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Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 A-1875/2011

15 dicembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,907 parole·~10 min·1

Riassunto

Energie (Übriges) | Feststellungsverfügung bezüglich der Gebührenrechnungen des Kantons Bern für die Abgabe einer Stellungnahme in Plangenehmigungsverfahren für elektrische Anlagen

Testo integrale

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung I A­1875/2011 Urteil   v om   1 5 .   D e z embe r   2011 Besetzung Richter André Moser (Vorsitz), Richter Lorenz Kneubühler, Richter Alain Chablais,    Gerichtsschreiber Stephan Metzger. Parteien Kanton Bern, Reiterstrasse 11, 3011 Bern,   handelnd durch Bau­, Verkehrs­ und Energiedirektion des  Kantons Bern, Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3011 Bern, vertreten durch  Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hans Rudolf Trüeb,  Rechtsanwalt lic. iur. Ahmet Kut, Walder Wyss AG,  Bubenbergplatz 8, Postfach 8750, 3001 Bern, Beschwerdeführer,  gegen Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI,  Luppmenstrasse 1, 8320 Fehraltorf,    Vorinstanz.  Gegenstand Feststellungsverfügung bezüglich der Gebührenrechnungen  des Kantons Bern für die Abgabe einer Stellungnahme in  Plangenehmigungsverfahren für elektrische Anlagen.

A­1875/2011 Sachverhalt: A.  In  Plangenehmigungsverfahren  für  elektrische  Anlagen  nach  Art.  16  ff.  des  Bundesgesetzes  betreffend  die  elektrischen  Schwach­  und  Starkstromanlagen  (EleG,  SR  734.0)  eröffnet  das  Eidgenössische  Starkstrom­inspektorat  (ESTI)  bei  Bedarf  dem  Kanton  Bern  die  Möglichkeit, sich mittels Stellungnahme zu einem Vorhaben zu äussern.  Dabei  verrechnete  der  Kanton  Bern  jeweils  den  Gesuchstellern  von  elektrischen  Anlagen  direkt  seine  Aufwendungen  mittels  Gebührenrechnung.  Das  ESTI  wies  den  Kanton  Bern  mündlich  auf  die  Unzulässigkeit dieser Praxis hin. B.  Per  E­Mail  vom  20.  September  2010  kündigte  der  Kanton  Bern  eine  Änderung  seiner  Praxis  an  und  begründete  dies  damit,  dass  die  Leitbehörde im Plangenehmigungsverfahren gestützt auf das EleG für die  Erhebung von Gebühren  für die Erarbeitung kantonaler Stellungnahmen  zuständig  sei  und  diese  zu  Gunsten  des  Kantons  Bern  zusammen mit  dem  Plangenehmigungsentscheid  den  Gesuchstellern  weiter  zu  verrechnen  habe.  In  der  Folge  stellte  der  Kanton  Bern  seine  Aufwendungen dem ESTI in Rechnung. C.  Mit  Schreiben  vom  1.  Februar  2011  legte  das  ESTI  dem  Kanton  Bern  seine  Ansicht  dar,  es  gebe  keine  gesetzliche  Grundlage,  um  die  Rechnungen  zu  bezahlen  und  anschliessend  dem Gesuchsteller  weiter  zu verrechnen. Die dem ESTI zugestellten Rechnungen wurden deshalb  retourniert. D.  Am  8.  Februar  2011  ging  die  Rechnung  des  Kantons  Bern  für  seine  Stellungnahme  betreffend  ein  16  kV­Kabelleitungsprojekt  in  der  Gemeinde Aefligen beim ESTI ein. Der Kanton Bern stellte gleichentags  klar,  dass  er  bezüglich  dieser  Rechnung  eine  gerichtliche  Beurteilung  erwirken  wolle  und  forderte  deshalb  das  ESTI  auf,  eine  Feststellungsverfügung zu erlassen. E.  Mit Verfügung vom 4. März 2011 kam das ESTI dieser Aufforderung nach  und  stellte  fest,  dass  es  keine  gesetzliche  Grundlage  gebe,  die  dem  Kanton Bern eine Verrechnung von Gebühren  für Aufwendungen  für die 

