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Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 D-97/2012

30 janvier 2012·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·1,966 mots·~10 min·1

Résumé

Asyl und Wegweisung | Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­97/2012 Urteil   v om   3 0 .   J a nua r   2012 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;   Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. Parteien A._______, geboren (…), alias B._______, geboren (…), Sri Lanka,   vertreten durch Evelyn Stokar, (…), Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2011 / N _______.

D­97/2012 Sachverhalt: A.  A.a.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer  –  ein  srilankischer Staatsangehöriger  tamilischer Ethnie  –  seinen Heimatstaat  am  14.  August  2009  und  gelangte  am  17.  August  2009  via C._______  und D._______  illegal  in die Schweiz, wo er gleichentags  im Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  E._______  um  Asyl  nachsuchte.  Am 27.  August  2009  fand  die  Befragung  zur  Person  statt  und  am  16.  September  2009  wurde  der  Beschwerdeführer  zu  seinen  Asylgründen  angehört. Zur Begründung des Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, er  stamme aus F._______ des gleichnamigen Distrikts.  Im Jahr 2006 habe  er bei der G._______ (…) zu arbeiten begonnen. Im August 2008 habe er  einen Anruf von einem gewissen S. erhalten. Dieser habe wissen wollen,  von wem die (…) Spenden erhalte, an wen diese weitergegeben würden  und  was  genau  die  (…)  im  (…)  mache.  Er  solle  die  entsprechenden  Unterlagen  für  den  kommenden  Tag  bereitstellen.  Tags  darauf  habe  er  bei  der  Menschenrechtsorganisation  Human  Rights  Commission  of  Sri  Lanka Anzeige erstattet und seinem Cousin, einem höheren Mitglied der  H._______  (…),  davon  berichtet.  Besagter  S.  sei  jedoch  nicht  wie  angekündigt  vorbeigekommen.  Stattdessen  sei  er  (der  Beschwerdeführer)  einige Tage später  von  fünf Personen  in einem Van  entführt  worden.  Sie  hätten  von  ihm  wissen  wollen,  von  wem  die  (…)  Spenden erhalte, an wen gespendet werde und weshalb er mit anderen  über diesen Anruf gesprochen habe. Sie hätten  ihn geschlagen und von  ihm wissen wollen, weshalb er die Dokumente nicht ausgehändigt habe.  Sodann habe man ihn hinter dem Büro der (…) aussteigen lassen, wo ihn  sein Cousin in Empfang genommen habe. Über diesen Vorfall habe er mit  dem Direktor der (…) gesprochen und ihm mitgeteilt, er wolle nicht mehr  für die Stiftung arbeiten. Im Dezember 2008 sei er aus Sri Lanka ausgereist, obwohl es zwischen  August und Dezember 2008 keine weiteren Vorfälle gegeben habe. Er sei  statt  in  der  Schweiz  in  I._______  gelandet,  von wo  aus  er  nach  einem  zweimonatigen  Gefängnisaufenthalt  mit  Hilfe  der  International  Organisation  for  Migration  (IOM)  zurück  in  sein  Heimatland  gebracht  worden sei.  Im Januar 2009 sei er dort angekommen. Zwischen Januar  und März  2009  sei  er  zweimal  aus  privaten Gründen mit  einem  Visum  nach  J._______  gereist.  Danach  sei  er  nach  F._______  zurückgekehrt, 

