungsgrunds erfüllt sind. Zu diesem Zweck sind die Vorkommnisse  ab 1. April 2007 zu betrachten, da die Kündigung im Zusammenhang mit  der  Tätigkeit  des  Beschwerdeführers  ausgesprochen  wurde,  welche  dieser seit 1. April 2007 im Ressort C._______ wahrnahm. 6.1.  Ein  unbefristetes  Arbeitsverhältnis  kann  von  jeder  Vertragspartei  gekündigt  werden  (Art. 12 Abs. 1 BPG).  Will  der  Arbeitgeber  das  Arbeitsverhältnis  nach  Ablauf  der  Probezeit  einseitig  ohne  das  Einvernehmen mit  der  betroffenen Person  ordentlich  kündigen,  so  kann  er  das  nur  aus  einem  der  in  Art. 12 Abs. 6 lit. a­f BPG  abschliessend  aufgezählten  Kündigungsgründe  tun  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.495/2006  vom  30. April 2007  E. 2,  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts A­734/2011 vom 11. Juli 2011 E. 5.1).  6.2.  Im  Folgenden  ist  daher  zu  prüfen,  ob  der  Tatbestand  eines  der  in  Art. 12 Abs. 6 lit. a­f BPG genannten Kündigungsgründe  erfüllt  ist. Dabei  ist Folgendes zu beachten: Im  Verwaltungsprozess  gilt  der  Untersuchungsgrundsatz;  die  Behörde  ermittelt  den  Sachverhalt  von  Amtes  wegen  (Art. 12 VwVG),  wobei  den  Parteien unter Umständen Mitwirkungspflichten obliegen (Art. 13 VwVG).  Eine eigentliche Beweisführungslast  trifft die Parteien dagegen – anders 

A­3834/2011 als  im  Zivilprozess  –  nicht  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.119  und  3.149).  Das  Bundesverwaltungsgericht  würdigt  die  vorgelegten  Beweismittel  frei  (Art. 40  des  Bundesgesetzes  vom  4. Dezember 1947  über  den  Bundeszivilprozess  [BZP,  SR 273]  i.V.m.  Art. 19 VwVG). Der Beweis ist erbracht, wenn das Gericht gestützt auf die  Beweiswürdigung  nach  objektiven  Gesichtspunkten  zur  Überzeugung  gelangt, dass sich der rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl.  zum  Ganzen  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6664/2009  vom  29. Juni 2010  E. 5.7.1;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.141). Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten  Tatsachen  keine  ernsthaften  Zweifel  mehr  hat  oder  allenfalls  verbleibende  Zweifel  als  leicht  erscheinen.  Nicht  ausreichend  ist  dagegen,  wenn  bloss  eine  überwiegende  Wahrscheinlichkeit  besteht,  dass  sich  die  behauptete  Tatsache  verwirklicht  hat  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts A­825/2011 vom 24. Oktober 2011 E. 7.2.2.4,  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.141).  Bleibt  ein  behaupteter  Sachumstand  unbewiesen,  stellt  sich  die  Frage,  wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Diesbezüglich gilt auch  im  Bereich  des  öffentlichen  Rechts  in  Anlehnung  an  Art. 8  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember 1907  (ZGB,  SR 210)  der  allgemeine  Rechtsgrundsatz,  dass  diejenige  Partei  das  Vorhandensein einer Tatsache  zu beweisen hat, welche aus  ihr Rechte  ableitet. Demzufolge trägt bei begünstigenden Verfügungen grundsätzlich  der  Ansprecher  die  Beweislast,  während  bei  belastenden  Verfügungen  die  Verwaltung  beweisbelastet  ist.  Hinsichtlich  der  Gültigkeit  der  Kündigung  obliegt  die  Beweislast  somit  dem  Arbeitgeber  (vgl.  zum  Ganzen  auch  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6664/2009  vom  29. Juni 2010  E. 5.7.1  und  A­962/2009  vom  23. Juli 2009 E. 6.3;  CHRISTOPH  AUER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich 2008,  N. 16  zu  Art. 12;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.150;  vgl.  auch  WOLFGANG  PORTMANN,  Überlegungen  zum  bundespersonalrechtlichen  Kündigungsschutz,  in:  Gesetzgebung  und  Evaluation  [LeGes],  2002/2,  S. 55 ff.,  S. 60  f.;  HARRY  NÖTZLI,  Die  Beendigung  von  Arbeitsverhältnissen  im  Bundespersonalrecht,  Bern 2005, Rz. 326).  7. 

