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Bundesverwaltungsgericht 14.02.2012 E-5810/2010

14 février 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,923 mots·~10 min·4

Résumé

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 21. Juli 2010

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung V E­5810/2010 Urteil   v om   1 4 .   Februar   2012 Besetzung Richter Bruno Huber (Vorsitz), Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Jean­Pierre Monnet, Gerichtsschreiber Peter Jaggi. Parteien A._______, geboren (…), Pakistan, (…), Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 21. Juli 2010 / N (…).

E­5810/2010 Sachverhalt: A.  Der  aus  B._______  (…)  stammende  Beschwerdeführer  verliess  seinen  Heimatstaat gemäss eigenen Angaben am (…) und reiste über (…) nach  (…). Von dort  her  kommend gelangte er  am  (…)  in  die Schweiz, wo er  gleichentags  im  C._______  um  Asyl  nachsuchte.  Die  summarische  Befragung  fand  am 6.  Januar  2010  statt  und  die Anhörung  erfolgte  am  21. Januar 2010. B. Zur  Begründung  seines  Asylgesuches  machte  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  für  die  D._______  (…)  gearbeitet.  Als  er  aufgefordert  worden  sei,  an  Schlägereien  teilzunehmen  und  bei  Diebstählen  mitzumachen,  habe  er  dies  abgelehnt.  Schliesslich  habe  man  ihm  mit  Inhaftierung gedroht. Er habe Informationen über alle Aktivitäten gehabt,  weshalb  er  aus  Angst  nach  E._______  gegangen  sei.  Mitglieder  der  D._______ seien zu ihm nach Hause gegangen und hätten seinen Eltern  gedroht,  sie  würden  sie  misshandeln  und  seine  Schwester  entführen,  wenn  er  sich  ihnen  nicht  stelle.  Die  Polizei  sei  von  der  D._______  beauftragt worden, ihn zu erschiessen. Er habe dann das Land verlassen,  worauf  sein  Haus  in  Brand  gesetzt  worden  sei.  Der  andere  Grund,  weshalb  er  ausgereist  sei,  seien  seine  (…)probleme.  Er  habe  sich  in  Pakistan  seit  dem  Jahre  (…)  mit  (...)  behandeln  lassen,  zuerst  in  F._______ im (…)­Spital, und zuletzt am (…) im (…)­Spital in E._______.  In E._______ habe er sich mangels Geld nicht behandeln lassen können;  wäre er dort geblieben, wäre er an seiner Krankheit gestorben. Für den  Inhalt der weiteren Aussagen wird auf die Akten verwiesen. Der  Beschwerdeführer  gab  keinerlei  Ausweispapiere  oder  andere  Dokumente zu den Akten. C. Mit  Verfügung  vom  21.  Juli  2010  stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  sein  Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den  Vollzug an. D. Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  16.  August  2010  beantragte  der  Beschwerdeführer  in materieller Hinsicht  die  vollumfängliche Aufhebung  der  vor­instanzlichen  Verfügung  und  die  Gewährung  von  Asyl  sowie 

E­5810/2010 (sinngemäss)  eventualiter  unter  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  den  Verzicht  auf  den  Wegweisungsvollzug.  In  prozessualer  Hinsicht  beantragte  er  die  Zuerkennung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde.  Der  Beschwerde  lag  ein  ärztlicher  Bericht  des  Kantonsspitals (...) vom (…) bei. E. Mit  Zwischenverfügung  vom  26.  August  2010  stellte  der  Instruktionsrichter  fest,  der  Beschwerdeführer  dürfe  den  Ausgang  des  Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten,  und  verzichtete  vorbehältlich  des  Nachreichens  einer  Mittellosigkeitsbestätigung  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses.  Gleichzeitig  wurde  die  Vorinstanz  zur  Einreichung  einer Vernehmlassung eingeladen. F. In seiner Vernehmlassung vom 10. September 2010 hielt das BFM fest,  die Beschwerdeschrift  enthalte  keine  neuen  erheblichen Tatsachen  und  Beweismittel,  welche  eine  Änderung  seines  Standpunktes  rechtfertigen  könnten.  Die  Behandlung  der  geltend  gemachten  (...)erkrankung  könne  auch in Pakistan erfolgen. Was die (...)erkrankung anbelange, so sei die  Ausreisefrist  gemäss  einer  Vereinbarung  mit  dem  Bundesamt  für  Gesundheit  auf  das  voraussichtliche  Ende  der  akuten  Erkrankung  anzusetzen. An den Erwägungen werde vollumfänglich  festgehalten und  die Abweisung der Beschwerde beantragt. G. Vom  Gericht  am  16.  September  2010  eingeladen,  sich  zur  Vernehmlassung  des  BFM  zu  äussern,  reichte  der  Beschwerdeführer  keine Stellungnahme ein. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 

