Skip to content

Bundesverwaltungsgericht 19.01.2012 E-5171/2011

19 janvier 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·954 mots·~5 min·3

Résumé

Aufhebung vorläufige Aufnahme (Asyl) | Aufhebung vorläufige Aufnahme (Asyl); Verfügung des BFM vom 18. August 2011 /

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung V E­5171/2011 Urteil   v om   1 9 .   J a nua r   2012 Besetzung Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), Richterin Regula Schenker Senn, Richter Walter Stöckli,  Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka,   vertreten durch Andrea Mani, Rechtsanwalt,  Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Aufhebung vorläufige Aufnahme; Verfügung des BFM vom  18. August 2011 / N (…).

E­5171/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer – ethnischer Tamile aus dem Distrikt Jaffna –  eigenen Angaben  zufolge  am  9. Oktober  2008  aus  seinem Heimatstaat  ausreiste  und  am  16.  Oktober  2008  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags um Asyl nachsuchte, dass das BFM ihn im Empfangs­ und Verfahrenszentrum B._______ am  27. Oktober  2008  summarisch  zu  den  Personalien,  dem Reiseweg  und  den Asylgründen befragte und ihn am 24. September 2009 in Wabern zu  den Asylgründen vertieft anhörte, dass das BFM mit Verfügung vom 12. März 2010 – eröffnet am 15. März  2010  –  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  nicht,  sein  Asylgesuch  ablehnte  und  die  Wegweisung aus der Schweiz anordnete, dass  das  BFM  auf  Grund  der  damaligen  Lage  im  Heimatstaat  des  Beschwerdeführers  den  Vollzug  der  Wegweisung  für  unzumutbar  hielt  und ihn vorläufig aufnahm, dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs, dass das BFM – nach Gewährung des  rechtlichen Gehörs  vom 20.  Juli  2011  –  mit  Verfügung  vom  18.  August  2011  –  eröffnet  am  19. August  2011 –  die  vorläufige  Aufnahme  des  Beschwerdeführers  in  Anwendung  von Art. 84 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  aufhob,  zur  Begründung  im Wesentlichen anführte, der Vollzug der Wegweisung sei  im heutigen Zeitpunkt  zulässig,  zumutbar und möglich, und den Vollzug  der Wegweisung aus der Schweiz anordnete, dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seines  Rechtsvertreters  vom  16. September  2011  gegen  diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungs­ gericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  die  vorläufige  Aufnahme  sei  nicht  zu  widerrufen, eventualiter sei das Verfahren zu sistieren und die Vorinstanz  anzuweisen,  die  Sicherheitslage  im  Norden  von   Sri  Lanka  vor  Ort  abzuklären,

E­5171/2011 dass  der  mit  Zwischenverfügung  vom  21. September  2011  verlangte  Kostenvorschuss am 29. September 2011 fristgerecht geleistet wurde, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  der  Aufhebung  der  vorläufigen  Aufnahme  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 84     Abs.  2  und  3  AuG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] sowie  Art. 83  Bst. c  Ziff. 3  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 112 AuG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  37  VGG  i.V.m.  112  AuG  und  Art.  50  sowie  Art. 52  VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 49 VwVG), dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  der  Regel  in  der  Besetzung mit  drei Richtern oder Richterinnen entscheidet (vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG), dass  vorliegend  –  da  die  Beschwerde  sich,  wie  nachfolgend  dargelegt,  als offensichtlich unbegründet erweist – gestützt auf Art. 57 Abs. 1 VwVG  (e contrario) auf einen Schriftenwechsel zu verzichten ist, dass  das  BFM  die  vorläufige  Aufnahme  aufhebt  und  den  Vollzug  der  Weg­  oder  Ausweisung  anordnet,  wenn  die  Voraussetzungen  für  die  vorläufige Aufnahme nicht mehr gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 AuG),  dass  die  Voraussetzungen  nicht mehr  gegeben  sind,  wenn  der  Vollzug  der  rechtskräftig  angeordneten  Wegweisung  zulässig  (Art.  83  Abs.  3  AuG) und es der ausländischen Person möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) und  zumutbar  (Art. 83 Abs. 4 AuG)  ist, sich  rechtmässig  in  ihren Heimat­,  in  den Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat zu begeben,