A­3834/2011 7.1.  Die  Vorinstanz  bringt  vor,  aufgrund  fehlender  Integration  und  Dynamik  des  Beschwerdeführers  sei  mangelnde  Eignung  oder  Tauglichkeit,  die  im  Arbeitsvertrag  vereinbarte  Arbeit  zu  verrichten,  gegeben.  Damit  sei  der  Kündigungsgrund  von  Art. 12 Abs. 6 lit. c BPG  erfüllt.  7.2. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, die Vorinstanz lege nicht  genügend dar, wie nach langjähriger Beschäftigung eines Arbeitnehmers  nun auf mangelnde Eignung zur Verrichtung seiner dienstlichen Aufgaben  geschlossen  werden  solle.  Allfällige  Gründe,  weshalb  der  Beschwerdeführer  tatsächlich ungeeignet  oder untauglich  sein  solle,  die  ihm übertragenen Arbeiten zu verrichten, würden keine genannt.  7.3.  Gemäss  Art. 12 Abs. 6 lit. c BPG  ist  eine  ordentliche  Kündigung  zulässig  wegen  mangelnder  Eignung  oder  Tauglichkeit,  die  im  Arbeitsvertrag  vereinbarte  Arbeit  zu  verrichten.  Unter  den  Begriff  der  fehlenden Eignung bzw. Tauglichkeit fallen all  jene objektiven, nicht vom  Arbeitnehmer  verschuldeten  Gründe,  die  mit  dessen  Person  in  Zusammenhang stehen, und  ihn nicht oder nur ungenügend  in die Lage  versetzen,  die  vereinbarte  Arbeit  zu  leisten.  Gesundheitliche  Probleme,  ungenügende Fachkompetenz,  fehlende  Integration  und Dynamik  sowie  mangelnde  Intelligenz  sind  deutliche  Indizien  einer  bestehenden  Untauglichkeit  oder  Ungeeignetheit  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts A­5805/2010 vom 3. Februar 2011 E. 5.2, A­ 7764/2009  vom  9. Juli 2010  E. 6.1,  A­6664/2009  vom  29. Juni 2010 E. 5.8.1;  NÖTZLI,  a.a.O.,  S. 126  f.).  Geht  es  hingegen  um  den  fehlenden Willen  zu  Teamfähigkeit  und  Dynamik,  so  ist  dies  unter  den Voraussetzungen von Art. 12 Abs. 6  lit. b BPG zu prüfen  (vgl. Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts A­6664/2009 vom 29. Juni 2010 E. 5.8.1;  vgl. dazu auch unten E. 7.5.3).  Mangelnde  Eignung  oder  Tauglichkeit  sind  jedoch  nicht  leichthin  anzunehmen. Zu beachten ist schliesslich auch, dass der Angestellte  im  Hinblick  auf  eine  spezifische  Tätigkeit  angestellt  wird,  für  die  er  die  entsprechenden  Voraussetzungen  mitzubringen  hat  (vgl.  auch  Art. 7 BPG). Lebenslauf und Assessment, vor allem aber die im Vergleich  zum  privaten  Arbeitsrecht  längere  Probezeit  erlauben  dem  Arbeitgeber  die  hinreichende  Beurteilung  der  Eignung  und  Tauglichkeit  des  Angestellten (NÖTZLI, a.a.O., S.127). 

A­3834/2011 Vorliegend  kann  der  Kündigungsgrund  mangelnder  Eignung  und  Tauglichkeit nicht mit dem Hinweis auf fehlende Integration und Dynamik  des  Beschwerdeführers  als  gegeben  betrachtet  werden.  Der  Beschwerdeführer  hatte  bereits  von  1989  bis  1994  einfache,  unterstützende  Aufgaben,  nämlich  z.B.  die  Überprüfung,  das  Sortieren  und  Klassieren  von  Akten  wie  auch  die  Weiterleitung  von  Akten  im  Ressort  C._______  wahrgenommen  (vgl.  Pflichtenheft  vom  10. Januar 1989  und  Zwischenzeugnis  vom  31. Januar 2008),  bevor  er  aufgrund  einer  Reorganisation  den  Tätigkeitsbereich  wechselte.  Seit  1. April 2007  führt  er  im  Ressort  C._______  ebenfalls  einfache  und  unterstützende  Tätigkeiten  aus  wie  beispielsweise  die  Druckerwartung  oder den Support bei der Installation von Beamern (vgl. Zwischenzeugnis  vom 31. Januar 2008). Da also die zwischen 1989 und 1994 und die seit  1. April 2007 ausgeübten Tätigkeiten durchaus vergleichbar sind, verfügte  der  Beschwerdeführer  jedenfalls  ursprünglich  über  die  nötige  Integrationsfähigkeit  und Dynamik, wie  sie auch bei  der aktuellen Stelle  erforderlich  sind.  Nun  ist  es  zwar  denkbar,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  1994  die  nötige  Integrationsfähigkeit  oder  Dynamik  wegen  physischer oder psychischer Veränderungen verloren haben könnte. Da  sich  dies  jedoch  nicht  mit  hinreichender  Klarheit  aus  den  Akten  ergibt,  muss  davon  ausgegangen  werden,  dass  ihm  nach  wie  vor  die  nötige  Integrationsfähigkeit  und Dynamik  für  einfache,  unterstützende  Arbeiten  zukommt (vgl. auch oben E. 6.2).  Weitere  Gründe,  weswegen  der  Beschwerdeführer  ungeeignet  und  untauglich  im  Sinne  von  Art. 12 Abs. 6 lit. c BPG  sein  sollte,  führt  die  Vorinstanz  nicht  an  und  ergeben  sich  auch  nicht  mit  hinreichender  Klarheit  aus  den  Akten.  Der  Kündigungsgrund  von  Art. 12 Abs. 6 lit. c BPG ist daher nicht erfüllt.  7.4.  7.4.1. Die Vorinstanz macht weiter geltend, es sei der Kündigungsgrund  der mangelnden Bereitschaft  zur Verrichtung einer anderen zumutbaren  Arbeit  im  Sinne  von  Art. 12 Abs. 6 lit. d BPG  erfüllt.  Der  Beschwerdeführer  habe  nämlich  den  Arbeitsversuch  beim  G._______  wieder  abgebrochen.  Dabei  sei  für  den  Abbruch  dieses  Versuchs  das  Verhalten des Arbeitnehmers selber ausschlaggebend gewesen, welcher  sich  in  den  wöchentlichen  Begleitgesprächen  gegenüber  der  Leiterin  H._______ negativ über den Arbeitsversuch geäussert und den Wunsch  nach  vorzeitiger  Pensionierung  geäussert  habe.  Nachdem  schliesslich 