A­1875/2011 Abgabe  einer  Stellungnahme  im  Rahmen  eines  Plangenehmigungsverfahrens für elektrische Anlagen gebe. F.  Mit  Beschwerde  vom  28.  März  2011  gelangt  der  Kanton  Bern  (Beschwerdeführer) an das Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt, die  Feststellungsverfügung  vom  4.  März  2011  sei  aufzuheben  und  es  sei  festzustellen, dass sämtliche Aufwendungen, die dem Kanton Bern für die  Abgabe  einer  Stellungnahme  im  Rahmen  eines  Plangenehmigungsverfahrens  für  elektrische  Anlagen  entstehen,  gebührenpflichtig  im Sinne von Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes über  den  Umweltschutz  vom  7.  Oktober  1983  (USG,  SR  814.01)  seien.  Er  macht  im  Wesentlichen  geltend,  betreffend  die  Abfassung  von  Stellungnahmen zugunsten der Leitbehörde aufgrund des EleG bestehe  eine  Mitwirkungspflicht  der  kantonalen  Stellen.  Diese  Stellungnahmen  seien  deshalb  als  –  grundsätzlich  kostenpflichtige  –  besondere  Dienstleistungen  i.S.  von  Art.  48  Abs.  1  USG  zu  behandeln  und  dem  Gesuchsteller  durch  die  Leitbehörde  weiter  zu  verrechnen.  Eventualiter  sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. G.  Mit  Stellungnahme  vom 30. Mai  2011  beantragt  das ESTI  (Vorinstanz),  die  Beschwerde  sei  abzuweisen  und  begründet  den  Antrag  im  Wesentlichen  damit,  dass  die  Kantone  nicht  zur  Stellungnahme  verpflichtet  würden.  Es  handle  sich  deshalb  nicht  um  eine  besondere  Dienstleistung, weshalb Art. 48 Abs. 1 USG keine gesetzliche Grundlage  für die Gebührenerhebung durch die Kantone darstelle. Dem widerspricht  der  Beschwerdeführer mit  seiner  Stellungnahme  vom  20. Juni 2011, in der er an seinen Anträgen festhält. H.  Auf  weitergehende  Ausführungen  wird,  soweit  entscheidwesentlich,  im  Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

A­1875/2011 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  von  Amtes  wegen,  ob  es  zur  Beurtei­lung  der  vorliegenden  Beschwerde  zuständig  ist  sowie,  ob  die  weiteren Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind. 1.1. Gemäss Art.  31  des Bundesgesetzes  vom 17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Als  Verfügungen  gelten  Anordnungen der Behörden  im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht  des Bundes stützen und unter anderem die Feststellung des Bestehens,  Nichtbestehens  oder  Umfangs  von  Rechten  oder  Pflichten  zum  Gegenstand haben (Art. 5 Abs. 1 Bst. b VwVG). Das ESTI ist gemäss Art.  1 Abs. 3 der Verordnung über das Eidgenössische Starkstrominspektorat  vom 7. Dezember 1992 (SR 734.24) eine Vorinstanz nach Art. 33 Bst. d  VGG. Eine Ausnahme, was  das Sachgebiet  angeht,  ist  nicht  ersichtlich  (Art.  32  VGG).  Demnach  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  für  die  Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig. 1.2. Art.  48  Abs.  1  VwVG  umschreibt  mit  Blick  auf  die  allgemeine  Be­ schwerdebefugnis drei Voraussetzungen,  die  kumulativ  erfüllt  sein müs­ sen. Danach ist zur Beschwerde berechtigt, wer am vorinstanzlichen Ver­ fahren  teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat  (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b)  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  hat (Bst. c).  1.2.1. Gemeinwesen  sind  praxisgemäss  zur  Beschwerde  insbesondere  dann  zugelassen,  wenn  sie  als  materielle  Verfügungsadressaten  oder  Dritte  gleich  oder  ähnlich  wie  ein  Privater  betroffen  oder  in  schutzwürdigen  eigenen  hoheitlichen  Interessen  berührt  sind  (VERA  MARANTELLI­SONANINI/SAID  HUBER,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009  [nachfolgend:  Praxiskommentar  VwVG],  N.  21  zu  Art. 48;  ISABELLE  HÄNER,  in:  Christoph  Auer/Markus  Müller/Benjamin  Schindler  [Hrsg.],  Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich/St.Gallen  2008  [nachfolgend:  Kommentar  VwVG],  N.  23  ff.  zu  Art. 48). 