D­97/2012 wo er bei einer Firma namens W. gearbeitet habe. Ab April 2009 sei er  wiederum für die (…), diesmal in K._______, tätig gewesen. Im Juni 2009  sei er erneut zurück nach F._______ gegangen, wo die (…) in jener Zeit  wieder ein Büro habe eröffnen wollen. Ein Mitarbeiter der (…) sei am 5.  Juni  2009  entführt  worden.  Am  7.  Juni  2009  habe  das  L._______  (…)  nach  ihm  (dem  Beschwerdeführer)  gesucht.  Am  9.  Juli  2009  habe  er  F._______ verlassen und bis zur definitiven Ausreise aus seiner Heimat  abwechselnd in K._______ und in M._______ gelebt. A.b. Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer folgende Dokumente  ein:  Seine  sri­lankische  Identitätskarte,  seinen  sri­lankischen  Führerausweis, seine Heiratsurkunde, die Geburtsurkunden seiner Kinder  in  Kopie,  die  Visitenkarte  der  Human  Rights  Commission  mit  Referenznummer,  einen  undatierten  Personalausweis  der  (…),  ein  Arbeitszeugnis,  eine  Kursbestätigung  und  einen  Studentenausweis  aus  den  Jahren  2000­2002,  eine  Bestätigung  einer  Einzelhandelsfirma  aus  dem Jahr 2006 und eine Anmeldung für einen Karateverein aus dem Jahr  2007. B.  Mit Verfügung vom 5. Dezember 2011 – eröffnet am 7. Dezember 2011 –  stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  sein  Asylgesuch  vom  17.  August  2009  ab  und  ordnete  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug an. C.  Mit Eingabe vom 6. Januar 2012 liess der Beschwerdeführer gegen diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und  beantragen,  es  sei  die  angefochtene  Verfügung  vollumfänglich  aufzuheben und  ihm hierzulande Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die  Verfügung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der  Weisung,  ihn  erneut  einzuvernehmen  und  die  Asylrelevanz  seiner  Vorbringen  zu  prüfen.  Subeventualiter  sei  die  Unzulässigkeit,  allenfalls  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  als  Folge davon  ihm die vorläufige Aufnahme  in der Schweiz zu gewähren.  Es  sei  ihm  die  unentgeltliche  Rechtspflege  zu  gewähren  und  eine  Parteientschädigung  zuzusprechen,  insbesondere  sei  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu  verzichten.  Es  sei  festzustellen,  dass  die  Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  habe,  und  ihm  sei  zu  allfälligen  Stellungnahmen des Beschwerdegegners das Replikrecht zu gewähren.

D­97/2012 Als  Beweismittel  wurden  ein  Dokument  aus  dem  Internet  (…),  besucht  und  ausgedruckt  am  2.  Januar  2012,  mit  der  Überschrift  "(…)",  ein  Bildschirmausdruck von (…), besucht am 4. Januar 2012, eine Kopie der  Honorarnote  vom 6.  Januar  2012  und  Lohnabrechnungen  vom Oktober  bis Dezember 2011 ins Recht gelegt. Auf die Beschwerdebegründung wird – soweit entscheidrelevant – in den  Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.  1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM  gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 173.110]). Eine solche Ausnahme liegt in casu nicht vor. 1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6  AsylG). 1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  (Art. 108  Abs. 1  und  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

D­97/2012 1.4.  Der  Beschwerde  kommt  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung  zu  (Art.  55  Abs.  1  VwVG),  weshalb  der  Antrag,  es  sei  festzustellen,  dass  die  Beschwerde  aufschiebende  Wirkung  habe,  als  gegenstandslos zu erachten ist. 2.  Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3.  Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet, weshalb der Antrag auf  Gewährung des Replikrechts sich als gegenstandslos erweist. 4.  4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat  oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt  sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich  die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den  frauenspezifischen Fluchtgründen  ist Rechnung zu  tragen  (Art. 3 Abs. 2  AsylG). 4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 

