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Bundesverwaltungsgericht 15.12.2011 D-6705/2011

15 décembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·945 mots·~5 min·4

Résumé

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren) | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l     Abteilung IV D­6705/2011 Urteil   v om   1 5 .   D e z embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;   Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), Russland,  (…),   Beschwerdeführende,  gegen Bundesamt für Migration (BFM),  Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  (Dublin­Verfahren);  Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2011 / N (…).

D­6705/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden, ethnische Tschetschenen muslimischen  Glaubens, am 17. Oktober 2011 in der Schweiz um Asyl nachsuchten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung  im Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  vom  26.  Oktober  2011  im  Wesentlichen vorbrachte, er habe sich vom Sommer 2008 bis im Oktober  2011 als Asylsuchender in Polen aufgehalten, dass  er  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  rechtliche  Gehörs  zu  einer  allfälligen  Wegweisung  nach  Polen  geltend  machte,  er  sei  am  5.  September  2011  während  seines  Dienstes  als  Taxifahrer  von  zwei  Männern  überfallen  und  von  einem  derselben  zusammengeschlagen  worden, dass  ihm  einer  dieser Männer  gesagt  habe,  er  (der  Beschwerdeführer)  sei  in  Tschetschenien Polizist  gewesen  und  solle  dorthin  zurückkehren,  da er daheim eine Pflicht habe, dass  er  mit  Hilfe  eines  Rechtsanwalts  Anzeige  erstattet  und  Personenschutz erhalten habe, dass  der  Mann  vom  Personenschutz  seinem  Freund  nach  einigen  Wochen  gesagt  habe,  der  Personenschutz  könne  nicht  länger  gewährleistet werden und er solle das Land verlassen, dass das BFM aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers und dem  mit  der  mehrfachen  Stellung  von  Asylgesuchen  in  Zusammenhang  stehenden  Abgleich  der  Fingerabdrücke  mit  der  Zentraleinheit  Eurodac  (Erfassung  des  Beschwerdeführers  am  20.  Juli  2008  in  Polen)  am  18. November 2011 ein Übernahmeersuchen an die polnischen Behörden  (Erstasylstaat)  stellte,  welchem  am  23. November  2011  (betreffend  den  Beschwerdeführer und seinen minderjährigen Sohn) zugestimmt wurde,  dass das BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 5. Dezember 2011 – eröffnet  am  7.  Dezember  2011  –  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  nach  Polen  und  den  Wegweisungsvollzug  anordnete  und  gleichzeitig  feststellte,  dass  einer  allfälligen  Beschwerde  keine aufschiebende Wirkung zukomme, 

D­6705/2011 dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  Polen  sei  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen  [DAA],  SR 0.142.392.689)  und  das Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung  und Entwicklung des Schengen­Besitzstands und über die Kriterien und  Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten  Asylantrags  (Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004,  SR 0.362.32)  für  die  Durchführung des Asylverfahrens zuständig,  dass  die  polnischen  Behörden  der  Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung  [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin­II­VO), zugestimmt hätten,  dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder  Verlängerung gemäss Art. 19 f. Dublin­II­VO – bis spätestens am 23. Mai  2012 zu erfolgen habe, dass  daher  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  einzutreten und deren Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei,  dass die Beschwerdeführenden in einen Drittstaat reisen könnten, in dem  sie Schutz vor Rückschiebung  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG fänden,  weshalb  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder  Herkunftsstaats  nicht  zu  prüfen  sei,  und  ferner  für  den  Fall  einer  Rückkehr nach Polen keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) bestehen würden, dass weder die  in Polen herrschende allgemeine Situation noch andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diesen  Staat sprechen würden, 