A­1875/2011 Für den Beschwerdeführer  treffen diese Voraussetzungen zu. Er hat am  Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen (Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG).  Da  die  angefochtene  Feststellungsverfügung  der  Vorinstanz  den  Beschwerdeführer  direkt  in  seinen  Handlungen  betrifft,  ist  dieser  durch  die Verfügung unmittelbar berührt (Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG). Insofern  hat er als formeller und materieller Verfügungsadressat auch ein aktuelles  schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung (48 Abs. 1 Bst. c VwVG). 1.2.2. Auf die im Übrigen frist­ und formgerecht erhobene Beschwerde ist  daher einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG). 2.  Der  Beschwerdeführer  macht  ein  Interesse  an  der  Feststellung  der  Rechtsgrundlage  für  eine  Weiterverrechnung  sämtlicher  Aufwendungen  für  die  Abgabe  einer  Stellungnahme  im  Rahmen  eines  Plangenehmigungsverfahrens für elektrische Anlagen geltend. 2.1. Anspruch  auf  Erlass  einer  Feststellungsverfügung  besteht  gemäss  Art.  25  Abs.  2  VwVG,  wenn  der  Gesuchsteller  ein  schutzwürdiges  Interesse nachweist. Ein solches liegt vor, wenn glaubhaft ein rechtliches  oder tatsächliches und aktuelles Interesse an der sofortigen Feststellung  des Bestehens  oder Nichtbestehens  eines Rechtsverhältnisses  besteht.  Der  in  Art.  25  Abs.  2  VwVG  verwendete  Begriff  des  schutzwürdigen  Interesses ist im Ergebnis gleich zu verstehen wie in Art. 48 Abs. 1 Bst. c  VwVG  (ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.30). Eine weitere,  das  Feststellungsinteresse  betreffende  Voraussetzung  ist,  dass  Anspruch  auf  eine  Feststellungsverfügung  grundsätzlich  nur  dann  besteht,  wenn  das  schutzwürdige  Interesse  nicht  ebenso  gut  mit  einer  rechtsgestaltenden  Verfügung  gewahrt  werden  kann  (BGE  137  II  199  E. 6.5  mit  Hinweisen).  Dieses  Erfordernis  der  Subsidiarität  gilt  jedoch  nicht  absolut.  Kann  das  schutzwürdige  Interesse  mit  einer  Feststellungsverfügung  besser  gewahrt  werden  als mit  einer  Leistungs­  oder  Gestaltungsverfügung,  ist  das  Interesse  ausreichend  dargetan.  Namentlich  wenn  mit  dem  vorgängigen  Erlass  einer  Feststellungsverfügung  grundlegende  Fragen  vorweg  geklärt  und  ein  aufwendiges Verfahren vermieden werden kann, hat das Erfordernis der  Subsidiarität  zu  weichen  (vgl.  BGE  135  III  378  E.  2.2;  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_739/2010  vom  6.  Juli  2011  E.  3.2;  Urteil  des  Bundesgerichts 1C_79/2009 vom 24. September 2009 E. 3.5; Urteil des 

A­1875/2011 Bundesverwaltungsgerichts  A­5452/2009  vom 19. August  2010 E. 2.2.1;  ISABELLE  HÄNER,  Praxiskommentar  VwVG,  N. 20  zu  Art. 25;  BEATRICE  WEBER­DÜRLER, Kommentar VwVG, N. 15 f. zu Art. 25). 2.2.  Da  im  Rahmen  von  Infrastrukturprojekten  Plangenehmigungsverfahren  häufig  auftreten  und  sich  demnach  die  Frage der Weiterverrechnung von Aufwendungen des Gemeinwesens für  Stellungnahmen  immer  wieder  stellt,  kann  mit  dem  diesbezüglichen  Entscheid im Sinne der Effizienz eine grundsätzliche Rechtsfrage vorweg  geklärt werden. Vorliegend ist deshalb ein schutzwürdiges Interesse des  Beschwerdeführers  i.S.  von  Art.  25  Abs.  2  VwVG  zu  bejahen  und  die  Vorinstanz hat zu Recht eine Feststellungsverfügung erlassen. 3.  Der Beschwerdeführer bringt  im Wesentlichen vor, Art. 16d Abs. 1 EleG  statuiere eine Mitwirkungspflicht des Gemeinwesens, nicht – wie von der  Vorinstanz behauptet – ein blosses Anhörungsrecht. Deshalb handle es  sich  bei  der  Verfassung  von  Stellungnahmen  im  Rahmen  von  Plangenehmigungsverfahren für elektrische Anlagen nach Art. 16 ff. EleG  um  besondere  Dienstleistungen  i.S.  von  Art.  48  Abs.  1  USG,  welche  grundsätzlich  der  Gebührenpflicht  unterstünden.  Im  Weiteren  führt  der  Beschwerdeführer  aus,  diese  Gebühren  seien  im  koordinierten  Plangenehmigungsverfahren  durch  die  Leitbehörde  beim  Gesuchsteller  zu erheben, weshalb die leistende Behörde ihre Arbeit der Leitbehörde in  Rechnung zu stellen habe. Die  Vorinstanz  entgegnet  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  30.  Mai  2011,  den  Kantonen  komme  im  Rahmen  der  koordinierten  Plangenehmigungsverfahren keine Vollzugskompetenz gemäss USG zu.  Die  in  diesen  Verfahren  durch  die  Kantone  verfassten  Stellungnahmen  seien auch nicht als besondere Dienstleistungen  i.S. von Art. 48 Abs. 1  USG  zu  qualifizieren,  zumal  diese  als  Instrument  der  kantonalen  Interessenwahrung nicht auf einer Mitwirkungspflicht, sondern auf einem  Anhörungsrecht beruhten. 3.1.  Im  Bereich  des  Abgabenrechts  wird  dem  Legalitätsprinzip  eine  besondere  Bedeutung  beigemessen.  Demnach  gilt  eine  Gesetzesdelegation  als  zulässig,  wenn  sie  nicht  durch  die  Verfassung  ausgeschlossen ist, in einem Gesetz im formellen Sinn enthalten ist, sich  auf  ein  bestimmtes,  genau  umschriebenes  Sachgebiet  beschränkt  und  die Grundzüge  der  delegierten Materie  im  delegierenden Gesetz  selbst 