E­5810/2010 Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls  in  der Regel  –  so auch  vorliegend –  endgültig  (Art.  105 des Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung. Er  ist  daher  zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  (Art.  108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48  Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1  Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat  oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen  Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen,  die  in  wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 

E­5810/2010 sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1  Das  BFM  führte  zur  Begründung  seines  Entscheides  aus,  die  Vorbringen hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art.  7 AsylG nicht stand. Unglaubhaft  seien  Vorbringen,  wenn  sie  in  wesentlichen  Punkten  der  allgemeinen  Erfahrung  oder  der  Logik  des  Handelns  widersprechen  würden. Die gelte  für  die Behauptung des Beschwerdeführers, Sekretär  eines  lokalen  (…)­Führers  gewesen  und  wegen  seiner  Weigerung,  illegale  Tätigkeiten  vorzunehmen,  verfolgt  worden  zu  sein.  Seine  diesbezügliche  Erklärung  vermöge  nicht  zu  überzeugen;  es  sei  nicht  nachvollziehbar,  dass  er  trotz  massiven  Drohungen  als  Sekretär  weitergearbeitet habe. Die  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  würden  durch  widersprüchliche Ausführungen erhärtet. So habe der Beschwerdeführer  bezüglich seiner Aktivitäten anlässlich der Befragung Aussagen gemacht,  die von jenen bei der Anhörung abweichen würden. Gleiches gelte für die  vorgebrachte Bedrohung seiner Eltern. Es  könne  erwartet  werden,  dass  Vorbringen  in  verschiedenen  Befragungen  gleichbleibend  geschildert  würden.  Die  Angaben  des  Beschwerdeführers  würden  indessen  voneinander  abweichen,  und  er  könne diese Abweichungen nicht überzeugend erklären. Der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  weshalb  sein  Asylgesuch  abzulehnen  sei.  Die  Folge  der  Ablehnung  eines  Asylgesuches  sei  gemäss  Art.  44  Abs.1  AsylG  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz.  Da  er  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  könne  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  gemäss  Art.  5  AsylG  nicht  angewendet  werden.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  sei  zulässig, zumutbar, technisch möglich und praktisch durchführbar. 4.2.  In  der  Rechtsmitteleingabe  hält  der  Beschwerdeführer  der  Argumentation  des  BFM  entgegen,  Europäer  könnten  nicht  verstehen,  wie  die  Politik  in  Pakistan  funktioniere.  Dort  gebe  es  tagtäglich  Morde,  Unruhen und Schiessereien. Er sei ein Opfer seiner politischen Tätigkeit,  und  wegen  seiner  Aktivitäten  habe  man  sein  Haus  in  Brand  gesteckt,  wobei er all sein Hab und Gut verloren habe.

E­5810/2010 Für schwache Personen gebe es in Pakistan keine Regeln und Gesetze.  Er  habe  wegen  seiner  (...)erkrankung  regelmässig  zur  (...)  gehen  müssen;  für die Kosten sei er von der Partei und der Familie unterstützt  worden. Sein Zustand habe sich verschlechtert; eine Behandlung könne  in  Pakistan  aus  politischen  und  finanziellen  Gründen  nicht  erfolgen.  Müsse  er  dorthin  zurückgehen,  würde  er  von  Parteianhängern  als  Verräter  umgebracht,  und  was  die  finanzielle  Unterstützung  seitens  seiner Eltern betreffe, so wisse er nicht, wo diese sich aufhalten würden.  Dies hätte zur Folge, dass er nicht behandelt werden könne, was zu einer  wesentlichen Verkürzung seines Lebens führen würde. Für  den  Fall,  dass  ihm  kein  Asyl  gewährt  würde,  ersuche  er  um  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme.  Er  sei  in  Pakistan  konkret  und  unmittelbar bedroht. 5. 5.1  Wie  bereits  dargelegt  muss,  wer  um  Asyl  nachsucht,  die  Flüchtlingseigenschaft zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG).  Glaubhaft  gemacht  ist  die  Flüchtlingseigenschaft, wenn  die Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält  (Art.  7  Abs.  2  AsylG).  Im  Gegensatz  zum  strikten  Beweis  genügt  es  daher,  wenn  der  Richter  das  Vorhandensein  der  zu  beweisenden  Tatsache für wahrscheinlich hält, selbst wenn er noch mit der Möglichkeit  rechnet,  dass  sie  sich  nicht  verwirklicht  haben  könnte  (WALTER  KÄLIN,  Grundriss  des  Asylverfahrens,  Basel  1990,  S.  302  f.).  Die  wahrheitsgemässe  Schilderung  einer  tatsächlichen  Verfolgung  ist  dabei  durch  Korrektheit,  Originalität,  hinreichende  Präzision  und  innere  Übereinstimmung gekennzeichnet (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1996  Nr.  28  S.  270).  Unglaubhaft  wird  eine  Schilderung  von  Erlebnissen  insbesondere  bei  wechselnden,  widersprüchlichen,  gesteigerten  oder  nachgeschobenen  Vorbringen.  Bei  der  Beurteilung  der  Glaubhaftmachung  geht  es  um  eine  Gesamtbeurteilung  aller  Elemente  (Übereinstimmung  bezüglich  des  wesentlichen  Sachverhaltes,  Substanziiertheit  und  Plausibilität  der  Angaben,  persönliche  Glaubwürdigkeit  etc.),  die  für  oder  gegen  den  Beschwerdeführer  sprechen.  Glaubhaft  ist  eine  Sachverhaltsdarstellung  nur,  wenn  die  positiven  Elemente  überwiegen.  Für  die  Glaubhaftmachung  reicht  es  demnach nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber  in  Würdigung  der  gesamten  Aspekte  wesentliche  und  überwiegende  Umstände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen.

E­5810/2010 5.2 5.2.1 Es ist mit der Vorinstanz einigzugehen, dass die Asylvorbringen des  Beschwerdeführers,  dessen  Identität  mangels  Anstrengungen,  irgendwelche  Papiere  zu  beschaffen,  nach  wie  vor  nicht  mit  Sicherheit  feststeht, den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht genügen.  Die Aussagen sind bis auf ganz wenige Ausnahmen – etwa der Angabe,  wo er in E._______ gewohnt habe (vgl. Akten BFM A8/15 F96 S. 11) oder  Nennung  des  Namens  des  ihn  behandelnden  Arztes  (vgl.  a.a.O.  F120  S. 13)  –  insgesamt  so  ausgefallen,  wie  sie  auch  von  jemandem  hätten  gemacht werden können, der das Ganze nicht persönlich oder jedenfalls  nicht  in  der  vorgebrachten  Art  erlebt  hat.  Insbesondere  ist  nicht  nachvollziehbar, er habe trotz massiver Bedrohung (vgl. A1/12 Ziff. 15 S.  5 und A8/15 F76 ff. S. 9 f.) in der Gruppe weitergearbeitet. Weder konnte  er  diesen  Umstand  anlässlich  der  Anhörung  erklären  noch  wird  in  der  Beschwerde auch nur ansatzweise darauf eingegangen. 5.2.2  Es  ist  dem  Gericht  bekannt,  dass  in  Pakistan  ganz  andere  Verhältnisse  herrschen  als  im  westlichen  Europa,  wie  das  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  anmerkt  (vgl.  Akten  Bundesverwaltungsgericht  1  Ziff.  III.  3.).  Dass  weite  Teile  der  Bevölkerung  unter  zum Teil misslichen Verhältnissen  leben  und Gewalt  und Willkür ausgesetzt sind,  ist eine notorische Tatsache. Vorliegend  ist  indessen  festzustellen,  dass  eine  Verfolgung  durch  die  Mitglieder  einer  Partei  vorgebracht  werden,  welcher  der  Beschwerdeführer  selber  angehört  haben  will,  wobei  allerdings  weder  bezüglich  dieser  Mitgliedschaft  noch  hinsichtlich  der  angeblichen  Bedrohung  irgendein  Beleg  vorliegt.  Der  Beschwerdeführer  hat  es  gemäss  den  Akten  in  Missachtung  der  ihm  obliegenden  Mitwirkungspflicht  (Art.  8  AsylG)  seit  seiner  Ankunft  in  der  Schweiz  vor  über  zwei  Jahren  unterlassen,  seine  Vorbringen mit Unterlagen zu untermauern, und er hat sich auch nicht um  eine Stellungnahme bemüht,  als  er  vom Gericht  eingeladen worden  ist,  sich zur Vernehmlassung der Vorinstanz zu äussern. 5.2.3  Um  Wiederholungen  zu  vermeiden,  kann  für  die  weiteren  Unglaubhaftigkeitselemente  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 5.2.4  Nach  dem  Gesagten  halten  die  vorgebrachten  Asylgründe  den  Anforderungen  an  die Glaubhaftigkeit  gemäss Art.  7  AsylG  nicht  stand,  weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat.

E­5810/2010 6. 6.1  Lehnt  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht  ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44  Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 S. 737). 7. 7.1  Ist  der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig,  nicht  zumutbar oder  nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG,  SR 142.20]). Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt  gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der  vormaligen  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte  Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  UEBERSAX/RUDIN/HUGI  YAR/GEISER  [Hrsg.],  Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148). 7.2 7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen  der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83  Abs. 3 AuG). So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art.  5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  (BV,  SR  101),  Art.  3  des 

E­5810/2010 Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutz  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 7.2.2  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement  nur Personen  schützt, welche die Flüchtlingseigenschaft  erfüllen. Da es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5  AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerde­ führers  nach  Pakistan  ist  demnach  unter  dem Aspekt  von  Art.  5  AsylG  rechtmässig. 7.2.3  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwer­ deführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er  für den Fall  einer  Ausschaffung  nach  Pakistan  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer nach Art.  3 EMRK oder Art.  1 FoK verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­Folter­ausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass  ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung  drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi  gegen  Italien, Urteil  vom  28.  Februar  2008,  Beschwerde  Nr.  37201/06,  §§  124  –  127,  mit  weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Pakistan lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als  unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen  Bestimmungen zulässig. 7.3 7.3.1 Gemäss Art.  83 Abs.  4 AuG kann der Vollzug  für Ausländerinnen  und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art.  83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

E­5810/2010 7.3.2 Mit  dem BFM  ist  einig  zu gehen,  dass  in Pakistan  zur Zeit weder  Krieg  oder Bürgerkrieg  herrscht  noch  eine Situation  allgemeiner Gewalt  vorliegt. Es bleibt demnach zu prüfen, ob  individuelle Gründe vorliegen,  die  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  seinen  Heimatstaat  als  unzumutbar  erscheinen  lassen.  Insbesondere  ist  zu  prüfen,  ob  die  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  ein  individuelles  Vollzugshindernis bilden. 7.3.3 Nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts kann  im Rahmen  der Tatbestandsvariante der medizinischen Notlage im Sinne von Art. 83  Abs.  4  AuG  nur  dann  auf  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  geschlossen werden, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im  Heimatland nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen  und  lebensgefährdenden  Beeinträchtigung  des  Gesundheitszustandes  der  betroffenen  Person  führt,  wobei  als  wesentlich  die  allgemeine  und  dringende  medizinische  Behandlung  erachtet  wird,  welche  zur  Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist.  Unzumutbarkeit  liegt  jedenfalls  dann  noch  nicht  vor,  wenn  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  eine  nicht  dem  schweizerischen  Standard  entsprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. BVGE 2009 Nr.  2 E. 9.3.2, mit einem Hinweis auf EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und 5b). 7.3.4 Gemäss den Akten (vgl. act. Bundesverwaltungsgericht 1 S. 6/7) ist  der Beschwerdeführer an (...) erkrankt. In der Vernehmlassung des BFM  vom 10. September 2010 wird diesbezüglich festgehalten, es handle sich  dabei  um  eine  akute  Erkrankung,  bei  der  sofort  eine  medikamentöse  Behandlung eingeleitet worden sei. Gemäss Auskunft der Ärzte daure die  Behandlung der Krankheit ein Jahr. Aufgrund der Vereinbarung zwischen  dem  BFM  und  dem  Bundesamt  für  Gesundheit  sei  die  Ausreisefrist  deshalb  auf  das  Ende  der  Behandlung  der  akuten  (...)erkrankung  anzusetzen. Es  ist  aufgrund  der  Akten  davon  auszugehen,  dass  der  Beschwerdeführer  mittlerweile  geheilt  ist;  etwas  anderes  hat  er  zwischenzeitlich  jedenfalls  nicht  geltend  gemacht.  Die  (kurierte)  (...)erkrankung  führt  demnach  nicht  zur  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs. 7.3.5  Der  Beschwerdeführer  macht  weiter  geltend,  er  leide  an  (...)problemen  und  habe  regelmässig  zur  (...)  gehen  müssen  (vgl.  act.  Bundesverwaltungsgericht  1  Ziff.  III.  6.  Ff.  und  beigelegtes  ärztliches 

E­5810/2010 Zeugnis S.  6/7).  Er  könne  in Pakistan  für  die Kosten  nicht  aufkommen,  was zu einer wesentlichen Verkürzung seines Lebens führen würde. Das  Gericht kommt diesbezüglich zu folgendem Schluss: Gemäss  Einschätzungen  des  U.S.  State  Departement  und  des  U.K.  Home Office präsentiert sich die qualitative Situation des pakistanischen  Gesundheitswesens  (mit  Ausnahmen)  in  einem  schlechten  Zustand.  In  Pakistan  existiert  kein  staatliches  und  garantiertes  soziales  Sicherheitsnetz  mit  Leistungsanspruch  auf  der  Grundlage  individueller  Beitragszahlungen. Qualitativ und quantitativ hochwertige Leistungen  im  Gesundheitswesen  werden  in  erster  Linie  von  privaten  Hospitälern  angeboten, die sich  fast ausschliesslich  in urbanen Gegenden befinden.  In  ländlichen  Gebieten  ist  die  medizinische  Versorgung  deshalb  als  schlechter zu qualifizieren als in städtischen. Trotz des Umstandes, dass  die  allgemeinen  Zustände  im  pakistanischen  Gesundheitswesens  nicht  an  westliche  Standards  heranreichen,  ist  davon  auszugehen,  dass  Pakistan  eine  weitgehend  funktionierende  Infrastruktur  auch  im  Gesundheitswesen  aufweist.  Dies  ist  insbesondere  in Grossstädten wie  Islamabad, Karachi und Lahore der Fall. Da in Pakistan keine allgemeine  Krankenversicherung  existiert,  muss  ein  Patient  in  den  meisten  Fällen  selbst  für  die  Kosten  der  Behandlung  aufkommen.  Staatliche  Unterstützung kann einem Patienten in gewissen Fällen gewährt werden,  ist aber unüblich und wird stets von Fall zu Fall von den Behörden vor Ort  geprüft  (vgl.  FLORIAN  LÜTHI/MICHAEL  KIRSCHNER,  Pakistan:  Behandlung  von Personen mit kardiovaskulären Insuffizienzen in Lahore, Auskunft der  SFH­Länderanalyse,  Schweizerische  Flüchtlingshilfe  [SFH],  27.  April  2005, mit entsprechenden Quellenangaben).  7.3.6 Vorweg ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführer unterlassen  hat,  das  Gericht  über  seinen  aktuellen  Gesundheitszustand  zu  informieren.  Aufgrund  seiner  Erkenntnisse  geht  es  wie  zuvor  das  BFM  davon  aus,  dass  eine  Behandlung  der  (...)erkrankung  auch  in  entsprechenden  Einrichtungen  in  Pakistan  möglich  ist.  Zu  den  anfallenden Kosten ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer um eine  medizinische  Rückkehrhilfe  nachsuchen  kann.  Zudem  ist  ergänzend  anzuführen, dass es  in Pakistan gemäss gesicherten Erkenntnissen des  Bundesverwaltungsgerichts  (vgl. Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­8016/2007  vom  4. De­zember  2007)  die  Möglichkeit  zur  Abdeckung  von Behandlungskosten gibt. So  ist beispielsweise auf den Zakat­Fonds  zu verweisen, welcher Patienten unterhalb der Armutsgrenze offen steht. 