D­97/2012 auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7  AsylG). 5.  5.1.  Zur  Begründung  ihres  ablehnenden  Asylentscheids  führte  die  Vorinstanz  im  Wesentlichen  aus,  aufgrund  seiner  Ausführungen  könne  dem  Beschwerdeführer  die  Behauptung,  als  Mitarbeiter  der  (…)  tätig  gewesen  zu  sein,  nicht  geglaubt  werden.  Vor  diesem  Hintergrund  erschienen auch seine geltend gemachten Fluchtgründe unglaubhaft, da  sich  diese  direkt  auf  die  angebliche  Tätigkeit  bei  der  (…)  beziehen  würden. Des Weiteren überzeugten weder die Aussagen zur angeblichen  Entführung eines Mitarbeiters  der  (…) noch  zur  angeblichen Verfolgung  seitens des (…), weshalb dieser Sachverhalt ebenfalls als unglaubhaft zu  beurteilen  sei.  Angesichts  der  festgestellten  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  könne  auf  eine  eingehende  Würdigung  der  eingereichten  Dokumente  verzichtet  werden.  Da  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht  standhielten,  müsse  ihre  Asylrelevanz nicht geprüft werden. Den  Vollzug  der  Wegweisung  erachtete  das  Bundesamt  als  zulässig,  zumutbar und möglich. 5.2.  In  der Beschwerde wird  die Verletzung  von Bundesrecht  sowie  die  unrichtige  und  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  gerügt  und  diesbezüglich  insbesondere  geltend  gemacht,  die Befragungstechnik  anlässlich  der Anhörung  zu  den Asylgründen  sei  mangelhaft  gewesen.  Es  scheine,  dass  die  Befragerin  kein  Interesse  daran gehabt habe, die Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der (…) zu  verstehen. Vielmehr sei sie in unsystematischer Weise von einem Begriff  zum  anderen  gesprungen,  womit  sie  die  Schilderungsbemühungen  des  Beschwerdeführers  mehrfach  unterbrochen  habe.  Die  vom  Bundesamt  vorgenommene  Interpretation  der  Aussagen  sei  als  willkürlich  zu  beurteilen.  Auch  in  der  Beurteilung  der  Glaubhaftigkeit  bezüglich  der  Umstände  der  konkreten  Bedrohung,  die  der  Flucht  des  Beschwerdeführers  vorangegangen  sei,  habe  das  BFM  eine  falsche  Interpretation des Sachverhalts vorgenommen. Im Weiteren sei der Wegweisungsvollzug unzulässig und unzumutbar.

D­97/2012 5.3.  Nach  einer  genauen  Prüfung  der  vorliegenden  Akten  kommt  das  Bundesverwaltungsgericht  zum  Schluss,  dass  die  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  nicht  geeignet  sind,  die  als  zutreffend  zu  erachtenden Erwägungen des BFM zu entkräften. 5.3.1. Was zunächst den in formeller Hinsicht geltend gemachten Vorwurf  der  mangelhaften  Befragungstechnik  betrifft,  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  daraus  nichts  zu  seinen Gunsten  abzuleiten  vermag,  zumal der bei der Anhörung anwesende Hilfswerksvertreter zum Protokoll  keinerlei  Einwände  anmeldete  (vgl.  Anhörungsprotokoll  vom  16.  September  2009,  A8  S.  21).  Insbesondere  ist  aus  dem  Protokoll  nicht  ersichtlich,  inwiefern  die  Befragerin  den  Beschwerdeführer  zu  seinem  Nachteil  unterbrochen  und  ihm  bei  zu  wenig  ausführlichen  Antworten  keine ergänzenden Fragen gestellt haben sollte. So konnte er entgegen  anderslautender Einschätzung namentlich die Frage, was er denn in der  Buchhaltung  genau  gemacht  habe,  ohne  Unterbrechung  ausführlich  beantworten (vgl. A8 S. 6 F57). Bei der Beantwortung der Frage, was er  im Bereich Local Fundraising genau gemacht habe, wurde er zuerst zwar  unterbrochen  (vgl.  a.a.O.,  F61),  hatte  jedoch  gleich  anschliessend  Gelegenheit,  sich  gezielt  zu  seiner  angeblichen  Aufgabe  in  diesem  Bereich zu äussern (vgl. a.a.O., F62). Als er im Weiteren angab, er habe  alles  machen müssen,  hat  die  Befragerin  sehr  wohl  detaillierter  wissen  wollen,  was  mit  alles  gemeint  sei  (vgl.  a.a.O.,  F58­59).  Auch  die  Argumentation,  wonach  der  Beschwerdeführer  seine  Antwort  auf  Frage  F59  unmöglich  so  gemeint  haben  könne,  wie  sie  offenbar  übersetzt  worden sei,  ist  als unbehelflicher Erklärungsversuch zu bewerten, da er  nach  der  Rückübersetzung  des  Protokolls  unterschriftlich  bestätigte,  es  sei vollständig und entspreche seinen freien Äusserungen (vgl. A8 S. 20).  Vielmehr hätte erwartet werden dürfen, dass er auf die in der Beschwerde  erwähnte  politische  Programmschrift  "N._______"  bereits  bei  der  Anhörung  ohne  entsprechende  Nachfrage  von  sich  aus  zu  sprechen  gekommen  wäre.  Demzufolge  müssen  die  diesbezüglich  in  der  Rechtsmitteleingabe  gemachten  Ausführungen  als  nachgeschoben  qualifiziert werden, weshalb sich ein Abwarten der  in Aussicht gestellten  Schrift  erübrigt.  Insgesamt  sind  die  vom  BFM  vorgenommene  Feststellung  des  Sachverhalts  und  dessen  Würdigung  nicht  zu  beanstanden,  weshalb  weder  eine  Neubeurteilung  der  vorgebrachten  Asylgründe  noch  eine  weitere  Befragung  in  Betracht  kommt.  Der  Eventualantrag auf ergänzende Anhörung wird demnach abgewiesen.