A­1875/2011 enthalten sind (vgl. BGE 132 I 157 E. 2.2, BGE 128 I 113 E. 3c; ULRICH  HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6. Aufl., Zürich/ St.Gallen 2010, Rz. 2693 ff.). 3.1.1.  Gemäss  Art.  48  Abs.  1  USG  sind  die  Kosten  für  bestimmte  Amtshandlungen – dem Verursacherprinzip folgend – durch Gebühren zu  decken. Diese Bestimmung stellt keine hinreichende Rechtsgrundlage zur  Erhebung von Gebühren dar, sondern verlangt eine Konkretisierung von  Abgabepflichtigen,  Gegenstand  sowie  Bemessung  durch  den  Gesetzgeber  (vgl.  Art.  164  Abs.  1  Bst.  d  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101];  BGE 128  II  247 E.  3.1, Urteil  des Bundesgerichts 2C_729/2008  vom 3.  März 2009 E. 3.1). Sie richtet sich an die Vollzugsbehörde, d.h. an  jene  Behörde,  welche  das  Verfahren  oder  die  Kontrolle  durchführt,  bzw.  die  besondere  staatliche  Dienstleistung  erbringt.  Müssen  verschiedene  Verfahren koordiniert werden, so ist es die Leitbehörde, welche auch die  von anderen Stellen erhobenen Gebühren einziehen soll  (vgl. Urteil des  Bundesgerichts  2A.482/2001  vom  25.  April  2002  E.  4.4;  URSULA  BRUNNER,  in:  Helen  Keller/Vereinigung  für  Umweltrecht  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Umweltschutzgesetz,  2.  Auflage,  Zürich/Basel/Genf  2004 [nachfolgend: Kommentar USG], N. 1 f. und 10 zu Art. 48). Der  Beschwerdeführer  nennt  keine  kantonale  Rechtsgrundlage,  welche  Art.  48  Abs.  1  USG  weiter  ausführt  und  auf  welche  er  seine  Gebührenerhebung  für  Aufwendungen  im  Zusammenhang  mit  der  Stellungnahme  betreffend  Plangenehmigungsverfahren  für  elektrische  Anlagen  stützt.  Auch  die  an  das  ESTI  gerichtete  Rechnung  vom  1.  Februar  2011  bezeichnet  keine  solche  Rechtsgrundlage.  Da  Verwaltungsgebühren  ihre  Basis  grundsätzlich  –  und  vorliegend  in  Ausführung von Art. 48 Abs. 1 USG – in einem Gesetz im formellen Sinn  haben  müssen  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_729/2008  vom  3.  März  2009 E.3.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­7050/2008 vom 15.  Juni  2009  E.  3.1  f.  und  A­1748/2009  vom  20. August  2009  E.  3.1  f.;  BEUSCH, Kommentar VwVG, N. 3 zu Art. 63), fragt sich, ob die durch den  Beschwerdeführer  ausgestellte  Rechnung  an  und  für  sich  überhaupt  rechtens  ist.  Diese  Frage  kann  aufgrund  der  im  Folgenden  gemachten  Ausführungen jedoch offen bleiben. 3.1.2.  Gemäss  Art.  36  USG  wird  das  USG  grundsätzlich  durch  die  Kantone  vollzogen,  unter  Vorbehalt  von  Art.  41  USG.  Dessen  Abs.  2  verpflichtet  die  Bundesbehörden,  auch  das  Umweltschutzgesetz  zu 