D­6705/2011 dass  hinsichtlich  des  Einwands  des  Beschwerdeführers,  er  könne  nicht  nach Polen zurückkehren, da er dort während seiner Arbeitstätigkeit  als  Taxifahrer überfallen und zusammengeschlagen worden sei, festzuhalten  sei, dass er sich an die zuständige Polizeibehörde wenden könne, sollte  er erneut bedroht werden, dass  ihm  von  den  polnischen  Behörden  bereits  bei  vorhergehenden  Überfällen Personenschutz gewährt worden sei, dass  der  Wegweisungsvollzug  zudem  technisch  möglich  und  praktisch  durchführbar sei, dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  13.  Dezember  2011  (Datum  Poststempel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  auf  ihre  Asylgesuche  sei  einzutreten,  es  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren,  es  sei  festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  unzulässig  und  unzumutbar  sei  sowie  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen,  die  aufschiebende Wirkung  der Beschwerde  sei wiederherzustellen  und  die  unentgeltliche Rechtspflege sei zu gewähren, dass sie des Weiteren beantragten, die polnische Reiseerlaubnis und der  russische  Reisepass,  die  sie  hätten  abgeben  müssen,  seien  ihnen  zurückzugeben und es sei ihnen die Rückreise mit dem eigenen Auto zu  gestatten, dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde  –  soweit  für  den  Entscheid  wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,  dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am  14. Dezember  2011  beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 

D­6705/2011 beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht  vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass  die  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer  selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung  aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass  demnach  auf  die  Anträge,  es  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen und Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, dass  die  Abgabe  der  polnischen  Reiseerlaubnis  und  des  russischen  Passes  während  des  Asylverfahrens  sowie  die  Art  der  Rückreise  nach  Polen nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung sind, weshalb auf  die diesbezüglichen weiteren Begehren nicht einzutreten ist, dass  im Übrigen auf die  frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

D­6705/2011 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass der vorgängige Aufenthalt in Polen und die Zustimmung Polens zur  Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden  aufgrund  der  Aktenlage  feststehen,  dass  Polen  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  offenbar  bereits  geprüft und seinen Antrag abgelehnt hat, da es der Übernahme gestützt  auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin­II­VO zustimmte (act. 15/1),  dass  Polen  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30),  der  EMRK  und  des  Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK, SR 0.105)  ist, und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen,  wonach Polen  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen,  insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot,  halten  würde,  dass  –  entgegen  der  Darstellung  in  der  Rechtsmitteleingabe  –  keine  Hinweise  dafür  vorliegen,  Polen  sei  nicht  in  der  Lage,  den  Beschwerdeführenden  den  erforderlichen  Schutz  vor  Nachstellungen  durch  Drittpersonen  zu  gewähren,  wenn  auch  die  Möglichkeiten  einer  Schutzgewährung dort – wie in jedem Staat – an Grenzen stossen, dass somit nicht davon auszugehen ist, das BFM hätte Veranlassung zu  einem Selbsteintritt (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) gehabt, 

D­6705/2011 dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG  auf  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten  ist,  dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Polen  der  Systematik  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt –  entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG  steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach  der Zulässigkeit  und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs  regelmässig  bereits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensentscheids ist, und hier nicht mehr zu prüfen ist,  dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in  einem  Dublin­Verfahren  nicht  unter  dem  Aspekt  der  vorläufigen  Aufnahme  gemäss  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  stellt,  sondern  eine  entsprechende  Prüfung,  soweit  notwendig,  bereits  im  Rahmen  der  Entscheidfindung  hinsichtlich  der  Ausübung des Selbsteintrittsrechts stattfinden muss,  dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom  BFM verfügte Vollzug der Wegweisungen zu bestätigen ist,  dass  es  den  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  gelungen  ist,  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde  abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, dass  sich  das  sinngemässe  Gesuch  um  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ohne  vorgängige Instruktion als gegenstandslos erweist,  dass  die  Beschwerde  aufgrund  obiger  Erwägungen  als  aussichtslos  zu  qualifizieren  ist  und  daher  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG –  ungeachtet  der  allfälligen  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführenden –  abzuweisen ist, 

D­6705/2011 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1 VwVG).

D­6705/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 2.  Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird  abgewiesen. 3.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4.  Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Hans Schürch Christoph Basler Versand:

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