A­3834/2011 der Arzt mitgeteilt habe, dass der Beschwerdeführer eine eng begleitete  Tätigkeit  ohne  jeglichen  Leistungsdruck  benötige,  sei mit  der  IV … und  der F._______ festgelegt worden, dass eine Hausdiensttätigkeit mangels  Unterstützung  durch  den  Arzt  und  mangels  Bereitschaft  des  Arbeitnehmers,  Hausdienst  zu  verrichten,  nicht  weiter  verfolgt  werden  könne.  7.4.2.  Der  Beschwerdeführer  hält  dem  entgegen,  es  werde  weder  dargelegt,  welche  andere  zumutbare  Arbeit  dem  Beschwerdeführer  angeboten worden sein solle, noch werde ausgeführt, inwiefern es an der  Bereitschaft zur Verrichtung allfälliger zumutbarer Arbeiten gefehlt haben  solle. Es sei  ihm nie eine Weisung betreffend anderer zumutbarer Arbeit  erteilt worden und er habe auch dementsprechend nie eine mangelhafte  Bereitschaft  zur Verrichtung zumutbarer Arbeit  signalisiert.  Im Gegenteil  habe ihn das B._______ im Hinblick auf eine Anstellung beim G._______  nicht  unterstützt.  Zudem  sei  zu  berücksichtigen,  dass  er  zu  dieser  Zeit  nicht  100%  einsatzfähig  gewesen  sei  und  immer  noch  mit  seiner  Krankheit gekämpft habe.  7.4.3.  Gemäss  Art. 12 Abs. 6 lit. d BPG  kann  der  Arbeitgeber  das  Arbeitsverhältnis  im  Falle  mangelnder  Bereitschaft  zur  Verrichtung  anderer  zumutbarer  Arbeit  ordentlich  kündigen.  Verweigert  also  die  betroffene  Person  die  für  den  Stellenwechsel  erforderliche  persönliche  und  berufliche  Mobilität,  d.h.  weigert  sie  sich,  eine  ihr  angebotene  zumutbare  Arbeit  anzunehmen,  so  setzt  sie  damit  selber  einen  Kündigungsgrund  (BBl 1999 II 1614).  Art. 12 Abs. 6 lit. d BPG  muss  vor  allem  im  Zusammenhang  mit  Art. 12 Abs. 6 lit. e BPG  verstanden  werden, wonach eine Kündigung wegen schwerwiegender wirtschaftlicher  oder  betrieblicher  Gründe  nur  zulässig  ist,  wenn  der  Arbeitgeber  dem  Angestellten keine andere zumutbare Stelle anbieten kann (Art. 12 Abs. 6  lit. e  Halbsatz 2 BPG;  vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­ 6509/2010  vom  22. März 2011  und  A­500/2007  vom  30. Oktober 2007;  NÖTZLI,  a.a.O.,  S. 129 f.).  Jedenfalls  muss  für  die  Bejahung  dieses  Kündigungsgrunds  nachgewiesen  sein,  dass  der  Beschwerdeführer  das  Angebot, eine zumutbare andere Arbeit anzunehmen, abgelehnt hat (vgl.  NÖTZLI, a.a.O., S. 128 f.).  Nachdem  der  Beschwerdeführer  ab  Dezember 2009  krank  geschrieben  war  und  von  Juni  bis  September 2010  Arbeitstrainings  bei  der  IV  absolviert  hatte, machte  er  auf Zuweisung der  IV  und  in Absprache mit  dem B._______ einen Arbeitsversuch  (Praktikum) beim G._______ vom 

A­3834/2011 4. Oktober 2010  bis  29. Oktober 2010. Während  dieses  Arbeitsversuchs  war  er  nach  wie  vor  bei  seinem  bisherigen  Arbeitgeber  B._______  angestellt,  arbeitete  aber  beim  G._______  zu  ca.  50%,  wo  er  die  Eingangsbereiche  reinigte  und  andere  unterstützende  Arbeiten  wie  die  Entsorgung  von  Abfällen  erledigte  (Einsatzbeurteilung  vom  27. Oktober 2010 bzw. 2. November 2010). Dieser Arbeitsversuch wurde  nicht  verlängert,  obwohl  der  Beschwerdeführer  gemäss  der  Einsatzbeurteilung  des  G._______  vom  27. Oktober 2010  bzw.  2.  November 2010  die  Arbeit  zumindest  genügend  verrichtete  und  die  Zwischenziele erreichte. Zudem wurde  in dieser Einsatzbeurteilung zum  weiteren Vorgehen  festgehalten, man werde Kontakte schaffen, um das  Praktikum  um  3 Monate  zu  verlängern,  da  das  G._______  Interesse  habe,  den  Beschwerdeführer  als  I._______  anzustellen  (Einsatzbeurteilung  vom  27. Oktober 2010  bzw.  2. November 2010).  Darin  kann aber  kein an den Beschwerdeführer gerichtetes Angebot  für  eine andere Stelle gesehen werden, sondern es handelt sich lediglich um  eine gemeinsame Einsatzbeurteilung des G._______ und der F._______  betreffend  ein  Praktikum,  welches  in  einem  ersten  Schritt  lediglich  befristet verlängert werden sollte.  Auch wenn sich also der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz ausführt,  negativ über diesen Arbeitsversuch geäussert haben sollte, so wird weder  von der Vorinstanz geltend gemacht, noch ergibt sich  irgendwo aus den  Akten,  dass  der  Beschwerdeführer  ein  Angebot  für  eine  andere  zumutbare  Arbeit  erhalten  und  daraufhin  abgelehnt  hätte.  Eine  mangelnde  Bereitschaft  zur  Verrichtung  anderer  zumutbarer  Arbeit  ist  daher  nicht  nachgewiesen  und  der  Kündigungsgrund  von  Art. 12 Abs. 6 lit. d BPG ebenfalls nicht erfüllt.  7.5.  7.5.1.  Während  sich  die  Vorinstanz  ausdrücklich  nur  auf  die  Kündigungsgründe  von  Art.12 Abs. 6 lit. c  und  d BPG  stützt,  führt  sie  in  diesem  Zusammenhang  auch  aus,  für  die  Kündigung  seien  die  Beurteilungen  des  Beschwerdeführers  im  Rahmen  der  Personalentwicklungsgespräche  ab  2007  (2007:  Beurteilung  B;  2008:  Beurteilung B;  2009: Beurteilung  "Stufe 1")  bzw.  seine Arbeitsleistungen  und  sein  Verhalten  der  letzten  vier  Jahre  entscheidend  gewesen  mit  Ausnahme  der  Zeit,  als  er  krankgeschrieben  gewesen  sei.  Der  Beschwerdeführer  sei  mit  den  Aktennotizen  vom  22. August 2008  und  22. Januar 2009 bezüglich seiner ungenügenden Leistungen und seinem 