D­97/2012 5.3.2.  Im  Zusammenhang  mit  seiner  angeblichen  Tätigkeit  bei  der  (…)  erklärte der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung, er habe für diese  Stiftung als O._______ gearbeitet  (vgl. A8 S. 5/6 F46  ff.).  Im Dokument  "(…)"  ist  jedoch  ein  gewisser  P._______,  als  den  sich  der  Beschwerdeführer  ausgibt,  als  Kontaktperson  für  die  Distrikt  Unit  F._______ aufgeführt  (vgl. Beschwerdebeilage 3, S. 10). Würde es sich  bei dieser Kontaktperson tatsächlich um den Beschwerdeführer handeln,  ist  davon  auszugehen,  dass  er  diese  verantwortungsvolle  Funktion  im  Rahmen  der  Anhörung  ebenso  erwähnt  hätte.  Zudem  hätte  er  von  der  Existenz des besagten Dokuments Kenntnis gehabt und die Frage, ob die  (…) über eine Internetseite verfüge, nicht verneint (vgl. A8 S. 7 F69). Des  Weiteren lässt sich der Vorname (…) in diesem Zusammenhang ohnehin  nicht  eindeutig  dem  Beschwerdeführer  zuordnen,  da  es  in  Sri  Lanka  vermutungsweise  noch  andere  Personen  mit  demselben  Vornamen  geben  dürfte.  Nach  dem  Gesagten  und  im  Sinne  der  zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung,  auf  welche  zur  Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich verwiesen werden kann,  erweisen  sich  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  angeblichen  Mitarbeit  innerhalb  der  (…)  als  unglaubhaft.  Dementsprechend  können  ihm  auch  alle  weiteren  damit  zusammenhängenden  Ausführungen  nicht  geglaubt  werden.  So  ist  insbesondere  sein  Rechtfertigungsversuch,  er  habe  keine  zusätzlichen  Angaben  über  die  Umstände  der  Entführung  seines  Vorgesetzten  gebraucht,  weil  er  sofort  gewusst  habe,  dass  er  in  Gefahr  sei,  als  unbehelfliche  Schutzbehauptung  zu  werten,  zumal  davon  ausgegangen  werden  kann,  er  hätte  gerade  deshalb  ein  Interesse  an  allfälligen  weiteren Informationen gehabt. Schliesslich ist angesichts des Umstands, wonach der Beschwerdeführer  nach  seiner  Reise  nach  J._______  im  Januar  2009  (vgl.  A8  S.  16  F196/197)  wieder  freiwillig  in  sein  Heimatland  zurückkehrte,  auszuschliessen,  dass  er  sich  dort  vor  Verfolgung  fürchtete.  Einer  tatsächlich  verfolgten  Person  wäre  vielmehr  daran  gelegen  gewesen,  dem  Ort  einer  zu  befürchtenden  Gefährdung  dauerhaft  fernzubleiben.  Ebenso  wenig  ist  davon  auszugehen,  dass  dem  Beschwerdeführer  die  endgültige  Ausreise  von  M._______  aus  (vgl.  Befragungsprotokoll  vom  27.  August  2009,  A1  S.  5)  unbehelligt  gelungen  wäre,  hätte  das  (…)  tatsächlich nach ihm gesucht. Bei  dieser  Sachlage  kann  insgesamt  darauf  verzichtet  werden,  auf  die  weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerde  und  die  damit  eingereichten 