A­1875/2011 vollziehen,  sofern  sie  bei  der  Erfüllung  ihrer  Aufgaben  ein  anderes  Bundesgesetz  oder  einen  Staatsvertrag  vollziehen.  Dies  bezieht  sich  insbesondere auf die Infrastrukturgesetze des Bundes.  Auch  das  EleG  zählt  zu  den  Bundesgesetzen,  welche  sich  mit  der  Verwirklichung  von  Infrastrukturprojekten  befassen  und  wird  somit  vom  Vorbehalt  des  Art.  41  Abs.  2  USG  erfasst  (KELLER,  Kommentar  USG,  N. 22  zu  Art.  41).  Die  Art.  16  ff.  EleG  regeln  das  Plangenehmigungsverfahren für Stark­ und Schwachstromanlagen, wobei  aus Art.  16 EleG klar die Bundeskompetenz hervorgeht. So werden mit  dem  Plangenehmigungsentscheid  sämtliche  Bewilligungen  auf  Bundesebene und auf kantonaler Ebene erteilt, wobei kantonales Recht  insoweit  berücksichtigt  wird,  als  es  die  Betreiberin  von  Stark­  und  Schwachstromanlagen  in  der  Erfüllung  ihrer  Aufgaben  nicht  unverhältnismässig  einschränkt  (Art.  16  Abs.  4  EleG;  PETER  HÄNNI,  Planungs­,  Bau­  und  besonderes  Umweltschutzrecht,  5.  Auflage,  Bern  2008,  S.  471,  491).  Dieser  Grundsatz  beruht  auf  dem  Gedanken  der  Verfahrenskoordination  und  findet  auch  Anwendung  auf  andere  Plangenehmigungsverfahren. 3.1.3. Werden aufgrund des USG besondere Dienstleistungen erbracht,  so  wird  dafür  gemäss  Art.  48  Abs.  1  USG  eine  Gebühr  erhoben.  Als  besondere  Dienstleistungen  sind  all  jene  Tätigkeiten  zu  qualifizieren,  welche  weder  Kontrollen  noch  Bewilligungen  darstellen  und  individuell  zurechenbaren  aussergewöhnlichen  staatlichen  Aufwand  verursachen  (vgl. BRUNNER, Kommentar USG, N. 16 zu Art. 48). Demnach ist es zwar  denkbar,  dass  die  Erstellung  eines  in  Auftrag  gegebenen  Gutachtens  einen solchen Aufwand darstellt, doch muss diesbezüglich unterschieden  werden, ob die Behörde als Fachstelle beigezogen wird, um ein solches  Dokument  im  Auftrag  resp.  in  Erfüllung  einer  Mitwirkungspflicht  –  und  somit der Entschädigungspflicht  i.S.v. Art. 48 Abs. 1 USG unterliegend –  zu  erstellen  oder  ob  die  Behörde  lediglich  eingeladen  wird,  eine  Stellungnahme  im  Sinne  der  Wahrnehmung  eines  Anhörungsrechts  zu  verfassen.  3.2. Grundlage  für  die  koordinierten  Plangenehmigungsverfahren  bildet  das  Bundesgesetz  über  die  Koordination  und  Vereinfachung  von  Entscheidverfahren  vom  18.  Juni  1999  (vgl.  AS  1998  2591  ff.;  als  Mantelerlass  ist  dieses  Bundeskoordinationsgesetz  nicht  in  der  Systematischen Sammlung  des Bundesrechts  publiziert,  vgl. Urteil   des  Bundesgerichts 1A.65/2006 vom 18. Mai 2007 E. 5.1.4). Grundgedanke 

