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Bundesverwaltungsgericht 15.09.2011 D-4982/2011

15 septembre 2011·Deutsch·CH·CH_BVGE·PDF·826 mots·~4 min·2

Résumé

Nichteintreten auf Asylgesuch (Verletzung Mitwirkungspflicht) und Wegweisung | Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 1. September 2011

Texte intégral

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t T r i buna l   adm in istratif   f édé ra l T r i buna l e   ammin istrati vo   f ede ra l e T r i buna l   adm in istrativ   f ede ra l Abteilung IV D­4982/2011 law/joc Urteil   v om   1 5 .   S ep t embe r   2011 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli,   Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. Parteien A._______, geboren am (…), Marokko,  (…),   Beschwerdeführer,  gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    Vorinstanz.  Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  Verfügung des BFM vom 1. September 2011 / N (...).

D­4982/2011 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass  der  Beschwerdeführer  am  22. Januar  2011  in  die  Schweiz  ein­ reiste, wo er gleichentags im Empfangs­ und Verfahrenszentrum (EVZ)  Kreuzlingen um Asyl nachsuchte,  dass  das  EVZ  Kreuzlingen  am  2. Februar  2011  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn  zu  seinem  Reiseweg  und –  summarisch  –  zu  seinen  Ausreisegründen  befragte,  wobei  der  Beschwerdeführer  im Wesentlichen geltend machte,  seinen Heimatstaat  im August 2002 verlassen zu haben und nach  Italien geflüchtet zu sein,  weil er aufgrund einer sexuellen Beziehung zu seiner Cousine von deren  Vater und Brüder in Marokko gesucht worden sei,  dass er sich seit August 2002 illegal  in Italien aufgehalten habe und von  dort aus am 22. Januar 2011 in die Schweiz gereist sei,  dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  10. August  2011 zu einer direkten Bundesanhörung vom 16. August 2011 vorlud,  dass  der  Beschwerdeführer  dieser  Vorladung  keine  Folge  leistete,  weshalb  ihm das BFM die Gelegenheit einräumte, sich zu den Gründen  seines Fernbleibens bis zum 29. August 2011 zu äussern,  dass der Beschwerdeführer diese Frist ungenutzt verstreichen liess,  dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  1. September  2011  –  eröffnet  am  7. September 2011 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c des Asyl­ gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat, die Weg­ weisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz  verfügte  und  den  Vollzug der Wegweisung anordnete, dass  der Beschwerdeführer  gegen diese Verfügung mit Eingabe  vom  9. September 2011 Beschwerde erhebt und dabei sinngemäss die Auf­ hebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragt,  und zieht in Erwägung, dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der  Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen 

D­4982/2011 Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48  Abs. 1 VwVG), dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG  und Art. 52 VwVG), dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und  die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen  Schriftenwechsel verzichtet wird, dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es  das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu  überprüfen  (Art.  32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Beschwerdein­stanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensent­ scheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen  Prüfung enthält,  die angefochtene Verfügung aufhebt  und die Sache zu  neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist  (vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

D­4982/2011 dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich  volle Kognition zukommt, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende auf  andere Weise als den  in Art. 32 Abs. 2 Bstn. a und b AsylG genannten  Gründen ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft und in grober Weise verletzen  (Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG), dass eine Verletzung der Mitwirkungspflicht dann als grob zu bezeichnen  ist, wenn dadurch die Abklärungen des Falles erheblich erschwert werden  (vgl. EMARK 1995 Nr. 18 E. 3c S. 187 f.), dass das Nichterscheinen an einer Anhörung, zu der ein Asylsuchender  ordnungsgemäss eingeladen worden  ist,  als Verhinderung einer konkret  vorgesehenen  Verfahrenshandlung  gelten  muss  und  eine  grobe  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  c  AsylG darstellt (vgl. EMARK 2000 Nr. 8 E. 7a S. 69 f.; EMARK 2003 Nr.  22 E. 4a S. 142 f.; zur Qualifizierung einer Mitwirkungspflicht als grob vgl.  auch EMARK 2001 Nr.  19 E. 4a S.  142, EMARK 2003 Nr.  21 E.  3d S.  136), dass das Asylgesetz dabei keinen Vorsatz voraussetzt (vgl. EMARK 2000  Nr.  8),  weshalb  auf  ein  Asylgesuch  nicht  einzutreten  ist,  wenn  der  Asylsuchende diese Pflicht in schuldhafter Weise verletzt hat, dass  die  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  in  schuldhafter  Weise,  nicht  aber  zwingend  vorsätzlich  erfolgt  sein  muss  (vgl.  EMARK  2000  Nr. 8  E. 5a S. 68 f.), dass unter einer schuldhaften Mitwirkungspflichtverletzung im Gegensatz  zur  strafrechtlichen  Terminologie  eine  solche  zu  verstehen  ist,  bei  welcher  die  betreffende  Person  durch  aktives  Handeln  zur  Verletzung  beiträgt oder ein Handeln unterlässt,  das  ihr aufgrund  ihres Alters,  ihrer  Ausbildung,  ihrer  beruflichen  und  sozialen  Stellung  vernünftigerweise  zugemutet werden kann, dass  die  Mitwirkungspflicht  des  Gesuchstellers  eine  aktive  Mitarbeit  an  der Feststellung des Sachverhalts verlangt, wozu insbesondere auch sein  Erscheinen  zu  den  Anhörungen  und  die  Beantwortung  der  gestellten  Fragen gehört (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG),