D­97/2012 Beweismittel  näher  einzugehen,  da  das  Gericht  dadurch  zu  keiner  anderen  Einschätzung  gelangen  würde.  Die  erhobene  Rüge  der  Verletzung von Bundesrecht ist nach dem Gesagten unbegründet. Das  BFM  hat  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  zu  Recht  abgelehnt. 6.  6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht  ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44  Abs. 1  AsylG;  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 7.  7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder  nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach  den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG,  SR 142.20]). Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  gilt  gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte  Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Peter  Uebersax/Beat  Rudin/Thomas  Hugi  Yar/Thomas  Geiser  [Hrsg.]  Ausländerrecht,  Handbücher  für  die  Anwaltspraxis, Band VIII, 2. Auflage, Basel 2009, S. 568 Rz. 11.148). 7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen  der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83  Abs. 3 AuG).

D­97/2012 7.2.1. So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom  4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 7.2.2. Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement  nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5  AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerde­ führers  in den Heimatstaat  ist  somit  unter dem Aspekt  von Art. 5 AsylG  rechtmässig. 7.2.3.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für  den  Fall  einer  Ausschaffung  nach  Sri  Lanka  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass  ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung  drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil  vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit  weiteren  Hinweisen).  Nachdem  der  Beschwerdeführer  nicht  glaubhaft  gemacht  hat,  dass  er  befürchten  müsse,  bei  einer  Rückkehr  ins  Heimatland  die  Aufmerksamkeit  der  sri­lankischen  Behörden  in  einem  flüchtlingsrechtlich  relevanten  Ausmass  auf  sich  zu  ziehen,  bestehen 