E­5171/2011 dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung  zu Recht  ausführte,  es  sei  rechtskräftig  festgestellt,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulements  im  vorliegenden Verfahren keine Anwendung finde und keine Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und Grundfreiheiten EMRK, SR 0.101)  ersichtlich  seien,  die  im Heimat­  oder Herkunftsstaat drohe, dass  die  anlässlich  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  und  auf  Beschwerdeebene  gemachten  Vorbingen,  die  darauf  abzielen,  die  Flüchtlingseigenschaft  geltend  zu  machen,  daher  nicht  mehr  gehört  werden können,  dass  dies,  da  die  Verfügung  vom  12. März  2010  eine  Rechtsmittelbelehrung  enthielt  und  dem  Beschwerdeführer  damals  der  Beschwerdeweg  offenstand,  entgegen  den  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift keiner formellen Rechtsverweigerung gleichkommt, dass  die  Motivation  des  Beschwerdeführers  dafür,  in  Bezug  auf  die  Verfügung  vom  12. März  2010  auf  den  Rechtsweg  zu  verzichten,  unbeachtlich ist, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Beschwerdeführer geltend macht, in den letzten Wochen vor der  Beschwerdeeinreichung  habe  sich  die  Sicherheitslage  in  Sri  Lanka  wieder verschlechtert, insbesondere sei es am 1. und 2. September 2011  in  der  Provinz  Jaffna  von  staatlicher  Seite  erneut  zu  Tötungen  gekommen, weshalb die Wegweisung dorthin nicht zumutbar sei, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  zur  Publikation  vorgesehenen  Urteil  BVGE  E­6220/2006  vom  27. Oktober  2011  zur  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  Asylsuchender  tamilischer Ethnie aus Sri Lanka angesichts der veränderten Lage nach  dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs im Mai 2009 eine Lageanalyse  vorgenommen hat,

E­5171/2011 dass  das  Bundesverwaltungsgericht  dabei  in  Bezug  auf  die  Frage  der  Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  hinsichtlich  des Distrikts  Jaffna  (Nordprovinz)  ­  aus  welchem  der  Beschwerdeführer  stammt  ­  im  Wesentlichen zur Einschätzung gelangt (a.a.O., E. 13.2.1), dort habe sich  die  Lage  in  den  vergangenen  zwei  Jahren  deutlich  verbessert  und  die  Versorgungslage sei entspannt, dass dort die Polizei­ und Zivilbehörden  ihre Funktionen und Tätigkeiten  wieder  aufgenommen  beziehungsweise  von  den  Militärbehörden  übernommen  hätten  und  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  herrsche  sowie  die  politische  Lage  nicht  dermassen  angespannt  sei,  dass  eine  Rückkehr dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsste, dass  angesichts  der  im  humanitären  und  wirtschaftlichen  Bereich  nach  wie vor fragilen Lage aber im Hinblick auf den Vollzug der Wegweisung in  dieses  Gebiet  eine  sorgfältige,  zurückhaltende  Beurteilung  der  individuellen  Zumutbarkeitskriterien  vorzunehmen  sei,  wobei  neben  allgemeinen  Faktoren  (wie  sozio­ökonomischen  und  medizinischen  Aspekten,  dem  Kindeswohl  usw.)  auch  dem  zeitlichen  Element  gebührend Rechnung zu tragen sei, dass  (zum  Folgenden  BVGE  E­6220/2006  E. 13.2.1.1  f.)  für  Personen,  die  aus  der  Nordprovinz  stammen  und  dieses  Gebiet  erst  nach  Beendigung  des  Bürgerkrieges  im  Mai  2009  verlassen  haben,  der  Wegweisungsvollzug zurück in dieses Gebiet als grundsätzlich zumutbar  zu  beurteilen  sei,  wenn  davon  ausgegangen  werden  könne,  dass  die  betreffende Person auf die gleiche oder eine gleichwertige Lebens­ und  Wohnsituation  zurückgreifen  könne,  die  im  Zeitpunkt  der  Ausreise  bestanden  habe,  und  dem  Wegweisungsvollzug  dorthin  zurück  auch  anderweitig nichts entgegenstehe, dass,  liege  der  letzte  Aufenthalt  der  betreffenden  Person  in  der  Nordprovinz  indessen  längere  Zeit  zurück  (vor  Beendigung  des  Bürgerkriegs  im  Mai  2009)  oder  gingen  aus  den  Verfahrensakten  konkrete Umstände dafür hervor, dass sich die Lebensumstände seit der  Ausreise massgeblich verändert haben könnten, die aktuell vorliegenden  Lebens­  und  Wohnverhältnisse  sorgfältig  abzuklären  und  auf  die  Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs hin zu überprüfen seien, dass  in  diesem  Zusammenhang  für  das  Bundesverwaltungsgericht  namentlich  die  Existenz  eines  tragfähigen  Beziehungsnetzes  und  die 

