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Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 05.10.2020 ZK2 2019 23

5 octobre 2020·Deutsch·Schwyz·Kantonsgericht 2. Zivilkammer·HTML·2,932 mots·~15 min·6

Résumé

Eheschutz | Eheschutzmassnahmen

Texte intégral

\n \n \n \n \n \n Kantonsgericht Schwyz

\n 1

\n \n \n \n   \n   \n   \n   \n \n   \n Beschluss vom 5. Oktober 2020 \n ZK2 2019 23 und 24 \n   \n   \n \n \n \n Mitwirkend

\n Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann, Kantonsrichterinnen Dr. Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl, Gerichtsschreiberin lic. iur. Cornelia Spörri-Kessler.

\n \n \n \n   \n   \n   \n \n \n \n In Sachen

\n A.________, Gesuchsgegner, Berufungsführer und Berufungsgegner, vertreten durch Rechtsanwalt B.________,   gegen   C.________, Gesuchstellerin, Berufungsführerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________,      

\n \n \n \n   \n   \n   \n \n \n \n betreffend

\n Eheschutz

\n \n \n \n (Berufungen gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019, ZES 2017 440);- \n   \n   \n   \n hat die 2. Zivilkammer, \n \n nachdem sich ergeben: \n A. Die Parteien heirateten am ________ vor dem Zivilstandamt Lachen SZ. Ihrer Ehe entsprossen die Kinder N.________ und O.________. \n B. Mit Eheschutzbegehren vom 19. September 2017 beantragte die Gesuchstellerin beim Einzelrichter am Bezirksgericht March was folgt \n (Vi-act. A1): \n  1. [Bewilligung Getrenntleben]. \n   \n  2. [Zuweisung eheliche Liegenschaft an Gesuchstellerin]. \n   \n  3. [Elterliche Obhut an Gesuchstellerin]. \n   \n  4. [Besuchsrecht Gesuchsgegner]. \n   \n 5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin mit Wirkung ab 1. Dezember 2016 monatlich vorschüssig CHF 32‘400.00/Monat − beziehungsweise CH 28'800.00/Monat, solange sie ein Einkommen in Höhe von CHF 3’600.00/Monat netto von der P.________ AG ausbezahlt erhält − dies zuzüglich der Kinderzulagen, falls von ihm bezogen, zu bezahlen, die der Klägerin wie folgt vorschlagsweise zuzusprechen und damit aufzuteilen sind: \n - CHF 3'500.00 / Monat (inkl. CHF 2'000.00 Betreuungsunterhalt) an den Unterhalt von N.________ \n -  CHF 3‘500.00 / Monat (inkl. CHF 2'000.00 Betreuungsunterhalt) an den Unterhalt von O.________ \n - CHF 21'800.00 / Monat für die Klägerin persönlich sofern und solange ihr von der P.________ AG ein Einkommen von CHF 3 600 00/Monat netto ausbezahlt wird beziehungsweise dann \n -  CHF 25'400.00 / Monat für die Klägerin persönlich, sollte ihr von der P.________ AG nicht (mehr) CHF 3‘600.00/Monat netto als Lohn ausbezahlt werden \n dies je zuzüglich der Kinderzulagen, sofern sie der Beklagte bezie-hen kann wie bezieht [sic]. \n   \n 6. [Anordnung Gütertrennung per 19. September 2017]. \n   \n 7. \n 7.1 Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen Prozesskostenvorschuss von CHF 15'000.00 zu bezahlen, befreiend zahlbar an RA D.________. \n   \n 7.2  Eventualiter sei der Klägerin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und der unterzeichnete Anwalt zu deren unentgeltlichen Rechtsvertreter zu ernennen. \n   \n 8.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. \n   \n   \n Mit Stellungnahme vom 18. Dezember 2017 stellte der Gesuchsgegner die folgenden Rechtsbegehren (Vi-act. A2): \n \n [Feststellung Getrenntleben]. \n \n   \n \n           [Zuweisung eheliche Liegenschaft an Gesuchstellerin]. \n \n   \n \n           [Kostentragung betreffend eheliche Liegenschaft]. \n \n   \n 3.1 [Elterliche Obhut Gesuchstellerin]. \n   \n 3.2 [Besuchsrecht Gesuchsgegner]. \n   \n 4.1 Der Gesuchgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin an den Unterhalt der beiden Kinder N.________ und O.________ monatlich und monatlich im Voraus je Fr. 1'800.00 (je Barunterhalt: Fr. 600.00 / je Betreuungsunterhalt: Fr. 1'200.00) bzw. ab 01.01.2019 je Fr. 800.00 (je Barunterhalt: Fr. 600.00 / je Betreuungsunterhalt: Fr. 200.00), jeweils zuzüglich allfällige von ihm bezogener Kinderzulagen zu bezahlen. \n   \n 4.2  Der Gesuchgegner sei weiter zu verpflichten, der Gesuchstellerin persönlich monatlich und monatlich im Voraus Fr. 1'760.00 zu bezahlen (wobei sich dieser Betrag um denjenigen Betrag vermindert, um welchen die zugesprochenen Kinderunterhaltsbeiträge in Abweichung von Rechtsbegehren Ziff. 4.1 höher ausfallen, damit der Gesamtbetrag in Ziff. 4.1 und Ziff. 4.2 den Betrag von Fr. 5'360.00 bzw. ab 01.01.2019 Fr. 3'360.00, jeweils zuzüglich Kinderzulagen nicht übersteigt). \n   \n 4.3  Es sei festzustellen, dass sich die gemäss Ziff. 4.1 und 4.2 vorstehend stipulierte Unterhaltspflicht um denjenigen Betrag reduziert, welcher der Gesuchstellerin seitens der P.________ AG als Nettolohn ausbezahlt wird bzw. bzw. bereits ausbezahlt worden ist. \n Weiter sei der Gesuchgegner für berechtigt zu erklären, seine Unterhaltszahlungen um denjenigen Betrag zu reduzieren, welchen er bereits als Zahlungen (Begleichung von Rechnungen etc.) an den Unterhalt der Gesuchstellerin und/oder der Kinder geleistet hat. \n   \n 5. [Anordnung Gütertrennung per 19. September 2017]. \n   \n 6. Die Anträge seien abzuweisen, soweit sie den Anträgen des Gesuchsgegners widersprechen. \n   \n 7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin. \n   \n   \n Mit Verfügung vom 8. März 2018 forderte der Einzelrichter den Gesuchsgegner zur Einreichung der Unterlagen auf, deren Edition die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 7. März 2018 beantragt habe (vgl. Vi-act. 10 f.). Mit Eingabe vom 21. März 2018 kam er der Editionsaufforderung nach (vgl. Vi-act. A/3). \n An der Einigungsverhandlung vom 27. März 2018 fand eine Parteibefragung statt. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden (Vi-act. A4). \n Replicando forderte die Gesuchstellerin mit Rechtsbegehren Ziffer 7.1 neu einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 30'000.00 und hielt im Übrigen an ihren Anträgen fest. Soweit der Gesuchsgegner mit dessen Klageantwort mehr oder anderes anbegehre, seien dessen Klageantwortanträge abzuweisen \n (Vi-act. A5). \n Mit Duplik vom 14. August 2018 hielt der Gesuchsgegner an seinen Anträgen fest, verlangte indes zusätzlich, dass Rechtsbegehren Ziffer 3.2 superprovisorisch zu verfügen sei und von Amtes wegen die notwendigen Kindesschutzmassnahmen anzuordnen seien (Vi-act. A6). \n Mit Eingabe vom 20. August 2018 zog die Gesuchstellerin ihr Rechtsbegehren Ziffer 2 infolge Umzugs zurück (Vi-act. A8). \n Mit Verfügung vom 23. August 2018 wies der Einzelrichter Begehren des Gesuchsgegners um Erlass superprovisorischer Massnahmen ab (Vi-act. A9). Am 11. September 2018 ersuchte die Gesuchstellerin um Abweisung des Antrags auf Erlass von Kindesschutzmassnahmen, konkret auf Errichtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft (Vi-act. A10), zu welcher Stellungnahme der Gesuchsgegner sich wiederum am 1. Oktober 2018 äusserte (Vi-act. A11). \n Am 9. Oktober 2018 wurden die Kinder N.________ und O.________ angehört (vgl. Vi-act. D/1 und D/2). \n Am 14. Februar 2018 verlangte die Gesuchstellerin, der Gesuchsgegner sei vorsorglich sofort zu verpflichten, an ihren wie den Unterhalt der Kinder vorläufig monatlich vorschüssig Fr. 10'000.00, erstmals für März 2019, auf spätere Anrechnung zu bezahlen (Vi-act. A18). Der Einzelrichter wies das Begehren mit Verfügung vom 22. Februar 2019 ab (Vi-act. A19). \n Weitere (unaufgeforderte) Eingaben der Parteien datieren vom 16. August 2018, 30. November 2018, 1. Dezember 2018, 10.,11., 21. und 22. Januar 2019 sowie 1. und 11. März 2019 (Vi-act. A7, A12-A17 und A20 f.). \n C. Am 26. März 2019 verfügte der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe was folgt (Vi-act. A22): \n 1. [Vormerknahme Getrenntleben]. \n   \n 2. [Obhutszuteilung an Gesuchstellerin]. \n   \n 3. [Besuchsrecht Gesuchsgegner]. \n   \n 4. Der Gesuchsgegner/Vater wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von N.________ (teilweise rückwirkend), jeweils zuzüglich Kinderzulage, monatliche Beiträge von \n - Fr. 2'062.00 (Fr. 696.00 Barunterhalt und Fr. 1'366.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.12.2016 bis 31.12.2017; \n -          Fr. 1'909.00 (Fr. 696.00 Barunterhalt und Fr. 1'213.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.01.2018 bis 31.03.2018; \n -          Fr. 2'740.00 (Fr. 696.00 Bar-, Fr. 1'246.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 798.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.04.2018 bis 31.07.2018, \n -          Fr. 2'943.00 (Fr.909.00 Bar-, Fr. 1'672.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 362.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.08.2018 bis 31.12.2018; \n -          Fr. 2'910.00 (Fr. 909.00 Bar-, Fr. 1'672.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 329.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01 .01.2019 bis 30.06.2019; \n -          Fr. 2'527.00 (Fr. 909.00 Bar-, Fr. 764.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 854.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.07.2019, \n zu bezahlen. \n   \n 5. Der Gesuchsgegner/Vater wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von O.________ (teilweise rückwirkend), jeweils zuzüglich Kindezulage, monatliche Beiträge von \n - Fr. 1'862.00 (Fr. 496.00 Barunterhalt und Fr. 1'366.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.12.2016 bis 31.12.2017, \n -        Fr. 1'709.00 (Fr. 496.00 Barunterhalt und Fr.1'213.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.01.2018 bis 31.03.2018; \n -          Fr. 2'540.00 (Fr. 496.00 Bar-, Fr. 1'246.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 798.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.04.2018 bis 31.07.2018; \n -          Fr. 2'743.00 (Fr. 709.00 Bar-, Fr. 1'672.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 362.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.08.2018 bis 31.12.2018; \n -          Fr. 2'910.00 (Fr.909.00 Bar-, Fr. 1'672.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 329.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.01.2019 bis 30.06.2019; \n -  Fr. 2'527.00 (Fr. 909.00 Bar-, Fr. 764.00 Betreuungsunterhalt und Fr. 854.00 Überschussbeteiligung) \n  ab 01.07.2019, \n zu bezahlen. \n   \n 6. Der Gesuchsgegner/Ehemann wird verpflichtet, der Gesuchstellerin/Ehefrau an ihren persönlichen Unterhalt (teilweise rückwirkend) monatliche Beiträge von \n -  Fr. 2'353.00  ab 01.12.2016 bis 31.12.2017; \n -  Fr. 2'046.00  ab 01.01.2018 bis 31.03.2018; \n -  Fr. 1'595.00  ab 01.04.2018 bis 31.07.2018; \n -  Fr.   224.00  ab 01.08.2018 bis 31.12.2018; \n -  Fr.   657.00  ab 01.01.2019 bis 30.06.2019; \n -  Fr. 1'707.00  ab 01.07.