A­3834/2011 Verhalten  genügend  gemahnt  worden.  Weiter  sei  aufgrund  einer  Aktennotiz  vom  3. September 2009  [recte:  2008;  vgl.  dazu  unten  E. 7.5.5.2]  aktenkundig  belegt,  dass  der  Beschwerdeführer  die  erteilten  Aufträge  nicht  vollständig,  zu  spät  oder  gar  nicht  erledigt,  sich  bei  Ankündigung von viel Arbeit oftmals krank gemeldet habe und oft längere  Zeit vom Arbeitsort ohne Benachrichtigung abwesend gewesen sei. 7.5.2. Zum Vorwurf der Verfehlungen betreffend Leistung und Verhalten  hält  der  Beschwerdeführer  fest,  es  gehe  nirgendwo  hervor,  inwiefern  seine Leistung und sein Verhalten zu Beanstandung hätte Anlass geben  sollen.  Das  beanstandete  Verhalten  sei  nie  konkretisiert  worden.  Es  werde  in  den  beiden  Aktennotizen  lediglich  in  pauschaler  Weise  angesprochen,  dass  eine  dritte  "B"­Beurteilung  bzw.  die  Kündigung  unausweichlich  seien,  falls  sich  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  nicht ändern sollte. Er sei nie genügend gemahnt worden. Zudem werde  bestritten,  dass  er  die  ihm  zugewiesenen  Arbeiten  nicht  erledigt  habe,  sich  kurzfrist  krank  gemeldet  und  das  Image  des  Betriebs  geschädigt  habe. 7.5.3.  Liegen  Mängel  in  der  Leistung  oder  im  Verhalten  vor,  die  trotz  schriftlicher Mahnung anhalten oder sich wiederholen, ist eine Kündigung  gestützt  auf  Art. 12 Abs. 6 lit. b BPG  möglich.  Die  Leistung  des  Angestellten  ist  dann mangelhaft  im Sinne  von Art. 12 Abs. 6 lit. b BPG,  wenn sie zur Erreichung des Arbeitserfolgs nicht genügt, der Angestellte  aber  keine gesetzlichen oder  vertraglichen Pflichten verletzt und er  sich  nicht als untauglich erweist. Setzt hingegen der Arbeitnehmer nicht seine  volle Arbeitskraft  ein oder  führt  er die Arbeit  so schlecht aus, dass kein  fehlerfreies  Arbeitsergebnis  möglich  ist,  dann  liegt  nicht  nur  eine  mangelhafte  Leistung  vor,  sondern  ist  eine  Arbeitspflicht  verletzt  (vgl.  dazu  gleich  nachfolgend;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­ 6664/2009  vom  29. Juni 2010 E. 5.8.1  und  A­1684/2009  vom  14. September 2009 E. 5.1; vgl. NÖTZLI, a.a.O., S. 120). Als mangelhaftes  Verhalten  im  Sinne  von  Art. 12 Abs. 6 lit. b BPG,  das  keine  Pflichtverletzung im Sinne von Art. 12 Abs. 6 lit. a BPG darstellt, kommen  z.B.  ungebührliches  oder  aufmüpfiges  Benehmen,  mangelnde  Verantwortungsbereitschaft,  fehlende  Teamfähigkeit,  fehlender Wille  zur  Zusammenarbeit,  Dynamik  oder  Integration  in  Frage.  Dabei  taugen  als  Kündigungsgrund Mängel im Verhalten des Angestellten nur dann, wenn  sie  auch  für  Dritte  nachvollziehbar  sind  (zum  Ganzen  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­1352/2011  vom  20. September 2011 E. 3.2.2, A­6664/2009 vom 29. Juni 2010 E. 5.3 und 