A­1875/2011 der Koordination  ist  es, materiellrechtliche Vorschriften, welche  sachlich  eng  zusammenhängen, mittels  zentraler  Führung  des Verfahrens  durch  eine einzige  Instanz beurteilen zu  lassen, um eine Vereinfachung sowie  eine  Beschleunigung  bei  der  Plangenehmigung  zu  erreichen.  Die  Leit­  und  Genehmigungsbehörde  koordiniert  demnach  die  Beiträge  der  verschiedenen  Fachbehörden  des  Bundes  und  entscheidet  letztendlich  durch  eine  einzige  Verfügung,  welche  sämtliche  notwendigen  Bewilligungen  –  sowohl  des  Bundesrechts  als  auch  des  kantonalen  Rechts – erteilt. Ein zentrales Anliegen des Bundeskoordinationsgesetzes  ist  es,  dass  die  Plangenehmigungen  das  Verfahren  beschleunigt  durchlaufen und die verschiedenen Interessenkreise einbezogen werden  (BBl  1998  2592  ff.,  2605  f.;  HÄNNI,  a.a.O.,  S.  467  f;  ROGER BOSONNET,  Das  eisenbahnrechtliche  Plangenehmigungsverfahren,  Zürich  1999,  S.  285, 290).  3.2.1.  Die  Umsetzung  des  Bundeskoordinationsgesetzes  in  den  Infrastrukturerlassen  zeigt  sich  denn  auch  in  verschiedenen  Normen,  welche sich an die Leit­ und Genehmigungsbehörde richten. So bestimmt  Art. 16d Abs.  1 EleG,  dass  die Genehmigungsbehörde  das Gesuch  zur  Plangenehmigung  an  die  Kantone  übermittelt  und  diese  auffordert,  innerhalb  von  drei  Monaten  dazu  Stellung  zu  nehmen.  Erfolgt  eine  Auslegung  dieser  Bestimmung  in  Anbetracht  des  gesetzgeberischen  Willens  bezüglich  der  Koordinationsgesetzgebung,  so  ist  offensichtlich,  dass  dadurch  der  Leit­  und Genehmigungsbehörde  die  Pflicht  auferlegt  wird,  innert  kurzer  Frist  den  betroffenen  Kanton  anzuhören.  Dem  Beschwerdeführer  kann  deshalb  nicht  gefolgt  werden,  wenn  er  geltend  macht,  aus  dieser  Norm  lasse  sich  eine  Mitwirkungspflicht  zu  seinen  Lasten ableiten: Das Plangenehmigungsverfahren wird auf Bundesebene  durchgeführt.  Die  für  den  Plangenehmigungsentscheid  zuständige  Leit­  und  Genehmigungsbehörde  ermittelt  dabei  den  Sachverhalt  von  Amtes  wegen und wendet das Recht von Amtes wegen an, wobei sie durch den  Gesetzgeber  verpflichtet  wird,  die  Fachstellen  des  Bundes  anzuhören  und  weiteren  betroffenen  Interessenkreisen  die  Möglichkeit  zur  Einsprache zu eröffnen (vgl. Art. 16f EleG; Art. 5 Abs. 1 der Verordnung  über  das  Plangenehmigungsverfahren  für  elektrische  Anlagen  vom  2.  Februar 2000 [VPeA, SR 734.25]; HÄNNI, a.a.O., S. 469 f.; BBl 1998 2598  f.).  Pflichten  und  Fristen  treffen  demnach  die  Leit­  und  Genehmigungsbehörde. Sie garantiert einerseits durch den Einbezug von  Fachstellen, Gemeinwesen sowie Betroffenen eine umfassende Prüfung  des  Gesuchs  hinsichtlich  Interessenlagen  und  fachlicher  Aspekte, 