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 7. [Anrechnung bereits geleisteter Zahlungen]. \n   \n 8. Die vorstehende Unterhaltsregelung (vgl. Disp.-Ziff. 4-6) basiert auf folgenden Einkommens- und Bedarfsverhältnissen: \n   \n Einkommen (netto, monatlich) Bedarf \n   \n Ehemann  ab 01.12.2016: Fr. 11‘697.00  ab 01.12.2016: Fr. 2‘307.00 \n ab 01.01.2018: Fr. 10‘776.00  ab 01.08.2018: Fr. 3‘643.00 \n ab 01.07.2019: Fr. 2‘307.00 \n   \n Ehefrau  ab 01.01.2016: Fr. 3‘631.00  ab 01.12.2016: Fr. 2‘492.00 \n ab 01.04.2018: Fr.  0.00  ab 01.08.2018: Fr. 3‘344.00 \n ab 01.07.2019: Fr. 2‘000.00   ab 01.07.2019: Fr. 3‘529.00 \n          (hypoth.) \n   \n N.________  Fr. 220.00 (KZ)   ab 01.12.2016: Fr.   916.00 \n ab 01.08.2018: Fr. 1‘129.00 \n    \n O.________ Fr. 220.00 (KZ)    ab 01.12.2016: Fr.   716.00 \n ab 01.08.2018: Fr.   929.00 \n ab 01.01.2019: Fr. 1‘129.00 \n   \n 9. [Anordnung Gütertrennung mit Wirkung ab 19. September 2017]. \n   \n 10. Die Gerichtskosten mit einer Entscheidgebühr von Fr. 4'000.00 werden den Parteien je zur Hälfte, mithin zu je Fr. 2’000.00 überbunden. \n   \n 11. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen. \n   \n 12. Das Begehren der Gesuchstellerin um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses wird abgewiesen. \n   \n 13. Das Begehren der Gesuchstellerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird abgewiesen. \n   \n 14. [Rechtsmittel]. \n   \n 15. [Zufertigung]. \n   \n   \n D. Dagegen erhob der Gesuchsgegner am 8. April 2019 fristgerecht Berufung mit den Anträgen (KG-act. 1 aus ZK2 2019 23): \n \n Es seien Ziff. 4, 5 und 6 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 insofern ersatzlos aufzuheben, als damit die Unterhaltspflichten für Zeitperioden über den 14. Juni 2018 hinaus geregelt werden. \n \n   \n 2. Es sei Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 aufzuheben bzw. insofern abzuändern als der Gesuchgegner/Berufungsführer neu verpflichtet wird, der Gesuchstellerin/Berufungsgegnerin an den Unterhalt von N.________, jeweils zuzüglich Kinderzulage, monatliche Beiträge von \n - Fr. 896.00 (als Barunterhalt) ab 01.12.2016 bis 31.03.2018 \n -  Fr. 2'292.00 (Fr. 846.00 Barunterhalt und Fr. 1'446.00 Betreuungsunterhalt) ab 01.04.2018 bis 14.06.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 2'292.00 (Fr. 846.00 Barunterhalt und Fr. 1'446.00 Betreuungsunterhalt) ab 15.06.2018 bis 31.07.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 2'333.50 (Fr. 760.00 Barunterhalt und Fr. 1'573.50 Betreuungsunterhalt) ab 01.08.2018 bis 31.12.2018 \n -                 eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 1'526.00 (Fr. 860.00 Barunterhalt und Fr. 666.00 Betreuungsunterhalt) ab 01.01.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 3.  Es sei Ziff. 5 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 aufzuheben bzw. insofern abzuändern als der Gesuchgegner/Berufungsführer neu verpflichtet wird, der Gesuchstellerin/Berufungsgegnerin an den Unterhalt von O.________, jeweils zuzüglich Kinderzulage, monatliche Beiträge von \n - Fr. 696.00 (als Barunterhalt) ab 01.12.2016 bis 31.03.2018 \n -  Fr. 2'092.00 (Fr. 646.00 Barunterhalt und Fr. 1'446.00 Betreuungsunterhalt) ab 01.04.2018 bis 14.06.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 2'092.00 (Fr. 646.00 Barunterhalt und Fr. 1'446.00 Betreuungsunterhalt) ab 15.06.2018 bis 31.07.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 2'133.50 (Fr. 560.00 Barunterhalt und Fr. 1'573.50 Betreuungsunterhalt) ab 01.08.2018 bis 31.12.2018 \n -                 eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 1'526.00 (Fr. 860.00 Barunterhalt und Fr. 666.00 Betreuungsunterhalt) ab 01.01.