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Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 09.02.2017 ZK1 2017 18

9 février 2017·Deutsch·Grisons·Kantonsgericht I. Zivilkammer·PDF·567 mots·~3 min·7

Résumé

Festlegung des persönlichen Verkehrs etc. | KES Kindesschutzrecht (allgemein)

Texte intégral

Kantonsgericht von Graubünden Dretgira chantunala dal Grischun Tribunale cantonale dei Grigioni Ref.: Chur, 09. Februar 2017 Schriftlich mitgeteilt am: ZK1 17 18 10. Februar 2017 Entscheid I. Zivilkammer Präsident Brunner In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Ettisberger, Hinterm Bach 40, 7001 Chur,

gegen Y._____, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Zürcher, Zeughausstrasse 18, 3001 Bern, sowie gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 15. Dezember 2016, mitgeteilt am 22. Dezember 2016, in Sachen des Z._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, betreffend Festlegung des persönlichen Verkehrs etc.,

Seite 2 — 4 wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 01. Februar 2017 samt mitgereichten Akten, in die Empfangsbestätigung von X._____ vom 22. Dezember 2016 sowie nach Feststellung und in Erwägung, – dass die KESB Nordbünden am 15. Dezember 2016 den persönlichen Verkehr von Y._____ mit seinem Sohn Z._____ neu regelte, – dass X._____ den betreffenden Entscheid am 22. Dezember 2016 in Empfang nahm, – dass X._____ gegen diesen Entscheid am 01. Februar 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden einreichte und verschiedene Abänderungsbegehren stellte, – dass X._____ in ihrer Eingabe bestätigte, dass sie den Entscheid am 22. Dezember 2016 persönlich in Empfang genommen hat, was durch Zustellung der entsprechenden Empfangsbestätigung durch die KESB Nordbünden zusätzlich dargetan ist, – dass die Beschwerdeführerin im Weiteren davon ausgeht, dass die 30tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 145 ZPO am 03. Januar 2017 zu laufen begonnen hat und mit der Beschwerdeeinreichung am 01. Februar 2017 gewahrt sei, – dass es wohl zutreffend ist, dass gemäss Art. 60 Abs. 2 EGzZGB unter Vorbehalt abweichender Bestimmungen dieses Gesetzes und des Zivilgesetzbuches sich das Beschwerdeverfahren nach der Zivilprozessordnung und der kantonalen Einführungsgesetzgebung richtet, – dass die Beschwerdeführerin aber übersieht, dass gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung die Bestimmungen über den Fristenstillstand gemäss ZPO keine Anwendung finden, – dass der Kanton Graubünden zum Erlass einer derartigen Bestimmung gestützt auf Art. 450f ZGB zuständig war, – dass somit die Fristen vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar gemäss Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO nicht still standen und die Beschwerdefrist somit am 23. Dezember 2016 zu laufen begann (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 142 Abs. 1 ZPO),

Seite 3 — 4 – dass der letzte Tag der 30tägigen Beschwerdefrist somit auf den Montag, 23. Januar 2017 fiel (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 142 Abs. 3 ZPO), – dass die Beschwerde erst am 01. Februar 2017 der schweizerischen Post übergeben wurde, – dass die Beschwerde somit verspätet ist und auf sie nicht eingetreten werden kann, – dass bei diesem Ausgang die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdeführerin gehen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), – dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

Seite 4 — 4 entschieden: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 300.00 gehen zu Lasten der Beschwerdeführerin. 3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG. 3. Mitteilung an:

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