A­1875/2011 andererseits stellt sie die Beschleunigung des Verfahrens sicher (vgl. Art.  8 VPeA). 3.2.2.  Ausserdem  wird  den  zur  Stellungnahme  aufgeforderten  Gemeinwesen  nicht  vorgeschrieben,  ob  überhaupt  eine  Stellungnahme  zu  verfassen  –  selbst  ein  Verzicht  auf  eine  solche  ist möglich  –  und  in  welchem Umfang eine solche abzugeben sei. Selbst Art. 5 Abs. 2 VPeA  impliziert  nicht,  dass  eine  Stellungnahme  der  Kantone  einzugehen  hat,  sondern  nur,  dass  eine  eingegangene  Stellungnahme  zu  würdigen  ist.  Demzufolge  besteht  keine  Pflicht  der  Kantone,  im  Plangenehmigungsverfahren  betreffend  elektrische  Anlagen  eine  Stellungnahme abzugeben. Art. 41 Abs. 2 USG bestätigt dies, wird doch  hier  eine  Anhörung  statuiert,  welche  Konsultativcharakter  hat  (vgl.  KELLER,  Kommentar  USG,  N.  25  zu  Art.  41;  HÄNNI,  a.a.O.,  S.  470;  FRANÇOIS  BELLANGER/VALÉRIE  DÉFAGO  GAUDIN,  in:  Pierre  Moor/Anne­ Christine  Favre/Alexandre  Flückiger  [Hrsg.],  Loi  sur  la  protection  de  l'environnement [LPE], Bern 2010, N. 23 f. zu Art. 41 ).  3.2.3. Im Weiteren wird diese Auslegung durch den Vergleich mit anderen  Erlassen,  welche  sich  allesamt  mit  Plangenehmigungsverfahren  im  Infrastrukturbereich befassen, gestützt  (KELLER, Kommentar USG, N. 22  zu Art. 41). Zu erwähnen sind an dieser Stelle beispielsweise Art. 18d des  Eisenbahngesetzes  vom  20.  Dezember  1957  (EBG,  SR  742.101),  Art. 27b  des  Bundesgesetzes  über  die  Nationalstrassen  vom  8.  März  1960  (NSG,  SR  725.11)  und  Art.  37d  des  Bundesgesetzes  über  die  Luftfahrt vom 21. Dezember 1948 (LFG, SR 748.0). Die mit Art. 16d Abs.  1 EleG weitgehend  identischen Wortlaute sind  in diesen Erlassen durch  den  Titel  oder  Randtitel  "Anhörung"  ergänzt  und  halten  damit  klar  ein  Anhörungs­ resp. Mitwirkungsrecht fest. 4.  Somit  ist  erstellt,  dass  die  Aufforderung  zu  einer  Stellungnahme  im  Plangenehmigungsverfahren betreffend elektrische Anlagen gemäss Art.  16d  Abs.  1  EleG  nicht  eine  Mitwirkungspflicht,  sondern  ein  Anhörungsrecht betrifft. Dieses gibt dem Beschwerdeführer Gelegenheit,  seine  Interessen  zu  wahren,  ohne  jedoch  einen  Anspruch  auf  deren  Beachtung  erheben  zu  können.  Demzufolge  handelt  es  sich  bei  der  Abgabe  von Stellungnahmen  im Plangenehmigungsverfahren  betreffend  elektrische  Anlagen  durch  den  Beschwerdeführer  auch  nicht  um  besondere Dienstleistungen i.S.v. Art. 48 Abs. 1 USG. Diese Bestimmung  bildet  somit  keine Rechtsgrundlage  für  die  Erhebung  von Gebühren  für 

A­1875/2011 die Aufwendungen im Zusammenhang mit solchen Stellungnahmen, auch  nicht in Verbindung mit einer kantonalen Ausführungsgesetzgebung. 5.  Die Vorinstanz begründet  ihr Vorgehen unter  anderem mit  der  im Urteil  des  Bundesgerichts  1A.240/1997  vom  6.  Juli  1998  dargelegten  Rechtsprechung. Sie leitet daraus ab, dass die vorliegend zu beurteilende  Gebührenfrage analog zu behandeln sei. 5.1. Dieser Argumentation  kann  nicht  vorbehaltlos  gefolgt werden,  lässt  sich der vorliegende Fall doch nicht uneingeschränkt mit dem Sachverhalt  im  erwähnten  Urteil  vergleichen.  Das  Bundesgericht  bringt  in  diesem  Entscheid  u.a.  Art.  3  Abs.  1  der  Verordnung  über  die  Gebühren  und  Abgaben des Bundesamtes für Verkehr vom 25. November 1998 (GebV­ BAV, SR 742.102) zur Anwendung, welcher eine Befreiung der Behörden  und Institutionen des Bundes von der Gebührenpflicht vorsieht, wenn sie  die Dienstleistung für sich selbst in Anspruch nehmen. Die Gesetzgebung  im Energiebereich sieht jedoch keine vergleichbare Regelung vor. 5.2. Hingegen folgt das Bundesverwaltungsgericht (oben E. 3.2.1 und 4)  der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts insofern, als dieses die  Möglichkeit  zur  Stellungnahme  durch  den  Kanton  im  Sinne  einer  Interessenwahrung  sieht  und  ein  Mitwirkungsrecht  bzw.  eine  Mitwirkungspflicht  des  Kantons  vom  jeweils  massgeblichen  Verfahren  abhängig macht. Demzufolge besteht keine Grundlage  für die Erhebung  einer  Gebühr  nach  Art.  48  Abs.  1  USG,  wenn  keine  kantonale  Vollzugspflicht  im  Bereich  des  Umweltschutzrechts  besteht  und  der  Kanton lediglich ein Mitwirkungsrecht im Sinne eines Anhörungsrechts im  Rahmen eines Verwaltungsverfahrens des Bundes wahrnimmt (Urteil des  Bundesgerichts 1A.240/1997 vom 6. Juli 1998 E. 2b, d und e; vgl. oben  E. 3.2.2 f.). 6.  Im  Weiteren  ist  zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführer  aufgrund  des  massgeblichen  Verfahrensrechts  eine  Aufwandentschädigung  verlangen  kann. Weder  die  Spezialgesetzgebung  noch  das  subsidiär  anwendbare  VwVG  sehen  eine  Grundlage  vor  für  eine  Entschädigung  für  Stellungnahmen  im  Zusammenhang  mit  Plangenehmigungsverfahren,  wie  sie  vorliegend  geltend  gemacht  wird.  Art.  64  VwVG  beschränkt  Parteientschädigungen auf das Beschwerdeverfahren, wobei eine – auch  analoge  –  Anwendung  auf  erstinstanzliche  Verwaltungsverfahren 