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 4. Es sei Ziff. 6 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 aufzuheben bzw. insofern abzuändern als der Gesuchgegner/Berufungsführer neu verpflichtet wird, der Gesuchstellerin/Berufungsgegnerin an ihren persönlichen Unterhalt monatliche Beiträge von \n - Fr. 137.00 ab 01.12.2016 bis 31.03.2018 \n - Fr. 747.50 ab 01.04.2018 bis 14.06.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 747.50 ab 15.06.2018 bis 31.07.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 183.00 ab 01.08.2018 bis 31.12.2018 \n -  eventualiter (d.h. als Eventualbegehren zu Berufungsantrag Ziff. 1) Fr. 308.00 ab 01.01.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 5.  Es sei Ziff. 8 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 aufzuheben bzw. an die neuen Einkommens- und Bedarfszahlen anzupassen. \n   \n 6.  Es sei Ziff. 10 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 aufzuheben bzw. dahingehend abzuändern, als die erstinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 4'000.00 neu zu ¾ (Fr. 3'000.00) der Gesuchstellerin/Berufungsgegnerin und zu 1/4 (Fr. 1'000.00) dem Gesuchgegner/Berufungsführer auferlegt werden. \n   \n 7.  Es sei Ziff. 11 der angefochtenen Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. März 2019 im Verfahren ZES 17 440 aufzuheben und die Gesuchstellerin/Berufungsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchgegner/Berufungsführer für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 7'200.00 zu bezahlen. \n   \n 8.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchstellerin/Berufungsgegnerin. \n   \n   \n Gleichzeitig verlangte er, es sei der Berufung mit Bezug auf die Dispositivziffern 4, 5 und 6 der angefochtenen Verfügung die aufschiebende Wirkung zu gewähren, eventualiter insoweit damit die Unterhaltspflichten für Zeitperioden über den 14. Juni 2018 hinaus geregelt würden. \n E. Am 12. April 2019 legte die Gesuchstellerin ebenfalls Berufung ein und beantragte was folgt (KG-act. 1 aus ZK2 2019 24): \n 1. In Gutheissung der Berufung seien die Ziffern 4, 5, 6, 12 und 13 des angefochtenen Urteils/Verfügung des Bezirksgerichts March, Einzelrichter, vom 26. März 2019 aufzuheben und durch folgende Bestimmungen zu ersetzen: \n   \n 4. Der Gesuchsgegner/Vater wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von N.________ (teilweise rückwirkend), jeweils zuzüglich Kinderzulage, monatliche Beiträge von \n - CHF 4'995.00 (CHF 696.00 Barunterhalt und CHF 4'299.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.12.2016 bis 31.03.2018 \n - CHF 6'260.00 (CHF 696.00 Barunterhalt, CHF 1'246.00 Betreuungsunterhalt und CHF 4'318.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.04.2018 bis 31.07.2018 \n -  CHF 6'680.00 (CHF 909.00 Barunterhalt, CHF 1'720.00 Betreuungsunterhalt und CHF 4'051.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.08.2018 bis 30.06.2019 \n -  CHF 6'230.00 (CHF 909.00 Barunterhalt, CHF 765.00 Betreuungsunterhalt und CHF 4'556.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.07.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 5. Der Gesuchsgegner/Vater wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt von O.________ (teilweise rückwirkend), jeweils zuzüglich Kinderzulage, monatliche Beiträge von \n -  CHF 4'795.00 (CHF 496.00 Barunterhalt und CHF 4'299.