A­3834/2011 5.8.1,  A­3551/2009  vom  22. April 2010 E. 12.7,  A­5455/2009  vom  21. Januar 2010 E. 5.3; NÖTZLI, a.a.O., S. 121 f.). Verletzt  der  Arbeitnehmer  wichtige  gesetzliche  Pflichten,  so  ist  eine  Kündigung  nach  Art. 12 Abs. 6 lit. a BPG  zulässig.  Als  solche  gesetzlichen  oder  vertraglichen  Pflichten  gelten  beispielsweise  die  ihm  übertragenen  Arbeiten  mit  Sorgfalt  auszuführen  (Arbeits­  und  Sorgfaltspflicht)  und  die  berechtigten  Interessen  des  Arbeitgebers  zu  wahren  (Treuepflicht; vgl. Art. 20 Abs. 1 BPG). Erfasst werden allerdings  nur  schwere Pflichtverletzungen  (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts  A­6664/2009  vom  29. Juni 2010 E. 5.8.1,  A­3551/2009  vom  22. April 2010 E. 12.7,  A­1684/2009  vom  14. September 2009 E. 5.1,  A­ 621/2009 vom 20. August 2009 E. 3.5.1; NÖTZLI, a.a.O., S. 99 ff.).  Wie  oben  stehende  Erwägungen  zeigen,  ist  die  Abgrenzung  zwischen  Art. 12 Abs. 6 lit. a  und  b BPG oftmals  schwierig. Diese Unterscheidung  hat allerdings erheblich an Bedeutung eingebüsst, seit das Bundesgericht  entschieden  hat,  dass  sowohl  bei  einer  Kündigung  nach  Art. 12 Abs. 6 lit. a BPG wie auch Art. 12 Abs. 6 lit. b BPG vorgängig eine  Mahnung auszusprechen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_277/2007  vom 30. Juni 2008).   7.5.4. Nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist  das  Bundesverwaltungsgericht  verpflichtet,  auf  den  festgestellten  Sachverhalt  jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden  erachtet. Dies hat zur Folge, dass es eine Beschwerde auch aus anderen  als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen  Entscheid  im  Ergebnis  mit  einer  Begründung  bestätigen  kann,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (sog.  Motivsubstitution).  Soll  sich  der  Entscheid allerdings auf Rechtnormen stützen, mit deren Anwendung die  Parteien nicht rechnen mussten, so ist ihnen Gelegenheit zu geben, sich  hierzu  vorgängig  zu  äussern  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­1684/2009  vom  14. September 2009  E. 5.3;  BVGE 2007/41 E. 2;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.54). Vorliegend kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass bei  den  an  den  Beschwerdeführer  gerichteten  Vorwürfen  Leistungs­  und  Verhaltensmängel sowie Pflichtverletzungen  im Vordergrund stehen und  demzufolge  zu  prüfen  ist,  ob  das  dem Beschwerdeführer  vorgeworfene  Verhalten  den  Kündigungsgrund  von  Art. 12 Abs. 6 lit. a  oder  b  BPG  erfüllt. Dies  ist  ohne weiteres  zulässig,  zumal  die Arbeitgeberin  und  die 

A­3834/2011 Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  mangelhafte  Leistung,  mangelhaftes  Verhalten  sowie  die  Verletzung  arbeitsrechtlicher  Pflichten  vorgeworfen  haben  und  der  Beschwerdeführer  dazu  Stellung  genommen  hat  (vgl.  E. 7.5.1 und E. 7.5.2).  7.5.5.  Es  ist  daher  nachfolgend  zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführer  Verfehlungen  in  der  Leistung  oder  dem  Verhalten  oder  Pflichtverletzungen  begangen  hat.  Am Massstab  von Art. 12 Abs. 6 lit. a  und  b  BPG  zu  messen  ist  dabei  sowohl  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers, welches Ursache für die von der Vorinstanz geltend  gemachten Mahnungen  vom 22. August 2008  und  22. Januar 2009 war,  aber  auch  seine  Leistungen  bzw.  sein  Verhalten  nach  den  geltend  gemachten  Mahnungen.  Dies  ergibt  sich  schon  aus  dem Wortlaut  von  Art. 12 Abs. 6 lit. b BPG,  wonach  die  Mängel  in  der  Leistung  bzw.  im  Verhalten trotz Mahnung angehalten oder sich wiederholt haben müssen  und  es  muss  sinngemäss  wegen  dem  Erfordernis  der  vorgängigen  Mahnung  auch  für  Art. 12 Abs. 6 lit. a BPG  gelten  (vgl.  dazu  oben  E. 7.5.3).  Sinn  einer  Ermahnung  ist  eben  nicht  das  Ziehen  eines  Schlussstrichs,  sondern  sie  soll  die  betroffene  Person  mit  den  Verfehlungen  konfrontieren  bzw.  zu  künftigem  korrektem  Verhalten  anhalten  und  ihr  die  Folgen  allfälliger  künftiger  Mängel  aufzeigen  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­6664/2009  vom  29. Juni 2010 E. 5.8.2 und A­1684/2009 vom 14. September 2009 E. 5.5). 7.5.5.1  Zur  Zeit  zwischen  dem  1. April 2007  und  der  ersten  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachten  Mahnung,  d.h.  der  Notiz  vom  22. August 2008  zum  Gespräch  vom  27. August 2008  ist  Folgendes  festzuhalten: Aus  der  Aktennotiz  vom  22. August 2008  bzw.  27. August 2008  betreffend  das  Gespräch  vom  27. August 2008  zwischen  dem  Beschwerdeführer und seinen Vorgesetzten ergibt sich, dass diesem  im  Rahmen  dieser  ausserordentlichen  Zwischenbeurteilung  viele  konkrete  Verfehlungen wie beispielsweise das Nichtbewirtschaften der Toner, das  nicht  vereinbarungsgemässe  Reinigen  der  Drucker,  die  ungenügende  Verwaltung  der  Poolgeräte,  die  Verschaffung  des  unerlaubten  Zutritts  zum … des B._______  für Drittpersonen oder die mangelnde Trennung  von  privaten  und  geschäftlichen  Aktivitäten  vorgeworfen  wurden,  dies  unter  Angabe  konkreter  Vorfälle,  teilweise  sogar  mit  Hinweis  auf  das  genaue  Datum  des  Vorfalls  (siehe  Zwischenbeurteilungsgespräch  vom  27. August 2008  mit  Anhang).  Entgegen  der  Auffassung  des 