D­97/2012 auch  keine  Anhaltspunkte  dafür,  ihm  würde  im  Heimatland  aus  demselben  Grund  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  drohen.  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht  als  unzulässig  erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl  im Sinne der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG –  die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 7.3.1. Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE E­6220/2006  vom  27.  Oktober  2011  zur  Frage  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  sri­lankischer  Asylsuchender  tamilischer  Ethnie  eine  Neubeurteilung  der  Lage  vor.  Es  wurde  festgestellt,  dass  sich  die  Sicherheitslage  in  Sri  Lanka  seit  Beendigung  des  militärischen  Konflikts  zwischen  der  sri­lankischen  Armee  und  den  LTTE  im Mai 2009 erheblich  verbessert  und stabilisiert  habe. Die LTTE  sei militärisch vernichtend geschlagen worden; von den LTTE gehe heute  keine Verfolgung mehr aus. Gemäss der neuen Rechtsprechung  ist  der  Wegweisungsvollzug  grundsätzlich  zumutbar  hinsichtlich  des  gesamten  Gebiets  der  Ostprovinz  und  auch  hinsichtlich  der  Nordprovinz,  dort  allerdings mit  Ausnahme  des  Vanni­Gebiets  (geografisch  definiert  in  E.  13.2.2.1), wobei namentlich bei Personen, deren letzter Aufenthalt in der  Nordprovinz  längere  Zeit  zurückliegt,  die  aktuellen  Lebens­  und  Wohnverhältnisse  sorgfältig  abzuklären  und  auf  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs hin zu überprüfen sind. In diesem Zusammenhang  erscheinen  für  das  Bundesverwaltungsgericht  namentlich  die  Existenz  eines tragfähigen Beziehungsnetzes und die konkreten Möglichkeiten der  Sicherung  des  Existenzminimums  sowie  der  Wohnsituation  als  begünstigende Faktoren. 7.3.2. Aufgrund der persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers ist  in  casu  vom  Vorhandensein  solcher  begünstigender  Faktoren  auszugehen.  Es  handelt  sich  zunächst  um  einen  jungen,  gemäss  den  Akten  gesunden  Mann,  der  über  Schulbildung  und  gute  Englischkenntnisse verfügt  (vgl. A1 S. 2, A8 S. 5). Ausserdem besuchte  er während eines  Jahres  das  Lehrerseminar,  erteilte Nachhilfeunterricht 

D­97/2012 und  arbeitete  als  Geschäftsmann  (vgl.  A8  S.  5).  In  Anbetracht  dieser  Sachlage  kann  davon  ausgegangen  werden,  dass  es  ihm  bei  einer  Rückkehr  in  seinem  Heimatland  gelingen  wird,  wiederum  eine  Arbeitsstelle zu finden. Im Weiteren besteht in der Heimat ein tragfähiges  Beziehungsnetz (Mutter, Ehefrau und drei Kinder, vgl. A1 S. 3), bei dem  er Unterkunft  finden wird  und welches  ihm bei  der Wiedereingliederung  behilflich  sein  kann.  Sodann  sind  keine  weiteren  persönlichen  Gründe  ersichtlich,  aufgrund  derer  geschlossen  werden  könnte,  der  Beschwerdeführer  geriete  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung – in  Übereinstimmung mit dem BFM – auch als zumutbar zu bezeichnen ist. 7.4.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG,  dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der  Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu  Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten  fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1 – 4 AuG). 8.  Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die  Beschwerde ist demnach abzuweisen. 9.  9.1. Eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, wird auf  Antrag  hin  von  der  Bezahlung  der  Verfahrenskosten  befreit,  sofern  ihr  Begehren  nicht  aussichtslos  erscheint  (Art.  65  Abs.  1  VwVG).  Dabei  verfügt  eine  Person  dann  nicht  über  die  erforderlichen Mittel,  wenn  sie  ohne  Beeinträchtigung  des  notwendigen  Lebensunterhaltes  die  Prozesskosten  nicht  zu  bestreiten  vermag.  Angesichts  des  Umstands,  wonach  sich  die  Rechtsbegehren  als  aussichtslos  erwiesen  haben,  ist  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  abzuweisen.  Da  die  Voraussetzungen  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  (bedürftig/nicht  aussichtslos)  kumulativ  erfüllt  sein  müssen,  kann  vorliegend  darauf  verzichtet  werden,  das  Kriterium  der  Bedürftigkeit  zu 

D­97/2012 prüfen.  Mangels  Obsiegens  ist  der  Antrag  auf  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  gemäss  Art.  64  Abs.  1  VwVG  gleichermassen  abzuweisen. Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wird  mit vorliegendem Urteil gegenstandslos. 9.2.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf  insgesamt  Fr. 600.­  festzusetzen  (Art. 1  –  3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite)

D­97/2012 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.  Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne  von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3.  Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4.  Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 5.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

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D-97/2012 — Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 D-97/2012 — Swissrulings