D­4982/2011 dass der Beschwerdeführer bei Einreichen des Asylgesuches mit Abgabe  – sowie teilweiser Übersetzung – des Merkblattes für Asylsuchende über  seine  Verpflichtung  zur  Mitwirkung  am  Verfahren  aufmerksam  gemacht  worden ist, insbesondere auch darauf, sich den Behörden zur Verfügung  zu  halten  und  jeder  Vorladung  und  Aufforderung  zur  Mitwirkung  am  Verfahren nachzukommen (vgl. act. A5/11 S. 3.), dass  folglich  das Nichterscheinen  zu einer Anhörung grundsätzlich  eine  grobe und schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht darstellt, dass  es  sich  bei  der  Anhörung  um  eine  wichtige  Voraussetzung  zur  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  handelt  (vgl.  EMARK  2003 Nr. 22 E. 4.a und b S. 142 f.), dass  angesichts  des  eingeschriebenen  Versandes  der  Vorladungsverfügung  des  BFM  am  10. August  2011  und  der  damit  verbundenen Abholfrist  von sieben Tagen, die auf den 16. August 2011  terminierte Anhörung (vgl. act. A29/2 S. 1) an sich sehr knapp bemessen  erscheint,  dass  sich  aufgrund  der  vorliegenden  Akten  zudem  nicht  eindeutig  feststellen  lässt,  zu welchem genauen Zeitpunkt dem Beschwerdeführer  die Vorladung des BFM vom 11. August 2011 durch die Schweizerische  Post zugestellt wurde,  dass  indes  aufgrund  des  Fernbleibens  des  Beschwerdeführers  an  erwähnter Anhörung sowie der Tatsache, dass er sich  in der Folge trotz  vorhandener Gelegenheit  zur Stellungnahme  (vgl.  act. A30/3 S. 1)  nicht  zu  den  Gründen  seines  Nichterscheinens  äusserte,  davon  auszugehen  ist,  ihm  sei  die  Vorladung  rechtzeitig  an  rubrizierte  Adresse  zugestellt  worden und er habe den darin erwähnten Vorladungstermin ohne Grund  nicht wahrgenommen,  dass  das BFM das Verhalten  des Beschwerdeführers  (unentschuldigtes  Nichterscheinen zur Anhörung und  fehlende Stellungnahme  im Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs)  nach  dem Gesagten  zu  Recht  als  schuldhafte  und  grobe  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  wertete,  da  es  der  Beschwerdeführer  unterliess,  bei  der  Feststellung  des  Sachverhalts  mitzuwirken, dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  mit  keinem  Wort auf das ihm vorgeworfene Fehlverhalten eingeht, sondern nunmehr 

D­4982/2011 darauf  verweist,  in Marokko ständig von der Polizei behelligt worden zu  sein,  dass  diese  Vorbingen  somit  nicht  geeignet  sind,  die  vom  Beschwerdeführer begangene Mitwirkungsverletzung zu begründen,  dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. c  AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch  auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE  2008/34  E. 9.2  S. 510,  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt,  wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83  Abs.  3  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20]), dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land  gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom  28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass  es  der  Beschwerdeführer  durch  sein  unentschuldigtes  Nichterscheinen zur Anhörung unterliess, bei der Erhebung des mit Blick  auf  die  Feststellung  seiner  allfälligen  Flüchtlingseigenschaft  rechtserheblichen  Sachverhalts mitzuwirken,  und  aus  diesem  Verhalten  zu schliessen  ist, dass er  in seinem Heimatland Marokko aktuell  keinen 

D­4982/2011 ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt ist oder dort  solche zu befürchten hat, dass der Vollzug der Wegweisung unter diesem Umständen in Beachtung  dieser  massgeblichen  völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist, zumal aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers sowie  den  übrigen  Akten  auch  keine  konkreten  Hinweise  auf  eine  menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  ihm  in  Marokko  droht,  dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Marokko noch individuelle Gründe auf  eine  konkrete  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  im  Falle  seiner  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend zumutbar ist, dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder  unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen  ist,  dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1  VwVG).

D­4982/2011 (Dispositiv nächste Seite)

D­4982/2011 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 2.   Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3.  Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die  zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg Versand:

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