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Bundesverwaltungsgericht 21.02.2012 E-5292/2011

21 février 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·985 mots·~5 min·3

Résumé

Aufhebung vorläufige Aufnahme (Asyl) | Aufhebung der vorläufigen Aufnahme; Verfügung des BFM vom 24. August 2011 / N

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­5292/2011 Urteil   v om   2 1 .   Februar   2012 Besetzung Richter Bruno Huber (Vorsitz), Richterin Christa Luterbacher, Richter François Badoud,    Gerichtsschreiberin Jeannine Scherrer­Bänziger. Parteien A._____, geboren (…), Sri Lanka,   vertreten durch lic. iur. Brigitt Thambiah,  (…), Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Aufhebung der vorläufigen Aufnahme; Verfügung des BFM vom 24. August 2011 / N (…).

E­5292/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer – ein Tamile aus dem Distrikt (…) – eigenen  Angaben  zufolge  am  (…)  auf  dem  Luftweg  aus  seinem  Heimatstaat  ausreiste  und  von  Frankreich  her  kommend  am  (…)  in  die  Schweiz  gelangte, wo er tags darauf um Asyl nachsuchte, dass  das  BFM  ihn  im  (…)  am  23.  Dezember  2008  summarisch  zur  Person,  zum  Reiseweg  und  zu  den  Asylgründen  befragte  und  am  29.  September  2009  in  (…)  gemäss  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu den Asylgründen anhörte, dass das Bundesamt mit Verfügung vom 16. Oktober 2009 – eröffnet am  19.  Oktober  2009  –  feststellte,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  würden den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  gemäss Art.  7 AsylG  nicht standhalten, weshalb ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse  und er demzufolge die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht  erfülle, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz  anordnete, dass  es  auf  Grund  der  damaligen  Lage  in  Sri  Lanka  den  Vollzug  der  Wegweisung für unzumutbar hielt und ihn vorläufig aufnahm,  dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs, dass das BFM dem Beschwerdeführer zur beabsichtigten Aufhebung der  vorläufigen Aufnahme am   30. Juni 2011 das rechtliche Gehör gewährte  und  dieser  nach  erstreckter  Frist  mit  Stellungnhme  seiner  Rechtsvertretung vom 4. August 2011 geltend machte, er wäre bei einer  Rückkehr in seinen Heimatstaat gefährdet, dass  es mit  Verfügung  vom  24.  August  2011  –  eröffnet  am  25. August  2011 –  die  vorläufige  Aufnahme  in  Anwendung  von  Art. 84  Abs.  2  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  aufhob,  zur  Begründung  anführte,  der  Vollzug  der Wegweisung  sei  im  aktuellen  Zeitpunkt  zulässig,  zumutbar  und  möglich,  und  den  Vollzug  der  Wegweisung  aus  der  Schweiz  anordnete, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. September 2011 gegen  diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und  beantragte,  die  angefochtene Verfügung  der Vorinstanz  sei  aufzuheben  und von der Aufhebung der vorläufigen Aufnahme sei abzusehen,

E­5292/2011 dass  der  vom Gericht mit  Zwischenverfügung  vom 29. September  2011  einverlangte Kostenvorschuss am 11. Oktober 2011 fristgerecht geleistet  wurde, dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 19. Oktober 2011, welche  dem  Beschwerdeführer  am  21.  Oktober  2010  zur  Kenntnis  gebracht  wurde,  an  den  Erwägungen  in  seiner  angefochtenen  Verfügung  vollumfänglich festhielt und die Abweisung der Beschwerde beantragte, und erwägt, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Ausländerrechts  betreffend  die  vorläufige  Aufnahme  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 112  AuG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. c  Ziff. 3  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 112 AuG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  37  VGG  i.V.m.  112  AuG  und  Art.  50  sowie  Art. 52  VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 49 VwVG), dass  das  BFM  die  vorläufige  Aufnahme  aufhebt  und  den  Vollzug  der  Weg­  oder  Ausweisung  anordnet,  wenn  die  Voraussetzungen  für  die  vorläufige Aufnahme nicht mehr gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 AuG),  dass  die  Voraussetzungen  nicht mehr  gegeben  sind,  wenn  der  Vollzug  der  rechtskräftig  angeordneten  Wegweisung  zulässig  (Art.  83  Abs.  3  AuG) und es der ausländischen Person möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) und 