A­3834/2011 Beschwerdeführers hat die Arbeitgeberin damit durchaus spezifiziert, was  ihm bezüglich  der  Zeit  zwischen  seinem Stellenantritt  vom 1. April 2007  und dem 27. August 2008 vorgeworfen wird und es wurde unter Angabe  der Vorfälle dokumentiert. Der Beschwerdeführer anerkannte denn auch  einen Teil der konkreten Vorwürfe (Aktennotiz vom 27. August 2008, S. 3)  und hielt am Schluss des Gesprächs fest, dass er sich verbessern wolle  (Aktennotiz  vom  27. August 2008,  S. 6).  Es  ist  damit  erstellt,  dass  der  Beschwerdeführer  zwischen  seinem Stellenantritt  vom 1. April 2007  und  dem  Gespräch  vom  27. August 2008  in  verschiedener  Hinsicht  mangelhafte  Leistungen  wie  auch  mangelhaftes  Verhalten  zeigte  bzw.  Pflichtverletzungen beging.  7.5.5.2 Was die Zeit nach dem Gespräch vom 27. August 2008 und damit  der  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachten  ersten  Mahnung  betrifft,  so  ergibt sich aus den Akten das Folgende: Gemäss dem Beurteilungsblatt  zum Personalentwicklungsgespräch vom  2. Dezember 2008  erhielt  der  Beschwerdeführer  für  das  Jahr 2008  die  Beurteilung "B". Daneben enthält die Notiz als verbale Umschreibung der  Gesamtbewertung lediglich die Bemerkung, der Beschwerdeführer sei ein  langjähriger Mitarbeiter des B._______ Durch seine nette und freundliche  Art,  den Leuten zu begegnen,  sei er  im Amt beliebt. Arbeitsqualität und  Quantität sowie das Befolgen von Anweisungen würden  in keiner Weise  der  Stelle  entsprechen.  Damit  drückt  die  Notiz  lediglich  in Worten  aus,  was  bereits  aufgrund  der  Beurteilung  "B"  feststeht.  Die  Notiz  enthält  jedoch keine Angaben dazu, wie die Beurteilung zustande gekommen ist.  Es  wurde  weder  auf  die  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  des  Gesprächs  vom  27. August 2008  konkret  vorgeworfenen  Verfehlungen  Bezug genommen, noch sonst dargelegt, welche konkreten Ziele er nicht  erreicht  hat  bzw.  welche  Mängel  in  der  Leistung,  im  Verhalten  oder  welche  Pflichtverletzungen  im  vorgeworfen  werden  (Personalentwicklungsgespräch vom 2. Dezember 2008). Zudem existiert eine Aktennotiz zu einem Gespräch vom 22. Januar 2009  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seinen  Vorgesetzten.  In  dieser  Notiz  ist  in  allgemeiner  Weise  festgehalten,  man  habe  den  Beschwerdeführer darauf aufmerksam gemacht, dass man sich bei einer  dritten  Beurteilung  "B"  unweigerlich  von  ihm  trennen  werde.  Es  wurde  aber  nicht  auf  in  der  Aktennotiz  vom  27. August 2008  aufgelistete  konkrete  Verfehlungen  Bezug  genommen,  die  sich  wiederholt  bzw.  angedauert  hätten.  Es  wurden  auch  keine  anderen  konkreten 

A­3834/2011 Vorkommnisse  angesprochen  oder  belegt.  Weiter  lässt  sich  der  Notiz  vom  22. Januar 2009  zwar  entnehmen,  dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  dieses  Gesprächs  vom  22. Januar 2009  vier Ziele  zur  Unterschrift  bekam  und  sie  ihm  einzeln  vorgelesen  wurden.  Die  Ziele  befinden sich aber nicht in den Akten, geschweige denn ein Beleg dazu,  inwiefern  er  diese  Ziele  nach  dem  Januar 2009  nicht  erreicht  haben  sollte.  In  den  Akten  befindet  sich  zudem  das  Beurteilungsblatt  zum  Personalentwicklungsgespräch  vom  30. November 2009.  Aus  diesem  ergibt  sich,  dass  der  Beschwerdeführer  für  das  Jahr 2009  die  Beurteilungsstufe 1  erhalten,  er  also  die  Ziele  bezüglich  der  beurteilten  Leistungen und dem Verhalten nicht erreicht hat  (vgl. Art. 17  lit. d BPV).  Die Aussage der Notiz erschöpft sich aber in diesem Beurteilungsresultat.  Es finden sich keinerlei Angaben zu konkreten nicht erreichten Zielen und  damit  zusammenhängend  allfälligen  Mängeln  in  der  Leistung  oder  im  Verhalten,  aufgrund  welcher  diese  Beurteilung  zustande  gekommen  ist  (vgl. Personalentwicklungsgespräch vom 30. November 2009).  Zu  der  von  der  Vorinstanz  angeführten  Aktennotiz  vom  3. September 2009  ist  festzuhalten,  dass  diese  vom  3. September 2008  datiert  (vgl.  Aktennotiz  vom  3. September 2008).  Es  wird  weder  von  irgendeiner  Seite  geltend  gemacht,  es  handle  sich  beim  Datum  des  3. September 2008  um  einen  Fehler,  noch  müsste  aus  dem  Inhalt  der  Aktennotiz  der  Schluss  gezogen  werden,  die  Notiz  datiere  nicht  vom  3. September 2008,  sondern  vom 3. September 2009. Da  also  die  erste  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachte  Mahnung  am  27.  August 2008  erfolgte, können die  in einer  internen Notiz vom 3. September 2008 und  somit  nur  wenige  Tage  nach  dem  27. August 2008  festgehaltenen  Vorwürfe nicht als Beleg für nach einer Mahnung wiederholte Leistungs­  oder  Verhaltensmängel  bzw.  Pflichtverletzungen  dienen.  Zudem  finden  sich  zu  den  in  dieser  internen  Notiz  erwähnten  Verfehlungen  keine  zeitlichen  Angaben,  wann  sich  diese  Verfehlungen  zugetragen  haben  sollen.  Weitere  Belege  oder  Hinweise  zu  mangelhaften  Leistungen,  mangelhaftem Verhalten oder Pflichtverletzungen des Beschwerdeführers  seit  dem  27. August 2008  –  der  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachten  ersten Mahnung – finden sich nicht in den Akten.

A­3834/2011 7.5.6. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass sich zwar aus den  Akten  ergibt,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  der  von  der  Vorinstanz  geltend  gemachten  ersten  Mahnung  vom  27. August 2008  am  2. Dezember 2008  die  Beurteilung  "B"  und  am  30. November 2009  die  Beurteilungsstufe  "1"  erhalten  hat  und  damit  die  Leistung  und  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  von  seinen  Vorgesetzten  als  ungenügend beurteilt wurden. Es gibt jedoch keinerlei konkrete Hinweise  auf  mangelhafte  Leistungen,  mangelhaftes  Verhalten  oder  Pflichtverletzungen für die Zeit nach dem 27. August 2008. Damit ist zwar  aufgrund  der  Beurteilungen  "B"  und  "1"  davon  auszugehen,  dass  die  Leistungen  und  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  auch  nach  dem  27. August 2008  bzw.  22. Januar 2009  tatsächlich  mangelhaft  waren.  Mangels  konkreter  Hinweise  ist  aber  nicht  ausreichend  erstellt,  welche  Leistungs­  oder  Verhaltensmängel  der  Beschwerdeführer  nach  den  von  der Vorinstanz geltend gemachten Mahnungen vom 27. August 2008 und  22. Januar 2009  zeigte  oder  welche  Pflichtverletzungen  er  beging  bzw.  welche Mängel oder Pflichtverletzungen nach dem 27. August 2008 und  22. Januar 2009  sich  wiederholten  oder  andauerten  (vgl.  oben  E. 6.2).  Die Tatbestände von Art. 12 Abs. 6  lit.  a und b BPG können deswegen  nicht als erfüllt betrachtet werden.  Unter diesen Umständen braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob die  Gesprächsnotizen vom 27. August 2008 und 22. Januar 2009 tatsächlich  als  Mahnungen  im  Sinne  von  Art. 12 Abs. 6 lit. a  und  b  BPG  gelten  können. 8.  Gestützt  auf  die  vorstehenden  Erwägungen  erweist  sich  die  Kündigung  des Arbeitsverhältnisses mit  dem Beschwerdeführer  als nicht  begründet  und somit als nichtig im Sinne von Art. 14 i.V.m. Art. 12 Abs. 6 lit. a, b, c  und d BPG.  8.1.  Aus  Art. 14 Abs. 1­3 BPG  ergibt  sich  das  im  Bundespersonalrecht  allgemein  gültige  Primat  der  Weiterbeschäftigungspflicht  des  Arbeitgebers.  Die  Entschädigung  nach  Art. 19 Abs. 2­4 BPG  ist  im  Verhältnis  zur  Weiterbeschäftigung  subsidiär  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  8C_722/2010  vom  25. Mai 2011 E. 7.2;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­621/2009  vom  20. August 2009 E. 4.1;  NÖTZLI,  a.a.O.,  S.  218;  PORTMANN,  a.a.O.,  S. 60  und  S. 67 f.).  Nach  Art. 14 Abs. 3 BPG  bietet  der  Arbeitgeber  der  betroffenen  Person  die  bisherige oder, wenn dies nicht möglich ist, eine zumutbare andere Arbeit 

A­3834/2011 an,  wenn  die  Beschwerdeinstanz  die  Kündigung  aufgehoben  hat,  insbesondere weil sie missbräuchlich oder diskriminierend ist. Im Übrigen  bleibt  gemäss  Art. 14 Abs. 5 BPG  die  Entschädigung  vorbehalten.  Eine  Entschädigung  kommt dann  in Frage, wenn das Arbeitsverhältnis  durch  eine wirksame Kündigung  aufgelöst  wurde,  ohne  dass  die  Partei  daran  ein  Verschulden  trifft  (Art. 19 Abs. 2 BPG)  oder  wenn  das  Arbeitsverhältnis  trotz  nichtiger  Kündigung  oder  Aufhebung  der  Kündigung nicht mit der bisherigen oder einer anderen zumutbaren Arbeit  fortgesetzt werden kann (Art. 19 Abs. 3 und 4 BPG). Die Aufhebung einer  an  sich  nichtigen  Kündigung  hängt  demnach  davon  ab,  ob  der  Beschwerdeführer weiterbeschäftigt werden  kann  oder  nicht   (Urteil  des  Bundesgerichts  8C_722/2010  vom  25. Mai 2011 E. 7.2  und  7.4;  NÖTZLI,  a.a.O.,  S. 218).  Zudem  kann  im Falle  einer  als  unbegründet  erachteten  Kündigung  (zum  Beispiel  wegen  fehlender  Mahnung)  der  Weiterbeschäftigungsanspruch  verneint  werden,  wenn  der  betroffene  Arbeitnehmer  durch  sein  Verhalten  einen  Kündigungsgrund  gesetzt  hat  und  den  Arbeitgeber  keine  grosse  Schuld  trifft  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  1C_277/2007  vom  30. Juni 2008 E. 7,  vgl.  auch  Bestätigung  in  Urteil  des  Bundesgerichts  8C_808/2010  vom  28. Juni 2011  E. 5.1  und  Urteil  des  Bundesgerichts  8C_722/2010  vom  25. Mai 2011 E. 7.3).  8.2. Vorliegend ist nicht erwiesen, dass der Beschwerdeführer durch sein  Verhalten einen Kündigungsgrund gesetzt  hat  (vgl.  dazu oben E. 7). Es  gibt  in  diesem  Fall  auch  keinen  anderen  Grund  vom  Grundsatz  der  Weiterbeschäftigung  abzuweichen.  Es  ist  zwar  –  unter  anderem  aus  medizinischen Gründen – äusserst fraglich, ob der Beschwerdeführer mit  seiner  bisherigen  Arbeit  weiterbeschäftigt  werden  kann  (vgl.  auch  Gutachten  von  Dr. med. J._______  vom  10. Mai 2011).  Es  ergibt  sich  aber  nicht  mit  hinreichender  Klarheit  aus  den  Akten,  dass  der  Beschwerdeführer nicht mit einer anderen zumutbaren Arbeit beschäftigt  werden  könnte.  Nach  dem  Grundsatz  des  Art. 14 BPG  muss  daher  vorliegend das Arbeitsverhältnis fortbestehen. 9.  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend die Voraussetzungen  von Art. 12 Abs. 6 lit. a­d BPG nicht als erfüllt betrachtet werden können,  die  Kündigung  demnach  nach  Art. 12 Abs. 6 BPG  nicht  begründet  und  nichtig im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. b BPG ist und das Arbeitsverhältnis  fortbesteht.  Die  Beschwerde  ist  daher  gutzuheissen  und  der  vorinstanzliche Entscheid aufzuheben.