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.12.2016 bis 31.03.2018 \n -  CHF 6'060.00 (CHF 496.00 Barunterhalt, CHF 1'246.00 Betreuungsunterhalt und CHF 4'318.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.04.2018 bis 31.07.2018 \n -  CHF 6'480.00 (CHF 709.00 Barunterhalt, CHF 1'720.00 Betreuungsunterhalt und CHF 4'051.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.08.2018 bis 30.06.2019 \n -  CHF 6'230.00 (CHF 909.00 Barunterhalt, CHF 765.00 Betreuungsunterhalt und CHF 4'556.00 Überschussbeteiligung) \n ab 01.07.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 6. Der Gesuchsgegner/Ehemann wird verpflichtet, der Gesuchstellerin/Ehefrau an ihren persönlichen Unterhalt (teilweise rückwirkend) monatliche Beiträge von \n - CHF 8'220.00 ab 01.12.2016 bis 30.03.2018 \n -  CHF 8'550.00 ab 01.04.2018 bis 31.07.2018 \n -  CHF 8'125.00 ab 01.08.2018 bis 30.06.2019 \n -  CHF 9'140.00 ab 01.07.2019 \n zu bezahlen. \n   \n 12. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin innert 10 Tagen einen Prozesskostenvorschuss von CHF 30'000.00, zahlbar auf das Konto des Vertreters, IBAN zz, zu bezahlen. \n   \n eventualiter \n   \n 12. Der Gesuchstellerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und RA D.________ als deren unentgeltlichen Rechtsvertreter eingesetzt. \n   \n 2. Eventualiter sei das angefochtene Urteil/Verfügung des Bezirksgerichts March vom 26. März 2019 in den Ziffern 4, 5, 6, 12 und 13 aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die \n Vorinstanz zurückzuweisen. \n   \n 3.  \n 3.1 Der Beklagte und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Klägerin und Berufungsklägerin für das zweitinstanzliche Verfahren einen Prozesskostenvorschuss von CHF 10'000.00, zahlbar auf das Konto des Vertreters, IBAN zz, zu bezahlen. \n   \n 3.2 Eventualiter sei der Klägerin und Berufungsklägerin (auch) für das zweitinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und der unterzeichnete Anwalt zu deren unentgeltlichen Rechtsvertreter zu ernennen. \n   \n 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten und Berufungsbeklagten. \n   \n   \n F. Mit Berufungsantworten vom 26. April 2019 ersuchten beide Parteien um Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gegenseite (KG-act. 7 aus ZK2 2019 23 und KG-act. 5 aus ZK2 2019 24). Weitere Stellungnahmen der Parteien datieren vom 14. Juni 2019, 12. und 26. September 2019, 14. und 29. Oktober 2019, 14. November 2019, 2. und 18. Dezember 2019 sowie 10. Januar 2020 (KG-act. 11, 14, 16, 18, 20, 22, 25, 28 und 31 aus ZK2 2019 23; KG-act. 9 aus ZK2 2019 24). Dabei ergänzte der Gesuchsgegner seine Berufungsanträge insoweit, als er zu verpflichten sei, für N.________ und O.________ ab dem 1. August 2019 (eventualiter) einen Unterhalt von je Fr. 1‘001.00 (Fr. 860.00 Barunterhalt und Fr. 141.00 Betreuungsunterhalt) zu bezahlen (vgl. KG-act. 22, S. 4). \n G. An der Instruktionsverhandlung vom 15. Januar 2020 wurden die Parteien befragt. Die Vergleichsverhandlungen führten zu keiner Einigung \n (KG-act. 33 aus ZK2 2019 23). \n H. Mit Verfügung vom 30. Januar 2020 wies die Verfahrensleitung das Gesuch des Gesuchsgegners um aufschiebende Wirkung ab (KG-act. 34 aus ZK2 2019 23). Am 18. März, 22. April, 7. und 14. Mai sowie 5. Juni 2020 reichten die Parteien weitere (unaufgeforderte) Eingabe zu den Akten (KG-act. 35, 38, 40, 42,44 und 46 aus ZK2 2019 23). \n Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen;- \n   \n in Erwägung: \n 1. Das Gericht kann zur Vereinfachung des Prozesses selbständig eingereichte Klagen vereinigen (

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