E­5292/2011 zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) ist, sich rechtmässig in ihren Heimat­ oder  Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat zu begeben, dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung  zu Recht  ausführte,  es  sei  rechtskräftig  festgestellt,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegenden Verfahren keine Anwendung finde und keine Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  seien,  die  ihm  im  Heimat­ oder Herkunftsstaat drohe, dass  die  anlässlich  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  und  auf  Beschwerdeebene  gemachten  Vorbingen,  welche  die  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  bezwecken,  daher  nicht  mehr  gehört  werden  können,  dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass  der  Beschwerdeführer  geltend  macht,  in  seinem  Heimatdorf  (…)  herrsche  ein  Klima  der  Angst,  und   kaum  jemand  getraue  sich,  sich  gegen die täglichen Übergriffe seitens von Armeeangehörigen zu wehren,  ansonsten  er  von  Sicherheitskräften  zusammengeschlagen  oder  gar  mitgenommen werde, dass insbesondere Tamilen, die wie er im Ausland gelebt hätten, sowohl  bei der Einreise am Flughafen in Colombo als auch bei der Reise in den  Norden einer konkreten Gefährdung ausgesetzt seien, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  zur  Publikation  vorgesehenen  Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom  27. Oktober  2011  zur  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  Asylsuchender  tamilischer Ethnie aus Sri Lanka angesichts der veränderten Lage nach  dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs im Mai 2009 eine eingehende  Lageanalyse vorgenommen hat, dass  es  dabei  in  Bezug  auf  die  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  den  Distrikt  (…),  aus  welchem  der 

E­5292/2011 Beschwerdeführer  stammt,  im  Wesentlichen  zur  Einschätzung  gelangt,  dort  habe  sich  die  Lage  in  den  vergangenen  zwei  Jahren  deutlich  verbessert und die Versorgungslage sei entspannt (vgl. a.a.O., E. 13.2.1), dass dort die Polizei­ und Zivilbehörden  ihre Funktionen und Tätigkeiten  wieder  aufgenommen  beziehungsweise  von  den  Militärbehörden  übernommen hätten sowie keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche,  und  die  politische  Lage  nicht  dermassen  angespannt  sei,  dass  eine  Rückkehr dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsste, dass  indessen  angesichts  der  im  humanitären  und  wirtschaftlichen  Bereich  nach  wie  vor  fragilen  Lage  im  Hinblick  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  in  dieses  Gebiet  eine  sorgfältige,  zurückhaltende  Beurteilung  der  individuellen  Zumutbarkeitskriterien  vorzunehmen  sei,  wobei  neben  allgemeinen  Faktoren  (wie  sozio­ökonomischen  und  medizinischen  Aspekten,  dem  Kindeswohl  usw.)  auch  dem  zeitlichen  Element gebührend Rechnung zu tragen sei, dass (vgl. zum Folgenden a.a.O. E. 13.2.1.1 f.) für Personen, die aus der  (…)  stammen  und  dieses  Gebiet  erst  nach  Beendigung  des  Bürgerkrieges  im  Mai  2009  verlassen  haben,  der  Wegweisungsvollzug  zurück  in  dieses  Gebiet  als  grundsätzlich  zumutbar  zu  beurteilen  sei,  wenn  davon  ausgegangen  werden  könne,  dass  die  betreffende  Person  auf  die  gleiche  oder  eine  gleichwertige  Lebens­  und  Wohnsituation  zurückgreifen könne, die im Zeitpunkt der Ausreise bestanden habe, und  dem  Wegweisungsvollzug  dorthin  auch  anderweitig  nichts  entgegenstehe, dass,  liege  der  letzte  Aufenthalt  der  betreffenden  Person  in  der  (…)  indessen  längere Zeit  zurück  (vor Beendigung des Bürgerkriegs  im Mai  2009)  oder  gingen  aus  den  Verfahrensakten  konkrete  Umstände  dafür  hervor,  dass  sich  die  Lebensumstände  seit  der  Ausreise  massgeblich  verändert  haben  könnten,  die  aktuell  vorliegenden  Lebens­  und  Wohnverhältnisse  sorgfältig  abzuklären  und  auf  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs hin zu überprüfen seien, dass  in  diesem  Zusammenhang  für  das  Bundesverwaltungsgericht  namentlich  die  Existenz  eines  tragfähigen  Beziehungsnetzes  sowie  die  konkreten Möglichkeiten  der  Sicherung  des  Existenzminimums  und  der  Wohnsituation  als  massgebliche  Faktoren  erschienen  und,  falls  solche  begünstigenden  Faktoren  in  der  (…)  nicht  vorlägen,  die  Zumutbarkeit  einer  innerstaatlichen  Aufenthaltsalternative  im  übrigen  Staatsgebiet, 