A­1875/2011 ausgeschlossen ist (MOSER/ BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.62). Eine  Entschädigung  für  die  Beteiligung  an  einem  verwaltungsinternen  Prüfungsverfahren  im  Sinne  eines  Plangenehmigungsverfahrens  kann  aufgrund  dieser  Bestimmung  deshalb  von  vornherein  nicht  geltend  gemacht  werden.  Ausserdem  ist  anzumerken,  dass  im  Verwaltungsverfahren unter Behörden grundsätzlich eine Philosophie des  "gegenseitigen  Gebens  und  Nehmens"  besteht,  während  sich  Gebührenverordnungen primär auf die Inanspruchnahme der Verwaltung  durch Private beziehen.  7.  Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer, die Sache sei eventualiter  zur  Neubeurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen.  Für  ein  solches  Vorgehen  besteht  nach  Ansicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  kein  Anlass.  8.  Wie  aus  obenstehenden  Erwägungen  hervorgeht,  erweist  sich  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers  sowohl  im  Haupt­  als  auch  im  Eventualantrag als unbegründet. Die Beschwerde  ist daher abzuweisen.  Der  Beschwerdeführer  verfolgte  mit  seinem  Begehren  vermögensrechtliche  Interessen, weshalb er Verfahrenskosten zu  tragen  hat  (Art.  63 Abs.  2 VwVG; Art.  4  des Reglements  über  die Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  21.  Februar  2008  [VGKE,  SR  173.320.2];  BGE  134  II  45  E.  2.2.1  und  3;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.  Rz.  4.19;  BEUSCH,  Kommentar  VwVG,  N.  18  zu  Art.  63).  Zwar  macht  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  vom  8.  April  2011  betreffend  die  Zwischenverfügung  vom  31.  März 2011 (Kostenvorschuss) sinngemäss geltend, er folge der Pflicht, im  Plangenehmigungsverfahren  betreffend  elektrische  Anlagen  eine  Stellungnahme  abzugeben  und  handle  deshalb  in  Erfüllung  einer  Staatsaufgabe,  weshalb  vorliegend  keine  vermögensrechtlichen  Interessen verfolgt würden. Wie gezeigt wurde (oben E. 3.2.1 ff.), ist dem  nicht so. Der Vorinstanz steht als obsiegender Partei angesichts ihrer Stellung als  eidgenössischer Behörde  (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 3 der Verordnung über  das  Eidgenössische  Starkstrominspektorat)  von  vornherein  keine  Parteientschädigung  zu  (Art.  64  Abs.  1  VwVG;  Art.  7  Abs.  3  VGKE;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.  Rz.  4.66;  BEUSCH,  Kommentar  VwVG, N. 10 zu Art. 64). 

A­1875/2011 A­1875/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.  2.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'500.­­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt  und mit  dem bereits  geleisteten Kostenvorschuss  in  der Höhe  von Fr. 1'500.­­ verrechnet.  3.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4.  Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref. Ke; Einschreiben) – das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: André Moser Stephan Metzger Rechtsmittelbelehrung: Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss  den Art. 82  ff., 90  ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Frist  steht  still  vom  18.  Dezember  bis  und mit  dem 2.  Januar  (Art.  46 Abs.  1 Bst.  c BGG). Die  Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,  deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu  enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit  sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand:

A-1875/2011 — Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 A-1875/2011 — Swissrulings