E­5810/2010 Des  Weiteren  bietet  das  (…)  (…)  in  E._______  kostenlose  (…)  an,  welche (…) haben. Zwar will der Beschwerdeführer nicht wissen, wo sich seine Eltern, seine  Schwester  und  andere  Familienmitglieder  beziehungsweise  Verwandte  aufhalten,  aber  das  Gericht  hält  es  insbesondere  aufgrund  seiner  unglaubhaften  Vorbringen  im  Asylpunkt  für  wahrscheinlich,  dass  er  bei  einer Rückkehr  auf  ein  tragfähiges  Beziehungsnetz  zurückgreifen  kann,  das ihn finanziell unterstützen wird. Zudem verfügt der Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  (A1/12  S.  3)  in  E._______  über  entfernte  Verwandte, bei denen er sich vor seiner Ausreise aufgehalten hat. 7.3.7  Es  sind  auch  keine  sonstigen  individuellen  Gründe  ersichtlich,  welche gegen die Zumutbarkeit der Rückkehr des Beschwerdeführers  in  seine  Heimat  sprechen  würden.  Er  hat  bis  zu  seiner  Ausreise  im  (…)  immer  in  Pakistan  gewohnt  und  ist  daher  mit  den  dortigen  Lebensumständen  bestens  vertraut.  (…)  Jahre  hat  er  dort  die  Schule  besucht  und  er  besitzt  wohl  auch  eine  gewisse  Erfahrung  im  Erwerbsleben.  Diese  Fakten werden  ihm  eine Reintegration  erleichtern.  Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird  ihm den Wiedereinstieg  in Pakistan  ebenfalls  erleichtern  (vgl.  Art.  62  der  Asylverordnung 2  vom  11. August  1999  über  Finanzierungsfragen  [AsylV 2,  SR  142.312]).  Schliesslich  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  blosse  soziale  und  wirtschaftliche  Schwierigkeiten,  von  denen  die  ansässige  Bevölkerung  im  Allgemeinen  betroffen  ist,  nicht  genügen,  um  eine Gefährdung  im  Sinne  von  Art. 83  Abs. 4 AuG darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2). 7.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch als  zumutbar zu bezeichnen. 7.5  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4  AsylG,  vgl.  BVGE 2008/34 E.12 S. 513 ­ 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung  auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.6  Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu  Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten  fällt  eine Anordnung der  vorläufigen Aufnahme ausser Betracht  (Art.  83  Abs. 1 – 4 AuG).

E­5810/2010 8. Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde­ führer  aufzuerlegen  (Art.  63 Abs.  1 VwVG)  und  auf  insgesamt Fr. 600.­  festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,  SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite)

E­5810/2010 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Die  Kosten  des  Verfahren  in  der  Höhe  von  Fr.  600.­  werden  dem  Be­ schwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag  ist  innert 30 Tagen ab Versand  des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (…). Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Bruno Huber Peter Jaggi Versand:

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