E­5171/2011 konkreten Möglichkeiten  der  Sicherung  des  Existenzminimums  und  der  Wohnsituation  als  massgebliche  Faktoren  erschienen  und,  falls  solche  begünstigenden  Faktoren  in  der  Nordprovinz  nicht  vorlägen,  die  Zumutbarkeit  einer  innerstaatlichen  Aufenthaltsalternative  im  übrigen  Staatsgebiet,  namentlich  im  Grossraum  Colombo,  zu  prüfen  sei  (vgl.  diesbezüglich BVGE E­6220/2006 E. 13.3), dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  feststellte,  der  Beschwerdeführer stamme aus dem Distrikt Jaffna und es ergäben sich  aus den Akten keine Hinweise darauf, dass er im Falle einer Rückkehr in  die  Heimat  aus  individuellen  Gründen  wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende  Situation  geraten  würde, welche  den Wegweisungsvollzug  unzumutbar  erscheinen  lassen  würde,  dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  vielmehr  um  einen  jungen  gesunden Mann handle, der über Schulbildung verfüge,  in Sri Lanka als  (…) gearbeitet habe und auch in der Schweiz beruflich tätig sei, dass  seine  (…)  und  seine  (…)  sowie  weitere  Angehörige  an  verschiedenen  Orten  im  Jaffna­Distrikt,  ausserhalb  des  Vanni­Gebietes  lebten,  weshalb  ein  familiäres  Beziehungsnetz  vorausgesetzt  werden  könne, dass  der  Beschwerdeführer  diesen  gemäss  den  Akten  zutreffenden  Ausführungen des BFM in der Rechtsmitteleingabe nichts entgegenhält, dass  es  sich  somit  erweist,  dass  der  Beschwerdeführer  die  vom  Bundesverwaltungsgericht  in  der  erneuerten  Lagebeurteilung  bezüglich  der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka formulierten  Kriterien selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass er vor dem  Ende  des  Bürgerkrieges  ausgereist  ist,  grundsätzlich  erfüllt,  da  er  ein  tragfähiges  Beziehungsnetz  und  eine  gesicherte  Unterkunft  vorfinden  dürfte  und  von  der  konkreten  Möglichkeit  der  Sicherung  des  Existenzminimums auszugehen ist,  dass im Rahmen des Beschwerdeverfahrens im Übrigen, abgesehen von  denjenigen  Vorbringen,  die  auf  die  Anerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  abzielen,  keine  individuellen  Wegweisungshindernisse geltend gemacht werden und ausserdem auch  keine  Anhaltspunkte  bestehen,  die  darauf  schliessen  liessen,  der 

E­5171/2011 Beschwerdeführer sei bei einer Rückkehr nach Sri Lanka einer konkreten  Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ausgesetzt, dass  das  BFM  demnach  nach  geltender Rechtsprechung  die  vorläufige  Aufnahme  des  Beschwerdeführers  zu Recht  in  Anwendung  von Art.  84  Abs.  2  AuG  aufhob  und  den Vollzug  der Wegweisung  als  zulässig  und  zumutbar erachtete, dass  festzustellen  ist,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  mangels  aktenkundiger objektiver Hindernisse im heutigen Zeitpunkt im Sinne von  Art. 83 Abs. 2 AuG auch möglich ist, dass  demnach  die  Voraussetzungen  für  die  Aufhebung  der  vorläufigen  Aufnahme gemäss Art. 84 Abs. 2 AuG erfüllt sind, dass  nach  dem Gesagten  die  vom Bundesamt  verfügte  Aufhebung  der  vorläufigen Aufnahme zu bestätigen ist, dass folglich auch der Eventualantrag abzuweisen ist, dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 49 VwVG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist, dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­  (Art. 1 ­ 3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG), dass dieser Betrag mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss  zu verrechnen ist. (Dispositiv nächste Seite)

E­5171/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss verrechnet. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Gabriela Freihofer Simon Thurnheer

E-5171/2011 — Bundesverwaltungsgericht 19.01.2012 E-5171/2011 — Swissrulings