A­3834/2011 10.  Gemäss  Art. 34 Abs. 2 BPG  sind  das  erstinstanzliche  Verfahren  sowie  das  Beschwerdeverfahren  nach  den  Art. 35  und  36 BPG  kostenlos.  Es  sind demnach keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 11.  11.1. Nach Art. 64 Abs. 1 VwVG ist der ganz oder teilweise obsiegenden  Partei von Amtes wegen oder auf Antrag hin eine Entschädigung  für  ihr  erwachsene  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zuzusprechen. War  der  obsiegende  Beschwerdeführer  bereits  im  vorinstanzlichen  Beschwerdeverfahren  vertreten,  ist  auch  der  in  jenem  Verfahren  entstandene  Aufwand  zu  entschädigen.  Für  die  allfällige  Vertretung  im  Rahmen  eines  erstinstanzlichen  Verfahrens  oder  einem  Einspracheverfahren  vor  einer  Verwaltungsbehörde  des  Bundes  kann  das  Bundesverwaltungsgericht  dagegen  selbst  bei  Obsiegen  im  Beschwerdeverfahren  nur  dann  eine  Parteientschädigung  zusprechen,  wenn  ausnahmsweise  eine  ausdrückliche  entsprechende  gesetzliche  Grundlage  vorliegt  (vgl.  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 4.87).  Jedoch  ist  der  Aufwand  im  Zusammenhang  mit  einer  allfälligen  vorsorglichen  Massnahme  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  zu  berücksichtigen.  Das  Anwaltshonorar  wird  dabei  nach  dem  notwendigen  Zeitaufwand  bemessen,  wobei  der  Stundenansatz  für  Anwälte  mindestens  Fr. 200.­  und  höchstens  Fr. 400.­  beträgt  (Art. 10 Abs. 1  und  2 des  Reglements  vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). 11.2. Der Rechtsvertreter hat eine Kostennote eingereicht, wobei er auch  Aufwendungen  im  Zusammenhang mit  dem  erstinstanzlichen  Verfahren  geltend  macht,  indem  er  vor  der  Kündigung  vom  5. Januar 2011  entstandenen   Aufwand  aufführt.  Da  im  Bundespersonalrecht  nur  der  Aufwand  für  das  vorinstanzliche  Verfahren  und  das  Verfahren  vor  Bundesverwaltungsgericht  zu  entschädigen  ist,  jedoch  der  in  der  Kostennote geltend gemachte Aufwand für das vorinstanzliche Verfahren  (inkl.  Mehrwertsteuer  Fr. 3'679.­)  und  für  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren  (inkl.  Mehrwertsteuer  Fr. 5'387.60)  gemessen  am  erforderlichen Aufwand für das vorliegende Verfahren nachvollziehbar ist,  ist  die  Parteientschädigung  für  beide  Verfahren  auf  insgesamt  Fr. 9'066.60  (inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festzusetzen.  Die 

A­3834/2011 Parteientschädigung  ist  der  Vorinstanz  zur  Bezahlung  aufzuerlegen  (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die  Beschwerde  wird  im  Sinne  der  Erwägungen  gutgeheissen,  der  angefochtene Entscheid vom 1. Juni 2011 aufgehoben und die Nichtigkeit  der Kündigung vom 5. Januar 2011 im Sinne von Art. 14 BPG festgestellt. 2.  Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3.  Die  Vorinstanz  hat  dem  Beschwerdeführer  für  das  vorinstanzliche  Verfahren  sowie  für  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden  Urteils  eine  Parteientschädigung  von  insgesamt  Fr. 9'066.60  (inkl.  Auslagen  und  Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref­Nr. 7­08­02.3; Gerichtsurkunde) – das B._______ (Einschreiben)  Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Bandli Beatrix Schibli Rechtsmittelbelehrung:

A­3834/2011 Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der  öffentlich­rechtlichen  Arbeitsverhältnisse  können  beim  Bundesgericht  angefochten  werden,  sofern  es  um  eine  vermögensrechtliche  Angelegenheit  geht,  bei  welcher  der  Streitwert  mindestens  Fr. 15'000.–  beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung  stellt  (vgl.  Art. 85  Abs. 1  lit. b  und  Abs. 2  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]).  Bei  einer  nicht  vermögensrechtlichen  Angelegenheit  ist  die  Beschwerde  nur  zulässig,  wenn  sie  die  Gleichstellung  der  Geschlechter  betrifft  (vgl.  Art. 83  lit. g  BGG).  Steht  die  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  offen, kann sie  innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim  Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6,  6004 Luzern,  erhoben  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  BGG).  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-3834/2011 — Bundesverwaltungsgericht 28.12.2011 A-3834/2011 — Swissrulings