E­5292/2011 namentlich  im  Grossraum  Colombo,  zu  prüfen  sei  (vgl.  diesbezüglich  a.a.O. E. 13.3), dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  feststellte,  der  Beschwerdeführer stamme aus dem Distrikt (…) und es ergäben sich aus  den Akten keine Hinweise darauf, dass er im Falle einer Rückkehr in die  Heimat  aus  individuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende  Situation  geraten  würde, welche den Wegweisungsvollzug unzumutbar erscheinen liessen,  dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  um  einen  jungen  und  gesunden  Mann  handle,  der  das  (…)  abgeschlossen  habe  und  in  der  Schweiz  beruflich tätig gewesen sei, dass  seine  Eltern  und  Geschwister  ausserhalb  des  (…)  in  (…)  lebten,  weshalb  ein  tragfähiges,  familiäres  Beziehungsnetz  vorausgesetzt  werden könne, dass die Familie des Beschwerdeführers über  finanzielle Mittel verfügte,  um dessen Reise in die Schweiz zu finanzieren, dass er diesen gemäss den Akten zutreffenden Ausführungen des BFM  in der Rechtsmitteleingabe nichts entgegenhält, dass es sich somit erweist, dass er die vom Bundesverwaltungsgericht in  der  aktualisierten  Lagebeurteilung  bezüglich  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs nach Sri  Lanka  formulierten Kriterien  selbst  unter  Berücksichtigung des Umstandes, dass er ein halbes Jahr vor dem Ende  des  Bürgerkrieges  ausgereist  ist,  erfüllt,  da  er  dort  ein  tragfähiges  Beziehungsnetz  und  eine  gesicherte  Unterkunft  vorfinden  wird  und  von  der  konkreten  Möglichkeit  der  Sicherung  des  Existenzminimums  auszugehen ist,  dass  im  Übrigen  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  keine  stichhaltigen  individuellen  Wegweisungshindernisse  geltend  gemacht  werden, und ausserdem auch keine Anhaltspunkte bestehen, die darauf  schliessen liessen, der Beschwerdeführer sei bei einer Rückkehr nach Sri  Lanka  einer  konkreten  Gefährdung  im  Sinne  von  Art. 83  Abs. 4  AuG  ausgesetzt,  zumal  der  B._____  des  Beschwerdeführers,  der  nach  Angaben  des  Beschwerdeführers  seit  rund  (…)  Jahren  in  der  Schweiz  lebt,  im  Sommer  (…)  ohne  Probleme  in  Sri  Lanka  einreisen  und  sich  (ferienhalber)  in  seinen  Heimatort  (…)  begeben  konnte  und  den  Akten 

E­5292/2011 nicht  zu  entnehmen  ist,  er  habe  den  Beschwerdeführer  vor  einer  Rückkehr dorthin gewarnt, dass  zwar  nicht  auszuschliessen  ist,  dass  er  bei  seiner  Einreise  in  Sri  Lanka befragt wird, aber allein schon aufgrund des Umstandes, dass er  erst  gegen Ende des Krieges  seinen Heimstaat  verlassen hat  und über  kein auffälliges Profil verfügt, davon auszugehen  ist, er habe keine über  die  weite  Teile  der  tamilischen  Bevölkerung  treffenden  Behelligungen  (gelegentliche  Kontrollen  und   Schikanen  durch  die  Sicherheitskräfte)  hinausgehende Nachteile zu gewärtigen, dass  das  BFM  demnach  nach  geltender Rechtsprechung  die  vorläufige  Aufnahme  des  Beschwerdeführers  zu Recht  in  Anwendung  von Art.  84  Abs.  2  AuG  aufhob  und  den Vollzug  der Wegweisung  als  zulässig  und  zumutbar erachtete, dass  folglich  der  Vollzug  der  Wegweisung  mangels  aktenkundiger  objektiver Hindernisse im heutigen Zeitpunkt im Sinne von Art. 83 Abs. 2  AuG auch möglich ist, dass  demnach  die  Voraussetzungen  für  die  Aufhebung  der  vorläufigen  Aufnahme gemäss Art. 84 Abs. 2 AuG erfüllt sind, dass  nach  dem Gesagten  die  vom Bundesamt  verfügte  Aufhebung  der  vorläufigen Aufnahme zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist  (Art. 49 VwVG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­  (Art. 1 ­ 3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG), dass dieser Betrag mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss  zu verrechnen und damit gedeckt ist. (Dispositiv nächste Seite)

E­5292/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss verrechnet und ist damit gedeckt. 3.  Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und C._____. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Bruno Huber Jeannine Scherrer­Bänziger Versand: